[das labyrinth der träume...] - German Gothic Board

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das labyrinth der träume...

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geschrieben von: Daydreamer

willkommen in meinem labyrinth...
...folge der roten spur...

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an einen ort
den du nicht kennst
verschlägt mich heut
mein erster flug

das gräserland
es wogt im wind
die wellen singen
ihre lieder

ich lausche dem
und fühl mich gut
der wind trägt mich
von allem fort...

die wolken lass ich unter mir
die sterne sind zum greifen nah
die sonne wärmt und brennt sogar
doch schmerz ist unbedeutend

und plötzlich stoppt der jähe stieg
die welt steht für sekunden
ich dreh mich um und falle gar
es zieht mich schnell nach unten

und durch die wolken rase ich
die sterne,sie verblassen
ich hör der wellen jubelschrei
sie werden mich nun fassen

der aufprall raubte mir die luft
ich bin kaum noch am leben
der leim der schwingen schmolz zu früh
nun gut,dann sterb ich eben

und in der wellen sanfter hand
sinke ich nun nieder
die welt ist blau,zum letzten mal
das meer,es hat mich wieder...

(1.april 2004)



geschrieben von: Daydreamer

ich sitze davor
unbemerkt
von meinem gegenüber
und mir selbst.
doch verstohlen
werfe ich
immer
wieder
einen blick darauf.
ich hoffe,
dass das display leuchtet
und das bekannte
klingeln
endlich
ertönt
doch jedes klingeln
ist das falsche
jedes leuchten
bist nicht du
ich möchte doch nur
von dir
hören
lesen
wissen
was du
tust
sagst
liest
hörst
fühlst
...
nur ein einziges zeichen
denn ich fühle mich
schuldig
verantwortlich
für dein
abruptes
nicht-melden
ohne grund
ohne gefühl
?

und wieder
leuchtet das display auf...
vielleicht jetzt?
vielleicht du?



geschrieben von: Daydreamer

rauchschwaden
bedecken den boden
die wände
hüllen alles
in ein gespenstisches licht

dazwischen
die schemen
einer tanzenden menge
bewegen sich zuckend
im grün-roten licht

musik ist in allem,
in jedem
und mir
die bässe vibrieren
das blut rauscht ...
...ich frier...

der leichte schweißfilm
auf allen leibern
wird immer wieder
neu verrührt
ich spüre die rhythmen
bin zum tanzen verführt

die musik pulsiert
und schwappt durch die gänge
ich zwänge mich vorbei
verfluche die enge

und doch kann ich frei sein
in diesem gedräng`
ich kann endlich fühlen
an was ich denk`

es gibt keine richtung
jede zeit ist hier still
nichts ist mehr wichtig
keiner weiß,was er will

doch jeder will jeden
und sex liegt im raum
so wandelt sich plötzlich
alles zum alptraum

ich will nur noch fliehen
und dem hier entkommen
ich sinke zu boden
sehe nur noch verschwommen

ich ahne die szenen
sage kein wort
die menge sie tobt
man amusiert sich dort

es ist wieder samstag
und die woche vorbei
die üblichen feiern
ich zähle bis drei

dann richt`ich mich auf
verlasse den saal
hole die jacke
das wars wiedermal

der alptraum er endet
und ich tus mit ihm
ich falle ins bett
will nie wieder hin

doch nächste woche
beginnt der tanz von vorn`
die zeit wird verschwendet
genau wie mein zorn...

(03. april 2004)



geschrieben von: Daydreamer

und wieder stehe ich vor der macht
und grüße sie auf meine weise
ich steh davor und sehe sie
und ihre ew`gen kreise.

die wiederkehr, sie geht mir nah
und mischt sich in mein denken
eine jede scheint mir einzig gar
ich möchte mich ihr schenken.

ich möchte teil des ganzen sein,
mich ständig neu drapieren
und auf des grundes strudel dann
zu neuer schönheit reparieren.

ich wäre dann so klar und rein
und voll von inn`rem frieden,
zum ganzen würde ich gehörn
und energie verströmen.

doch statt dessen steh ich hier
als mensch mit meinen schwächen;
die fehler sind zum greifen nah,
die stärken fast vergessen.

ach,könnt`ich doch die welle sein,
die in dem meer nun mündet!
das leben verstehen und erkennen,
worauf jedes geheimnis sich gründet.

der wind, er schwindet, das segel flieht,
ich kann mich nicht mehr halten!
ich stürze fast und falle gar
in die arme der gewalten.

ich kann nicht sein, was ich gewünscht,
weil ich es nicht ertrage
ich schwimm zurück zum fernen strand,
vielleicht am nächsten tage...

(02.april 2004)
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ein gänsekiel
ein tintenfass
ich hör der feder
sanfte stimme
sie spricht mich an
und trägt den geist
hinauf zu neuer höhe.
sie spricht zu mir
von großen kriegen,
von ehre, ruhm
und altem glanz,
von starken männern,
weisen frauen
und von ball und tanz.
von königen erzählt sie mir
und von deren reichen,
vom heldentod,
vom liebesglück
und von guten zeichen.
doch auch das böse zeigt sie mir
und spricht von untergängen,
von krieg und schlachten
und vom tod,
den viele seelen fanden.
von mord, intrige,neid und hass
weiß sie zu berichten;
das schlechte am menschen,immer da,
es gibt genug geschichten.
und auch die zukunft
ist nicht fremd,
es sind ja alles kreise.
sie spricht unermüdlich,
flüstert nur,
lenkt auf ihre weise.
denn meine hand
führt sich von selbst
über weiße seiten,
ohne zögern
schaffe ich
meine eignen welten.
doch des lehrers stimme
ruft mich zurück
in grelle,helle räume...
realität ohne zuversicht,
dahin sind alle träume...

(05.april 2004)

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ich gebe zu,ich habe mich
in deinem licht verloren.
der schimmer deiner augen
- er hat mich neu geboren.
deine nähe tat mir gut,
ich konnte neu erblühen,
und die hitze deiner haut
sie wollte mich verglühen...
deine stimme,sanft wie je,
heilte meine wunden,
und unter deinen fingerspitzen
hab ich mich selbst gefunden...
ich dachte schon
wir wären freunde
die das leben eng vereint,
ich irrte mich,
das hattest du
anders wohl gemeint.
was blieb mir da
als schnell zu fliehen
vor der wärme deiner haut?
ich gebe zu, ich habe nur
ein neues luftschloss mir gebaut...

(*?*)



geschrieben von: Daydreamer

komm schon,kühler glitzernder schnee,
bedecke meine tränen
reinige mein herz
lasse gedanken erfrieren...
einzelne flocken
reichen nicht
ich brauche mehr...
warte darauf
und die zeit verrinnt
wie honig süß...
als die kerze erlischt
ist es zeit zu gehen
doch der weg ist so weit
und das aufstehen so schwer...
ach,könnte ich doch liegen bleiben
in der weißen pracht
für länger...
für immer...?

(januar 2003)
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"verräter!"
brüllst du mir entgegen.
"heuchler! Lügner!"
so schreist du mich an.
jeden morgen...
jeden abend...
tag für tag.
es fällt mir immer schwerer,
dich anzusehen...
deine hässliche fratze,
die armselige grimasse...
es ist zeit,dich zu zerstören!

als die scherben fallen
ist deine höhnisch lachende miene
in jeder einzelnen zu sehen.
ich weiß,ich kann dir nicht entkommen...
dir,meinem spiegelbild...

(februar 2003)



geschrieben von: Daydreamer

"man ist ist für seine Rose verantwortlich", sprachst du
und deine dornen bohrten sich durch meine haut.
"du musst mir nur vertrauen", sagtest du
während die schmerzen mich betäubten...

nach einiger zeit wußte ich den schmerz zu schätzen...

doch wie jede rose,
so welktest auch du dahin...

jetzt bist du nur noch ein schemen,
ein glanzloses abbild deiner selbst.

unfähig zu verletzten...

...und damit all deiner stärke beraubt...

