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Hartz-IV-Reform

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: 2378

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,308279,00.html

Wenn ich das lese, dann frage ich mich wie so manche Leute nach der Reform noch über die Runden kommen sollen. Ich glaube nicht daran, dass dadurch unsere Arbeitslosenzahlen runtergehen, sehe aber die Chance für eine noch größere Verarmung und etwas ganz gefährliches, jeder wird bestraft der es wagte zu sparen.

2378



geschrieben von: MissPan

- zyn on-

ist doch eine tolle idee!
da generell jeder arbeitslose nur zu faul ist, sich einen neuen job zu suchen, werden diese kürzungen sicher dafür sorgen, daß dieses arbeitsscheue pack sich endlich einen der zigtausend freien arbeitsplätze schnappt.

- zyn off-



geschrieben von: Julya

Habe mir gerade den Artikel durchgelesen und ich muß sagen, daß das Geschriebene einem wirklich Angst machen kann!
Solche Aktionen verursachen eine negative Stimmung in der Bevölkerung und viele haben wahrscheinlich einafch nur noch Angst um ihre Zukunft.

Das Ganze hat nichts mehr mit sozialer Gerechtigkeit zu tun!



geschrieben von: MissPan

Zitat:
Original geschrieben von Julya

Das Ganze hat nichts mehr mit sozialer Gerechtigkeit zu tun!



darum geht es wohl auch nicht mehr. es geht nur noch um die frage der finanzierbarkeit. und wenn dafür ein paar über die klinge springen müßen... die herren in den gutbezahlten positionen juckt´s nicht. die werden schließlich nie in diese verlegenheit kommen.

mir ist auch rätselhaft, wie bei all diesen hiobsbotschaften die wirtschaft wieder in schwung kommen soll. der (noch-arbeitende) normalverdiener wird doch eher dazu animiert, das geld zusammenzuhalten, auch wenn sich langsam die frage stellt, ob das überhaupt noch sinn macht.



geschrieben von: Julya

Zitat:
Original geschrieben von MissPan
auch wenn sich langsam die frage stellt, ob das überhaupt noch sinn macht.



Das ist es eben. Es wird vermittelt, daß man, egal, was man macht, hinterher der Doofe ist.
Ob man nun sein ganzes Leben gearbeitet und eingezahlt ist und aufgrund eines Schicksalsschlages arbeitslos wird, ob man jahrelang studiert und auf etwas hingearbeitet hat, oder ob man stinkfaul ist - jeder bekommt das gleiche! Seeeehr gerecht! :mad:

Daß man, wenn man arbeitslos wird, keinen Porsche und keine Villa braucht und da ein wenig sparen und neu kalkulieren muß, dürfte jeder verstehen, aber daß Lebensversicherungen verkauft werden müssen und man bis zur Armutsgrenze abrutschen muß, ist ein Armutszeugnis für all jene Bestimmer in der Regierung, die noch nie mit 20 Euro in der Woche leben mussten!

Neben all der Ohnmacht kommt dann auch noch Wut dazu und das ist ja das, was auch schon vorsichtig befürchtet wird (auf der letzten Seite des Artikels): 'Armenaufstände'!
Mich würde es nicht wundern!



geschrieben von: Gr. Gaulichter

erspartes wird schon jetzt bei alten leuten dafür verwendet, anfallende kosten von heimunterbringung und pflege zu bezahlen. selbst omas sauer erspartes zur finanzierung der särge für sie und opa muss herhalten.

die bestattungskosten werden dann auf die restlichen familienmitglieder umgelagert, die genug geld haben. nur leider sind es in deutschland nicht 4,.. mio arbeitslose, sondern schätzungsweise 8 mio. bei der offiziellen zahl werden viele gruppen herausgenommen. das heißt, dass auch enkel und weiter entfernte verwandte aufkommen sollen. darüber hinaus ist der bevölkerungszuwachs in deutschland was geburten angeht regressiv. die folge davon ist, dass immer weniger viel-verdienende immer mehr kosten tragen müssen.


peinlich für diese regierung ist, dass sie das wohlergehen der hiesigen bürger nur an den arbeitslosenzahlen festmacht. aber ist natürlich ganz klar, warum: cdu/csu und fdp nutzen das skrupellos und mit dem wissen, dass das nicht alles ist, um wohlergehen zu festigen, dazu aus, front gegen diese regierung zu machen. die spd/grünen sind nun also im zugzwang: sie müssen die zahl senken, weil die bekloppten (sorry) wähler zu doof (sorry) sind, um zu sehen, dass sich an der senkung der zahlen durch Hartz nichts ändern wird.

"jeder job wird zumutbar" - was soll denn das heißen? ein job ist ein job und ist demnach zumutbar. irgendwer macht ihn jetzt und mutet ihn sich momentan zu. was dieser satz vielleicht sagen will: heute kannst du 150.000 euro im jahr verdienen und morgen lebst du auf 20 qm.

nun kann man vermuten, dass, wenn die wirtschaft neue arbeitsstellen schafft, diese von der bezahlung nur ein my über dem selbsterhaltungssatz liegen werden. wenn es heißt, jeder job sei zumutbar: sind dann auch jobs mit noch geringerer bezahlung zumutbar? woher kommt dann das fehlende geld zur selbsterhaltung? weiß das wer?

wenn nun also ein akademiker treppen putzen geht, dann nimmt er einem treppenputzer den job weg. der akademiker muss also dafür sorgen, dass er möglichst schnell einen besseren job bekommt (wenn er überhaupt will).

diese reform scheint auch ein gutes mittel, um die massenhaft leer stehenden plattenbauten der ddr neu zu füllen. sie werden noch mehr zu menschenverwarungs-zentren, denn wirtschaft wird sich dort nicht ansiedeln: es fehlt das kapital, der erwerbende mensch, der sein geld zu kaufhof und co. bringt, in diesen ballungszentren.

