[die schönsten Zitate aus Büchern] - German Gothic Board

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die schönsten Zitate aus Büchern

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geschrieben von: sleepy

Ich hab hier nach so einem Thread gesucht, aber habe nur "Zitate raten", gefunden was ich nicht so passend fand, da man doch gerne gleich wissen würde, von wem die Zitate stammen. Ich fänd's schön, wenn wir einfach so Sätze, Zitate sammeln könnten, die ihr in einem Buch total schön findet. Das müssen natürlich auch nicht aus literarischen Werke sein, es kann auch philosophisch, wissenschaftlich oder sonst was sein!
Also ich fang einfach mal an... da wir vor kurzem Faust in der Schule hatten, werde ich einpaar Sätze daraus holen, was ich sehr schön fand:

Faust: Werd ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! Du bist so schön!
Dann magst du mich in fesseln schlagen,
Dann will ich gern zugrunde gehn!
Dann mag die Todesglocke schallen,
Dann bist du deines Dienstes frei,
Die Uhr mag stehn, der Zeiger fallen
Es sei die Zeit für mich vorbei!



geschrieben von: bloodflower7

Ich habe zwei Zitate aus Büchern:

Faust:
"Wir sind gewohnt, dass die Menschen verhoehnen,
Was sie nicht verstehn,
Dass sie vor dem Guten und Schoenen,
Das ihnen oft beschwerlich ist, murren;
Will es der Hund, wie sie, beknurren?"

Hermann Hesse, Narziß und Goldmund:
"Unser Ziel ist nicht, ineinander überzugehen,sondern einander zu erkennen und einer im andern das sehen und ehren zu lernen, was er ist: des andern Gegenstück und Ergänzung."



geschrieben von: Diorama

Eines meiner liebling zitate ist aus Jonathan auch wenn es relativ schlicht wirkt...

... und tauch' wie ein Vogel ins Meer... ich warte auf Freunde, und suche Geborgenheit, ich teile die Freude, ich teile die Traurigkeit, doch verlang' nicht mein Leben, dass kann ich dir nicht geben, denn ich gehör' nur mir...



geschrieben von: Creep

Natürlich könnte ich die allseits beliebte Stelle aus dem kleinen Prinzen nehmen, die ich - wie das ganze Buch- auch sehr schätze. ;) Aber ich schreib mal ne Stelle aus einem andern Lieblingsbuch "Eureka Street, Belfast". Sehr zu empfehlen wenn jemand einfach schöne Geschichten mag und dazu Irland und die Atmosphäre dort genauso schätzt wie ich. Also meine Lieblingsstelle:
" Als ich gerade erwog, wieder ins Haus zu gehen, sah ich an der Einmündung zu meiner Straße ein Mädchen, das allein auf der Fahrbahn lief. Ein Trio Skinheads kam auf sie zu. Das Mädchen bemerkte die drei und zuckte zusammen. Zögernd ging sie bis an die Bordsteinkante. Sie senkte den Kopf und wollte sich klein machen. Ich teilte ihre Angst, aber ich konnte nichts tun. Als die Jungs auf einer Höhe waren rannte sie schon fast.
Genau wie ich befürchtet hatte: Einer der drei streckte den Arm nach ihr aus. Sie blieb stehen, voller Angst, und nahm die Hände vors Gesicht, um einen Schlag abzuwehren. Da bückte sich der eine Wildlederkopf und hob etwas auf. Er gab ihr den Gegenstand, den sie wohl, von mir unbemerkt, fallen gelassen hatte, und dann gingen die drei weiter.
Ich weiß, viel war das nicht. Es war nur eine kleine Geste, aber plötzlich kam mir Belfast wieder bewohnbar vor.
Weil manchmal, da glitzern sie richtig, meine Menschen hier.
Manchmal da leuchten sie."



geschrieben von: bleeding rose

ich hab auch noch ein paar:

"wer davon überzeugt ist, das ende der dinge zu wissen, die er gerade erst beginnt, ist entweder ausserordentlich weise oder ganz besonders töricht; so oder so ist er aber gewiss ein unglücklicher mensch, denn er hat dem wunder ein messer ins herz gestossen."
( tad williams- drachenbeinthron)

"gib zu, es (das buch) flüstert dir nachts seine geschichte ins ohr."
( cornelia funke- tintenherz)

"das menschliche gehirn ist schlau genug, um alle schrecklichen anblicke zu filtern, mit denen es nicht fertig werden kann. doch jetzt bestand das problem darin, dass mehrere hundert personen ERWARTETEN, den Tod zu sehen, und deshalb nahmen sie ihn war."
(terry pratchett- macbest)

gruss rose



geschrieben von: Darket

"Viele, die leben verdienen den Tod und viele, die sterben verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?"
J.R.R. Tolkien-Der Herr der Ringe

Desweiteren verweise ich auf meine Signatur ;)



geschrieben von: Desengano

"Sind die Marionetten von den Taubstummen kaputtgegangen?"
"Nein", sagte sie, "die Marionetten wohnen in einer Kiste, die sind nicht kaputt."
"Was ist es dann?"
"Warum begehen nur immer ausgerechnet die Patienten Selbstmord, denen es gerade so gut geht?"
Ich setzte mich auch den Boden. "Weil sie nicht auf der Hut sind, es ist ihnen nicht bewusst, dass es ihnen gut geht", sagte ich. "Man muss im Leben stehen wie in einem Schützengraben, immer auf der Hut, man weiß nie, von welcher Seite sie das Feuer auf einen eröffnen. Und wenn zu lange kein Feuer eröffnet worden ist, eröffnet man es selber, weil die Stille so unheimlich ist."

