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Gothic (psychisch krank)

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Ghoostwriter

Im Thread über Narzissmus schreibt Sanna I.S.P.:

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------
Original geschrieben von Sanna I.S.P.
ich sehe in dem begriff des Narzissmus schon das ausgefilterte "schwarze " der selbst- und eigenliebe - (...) beim narzissmus handelt es sich per definition um eine krankheit, die weitab von einem gesunden körperverhältnis steht.
--------------------------------------------------------------------------------
Das "ausgefiltert Schwarze " wird von Sanna mit einer Krankheit in Verbindung gebracht. Ich habe in dem genannten Thread (hier im Forum "Dunkelheit und Licht") dagegen versucht zu erklären, dass Narzissmus nicht an und für sich selbst schlecht ist, es kommt nur auf das richtige Maß an. ich hatte mich gewundert, dass der narzissmus von den meisten Diskussionsteilnehmern so negativ bewertet wurde. Auf der Suche nach der wahren Tugend gerierten sich die "Goths" wie bessere Gutmenschen der Zeugen Jehovas..

Wenn das "Schwarze" ein Zeichen von Krankheit sein soll - wie Sanna am beispiel "narzissmus" unterstellt, müssten logischerweise alle Menschen, für die die farbe "schwarz" eine besondere Bedeutung hat, irgendwie "krank" oder vielleicht gar "pervers" sein. Tatsächlich ist ja traditionell das "Böse" = "Schwarz" und das "Gute" = Weiß. Demnach sind die Goths böse oder kranke Menschen.

Offenbar vertritt Sanna in diesem Punkt die Meinung der Kirche.
Provokativ gefragt: Müssen alle Goths zum Psychiater, weil sie die Farbe "schwarz" lieben?

Zitat:
Original geschrieben von Sanna I.S.P.
tatsächlich ist eine der wesentlichsten merkmale eines goths für mich (und das war sie auch schon immer), dass die person eine (mitunter) ordentliche macke hat - das soll nicht abwertend gegen alle leute hier auf diesem forum gewertet werden, aber ich sehe das so, und nehme mich von dieser ansicht auch nicht aus!




geschrieben von: Sanna I.S.P.

hallo ghoostwriter, finde ich wirklich sehr ansprechend, dass du daraus nen eigenen thread gebastelt hast ...

nun, schwarz steht, für viele menschen (zugegeben goths sind meist nicht darunter) für die kehrseite des lichtes, das böse, das schlechte etc.

ich habe in meinem thread schon zurückgeschrieben, dass ich den begriff schwarz in genau diesem zusammenhang benutzte, nicht in dem, den du hineininterpretierst, aber nichts für ungut ...

also, um gleich mal konstruktiv auf diesen thread, der durchaus sehr interessant ist, von der problematik, die er anspricht, einzugehen:

MEINE MEINUNG ist, dass niemand, der sich dieser szene wirklich verschreibt, normal ist, und ich würde auch soweit gehen, diese menschen als ... nunja vllt psychisch verstört - nicht zwangsläufig gestört(!!) - anzusehen.
von vielen hier wird dieser persönliche eindruck, den ich mir erworben und gebildet habe, verstärkt, und untermauert, aber vllt ist es auch erwähnenstwert, dass ich mich hierbei nicht ausnehme.

ich möchte hiermit niemanden beleidigen, oder zu nahe treten; ich wollte lediglich stellung beziehen, wo sich der threadersteller doch so große mühe machte, mich so deutlich zu erwähnen.



geschrieben von: Little Dreamer

Ich kann dem nur hinzufügen, dass ich nur einen einen Einzigen Menschen kenne, der sich der Szene zugehörig fühlt und den ich als psychisch komplett gesund, also weder verstört, noch gestört bezeichnen kann.
Der Rest, mich eingeschlossen, hat irgendeine "Macke".
Dachte langsam schon, dass das nur mir auffällt.

Little Dreamer



geschrieben von: Melisande

Hallo zusammen!

Was ich bis jetzt so mitbekommen habe (das ist aber zugegebenermaßen noch nicht so lange) gibt es in der Szene viele Leute, die erfahrungen gemacht haben, durch die sie sich innerlich von "der Masse" unterscheiden, und villeicht ist es deshalb für viele (wie für mich eben auch) wichtig sich auch äußerlich abzugrenzen.
Ich sehe das Ver-rückt sein bezüglich des schwarz tragens als ein "sich bewust außerhalb des Einheitsbreis bewegen".
Aber ich hüte mich davor, Gothic sein als Zeichen einer Psychischen erkrankung zu sehen.

Hoffentlich hab' ich mich einigermaßen verständlich ausgedrückt.:)

Ver-rückte Grüße
Claudia



geschrieben von: Haevion

Ich kann mich Sanna I.S.P. da nur anschließen - liegt in dieser wahren Feststellung etwa eine negative Wertung? Nein.
Das ist nunmal die Tatsache. ;)



geschrieben von: Trauerwesen

Wenn wir zum eigentlichen Sinn der Kultur (der gotischen) zurückgehen, dann fällt auch auf, dass wir uns gegen etwas auflehnen, allein daher haben wir Anpassungsstörungen, bei einigen weniger, bei anderen stärker ausgeprägt.

Jedesmal, wenn ich in einem Club bin, frage ich mich, was meine non-Gothic friends (*lol*) dazu sagen würden, und naja, da wird mir bewusst, wir haben alle einen an der Klatsche, verschieden ausgeprägt. Gibt auch andere, ich kenne genug, die einen an der Waffel haben und nicht schwarz sind, aber da haben irgendwie fast alle einen...
Exzentrik verbildlicht durch die Outfits, Anpassungsdifferenzen durch das andere Weltbild.

Dennoch würde ich alleine den Hang zur Farbe schwarz nicht unbedingt als Indiz für eine Macke sehen.



geschrieben von: Hiddn Rose

Zitat:
Original geschrieben von Little Dreamer

Dachte langsam schon, dass das nur mir auffällt.



und noch einer! ;) wie schön!
jetz sind wir schon zu dritt.

aber ich würd niemals "Psychisch gestört" sagen. Am Beispiel "MIR" sag ich mal: Ich bin sehr nachdenklich, zurückgezogen, "schüchtern" sehr vielen Leuten gegenüber(die schweine haben mir ein teil meiner seele geklaut, ich hasse sie), interessiere mich vor allem für Musik und Philosophie, mir fällt es, aufgrund der "schweine" schwer, mich jdm. anzuvertrauen/bzw. mich von jdm. lieben zu lassen.

Würdet ihr das als gestört ansehen?
Ich finde, ich häng so in der Mitte zwischen ja und nein.