auch zwischenmenschlich scheint wohl damit einiges im argen zu liegen: wenn jemand 10 stunden lang arbeitet und damit aber nur sein halbes wohl verdient (weil er z.b. seine frau mitfinanziert), dann werden womöglich sich einige sagen: ich verdiene dann lieber für mich allein oder suche mir jemanden mit arbeit. für die arbeitslose frau wird sich finanziell wohl kaum etwas ändern. aber sozial gesehen wird sie "verdingt", also es werden soziale schubladen geschaffen.

im wesentlichen verständlich finde ich, dass man einem menschen sein leben am existenzminimum errechnen kann. jeder benötigt dazu die selbe höhe geld. das verdienstorientierte arbeitslosengeld diente wohl nur dazu, den lebensstandard aufrecht zu erhalten. aber es trägt auch dazu bei, den arbeitslosen in deutschland zu halten, dem das empfinden von "ich bin so und soviel wert" erhalten wird. müsste sich ein akademiker mit einem treppenputzer (wie ist denn eigentlich das fachwort dafür?) auf eine stufe stellen, würde er sich fragen, warum seine arbeitskraft nun nicht mehr soviel wert sei. das widerspricht sich mit der bezahlung im job, wo eben die akademikerarbeit mehr wert war, als die andere.

nun noch die arbeitsplätze: in erster linie sind es großunternehmen, die von steuerlichen begünstigungen profitieren. mittel- und kleinständische unternehmen werden wohl weiterhin nicht entlastet. eben diese können dann also höchstens jobs schaffen, die geringe bezahlung bieten. das ist fatal, da diese firmen gegen die großen, welche die akademiker und eben auch den fortschritt bestimmen, mithalten müssen. das geht zu lasten der arbeitnehmer der mittleren und kleinen unternehmen: sie müssen viel und hart arbeiten, um ihre firma zu sichern.

...

grüße dunkel
gg



geschrieben von: TheTurningPoint

Komisch ...

Warum lese ich da immer HATZ, FEAR ?



geschrieben von: Dark_Racer

Ich habe die Befürchtung, daß sich da ein ganz übler, sozialer Sprecgstoff draus entwickeln könnte!

Ein heute arbeitender Mensch wird dazu aufgefordert und angehalten, für seine Altersvorsorge privat vorzusorgen. Viele Leute tun dies durch Abschlüsse von Lebensversicherungen. Wird dieser Mensch nach langer Berufstätigkeit nun arbeitslos, so muß er diese Verträge auflösen, wodurch ihm eh schon mal viel Geld flöten geht, da der Rückkaufwert eines solchen Vertrages niemals die eingezahle Summe ergibt. Haus und Hof, das Ersparte, alles geht also den Bach herunter. Vorstellbar ist durchaus, daß manch einer da mal durchdrehen kann, wenn er nicht mehr weis, wovon er morgen seine Familie ernähren soll!

Dieser Staat ist in meinen Augen nix mehr wert, da sich alles nur noch ums Geld dreht. Der Mensch und dessen Schicksal ist heute keinen Pfifferling mehr wert! Statt die Leute in die Pflicht zu nehmen, die es finanziell leisten können, wird genau diesen Leuten das Geld in den Hintern geblasen, damit die paar Arbeitsplätze in Deutschland noch ein paar Jährchen bleiben. Am Ende wird dann doch verlagert.:mad:



geschrieben von: Any Body

Den einleitenden Satz zu diesem Thema kann ich ebenfalls unterstreichen. Eine Reform ist notwendig, damit sich am Arbeitsmarkt etwas bewegt. Das Gemeinwohl wie das Wohl des Einzelnen, die unterschiedlichen Märkte auf regionaler, nationaler wie auch internationaler Ebene greifen ineinander.

Auf Einzelschicksale wird vermutlich zukünftig bei Inkrafttreten der neuen Hartz IV Reform noch weniger Rücksicht genommen werden können, da die Kassen leer sind - wo also Geld herbekommen, wenn die Reservetöpfe der kurz-und mittelfristigen Vermögenswerte leer sind?

Lebensversicherungen lassen sich noch am schwersten auflösen, und wenn auch nur vor Ablauf der Frist die Summe, die vom Staat freigegeben wird. .. Dass bei Umsetzung der Hartz IV Reform verlangt wird, dieses Guthaben aufzulösen ist verständlich, denn eigentlich ist es ja ein Vermögenswert. Aus näherem Umfeld ist mir bekannt, dass auch verlangt wurde, sich die Rente vorzeitig auszahlen zu lassen, um weiterhin Unterstützung vom Arbeitsamt erhalten zu können. Die Bindung der betroffenen Familienteile, so mir bekannt, wurde dadurch noch störker. Doch ich komme vom Thema ab.

Was einerseits eine derartige Umsetzung wie die Hartz IV Reform notwendig macht sind, so denke ich, leere Kassen, die im Laufe der Jahre auch nicht unbedingt voller wurden, egal welche Regierung.

Der so dringend notwendige wirtschaftliche Aufschwung will, so verlautet es aus der Presse, einfach nicht kommen, die Prognosen über die Jahresberichte der einstigen Zugpferde der Deutschen Wirtschaft wecken auch nicht unbedingt positive Stimmung. ( -->Linkverweis

Betrachtet man sich selbst nur als einen Stecknadelkopf innerhalb der Gesamtdeutschen Wirtschaft, wie wichtig ist dann das
Wissen, welches man in der Vergangenheit erworben hat um einer Tätigkeit nachgehen und ausüben zu können wirklich? Vieles ist erlernbar, sofern man es denn wirklich will -

Am Existenzminimum oder unterhalb dessen leben zu müssen halte ich für unzumutbar, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es für einen Menschen auf Dauer erträglich sein kann, ohne dass dieser den Sinn des Lebens ansich verliert ...



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Any Body
Auf Einzelschicksale wird vermutlich zukünftig bei Inkrafttreten der neuen Hartz IV Reform noch weniger Rücksicht genommen werden können, da die Kassen leer sind
Sorry, aber wenn ich sowas lese, dann könnte ich ausflippen ...

Was ist denn nun wichtiger - Menschenleben (die du lapidar "Einzelschicksale" nennst)
oder DAS SCHEISS GELD ?

