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Vergewaltigung im Film-soll sie detaliert gezeigt werden?

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: ShinHotaiShojo

Ein anderer Thread hat mich dazu bewogen, diesen Beitrag zu schreiben, da gab ein User den Film Irrivisible als einen seiner Lieblingsfilme an. In diesem Machwerk wird ziemlich deutlich gezeigt, wie eine Frau vergewaltigt wird und das über 15 Minuten lang, aber auch in Baise-Moi wird ziemlich deutlich drauf gehalten. Nun ist meine Frage an euch, sollten Vergewaltigungen in Filmen wirklich bis aufs Letzte gezeigt werden oder ist es gar unmoralisch oder krank dieses Thema derart detailiert zu verwenden? Was ist eure Meinung dazu?



geschrieben von: Scott

Kann dazu nichts sagen (zumindest nicht zu Irreversible und Baise Moi nicht, da ich die nicht gesehen habe). Aber in aehlich gelagerten Filmen (z.B. I spit on your Grave) habe ich vorgespult, sowas muss echt nicht sein...



geschrieben von: h3artl3ss

Kenne sowohl Irreversible als auch Baise-moi. Nummer 1 finde ich ausgezeichnet, Nummer 2 finde ich - besonders im Vergleich zur literarischen Vorlage, die in meinen Augen einiges kann - ziemlich schwach. Zu deiner Frage: Ich finde, "Irreversible" ist keineswegs menschenverachtend. Im Gegenteil, für mich ist es einer der humansten Filme ever. Er zeigt in aller Deutlichkeit, was eine Vergewaltigung ist: ein entsetzliches Verbrechen. Man kann sagen, er öffnet auf gewaltsame Art und Weise die Augen der Zuschauer. Menschenverachtend finde ich Hardcore-Pornographie, in der die Frauen zuerst vergewaltigt werden, später dann aber doch begeistert mitmachen. Eine solche Verzerrung findet in "Irreversible" nicht statt. Sicher, der Film geht an die Grenzen und tut weh. Aber ich zumindest habe seit der Sichtung dieses Materials noch mehr Respekt vor Menschen, denen so etwas angetan wurde und die dennoch weitermachen, als ich es vorher schon hatte.



geschrieben von: Caranaldion

Zitat:
Vergewaltigung im Film-soll sie detaliert gezeigt werden?

*zynismus an* Ja, aber natürlich, irgendeinen Lerneffekt muss die Samstag-Abend Unterhaltung doch mit sich bringen *zynismus aus*

Nein, ich denke, das sollte sie nicht;v.A. in "Irreversible" war das eindeutig zuviel des "Guten". Am Argument der schocktherapeutischen Augenöffnung mag durchaus etwas dran sein, jedoch hätte man den auch m.E. mit weniger "schock" bereits erreicht. (ich gehe jetzt bewusst nicht weiter auf diesen Film ein, da es OT werden würde, ich such mal nach einem evtl. bestehenden Thread)

In meinen Augen überwiegt das Gefahrenpotential detaillierter Vergewaltigungsdarstellung einen möglichen pädagogischen Effekt.



geschrieben von: Cenobythe

Zitat:
Original geschrieben von Caranaldion

In meinen Augen überwiegt das Gefahrenpotential detaillierter Vergewaltigungsdarstellung einen möglichen pädagogischen Effekt.



Müssen Künstler (bitte keine Diskussion über den Kunstbegriff) bei ihrem Schaffen immer die Wirkung ihrer Werke bedenken? Ich bin da anderer Meinung! Außerdem glaube ich kaum, daß der Autor bzw. der Regisseur sich über einen "pädagogischen Effekt" Gedanken machte; sie wollten garantiert keinen moralinsauren "Lehrfilm" drehen. Die künstlerische Freiheit sollte stets gewährleistet bleiben. Auch wenn man sich darüber streiten kann, ob eine explizite Gewaltszene für die Dramaturgie des Stückes wirklich notwendig ist oder eher voyeuristischen Zwecken dient - die Entscheidung darüber sollte beim Künstler liegen. Jedem souveränen Erwachsenen steht es frei, sich im Vorfeld zu informieren u. anschließend zu entscheiden, ob er ein solches Werk rezipieren möchte oder nicht. Dritte (beispielsweise staatliche Instanzen) haben im dualistischen Produzent-Rezipient-Verhältnis nichts zu suchen ...



geschrieben von: Caranaldion

[ot]
Zitat:
Original geschrieben von Cenobythe
Müssen Künstler (bitte keine Diskussion über den Kunstbegriff) bei ihrem Schaffen immer die Wirkung ihrer Werke bedenken?


Ich denke schon, ja. Jeder Künstler möchte mit seinem Kunstwerk irgendetwas sagen und rüberbringen, wie soll er das anstellen, wenn sich keine Gedanken zur Wirkung seines Schaffens macht ?

Zitat:

Außerdem glaube ich kaum, daß der Autor bzw. der Regisseur sich über einen "pädagogischen Effekt" Gedanken machte; sie wollten garantiert keinen moralinsauren "Lehrfilm" drehen.


Das sehe ich auch so (weswegen ich auch nur von einem möglichen pädagogischen Effekt sprach)

Zitat:

Die künstlerische Freiheit sollte stets gewährleistet bleiben. Auch wenn man sich darüber streiten kann, ob eine explizite Gewaltszene für die Dramaturgie des Stückes wirklich notwendig ist oder eher voyeuristischen Zwecken dient - die Entscheidung darüber sollte beim Künstler liegen. Jedem souveränen Erwachsenen steht es frei, sich im Vorfeld zu informieren u. anschließend zu entscheiden, ob er ein solches Werk rezipieren möchte oder nicht.