(21.02.2003)
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>>>ein kleiner tod<<<

zwischen deine schulterblätter
passt ein messer
und ein kuss
doch es tut mir leid zu sagen,
dass ich dich nun töten muss.

lästig ist mir deine nähe
und die wärme deiner haut.
viel zu lange,liebster freund,
hab ich dir zu sehr vertraut.

zwischen deine linken rippen,
die ich viel zu oft liebkost`,
bohre ich den silber schimmer,
den ich lange bei mir trug.

deiner augen sanften blick
durchbohrt der helle stahl;
um deine schreie zu erdrücken,
küss ich dich ein letztes mal.

du schaffst mir nun nicht länger schmerzen.
meine augen glänzen matt.
und es tut mir leid zu sagen,
dass ich dich getötet hab`....

(*?*)

(anmerkung: die erste strophe ist von deine_lakeien geklaut,ich gebs ja zu...titel:wer feige ist...)



geschrieben von: Daydreamer

der zug des lebens hält vor mir
-ich stehe stumm daneben.
die reisenden-sie winken mir,
die taschentücher schweben...

noch immer sind die fenster offen,
hände und köpfe klar zu sehen.
fast scheint es mir ich könnte hoffen,
endlich vielmehr zu verstehen...

doch abschiedsworte klingen schwach
durch die leere halle,
das echo schwingt dem traurig nach
denn wer soll ihnen lauschen?

sie meinen mich und sehen nicht
das, was ich wohl heute bin:
ein trübes lächeln, ein stumpfer blick,
ein blasses schemen, ein dummer wicht...

sie alle schloss ich in mein herz
sie alle liebt`ich mal,
vertrieben von dumpfem schmerz
und meiner inn`ren qual...

die gesichter verschwimmen in meinem hirn
doch ein jedes hat seine geschichte,
ich wünschte, von ihnen bliebe mehr
als eines dieser gedichte...

doch der zug des lebens rollt nun an
und die fenster werden zugemacht.
die stimmen verstummen auf einen schlag
und ich hab das letzte mal gelacht...

zaghaft heb ich noch den arm
und winke fernen geistern...
der zug des lebens ließ mich da.
ich muss mein leben meistern.

der letzte signalton vergeht im wind,
der zug löst sich im nichts nun auf...
ich erwache wieder als scheues kind
und ein neuer tag nimmt seinen lauf...

(21. april 2004)



geschrieben von: Daydreamer

>>> Schwimmbewegungen<<<

Wieder gleite ich durch schwarze Meere
die Hitze durchdringt jedes Fühlen in mir...
Das Denken betäubt vom ziellosen Schwimmen
und vom Geruch, den alles verströmt...
Lautlos dreh ich meine Runden
Gedanken fließen wirr umher,
sie bilden Kriese, bilden Blasen,
platzen - existieren nicht mehr...
Ein dunkler Schatten fällt auf mich
ich tauche tief hinab
doch etwas trifft mit leisem Platschen
ich sinke in mein heißes Grab...
Die Last beginnt nun doch zu schwinden,
langsam wird die Luft mir knapp,
mühsam gelangt nach oben zurück,
alle Glieder sind warm und schlapp...
Doch die Gefahr ist nicht vorüber,
etwas Weißes nähert sich schon mir...
ein Entkommen ist nicht möglich,
wieder geht es viel zu schnell...
Der Strudel zieht mich bald nach unten
ich falle, schwebe, sinke tief...
Die Luft entweicht aus meinen Lungen,
das Meer verschwimmt zu sanftem Braun,
die Hitze ist nun nur noch Wärme,
und alle Furcht verliert sich gar...
Ich möchte ewig weiterschweben...
auf dem Boden - eng gezwängt
und Gedanken voller Weite
und Gefühle - dicht gedrängt...
Ein Lächeln kräuselt meine Lippen
alles ist so schön im Hier,
da bohrt sich Schmerz in meine Rippen,
das Leben weicht hinfort von mir...
Das Meer zerbricht in dunkle Scherben´,
die Umwelt ist nun wieder klar...
Ich schau noch immer in die Tasse,
der Kaffee ist noch immer da.....

(27. April 2004)

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>>>Reingefallen<<<

Herzensbrecher brechen Herzen,
sprechen Worte nur zum Scherzen.
Naive Wesen wie du und ich
machen sich schnell lächerlich.

Glauben schnell gesagten Worten,
folgen zu den fernen Orten,
die der Mensch uns präsentiert,
mit Berechnung hat kreiert.

Besichtigen schon Raum um Raum
in dem Schloß aus uns`rem Traum,
Böses scheint so völlig fremd,
Euphorie herrscht ungehemmt.

Doch ein Blick durchs Fenster zeigt,
was der Mensch uns da verschweigt:
In der Luft hängt alles gar,
nichts ist wirklich wunderbar!

Die Seifenblase zerplatzt erneut,
wiedermal zu früh gefreut!
wiedermal zu früh gelacht,
wiedermal nicht nachgedacht...

(12. Mai 2004)

(ich hätte es besser wissen müssen...und im grunde wußte ich es auch..."es gibt keine liebe auf dieser welt!"...nicht bei dir...und erst recht nicht für mich...und ich habe es doch gewußt)



geschrieben von: Daydreamer

von den nächten wieder eine
die ich ganz allein beweine
gelesen nur ein einzges wort
gedanken eilen zu dem ort

zu dem ort, den ich kurz sah
an dem ich nur ein paarmal war...
zu dem ort, der dir gehört
dort, wo ich dich hab gestört...

deine stimme klingt in meinen ohren
so vertraut,bevor verloren...
so geliebt, bevor die sprache
zerstörte unsre kleine arche...

oh könnte ich doch spüren heute,
dass ich dir noch viel bedeute!

doch unsere beiden verschiedenen welten
werden nicht länger als eine gelten,
und alles, was wir wichtig fanden,
wir vergehen, wird versanden...

noch einmal deine nähe spüren,
noch einmal deine haut berühren...
nur einmal noch so bei dir sein,
doch ich bin hier und ganz allein...

(verbotene gedanken...und doch dringen sie zu mir durch...von zeit zu zeit...in nächten wie dieser...wenn ich mich erinnere und sehe, was ich vermasselt habe, weil ich zu viel wollte und dir die freiheit nahm, zu tun, was dir gefällt...ich engte dich ein...verzeih mir..nur noch dieses eine mal..bitte...doch es ist bereits zu spät...leider....)

(20. mai 2004)



geschrieben von: Daydreamer

"sei fröhlich", raunen sie
die eiswürfel in meinem glas
ich halte es gegen das licht
wie ein glitzernder kristall
bricht sich die sonne
im crushed ice
des mojito
der abend
bricht an
es wird kühler
das wievielte glas?
ich habe aufgehört zu zählen...
der rusty nail windet sich
zwischen meinen magenwänden
wie glühendes metall
und der velvet hammer
pulsiert in meinem hirn
wiederholt den einen satz:
"sei fröhlich"
sei
fröh
lich
!
das lachen
um mich her
tönt leise
müde
ohne tiefe
oder höre ich es nur so,
weil ich selbst genauso lache?
die antwort ertrinkt in einem neuen schluck...
der elephant ist pink geworden
diesmal keinen blauen schlümpfe an der kreuzung
und meine doch die männchen in grün
wir sind aufgebrochen
ziehen immer richtung sonne
die längst unterging
vom mond abgelöst
nächtliche irrwanderer
ziehen durch die straßen
wer seid ihr?
woher kommt ihr?
wir sind es...
wen ich auch frage, was wir tun
die antwort verhallt ungehört
wir ziehen einfach weiter...
bis der morgen beginnt
oder der alkoholfluß endet...
was auch immer passiert...
ich wünscht,
ich wäre
nicht
dabei...