Zitat:
wo also Geld herbekommen, wenn die Reservetöpfe der kurz-und mittelfristigen Vermögenswerte leer sind?
Vermögenswerte entstehen garantiert nicht dadurch, dass du den Armen das Letzte das sie noch haben auch noch wegnimmst. Werte entstehen nur durch wertschöpfende Arbeit. Also kommt es darauf an, wertschöpfende Arbeit zu organisieren, und nicht darauf, Geld hin und her zu schieben und das Geld-hin-und-her-Schieben peinlichst-bürokratisch-genau doppelt und dreifach zu erfassen.

Um zu (über-)leben, brauchen die Menschen zuallererst Nahrung, Wohnung, Kleidung, Kommunikation und medizinische Betreuung. Und wenn der Staat das mit den vorhandenen Mitteln nicht realisieren kann, dann sollte er sich mit seinen Forderungen zuerst an diejenigen wenden, die die Preise für Nahrung, Wohnung, Kleidung, Kommunikation und medizinische Betreuung künstlich in die Höhe treiben! :mad:

Zitat:
Der so dringend notwendige wirtschaftliche Aufschwung will, so verlautet es aus der Presse, einfach nicht kommen
Wenn die Mehrzahl der Leute nichts mehr hat und darum nichts mehr kaufen kann, woher soll da ein wirtschaftlicher Aufschwung kommen?
Mögliche Alternativen wurden hier in den Nachtwelten und anderswo schon des öfteren diskutiert.
Einige Anregungen hat auch der bisherige Bundespräsident Johannes Rau in seiner letzten "Berliner Rede" gegeben.

Zitat:
Betrachtet man sich selbst nur als einen Stecknadelkopf innerhalb der Gesamtdeutschen Wirtschaft, wie wichtig ist dann das Wissen, welches man in der Vergangenheit erworben hat um einer Tätigkeit nachgehen und ausüben zu können wirklich? Vieles ist erlernbar, sofern man es denn wirklich will -
Ja, und was nützt dir das Gelernte, wenn man nicht bereit ist, dir für dessen Nutzung wenigstens so viel Ausgleich zu geben, daß du davon einigermaßen leben kannst?

Zitat:
Am Existenzminimum oder unterhalb dessen leben zu müssen halte ich für unzumutbar, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es für einen Menschen auf Dauer erträglich sein kann, ohne dass dieser den Sinn des Lebens ansich verliert ...
Wieso dann dein sinnloses Geschwafel darüber, daß "auf Einzelschicksale" - sprich Menschenleben - "zukünftig weniger Rücksicht genommen werden könne"?



geschrieben von: Any Body

... wenn mein Geschwafel eh sinnlos war, dann hat eine Fortsetzung dessen wenig Sinn, denke ich ...



geschrieben von: 2378

Zitat:

Um zu (über-)leben, brauchen die Menschen zuallererst Nahrung, Wohnung, Kleidung, Kommunikation und medizinische Betreuung. Und wenn der Staat das mit den vorhandenen Mitteln nicht realisieren kann, dann sollte er sich mit seinen Forderungen zuerst an diejenigen wenden, die die Preise für Nahrung, Wohnung, Kleidung, Kommunikation und medizinische Betreuung künstlich in die Höhe treiben!


sorry, aber das was für gerade heutzutage für nahrung zahlen müssen ist der reinste witz. in den letzen jahren ging es immer mehr zurück, was jeder jedes jahr für seine lebensmittel zahlt... auch daran kann es nicht liegen...

Irgenwo ist ein rießiger Denkfehler in diesem System... in dem Alten wie auch in dem was eingeführt werden soll.
Bis zu Harzt IV hat es sich wenigstens bezahlt gemacht, dass man z.B. eine gute Ausbildung hatte usw. - jetzt wird hier jeder nach einem Jahr Arbeitslosigkeit auf die selbe STufe mit jemanden gesetzt, der nie eine Ausbildung hatte.

Fast glaube ich, ist ein Sozialsystem komplett falsch - es entmündigt den Bürger indirekt und jeder schreit nur noch, dass er Hilfe haben will, dann muss es alles kollabieren. Selbst mal was zu machen... das wird selten.

Wenn mein erspartes wenigstens mit zu meiner Rente reichen würde und cih sovoiel ansparen dürfte, dann wüsste ich wofür. Notfalls kann ich mir damit später meine Pflege finanzieren, aber selbst das ist verboten - die Folge wird eine nicht abzusehende Altersarmut sein...



geschrieben von: MissPan

Zitat:
Original geschrieben von 2378
die Folge wird eine nicht abzusehende Altersarmut sein...


was den heutigen politikern aber reichlich egal sein dürfte, weil sie bis dahin schon ihren verdienten(?) ruhestand genießen werden.

mir ist ehrlich gesagt schleierhaft, wie ich von meinem gehalt noch geld für die altersvorsorge abzwacken soll, zumal das, wie schon erwähnt wurde, ja auch ein sinnloses unterfangen zu sein scheint - denn wer kann heute noch behaupten, daß sein job sicher ist?

wie mein kollege neulich nach erhalt der vorberechnung seiner zu erwartenden rente meinte: "ich glaube, ich kaufe mir demnächst ein messingschild mit meinem namen und reserviere mir schon mal einen schönen platz unter der brücke."



geschrieben von: 2378

Ich denke manchmal wäre vieles einfacher wenn man ein neues System für die Politiker einführen würden.

Solange sie Abgeordnete sind bekommen sie wunder schöne Diäten - die dürften gerne sogar noch etwas höher sein, aber sobald sie nicht mehr das sind, sind sie normale ARbeitnehmer - ihre Rente ist also nicht gesichert und sie könnten genauso arbeitslos werden wie der Rest in Deutschland und dann würde man sich überlegen, ob man sowas einführt und auch wie weit man am Renten - und Krankenkassenesystem sparen will.



geschrieben von: LaChatte

Dass jeder Arbeitslose nach einer gewissen Zeit gleich viel verdient, scheint mir noch einleuchtend zu sein... allerdings bin ich nicht damit einverstanden, dass es am Schluss gleich WENIG für alle ist. Wie soll eine Wirtschaft auf Touren kommen, wenn niemand mehr Geld ausgibt?

