*folgende Geschichte erzählte ich einen Kind im Krankenhaus. Dem kleinen geht es wieder besser, aber er hatte einen Wunsch an seinen alten Kumpel..ich sollte die Geschichte irgendwie ins offene stellen. Ich hab einfach den Eindruck hierher passt sie* Timmie fragt mich einmal, ob es Engel gibt. Da ich selber fest dran glaubte sagte ich ja. Als nächstes wollte er wissen wie sie aussehen, und ich meinte das sie glaube ich Aussehen und Leben wie normale Menschen. „Wen das so ist..“ sagte Timmie „Dann können sie ja auch sterben wie normale Menschen.“ „Ja...“ meinte ich „ sterben können sie aber nicht wie normale.“ Dann erzählte ich ihm folgende Geschichte:
Es war ein verregneter Donnerstag im Herbst. Der Wind peitschte durch die Bäume und schlug das eiserne Friedhofstor auf und zu. Herr Meier, der Friedhofswärter wollte nur noch eine seine kleine Wohnung und einen warmen Tee trinken. Aber der Wind hätte einen Grabstein beschädigen können...und so machte er lieber nochmal einen Rundgang. An einen frischen Grab blieb er stehen. Kein Grabstein war zu sehen, nur ein schlichtes Holzkreuz stand in der nassen Erde. Claudia Müller stand auf den Kreuz. Irgendjemand hatte vor es einen Strauß blaue Rosen gelegt, doch die waren schon durchnässt und vom Wind zerzaust. „Komisch....“ dachte sich Herr Meier „Weder Geburtsdatum noch der Todestag sind auf diesen Kreuz verzeichnet.“ Doch das ungewöhnliche Grab war nicht das einzige was anders war bei Claudia Müller. Nachdem Herr Meier weg war....stand sie wieder allein vor ihren lehren Grab. Nun war sie also Tod, deshalb hatte sie der Friedhofswärter wohl auch nicht bemerkt. Ob er sie wohl bemerkt hätte wen sie noch Leben würde?? Zu Lebzeiten war sie ein Engel gewesen. Nein...Flügel hatte sie keine gehabt, und auch keinen Heiligenschein. In ihren letzten Lebensabschnitt war ihre Kleidung sogar schwarz gewesen. Aber immer hatte sie probiert anderen zu helfen. Doch dann eines Tages begann der Engel Claudia zu sterben. Es war ein Regentag gewesen..wie der heutige. Genau vor 4 Wochen. Der Engel Claudia hatte gerade seinen Stationsdienst beendet und war auf den Weg nach Hause. Als sie durch die Straßen ihrer Stadt ging...liefen viele Leute an ihr vorbei. Wie immer schaute sie aufmerksam unter der Kapuze ihres schwarzen Capes in die Menge..um zu sehen ob vielleicht irgendjemand ihre Hilfe brauchte. Da sah sie einen Mann in der Menge. Er saß am Boardstein und weinte. Claudia ging zu ihm und setzte sich. Sie hatte längst gemerkt das alle anderen Leute den Mann nicht zu beachten schienen und so legte sie ihn die Hand auf die Schulter und fragte mit ihrer sanften Stimme: „Was haben sie??“ „Kümmern sie sich um ihren eigenen Mist!“ brüllte der Mann zurück, und er war plötzlich gar nicht mehr freundlich. Erschrocken stand der Engel Claudia auf und lief nach Hause. „Warum hat er das getan??“ fragte sie sich selber „Ich wollte doch nur helfen.“. Und langsam verschwand ihre Hand...zuerst an der Stelle wo sie den Mann berührt hatte. Sie war einfach nicht mehr da. Am nächsten Tag ging unser einhändige Engel Claudia wieder zur Arbeit. Natürlich dauerte alles etwas länger mit nur einer Hand...aber keiner der Kolleginnen schien etwas aufzufallen. Sowieso...wie so oft schien keiner Claudias freundliche Hilfsversuche zu beachten. Und so starb..bei jeden unbeachteten freundlichen Wort...bei jeder Hilfe die mit Undankbarkeit oder Gleichgültigkeit erwiedert wurde ein weiterer Teil von Claudia. Die zweite Hand..beide Arme..Beine. Wie sie noch laufen konnte wusste unser jetzt tote Engel Claudia nicht, doch eines Tages war auch ihr Herz verschwunden. Sie war tod. Es hatte eine Beerdigung ohne Tränen gegeben. Wer erinnert sich schon an die nette Frau von nebenan oder die Passantin die einen mit ihren freundlichen Worte half. NIEMAND. Und nur einer dachte an diesen Tag an Claudia. Jemand der sie nie gekannt hatte. Der Friedhofswärter der sich bei seinen warmen Tee an das Holzkreuz erinnerte.