(15. Juni 2004)



geschrieben von: Daydreamer

aus den wänden meiner mauer
bildet sich ein labyrinth in mir
ich bin schuld-der wirre erbauer
schließe mich so aus vor mir

der putz der mauern blättert da
alles wirkt so öd und alt
die tapete nimmt man nicht mehr wahr
und der wind pfeift kalt

doch auf den mauern sieht man worte
gedankenfetzen, schnell verwischt
wechseln immer ihre orte
auch wenn nachts das licht erlischt

noch immer suche ich den hebel
um sie einmal auszublenden
finde weder schalter, knebel
sie huschen weiter an den wänden...

schneller, seit ich wieder mit dir rede
drehen sie nun ihre kreise
vorher waren sie sanft und träge
friedlich war gar ihre reise

doch nun schäumen sie auf
wie gischt im rauhen meer
ich nehme es gerne in kauf
die zeit ohne dich war so leer

doch sie bilden worte
die ich nicht lesen will
ich flehe sie an-diese sorte:
"seid doch bitte still!!!"

doch sie lachen nur
über meine verzweiflungstat
verfolgen weiter stur
ihren weg und bleiben hart

was soll ich tun
wenn sie nicht aufhören sich zu drehn?
wie kann ich ruhn
wenn sie nicht endlich stille stehn?

(15. Juli 2004)

(die gedanken hören nicht auf sich zu drehen...schreiben deinen namen...zeichnen dein gesicht...und ich weiß nicht warum...warum bist du so wichtig?...zu viele fragen...zu viele gedanken...zu viel müll im kopf...zeit zum schlafen...wenn ich es denn könnte...gute nacht)



geschrieben von: Daydreamer

die steinerne fassade
wie ein fels im meer
gefühle unterdrücken
nie fiel es mir schwer

im inneren der mauern
zeichnet kreide an die wand.
und jedes wort von unseren lippen
wird geheimnisvoll gebannt

doch viele worte
die von dir kamen
befinden sich längst dort
unter anderem namen

die kreide setzt nur noch haken
schreibt kaum ein wort noch hin
nur ich steh allein davor
und suche nach dem sinn

warum präsentiert sich mir
die zeit in endlosschleifen?
ein neuer namen, ein neues gesicht
so vieles gleich, wer kanns begreifen?

suche ich nach menschen
die mir solches sagen?
oder suchen sie nach mir
muss ich mich fragen?

ist es gar schicksal,
mit wem man in kontakt gerät?
kann ich es noch ändern?
ist es längst zu spät?????


(17. Juli 2004)

(die endlosschleife dreht sich weiter...was ist überhaupt echt in dieser welt?wenn gefühle es nicht sind...wenn menschen es nicht sind...was ist es dann? ist alles nur illusion? ein immer wiederkehrender alptraum? wann werde ich mich zum aufwachen zwingen können? und wann werde ich endlich begreifen...?)



geschrieben von: Daydreamer

wiedermal nur einsamkeit statt geborgenheit
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täglich seh ich menschen gehen,
rennen, laufen, hasten, stehen
vor mir oder an mir vorbei,
im grunde ist es einerlei...

die stimmen sind oft laut und munter,
manchmal auch leise oder still,
zu mir schaut kaum einer hinunter,
denn jeder weiß wohl, was er will.

und wer sollt mich schon wollen?
sie sehen mich im rinnstein liegen,
wenn um mich rum nur blätter tollen
und manchmal ein paar Fliegen...

einst wurde ich geliebt von einem mann
doch die erinnerung schmeckt schal
schließlich war er es auch dann
der mich fortwarf, er brachte die qual.

danach wurde ich noch so manches mal
vom dreckig-kalten boden aufgelesen.
doch nie war ich erneut die erste wahl
bin schnell wieder am boden gewesen.

auch jüngst war ich wieder in einem bett
und dachte es könnte von dauer sein...
doch er sagte nur: du bist ganz nett
und warf mich zurück, nun bin ich allein.

ein trostpreis bin ich, nicht viel mehr
doch niemand findet trost bei mir.
bin ein einsamer, schwarzer teddybär,
so traurig und leer-nur ein weitres zotteltier...

mir fehlt ein knopf, zerzaust der pelz
und auch das futter ist zu sehen...
regen umspült mich wie brandung den fels
noch werde ich nicht untergehen!

(18. Juli 2004, 6:00 - 6:25)

(der trostpreis, der im müll landet...der kaputte teddybär...egal welches bild: immer zweite wahl...man gewöhnt sich ja an alles *seufz*)



geschrieben von: Daydreamer

die nacht hüllt beide schützend ein
während die worte versiegen...
und eine träne-glitzernd doch klein
bleibt in ihren wimpern liegen.

jedes wort zerstört bloß das
was zwischen ihnen einst war
nicht weit entfernt von blankem hass
die freundschaft macht sich rar...

wie kann sie auch bleiben bei diesen beiden
die sich hier so sinnlos aufs ärgste streiten?
sind die beiden es wert so zu leiden?
kann er nicht einfach weiterreiten

immer richtung abendsonne
und gönnen den zwei menschenkindern
ihre langersehnte wonne?
muss er es denn so verhindern?

doch der streit, er ist kein richter,
er kann nichts dagegen...
er ist aber auch kein schlichter,
wenn sich die gefühle bewegen...

diese zwei menschen mit ihrer not
sind es die sich fürchten voreinander...
sie bringen einander den schmerzenden tod
sind zwei ängstliche sternenwandrer...

sie sehnten sich so nach liebe, nach glück,
doch als sie es beieinander fanden
zogen sie sich schnell wieder in sich zurück
nahmen sich vor, woanders zu landen...

die traurigste geschichte, die die welt je sah
ist diese von dem beschriebenen pseudo-paar...

(20. Juli 2004)

(rennen wir nicht alle vor etwas davon? doch wenn wir vor der liebe davonlaufen, was bleibt dann noch? wenn keine liebe im herzen entsteht, wie trist und grau wirkt die welt dann? wie kann man leben, ohne das leben zu lieben? wie kann man weitermachen, wenn die liebe nicht in einem wohnt?...was machen wir bloß ohne liebe?)



geschrieben von: Daydreamer

meinen musen
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lasst mich von den beiden erzählen,
die ich in mein herz geschlossen,
die mich nun mit schmerzen quälen,
doch einst mit küssen übergossen...

die beiden kennen einander nicht,
sind verschieden wie tag und nacht...
doch beide erstrahlen in hellem licht,
sind glänzend, schillernd in ihrer pracht...

in worte fassen kann ich keinen von beiden,
weder charakter, noch äußeres,noch der stimmen klang...
ich hab zwar unter ihnen beiden zu leiden,
doch der schmerz ist auch für sie ein zwang...

denn dadurch, dass sie mich kennen,
zerbrechen sie selbst immer mehr...
kann ich`s da verübeln, dass sie rennen?
der schmerz ist auch hinter ihnen her...

wir drei, wir sind doch alle voller sorgen,
suchen abstand...nähe...es ist verrückt...
fürchten einander, fürchten das morgen,
laufen davon, ohne einen blick zurück...

denn ein blick zurück zerstört die welt,
in der zu leben wir uns nur erträumen...
sieh nur einmal zurück: nichts, was dich hält,
nur ein einsames kind in leeren räumen...

tief in mein herz hatte ich euch gesperrt,
euch mit liebe, hoffnung und träumen genährt,
euch damit unter druck gesetzt und unter zwang...
bis ihr ausgebrochen seid aus mir...irgendwann...

ohne euch ist`s schwer weiterzumachen...
ihr seid mein traum, mein lenkender stern...
ihr seid mein leben, seid mein lachen...
doch wir sind uns längst viel zu fern...

ihr seid meine musen, ihr ward mein glück,
weil ich euch so liebte, bleibt nur der schmerz zurück...