Die niedrigsten Löhne zu erhöhen, ist ein Motor für die Wirtschaft - denn wer statt 800 Euro 1000 Euro bekommt, wird die zusätzlichen 200 Euro mit grösster Wahrscheinlichkeit in Umlauf bringen... wenn der Grossverdiener statt 10'000 Euro 10'200 Euro mehr bekommt, wandern diese zusätzlichen Euro mit ebensogrosser Wahrscheinlichkeit auf ein Sparkonto, wo sie vergammeln.

Zitat:
die Folge wird eine nicht abzusehende Altersarmut sein...


Offenbar kann Frau Schröder, die Mutter des Bundeskanzlers, auch nur darum einigermassen überleben, weil ihr Sohn so nett ist und sie unterstützt... sonst wäre sie kaum in der Lage, auch nur ihren Hunger zu stillen. Ich weiss echt nicht, was ich davon halten soll, es scheint mir so krank zu sein...

Zitat:
Fast glaube ich, ist ein Sozialsystem komplett falsch - es entmündigt den Bürger indirekt und jeder schreit nur noch, dass er Hilfe haben will, dann muss es alles kollabieren. Selbst mal was zu machen... das wird selten.


Richtig. Allerdings muss Initiative auch belohnt werden. Ein böses Wort sagt, dass Bill Gates in der Schweiz nie möglich gewesen wäre, da sein allererster Arbeitsraum keine eigene Toilette hatte... und in der Schweiz ist das absolute Vorschrift. In Deutschland wirds in Bezug auf Bürokratie ähnlich sein, nehm ich mal an.



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von 2378
sorry, aber das was für gerade heutzutage für nahrung zahlen müssen ist der reinste witz. in den letzen jahren ging es immer mehr zurück, was jeder jedes jahr für seine lebensmittel zahlt...
@ 2378:
Möglicherweise hast du übersehen, daß sich das Währungszeichen hinter den Beträgen verändert hat. :rolleyes:

@ LaChatte:
Wir sind wieder mal einer Meinung ...



geschrieben von: Scientist

Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbes ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen.
Walther Rathenau

In diesem Thread ist übrigens schon einmal recht ausführlich darüber diskutiert worden, was uns in Zukunft noch alles erwarten könnte.
http://www.nachtwelten.de/vB/showth...15&pagenumber=1



geschrieben von: 2378

@Lebensmittel:
Nein - es wird einfach vergleicht was man früher und heute Prozentual von seinem Gehalt für Lebensmittel brauchte und siehe da - das ging zurück, so doof es klingt.



geschrieben von: LaChatte

der Mensch lebt nicht vom Brot allein... und leider sind Nahrungsmittel auch darum günstiger, weil Nährwert und Qualität abgenommen haben durch intensive Landwirtschaft etc. Vollwertige Lebensmittel kosten immer noch mehr als früher und dürften sich im Preis nicht gross verändert haben.



geschrieben von: decay73

Zitat:

Wenn ich das lese, dann frage ich mich wie so manche Leute nach der Reform noch über die Runden kommen sollen.


Ja, sollen sie das denn? Wo ist denn die Familie? Sie ist doch dafür da, für ihre Mitglieder einzuspringen, wenn nichts mehr geht.

Nicht umsonst wird die Familie doch in letzter Zeit so hochgelobt.

Sie muß gefördert werden. Will zwar eigentlich auch keiner, weils ja Geld kosten könnte und das auch diametral der geforderten und unbedingt notwendigen Flexibilisierung der modernen Sklaven- äh, sorry, ‚Arbeitnehmer‘- schaft entgegen steht, aber das ist das Problem des Einzelnen und nicht der Politik. Politik sagt, wie es sein soll. Was man daraus macht, muß jeder selbst wissen.
Wir sind ja kein Volk von Dummen und wir müssen endlich wieder die brach liegenden Kräfte und Ideen der Menschen fördern. Und natürlich fordern. Nämlich, daß alle fleißig ihre Steuern und Abgaben zahlen, damit man noch ein paar mehr Kommissionen gründen kann. Denn auch ein Rürup will ja Geld verdienen. Und wo sonst soll das dann herkommen, wenn nicht von denen, die später darunter zu leiden haben, weil sie ihre Krankengymnastik nicht mehr nach Notwendigkeit, sondern nach Kalenderwochen bekommen. Also bitte. Etwas mehr Einsatz bitte.
Da muß man halt flexibel sein und seine Probleme und Spastiken sorgsam über das Kalenderjahr verteilen.

Wie auch immer. Die Familie muß sich selbst helfen. Und wenn Sohnemann keine Arbeit mehr hat und Mutter sich kaum noch bewegen kann (wegen fehlender Krankengymnastik), dann soll sie halt ihren Sohn einstellen!

Dann wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Sohnemann hat Arbeit und Mutter braucht die Krankengymnastik nicht mehr. Was sie nicht mehr kann, kann ja ihr Sohn machen.

Und weil die Rente der Mutter auch vor sich hinschmilzt , und sie dummerweise auch nicht einen Sohn wie den Gerhard hat, der nun gutes Geld als Politiker verdient, gibts zwar nicht viel, aber zumutbar ist die Arbeit jedenfalls immer noch. Ist ja eigentlich alles zumutbar.

Sohnemann würde zwar eigentlich mit seinem Prof. Dr. gutes Geld verdienen können, aber auf dem Arbeitsmarkt hat er ja keine Chancen mehr, denn wer stellt schon einen 40 Jährigen Mann ein, der die letzten Jahre ‚berufsfremd‘ tätig war und sicher jeden Bezug zu seiner eigentlichen Arbeit verloren und sämtliche Neuerungen auf seinem Gebiet verpaßt hat.

Aber er soll sich mal nicht beschweren. Immerhin hat er dann ja Arbeit. Da hat die Staatskasse auch nicht viel von, aber zur Not werden die Renten und das Arbeitslosengeld gekürzt und am besten gleich zusammengelegt. Auf niedrigerem Niveau natürlich.