Aber Sanna I.S.P, wie bist du denn?
Bezeichnest du dich als Goth? (anscheind nicht)
Was machst du hier?
Denkst du, du bist gestört?
Wie kommst du auf den Gedanken?



geschrieben von: rainraven

Dann frage ich mich, ob Leute, deren Hosen beispielsweise in den Kniekehlen hängen oder die allesamt ihre Stringtangas sehen lassen oder was weiß ich für modische "Undinge" zur Schau stellen, weil sie sich damit entweder optisch von der Masse abgrenzen oder andererseits auch nur ihr Zugehörigkeit zu einer bestimmten "Szene" kundtun wollen, auch alle "gestört" oder "psychisch krank" sind.

Ehrlich gesagt, habe ich noch nie über die Farbe Schwarz als Ausdruck einer bestimmten Geisteshaltung nachgedacht, zumindest bei mir nicht. Schwarz gefällt mir einfach, macht schlank und paßt zu allem und sieht cool aus und betont die anderen Farben, die man dazu trägt oder das Gesicht, wenn man keine Farben dazu trägt, aber ich will damit nicht sagen "mir geht es schlecht" oder "bleibt mir vom Leib" oder "Ich bin anders als Ihr".


T.R.



geschrieben von: Kampfsau

Es gibt echt keinen der nicht wirklich eine Macke hat oder der mehrheitlichen Norm als solche nicht ganz entspricht.
Das kann ich von mir in vielen Dingen auch sagen.
Aber es gibt eben größere und kleiner Macken.Ich meine Schwarz ist ja eine schöne Farbe und so aber ist es für euch nicht langweilig
immer nur diese eine Farbe zu tragen.Vielleicht noch ein paar kleiner rote oder braune schnüre oder etwas in der Art aber meistens eben Schwarz.Sollte man sich nicht eine gewisse Vielfalt erhalten?Immer nur Schwarz ist doch echt langweilig.Es gibt noch viele andere Farben die zu gefallen wissen.Und dann immer diese Depressivität.Und wenns dann zur Philosophie kommt wird es ganz schlimm.Es ist ja nett sich gedanken zu machen auch über extentielle Dinge aber manchmal nervt es auch einfach immer zu Sinnen über Dinge die so fern oder unlöslich oder im Grunde auch unwichtig sind.Diese Leute wirken immer etwas abgehoben von der Realität.Und im Grunde stellen sich oft die selben Fragen wie unzählige Menschen vor ihnen auf die es dann eigentlich auch immer die selben Antworten gibt.Das nervt in dem Sinne das
Schwarze andere Leute eventuell als weniger tiefsinnig ansehen.
es kommt einen sogar fast vor als hätten Goths die Begriffe Nachdenklichkeit und Melancholie für sich gepachtet nur weil andere sich nicht grössenteils oder für alle sichtbar mit dieser Seite des Lebens befassen.Ich meine z.B. das Gothics recht elitär sind was die Anhänger ihrer Szene betreffen.Z.B. kommt es so rüber als dürfen nur wahre Goten schwarze Kleidung tragen.
Ich fänd es relativ egal wenn irgendein Idiot sich meiner Kleidung annähern würde.Er hätte immerhin guten Geschmack.

Ich fass es mal so zusammen.Ich hab mindestens genau so viele Macken wie die Goten.Und nicht alles was ich geschrieben habe
stimmt für alle in der Szene ,ganz und gar nicht.Nur kommt es von aussen wie die kleine erlesende Gesellschaft vor die sich von anderen ungerecht behandelt fühlen,sich selbst zu ernst nehmen und eigentlich selbst nicht soviel besser sind.Immerhin fassen viele die Menschen ihrer Umwelt auch als kollektiv zusammen.
Und auch ihr wollt z.B. auf Versammlungen wie dem WGT auch mal die anderen mit tollen Kleidern beeindrucken und tragt zum Großteil ähnliche Kleidung.Ihr wisst schon worauf ich hinnaus will.



geschrieben von: Ikonos

Hi,

vieleicht gibt es in der Gothic-Szene im vergleich zur breiten Masse, einfach mehr Leute, die zu ihren psychischen Problemen stehen und dies nicht als Stigma betrachten. Wahrscheinlich sind unter den "gut-bürgerlichen" genausoviele (oder wenige), die "Verrückt" sind, aber dort wird es einfach mehr versteckt und man redet nicht drüber, so dass diese Probleme seltener bemerkt werden.

Gunter



geschrieben von: DarkVampire666

Huhu ;)

Ich denke auch, daß es unter den "Normalos"
ähnlich viele "Verrückte" gibt wie in der Schwarzen Szene.
Nur wird es eben anders ausgelebt.
Die Leute öffnen sich mehr ihren eigenen Problemen
und finden wiederum Menschen, denen es ähnlich ergeht wie ihnen.

Ich selbst kenne wirklich einige, die ganz normal ticken.
Ich finde auch, daß ich ganz normal ticke. Zumindest weitestgehendst ;)
Sicher hat jeder seine Macken - aber wer hat die nicht ?
Alco ich stehe zB schon auf krasse, verrückte Stylings -
aber vom Wesen her stufe ich mich eher als normal ein.
Keine Drogen, kein Alkohol, keine Zigaretten
( na gut - DAS ist für manche natürlich nicht normal :D ),
eher lustig drauf etc...

Gut - ich hatte jetzt keine so tolle Kindheit,
was mich natürlich auch geprägt hat.
Aber es gibt sicherlich auch viele "Normale",
denen es ähnlich erging.

Melle ^v^



geschrieben von: rochus

ich bin gestört. ja, ich glaube, ich hab total einen an der klatsche und das mein ich jetzt nicht sarkastisch oder ironisch, aber wenn ich mich so im gegensatz zu anderen menschen betrachte, dann sehe ich mich immer relativ anders. wahrscheinlich werde ich auch deswegen von leuten, die mich nicht kennen und das erste mal sehen, als psycho bezeichnet.. mir ist es aber egal, und wisst ihr warum? weil ich in dieser szene die erfahrung gemacht habe, dass es niemanden stört, ganz im gegensatz! wo ich bei anderen auf ablehnung treffen würde durch meine art (und die ist sehr bizarr), finde ich hier einfach - nicht anerkennung, aber eben keine ablehnung. hier kann ich sein, wie ich bin und das macht das gothic sein eben auch aus. (neben den anderen grundzügen halt, aber lasst das nun bloß nicht wieder zu soner pseudo-was-ist-goth aktion werden!! sonst bin ich raus aus der diskussion)

gruß
rochus



geschrieben von: Lesther

Tagchen.

Finde das hier sehr interessant.

