<-----------------=======
DANKE !!!!
Mit Euren Einträgen könnt Ihr einen staubtrockenen, angemoosten Garten-in-Die-Landschaft-Setzer-und-sich-selbst-überlasser ((eine Art Weiterentwicklung des guten alten Schriftsetzers)) ganz schön rühren!!!
Klar, dass das hier auf keinen Fall "mein" Garten ist oder so...
Es ist mir schlicht eine Ehre, das hier angestossen zu haben!
Alleine aus zeitlichen Gründen... aber auch aus reiner Genugtuung und Freude am Beaobachten halt ich mich mit eigenen Beiträgen zurück...
Mir fehlt oft der Zugang... also die Muße, ... letzendlich die Zeit , mich in das Bild, das immer weiter entsteht, hineinzuverstezen, so dass ich auf Anhieb was passenden dazu schreiben könnte....
aber ich bin HELLAUF BEKLEISTERT, wie das hier läuft.. und wie sehr der Garten durch EURE HILFE immer weiter anwächst!
Gut.. ich möchte mit dem Beitrag nicht eine Diskussion "über den Garten" mittenrein ballern und vom Fluss ablenkenn...
Tut mir bitte den Gefallen, und umgeht den Beitrag einfach, und macht munter so weiter wie bisher!!!!
Ansonsten könnt Ihr Euch im Laufe der nächsten Zeit einfach mal auf weitere Gärten freuen....
Vielleicht Euch ein passendes - unneurotisches - Abiente aussuchen...
Und hoffentlich in alter und neuer Frische weiter dichten, denken, (machmal auch reimen) und vor allem...
Das Bild des Gartens....
Seine Substanz an sich...
Seinen Character...
Weiterformen...
Verändern...
Leben lassen!!!!
und das ganze in absehbarer Zeit PARALLEL zu dem hier!
Aber bitte habt noch so viel Geduld...
Und bitte geht dann in die TIEFE dieser Lyrik-Abteilung des Boards....
Dann bekommen wir auch das Problem der Masse und der Unübersichtlichkeit auf eine unstressige Art in den Griff... so zumindest meine Hofnung...
Schliesslich solt ich und will ich ja auch was tun, dafür das mein Name schon in der Moderatoren-Liste steht und so gut wie nichts von mir zu lesen ist...
Hochantungsvoll, dankende Grüsse, an alle Lyriker, Denker, Gärtner, Gäste und Besucher!!!
Und vor allem DANKE, dass Ihr mir zeigt, dass es doch noch Tiefgründigkeit und Denkende Menschen auf dieser Welt gibt!
Auf die nächsten 100 !!!
----------------=====>>>
Euer Pulsi....
[Dieser Beitrag wurde von pulSar am 26. Oktober 2001 editiert.]
geschrieben von: broken_one
Lasst uns Pulsar ein Denkmal setzen, im Garten... wenn da wer ne gute Idee hat. In seiner Eigenschaft als Begründer des Neurosengartens.
Irgendwo in einer schöne Lichtung, auf einen großen Sockel, mit den Inschriften aller "Gärtner", und daneben können wir dann die große Party zum 100sten loslassen!
Und sie kamen zusammen aus allen Richtungen, zu hunderten und tausenden. Jeder aus seiner Ecke, auch von ausserhalb. Eine Nacht lang wurden alle Beete sich selbst überlassen. Eine Nacht im Schatten des Gartens, im Glanze des Gedenkens an die Anfänge. Ein Meer von Individuen, das ganze Spectrum des schwarzen Regenbogens...
Nie vorher war der Garten so erblüht...
[ Sorry, falls das jetzt OffT war... ]
geschrieben von: broken_one
Na, vielleicht kamen sie auch nicht...
..
.
Doch sollt's das schon gewesen sein
mit des Gartens Pracht
Alles ruhig, wie aus Stein
mitten in der Nacht?
Im Mondeslicht der Engel wacht
mit seinem Blick aus Stein
Die Bäume wie aus Fels gemacht
doch stürzen sie jetzt ein?