("Phantomschmerz" von Arnon Grünberg)



geschrieben von: Nix

...Das Mädchen...hielt ein kleines, ledergebundenes Buch in den Händen. Und das reichte sie ihm. "Ich hoffe, es gefällt dir."
Der verliebte Teufel von Jaques Cazotte, gedruckt 1878. Corso öffnete es und entdeckte in einem faksimilierten Anhang die Stiche der Erstausgabe: Alvaro im Bannkreis des Teufels, der fragt Che vuoi?, Biondetta, die ihr Haar mit den Fingern kämmt, der schöne Page an seinem Klavier... Er schlug wahllos eine Seite auf:
Der Mann entstand aus Lehm und Wasser. Warum nicht das Weib aus Tau, Dünsten, Lichtstrahlen, aus einem verdichteten Regenbogen? Was ist möglich, und was ist es nicht?
Er schloss das Buch, sah auf und begegnete den lächelnden Augen des Mädchens. Drunten, im Fluss, brach sich die Sonne im Kielwasser eines Schiffs, und die diamantenen Reflexe spielten auf ihrer Haut.
"Ein verdichteter Regenbogen", wiederholte Corso. "Was weißt du von diesen Dingen?"
Das Mädchen fuhr sich mit der Hand durchs Haar und wandte ihr Gesicht der Sonne zu, die so hell war, dass sie die Augenlider schließen musste. Alles an ihr strahlte: die Reflexe des glitzernden Wassers und des gleißenden Morgenlichts, die grünen Schlitze zwischen ihren Wimpern.

(aus "Der Club Dumas" von Arturo Pérez-Reverte, btb-Taschenbücher, 6. Auflage 1997, ISBN 3-442-72193-8)

Der Roman wurde von Polanski unter dem Titel "Die Neun Pforten" verfilmt. Obwohl der Film nicht an die Vorlage heranreicht, mag ich seine Bilder.

Schöner Thread übrigens.

Nix



geschrieben von: cocrea

Und wer ein Ding zerbricht, um herauszufinden, was es ist, hat den Pfad der Weisheit verlassen." J.R.R. Tolkien, The Fellowship of the Ring, Ballantine, New York, 1965, S. 319

Leben wir Menschen denn, um den Tod abzuschaffen?
Nein, wir leben, um ihn zu fürchten und dann wieder zu lieben, und gerade seinetwegen glüht das bisschen Leben manchmal eine Stunde lang so schön. Hermann Hesse, »Der Steppenwolf«

"Das Wunder ist erfüllt, ob ich es auch nicht gesehen habe."
Hermann Hesse, »Wunder der Neugeburt«

"Das Beste daran war aber nicht das Küssen und nicht das abendliche Zusammenpromenieren und Heimlichtun. Das Beste war die Kraft, die mir aus jener Liebe floss, die fröhliche Kraft, für sie zu leben, zu streiten, durch Feuer und Wasser zu gehen. Sich wegwerfen können für einen Augenblick, Jahre opfern können für das Lächeln einer Frau, das ist Glück." Hermann Hesse (1877-1962), Schriftsteller: Zitat aus: »Eine Fußreise im Herbst«

"Unser Ziel ist nicht, ineinander überzugehen, sondern einander zu erkennen und einer im andern das sehen und ehren zu lernen, was er ist: des andern Gegenstück und Ergänzung." Hermann Hesse, »Narziß und Goldmund«

>Glücklich ist, wer hofft!< - Hermann Hesse (1877-1962), Schriftsteller: Zitat aus: »Roßhalde«

meine beiträge vorerst, ich hab noch t(w)onnen davon. :)

gruß, cocrea



geschrieben von: Blackadder

"Ich glaube an den Menschen, und das heißt, ich glaube an seine Vernunft! Ohne diesen Glauben würde ich nicht die Kraft haben, am Morgen aus meinem Bett aufzustehen."
Bertolt Brecht. Leben des Galilei, edition suhrkamp, 1963.

"Verboten ist Erkenntnis? Verdächtig, seltsam auch. Warum mißgönnt ihr Herr Erkenntnis? Kann sie Sünde sein? Kann Wissen Tod sein? Durch Nichtwissen nur besteht der Mensch? Ist dies sein Glückspfand, der Prüfstein seiner Folgsamkeit und Treue?
Erwünschter Grund, um sein Verderben drauf zu bauen!"
John Milton, Das verlorne Paradies, 1966.


"Komm er zu uns und fürchte sich nicht vor dem Antlitz des Freundes, Friede beginnt schon für mich bei der Berührung der Rechten des Herrschers."
Vergil, Aeneis, Reclam; 1962.



geschrieben von: Clytie

"Richard, Richard,
there was snow that day
and sun enough
to dazzle empires
when you ran laughing
beside the frosty lake
mortal, lovely, mine."