Also, widersprechen wäre das Falsche ... ich meine, es ist ja auch nicht ganz ohne Grund, dass es auf dieser Seite ein eigenes Forum für Magersüchtige, Borderliner und Selbstmordgefährdete gibt, oder?

Wir wollen es einmal so ausdrücken: Nicht jeder Kranke ist ein Goth - aber jeder Goth ist leicht krank. Muss ja nix schlimmes sein. Jeder mensch hat seine macken, die einen so, die andern so ... Nur: jemand, der rundum "normal" ist, würde wahrscheinlich mit seinem äußeren auch lieber die "normale Seite" der Bevölkerung anziehen, und würde kaum ganz in Schwarz gehen.

Mal abgesehen davon muss ich sagen, dass für mich ganz generell schwarz zu tragen kein zeichen von trauer ist. Schwarz kann elegant sein, oder als Schlankmacher dienen, oder einfach dezent wirken. Das hat verschiedene gesichter. Zudem möchte ich erwähnen, dass in schwarz alle anderen farben enthalten sind. Also wozu das Ganze.


Gruß,
L.



geschrieben von: Tristesse_77

Ich will mir jetzt keine Feinde machen, zumal ich hier recht neu bin und es mir hier im Grunde auch recht gut gefällt, aber ich finde schon, dass es Goths gibt, die ein wenig "extrem" sind, denen es fast nur um Selbstdarstellung geht und um klug klingendes Geschwafel, das im Grunde aber nicht wirklich vielsagend ist, wenn man genau hinter die Worte schaut.
Mir selbst sieht man nicht an, dass ich Gothic mag und ab und an eine kleine Exkursion in diese Welt mache. Ich mache daraus nichts Besonderes, aber auch kein Geheimnis. Was das Schwarze angeht, so denke ich, gäbe es ohne Dunkelheit auch kein Licht. Das eine muss existieren, um die Existenz des anderen zu wahren. Für mich steht Dunkelheit nicht für das Böse, sondern mehr für Geborgenheit und Stille, einfach nur Ruhe und Harmonie ohne stressige Bewegung und Bilder. Was das Kranksein angeht, so ist das Schwachsinn. Allerdings - und ich spreche auch und insbesondere für mich - denke ich, dass dunkle Menschen sich mehr Gedanken über das Leben, den Tod, Gott und die Welt machen, mehr hinterfragen. Das macht zuweilen melancholisch und führt zu tiefgründigeren Gesprächen. Es kann allerdings auch depressiv machen, und das ist eine Krankheit...



geschrieben von: Kimrah

habt ihr schonmal in einen schwarzen opal hineingesehen? dort finden sich alle farben in der dunkelheit wieder...

außerdem passt schwarze kleidung immer und überall hin, man muß sich also keine großen gedanken machen, was man anzieht.

schwarz ist die bunteste aller farben

p.s.: selbstdarstellung ist sinn und zweck einer jeden subkultur, oder nich?



geschrieben von: Tristesse_77

Zu dem PS: ich weiß nicht, ich finde, Selbstdarstellung in übertriebenem Maße lässt Menschen oberflächlich wirken, so wie eine dicke Kruste, die einen weichen Kern ummantelt. Selbstdarstellung ist so etwas wie eine Mauer, die das wirkliche Ich abschottet. Weiß nicht, wie ich das genauer erklären soll.

Und zu der "Farbe" Schwarz. Schwarz ist ja an sich gar keine Farbe. Schwarz entsteht eben gerade dadurch, dass man alle möglichen Farben mischt - genauso wie weiß...



geschrieben von: Kimrah

aber wenn du dein wahres ich nach außen trägst, dich also selbst darstellst, ohne mauer und so, ist doch genau das selbstdarstellung im wahrsten sinn des wortes.



geschrieben von: Tristesse_77

Hmm... ich finde, einen Goth macht nicht das aus, was er nach außen trägt, sondern, was er in sich trägt... Und es ist nicht das dunkle Aussehen (schwarze Kleidung, Schminke und Co.), das einen Menschen zum Goth macht (und das glauben viele), sondern die Dunkelheit, die dieser Mensch in sich birgt, egal, wie bunt er angezogen ist. Ich bin halt der Meinung, dass es bei vielen (das ist meine Feststellung, wenn ich tanzen gehe) mehr so etwas wie Maskerade/Fasching o.ä. ist... Ich glaube auch nicht, dass es das darstellt, was sie in sich spüren. Sie wollen einfach anders sein und auch Menschen, die von dieser Welt keine Ahnung haben, provozieren. Dadurch fühlen sie sich stärker und erhaben. Ich mag alles, was mit Gothic zu tun hat, aus ganz anderen Gründen. Klar, mache ich mich zum Tanzen auch zurecht, allerdings immer noch so, dass es nicht nach Maskerade aussieht und es immer noch sexy ist (was ich für weibliche Goth eigentlich typisch finde), aber ich definiere das Goth-Dasein eigentlich ganz anders und vielmehr als Liebe der Natur, Tiefgründigkeit, Harmonie und Ruhe. Ich denke auch, dass die Liebe zum Friedhof mehr die Liebe zur Ruhe/Stille und Natur ist, als die Liebe zum Tod, welcher zugegeben auch irgendwie für Ruhe steht...



geschrieben von: Nathanael

Zitat:
aber ich würd niemals "Psychisch gestört" sagen. Am Beispiel "MIR" sag ich mal: Ich bin sehr nachdenklich, zurückgezogen, "schüchtern" sehr vielen Leuten gegenüber(die schweine haben mir ein teil meiner seele geklaut, ich hasse sie), interessiere mich vor allem für Musik und Philosophie, mir fällt es, aufgrund der "schweine" schwer, mich jdm. anzuvertrauen/bzw. mich von jdm. lieben zu lassen.


sorry wenn ich Mundraub begehe aber dass trifft auch auf mich zu.


Stimmt, es kommt auf die Dunkelheit in der Seele an, nicht auf das was man trägt.

Nath



geschrieben von: Sanna I.S.P.

hehe, ich hatte mich ja eigentlich schon auf so manches gefasst gemacht ... ;) !

nun, zu der immer wieder in posts aufkommenden sicht, dass schwarz allein nicht ein ausdruck von krank ist ... dem kann ich doch nur zustimmen! aber ich schrieb es ja auch nicht so, mir ging es um das persönlichkeitsbild der grufties ...

@ Haevion:
das du mir zustimmst, war doch irgendwie klar ;) :D !