Richtig, die künstlerische Freiheit sollte gewährleistet bleiben, ich habe diesen Punkt in meinem Post auch nicht "angegriffen" .

Zitat:
Dritte (beispielsweise staatliche Instanzen) haben im dualistischen Produzent-Rezipient-Verhältnis nichts zu suchen ...


Da kann man geteilter Ansicht drüber sein. Geht vom Werk des Produzenten u.U. eine Gefahr aus, halte ich eine dritte Instanz für sinnig.
Jetzt könnte man dagegen argumentieren, dass man sich auch über mögliche Gefahren eines Kunstwerkes doch im vorfeld informieren kann (wie du es erwähnst); da in dem von dir angeführten dualistischen Verhältnis aber nur der Künstler/Produzent diese Information liefern kann, kann man sich u.U. eben nicht vorher informieren, da der Künstler sich ja keine Gedanken zur Wirkung seines Kunstwerkes machen muss (s.o), und daher auch keine Informationen diesbezüglich geben kann.

[/ot]



geschrieben von: Cenobythe

Zitat:
Original geschrieben von Caranaldion


Ich denke schon, ja. Jeder Künstler möchte mit seinem Kunstwerk irgendetwas sagen und rüberbringen, wie soll er das anstellen, wenn sich keine Gedanken zur Wirkung seines Schaffens macht ?



Ungeschickt von mir formuliert; ich wollte damit nur sagen, daß der Künstler wohl weniger negative u. positive Wirkungsmöglichkeiten (beispielsweise in Hinsicht auf die Persönlichkeitsentwicklung) seines Werkes abwägt. Aber natürlich möchte ein Regisseur mit seinem Film etwas vermitteln; keine Frage!



geschrieben von: Desengano

ich finde es auch nicht schlimm, wenn ein künstler in seinem film eine vergewaltigung detailliert darstellt. schließlich beschwert sich auch kaum noch jemand, wenn in filmen andere menschen geschlagen, misshandelt und gedemütigt werden oder sich selbst verletzen.
wenn man sich das persönlich nicht anschauen kann, dann muss man das ja auch nciht.
einen künstler jedoch in seiner arbeit einschränken zu wollen, nur weil manche menschen nicht in der lage sind, sich das anzusehen, finde ich nicht richtig.
ich finde es auch gut, dass es menschen gibt, die den mut haben, so etwas grausames und widerwärtiges zu zeigen, weil es viel zu oft vorkommt und man nicht die augen davor verschließen sollte. es rüttelt sicher einige menschen mal wach.



geschrieben von: Trinity Goth

Je nach Darstellung kann soetwas abschreckend wirken oder so das derjenige in diesen Bilder seine perversen Fantasien auslebt.
Anderseits finde ich ist eine Verwaltigung das Gleiche wie jeder andere Akt der Gewalt auch, ob nun jemand ausgeweidet oder vergewaltigt wird. Insofern sollte der Thread eher Gewalt im Film heißen, wäre für die Diskussion sicherlich interessanter.
Gewalt auf der Leinwand ist besser als Gewalt in Realität und die Theorie, das durch das Zuschauen dieses Gewaltbedürfnis was in jedem von uns schlummert befriedigt wird, konnte mir auch noch keiner wiederlegen.

Falls ihr euch zu sehr zofft wandert der Thread in den Kaiser, also seid nett zu einander ;)

Gruss
Trin



geschrieben von: Caranaldion

Zitat:
Original geschrieben von Desengano
ich finde es auch nicht schlimm, wenn ein künstler in seinem film eine vergewaltigung detailliert darstellt. schließlich beschwert sich auch kaum noch jemand, wenn in filmen andere menschen geschlagen, misshandelt und gedemütigt werden oder sich selbst verletzen.

Meinst Du damit, dass das eine das andere rechtfertigt ?

Zitat:

einen künstler jedoch in seiner arbeit einschränken zu wollen, nur weil manche menschen nicht in der lage sind, sich das anzusehen, finde ich nicht richtig.

Davon hat auch niemand gesprochen (s.o.)

Zitat:

ich finde es auch gut, dass es menschen gibt, die den mut haben, so etwas grausames und widerwärtiges zu zeigen, weil es viel zu oft vorkommt und man nicht die augen davor verschließen sollte. es rüttelt sicher einige menschen mal wach.


Das wachrütteln habe ich schon weiter oben kommentiert, meine Frage ist, ob das in dieser krassen Form sein muss, oder ob man den Effekt nicht auch mit weniger drastischer Darstellung erreichen könnte ?

Zitat:
Original geschrieben von Trinity Goth
Gewalt auf der Leinwand ist besser als Gewalt in Realität und die Theorie, das durch das Zuschauen dieses Gewaltbedürfnis was in jedem von uns schlummert befriedigt wird, konnte mir auch noch keiner wiederlegen.

Da ist etwas dran, denke ich, aber auch hier stellt sich mir die frage nach der Angemesenheit der "mittel" ... ?