(Robert Peters; woraus es ist, weiß ich nicht mehr - ich hab es damals irgendwo rausgeschrieben - das Gedicht handelt von seinem verstorbenen kleinen Sohn)

"Im Innern
der geschlossenen Augen
noch einmal die Augen schließen...
Dann leben sogar die Steine."

(Peter Handke, Drehbuch zu "Der Himmel über Berlin")

Ich bin an sich nicht sonderlich bibelfest und habe auch nicht vor, hier irgendwen zu missionieren, aber ich finde die (Bilder-)Sprache der Bibel sehr schön, wie in den folgenden Stellen:

"Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu." (Offenbarung 21, 4 - 5)

Das kenn ich, ehrlich gesagt, aus einer Todesanzeige - der Betroffene war an Aids gestorben.

Ähnlich das folgende Zitat:

"Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras;
Er blüht wie eine Blume auf dem Felde;
wenn der Wind darübergeht, so ist sie nimmer da,
und ihre Stätte kennt sie nicht mehr." (Psalm 103)


Clytie.



geschrieben von: LittleMissScary

siehe meine signatur:
"We are here,Fitz,you and I,to change the world." König Verity zu FitzChivalry in Assassin's Quest,dem dritten Band der Farseer Trilogy von Robin Hobb.
Aus dem gleichen Buch: "I was put on earth to return the dragons to the world." und "...so we dream of carving our dragon."

Aus Der Herr der Ringe:
"Wo sind das Ross und der Reiter und das Horn,das weithin hallende?
Wo sind Harnisch und Helm und das Haar,das glänzend wallende?
Wo ist die Hand an der Harfe?Wo ist das lodernde Feuer?
Wo nun Frühling und Herbst und voll reifen Korns die Scheuer?
Lang vergangen wie Regen im Wald und Wind in den Ästen
Im Schatten hinter den Bergen versanken die Tage im Westen." (König Théoden während der Schlacht um Helm's Klamm)

"Es gibt Gutes in dieser Welt,und es ist es wert,dafür zu kämpfen,herr Frodo" (Sam)

"Es mag ein Tag kommen,an dem wir verzagen und uns fürchten,an dem wir zweifeln.Doch dieser Tag ist nicht heute.Heute kämpfen wir!" - Aragorn

und dann noch ein Dialog,der mir aus den englischen HDR Büchern im Kopf hängen geblieben ist,zwischen Aragorn und Théoden,ebenfalls während der Schlacht um Helm's Klamm:
"Ride out with me.....Ride out to meet them!"
"For death and glory..."
"For Rohan - for your people!"

aus Die Unendliche Geschichte von Michael Ende:
"Manchmal wunderte er sich,was die Personen in einem Buch tun,wenn das Buch geschlossen ist...leben sie ihre Geschichte weiter?Wenn das Buch offen ist und man es liest,so erleben sie eine Geschichte.Doch was ist,wenn das Buch geschlossen ist?



geschrieben von: cocrea

Das Sphinxrätsel an Ödipus
"Als Ödipus nach Theben kam, war die Stadt von einem Monster namens Sphinx ('die Bindende') bedroht. Sie hatte das Gesicht und die Brüste einer schönen Frau, den Körper und die Klauen eines Löwen und die Flügel eines Adlers. Sie kauerte auf dem einzigen Bergpass, der nach Theben führte und stellte jedem, der hindurch wollte, ein Rätsel, das genauso schrecklich war wie sie selbst: »Was ist das für ein Wesen, das am Morgen auf vier, am Mittag auf zwei und am Abend auf drei Beinen geht?" Wer das Rätsel nicht lösen konnte, wurde von ihr verschlungen. Theben geriet immer mehr in die Gefahr einer Hungersnot und verzweifelte fast. Dann kam Ödipus an den Pass, stellte sich der Sphinx und antwortete: »Der Mensch. Als kleines Kind kriecht er auf allen Vieren, als Erwachsener geht er aufrecht, und im Alter geht er am Stock.« Die Sphinx stürzte sich in den Abgrund, und die Thebaner jubelten Ödipus zu und machten ihn zu ihrem König."
Charles Hampden-Turner »Modelle des Menschen« S. 142



geschrieben von: Sterntaler

Huhu!

"Nur im Irrenhaus sind wir noch frei. Nur im Irrenhaus dürfen wir noch denken. In der Freiheit sind unsere Gedanken Sprengstoff."
Die Physiker, Dürrenmatt

"Ich bin der Geist der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles was entsteht
Ist wert das es zugrunde geht;
Drum besser wärs dass nichts entstünde.
So ist denn alles was ihr Sünde.
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element."
Faust
Der Tragödie erster Teil, Goethe

"Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor..."
Faust
Der Tragödie erster Teil, Goethe