Und im Osten stehen ja immer noch genug Wohnungen leer. Kann man ja gleich ein paar Wohnheime für Alte, Kranke, Sozialhilfeempfänger und Arbeitslose draus machen. Am besten gleich aus dem ganzen Osten.

Dann hat man im Westen auch wieder genug Geld und Platz für Autobahnen für die Einkommensmillionäre mit ihrem S-Klasse-Benz. Der fährt sich ja auch viel besser, wenn die Bahn frei ist. Die kleinen, alten 50-PS- Gurken stören da eh nur.

Freie Fahrt für freie Bürger!

Und freien Zugang zu allen möglichen Gesundheitspalästen und -methoden für freie Bürger mit privater Zusatzversicherung!

Der Rest ist ja nicht mehr ganz so frei, weil abhängig von den Allmosen, die ihnen der Staat noch gewährt. Nett, wie er ist.

Es gibt halt zu viele Menschen, die arbeiten wollen. Das geht auf Dauer nicht gut. Dann macht man halt ein paar Gesetze, die die Schuld an der Arbeitslosigkeit den Arbeitslosen selbst zuschieben und behauptet allen ernstes, daß es ja genug Arbeit gibt...(in Afrika). Die Leute werdens schon glauben, wenn man es nur oft genug wiederholt und sich mal ein paar ‚unglaubliche‘ Einzelfälle rauspickt und auf RTL oder Sat1 oder in Brisant oft genug wiederholt.

Dat wird schon.

Und Opfer muß halt jeder bringen (der weniger als 1.000 Euronen netto im Monat verdient...die anderen könnten ja mit Landesflucht drohen und sich ne Villa in Timbuktu bauen...).

Und dann können wir uns auch um Harz-V bis X kümmern...


~decay~



geschrieben von: ilumina

Nahrungsmittel billiger????:eek:

Ich lach mich schepp!!!! Der Witz war echt gut!!!

Fütter mal eine 4-köpfige Familie durch und Du wirst bei jedem Einkauf bittere Tränen weinen!!!

Jaaa...Hartz IV.....tolle Wurst!!!

Leider bleiben mir da die Worte aus, um das auszudrücken, was mir dazu durch den Kopf geht - vielleicht ist es auch besser so!!!

.....und im Fernsehn dudelt die neueste Werbung für einen schweineteuren Luxusschlitten.....

.....die DEKA Investment bringt die tolle Werbung mit dem Spruch: "blablabla...was sind schon 50,00 Euro....blablabla"


....und ich bekomm nicht mal die paar Euros für einen Strick zusammen - für mein "sozialverträgliches Ableben"!!!

Leute, schaut Euch "Soylent Green" nochmal an....lange wird DAS nicht mehr auf sich warten lassen!!!!

Fassungslose Grüße....



geschrieben von: Eisdrache

Was letztendlich nur allzu sicher ist, ist dass sich dieses Land (wie eigentlich fast alle Industrieländer) zur Zeit in einer zumindest für unsere Verhältnisse relativ schlechten Lage befindet. Es gibt eigentlich drei Wege aus dieser Lage hinaus:

a) ich probiere das wirtschaftliche Tief über eine erhöhung der Löhne im öffentlichen Dienst sowie des Arbeitslosengeldes und der Sozialhilfe zu fördern
bewirkt im Idealfall:
mehr Geld in der Taschen der Menschen

dadurch:
größere Konsumfreudigkeit, also mehr Verdienst in Industrie und Einzelhandel.

also:
mehr Arbeitsplätze.

Dagegen spricht leider das auch bei größeren Gewinnen im Einzelhandel wahrscheinlich nur sehr wenige neue Arbeitsplätze entstehen würden, da die Produktion im Ausland für viele Deutsche Firmen lukrativer geworden ist.
Gegensteuerung:
Möglich, durch Erhöhung der Einfuhrzölle für im Ausland gefertigte Waren, verstößt aber gegen das Prinzip des Neoliberalismuss (wird zum Beispiel für Mais und Baumwolle in den USA betrieben)

b)
Ich greife den besserverdienenten in die Tasche, in den ich die Steuerabgaben für sie erhöhe. Von diesen Geld kann ich wieder das soziale System stärken.
negativ da,:
die Steuerabgaben bereits ein Niveau erreicht haben, dass einige Löcher im Staatshaushalt stopfen könnte. Nur leider gibt es genug Schlupflöcher. Warum wollte die schweiz noch einmal nicht der EU beitreten? By the way: Wie geht es meinen Nummernkonto?
c)
Ich vergehe mich an jenen welche ganz unten in der Gesselschaft stehen. Ihre Lobby ist gering, da meist niemand mit Geld (und somit Macht) Interesse daran hat sie zu unterstützen. Und was kümmert es mich wen die alleinerziehende Mutter zweier Kinder ihren jüngsten nebenbei erklären muss das Weihnachten in diesen Jahr ausfällt? Politik wird an anderer Stelle gemacht.

Der AUSWEG:

aktiv werden......nur wie? Die berühmt berüchtigen ICH-Ags (gibt es die eigentlich noch??) mögen einen Anfang darstellen, doch noch lange nicht das Ende. Das Problem ist vielmehr *zumindest meiner Meinung nach* eine zunehmende Politikverdrossenheit in der betroffenen Gruppe (Einstellung: egal wen ich wähle...ändern tut sich sowieso nichts) Beweise? Die Zahlen der letzten Europawahl dürften überall zu finden sein *bin nur leider gerade ziemlich in Eile*
Den Wahlbeteiligung = politisches Gewicht = Mitspracherecht = Angst der Abgeordneten nicht wiedergewählt zu werden = Gehör für die Betroffenen von Hartz IV = evtl. die vernichtend geringe Chance dort zu sparen, wo es noch möglich ist? Wie war das noch gleich mit der TOBIN-Steuer?

*mit freundlichen jedoch nicht sozialistischen Grußé*

Eisi



geschrieben von: decay73

Letztlich stehen wir doch vor einem großen Dilemma.