@Kaiserverschiebehinweis *G* : Ich schneid' mich nicht ins eigene Fleisch ;) :p *brav ist*

[edit: fehler]



geschrieben von: Desengano

Zitat:
Meinst Du damit, dass das eine das andere rechtfertigt ?


ja. denn wenn das eine erlaubt und akzeptiert wird, sollte es das andere auch sein.

Zitat:
Das wachrütteln habe ich schon weiter oben kommentiert, meine Frage ist, ob das in dieser krassen Form sein muss, oder ob man den Effekt nicht auch mit weniger drastischer Darstellung erreichen könnte ?


leider habe ich die filme noch nicht gesehen. aber ich denke, dass eine vergewaltigung etwas so schlimmes ist, dass man es gar nicht drastisch genug darstellen kann.

andererseits stimme ich dir dabei zu, wenn einfach nur sinnlose gewalt gezeigt wird und nciht die hintergründe oder auswirkungen. hängt dann sicherlich von dem film ab. wenn aber das drumherum stimmt, kann man, meiner meinung nach, eine vergewaltigung in voller länge mit allem drum und dran zeigen.



geschrieben von: Fury

Die Bezeichnung "Künstler" für jemanden, der Gewalt, welcher Art auch immer, en detail und minutenlang darstellt, halte ich für den schlechtesten Witz aller Zeiten.
Früher hat es völlig gereicht, wenn z.B. gezeigt wurde, wie jemand auf die Streckbank gespannt wurde, dann drehte die Kamera weg und man hörte nur das Geheul des Gepeinigten.
Ich werde nie begreifen, wie jemand eine Motivation aufbringt, um eine V. wie in Irreversible (habe den Film nicht gesehen, aber darüber gelesen) dargestellt zu filmen und ich verstehe auch nicht, wie sich Schauspieler dazu hergeben können, aber Gottes Zoo ist bekantlich groß.
Meiner Ansicht suchen sich diese Leute vorher eine Marktlücke und sagen sich schließlich: "Eine ganz widerliche Vergewaltigung, lange und aus der Nähe gefilmt, das gab es in der Filmgeschichte noch nicht, das machen wir jetzt, da sprechen die Leute dann drüber."
Ich meine, wozu soll so etwas gut sein? Ein normaler Mensch tut so etwas nicht und die anderen werden sich auch durch so einen Film nicht davon abhalten lassen, so what?



geschrieben von: Alone4now

Da brauch ich nicht viel Text zu schreiben. Wenn in Filmen Menschen sterben (und das gezeigt wird - und das ist nicht selten), dann dürfen in Filmen auch andere Menschenrechte "verletzt" werden.

Sterben = Das Recht zu Leben
Vergewaltigung = Das Recht auf "Freiheit" oder meinetwegen freie Entfaltung

Also warum sollte man das eine unterstützen und das andere nicht ? Ist vieleicht ein bisschen kalt bewertet, aber ist doch so, oder ?



geschrieben von: Clytie

//schließlich beschwert sich auch kaum noch jemand, wenn in filmen andere menschen geschlagen, misshandelt und gedemütigt werden oder sich selbst verletzen.//

Schlimm genug.

Ich persönlich finde Vergewaltigungen in Filmen widerwärtig, genauso wie andere Gewaltdarstellungen - ich mag noch nicht mal Filme, bei denen Gewaltdarstellungen ganz offenkundig ironisch gemeint sind. Aus diesem Grund informiere ich mich grundsätzlich vorher über das, was ich sehen will, um von vornherein auszuschließen, dass ich zwischendurch rausgehen muss.

Ob man solche Darstellungen grundsätzlich verbieten sollte? Gute Frage. Zum einen sollen die Zuschauer ja nicht abstumpfen oder sich an sowas sogar noch aufgeilen, zum anderen können die entsprechenden Darstellungen tatsächlich deutlich machen, was eine Vergewaltigung (oder Mord oder Folter, was auch immer) wirklich bedeutet. Ich erinnere mich an einen Bericht über den Film "Forever...(??? - Den Namen hab ich erfolgreich verdrängt)", in dem es um ein russisches Mädchen geht, das seinen Lebensunterhalt notgedrungen mehr schlecht als recht durch "eine schnelle Nummer" verdient - immerhin eigenverantwortlich und niemandem verpflichtet. Ihr erster richtiger Freund verkauft sie nach Europa, wo sie von den Zuhältern vergewaltigt wird, um ihren Willen zu brechen und in ihr eine Angst zu erzeugen, die sie an einer Flucht hindert. Was dann mit ihr geschieht, ist wohl ziemlich klar, denke ich.
Diese Vergewaltigung wird aus der Sicht des Mädchens gezeigt - es passiert dem Betrachter zumindestens in optisch-akustischer Hinsicht selber und lässt ihn (hoffentlich!) wütend und traurig zurück. Hier wird das Geschehen also gezeigt, um aufzurütteln.
Ich fand es aber dennoch entsetzlich und hab den Kanal gewechselt, bis die Szene vorbei war.