Bis denn
Sterntaler



geschrieben von: TwilightSun

"Geographie ist verlangsamte Physik mit Bäumen drauf"
(Terry Pratchett, leider das buch vergessen)

und sicher noch viiieeele mehr, aber das schoss mir eben spintan durch den kopf

Liebe Grüße
twi



geschrieben von: Elbenblatt

"O Herr, wärst DU Musik, so wäre dies DEINE Stimme, und keine Dissonanz könnte sich je gegen DICH behaupten.Von jedem unerfreulichen Lärm befreitest DU unsere gemeine Welt mit dieser Melodie, dem klarsten Ausdruck DEINES höchst verschlungenen und wundersamen Weltenplans, und alle Oberflächlichkeit würde vergehen von dieser überwältigenden, widerhallenden Vollkommenheit."
(Anne Rice, Armand der Vampir)

Es gibt bestimmt noch gaaaanz viele andere tolle Bücherzitate, doch jetzt fallen mir keine anderen ein.
Diese Stelle ist irgendwie an mir hängen geblieben. ich find sie wunderschön.



geschrieben von: SolPreto

Meine Lieblingszitate (jedenfalls die, die mir gerade einfallen...). Sind auch nicht wörtlich, sondern so wie sie mir in Erinnerung sind.


Viktor Pellewin - "Generation P"

Es gibt keinen wirklichen Tod, da wenn die Fäden verschwinden die Kugel trotzdem bleibt!

Das Leiden der Menschen ist nicht nur Gegenstandslos sondern gewissermassen nicht vorhanden.

Wenn ein Mensch etwas anderes werden will als ein Mensch, dann muss er sterben. Wenn du wüsstest wie viele unsichtbare Augen auf dich gerichtet waren als du die Drogen genommen hast, hättest du die Finger davon gelassen.


Nietzsche - "Zarathustra"

Ihr sagt, der gute Zweck ist es, der alle Mittel heiligt, ich aber sage, der gute Krieg ist es, der alles heiligt.

Ihr stehlt den grossen Erfindern ihre Werke und nennt es Bildung.

Vom Mitleiden kommt den Menschen noch eine Schwere Wolke, und wahrlich, ich verstehe mich auf Wetterzeichen!


Shakespeare - "Macbeth"

To know my deed, t'were best not know myself.


Bertold Brecht - "Der Gute Mensch von Sezuan"

Ich will nicht ausrechnen was es kostet.
Ich will nicht wissen ob er mich liebt.
Ich will mit ihm gehen, den ich liebe.



geschrieben von: Poena

Nur durch die Grenzen des Körpers lernt man die Unbegrenztheit der Seele kennen. >Brennende Fesseln

Jene andere Kraft ist da, pocht wie ein zweiter Herzschlag in mir, treibt mich voran und hält mich zugleich zurück. >Brennende Fesseln<


Die Welt ist eine Hölle!
Was für eine Rolle spielt es, was in ihr passiert?
Sie ist derart gestaltet, dass ein Leid ein anderes nach sich zieht.
Seit die Erde existiert, findet eine Kettenreaktion des Leidens und Grauens statt.
Aber vielleicht ist es anderswo nicht besser, auf den fernen Planeten, Sternen und Milchstrassen...
Wer weiß?
Die Krönung all der Häßlichkeiten, dieses Universums und der unbekannten Universen, ist jedoch mit ziemlicher Sicherheit der Mensch.
Die Menschen sind so...
Sie sind böse, verschlagen, selbstsüchtig, habgierig, grausam, wahnsinnig, sadistisch, opportunistisch, blutdürstig, schadenfroh, treulos, heuchlerisch, neidisch und - ja vor allem strohdumm!!
Die Menschen- so sind die Menschen.
Doch was ist mit den anderen?
>Vorwort zu Felidae> Akif Piringei



geschrieben von: Lady Frances

Susanna Kaysen über die anderen in ihrer Schule:
"Ich glaube, sie machten sich keine Gedanken um mich. Ich war siebzehn und unglücklich, genau wie sie. Sie hatten keine Zeit, sich zu wundern, wieso ich etwas unglücklicher war.
Ich war diejenige, die schwarz trug und mit dem Englischlehrer schlief."

aus Girl, interrupted



geschrieben von: Mystic Vampire

Wenn der Geist keinen Sinn zu finden vermag,
dann belehren einen die Sinne eines besseren.
Das sei deine Devise, elender Erdenwurm.

(Anne Rice - Pandora)



Den Lebenden schulden wir Respekt,
den Toten schulden wir nur die Wahrheit!

(Voltaire)



geschrieben von: Thanateros

Wer mich in allen Dingen sieht,
und alle Dinge in mir,
ist niemals fern von mir,
und ich bin niemals fern von ihm.

aus der Bhagvad Gita



geschrieben von: Sternenstaub

"Too much faith in anything will suck you dry,
in this way the whole world is a vampire ..."

[Poppy Z. Brite - "Lost Souls"]



geschrieben von: Schwarzer.Falke

"Daran erkenn ich den gelehrten Herrn!
Was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern.
Was ihr nicht fast, das fehlt euch ganz und gar.
Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht war.
Was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht.
was ihr nicht münzt, das, meint ihr, gelte nicht!"
- Faust, der Tragödie zweiter Teil

"Zeit ist ein Gesicht auf dem Wasser"
- Roland Deschain von Gilead (Stephen King, Der dunkle Turm 3)

"Das Leben war ein Kreisendes Rad, auf dem niemand lange stehen konnte. Und letztendlich drehte es sich immer wieder auf dieselbe stelle zurück"
Stepehn King, The Stand: Das letzte Gefecht.