Wer immer auch den Bann gebracht
im Hintergrunde hämisch lacht...
geschrieben von: pulSar
draussem vor den toren des gartens ist es wieder still geworden....
es war immer die selbe stille nach dem ergiessen meterdicker sandschichten...
nach dem erbarmungslosen heulen und schluchzen der sandstürme....
geschütztz durch efeubewachsene, uralte mauern bleibt die vegetation hier drin fast unberührt....
vor den toren setzen nun wieder die schweren maschinen ein...
schaufeln mit aller kraft und mühe kubikmeter um kubikmeter sand von der stelle....
doch hier drin plätschern die vermosen, teilweise schweflig stinkenden quellen und brünnlein nach wie vor ihr einsames liedchen....
und laden nach wie vor jeden damit ein, der sich eingeladen fühlt ((HIER zu schreiben))
geschrieben von: ataron
langsam - sehr mühselig - gelingt es mir, mich dem bannkreis des engels zu entziehen...trotz seiner fassadenhaftigkeit spüre ich - mit allen sinnen - fühle ich, dass er mich beobachtet, mich halten will...und ich schwanke, sehne mich nach seiner nähe und fürchte ihn doch so sehr...es gelingt mir, mich zu erheben, die lähmung zu lösen, die mich am boden umschlungen hielt...die schwerkraft scheint an dieser stelle stärker zu wirken, denn ich kann kaum einen schritt tun...so schwer...doch ich bewege mich...fort von ihm...fort...entlang an moosbedeckten mauern...SEINEN blick immer in meinem rücken spürend...ich fühle mich sicherer, so entfernt von ihm...vorbei an gräbern, beeten, bäumen...und ich wandere durch den garten...und an die stelle der angst tritt zunehmend ein anderes gefühl...es...es ist so...leer...der garten scheint verlassen...ich fühle...einsamkeit...ich blicke umher, erkenne silhouettenhaft die konturen des gartens...aber...aber wo seid ihr?
...
wo seid ihr?
...
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
@pulSar: ja, der garten lebt durch seine vielen beitragenden. wortschöpfung und rahmen stammen von dir, und beide sind innovativ. lange rede, kurzer sinn: gute idee :-)
geschrieben von: pulSar
Um den Charme des Verfalls zu gebären, bedarf es viel Zeit....
Skurrile und schöne Statuen sind nicht von heut auf morgen vermoost...
auch wenn in kalten und einsamen zeiten eine dicke blätteschicht und erster nachtfrsot die warme geselligkeit vergangener jahreszeiten ablöst... so tut das doch den steinernen grundmauern keinen abbruch!
und dass zum winter hin, die blütenpracht verwelkt, dass es einsamer, dunkler uns stiller wird, ist auch ganz normal ....
das rad der zeit dreht sich immer weiter...
und der nunmer eisige wind formt unablässig den charakter von allem um, was er berührt...
aber vielleicht ist es ja gerade auch die verlassene stille des einsetzendes verfalls, die den charme ausmacht.....
solange es ab und an eine einsame gestalt auf einer parkbank gibt, die ihre ideen undgedanken in form giesst, ist nichts verloren http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif
vielleicht ein wenig verwittert , überwuchert und eingestürzt...
aber es soll ja leute geben, denen ruinen besser gefallen, als funkelnder, chromglänzender prunk!
[Dieser Beitrag wurde von pulSar am 05. November 2001 editiert.]
geschrieben von: myhna
huhu pulsi....
hier regnets gerade... stell mal ne giesskanne raus und dann gibts gutes frisches wasser von hier... http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif
ich hoffe dann sieht man dich aufblühen (noch mehr, geht das ?*g*)
*lächel*
mýhna
geschrieben von: broken_one
Ranken
wie grüne blättrige Pranken
umwickeln den Stein
umschließen den Fels
bedecken das Gebein
Dornen
schwarz wie die Nacht
zerbersten das Gestein
Alles bröckelt und schwerfällig kracht
zersplitternd zu Boden
Blendendes Licht tritt aus den Spalten
Gleißende Strahlen
zerreißen das Versteinerte zu Staub
verbinden sich in alles verschlingendem Weiss
Dunkelheit
legt sich wieder
über den Garten
verändert doch erhalten
auferstanden?