Als einziger Weg wird Wachstum angesehen. Nur wohin sollen wir denn noch wachsen? Immer nur mehr geht nicht mehr und bringt nicht mehr viel. Mit dem, was heute mehr produziert wird, bekommt man halt prozentual nicht mehr viel hin. Und wenn, dann vielleicht auf Kosten anderer, was in einer globalen Welt aber immer schwieriger werden dürfte.

Das vielgerühmte 'Poldermodell' aus Holland hat auch nur ein kleines Strohfeuer gebracht. Jetzt stehen sie auch wieder dumm da.

Also kann Harz IV da langfristig auch nicht viel ändern. Da müßte man sich vorher mal grundlegende Gedanken um ein sinnvollles Wirtschaftsmodell machen, welches vielleicht andere Prioritäten setzt, als blindes, prozentuales Wachstum und schlichtes, quantitatives 'mehr'.

Aber das ist zugegebener Maßen nicht gerade einfach und wohl nur schwer durchsetzbar, weil zu viele vom jetzigen Modell verdammt gut profitieren.

~decay~



geschrieben von: Scientist

Zitat:

Unter dem Strich bekommen langzeitarbeitslose Singles damit künftig im Westen rund 651 Euro pro Monat vom Staat.


Das ist doch eigentlich genug, um sich gut zu ernähren, sauber zu kleiden und sich eine Einzimmerwohnung zu leisten.
Wenn ich aber sehe, welches Gesocks sich mit vorliebe bei einschlägigen Fastfood-Ketten herumtreibt, dann verstehe ich schon, warum bei vielen das Geld knapp wird.
Nudeln, Reis, Kartoffeln und Gemüse, hin und wieder ein bisschen Fleisch und natürlich die gute alte Stulle, das Brot deutlich dicker als der Belag, eine kräftige Suppe, das sind die Zutaten mit denen dieses Land schon einmal aus Trümmern auferstand.
Bescheidenheit ist die Tugend der Stunde.
Es gibt Einsparpotential! Warum ein Auto? Warum eine eigene Wohnung? Warum Rauchen? Braucht ein Sozialhilfeempfänger ein Handy, oder einen Fernseher?

Nun mag manch einer an der Gerechtigkeit der Reform zweifeln.
Es ist zu unterscheiden zwischen dem Bisherigen Arbeitslosengeld und der bisherigen Arbeitslosenhilfe, dem künftigen ArbeitslosengeldII, das sich berechnet wie die Sozialhilfe.
Das Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung. Wer höhere Prämien eingezahlt hat, bekommt im Schadensfall auch eine höhere Leistung.
Das gilt für das ArbeitslosengeldII nicht. Es ist wie die Sozialhilfe eine Staatliche Alimente. Es gibt keine Begründung, warum jemand nur aufgrund seiner besseren Ausbildung oder seines früher höheren Verdienstes zur Existenzsicherung mehr Geld bräuchte. Und die einzige Aufgabe des neuen ArbeitslosengeldII ist genau wie die Sozialhilfe die Existenzsicherung.
Wenn jemand aber Staatliche Hilfen kassiert um sein überleben zu sichern, dann ist der Allgemeinheit wohl kaum zu erklären, wenn diese Person über eigenes Vermögen verfügt, das sie zu diesem Zwecke einsetzen könnte.

@LaChatte
Zitat:

Die niedrigsten Löhne zu erhöhen, ist ein Motor für die Wirtschaft - denn wer statt 800 Euro 1000 Euro bekommt, wird die zusätzlichen 200 Euro mit grösster Wahrscheinlichkeit in Umlauf bringen... wenn der Grossverdiener statt 10'000 Euro 10'200 Euro mehr bekommt, wandern diese zusätzlichen Euro mit ebensogrosser Wahrscheinlichkeit auf ein Sparkonto, wo sie vergammeln.


An diesem Punkt waren wir schon des Öfteren anderer Meinung.
Von den 200 Euro die der Bürger mehr in der Tasche hat und die er im Falle des Geringverdieners Möglicherweise in den Konsum steckt, landen bestenfalls 2/3 irgendwann über Steuern und Abgaben wieder beim Staat. In schlechteren Fällen, wie bei der Alimentierung der Ostdeutschen Wirtschaft, ist wohl eher mit einem drittel zu rechnen.
Die Deckungslücke ist nur durch Neuverschuldung zu stopfen. Im Grunde ist es genau das, was in Deutschland und vielen anderen Europäischen Staaten seit Jahrzehnten praktiziert wird. Das Ergebnis kennen wir.
Wir leben in Deutschland vom Export. Andere Länder wie die USA oder dein Heimatland können Schwächen beim Export dadurch ausgleichen, das sie ausländisches Kapital ansaugen.
In jedem Fall brauchen wir aber fremdes Geld um unseren Lebensstandart zu finanzieren.
Natürlich ist die Binnenkonjunktur wichtig. Sie bringt das Geld unter die Leute, aber sie kann nur das Kapital verteilen und verwerten, das im Außenhandel erwirtschaftet wurde.
Der oberste Grundsatz muss daher eine Senkung der Abgaben und eine Verbilligung der Arbeitskraft sein um deutsche Exporte Konkurrenzfähiger zu machen und als Standort für Investoren attraktiver zu werden.



geschrieben von: decay73

Zitat:
Original geschrieben von Scientist
Das ist doch eigentlich genug, um sich gut zu ernähren, sauber zu kleiden und sich eine Einzimmerwohnung zu leisten.
Wenn ich aber sehe, welches Gesocks sich mit vorliebe bei einschlägigen Fastfood-Ketten herumtreibt, dann verstehe ich schon, warum bei vielen das Geld knapp wird.
Nudeln, Reis, Kartoffeln und Gemüse, hin und wieder ein bisschen Fleisch und natürlich die gute alte Stulle, das Brot deutlich dicker als der Belag, eine kräftige Suppe, das sind die Zutaten mit denen dieses Land schon einmal aus Trümmern auferstand.
Bescheidenheit ist die Tugend der Stunde.
Es gibt Einsparpotential! Warum ein Auto? Warum eine eigene Wohnung? Warum Rauchen? Braucht ein Sozialhilfeempfänger ein Handy, oder einen Fernseher?