"Suze", sagte Eddie, und als sie zu ihm hinübersah: "Die Zeit hat wieder zu laufen begonnen."
Sie fragte nicht, was er damit meinte, sonder nickte nur.
- Stephen Kind, Wolfsmond


Last but not least:

"Wenn ich ein Gebet hätte, dann wäre es dies:
Lieber Gott,
bewahre mich vor dem Verlangen nach Liebe, Bestätigung und Anerkennung.
Amen"
- Katie Byron, Lieben was ist



geschrieben von: CarpeNoctem

Die gesamten Bücher gefielen mir zwar nicht unbedingt vollständig, wohl aber die nun folgenden Zeilen:

“In this dirty-minded world, she thought, you are either somebody’s wife or somebody’s whore - or fast on your way becoming one or the other.
If you don’t fit either category, then everybody tries to make you think there is something wrong with you.
But, she thought, there is nothing wrong with me!”
- John Irving, “The World According To Garp”


„Für mich umgibt diesen Ort ein fauliger Geruch, der faulige Geruch, den reife Früchte verströmen. Nirgendwo sind diese scheußlichen Mechanismen von Geburt und Paarung und Tod – diese monströsen Aufwerfungen des Lebens, die die Griechen miasma, Gifthauch, nennen – jemals so roh oder auch so hübsch kaschiert gewesen, haben so viele Menschen ihr Vertrauen in Lügen gesetzt, in Unbeständigkeit, den Tod Tod Tod.“
- Donna Tartt in „Die geheime Geschichte“



geschrieben von: Deliah

to see what we have never seen,
to be what we have never been,
to shed the chrysalis and the fly,
depart the earth, kiss the sky,
to be reborn, be someone new:
is this a dream or is this true?

can our future be cleanly shorn
from a life to which we're born?
is each of us a creature free -
or trapped at birth by destiny?
pity those who believe the latter.
without freedom nothing matters.


(the book of counted sorrows)




geschrieben von: Schattenwesen1

Mein lieblings Zitat stammt aus Berthold Brecht´s Baal. (Kann ich nur weiter empfehlen)
Es ist wie ein zitternde Luft an Sommerabend, Sonne.
Aber es zittert nicht. Nichts. Gar nichts. Man hört einfach auf.
Wind geht man friert nimmer. Regen geht, man wird nimmer nass.
Witze passieren, man lacht nicht mit. Man verfault, man braucht nicht zu warten.
Das ist das Paradies der Hölle.
ja, das ist das Paradie. Es bleibt kein Wunsch unerfüllt. Man hat keine mehr. Es wird einen alles abgewöhnt. Auch die Wünsche. So wird man frei.

Desweiteren finde ich sehr schön folgende:
Shakespears Hamlet:
Ich könnte in einer Nußschale eingesperrt sein und doch mich für einen König eines unermeßlichen Reiches halte.
(oder so ähnlich)
Goethes Faust I
Ich bin der Geist der stehts verneint,
und das mit Recht,
den alles was entsteht,
ist wert das es zugrunde geht,
und besser wärs wenn nichts entstünde.



geschrieben von: Schwarzer.Falke

Es waren einmal zwei Menschen.
Als sie 2 Jahre alt waren, da schlugen sie sich mit den Händen.
Als sie 12 waren, schlugen sie sich mit Stöcken und warfen mit Steinen.
Als sie 22 ware, schossen sie mit Gewehren nacheinander.
Als sie 42 waren, warfen sie sich mit Bomben.
Als sie 62 waren, nahme sie Bakterien.
Als sie 82 waren, da starben sie. Sie wurden nebeneinander begraben.
Als sich nach 100 Jahren ein Wurm durch ihrer beider Gräber fraß, merkte er gar nicht, dass hier zwei verschiedenen Menschen begraben waren.
Es war dieselbe Erde.
Alles dieselbe Erde.

- Draußen vor der Tür, Wolfgang Borchert.



geschrieben von: Schwarzer.Falke

das ist zwar kein Zitat aus einem Buch das ich gelesen habe, aber ich finde es passt gut.

Auf der Straße traf ich ein kleines frierendes Mädchen, zitternd in einem dünnen Kleid, ohne Hoffnung, etwas Warmes zu essen zu bekommen. Ich wurde zornig und sagte zu Gott: "Wie kannst du das zulassen? Warum tust du nichts dagegen?"

Eine zeitlang sagte Gott nichts. Aber in der Nacht antwortete er ganz plötzlich: "Ich habe wohl etwas dagegen getan. Ich habe dich geschaffen."
- Eine Fabel des ararbischen Mystikers Sa'di



geschrieben von: Schattenwesen1

Es ist erst alles entschieden, wenn du das Aug´ des Schnitters siehst.

Wärst du enttäuscht gewesen, wenn du nicht gehofft hättest?

Weiß leider nicht mehr wo ich das gelesen habe fiel mir aber gerade wieder ein.



geschrieben von: Fury

@Schwarzer Falke
Es gibt so magische Momente, die sind selten und dann kommen sie plötzlich und mit Donnerschlag.
So ging es mir eben, als ich das Gebet der Lady Byron las (wer ist das bitte).
Junge, hat die Frau recht, das hat Schopenhauersche Qualität.
...........
Na, dann auch noch was beigesteuert:

"Seht Ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
Und ist doch rund und schön.
So geht es uns mit Sachen
Die wir getrost belachen
Weil uns're Augen sie nicht sehen."