@ Hiddn Rose:
zu dritt? wohl schon etwas mehr :D

Zitat:
Aber Sanna I.S.P, wie bist du denn?
Bezeichnest du dich als Goth? (anscheind nicht)
Was machst du hier?
Denkst du, du bist gestört?
Wie kommst du auf den Gedanken?


also, ich habe schon indirekt erwähnt, dass ich mich für goth halte (obwohl ich das eigentlich nie so sagen würde ...), aber ja, ich fühle mich "schwarz".
was ich hier mache? was machen denn all die anderen schwarzen hier? posten !?
ja ich denke, ich bin gestört (auch das, habe ich indirekt schon erwähnt).
wie? hehe, durch sorgfältige beobachtung meiner umwelt, wie ich mich darin einfüge und verhalte (auch die unterschiede, versteht sich, oder?), sowie durch genaue relexion meiner handlungen, gedanken und sonstiger innerer regungen, die ich selber für mich wahrnehmen kann ... (klang das zu geschwollen? ... wahrscheinlich)

@ Little Dreamer:

jaja, du bist nicht allein, hehe ...



geschrieben von: Nathanael

@ sanna

Ich hatte auch schon beim Treffen das Gefühl das du ...."anders" bist als Kaja, Pride,Black, Ich....; Eher nachdenklich, zurückgezogen. Du hast die Aussicht da oben genossen, oder?

Nath



geschrieben von: Sanna I.S.P.

ne, die aussicht war mir egal, aber überall und nirgends hinzusehen hilft bei so manchem unterfangen, das anderen besser verborgen bleibt ....

(das geht bisschen offtopic - das sollte eher in den fks besprochen werden!)



geschrieben von: Montrose

Zitat:
beim narzissmus handelt es sich per definition um eine krankheit, die weitab von einem gesunden körperverhältnis steht.


1) Narzismus ist "per definitionem" zunächst mal keine Krankheit, sondern ein ziemlich mißverständlicher Begriff. Es kann sich dabei um ein tiefenpsychologisches Konstrukt, ein Persönlichkeitsstil, eine Persönlichkeitsstörung oder aber auch nur eine Herabsetzung eines anderen so nach dem Sinne "huch bist Du egoistisch" handeln, mit dem man einen anderen ins Unrecht setzt.

2) Wenn man seine Interessen durchsetzt, sich über sich Gedanken macht oder Gefühle zeigt, ist das weder Narzißmus noch eine Krankheit, sondern schlichtweg gesund und normal.

3) "Gesundes Körperverhältnis"??? Was hat das denn mit dem Thema zu tun?

4) Gothic ist weder eine psychische Krankheit, noch Narzißmus, noch ausschließliches "Depri-Sein". Wenn man mal die Berichte zum WGT anschaut, sind Gothics sogar ---huch, jetzt wird's aber untrue --- oft ziemlich lebensbejahende Menschen.

Zitat:
Wahrscheinlich sind unter den "gut-bürgerlichen" genausoviele (oder wenige), die "Verrückt" sind, aber dort wird es einfach mehr versteckt und man redet nicht drüber, so dass diese Probleme seltener bemerkt werden.


Exakt.



geschrieben von: rainraven

Ich würde einerseits nicht behaupten, daß ich "100 Prozent Gothic" bin, denn normalerweise trage ich durchaus andere Farben, allen voran ein kräftiges Blau.:) Wenn ich ausgehe, ist es sogar kaum der Fall, daß ich "farblos" daherkomme. Und wenn ich privat z.B. eine schwarze Cordhose und einem schwarzen Sweater, dicke Boots und eine schwarze Flokatijacke trage, denke ich nicht groß darüber nach, ob ich jetzt "gothic" wirke, es gefällt mir einfach.

Andererseits würde ich mich auch nicht als "anormal" oder "krank" bezeichen, zumindest nicht mit Stolz, mich dadurch von anderen abzuheben. Ich bin leider sensibler als der "Durchschnittsmensch", leide viel mehr unter Problemen, Belastungen und Verlusten, habe Ängste und mache mir (zu) viele Gedanken, aber ich bin nicht psychisch krank. Sagt auch meine Psychotherapeutin.
Und derartige Gefühle und Probleme, bloß andere, zusammenhängend mit meinem jeweiligen Leben, Freunden und Schule/Beruf/Weiterkommen hatte ich schon, als ich noch in der Metal-, Indie- und Technoszene war, also würde ich nicht sagen, daß das für mich mt dem "Gothicsein" zusammenhängt. Ich wäre auch froh, wenn es mir besser ginge, aber ich würde deshalb nicht Szene oder Kleidung wechseln.

Sicherlich stehe ich manchmal auf Selbstdarstellung, aber wer tut das nicht, egal, in welcher Weise? Ob mit Make-Up oder ausgelassenem Partyleben, Dekoration seiner Wohnung oder seines Körpers, Kleidung oder Hobbies? Gothic ist halt nur eine Bewegung, wo das vielleicht nach außen eher deutlich wird, weil die Leute zum Teil auf viel "krasseren" Stil stehen als Andere.

Doch verglichen mit der Technoszene, wo ich viele wirklich "kranke" und oberflächliche Menschen (krank durch Drogen und deren Auswirkungen oder unakzeptable Lebensansichten, oberflächlich in Bezug auf Probleme und ernste Themen) kennengelernt habe, ist mir die "schwarze" Szene wesentlich lieber. Und ich würde jetzt nicht jemanden als "anormal" oder "krank" bezeichnen, weil er Vogelspinnen hält, einen Plastikschädel im Auto liegen hat oder wallende schwarze Gewänder trägt. Da ist jemand, der sich erst mal eine Nase Koks reinziehen muß, um überhaupt mit mir zu reden oder jemand, der aus Spaß seinen Drucker und Aktenmappen unter einer Autobahnbrücke verbrennt, weil er mit dem Studium fertig ist, wesentlich eher als "krank" zu bezeichnen, finde ich.

T.R.



geschrieben von: Sanna I.S.P.

@ Montrose:
lies dir den thread durch, aus dem Ghoostwriter zitiert, dann erklärensich vllt einige deiner fragen, und ich muß nicht alles wieder neu vor mir ausbreiten.

und ich habe auch nicht gesagt, dass goth-sein an sich, eine psychische krankheit ist (oder hab ich das?), sondern, dass die vertreter, meiner meinung nach, ne macke haben, um soetwas als lebensstil zu erreichen, bzw durchzuführen und zu leben, denn melancholisch oder depressiv können andere auch sein.

und das grufties auch sehr lebensfroh sein können, ist mir schon aufgefallen.



geschrieben von: dark loneliness

Beispiel:

4 (in ihren Augen) normale Menschen und 1 (nach Meinung der Normalos) psychisch Kranker.

Ist der psychisch Kranke wirklich krank? Oder ist er der einzige Normale und die Ansichten der 4 anderen haben sich nur soweit verbreitet, dass er überall als krank hingestellt wird.