Insofern: Beide Seiten - sowohl Zuschauer als auch Filmemacher - sollten sich fragen, was gezeigt werden soll, zu welchem Zweck, und ob es wirklich in allen Details sein muss.



geschrieben von: Fury

@Clytie
Ich denke auch, daß Gewaltszenen, denen der Zuschauer nicht ausweichen kann, abzulehnen sind.
Selbst das Beispiel aus dem von Dir zitierten Film wird wenig bringen. Der Zuschauer kommt natürlich frustriert und angewidert aus dem Film, was bringt es? Es wird dennoch viel zu wenig gegen Menschen- sprich Frauenhandel getan, weil Prostitution gewissermaßen gesellschaftlich gedeckt ist und die Männer, die letztlich als "Kunden" diesen "Markt" ermöglichen, gehen vermutlich nicht in diese Filme.
Erinnern wir uns noch an den Fall Friedman?
Alle haben sich über seine Kokserei aufgeregt, daß der Herr Saubermann ebensolche Bordelle besucht hat, wo Frauen aus der Ukraine in die Prostitution gezwungen wurden, hat keinen gejuckt.
I verstehs net...



geschrieben von: Trinity Goth

Ein Argument für eine knallhart realistische Darstellung von Gewalt:
Wenn etwas harmlos dargestellt wird, reizt es eher zur Nachahmung. Also stellt man etwas Grausames so da , wie in der Realität um Abschreckung oder Ekel zu erzeugen. Der Mensch reagiert am besten auf visuelle Reize. Wenn Sachen abgeblendet werden führt das zu seltsamen Phantasien und die könnten bei bestimmte Typen eher die Lust auf Gewalt steigern.

@Fury: Es geht um Gewalt im Film nicht um Frauenhandel oder Prostitution in der Realität - das ist auch kein Thema für das Filmforum.

Gruss
Trin



geschrieben von: Fuck up Evil

Also ich kann h3artl3ss nur 100%ig zustimmen, besonders für den Film Irreversible ist die Vergewaltigungsszene sehr wichtig.

Jeder, der soetwas nicht sehen möchte/kann, sollte halt die Hände von dem Film lassen.



geschrieben von: more

Zitat:
Wenn etwas harmlos dargestellt wird, reizt es eher zur Nachahmung. Also stellt man etwas Grausames so da , wie in der Realität um Abschreckung oder Ekel zu erzeugen.


Ich halte dieses Argument für sehr gefährlich, auch wenn es in gewisser Weise schon richtig ist, aber man muss davon ausgehen, dass sich ein "gesunder" Mensch davon abgeschreckt fühlt.... Aber ein potentieller Vergewaltiger wird diese Bilder erregend empfinden. Je abschreckender desto anregender...

Gerade vor zwei Tagen kam ein Vergewaltigunsakt ans Licht, der 22 jährige Täter begründete die Tat mit den Worten: Er wollte mal ausprobieren, "wie das ist, jemanden zu vergewaltigen und zu töten..." Woher stammt also diese Neugier? Ich denke Filme tragen viel dazu bei...

Künstler sollten versuchen, andere Bilder für ihre Kunst zu benutzen als gerade Vergewaltigungen, weil an die gequälten Opfer denken sie wohl kaum, die sich diese Filme vielleicht auch ansehen und somit an diese grausamen Geschehnisse erinnert werden... (Ich möchte nicht unterstellen, dass der Darsteller und Schöpfer dieser Szenen nicht auch sadistische Lust an diesen Darstellungen empfindet...) Aber meiner Meinung nach, wenn es nicht so wäre, gäbe es diese Art detailgetreuer Aufnahmen nicht.

Und eine Vergewaltigung kann man ja auch anders Zeigen als mit der Kamera gnadenlos draufzuhalten!!! Vielleicht denkt mal einer an die Jugendlichen Zuschauer, die vielleicht noch nicht die geistige Reife besitzen und die Szenen garnicht so verstehen können, wie sie gemeint sind.

Letztendlich bin ich dagegen! Schon als Frau!!!



geschrieben von: Trinity Goth

@more: Erst einmal nicht nur Frauen werden vergewaltigt, sondern auch Männer, nur ist das bei vielen Leuten noch nicht so präsent, deswegen kann ich das als Argument nicht zulassen.

Den Leuten, die Freude bei solch knallharten Bildern empfinden ist eh nicht mehr zu helfen, da war die Absicht so einen Gewaltakt zu begehen schon von vorne herein da, da braucht es keinen Film.

Wenn du einen Gewaltakt zu harmlos darstellst animierst du die Leute zur Gewalt, die vorher nie daran dachten, so nach dem Motto: Ist ja alles nicht so schlimm!

Gruss
Trin



geschrieben von: Lucky_Strike

@Trinity
Für wen werden denn solche Filme wie "Irreversible" Deiner Meinung nach gedreht?



geschrieben von: more

Ich bin mir durchaus bewusst, dass auch Männer Opfer von Vergewaltigungen sind, jedoch werden in Filmen sehr oft Frauen vergewaltigt, daher meine Einschränkungen auf Frauen, man verzeihe meine Ungenauigkeit....

Aber ich finde es doch trotzdem irgendwie abartig, als Frau, wie Männer dies in Frage stellen mögen, ob das gut ist, Vergewaltigungsszenen in Filmen so deutlich wie möglich auszuleuchten.... Die Frage an sich ist doch schon seltsam...
Als Frau fühlt man sich doch da total übergangen, beantwortet doch mal bitte das WARUM??? Warum muss man zeigen wie ein wehrloser Köper missbraucht wird auf abartigste Weise?? Damit man die potentiellen Täter abschreckt??? Das kann mir niemand erzählen! Mord im Fernsehen schreckt die Mörder auch nicht ab.

Eine Andeutung genügt doch auch! Ich denke detailreiche Szenen erinnern zu sehr an Pornos... Oder können von sog. Perversen so ausgelegt werden.