Matthias Claudius/Der Mond ist aufgegangen



geschrieben von: LittleMissScary

"Was er nicht wusste war die Tatsache,dass er ein Regengott war."
...aus Machts gut und danke für den Fisch von Douglas Adams...



geschrieben von: Schattenlied

William Shakespeare- Romeo und Julia

"Come gentle night, come loving black-brow'd night,
Give me my Romeo; and when I shall die
Take him and cut him out in little stars,
And he will make the face of heaven so fine
That all the world will be in love with night,
And pay no worship to the garisch sun."

Jostein Gaarder - Der seltene Vogel

"Ich muss sterben, denkt Jenny. Aber ich bin mehr als ein verirrter >Gast in der Wirkichkeit<: Ich BIN die Wirklichkeit."

"Ob sie eine Seele hatten?
Ob sie eine Seele hatten, diese Figuren, die hier hin- und hereilten, mechanisch, wie in alten Stummfilmen?
O nein, dachte Jenny. Sie alle haben keine Seele. Sie haben nicht mehr Seele als eine einzelne Ameise in einem Ameisenhaufen. Sie sind Seele. So, wie eine Traumgestalt keine Seele hat, sondern die Seele des Träumenden
ist.
"



geschrieben von: Trauerwesen

Aus William Shakespeare's Macbeth:

"Life's but a walking shadow".

Habe ich auch ab und zu als Signatur, weil es einfach so wahr ist, und soviel in so wenig worten steht.



geschrieben von: dai

März, Explorationen

"Die Zukunft gehört dem Holunder."

(...)

"Was meinen Sie damit, Holunder?"
"Mauerholunder, Abteilung 5."
"Wieso gehört dem die Zukunft?"
"Triebe, trieb, getrieben."
"Triebe getrieben?"
"Gestern kastriert, heute shcon ungekränkt fünffach da, morgen fünf mal fünf mal fünf gleich undendlich."
"Wer hat den Holunder kastriert?"
"März, Fuchs und Zenger aus Notbelichtungsgründen vor dem Kellerfenster. Ratsch."

"Wieso gehört ihm die Zukunft?"

"Ist nicht durch Kränkung, Beschränkung und Beschneidung am fröhlichsteb Wachstum zu hindern, somit gehört ihm die psychiatrisierte Zunkunftswelt."

"Kann man ihren Satz, Herr März, auch so sagen:

Da der Holunder sofort wieder ausschlägt, wie weit man ihn auch zurückschneidet, wird er sich gegenüber allen empfindlicheren Pflanzen durchsetzen. Er eignet sich zu einem Vergleich mit dem Menschen, weil der auch dauernd zurückgestutzt und in seinen Wünschen beschnitten wird, so dass nur der Umempfindliche zukünftig blühen und gedeihen wird.

Ist das der Sinn Ihres Satzes 'Die Zukunft gehört dem Holunder?'"

"Vielleicht, Herr Doktor, hätte ich lernen sollen, mich so schön auszudrücken."

Heinar Kipphardt - März



geschrieben von: The_Forgotten

ein zu strenger glaube vernebelt die realität
der glaube kann dich süchtig machen doch glaube mir ich kann dich viel süchtiger von mir machen.

(susann hastings, der schwarze magier) geht vorallem um christentum im mittelalter (kreuzzüge) und schwarze magie.
finde das buch nichmal schlecht habs gerade nochmal gelesen desswegen fällts mir wieder ein ;)



geschrieben von: trigger

Kommt in fast jedem Mankell Krimi vor der von Kurt Wallander als Kommisar handelt:

Leben hat seine Zeit, Sterben hat seine Zeit



geschrieben von: Bronwyn

"Ich weiß nur das eine, Titus, daß ich alle Menschen, die eine Welle dieses Meeres an mein Herz trägt, für dieses kurze Dasein lieben und schonen will, so sehr es nur ein Mensch vermag...
Ich werde oft getäuscht sein, aber ich werde wieder Liebe geben, auch wenn ich nicht an Liebe glaube-nicht aus Schwäche werde ich dies tun, sondern aus Pflicht.Haß und Zank zu hegen oder zu erwidern ist SChwäche-sie übersehen und mit Liebe zurückzahlen, ist Stärke."
(Mervyn Peake, The Gormenghast Novels)

"My darling", she said at last, "are you sure you don`t mind being a mouse for the rest of your life?"
"I don`t mind at all", I said, "It doesn`t matter who you are or what you look like as long as somebody loves you".
(Roald Dahl,The Witches)

Fear can hold you prisoner, Hope can set you free.
(Stephen King, The Shawshank Redemption)

"Trägt nicht alles ,was uns begeistert, die Farbe der Nacht?"
(Novalis)



geschrieben von: Gruad

Das Fliegen, so der Anhalter durch die Galaxis, ist ein Trick oder besser ein Kunststück, dass darin besteht sich mit vollem Gewicht auf den Boden zu werfen, ihn aber nicht zu treffen.
(AUS: Das Universum, das Leben und der Rest; glaub ich zumindest)


Kommt schon ihr Affen!
Wollt ihr denn ewig leben?!

