[Prinzessin Nimmer] - German Gothic Board

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Prinzessin Nimmer

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geschrieben von: Endymian

Prinzessin Nimmer


Fernab von Traum und Sein
im tiefen, nachtumwitterten Auengrund,
wo kalt, fahl, prall und rund
erstirbt im Nebel Mondenschein,

in jenem wagen, silbrig' Schimmer,
dort treff' ich sie, die Unbekannte,
sie, meiner Seele Anverwandte,
dort treff' ich sie, Prinzessin Nimmer.

Ihr Antlitz wie ein Elfenbann,
wir ein Stern in tiefster Nacht,
erstrahlt in jener göttlich' Pracht,
wie sie nur noch vergehen kann.

Und in ihrem Engelsblick,
in ihrer Augen Wiederglanz,
in vergess'ner Träume Lichtertanz
reflektiert sich längst zerbroch'nes Glück.

Ihr nackter, blaßer, schlanker Leib,
naß vom langen Tränenregen,
wollüstig bebt er mir entgegen,
nun nehme ich sie mir zum Weib.

So wird die Nacht uns zum Altar,
eine Krähe, sie ist unser Priester,
die Gäste sind des Waldes Biester,
eine funkelnde, fremde Augenschar.

Vorwärts treiben wir das Ritual,
Lust wispert im Geäst der Bäume,
tiefes Verlangen versteckter Träume,
gesteigert zur Tat aus Freud' und Qual -

ein Kuß, zu besiegeln ew'ges Band,
Lethe fließt von ihren Lippen,
Kälte fährt in meine Rippen,
fest ergreift sie meine Hand.

Und während Hochzeitsglocken schallen,
in Nebelschwaden dumpf gestreut,
(sie erscheinen mir fast wie Totengeläut),
führt sie hinab mich in die Hallen,

hinab ins festlich strahlend' Zimmer,
ins Brautgemach aus modrig duftend' Erde,
in dem wir schlafen, aus dem ich werde
auferstehen nie und nimmer.

Endymian



geschrieben von: Crysania

Rabenschwarze Grüße Endymian,

seit geschlagenen 30 Minuten sitzt ich hier und denk über dein Gedicht nach .. ich weiß nicht so recht was ich sagen soll, mir fehlen irgendwie die Worte. Ich antworte einfach mal mit einem Gedicht von mir ..

Shadow of the moon

Im Schatten des Mondes,
tanzt sie,
allein,
versunken in ihren Traum,
flüstert sie magische Worte,
die in mir Flammen entfachen.

Allein fühlt sie sich,
ist traurig, verlassen,
enttäuscht von der Welt,
in ihr verloren,
vergessen,
als sie erkannt' wer sie ist.
Niemand.

In der Dunkelheit
sucht sie Schutz,
tanzt den lieblichen Tanz,
auf der kleinen Lichtung,
Dem Tanz der Dunkelheit verfallen.

Der Schatten des Mondes,
fällt auf ihre weiße Haut,
schwarz wird ihr zartes Gesicht,
kalt ist der Blick,
die Gedanken weit fort
geschweift,
in einer anderen Welt,
in der noch Hoffnung lebt;

Ein Windhauch,
mit ihm,
verfliegt der Schatten des Mondes
das Licht des Mondes,
lässt den Dolch glitzern,
in ihrer Brust.

Ihre Hand fleht,
nach dem Schatten des
Mondes...

Cry



------------------
And on a cold winter's night, the tears of the grey moon fell into a silent, lonely lake...



geschrieben von: Violet

Nun , wie soll ich dir antworten.
Ich kann dir nicht mit einem Gedicht aufwarten, oder dir grosse Analysen unter die Nase reiben, aber ich denke das würdest du auch nicht wollen.
Die Situation des Gedichts kann ich mir bildlich vorstellen da es eine so starke Ausdrucksweise besitz, dass ich nur staune und beneide, da meine lyrische Kraft zu gering ist um je solch ausdruckstarke Sätze zu formulieren.

Violet



geschrieben von: Endymian

@violet
Vielen Dank. Es freut mich, daß es Dir gefällt. Ich dachte mir schon, daß die Bilder zu kompliziert seien. Man kann sich schließlich nicht in den Kopf des Lesenden hineinversetzen. Ich finde bei einem Gedicht muß eine Art Bild vor dem inneren Auge enstehen, wie es dann jemand interpretiert bzw. auslegt, ist wohl jedem selbst überlassen. Insofern habe ich mich über Deine freundlichen Worte sehr gefreut. Vielen Dank.

Ciao
Endymian





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