Wenn jemand nicht dem "Normbild" entspricht, sei es, weil er schwarze Sachen trägt oder auf irgendeine andere Art und Weise aus der breiten Masse heraustritt, wird derjenige sofort als eine Art Problemfall angesehen.

Meiner Meinung jedoch nur, weil eben diese breite Masse durch die größere Zahl ihrer Anhänger sich selbst für normal hält.

Für mich ist das nur ein Resultat aus Vorurteilen und Unverständnis. Um jeden Preis innerhalb der breiten Masse so "normal" wie möglich sein, nur nicht ausbrechen. Sonst könnte man am Ende noch selbst zu den "psychisch Kranken" gezählt werden.



dark loneliness



geschrieben von: Montrose

@Sanna.

Zitat:
dann erklärensich vllt einige deiner fragen

Ich stelle keine Fragen, sondern gebe Antworten.

Zitat:
und ich habe auch nicht gesagt, dass goth-sein an sich, eine psychische krankheit ist (oder hab ich das?), sondern, dass die vertreter, meiner meinung nach, ne macke haben, um soetwas als lebensstil zu erreichen,

Welche Vertreter denn? Die Staubsaugervertreter?


Ich habe mich hier eingemischt, weil die Zuordnung von Gothic zu psychischen Problemen etwas heikel ist:

1) So, wie es das Vorurteil gibt, die Goths sind Satanisten, so gibt es auch das Vorurteil, Goths hätten alle eins an der Klatsche. Ich finde, man sollte solchen Vorurteilen nicht Vorschub leisten. Die Presse, der ganze Medienzirkus wartet doch nur darauf, unsereins als Monster sensationsgeilen Omis in irgendwelchen Talkshows etc. als Dessert zu servieren. Das wird der Sache einfach nicht gerecht.

2) Es besteht die Gefahr, daß psychisch gesunde Goths, denen halt einfach der Lifestyle gefällt, in eine Ecke gedrängt werden, wo sie nicht hingehören. Und ich finde ganz und gar nicht, daß Menschen mit Problemen Gothic für sich gepachtet hätten oder nur diese "true" wären.

3) Ich finde es in Hinblick auf die deutsche Geschichte problematisch, einen Musikstil, ein Lebensgefühl usw. pseudowissenschaftlich als "gestört" zu bezeichnen. Das hatten wir schon einmal... Stichwort "entartete Kunst" und das Verbot von Jazz durch Goebbels.

4) Dieses um sich werfen mit pseudowissenschaftlichen Begriffen wie "Narzißmus" halte ich für schwierig. Ich persönlich finde, daß psychisch Kranke oft total nerven und meist auch böse sind in dem Sinne, daß sie andere schädigen. Auf der anderen Seite haben sie alle Menschenrechte und man muß --- selbst wenn eine Therapie, wie nicht selten, scheitert --- irgendeine Form menschenwürdigen, bereichernden und ausbaufähigen Lebensmöglichkeiten im Sinne von Glück und Wachstumschancen zur Verfügung stellen. Und das ist jetzt mal KLARTEXT geredet. Mit solchen Psychowischiwaschi von wegen "Narzißmus" und auch JUNG und der andere Quatsch kann ich nicht viel anfangen, weil sich die Leute von einem klaren Standpunkt herausmogeln, psychische Probleme mystifizieren und damit dieses Thema völlig unkontrollierbar machen.

5) Gothic ist für mich eine ernstzunehmende Weltanschauung. Wie ich schon mehrmals geschrieben habe, ist es eine folgerichtige Ablösung von der 68ger- und Anti-Atomkraft-Bewegung. Die vorangegangene Generation hat durch ihre politische Sichtweise die gesellschaftliche Macht errungen. Damit die Jüngeren, die ja unsere Zukunft bilden werden, nicht von alten Strukturen und Werten stranguliert werden, haben sie eine Gegenbewegung gebildet: Betonung des Privaten; persönliche Verantwortung statt alles nur auf Strukturen zu schieben; Gefühl, schönere Kleidung gegenüber den alten Schlabberjeans, weniger aggressive Musik usw. als Ausdruck neuer Werte.


@dark loneliness. Psychisch krank ist nur, wer sich selbst als solches definiert und/oder durch einen Arzt oder Psychologen oder Richter als solches deklariert wurde. Was der Nachbar, die Eltern, die Medien etc. sagen, ist belanglos. Die letztgenannten Personen oder Institutionen haben überhaupt kein Recht, andere für krank zu erklären.
Dies schließt allerdings ganz und gar nicht aus, daß man natürlich gerade auch als "Gesunder" für sein Handeln Verantwortung trägt.



geschrieben von: TheTurningPoint

Für mich ist eine Eigenschaft oder Verhaltensweise nur dann krank, wenn sie zur Zerstörung des Betroffenen führt oder er selbst darunter leidet.

Um die Krankheit zu heilen oder wenigstens ihr Voranschreiten zu stoppen ist es wichtig, die Ursachen für ihr Auftreten und ihr Voranschreiten zu finden und soweit möglich auszuschließen. In den meisten Fällen liegen die Ursachen in den Umgebungsbedingungen oder Einwirkungen aus der Umgebung.



geschrieben von: Sanna I.S.P.

@ Montrose
Zitat:
Ich stelle keine Fragen, sondern gebe Antworten.


dann hoffe ich doch, dass du dich wenigstens mit den hintergründen etwas vertraut gemacht hast ...

und nun auch noch so billig (tut mir leid, aber anders kann man diesen "staubsaugervertretersager" einfach nicht bezeichnen); also, nachdem, was ich so von dir gelesen habe, denke ich, bist du durchaus in der lage, ohne derlei auszukommen.

ad1) darin muß ich dir unbestritten recht geben, und ich erkenne auch, dass meine aussage, in dieser hinsicht (wie auch generell in einigen mehr) problematisch ist.

ad2) eine true - untrue ausführung möchte ich mir hier aber tunlichst ersparen! ich habe meine bemerkung, der dieser thread zugrundeliegt auch nicht so ausgeführt, dass gothic-sein, ein privileg für die VERstörten menschen sei, sondern, dass es mein eindruck von der szene ist.

ad3) ich habe es ja gerade vermieden, es als gestört zu bezeichnen - ich benutzte den ausdruck verstört, der für mich, doch eine andere bedeutung besitzt.

und jetzt mach mal halblang! das, was ich geschrieben habe, in zusammenhang mit goebbels und nationalsozialistischer propaganda und politik zu bringen, geht eindeutig zu weit!!

ad4)
Zitat:
Mit solchen Psychowischiwaschi von wegen "Narzißmus" ...