Deine Worte sprechen Bände. Toll!

Das Land ist aus Trümmern auferstanden, weil niemand etwas hatte, alle mit nichts etwas entsprechend ihrer Möglichkeiten aufbauen wollten und es sowas wie Solidarität in der Gesellschaft gab. Und profitiert haben alle.

Was du anscheinend möchtest, ist ein Leben in Saus und Braus auf Kosten der Schwachen. Das ist etwas gaaaaanz anderes.


~decay~



geschrieben von: Haevion

Wer seinen Reichtum nicht braucht, der kann ihn gerne an mich abtreten. ;)

Im Übrigen sind es immer nur diejenigen, die wenig haben, die sich beschweren (oder konservativ erzogen wurden. Aber das lassen wir mal außen vor).



geschrieben von: Eisdrache

Das ist es eben:
Wer etwas hat, der wird mehr haben, und bei denen die nichts haben, können wir einsparen. Wen die schon kein Handy brauchen..wofür dann das Radio? Zur Bildung? Wohl kaum.



geschrieben von: LaChatte

Es gibt ja mindestens zwei Ebenen dieses Problems, eine kurzfristige und eine langfristige.

Die kurzfristige Ebene: Staatssäckel leer, hohe Arbeitslosigkeit, exorbitante Krankenkosten (worunter man ja die Pflegeversicherung summieren könnte), eine Lohnschere, die sich immer weiter öffnet, das Verschwinden des Mittelstandes. Es gibt immer mehr Menschen, die einen "anständigen" Beruf wie Sekretärin, Schreiner oder Müllmann haben und doch ständig jeden Cent fünfmal umdrehen müssen, bevor sie ihn ausgeben - und es gibt die kleine Elite, die in Gold bzw Wertpapieren schwimmt. Die Schicht dazwischen, die vielleicht keinen Mercedes aber einen Opel fährt und einmal monatlich chic essen geht und danach in die Oper, und einmal pro Jahr gemütlich in die Ferien, gibts je länger je weniger.

Die langfristige Ebene - wie erreichen wir, dass alle Menschen gut und anständig leben können? - nun, die scheint irgendwie nciht wirklich bedacht zu werden - Politik lebt offenbar zu sehr vom Tagesgeschäft und davon, kleine Vorteile für die eigene Klientel auszuhandeln.

*****************************************

John Briggs und F. David Peat meinen in ihrem Buch "die Entdeckung des Chaos" (ISBN 3-423-33047-3) auf Seite 270 folgendes zum Thema Systemdynamik und wie man damit Politik macht:

Zitat:


- um ein System dauerhaft zu verändern, muss man seine Struktur ändern

- in jedem System gibt es nur sehr wenige "Haupteingriffsstellen" oder "Hebelpunkte", an denen man eingreifen kann, um wesentliche dauerhafte Veränderungen im Gesamtverhalten des Systems zu bewirken

- je komplexer ein System ist, um so weiter voneinander entfernt sind gewöhnlich Ursache und Wirkung sowohl im Raum wie auch in der Zeit

- Es bedarf nicht sehr vieler Rückkoppelungsschleifen, damit die Vorhersage des Systemverhaltens schwierig wird

- Weder die Hebelpunkte noch die richtige Art, dort anzusetzen, um ein gewünschtes Resultat zu erzielen, sind im allgemeinen durchsichtig

- "Erst schlechter, dann besser" ist oft das Ergebnis, wenn man an einem Hebelpunkt die (Firmen)politik in der "richtigen" Richtung zu ändern versucht; jede Änderung oder Planung, die unmittelbar zu besseren Ergebnissen führt, sollte daher stets verdächtig erscheinen



Nun, ein komplexes System ist ein Staat sicher... und ein Problem ist dabei garantiert auch, dass Lösungen die "erst schlechter, dann besser" werden mit der Halbwertszeit von Politikern nicht wirklich kompatibel sind. Da brauchts schon einen vom Format eines Churchill, der "Blut, Schweiss und Tränen" ankündigen darf und dennoch akzeptiert wird... plus eine entsprechende Krisensituation.

Eine auf reines Wachstum ausgerichtete Gesellschaft ist bestimmt ein weiterer Problempunkt - denn wir leben auf einer begrenzten Erde. Und wenn wir uns nicht selbst begrenzen, dann erledigt das die Erde für uns... und das ist in der Regel unangenehm.

ach ja, mein Heimatland, mein Nummernkonto... hier werden die genau gleichen Diskussionen geführt wie in Deutschland, sie unterscheiden sich wirklich nur in den bürokratischen Details voneinander... in dem ganzen hierzulande praktizierten Lebensstil, der irgendwo zwischen "sozial" und "Marktwirtschaft" sich bewegt, ist der Wurm drin. Und ich behaupte mal, der Wurm ist eher in der "Marktwirtschaft", die zur beherrschenden Kraft geworden ist, und weniger im "sozialen", das zwar auch oft ungeschickt genug organisiert ist, sich aber doch immer den Gegebenheiten der Marktwirtschaft anzupassen hat.

Zitat:
In jedem Fall brauchen wir aber fremdes Geld um unseren Lebensstandart zu finanzieren.


Das ist auch wieder ein Denken nur bis zur Nasenspitze bzw. Landesgrenze. Langfristig können nur Lösungen funktionieren, die global tauglich sind... und nein, vom Mars kriegen wir keinen Kredit.;)



geschrieben von: Scientist

Zitat:

Da brauchts schon einen vom Format eines Churchill, der "Blut, Schweiss und Tränen" ankündigen darf und dennoch akzeptiert wird... plus eine entsprechende Krisensituation.


Die Krisensituation haben wir doch schon.
Was jetzt fehlt ist eine Maggie Thatcher. (Ich liebe diese Frau) Da mussen wir aber unsere Angela Merkel noch ein bisschen trimmen, damit sie diese Format erreicht.



geschrieben von: decay73

Wenn dann alle Blut, Schweiß und Tränen zollen müssen, und nicht nur eine Bevölkerungsgruppe, dann wird es wohl am ehesten funkionieren.