(...so vieles falsch gemacht...und nie dazugelernt...angst zu verletzten...angst, verletzt zu werden...angst vor enttäuschung...oder zu enttäuschen...angst davor, angst zu haben...und noch immer völlig verwirrt...)



geschrieben von: Daydreamer

letzte nacht da träumte ich
ich hätte einen traum
als marionette sah ich mich
und hing an einem baum

denn meine vielen fäden
sie hatten sich verfangen
wie soll ich drüber reden?
ich hab nun dort gehangen...

ich zappelte und zuckte
ich wand mich hin und her
ich hampelte und ruckte
und pendelte nur so daher...

erschöpfung brach bald auch herein
ich wollte mich in mein schicksal ergeben
schließlich hing ich auch dort allein
wer kann denn so schon leben?

doch plötzlich leuchtete der mond viel heller
und neben mir blitzte etwas auf
ich schaute hin, auf einem teller
lag ein messer mit silbernem knauf

ich griff danach so schnell es ging
und schnitt die fäden durch!
das war das letzte mal, dass ich so hing!
vorbei ists mit der furcht!

das dacht` ich bevor ich zu fallen begann
der sturz-er wollt nicht enden!
doch als ich endlich unten lag dann
hielt ich die fäden in meinen händen...

ich hatte es überlebt und hab`s verstanden:
man muss nur die angst überwinden!
dann wird man meist wohl sicher landen
und viele sorgen werden schwinden...

erst jetzt merkte ich, dass mich keine fäden mehr halten
ich bin frei und kann mich nicht mehr verfangen!
ich kann nun endlich wieder schalten und walten
kann endlich nach jahren zu leben anfangen!

ich bewege den kopf, die arme, die beine
der neue spielraum gefällt mir sehr gut
ich bin hier zwar noch immer alleine
doch jetzt habe ich neuen mut!

wenig später schlug ich die augen auf
und draußen schien die sonne...
einer neuer tag nahm wieder seinen lauf
frei sein und leben-welche wonne!!!


(it can`t rain all the time...)



geschrieben von: Daydreamer

wie soll ich es beginnen?
du weißt, ich werde gehen
und ganz tief in dir drinnen
kannst du mich vielleicht verstehen...

die letzten beide jahre waren wirklich hart
und wenn es mir irgendwie möglich wäre,
dann hätte ich es dir gerne erspart.
doch vieles kam uns in die quere...

du warst gefangen in deinem schmerz
und fühltest dich wohl oft allein
dich so zu sehen brach mir fast das herz
doch konnte auch ich nicht bei dir sein

die worte zwischen uns-sie glichen klingen
wir kreuzen sie schon viel zu lang...
es wird uns nur noch mehr schmerzen bringen
ich hoffe du verstehst es irgendwann

ich muss nun gehen-um meinetwillen
auch wenn der schmerz noch immer bleibt
ich kann nicht deine tränen stillen
ich hoffe, dir hilft irgendwann die zeit...

ja, es schmerzt auch mir von dir zu gehen
ich wünscht`es würde was andres geben
doch ich kann es nicht weiter mitansehen
und muss mein eignes leben leben...

ich weiß schon jetzt, du wirst mich verfluchen
mir sagen, ich lasse dich schon wieder im stich
aber begreif es doch, ich muss mein glück versuchen
und bei dir finde ich es wohl eher nicht...

glaubst du mir wenn ich dir sage
wie leid mir das alles tut?
ich wünsche dir bessre tage
und wieder neuen mut

glaub mir, es wird leichter mit jeder stunde
irgendwann wirst auch du wieder sonne sehen
dann schließt sich bei dir hoffentlich die große wunde
doch bitte verzeih mir - ich muss jetzt gehen...

denn dein schmerz kann nicht der meine werden
versteh doch,ich kann nunmal auch nichts dafür
ich kann nicht länger mich selbst gefährden...
verzeih bitte...verschließ nicht den weg zur tür...

ich werde nun gehen - bitte lass mich los...
lass mich, es bringt nichts, wenn du mich hälst
wir finden beieinander doch keinen trost...
doch irgendwann vielleicht in uns selbst...

ich gehe nun - ein letztes goodbye
ich weiß, wir werden uns wiedersehen...
bitte...lass mich einfach vorbei
denn ich muss nun endlich gehen.......

(und ich weiß, so einfach wirst du mich wohl nicht gehen lassen...und doch: du kannst mich nicht hindern...)



geschrieben von: Daydreamer

guten abend, lass mich von mir berichten:
jeden tag töte ich wieder einen drachen
es klingt wie eine von diesen geschichten,
glaub mir, ich würd auch gern drüber lachen...

in der dunkelheit die glasigen augen
beobachten mich und zerren an mir
sind bereit, mich auszusaugen
denn jede nacht bist du auch hier...

du läufst umher in diesen räumen
die mir sind nun völlig fremd
ich erwache schreiend aus diesen träumen,
weiß, dass etwas dich noch hemmt..

doch beginnt der tag und mit ihm dein leben
dann wirst du aktiv, dein feuer raucht
es zwingt mich jeden tag, mich neu zu erheben
ein gefühl, dass niemand braucht

du suchst mich in meinem kühlen zimmer
du suchst mich in allen räumen hier...
schon von weitem tönt dein gewimmer
ach weiche doch bitte hinfort von mir!

jahrelang habe ich mich kaum gerührt
habe gehofft, dass es von selbst besser wird
doch du hast täglich dein feuer gespürt,
es tut mir leid, ich hab mich geirrt.

seit einiger zeit nahm ich ihn auf - den kampf,
ich bot dir parole mit meinem licht
doch kam ich kaum an gegen deinem dampf
und besser wurde es sicherlich nicht.

doch nun habe ich mein schwert gezogen
versuche dich so auf abstand zu halten
der alte kampf ist nun fast ausgewogen
meine energie kann sich jetzt auch entfalten..

jeder tag endet mit einem patt
wir beide tragen wunden davon
wir fühlen uns abends beide matt
ich muss sagen: es hat keiner gewon`...

doch manches mal da habe ich die macht,
manches mal schlage ich dich zurück
denn oftmals gibst du nicht mehr acht
verlierst an boden ein ganzes stück...

dann kann ich sagen: über den drachen mein sieg
doch die nacht verbring ich schlaflos dann
denn am nächsten tag beginnt ein neuer krieg
und es dauert schon seit monaten an...

ein drachentöter bin ich trotzdem wohl
doch von stolz gibt es in mir keine spur
ich fühle mich oft so leer und hohl
bin doch fast täglich der verlierer nur...

und doch tut es mir weh, dich zu verletzen
es vergrößert deinen zorn ja bloß
magst du auch noch so sehr gegen mich hetzen
ientsprang ich doch einst aus deinem schoß...


(ein täglicher kampf...es gibt keine sieger, nur verlierer...und doch muss ich dich von mir fern halten...ich habe keine noblen gründe...
es geht nur einfach um mich...denn ich muss kämpfen, um nicht unterzugehen...und es wird mit jedem tag ein wenig mehr routine...und irgendwann wird dein feuer mich vielleicht nicht mehr verletzen können...vielleicht...)



geschrieben von: Daydreamer

die vergangenheit-ein kreuzworträtsel, von dessen
unendlich vielen kästchen fast jedes ist noch leer...
ich hab so viel verdrängt und manches auch vergessen
und die erinnerung an das vergangene fällt schwer...

die gegenwart ein hochseil voll mit scherben
ein jeder schritt könnte der letzte sein...
und doch: ich will noch nicht sterben!
nur ist das dasein manchmal voller pein.

die schmerzen, die jeder schritt mir schafft
sie nehm ich nur noch am rande wahr,
doch was mich fast hat dahingerafft
das ist mir auch heut noch nicht klar...

manche sagen, mir fehlt das lachen
andere sprechen über mein gewicht
wieder andere von anderen sachen
doch niemand sieht mein wahres gesicht

es ist nicht so,dass träume fehlen
oder die freude tief in mir...
die dinge, die mich wirklich quälen
schieb ich weit hinfort von hier...

ich schreibe sie auf weiße oder schwarze seiten
auf karos,linien,mauern-alles mit tieferen sinn
dort können sie sich gefahrlos verbreiten
denn niemand verirrt sich wohl je dort hin

doch auch ich dreh selten meine runden
dort zu diesem verlassenen,dunklen ort
ich habe die welt als so schön empfunden,
verliere über die schatten kein wort

wen wundert es da, dass die zukunft gleicht
einem abbruchhaus mit flackerndem licht
dessen trister schein nicht weit reicht...
zu mir gelangt er nämlich nicht...