was meinst du damit, wenn ich fragen darf? das hat für mich erklärungsbedarf.



geschrieben von: Seraphyte

hm, wurde schon erwähnt, dass zb in china schwarz als rein und gut gilt und hingegen weiß als böse und verdorben? wer hat denn schon das recht irgendwas oder irgendwen als "normal" zu bezeichnen!?



geschrieben von: Montrose

Zitat:
und nun auch noch so billig (tut mir leid, aber anders kann man diesen "staubsaugervertretersager" einfach nicht bezeichnen)

Ich habe Deinen Satz einfach nicht verstanden, das ist alles. :)

Zitat:
der dieser thread zugrundeliegt auch nicht so ausgeführt, dass gothic-sein, ein privileg für die VERstörten menschen sei, sondern, dass es mein eindruck von der szene ist.
Deine Ausdrucksweise ist für mich mißverständlich. Bei mir kommt das so an: eigentlich hältst Du die Szene für bekloppt, aber irgendwie willst Du das nicht so deutlich ausdrücken. Und deshalb kommen dann so komische Formulierungen wie "verstört" und "mein Eindruck von der Szene". Möglicherweise meinst Du was ganz anderes ... sogar dasselbe wie ich ... daß die Szene in eine falsche Ecke geschoben wird. Vielleicht hast Du aber auch Ressentiments, zu denen Du nicht stehst. Für mich ist das unklar.

Zitat:
ich habe es ja gerade vermieden, es als gestört zu bezeichnen - ich benutzte den ausdruck verstört, der für mich, doch eine andere bedeutung besitzt.
Ich kann da keinen Bedeutungsunterschied erkennen.
Verstört meint ja irgendwie auch orientierungslos, verpeilt usw. Und ich finde, das trifft so nicht zu. Die meisten Goths haben doch recht konkrete Vorstellungen von dem, was sie wollen und für richtig halten.

Zitat:
und jetzt mach mal halblang! das, was ich geschrieben habe, in zusammenhang mit goebbels und nationalsozialistischer propaganda und politik zu bringen, geht eindeutig zu weit!!
Das war nicht auf Dich gemünzt, sondern eine ganz allgemeine Überlegung. Wenn jemand einen Musikstil mit medizinischen Kategorien in Verbindung bringt, gibt es dafür ein Vorbild in der deutschen Geschichte.

Wenn Du tatsächlich behauptet hättest (Konjunktiv), diese Musik sei Ausdruck einer Krankheit, dann ginge meine Behauptung durchaus nicht zu weit. Aber Du hast das ja nicht behauptet.

Zitat:
was meinst du damit, wenn ich fragen darf? das hat für mich erklärungsbedarf.
Für mich auch. Warum benutzt Du statt "Narzißmus" nicht einfach ein deutsches Wort, damit wir verstehen, was Du sagen willst.



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Ich stelle keine Fragen, sondern gebe Antworten.
:D
Zitat:
Ich habe mich hier eingemischt, weil die Zuordnung von Gothic zu psychischen Problemen etwas heikel ist:
...

Volle Zustimmung zu 1) bis 4).
Zitat:
5) Gothic ist für mich eine ernstzunehmende Weltanschauung. ... Damit die Jüngeren, die ja unsere Zukunft bilden werden, nicht von alten Strukturen und Werten stranguliert werden, haben sie eine Gegenbewegung gebildet: Betonung des Privaten; persönliche Verantwortung statt alles nur auf Strukturen zu schieben;
Die strangulierende Wirkung von alten Strukturen wird m.E. wahrgenommen, ob bewußt oder unbewußt. Das qualitativ Neue sehe ich darin, daß statt der Parole "Macht kaputt was euch kaputt macht" genauer unterschieden wird, was kaputt macht und was nicht, und vor allem, daß neue Strukturen aufgebaut und gelebt werden. Diese Strukturen mögen Außenstehenden als Gleichgültigkeit oder Arroganz erscheinen, aber sie bieten dem Einzelnen genügend Raum zur persönlichen Entfaltung.
Zitat:
Gefühl, schönere Kleidung gegenüber den alten Schlabberjeans, weniger aggressive Musik usw. als Ausdruck neuer Werte.
Um den Widerspruch zwischen den von dir genannten neuen Werten und dem teilweise bizarren Äußeren einiger Goths aufzulösen, möchte ich hinzufügen, daß die alten Werte und Konventionen, wie gerade diktierte Haar- Kleider- und Schuhmode, Markenwerbung, sonnengebräunte Haut, geschlechtsbetonte Kleidung und Panik vor dem Loch in der Strumpfhose oft durch Überbetonung des Gegenteils persifliert werden.
Zitat:
Psychisch krank ist nur, wer sich selbst als solches definiert und/oder durch einen Arzt oder Psychologen oder Richter als solches deklariert wurde. Was der Nachbar, die Eltern, die Medien etc. sagen, ist belanglos. Die letztgenannten Personen oder Institutionen haben überhaupt kein Recht, andere für krank zu erklären.
Ich frage mich auch, ob die erstgenannten per se das Recht haben, jemanden für Krank zu erklären. Dieses "Recht" wurde in der Vergangenheit auch schon mehr als genug mißbraucht.
Zitat:
Dies schließt allerdings ganz und gar nicht aus, daß man natürlich gerade auch als "Gesunder" für sein Handeln Verantwortung trägt.
Das ist bei freieren Strukturen ganz besonders wichtig.



geschrieben von: LaChatte

irgend eine Ecke ab haben alle, die ich hier getroffen habe... auch ich, darum bin ich wohl noch hier.:D

Allerdings, ständig schwarz tragen würde mich persönlich tatsächlich krank machen., und warum sich so viele Leute in schwarz so wohl fühlen, ist etwas, was ich wohl nie begreifen werde...



geschrieben von: Sanna I.S.P.

hey, so langsam kommen wir der sache näher (hab ich so zumindest das gefühl :) )