Ansonsten kann ich die Andeutung von Lucky_Strike sehr gut nachvollziehen. Ich denke solche Filme haben bestimmt nicht unbedingt den Moralischen Zeigefinger in der Höhe!



geschrieben von: Fuck up Evil

Zitat:
Original geschrieben von more
Vielleicht denkt mal einer an die Jugendlichen Zuschauer, die vielleicht noch nicht die geistige Reife besitzen und die Szenen garnicht so verstehen können, wie sie gemeint sind.



Genau deshalb hat z.B. IRREVERSILE " keine Jugendfreigabe" und das ist auch gut so.
Deshalb gehört der Film aber keinesfalls verboten, es ist sicher kein Unterhaltungsfilm und schon gar kein knallbuntes Popkorn-Kino, aber es ist ein sehr interessanter Film, über den man auch mal etwas nachdenken kann / sollte.



geschrieben von: Trinity Goth

@Lucky Strike: Zu 'Irrevisble' kann ich nichts sagen, da ich den Streifen nicht kenne, dafür gibt es einen eignen Thread. Warum ein Film gedreht wird? Fragt den Regiseur nach seiner Absicht?
Eines ist klar, solche Film werden bestimmt nicht für pychischkranke Menschen gemacht.

@more: Also das kommt wirklich darauf an welche Film man sich ansieht, ob nun mehr Frauen oder Männer vergewaltigt werden, das kann man nicht so pauschal sagen.
Ich stoße mich jedenfalls an der Argumentation das man das als Frau...etc.. das gleiche gilt für Männer.
Mörder werden Leute umbrinmgen mit oder ohne Fernsehn oder Kino. Ein Teil der Leute wird durch solche Szene abschreckt, aber es gibt noch einen andern Teil der seine Gelüste so optisch befriedigen kann ohne morden und vergwaltigen zu müssen. Dieser dunkele Teil steckt in uns allen und wie ich schon sagte ist mir es wesentlich lieber das die Leute das so ausleben , bevor sie in Realtität solche Dinge tut.

Was ist so schlimm an Pornos?

Moralische Zeigefinger haben in guten Filmen nichts zu suchen - jeder Mensch sollte sich eine eigne Meinung anhand des gesehen bilden können und nicht alles vorgebetet bekommen.

Gruss
Trin



geschrieben von: Ianus

Zitat:
Original geschrieben von more
Mord im Fernsehen schreckt die Mörder auch nicht ab.


naja, das kommt ganz auf die umstände an (oh, was für ein toller satz, er passt immer!):
wenn arnie dem bösen wächter das genick bricht ist das eine art der problembewältigung, die falsch aufgenommen werden könnte.
wenn aber ein todesfall emotional stark rübergebracht wird, kann es eine gegenteilige wirkung haben.
ich wüsste z.b. nicht, wo ich heute begraben wäre, hätte ich nicht die selbstmord-szene aus "der club der toten dichter" gesehen. sie hat mich zunächst total mitgenommen, da ich mich in einer vergleichbaren situation fühlte, aber sie hat mich stärker gemacht.



geschrieben von: more

@Trinity Goth ich hab nichts gegen Pornos. Weil ein Porno als Porno deklariert keine Fragen offen lässt. Jeder weiß, was er sich anschaut, und das dies nicht unbedingt ernst zu nehmen ist, aber was ich damit sagen wollte, dass diese brutalen Szenen evt. in manchen Köpfen mit Pornos assoziiert werden könnten und ich dies für gefährlich halte.

Viel mehr denke, ich diese Bilderflut, sei es Mord oder Vergewaltigung, baut in vielen Köpfen Hemmschwellen eher ab, als dass sie abschrecken. Meine Meinung. Und ich glaube, dass ich mich auch von dieser nicht abbringen lassen werde. Vieleicht bin ich da stur. Aber so denke ich halt.



geschrieben von: Thalion_Drayan

Ich will mich jetzt hier nicht in die Diskussion einschalten, weil ich da eine feste Meinung habe:
Wenn es in einem Film für die Handlung nötig ist das man weiß das eine Frau vergewaltigt wurde, dann kann man das dem Zuschauer auch beibringen ohne Ihm alle Einzelheiten dieser abscheulichen Tat zu zeigen, denn der normale Zuschauer wird sich nur angeekelt fühlen und bestenfalls jemand der etwas krank im Kopf ist wird diese Szenen toll finden und ich glaube nicht das man solchen Leuten noch einen Gefallen tun muss!

Ich kann abschließend nur sagen das ich mir BaiseMoi aus Neugierde auch mal angeschaut habe, aber als die Vergewaltigungsszene kam habe ich den Film ausgemacht und mir nicht wieder angeschaut.

Das ist natürlich nur meine Meinung dazu.



geschrieben von: Ianus

und tagelange folter mit anschließendem mord auf der leinwand zu zeigen ist akzeptabel?

und ich sage: ja! alles ist erlaubt. dann sollen die leute, die das nicht sehen wollen, was anderes gucken. wofür gibt es filmkritiker? wofür gibt es infos zu den filmen? wofür gibt es die fsk?

leider habe ich den film nicht gesehen, aber ich glaube nicht, er würde etwas an meiner einstellung ändern.



geschrieben von: Shirley McVeigh

@ Thalion:

Sehr viele Leute brauchen aber sogenannte Schockbilder.
Ich kann mich da noch an so nen Proleten aus meiner ehemaligen Schulklasse erinnern. Der hat über das Thema so geredet als ginge es um harmlose Ohrfeigen.
Dann hab ich erm eben mal den Baise Moi geborgt.
Der war nachher so schockiert, der is fast ein neuer Mensch gewesen.
Da braucht echt keiner mit dem dämlichen "sowas braucht keiner"-argument kommen.