(grundidee aus heywood goulds buch "cocktail")

(wenn man nicht weiß woher man kommt...wer man ist...wie kann man dann weitergehen???)



geschrieben von: Daydreamer

lange war ich nicht an diesem ort
das dichten - es fiel mir schwer
ich lag auf dem bett, trieb von allem fort
und wollte mich regen nie mehr

so vergingen die tage und stunden
die zeit lief klebrig, doch schnell
habe mich zwischen monstern befunden
es wurde einfach nicht hell

fast dunkel war es um mich her
kein wort drang vor zu mir
auch kein fühlen und das hirn wie leer
ich wußte nichts, war ich noch hier?

so haarte ich aus die ganzen nächte
wartete bewegungslos in meinem bett
alle träume glichen dunklen schächten
die monster um mich rum-dick und fett

doch irgendwann hörte ich von ferne
vielleicht soetwas wie vogelsang???
etwas in mir rührte sich gerne
doch erinnerte sich nicht an den klang

ich blickte zum fenster-der spiegelnden nacht
die mich so lange hatte angeschaut
war dort draußen etwa ein licht erwacht?
oh ja,ich seh`s : der morgen graut!!!

ich streifte den staub von meinem kleid
und kroch langsam zum fenster hin
es wurde hell- es ging fort das leid
und ich weiß wieder wo ich bin

die zeit des wartens schien so lang
und doch waren es nur wochen
mir war zu lange angst und bang
ich habe mich feige verkrochen

das licht des tages bringt nun neuen mut
ich öffne das fenster und fühle mich gut

vielleicht muss man manchmal in sich sinken
um nicht an der welt draußen zu ertrinken?

(23.10.2004)

(nur mal so...nur fließende bilder)



geschrieben von: Daydreamer

unfähig zu dichten...
nicht ein einziges wort
könnte beschreiben
was ich fühle...
oder zu fühlen glaube
denn ich fühle mich auf einmal
so leer
so sinnlos
wo ist der sinn?
die letzten monate ging es doch!
ich hatte langsam das tal verlassen
konnte die sonne wiedersehen
und hörte der vögel gesang...
und jetzt?
jetzt ist die welt doch wieder grau geworden...
der abgrund liegt vor mir
dunkel
schwarz
habe ich hierfür gekämpft?
bin ich durch die wüste meines ichs geirrt,
nur um erneut in diesen bdenlosen abgrund zu blicken?
nein!
nein, so haben wir nicht gewettet!!!
und je länger ich hier stehe...
je länger ich dort hineinblicke...
desto klarer wird es mir:
ich kann mich immer noch
umdrehen...
ich kann meine richtung ändern!
und der stolz weist mir den weg...
jetzt schaffe ich das, was ich sonst nie schaffte:
ich drehe mich einfach weg.
ich gehe einen neuen weg...
ich weiß wieder nicht, wohin er mich führen wird...
welche hindernisse er birgt...
aber dem abgrund bin ich entronnen.
ha!
zumindest für diesesmal...
zumindest für heute...
zumindest jetzt...

(25.11.2004)

(nicht immer muss man tief sinken...irgendwann scheint man tatsächlich zu lernen,sich selbst vorher aufzufangen. erstaunlich!)



geschrieben von: Daydreamer

die haut wie weißes porzellan
so sitzt sie dort im zimmer...
sie ist gerade erst hergefahren
und möchte doch gehen - wie immer.

er steht vor ihr, umarmt sie gar
- sie ist fast davor zurückgewichen -
erzählt, was zwischen ihnen alles war
und es klingt wie alte geschichten

dabei ist es nur ein paar tage her
einhundert lange stunden
da fühlte sie sich nicht so leer
sie hatte ihr glück gefunden...

er spricht davon wie leid es ihm tut
aber dass er nun glücklich sei
und wünscht ihr danach neuen mut
doch dabei ist es längst einerlei

sie trägt weiterhin ihr kaltes porzellangesicht
und er fährt seinem glück nun entgegen...
er sieht auch ihre fließenden tränen nicht,
denn sie steht jetzt draußen im regen...

(28.10.2004)

(...und manchmal tut es einfach nur weh...=( )



geschrieben von: Daydreamer

es war müll!gedanken, die nur zeit vergeuden und unnütz sind...
daher gelöscht!



geschrieben von: Daydreamer

verzeih mir meine lügen von letzter nacht
es war der verstand, der über mich wacht
ich wollte nicht sagen, was ich gesagt
doch du hast zu viel tiefes gefragt...

ob ich es kenne, das kribbeln der haut?
sofort wurden bei mir neue mauern gebaut
ich sagte nein, um dich nicht zu verletzen
doch es war eine lüge von den billigen plätzen.

ob du mir wichtiger warst als jeder zuvor?
ich log dich an und schmipfte dich tor
doch auch hier hattest du mal wieder recht
ich log dir ins gesicht und fühlte mich schlecht

ob ich drüber hinwegkomme?ja, jederzeit.
sieh mich doch an, ich bin zu neuem bereit!
du sahst mir wohl an, dass ich hier log
und eine neue lüge aus meinem ärmel zog.

ob ich dich noch liebe? nein keine spur.
denn meine gefühle waren oberflächlicher natur.
niemand glaubte mir, erst recht nicht du
doch du liest mich reden und hörtest mir zu

ich vermisse dich nicht,die zeit war zwar wie ein traum
doch träume enden, schaffen platz für neuen raum
und stillstand ist nicht gut, er bedeutet nur tod...
das war der punkt, an dem ich wirklich alle belog

ich belog mich selbst und deshalb auch dich
ich bitte dich nur, richte nicht über mich
es war keine absicht und nicht böse gemeint
denn innerlich habe ich nur noch geweint

du solltest nicht sehen, wie traurig ich bin
und so hielt ich dich mit schlechten lügen hin
ich wollte stark wirken und nicht wie ein kind
dem träne um träne aus dem auge rinnt...

doch so wurde nur deutlicher, wie schlecht es mir ging
es tut mir leid, dass ich dir ständig nur sorgen bring`
ich wollte dich nicht belügen und tat es doch
ich kann nur hoffen, du magst mich trotzdem noch

wir sind nun nur noch freunde, auch wenn es mir nicht gefällt
ich werde nicht die sein, die dich von deinem glück fernhält!
denn du hast gefunden, wonach du dich hast lange gesehnt
ich freu mich für dich, es ist keine lüge sei hier noch erwähnt!

denn dass du endlich glücklich bist liegt mir wirklich am herzen
auch wenn du es nicht bei mir fandst und ich jetzt nur schmerzen.
ich weiß, die zeit wird mir helfen, zu lindern diese wunden
dir gehts gut und mein herz wird schon wieder gesunden...