Zitat:
Deine Ausdrucksweise ist für mich mißverständlich. Bei mir kommt das so an: eigentlich hältst Du die Szene für bekloppt, aber irgendwie willst Du das nicht so deutlich ausdrücken. Und deshalb kommen dann so komische Formulierungen wie "verstört" und "mein Eindruck von der Szene". Möglicherweise meinst Du was ganz anderes ... sogar dasselbe wie ich ... daß die Szene in eine falsche Ecke geschoben wird. Vielleicht hast Du aber auch Ressentiments, zu denen Du nicht stehst. Für mich ist das unklar


also, ich halte die szene nicht für bekloppt, aber ich habe oft recht verquere anschauungen (was andere für schlecht ansehen, muss für mich nicht unbedingt etwas negatives sein!) - so ähnlich lässt sich das vielleicht erklären - ich mag seltsame, komische leute, die "eigen" sind, die auch ein wenig wahnsinnig sind! schließlich bin ich selbst auch so. von daher sehe ich die szene durchaus nicht negativ, wenn du verstehst.
verstört ist für mich einfach eine abgeschwächte und weit nicht so harte form wie gestört (für mich ist es dieser feine unterschied, der die differenzierung zwischen ... hm, verständnis bzw mitgefühl und andererseits ablehnung und abwertung ausmacht - ich weiß, dass dies mein persönliches wortverständnis ist, und dass dadurch auch missverständnisse entstehen können, aber naja ...
und wenn jetzt wieder der gedanke in deinem kopf auftaucht, dass ich all die goths, die diese einstellung aus reiner freude am lebensgefühl (oder wie man das nun auch immer sagen soll), als nicht "echt" bezeichne, sage ich gleich, dass es für mich schon die zugehörigkeit, und das gefühl, das diese hervorruft bzw ausmacht, ist, das doch schon eingermaßen "seltsam" anmuten könnte.

aha, ein deutsches wort, nun ...

narzissmus = überzogene/krankhafte selbstliebe

so verstehe ich das (was ich schon des öfteren erwähnt habe), und so ist dieser begriff in meinen beiträgen zu verstehen.



geschrieben von: Windspiel

Habe ich eine Klatsche,nur weil ich die ganze Woche in Schwarz rumlaufe oder mich ein bisschen im Philosophieren übe?Wohl kaum.Realität ist nur so lange real,wie sie als solche von einer großen Masse empfunden und definiert wird.Gothic ist eine Auflehnung gegen die Realität,wie sie momentan in der Welt definiert wird.Wir zeigen bewusst seelische Abgründe,welche nur zu gerne unter den Teppich gekehrt werden,wir versuchen den Flair des Morbiden und der Vergangenheit zu wahren,dem Streben zum Ende der Zukunft verfallend,wir beschäftigen uns mit Poesie,Lyrik und Philosophie,welche kurzweiligeren Beschäftigungen gewichen sind,wir stellen das Gegenparadoxon zum "Normalen" dar.Das Schwarz ist Teil von uns,das für die Umwelt untrügliche Zeichen für die Schattenseite der maskenhaften Gesellschaft,welches vielleicht dazu anregt nachzudenken,jedoch immer passiv bleibt(oder leider nur bleiben sollte).Wir sind in Gedanken frei,könne alle Teile unseres Geistes innerhalb unserer Umgebung frei ausleben.
Für die "Normalen" werden wir immer gestört und unbegreiflich sein,wir sind ihnen ebenso unbegreiflich wie sie uns.

@Sanna I.S.P:
Wieso sollte Philosophie sinnlos sein?Welches Unterfangen hätte mehr Sinn,als der Versuch seine physische wie psychische Umwelt von Grund auf aus eigenem Antrieb und auf eigenen Grundlagen ergründen zu wollen?Die dünne Blase durchbrechen zu wollen?Nur ein Narr könnte annehmen,die von ihm erfasste Welt sei die "wirkliche"!Ich möchte dich nicht angreifen,jedoch halte ich diese Haltung für sehr bedauerlich.

Schöne Grüße,euer Windspiel



geschrieben von: Montrose

@Sanna. Leuchtet mir jetzt eher ein.

@Rest (inklusive Sanna). Interesssante Beiträge.

@LaChatte: Kennst Du das Buch "Ich bin okay, Du bist okay" von Harris glaub ich. ;)



geschrieben von: Sanna I.S.P.

@ Windspiel:

nun, keine angst, ich fühle mich schon nicht angegriffen :) !

ich habe mich nie direkt auf die philosophie bezogen, aber für dich ist sie ein selbstverständlicher teil deines lebens, und auch ein essentieller teil, deiner anschauung von gothic, stimmt doch so?
nun, es gäbe auch andere wege, zu phiosophieren, nicht nur die im hinblick auf ein gothisches leben - verstehe mich nicht falsch! ich will nicht sagen, dass du einen anderen weg einschlagen sollst, aber die philosophie ist nur ein element dieser kultur, und einstellung.

gibt es denn jemanden, der nur, aufgrund der philosphischenaspekte goth wird?

@ Montrose:

haha, schön, das zu lesen :) !



geschrieben von: LaChatte

@Monti

ja, der Titel sagt mir was... ich finds ja auch absolut ok, solange ich nicht dazu gezwungen werde, ständig Schwarz zu tragen.. vor allem jetzt, wo es so heiss ist, sind helle Farben einfach angesagter. Weisse Hosen mit rosa-beigen senkrechten Streifen, zum Beispiel. Ist das auch OK?:cool:



geschrieben von: Montrose

Nein. :D



geschrieben von: LaChatte

:eek:

:mad: :mad: :mad:









:cool:



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Sanna I.S.P.
ich habe mich nie direkt auf die philosophie bezogen, aber für dich ist sie ein selbstverständlicher teil deines lebens, und auch ein essentieller teil, deiner anschauung von gothic, stimmt doch so?
(Meine persönliche Ansicht) Philosophie ist ja sozusagen die Mutter aller Wissenschaften, weil sie den direkten Bezug zwischen dem Ich und der Welt zum Inhalt hat. Sie bildet quasi die Grundlage der Lebenseinstellung.

Zitat:
nun, es gäbe auch andere wege, zu phiosophieren, nicht nur die im hinblick auf ein gothisches leben
Ich nutze die Philosophie als Hilfsmittel für MEIN Leben. Ob das jemand anders als "gothisch" bezeichnet, ist mir eigentlich ziemlich egal. Klar, man kann Philosophie auch als Hobby und rein theoretisch betreiben, aber das ist so als wenn man theoretisch weiß, daß die Erde eine Kugel ist, aber trotzdem Angst hat, daß man herunterfällt, wenn man zu weit an den Rand geht.

Zitat:
gibt es denn jemanden, der nur, aufgrund der philosphischen aspekte goth wird?
Sie waren ein Hauptgrund für meine Neugier auf "das Schwarze", neben einem Gefühl der Geborgenheit, als ich das erste Mal mehr oder weniger zufällig in eine größere Ansammlung von "Schwarzkitteln" (ca. 500) geraten bin.