Unbekannter Feldwebel 1918
(AUS: Starship Troopers)



geschrieben von: Engelskriegerin

"Solange wir nicht fühlen, dass wir irgendwovon abhängen, halten wir uns für unabhängig."
Friedrich Nietzsche; Menschliches, Allzumenschliches

"Ich bin ein Geländer am Strome: fasse mich, wer mich fassen kann! Eure Krücke aber bin ich nicht."
Friedrich Nietzsche; Also sprach Zarathustra

"Und ach! wenn wir hinzueilen, wenn das Dort nun Hier wird, ist alles vor wie nach, und wir stehen in unserer Armut, in unserer Eingeschränktheit und unsere Seele lechzt nach entschlüpftem Labsale."
Goethe; Die Leiden des jungen Werthers

"'Du weißt doch, wenn man recht traurig ist, liebt man die Sonnenuntergänge..' -
'An dem Tag mit den vierundzwanzigmal warst du also besonders traurig?'
Aber der kleine Prinz antwortete nicht."
Antoine de Saint-Exupery; Der kleine Prinz

"Ich hatte nichts und doch genug,
den Drang nach Wahrheit und die Lust am Trug,
gibt ungebändigt jene Triebe,
das tiefe schmerzenvolle Glück,
des Hasses Kraft, die Macht der Liebe,
gib meine Jugend mir zurück!"
Goethe; Faust I

"Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust."
Goethe; Faust I

"Du bist am Ende - was du bist.
Setz dir Perücken auf von Millionen Locken,
setz deinen Fuß auf ellenhohe Sokken,
du bleibst doch immer was du bist."
Goethe; Faust I

"Mir wühlt es Mark und Leben durch,
das Elend dieser Einzigen;
du grinsest gelassen über das Schicksal von Tausenden hin!"
Goethe; Faust I

"Nur wo du klar ins holde Klare schaust,
Dir angehörst und dir allein vertraust,
Dorthin wo Schönes, Gutes nur gefällt,
Zur Einsamkeit! - Da schaffe deine Welt."
Goethe; Faust II
..bin noch nicht fertig mit Faust II..


"Wissen kann man mitteilen, Weisheit nicht."
Herrman Hesse; Siddharta

"Die wahre moralische Prüfung der Menschheit, die elementarste Prüfung [...] äußert sich in der Beziehung der Menschen zu denen, die ihnen ausgeliefert sind: zu den Tieren."
Milan Kundera; Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins


...jetzt reichts erstmal ;o)



geschrieben von: Cold Rain

Zu Anfang, bei der ersten Begegnung, ist der Mensch immer des Menschen Wolf. Ehe das Gesicht des anderen sich zu einem Lächeln verzogen hat, ehe man es in einem geborgenen und wehrlosen Schlaf versunken gesehen hat und ehe man gesehen hat, wie es sich aus Trauer zerfurcht oder im Genuss öffnet, ehe man etwas von all dem gesehen hat, ist das Gesicht des anderen das Gesicht eines Wolfs.

aus "vom Risiko, ein Skrake zu sein" von Kjell Westö



geschrieben von: Niamh

Kabale und Liebe, Schiller:
"Hat unsere Seele nur einmal Entsetzen genug in sich getrunken, so wird das Aug' in jedem Winkel Gespenster sehn."

Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho:
"Die Verrücktheit ist die Unfähigkeit, seine Ideen zu vermitteln. Als wärst du in einem fremden Land. Du siehst alles, verstehst, was um dich herum geschieht, kannst aber nichts erklären und keine Hilfe bekommen, weil du die Landessprache nicht verstehst."

Die Unsterblichkeit, Milan Kundera:
"Das, was am Leben unerträglich war, war nicht zu sein, sondern ein Ich zu sein."

Die Unsterblichkeit, Milan Kundera:
"Leben, darin liegt kein Glück. Leben: das schmerzende Ich durch die Welt tragen. Aber sein, sein ist das Glück. Sein: sich in einen Brunnen, in ein steinernes Becken verwandeln, in das wie warmer Regen das Universum fällt."



geschrieben von: Defekt-04

"Vielleicht ist die vollständige Wirklichkeit immer zu würdelos, um verzeichnet
zu werden, zu sinnlos oder zu gräßlich, um nicht in einen Roman umgedichtet werden zu müssen.
Immerhin ist´s, wenn man zufällig die Wirklichkeit kennt, aufreizend, es ist sogar
fast beleidigend, mit einem Rührstück abgespeist zu werden."
A.Huxley, The Genius and the Goddess



geschrieben von: lost.in.42

*auf sig deut* :)

Und außerdem so ziemlich alles aus dem Anhalter.. muss noch mal schaun ob ich das was finde wa snoch besser und lustiger ist als der ganze rest ;)



geschrieben von: Tolkien

„Dort, zwischen dem Gewölk über einem dunklen Felsen hoch oben im Gebirge, sah Sam eine Weile einen weißen Stern funkeln. Seine Schönheit griff ihm ans Herz, als er aufschaute aus dem verlassenen Land, und er schöpfte wieder Hoffnung. Denn wie ein Pfeil, klar und kalt, durchfuhr ihn der Gedanke, daß letztlich der Schatten nur eine kleine und vorübergehende Sache sei: es gab Licht und hehre Schönheit, die auf immer außerhalb seiner Reichweite waren."