(28.10.2004)

(ich habe dich und mich belogen...solche gefühle wie bei dir habe ich vorher kaum gekannt...umso schwieriger ist es, von ihnen wieder loszukommen...aber ich freue mich, dass wir noch freunde sind...ich möchte dich nicht verlieren...geh deinen weg, mein großer, und genieße das glück...du hast es dir wirklich verdient)



geschrieben von: Daydreamer

heute morgen lag ich einige stunden lang da
und starrte die weiße decke über mir an
es gab nichts was wirklich schien oder wahr
und alles um mich war formlos und zerrann

ich zwang mich schließlich aufzustehen
der weg, er führte mich nicht weit
ich konnte gerade so zum rechner gehen
denn auch hier war unwichtig die zeit

ich starrte den bildschirm an und er mich auch
die zeit war unsichtbar, sie floß nur so dahin
ich wußte nicht mehr, was ich will und brauch
ich weiß nicht mal genau, wer ich eigentlich bin

ich weiß nicht, was ich will und was ich erträume,
denn alle meine träume waren später nur schäume
und all meine sehnsucht, sie fand keinen platz
ich trag sie daher in mir als kostbaren schatz.

ich dachte ich brauch dich - und tat es wohl mal
es war zu der zeit, als mein weg war sehr schmal
du warst meine zuflucht, ein sicherer ort
doch nun bin ich sicher, kann allein fort.

du warst immer für mich da, als ich nicht wußte wohin
vielleicht war das die form von liebe, die ich fühle tief drin?
vielleicht lag ich falsch und die gefühle sagen mir nur:
hier fühlst du dich gut, von hass und angst keine spur?

verliebt heißt doch nähe, geborgenheit, vertrauen und wärme...
vielleicht schlief ich einfach an deiner seite so gerne?
vielleicht spürte ich einfach gern die wärme deiner haut?
vielleicht habe ich mir meinen eigenen fallstrick gebaut?

vielleicht wars nie liebe und nie verliebt sein,
vielleicht war ich froh, bei dir war ich nicht mehr allein
du schriest mich nicht an und verletztest mich niemals
vielleicht bekam ich einfach alles in den falschen hals?

vielleicht versuchte ich gefühle zu nennen als schutz für mich?
vielelicht waren wir nur freunde und verliebt war ich nicht...?

(28.10.2004)

(vielleicht habe ich einfach zu viel interpretiert? vielleicht dachte ich, es müsste so sein?vielleicht vermisse ich momentan auch einfach nur all die wärme, nähe, geborgenheit und all das vertrauen, das ich bei dir fühlen durfte...?vielleicht habe ich einfach nur angst, dich als freund zu verlieren?vielleicht war ich nie wirklich verliebt in dich? ich weiß es nicht...wenn wir jetzt miteinander reden, dann bin ich nervös---aber ich habe weder das gefühl, dass ich dich "zurück" haben möchte noch das gefühl, dass es jemals anders zwischen uns gewesen sein könnte als jetzt...oder versuche ich nur, mich erneut zu belügen? ich weiß es nicht..........*seufz*)



geschrieben von: Daydreamer

in mir streiten sich zwei gestalten
ich weiß nicht, welcher ich glauben soll
sie sind seid tagen nur am walten
so langsam habe ich die nase voll

die eine seite spricht von liebe und vom traum
die andere von freundschaft und körpern im raum
die eine seite sagt mir: lass ihn nicht gehn
die andere sagt: lass ihn doch einfach stehn

und ich will ihn nicht fassen
doch auch nicht lassen
ich möchte die freundschaft,
doch sie wollen mehr
aus streit ziehen sie ihre kraft
fallen übereinander her
sie meinen, sie tun es nur für mich,
doch der, der entscheidet, bin immer noch ich!

leise werden da plötzlich beide stimmen,
drohen ganz langsam zu verschwimmen
sie verlieren ihr macht und ihre gewalt
ich kann wieder denken rational und kalt

ich überdenke all das, was sie mich fühlen ließen
es droht mir fast meine laune zu verdrißen
ich hab so viel unsinn gesagt und so viel geweint
dabei wars nicht nötig, wird sind noch immer vereint.

wir sind noch immer freunde und waren es davor auch,
das ist erstmal alles, was ich momentan brauch
ich hab ihn sehr lieb, und wenn ich es hier gesteh
na und, was solls, das tut doch keinem weh

die letzten tage, sie waren voll vertaner zeit,
ich glaub, ich weiß, was ich will-es ist soweit!
jetzt kann ich die dinge wieder ordnen gehen
und morgen mit einem lächeln aufstehen...

(28.10.2004)

(manchmal muss man sich von allem freimachen, was die sicht vernebeln könnte...und dann erkennt man manchmal das, was man eigentlich schon längst wußte: die wahreheit für einen selbst)



geschrieben von: Daydreamer

als ich vor deiner tür stand gestern nacht
wäre ich am liebsten wieder gegangen
doch du hast gewartet und sie aufgemacht
hast mich in deinen armen aufgefangen

bei leiser musik in deinem raum
fühlte ich mich unwohl, wollte fort
es kam mir vor wie ein seltsamer traum
und du hast mich mit blicken durchbohrt

wir gingen in die stadt durch leere gassen
wie gerne wäre ich nun davongerannt
doch du begannst mich sanft anzufassen
und hielst bald auch meine kalte hand

wir spielten dann dort im dunklen zwielicht
der klang der kugeln, wie donnerstoß
ich wollte gehen, doch ich ging nicht
und du zogst mich sanft auf deinen schoß

wir gingen nach hause in meine wände
schauten die filme im fernsehen an
du hieltst ständig meine hände
sahst so nahe an mir dran...

du merktst schnell, dass etwas nicht stimmt
nahmst mich in den arm und batest darum
es dir zu erzählen, was mich verstimmt
doch ich sah dich an und blieb nur stumm

du wolltest mich küssen, ich sprang auf
ging zum fenster und sah die sterne
du kamst mir nach, sahst zu mir auf
fragtest: hast du mich gerne???

ich drehte mich um, nickte ganz sacht
und musste die tränen herunterringen
du nahmst mich in den arm, hast gelacht
sagtest du wolltest mich zu nichts zwingen

du hieltst mich sanft fest, sahst mir ins gesicht
und flüstertest leise: "bitte geh nicht..."
damit nahmst du von mir das ganze gewicht
ich weiß nicht warum, doch nun gehe ich nicht

ich konnte mich dir öffnen seit dieser nacht
denn du hast mich einfach verstanden
ich weiß nicht, was du hast gemacht
doch nun sind zwischen uns die banden

ich habe dich enttäuscht und verletzt
es tut mir leid, bitte glaube es mir
es war keine absicht, ich weiß es jetzt
ich hatte einfach nur angst vor dir

angst vor verletzung und vor vertrauen,
furcht vor glück und meinem gefühl
das ließ mich ständig neue mauern bauen
deshalb war ich zu dir bisher so kühl...

(18.11.2004)

(ein kläglicher erklärungsversuch...doch ich kann es nicht erklären...ich hatte einfach das bedürfnis zu gehen und ich weiß, dass es dich verletzt hat...es war keine böse absicht...ich konnte nicht anders...ich hatte angst, dir psychisch zu nahe zu kommen oder dass du mir zu nahe kommen könntest...doch nichts dergleichen geschah...und das ist gut zu wissen...ich danke dir, dass du so reagiert hast...hättest du anders reagiert, wäre alles anders gekommen...danke...)



geschrieben von: Daydreamer

ich weiß, ich will gehen
doch kannst du es sehen?
verrät mich mein lachen, mein blick
oder tarnt mich mein üblicher trick?

ich will gehen, doch das ohne schmerz
du siehst mich an, suchst nach dem herz,
doch du kannst es nicht finden, sagst es mir:
ist mein herz ein stein, an dem ich selbst gefrier?

du spürst die kälte, siehst den hauch vor meinem mund
als ich mich zu dir beuge und wir beide uns küssen wund.
doch du klammerst dich fest an mich, mit klauen und zähnen
ich werde gehen, muss ich das wirklich noch erwähnen?

warum ich gehe, fragt dein trauriges gesicht
ich würde es dir sagen, doch ich weiß es nicht.
du gabst mir nähe, hoffnung und wärme
als dank zerre ich nun an deinem gedärme

es tut mir leid...doch ich kann es nicht lassen
ich sehe schon das glück nach mir fassen
doch wenn es ich kriegt, dann gehöre ich dir
und du könntest machen, was du willst mit mir

ich flüchte aus angst vor diesem glück
sieh mich nicht an, ich kehre nie zurück...