@ LaChatte:
Auf dem letzten WGT habe ich auch einige weiße Goths gesehen, und natürlich wieder eine Menge Mädels in wunderschönen nicht-schwarzen Kleidern. :cool:
Aber was spricht nun für Schwarz? Auf jeden Fall macht's schlank.
Und wenn die Kleidung weit genug ist, kann man sie auch bei Hitze tragen. Viele Leute in den heißen Ländern tragen weite schwarze Gewänder und Schleier bzw. Turbane. Notfalls hilft auch ein schwarzer Sonnenschirm.



geschrieben von: Montrose

Auf einem der Bilder ist Julya drauf:D



geschrieben von: TheTurningPoint

Psssst ! Nicht weitersagen ... Ich habe auch ein Bild, wo Montrose drauf ist ...



geschrieben von: littlelilith136

Ich hab das Thema wiedereinmal nicht ganz durchgelesen... aber...

Ich bin der Ansicht, dass nicht nur alle Gothics, sondern jeder Mensch dieser Welt eine Macke hat. Ich rede hier nicht von einer ausgeprägten Psychischen Krankheit, sondern nur von einer Macke. Wenn einmal alle hier nachdenken würden, dann müssen sie sich sicher eingestehen, dass mindestens eine klitzekleine Kleinigkeit an ihnen einen Phsychologen schon aufhorchen lassen würde. (Manche Psychologen nehmen solche Kleinigkeiten aber schon als Selbstverständlichkeit hin.) Dies müss nichteinmal als Störung an sich angesehen werden, es können schon Gewohnheiten oder Vorlieben sein, die nicht unbedingt etwas mit Kleidung oder ähnlichen zu tun haben muss, sondern einfach nur einen pychologischen Hintergrund haben. (Ich will jetzt keine Beispiele geben).

Jeder Mensch hat eine Macke. Es gibt keinen Menschen ohne Macke. Zeigt mir einen! Ich hab genauso eine Macke...

Zu dem Argument, dass Schwarz unbedingt mit Macken zu tun hat: So ein Blödsinn, wie gesagt, es ist egal ob schwarz oder rosa.

Schwarz als Farbe des Bösen... jaja, das hat sich wirklich schon arg in den Köpfen der Otto-Normal-Bürger eingeprägt. Schwarz wird mit dem Tod in Verbindung gebracht, der Tod mit Schlechtem, wie zum Beispiel Krieg und Armut. Schwarz wird (Meine Meinung) hauptsächlich deswegen mit dem Tod in Verbindung gebracht, weil man sich auf Begräbnissen schlussendlich schwarz kleidet. Der alte Aberglaube (oder auch kein Aberglaube), der hinter diesem Brauch steht, wurde heute schon vollkommen vergessen. Früher zogen sich die Menschen auf Begräbnissen schwarz an, weil sie der Meinung waren, schwarz würde böse Geister abhalten. Demnach müssen sie die Frabe schwarz als gut angesehen haben.

Schwarz = Tod = Schlecht ????????

Weiß als Farbe des Guten, lässt sich meiner Meinung darauf zurückführen, dass das Gute mit Reinheit in Verbindung gebracht wird. Reinheit erschwert es Krankheiten sich auszubreiten, weniger Krankheiten, weniger Tote durch Krankheiten. Auf Weiß kann man Schmutz sehr schnell erkennen.

Weiß = Reinheit = Gut ???????

Das Schwarz Depressinen hervorruft, wage ich zu bezweifeln. Ich persönlich finde die Farbe Rosa viel depremierenter, keine Ahnung warum....

In diesem Sinne
Lilith



geschrieben von: Windspiel

Philosophie ist in meinen Augen das Fünfte Element,neben Feuer, Wasser,Erde und Luft.Sie unterscheidet uns von den Tieren,nichts weiter.
Zu meinem Antrieb in die "Szene" zu geraten sei gesagt,dass ich nicht sie gefunden habe,sondern sie mich.Sie fing mich in meinen Ansichten und Überlegungen auf,bot mir halt und schenkte mir Gewissheit,dass auch dieser Teil der Welt "real" existiert und nicht nur aus Träumen und Gedanken besteht.
Natürlich gibt es andere Formen der Philosophie,die durchaus im Alltag anklang finden mögen,um mich mit ihnen zu begnügen bin ich jedoch leider viel zu sehr Schwarzromantiker,das trifft es noch am ehesten...

Schöne Grüße,euer Windspiel



geschrieben von: LaChatte

Hm ja, den einen Weissen kenn ich sogar... ;)



geschrieben von: Montrose

Zitat:
Ich persönlich finde die Farbe Rosa viel depremierenter, keine Ahnung warum....
Wahrscheinlich, weil Du unbewußt immer ein Junge sein wolltest.

*ernst über die Brille guck*





*Monty schmeißt sich weg vor lachen*



geschrieben von: littlelilith136

Neee, sonst wär ich schwul geworden...

Mit nem Mädl wär ich nicht gern zusammen, die sind sooo zickig.
Und außerdem haben es jungs im Leben schwiriger, denke ich...



geschrieben von: Leanna

hach solche diskusionen sind immer wieder toll zu lesen...

ich bin auch kein 100% goth..und denke das das auch gut ist weil das einfach so ein "schubladen denken ist" [möchte damit niemanden angreifen is nur meine meinung]

ich laufe gern in schwarz rum und bin ich deswegen verrückt?
nein!
ich höre keine komerzmusik sondern was mir gefällt bin ich deswegen anders?
nein!

meine güte, jeder hat seine eigene lebenseinstellung. jeder mensch hat macken und niemand gleicht dem anderen!
jeder mensch ist anders, normal gibt es nicht. normal ist einstellungssache und somit teil der eigenen lebenseinstellung.

es gibt under hip hoper genauso verrückte wie unter Gothiks..
so ist das eben, es gibt überall leute die en bils mehr macken haben als andere..so ist das leben..

ich finde es furchtbar das so oft gesagt wird das gochticsa verrückt und alle depri sind..
nur weil man schwarz trägt..ja und?
ich mag eben hosen die bis zu den kniekehlen hängen nich, und ich mag keine aufgestylten haare und rose make up...
mir gefällt schwarz also trage ich es, deshalb muss ich doch nich depresiv sein?

verrückt?? ja bin ich und? ich bin stolz drauf *g*



geschrieben von: Minibruja

heya....

ich finde es schon lustig hier sowas zu lesen. unsere ganze gesellschaft ist krank, und da tragen ja nun wahrlich nicht alle leute schwarz..*g

meine erfahrungen mit 'goth's' sagt mir, dass diese sich meist auf eine eigene art und weise gedanken über diese unsere welt machen. krank (auch nicht psychisch) kann ich das nicht finden.
es ist in meinen augen eher eine form des 'wie verarbeite ich das'.

ich selber zähle mich äusserlich eher zu den spiessern als zu irgendeiner anderen gruppierung, aber was sagt das schon über das, was drinnen steckt aus??nichts....eben...





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