Tolkien, Der Herr der Ringe, Die Rückkehr des Königs, Kapitel "Das Land des Schattens"



geschrieben von: Kappabani

"In unserer postindustriellen, übertechnisierten, überurbanisierten Welt sind wir daran gewöhnt, alles im Griff zu haben. Wir sitzen an den Hebeln der Macht. Und dementsprechend schwer fällt uns der Gedanke, das auch wir Teil der Nahrungskette sein können (und zwar nicht am oberen Ende!), da wir uns längst nicht mehr als Teil der Natur fühlen. Ja, wir maßen uns in gewisser Weise sogar an, Mitleid mit der Natur zu empfinden, im dem wir sie zu schützen trachten, Nationalparks, Wildreservate und Schutzgebiete einrichten - was genau genommen natürlich auch wieder nichts anderes ist als eine (eben etwas andere) Form anmaßender Machtausübung."

"Im Südwesten des Landes hatte ein erwachsener männlicher Löwe seine eigene Version von "Essen auf Rädern" gefunden: Er legte sich an einem bestimmten Teil einer häufig von Radfahrern benutzten Straße im hohem Gras auf die Lauer, wartete auf einen arglosen Radler, fiel über ihn her, schleppte ihn zurück ins Gras, und fraß ihn auf."

"Wenn sie sich an vierbeinige Beute heranpirschen, suchen sie nach Anomalien - Hinken, Stolpern, irgendwelche Zeichen von Schwäche oder einer Verletzung."
"Im Queen Elisabeth Nationalpark zeigte eine Löwin eine Vorliebe für Betrunkene. Ihre Methode bestand darin, im Schatten bei einer Dorfkneipe auf heraustorkelnde Schluckspechte zu lauern."

Philip Caputo - Unter Menschenfressern



geschrieben von: AlienSexFiend

"Nein, ich bin nicht tot.
Ich bin draußen auf See. Ich segle auf dem blauen Meer im Haus meines Vaters."


(Páll in "Engel des Universums" von Einar Már Gudmundsson nach seinem Tod)



geschrieben von: Carcas999

"Eine schöne sanfte Stimme wie ein Sternengesang. Denn die Sterne singen. Ich weiß es. Ich habe sie an einem gewissen Sommerabend gehört..."


"Und Prinzen gibt es auch. Nur dass sie nicht zwangsläufig auf einem weissen Pferd geflogen kommen, sondern im Überlandbus, wie der Sex-Engel mit den gebrochenen Flügeln, den ich getroffen habe, als ich aus dem Krankenhaus kam.
Und sie tragen auch keine glitzernde Kleidung, die nie schmutzig werden kann. Nein. Sie können kratzige Pullis tragen und vergessen, sich zu waschen, aber das mindert das Märchenhafte absolut nicht. Und wenn man mit geschlossenen Augen nackt neben einem Prinzen im Bett liegt, dann fällt einem der Unterschied gar nicht mehr auf."


(Aus: Marie-Sissi Labrèche - "Borderline")



geschrieben von: Black Reaper

"Es gibt keine Gerechtigkeit. Es gibt nur mich"

von Tod aus Pratchetts "Gevatter Tod" (korrigiert mich, wenn es doch "Alles Sense" war... aber ich bin mir recht sicher)

Dieses Zitat hat mir irgendwie mal geholfen... Ich weiß nicht, warum, wo es doch derart einfach ist, aber vielleicht hat es gerade darin seinen Reiz...



geschrieben von: Sintra

Leider weiß ich nicht mehr wo ich dieses Zitat her habe aber ich finde es doch schon recht interessant.


Frauen opfern alles und lieben mit ganzem Herzen.
Männer haben nicht die Kraft auf diese Weise zu lieben...



geschrieben von: Kildare

"Ja, meine Liebste, durch mich mußt du leiden: nicht weil ich das Leiden liebe, denn wenn ich dich glücklich machen könnte, wäre es besser, nur habe ich begriffen, daß es nicht möglich war, denn damit ich dich glücklich machen könnte, müßtest du mich zuerst mal lieben, und du liebst mich ja nicht; um dich dagegen unglücklich zu machen, ist es nicht nötig, daß du mich liebst, und außerdem müßtest du, damit ich dich glücklich machen kann, zunächst mal unglücklich sein - wie sollte man jemanden glücklich machen, der schon glücklich ist?- ; also muß ich dich erst unglücklich machen, damit ich eine Chance habe, dich anschließend glücklich zu machen, wobei es in jedem Fall darauf ankommt, daß es durch mich geschieht, meine Liebste, und wenn du ein zehntel von dem für mich empfinden könntest, was ich für dich empfinde, dann wärest du glücklich, zu leiden, weil du dir dann vorstellen könntest, was du mir mit deinem Leiden für eine Freude machst.
Ich was außer mir vor Entzücken."

Amélie Nothomb - Liebessabotage





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