(25.november 2004)

(und wieder ist der drang zu gehen so groß...und wieder kämpfe ich dagegen an und weiß doch, dass ich gehen werde...um dich zu schützen...um mich zu schützen...vielelicht kann ich es dir irgendwann erklären...vielleicht verstehe ich es irgendwann selbst...für den moment bitte ich dich nur um eins: verzeih mir...denn es tut mir aufrichtig leid)



geschrieben von: Daydreamer

ich blieb bei dir so manche nacht
ich blieb bei dir in meinem traum
was hast du mit mir gemacht?
wieso verließ ich nicht den raum?

statt dessen fand ich ruhe dort
wo ich sie nie erwarten wollt
ich glaubte von dir jedes wort
das glück schien mir so hold

ich stürze mich hinein
so war der plan einmal
doch das kann nicht sein
ich bin mir selbst die pein

denn noch immer schrecke ich zurück
fürchte mich vor falschem schritt
aus angst, zu verlieren, was mich entzückt
verpasste ich dir so manchen tritt

es tut mir leid, wie ich mich gebe
es tut mir leid, dass ich hart erschein
verzeih, dass ich nicht rosa schwebe
und mich schäme wenn ich wein...

es gibt so viel, was ich sagen soll
mein herz quillt schon fast über
doch das bestimmt in mir das moll
und ich schweige lieber drüber

denn ich fürchte mich vor erneutem schmerz
davor, wieder zu fallen - viele meter tief
bitte glaube mir, es ist kein scherz
ich fürchte die geister, die ich rief...

und doch kann es nicht anders sein
denn ich schloß dich längst ins herz
es fühlt sich gut an bei dir zu verweiln
also riskier ich wohl wieder den schmerz...?

(21. 01. 2005)

(manchmal glaubt man eine wahl zu haben, die keine mehr ist...ich bin schon zu tief drin, um auszusteigen...und will es im grunde auch nicht mehr...manchmal muss man wohl riskieren, um gewinnen zu können...auch wenn ich wahnsinnige angst davor habe...)



geschrieben von: Daydreamer

flackernde berührungen im dämmerlicht
will ich es wagen oder lieber nicht?
will ich es lassen oder lasse ich dich?
wirst du verstehen, siehst du in mich?

kann ich mich wirklich fallenlassen?
wirst du mich dann vorm boden fassen
oder siehst du zu, wie ich dann sinke
und in dem was ist, langsam ertrinke?

kann ich es wagen, mich in dir zu verlieren?
wirst du an meiner hülle nicht gar erfrieren
oder erkennst du die wärme in meinem herz
verborgen hinter all dem aufgestautem schmerz?

verletzt habe ich dich schon so manches mal,
sah in deinen augen die kaum verborgene qual
es tut mir leid...doch wie gehst du damit um?
angst zu fragen, deshalb bleibe ich stumm

du leidest wegen mir, das seh ich dir an
denkst du, dass es sich ändern kann?
bist du bereit zu warten, hast du geduld?
wenn ja, stehe ich tief in deiner schuld

denn ich möchte mich dir öffnen jeden tag!
das ist der gedanke, den ich nicht ertrag...
und zu verlieren, was gerade entsteht
doch zöger ich noch länger, ist es zu spät.....

(21.01.2005)

(nachtgedanken...traumgleich...wenn alles dunkel wird, werden die wahren gedanken klarer...wenn die hüllen fallen, fällt die lüge mit ihnen...ich sehe klarer...der weg ist etwas deutlicher geworden...sehen wir also, wohin er führen wird...und doch: jeder schritt ist ein kampf gegen die angst...)



geschrieben von: Daydreamer

leise kriecht die altbekannte kälte in mir hinauf
dachte, ich wär sie los- wie kam ich nur darauf?!?
es geht mir gut, das dachte ich zumindest immer
doch die zweifel an allem werden wieder schlimmer
ich frage mich, ob das alles wahr sein darf und kann
oder ob es wieder enden wird - eines tages, irgendwann...
woher dieses gefühl stammt, ich weiß es leider nicht
doch ich fühle mich gefangen im nahezu perfekten licht
vielleicht ist alles zu perfekt und ich komme nicht klar
wenn da kein schmerz ist, wo er sonst doch immer war...
doch kann man sich so sehr gewöhnen an den schmerz
dass man ihn vermisst, wenn er fort ist aus dem herz?
bin ich nur glücklich, wenn etwas im leben nicht stimmt?
oder was ist es sonst, was mir die freude am leben nimmt?
ich suche die antworten schon seit so langer zeit...
vielleicht finde ich sie nie, bin noch nicht so weit...
und vielleicht ist es so, dass ich mich erst dran gewöhnen muss
dass das leben einem nicht immer setzt das messer an die brust.
an sich bin ich doch froh, dass die leere in mir vergeht
und vielleicht so der schmerz auch langsam verweht...
doch jede änderung und entwicklung hat ihren preis
drum warte ich nun wohl ab, was das für mich heißt
...

(09.02.2004)

(vielleicht muss man sich wirklich daran gewöhnen, glücklich zu sein...?)



geschrieben von: Daydreamer

du gibst mir nähe,die ich lang vermisst
doch was nützt es, wenn da der schatten ist?
ein schatten, vielmehr gar ein dunkler hauch
du verstehst es wohl nicht - wie denn auch?

dieser schatten gehört zu meinem leben
er hat mir eben dieses einmal gegeben
und versucht nun, die freude auszusaugen
aus deinem, meinem glück...es kann nicht taugen

du siehst es manchmal in meinen augen licht
das nicht verlischt, doch öfters dann bricht
wenn ich daran denke, was ist, wird und war
dann sind meine glücklichen gedanken so rar

einst zeigtest du mir, wie es ist zu fliegen
doch jetzt schein ich am boden zu liegen
am boden wegen des anrufs von irgendwoher
meine gedanken sind verschwommen und leer

wie kann ich dich noch glücklich machen
wenn ich fürchte, ich verlern das lachen?
wie kannst du mich noch zu lieben glauben
wenn eisige tränen unseren atem rauben?

ich habe angst zu werden, wie ich einmal war
doch das schlimmste daran ist für mich gar
dass ich dich verletzen könnte mit meiner art
und dadurch zerstören, was ist noch so zart

wie kann ich es verantworten, mit dir zu teilen
meinen schmerz? oder gar bei dir verweilen?
ich will dir nicht den abgrund zeigen, sondern der sonne licht!
so bitte sag mir ehrlich: sollen ich gehen oder nicht??

(18.05.2005)

(sobald gefühle im spiel sind, ist man fähig zu verletzen... ich will es nicht, aber ich fürchte ich tue es schon längst durch das, was ich an problemen mit mir herumtrage...du kannst es nicht verstehen, denn du hast sowas nie erlebt...und doch hälst du zu mir, so gut du kannst...doch ich fürchte, dich damit herunter zu ziehen...noch bist du voller licht, doch manchmal habe ich das gefühl, dass dein "leuchten" schwächer wird, wenn du mit mir zusammen bist...ich sollte verantwortung übernehmen und gehen...doch ich möchte dich nicht verlieren...was soll ich also tun?)



geschrieben von: Daydreamer

ich kam nur vorbei um goodbye zu sagen
und blieb doch da, weil ich nicht anders konnte
ich verfing mich in den dornen meiner selbst
eingesperrt in gefühlen und gedanken
und du hielst mich im arm, wischtest meine tränen
die blutig aus dem herz und den augen rannen
beiseite durch deine nähe, deine wärme...

ich blieb um zu gehen
und kam nicht voran...
wollte dich vor mir schützen
und verletzte dich umso mehr

nun bin ich gegangen
und weiß nicht warum

eine zweite chance
nichts verdienst du mehr

und doch ich kann nicht zurück
der bruch ist zu hart zu schwer
ich vermisse dich trotzdem
oder jetzt um so mehr
und dabei ließ ich dich
doch niemals nie
an mich heran

weil ich mich fürchtete
vor dir...vor mir...
...vor uns...

ich bin gegangen
und will doch zurück
die zeit drehen
bis vor dem punkt
als ich die tür
endgültig schloss

doch es wäre falsch
ich würde dir nur wehtun
und doch
loslassen fällt schwer
ich kann es nicht
will es nicht
und tat es doch
weil es wohl richtig war
auch wenn es schmerzt
und tränen still
rinnen
ohne ziel
ohne zweck
ohne etwas
zu ändern...