[ Die Stille hier im Garten ist zum einzigen Thema geworden... Was ist mit den ganzen sich selbst überlassenen Beeten? Mit den Gärtnern? Wird der Bann entgültig gebrochen? ]
geschrieben von: broken_one
Ein kleiner Spross bricht durch den Boden.
Unscheinbar und grün.
Noch in sich gekrümmt.
Beginnt sich zu strecken...
in völliger Ungewißheit.
Wird man ihn zertreten? Wird er wachsen? Vertrocknen? Durch andere Planzen erstickt? Gefressen? Zerfressen von Käfern und Raupen? Wird er blühen? Oder verbrennen, durch das Licht das sich in einem Tautropfen bündelt?
Oder könnte er sogar einem Herbizid zum Opfer fallen?...
geschrieben von: broken_one
Doch der Spross wurde von einer Eiszeit überrascht... Und mit ihm der ganze Garten. In seiner vollsten Blüte.
Vielleicht wird er eines Tages zum Lebensinhalt des einen oder anderen Archäologen... mit all seiner Vielfalt, verschleiert durch die Zeit, wiederentdeckt in einem neuen Zeitalter... und sorgsam zu katalogisieren... Vorerst aber begraben unter Tonnen von dunklem Eis, in dessen Tiefe kein Licht dringt. Konserviert oder teilweise zermahlen durch die unmerklich langsame, ständige Bewegung des Eises. Sicherlich erhalten, in allen seinen Zügen, doch genauso sicher vergessen... seiner stillen Wanderung durch die Generationen überlassen.
geschrieben von: Crysania
.. es ist schon ne ganze weile her dass ich hier war .. *seufz* ich lauf mal ein bisschen quer durch den garten .. <taps> <taps> ... ein vorhang aus weidenästen .. und dahinter:
Das Atelier
Schwarze Kohle kratzt
rau über das Pergament,
mit dem Arm gewischt,
verwischt,
geschrubbt,
radiert, noch einmal.
Ein Blick,
auf sie.
Links, rechts,
Hand hoch,
Kopf links,
nein rechts.
Sie räkelt sich
auf dem weißen Tuch;
die Sonne bescheint,
ihre zarte Haut.
nackt,
ist sie.
Schattenbilder,
Schönheit,
Vergänglichkeit – gefangen, für immer
Schwarz die Augen,
die Haare,
fallen über ihren weißen Körper,
sanft,
bedecken die Blöße
gibt Anstöße
zum träumen,
von ihr..
.. ein kleiner stiller ort .. hinter einem vorhang aus weidenzweigen .. verborgen .. für die kleinen und großen künstler *lächel*
geschrieben von: Violet
Ein Mädchen so klein,tapsig und zart,stolpert durch den imensen Garten, umwuchert von Schlingpfanzen und Getier die niemand hat je gesehen.Was macht das kleine Mädchen da , die Haare ganz wild, das Gesicht zerkratzt, was sucht es nur in der Wildnis?Schattenhände greifen und haschen doch sie ist zu flink...noch.Die Zweige, als währen es bewegliche Arme, zerren an ihrem Kleide.
Wie lieblich ist doch das kleine Mädchen das friedlich entschlummert ist im hohen Gras, doch wird es sich nimmmer rühren, und der erste Schnee wird auf ihr nicht schmelzen.
Doch im Frühling da wächst ein Rosenstrauch dort wo sie elend verging,und nichts ist schöner und voller von Pracht im Neurosengarten.