Und weil du dir den bitterbösen Film nicht ansehen willst....is es so schwer für ein paar Sekunden nach vor zu spulen ?



geschrieben von: Desengano

ich denke auch das entweder alles oder nichts an gewalt erlaubt sein sollte. jeder reagiert anders auf verschiedene situationen. wenn jemand geschlagen wurde, hat er sicher ein problem damit, sie filme anzuschauen, wo menschen geschlagen werden.
wenn jemand vergewaltigt wird, kann er sich sicherlich keinen film ansehen, wo jemand vergewaltigt wird.
wenn sich die eltern trennen, berührt einen das eher, wenn sich ein elternpaar im film trennt.
wenn der vater stirbt, ist man sicher sehr berührt, wenn im film jemand stirbt.
so ist jeder mensch anders.

ich denke nciht, dass diese diskussion zu einem ergebnis kommen wird, da jeder auf andere dinge sensibel reagiert.

man sollte respektieren, dass manche menschen sich eine vergewaltigung im film nciht anschauen können und wollen.
diese sollten dann jedoch auf der anderen seite auch respektieren, dass es menschen gibt, die so etwas darstellen wollen und dass es menschen gibt, die sich soetwas anschauen wollen aus welchen gründen auch immer.



geschrieben von: more

Hm, Vergewaltigung im Film ist ja ok, das Streitthema bezieht sich aber auf die intensität, mit der diese Szenen gezeigt werden.
Und wenn ich diese Szenen bis aufs letzte Härchen (tschuldigung) ausgeleuchtet bekomme, bin ich der Meinung, das muss nicht sein... Die Handlung wäre auch ohne diese Schockbilder noch nachvollziehbar.



geschrieben von: Fuck up Evil

Zitat:
Original geschrieben von more
... Die Handlung wäre auch ohne diese Schockbilder noch nachvollziehbar.


Vielleicht geht es dem Filmemacher aber auch um etwas mehr als nur eine Geschichte ( Handlung ) zu erzählen, die einfache Handlung bei Irreversible ist ja in 3 Sätzen formuliert, ich denke da steckt noch mehr dahinter.



geschrieben von: more

ja, und was steckt dahinter, dass es sich nur durch eine, bis ins Detail gezeigte, Vergewaltigung nachvollziehen lässt???

In dem Film "Lolita" wird auch nicht gezeigt, wie Humbert Humbert mit der kleinen Lolita schläft, es wird nur angedeutet, jedoch reicht diese Andeutung doch wohl aus, um einem das Grauen deutlich zu machen!



geschrieben von: Trinity Goth

Zitat:
Original geschrieben von more
@Trinity Goth ich hab nichts gegen Pornos. Weil ein Porno als Porno deklariert keine Fragen offen lässt. Jeder weiß, was er sich anschaut, und das dies nicht unbedingt ernst zu nehmen ist, aber was ich damit sagen wollte, dass diese brutalen Szenen evt. in manchen Köpfen mit Pornos assoziiert werden könnten und ich dies für gefährlich halte.

Viel mehr denke, ich diese Bilderflut, sei es Mord oder Vergewaltigung, baut in vielen Köpfen Hemmschwellen eher ab, als dass sie abschrecken. Meine Meinung. Und ich glaube, dass ich mich auch von dieser nicht abbringen lassen werde. Vieleicht bin ich da stur. Aber so denke ich halt.



In Pornos darf man also Vergewaltigungen zeigen, weil sie nicht ernst gemeint sind? Ich sehe da ehrlich gesagt keinen Unterschiede zu andern Filmen, außer in der Art der Erzählung.

Wäre schön, wenn die Lösung für das Gewaltproblem in unserer Gesellschaft wäre, das es keine gewalttätigen Bilder mehr zu sehen gäbe. Funzt nur leider nicht, zum Beispiel im Mittelalter gab es noch keine Filme und trotzdem ekelerregende Folter und Vergewaltigung. Der Mensch der Gewaltaten begehen will braucht die Bilder nicht, er wird anders 'kreativ'.

Wenn du dich nicht von deiner Meinung abringen lassen möchtest, dann sollten wir vielleicht an diesem Punkt aufhören zu argumentieren, weil das sonst im Kaiser endet.

Thema Lolita: Ich denke mal die Zensur in der damaligen Zeit hätte das nicht zugelassen. Bei 'Clockwork Orange' wurden Kubricks Bilder schon ein wenig intensiver

@Thalion_Drayan: Wie bereits erwähnt ist den Menschen eine solche Tat begehen wollen, eh nicht mehr zu helfen. Es geht um die die noch nicht so weit sind die man noch erreichen kann oder um die die ihre 'dunkle Seite' auf diese Weise abreagieren können.

Das die Alterfreigabe solcher Filme ab 18 sein muss ist ja wohl jedem inzwischen klar.