(29.08.2005)

(verzeih...vergib mir...bitte...irgendwann...
ich zerstörte was so schön begann
weil ich zu kalt war und du zu warm
wobei ich dir diese wärme fast nahm...)



geschrieben von: Daydreamer

ich wollte dich schützen, doch es mißlang
denn seit ich ging, ist mir angst und bang´
immer wieder kehren meine gedanken zurück
wärme mich selbst am dem verlorenen glück.

letzte nacht war es als sei es nie anders gewesen,
du hast alles in meinen traurigen augen gelesen
von denen ich dachte sie wären voller stärke
doch deine berührung vernichtete meine werke

als deine hand auf meiner lag-kurz nur-
bahnte sich unmerklich eine tränenspur
die ich zittern wegwischte-sahst du das?
denn du nahmst meine hand:sie war nass

deine augen zogen mich aus bis auf das herz
wie konntest du es finden unter all dem schmerz?
du hast mich angesehen und ließt mir keine wahl,
ich musste farbe bekennen, es war eine qual.

ja, ich bereue noch heute, dass ich damals gegangen bin
werfe mich dir weinend zu den füßen knieend hin
was willst du noch hören? was soll ich noch sagen?
ich kann den schmerz doch selbst kaum ertragen!

ich vermisse dich sehr in jeder sekunde
kratze an der nicht heilenden wunde
flüstere des nachts deinen namen
lass mich gehen, hab erbarmen!

doch du willst, dass ich weiterspreche
auch wenn ich daran vielleicht zerbreche
ich vermisse dich besonders in der nacht
was hat denn liebe bloß für eine macht?!?

denn als ich ging wollte ich nie von liebe sprechen
dachte, ich könnte jederzeit mit dir brechen
dass mich die vergangenheit so einholt jeden tag,
das ist es, was ich absolut nicht ertrag!

ich würde dich so gerne bitten: komm zurück
doch dein blick wird kalt und warnt vor diesem stück
und so stehen wir voreinander: beide kalt und hart
ich würde etwas sagen...doch ich habe es uns erspart.

und so gehen wir auseinander: nichts wurde gesagt
denn einen schritt aufeinander zu zu machen, hat keiner gewagt.
und wagen wird es wohl leider nie einer von uns beiden
also lass uns weiterziehn und still für uns selber leiden....

(es gibt momente, da bereut man....doch auch diese momente gehen vorbei...irgendwann...^^)



geschrieben von: Daydreamer

wieder bin ich hier und wollte es doch nicht
aber es ist wohl eine ärgerliche pflicht
ab und an ins vergangene zu schauen
um dann etwas neues zu erbauen

ich habe geschworen nie wieder dunkel zu sein
versuchte mein glück in ganz anderen reihen
nun bin ich zurück und weiß auch wieso
meine gedanken sind längst nicht mehr froh

hinter dem rollo verkriecht sich der graue morgen
doch in meinem kopf spuken ganz andere sorgen
ich kam schließlich hierher um antworten zu finden,
nicht um mich erneut ans dunkle zu binden

doch die zigarette in meiner hand
ist mittlerweile schon fast verbrannt
und das dunkle fällt wieder über mich her
mich loszureißen fällt mir schon schwer

dies ist nicht mehr meine welt, mein heim
doch ich spüre ihn in mir, den dunklen keim
er fleht mich an hier zu bleiben
er hofft, dann erneut zu treiben

gestern war ich noch in neon gehüllt
am boden liegt es nun zerknüllt
nie wieder wollte ich das schwarze fassen
doch etwas in mir kann es nicht lassen

(kampf licht gegen finsternis....ich wollte nie wieder an themen rühren, an denen ich gerade rühre....aber ich hoffe, ich habe genug abstand gewonnen)



geschrieben von: Daydreamer

ich bin es, dein kopfgespenst
ein gedanke, den du sehr gut kennst
ich bin nur hier um dich zu quälen
wie so oft- ich vergaß zu zählen

jede nacht suche ich dich heim
ich bin in dir, ein dunkler keim
ich bin es, die böse saat in dir
bald schon gehörst du ganz mir

ich paare mich mit deiner schlimmsten angst
wissend, dass du nichts machen kannst
du bist mir ausgeliefert nacht für nacht
ha, hast du das je von mir gedacht?

ich lasse dich keinen moment in ruh
schaue dir in jeder sekunde genau zu
du kannst nichts tun, ich bleibe hier
bald gibt es kein ich und du, nur wir

schreie, laufe, weine, renne vor mir fort
ich finde dich an jedem einzelnen ort
bedenke, ich bin immer da, wo du auch bist
etwas, dass du besser niemals vergisst

freunde dich mit mir an, gib dich mir hin
du weißt genau, dass ich der stärkere bin!
wehre dich nicht, es tut auch kaum weh
und hoffe nicht darauf, dass ich geh

ich werde dich niemals gehen lassen
gib es auf, du kriegst mich nie zu fassen
ich bin immer da, egal wo und wann
ich bin dein kopfgespenst, das alles kann

und soll ich dir etwas verraten?
es gibt noch andere meiner arten
ich bin nicht allein-egal was du jetzt auch denkst
da du jeden tag einem neuen das leben schenkst

du produzierst uns selbst-erschreckt es dich?
aus ängsten und zweifeln gebarst du mich!
es gibt brüder aus sorge und schwestern aus not
und solche aus liebe, doch die sind fast tot

jedes gefühl schafft ein neues gespenst
das du dann bald beim namen nennst
dieser name hält uns wach und am leben
und du dachtest immer, uns würde es nicht geben

du bist die mutter, der vater-beides in einem
dank dir können wir in dir keimen
und uns zu töten dauert lang
drum fang gar nicht erst an

wir sind die macht und du bist es nicht
wir sind alles und du ein kleiner wicht
wir bringen dich um leben und verstand
wegen uns schlägst du gegen die wand

doch sortiere uns, um zu schlafen
denn nur so kannst du uns strafen!



geschrieben von: Daydreamer

kopf und stolz verbünden sich
stellen die sache vor gericht
das herz verteidigt was geschah
doch aussicht auf erfolg ist rar

"er behandelt uns sehr schlecht!"
"aber er hat sein eigenes gefecht!"

"er meldet sich nur, wenn er es will!"
"aber er bleibt zwischenzeitlich nicht still!"

"er nutzt uns aus um befriedigung zu erlangen!"
"er ist hinter seinen kalten mauern gefangen!"

"er hat keine gefühle für uns, spielt es nur!"
"er kann es nicht sagen, ich glaube dem schwur!"

"herz, sieh es ein, wir sind ein lustobjekt für diesen mann!"
"nein, das sehe ich nicht ein, weil ich es nicht kann!"

"wie kannst du ihm glauben, er behandelt uns wie eine puppe,
die man beiseite legt, wenn man keine lust mehr hat..."
"verstand und stolz, das ist mir doch wirklich völlig schnuppe,
ich liebe ihn, er setzt mich damit immer wieder schachmatt."

"das wissen wir, herz, doch du musst bedenken:
wir können uns ihm nicht schenken.
er gibt vor uns zu mögen, doch alles was bleibt
ist ein treffen wenn es ihm passt, verschwendete zeit!"

"es ist keine verschwendetet zeit, ich liebe ihn sehr
und mit jedem tag, der vergeht, wird es etwas mehr.
ich liebe ihn, das muss euch wirklich genügen
ihr wißt,er würde uns doch niemals betrügen!"

"er betrog uns eins und er betrügt uns wieder
es ist nur eine frage der zeit
horch, man hört vorm fenster schon die lieder,
bald ist er wieder soweit!"

sieh hin,das herz droht zu erliegen,
ich wüschte so, es würde siegen
doch die argumente gehen ihm langsam aus
ich erwarte den tod der liebe mit ein`gem graus.--.

(17.11.2006 noch kämpfen sie.....^^)





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