Mit stillen Gruss
Violet
geschrieben von: dornroserich
so viele herbstgedichte hier... ich hasse den herbst! kann auch so melancholisch sein, da brauche ich keine dunklen abende, fallende blätter, regenasse hosen. ich habe diese kälte nicht nötig, undurchsichtig ist die welt auch ohne nebel. und glitschiges laub auf den wegen ist ja nicht das einzige, was einen straucheln macht. ich hasse die gedichte, die mir der november schreibt. ich verabscheue die einsamkeit, in der man die äste an die scheibe schlagen hört. es widert mich an, die totenlichter im supermarkt angeboten zu sehen, so billig wie nie. kennt jemand einen grund, einen einzigen grund, diese taglosen tage im kalender zu dulden? unermeßliche schuld der daten des novembers! warum läßt er uns nicht los, warum zwingt er zurückzublättern? als lesezeichen vom letzten jahr: das ausgeblichene gingkoblatt. auch so ein dichterbaum, der im winter als skelett den spaziergänger erschreckt. und stinkt nach ranziger butter in all dem moder. verrotten können wir noch früh genug, memento mori ist auch die fliege im colaglas am sommerlichen baggersee. ich hasse herbstgedichte, die sich mir entwinden, lasse sie lieber gleich fallen in den papierkorb zu den anderen blättern.
geschrieben von: Violet
Ich liege in diesem Zaubergarten und ein einziger Regentropfen zerplatz auf meiner Stirn..so kühl...so wiech...wie ein kalter Blitz durch meine Nerven.
Die Augen öffnen sich nur langsam , so schwer sind sie gerworden durch den Ewigkeitenstrom der mich durchfliesst und niemals aufhören wird zu rinnen.
Der Regetropfen ist zu einer Träne geronnen die meine Wange hinunterläuft, wie seltsam sie schmeckt süss.
Das Gras und die zermalmten Blumen unter mir kitzeln mich und schrecken ich wenn sie mich an ihren Tod erinnen,doch zu schnell schlafe ich wieder ein und warte auf einen neuen Regentropfen.
geschrieben von: manto
[ein fliegengedicht:
Die Fliege in meiner Tasse
Tot ist sie
Und
Schwarz
Graue Flügel
Und
Leichenstarr
treibt sie auf einem
Pissegelben See
aus Scharfgabenkrauttee.
Fühler tot
Und
Beinchen tot
Körper tot
Und
Flügel tot
Doch
Mein Tee ist
für den Ausguß
]
geschrieben von: seelenmord
Muß doch erfreut feststellen, daß während meiner Abwesenheit jmd mein Beet gepflegt haben muß und überhaupt welch' gar vielfältiger Garten ... *freu*
seelenmord
geschrieben von: Violet
Wie lieblich schaukeln doch die Zweige der uralten Bäume des Gartens.Sie sind ganz behangen mit Flechten und Moos und der Wind pfeift schiefe Melodien wenn er sich in den Ästen verfängt.
Sie sind angefüllt mit Nestern der verschiedensten Vögel und dann und wann streckt sich eine Katze nach ihnen.
Und wenn die Sonne untergeht , stoben tausende Vögel aus den Bäumen in denen sie sich gesammelt haben um sich zur Ruhe zu begeben.
Und ich , ich sitze unter diesen Bäumen und träume vom Winter.
geschrieben von: dark_star79
.........sitzent unter einem der vielen Bäume beobachte ich das herbstliche Laub.
Wie wundervoll es doch ist,wie einzigartig.
Es schimmert in den abendteuerlichsten Farben.
Ich sehe purpur,violet und den leichten Stich von rot der dem Herbst,selbst in einem Garten wie diesen anhaftet.
Ich erkenne wage das tote Mädchen.Sie ist fast vollständig verdeckt von einem Rosenstrauch.
Ihr kleiner Körper in Marmor gemeißelt.
Ich vergesse dich nicht,den du hast diesem Garten Rosen geschenkt.Auch wen du als Dünger dienen mußtest.
Ich stehe auf und spaziere weiter.
Und da ist er endlich...........der Weg aus Grünen Backsteinen.
Ydam........ich durchbreche die Stille und rufe deinen Namen.
......wollten wir uns nicht am Anfang des Weges finden?
..........ist das der Anfang?..............
.......und überhaupt wo seit ihr alle?
......bin ich allein hier?
Ein toller Garten!
geschrieben von: myhna
die träne tropft
mýhelos in das moos
nun ist es grau und
nie wieder
werden
die blauen und die weissen jungfern
ihr grýnes grýn hier erblýhen
diese eine träne
nur
diese eine träne