Drausen stand der nun tote Engel Claudia und fror. Die Welt war kalt geworden. Zu kalt für einen Engel.
(Gewidmet Anna für die lange Zeit die du es mit mir ausgehalten hast. Das dir unsere Freundschaft letztendlich doch nicht genug wert war hätte ich nicht gedacht...und ich werde es wohl nie verzeihen. Trotzdem da wo ich hin gehe wen alles geregelt ist halt ich dir und Edgar nen Platz frei.)
Black
geschrieben von: Blackadder
Black Pegasus,
deine Geschhcte ist sehr bewegend, aber mir macht deine Widmung momentan ein klein wenig Gedanken!
Was genau meinst du mit "dem Platz, wo ich bald hingehen werde?"
Fühle mich versucht, den Thread ins Hospital zu stellen, ich hoffe doch, das soll nicht das heissen, was man daraus lesen kann?
Beste Wünsche,
BLACKADDER
------------------
_________________________
Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch.
In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro.
geschrieben von: BlackPegasus
Die Widmung bedeutet das, was Leute die die Situation verstehen und kennen reininterpretieren. Du verstehst schon richtig....jedoch bitte nicht ins Hospital verschieben http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif
geschrieben von: Blackadder
BlackPegasus,
ich lasse es erstmal hier stehen, aber vielleicht könntest du mir (per PM)trotzdem kurz mitteilen, wie Ernst die Lage ist?
Mache mir denn doch Sorgen....
Beste Wünsche,
BLACKADDER
------------------
_________________________
Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch.
In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro.
geschrieben von: Blackadder
Ich glabe, es ist besser, den Thread zu schliessen...
------------------
_________________________
Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch.
In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro.
geschrieben von: Mac
um vielleicht hier zu neuem leben zu erwachen denn mich haben jene worte berührt...
geschrieben von: Daydreamer
auch ich mache mir sorgen...
ich hoffe,du empfindest die welt nicht zu kalt für dich...
wenn ich daraus das richtige lese...
dann scheint es so...
was ist los,wenn ich fragen darf?
viele grüße
daydreamer
geschrieben von: Crysania
lieber black,
wenn es wochenlang geregnet hat gibt man die hoffnung auf dass die sonne je wieder scheint, vergisst wie sich der schein der sonne anfühlt, glaubt nicht daran dass vor wochen noch alles hell und schön war und nun grau und trist. nass. regen. aber ein kleiner lichtstrahl, ein einziger nur kann schon hoffnung bringen. denn die sonne wird zurück kommen und du wirst dich wieder an ihr scheinen erinnern und nie mehr vergessen.
du weißt .. wenn ich dir helfen kann ?! meld dich
cry
geschrieben von: broken_one
Sei gegrüßt Black Pegasus,
die Geschichte ist schön, sehr traurig, aber... vielleicht ist melancholisch ein besseres Wort dafür. Ich nehm mir einfach mal das Recht sie zu interpretieren. Man könnte es als Aufforderung sehen, erstens die Hilfs- und Schutzengel auf der Erde zu suchen und zweitens ihre Hilfe auch zu würdigen und selbst seinen Teil zu tun. Besonders das erste möchte ich dir ans Herz legen. Auch wenn Engel sterben, es wird immer neue geben, denn jeder kann dazu werden, auch wenn es nur in einer bestimmten Situation ist... aushilfsweise sozusagen...
Was wolltest du dem kleinen Timmie damit sagen, wenn ich fragen darf?
Was den Rest angeht... du hast nicht gesagt was du vorhast, aber wenn es das ist wonach es sich anhört... Solange es noch einen Menschen gibt der sich irgendwie um dich kümmert, der sich Sorgen macht - mindestens solange ist es zu früh dafür.
Gib nicht auf, ok?
Bei mir kannst du dich jedenfalls auch melden, wenn dir danach ist.