Gruss
Trin



geschrieben von: ~*AngelaSacra*~

ich bin der meinung,dass soetwas nicht ausführlich gezeigt werden sollte.

denn ich finde,bei vergewaltigung geht es nicht darum,wie sie passiert und wie lange sie dauert,sondern dass sie passiert.

ich denke,dass sich jeder ausmalen kann,was bei einem derartig schrecklichen szenario passiert und mal ehrlich..-wollen wir soetwas auch wirklich ganz genau wissen..??

ich finde,dass vergewaltigung etwas ganz anderes ist,als pornos.
denn bei pornos geht es ja gerade darum,dass man alles sieht... das ist ja eigentlich alles,was man bei solchen filmen überhaupt sehen will.
aber wenn eine vergewaltigungsszene in einem film auftaucht,dann ist man wohl eher entsetzt,als erfreut darüber,was die beiden da treiben...



geschrieben von: more

Hallo? Wo habe ich gesagt, dass ich für Vergewaltigung in Pornos bin? Ich möchte nicht, dass ich hier falsch zitiert werde, ich habe gesagt, dass ich nichts gegen Pornos habe, und ich habe gesagt, dass ich dagegen bin, Vergewaltigungen im Film detaliert zu zeigen. Mal hier bitte nicht das Wort im Munde umdrehen!



geschrieben von: Fuck up Evil

@more

Vielleicht geht es in IRREVERSILE ja mehr darum ein Gefühl, eine Stimmung beim Zuschauer zu erschaffen, zu provozieren und ich finde das gelingt dem Film in jedem Fall, es ist aber kein Splatter- oder gar Unterhaltungsfilm.

Ich denke die reine Handlung ist wirklich nebensächlich, wobei ich den Film sicher auch nicht zu 100 % verstanden habe.



geschrieben von: Desengano

die handlung in dem film ist überhaupt nciht nebensächlich! das immer alle meinen, der film bestände nur aus der vergewaltigung...

ich finde auch nciht, dass man die szene mit einem porno vergleichen kann, denn in den pornos, die ich gesehen hab, konnte man dann doch jedes detail sehen. und das war bei dem film überhaupt nicht der fall.
ich denke, der vegleich hinkt etwas.



geschrieben von: more

kann man denn hier nicht mal genau durchlesen, was man hier schreibt? Habe ich jemals diesen Film mit einem Porno verglichen??? NEIN!!! Lesen! Lesen hilft weiter! Ich habe auch den Film nie gesehen, vielleicht sollte ich ihn mir mal ansehen, um die Handlung zu begreifen. Ich habe lediglich meinen Standpunkt im allgemeinen auf Vergewaltigung im Film aufgezeigt und ich finde eine "detalierte" Darstellung von Vergewaltigung moralisch Verwerflich. Eine angedeutete Vergewaltigung ist von meinem Gesichtspunkt her noch vertretbar, aber ich finde es pervers wenn mit der Kamera gnadenlos draufgehalten wird, ähnlich einem Porno. Ich hoffe nun versteht mich jeder, nachdem ich mich hundert Mal wiederholt habe....

(Ich bitte um entschuldigung für meine Aufgebrachtheit, aber vielleicht versteht mich jemand, dass man langsam die Nerven verliert, wenn man ständig falsch zitiert wird, weil einige zu faul sind alle Beiträge von Anfang an genau durchzulesen :p :mad: :p , besonders bei so einem sensiblen Thema)



geschrieben von: Fuck up Evil

Zitat:
Original geschrieben von more
... Ich habe auch den Film nie gesehen, vielleicht sollte ich ihn mir mal ansehen, um die Handlung zu begreifen...


Ja da muss ich Dir mal recht geben, Durch das Anschauen von Filmen versteht man die Handlung dieser meist viel besser ! ! ! !

:rolleyes:
Was redest Du über Filme, die Du noch nicht einmal gesehen hat ?


- end of line -



geschrieben von: Desengano

@more: mit dem vergleich mit pornos hab ich gar ncith dich gemeint. sorry, wenn das so rübergekommen ist. ich hab mich da nur auf voherige posts bezogen, die die szene mit einem porno verglichen haben.

irgendwie habe ich das gefühl, dass du alles auf dich beziehst. vielleicht bist du ja ncith immer gemeint...



geschrieben von: more

Sorry, Desengano, wenn ich mich angegriffen gefühlt hab, bin aber schon vorher falsch zitiert worden... *g* habs dann im Überschwang auf mich bezogen.


Zitat:
Ich habe lediglich meinen Standpunkt im allgemeinen auf Vergewaltigung im Film aufgezeigt und ich finde eine "detalierte" Darstellung von Vergewaltigung moralisch Verwerflich.


muss ich mich jetzt schon selber zitieren? Mein Standpunkt, gegen Vergewaltigung im Film bezieht sich auf meine ALLGEMEINE Meinung, ich muss diesen speziellen Film nicht gesehen haben um mir diese Meinung zu bilden!

Zitat:
Was redest Du über Filme, die Du noch nicht einmal gesehen hat ?


Fuck up Evil, an welcher Stelle hab ich über diesen speziellen Film geurteilt? Hab ich mich nicht immer sehr allgemein gehalten? Wenn nicht, dann korregier mich bitte aber über diesen Film hab ich nie was gesagt, da ich ihn, wie erwähnt nicht gesehen habe. Und ich muss doch offen sagen, dass es doch schon ein Zugeständniss ist für die "Vergewaltigung-im-Film-JA-Fraktion", dass ich den Film ansehen würde. :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
Mit mir kann man ja reden.



geschrieben von: disturbed

Zitat:
Original geschrieben von ShinHotaiShojo
Ein anderer Thread hat mich dazu bewogen, diesen Beitrag zu schreiben, da gab ein User den Film Irrivisible als einen seiner Lieblingsfilme an. In diesem Machwerk wird ziemlich deutlich gezeigt, wie eine Frau vergewaltigt wird und das über 15 Minuten lang, aber auch in Baise-Moi wird ziemlich deutlich drauf gehalten. Nun ist meine Frage an euch, sollten Vergewaltigungen in Filmen wirklich bis aufs Letzte gezeigt werden oder ist es gar unmoralisch oder krank dieses Thema derart detailiert zu verwenden? Was ist eure Meinung dazu?



Nun ist eine heikle Frage. Ich denke man sollte es zeigen. Wenn man schon um 20 Uhr sehen kann wie jemandem das Bein abgehackt wird, so kann man auch das zeigen.

Dieses Thema klärt auf, was manche menschen für beweggründe haben so etwas schreckliches zu tun.
Dieses Thema wird tot geschwiegen und das darf es nicht....



geschrieben von: more

Da hast du schon recht @disturbed, aber wie genau sollte man diese Bilder zeigen? Warum reicht eine Andeutung oder ein filmen aus gewisser Entfernung nicht aus? Das ist das, was ich einfach nicht begreifen kann? Wenn jemanden das Bein abgehackt wird, wird es ja, ausser in Splatter-Streifen, auch nicht bis ins letzte Detail gezeigt.



geschrieben von: Ravenheart

Ich kenne weder den einen noch den anderen Film, allerdings reichte mir, als Betroffene, schon die Szene in Monster (wenn jemand den Film gesehen hat ... ) in der nur indirekt gezeigt würde, wie der Typ Lee dieses Metalteil reinschob.

Grundsätzlich spricht in meinen Augen nichts dagegen, Vergewaltigungen in Filmen zu zeigen, auch ausführlich. Aber wenn, dann sollte darauf hingewiesen werde, schon allein den betroffenen gegenüber und den Menschen, die es nicht "vertragen" ...



geschrieben von: Desengano

wie sollte denn darauf hingewiesen werden?? soll es vorne auf der packung stehen? also ich hätte kein bock vor dem film zu lesen:

dieser film beinhaltet folgende gewaltakte:
- vergewaltigung
- 2 ohrfeigen
- totschlag mit einem feuerlöscher
- obszöne wörter und beleidungen

ps: freigegeben ab 18!


reicht da nicht die altersbeschränkung?



geschrieben von: Ravenheart

nein, sie reicht nicht. nicht in meinen augen. zumindest die explizite darstellung einer vergewaltigung sollte vermerkt sein.
ich wusste _nicht_ das in "monster" eine - wenn auch nur indirekt dargestellte - vergewaltigung dargestellt wird.
hätte ich es gewusst, hätte ich vorher nocheinmal genau abwägen können, ob ich mir den film ansehe, oder hätte nicht so dermassen emotional darauf reagiert.

stell dir doch mal vor, du wurdest vergewaltigt, sitzt im kino, denkst nichts böses (ja, okay, mordsmässig viel blut und gewalt *shrug*, die art von filmen die ich mir eigentlich immer ansehe) und dann wirst du mit einem thema konfrontiert, dass dich aus persönlichen gründen so dermassen belastet.

Und man kann es ja auch in die beschreibung des filmes packen - zumindesta auf einem video / dvd.



geschrieben von: more

Übrigens, auf vielen Büchern ist auch vermerkt, wenn der Inhalt zu nervenaufreibend ist... Dann sollte das doch bei Filmen auch möglich sein.

Ich kann Ravenhearts Darstellung sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich nicht vergewaltigt wurde, und mich wundert es auch sehr, wieviele Menschen so unsensibel auf diese Opfer reagieren können?! Eine Deklaration wäre doch ein Schritt in die richtige Richtung, die es nicht vertragen, können den Filmen aus dem Weg gehen und die es unbedingt sehen wollen sind bedient.



geschrieben von: disturbed

Ich glaube solche Szenen, insbesondere Vergewaltigunsszenen, sollen den Menschen die Augen öffnen. Es kann jedem passieren und es können auch Freunde oder Verwandte sein.
Vielleich sollte man immer die Autorität hinterfragen und auch mut haben, gegen solche Menschen etwas zu unternehmen.



geschrieben von: Trinity Goth

Die Argumente für drastische Bilder liegen wohl auf der Hand und wurden im Thread schon mehrfach erläuert auch von mir, deswegen werde ich mich hier auch nicht wiederholen.

@Ravenheart: Stell dir vor dein bester Freund wurde gerade beerdigt und du siehst eine Beerdigung im Film?! Wenn davon ausgehst muss du blind durch die Welt gehen.
Was dein Argument 'Ich-wußte-doch-nicht'-Argument angeht ein Tipp: Über Filme informieren bevor man ins Kino geht!

Gruss
Trin



geschrieben von: more

@Trinity Goth, also ich habe noch nie in einer Filmbeschreibung, sei es im Fernsehen oder Zeitung gelesen, dass in jenem Film eine Vergewaltigung vorkommt, ausserdem werden Schlüsselszenen wohl kaum vorab erläutert...

zum Anderen, denke ich eine Beerdigung gehört zum Leben, aber eine Vergewaltigung ist doch nicht so alltäglich und mit gravierenden Folgen verbunden... Ich finde den Vergleich mit einer Beerdigung fast schon beleidigend... Nix für ungut.





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