Wenn, dann muß es allen weh tun. Auch den Reichen. Dann würde es auch eher akzeptiert werden. Aber nicht, wenn es dadurch ungerechter wird.

Aber ob eine Merkel (O-Ton ehemaliger Prof von mir: "das Mädchen kann es halt nicht" :D) das hinbekommt, wage ich zu bezweifeln. Sie hat nicht das Format dazu.

Ein Köhler wäre wohl geeigneter.


edit: übrigens hat Heiner Geißler gerade gesagt, daß der Kapitalismus in der heutigen Form genauso falsch ist, wie der Kommunismus...gar nicht dumm, der Heiner ;)



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von 2378
@Lebensmittel:
Nein - es wird einfach vergleicht was man früher und heute Prozentual von seinem Gehalt für Lebensmittel brauchte und siehe da - das ging zurück, so doof es klingt.

So gesehen hast du Recht:
Vor 3-4 Jahren bin ich noch jeden Tag Mittagessen gegangen. Jetzt gehe ich nur noch einmal in der Woche Mittagessen. Da ist natürlich der prozentuale Anteil für Lebensmittel etwas zurückgegangen. :D



geschrieben von: Scientist

Zitat:

edit: übrigens hat Heiner Geißler gerade gesagt, daß der Kapitalismus in der heutigen Form genauso falsch ist, wie der Kommunismus...gar nicht dumm, der Heiner


Christliche Soziallehre, typisch Jesuitenschüler.



geschrieben von: decay73

Leben wir denn nicht in christlicher Tradition?



geschrieben von: LaChatte

Scientist, könntest du dich etwas erklären?
Und wer ist dieser Geissler?



geschrieben von: decay73

LaChatte, Geissler ist einer der führenden Köpfe der Christlich Demokratischen Union (CDU). Der Partei, die momentan die höchsten Umfragewerte in Deutschland hat.



geschrieben von: LaChatte

oh, das ist ja positiv, ein Politiker, der was Gutes von sich gibt... noch ist alle Hoffnung nicht verloren...:D

und danke fürs Stopfen der Bildungslücke, ich kann dir im Gegenzug einen schweizerischen Bundesrat anbieten, falls Bedarf besteht?



geschrieben von: decay73

LaChatte, bei Bedarf melde ich mich dann bei dir ;)


(Sorry, Cara, ich hör schon auf :))



geschrieben von: Scientist

Der Jesuitenschüler Heiner Geißler war lange Jahre so etwas wie die graue Eminenz, der Puppenspieler der CDU.
Er tritt des Öfteren in Diskussionsrunden für Positionen der Katholischen Soziallehre ein, ein Verhalten, das die meisten Jesuitenschüler auszeichnet.
Ebenso typisch ist die Tiefe des Denkens und die Argumentationskraft der Jesuiten.
Mein Vater wurde von einem Jesuiten in Philosophie und Rhetorik unterrichtet, weshalb ich eine Gewisse Bewunderung für die Jesuiten nicht verhehlen kann.

Die traditionelle katholische Soziallehre hat eine gerechte Ordnung des menschlichen Zusammenlebens als Voraussetzung für richtiges konkretes Handeln konzipiert, in der Grund- und Einzelfragen beantwortet werden. Sowohl Zuständereform als auch Sittenverbesserung werden gefordert; als Leitbegriffe sind Personalität, Solidarität und Subsidiarität (Motto: soviel gesellschaftliches Engagement wie möglich, so wenig staatliches Eingreifen wie nötig) herausgestellt worden. In dem von Oswald von Nell-Breuning S. J. konzipierten Rundschreiben Quadragesimo anno von 1931 wurde eine neue, klassenfreie Gesellschaft mit berufsständischer Ordnung propagiert, was teils als Empfehlung des österreichischen Ständestaates bzw. des italienischen korporativen Faschismus verstanden wurde. Die Gefahren des kapitalistischen Wirtschaftssystems sind in der Katholischen Soziallehre vielfach beklagt worden. Papst Johannes Paul II. hat 1981 in seinem Rundschreiben über die menschliche Arbeit den Vorrang der Rechte und Interessen der Arbeitenden gegenüber den Kapitalinteressen betont. In seinem Rundschreiben Über die wahre Entwicklung des Menschen und seiner Gesellschaft von 1987 hat er die Überentwicklung einer sozialen Schicht Besitzender in einer verschwenderischen Konsumgesellschaft des krassen Materialismus mit dem Kult des Habens angeprangert.

Geißler, Heinrich (Heiner), (*1930), deutscher Politiker und Jurist, CDU-Generalsekretär (1977-1989).

Geboren am 3. März 1930 in Oberndorf (Neckar), studierte Geißler Philosophie und Rechtswissenschaften in München und Tübingen, wo er auch zum Vorsitzenden des Ringes Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) gewählt wurde. Nach Promotion und juristischer Staatsprüfung in Stuttgart stand er von 1961 bis 1965 an der Spitze der Jungen Union (JU) in Baden-Württemberg. Nach vorübergehender Tätigkeit als Richter leitete er ab 1962 das Büro des baden-württembergischen Arbeits- und Sozialministers und erhielt 1965 als Kandidat des Wahlkreises Reutlingen-Tübingen zum ersten Mal ein Bundestagsmandat. 1967 übernahm Geißler in Rheinland-Pfalz den Ministerposten für Soziales, Gesundheit und Sport (bis 1977) und war Mitglied des Bundesrats, wurde aber erst 1971 in den Mainzer Landtag gewählt (bis 1979). Ab 1977 war er Generalsekretär der Bundes-CDU (bis 1989) und zog 1980 als Abgeordneter der Südpfalz erneut in Bundestag ein. Von 1982 bis 1985 amtierte Heiner Geißler als Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit. Von 1991 bis 1998 war er stellvertretender CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender, und seit 1994 gehört er dem Bundesvorstand der CDU an.

Gruß vom Scientist!



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Scientist
Nudeln, Reis, Kartoffeln und Gemüse, hin und wieder ein bisschen Fleisch und natürlich die gute alte Stulle, das Brot deutlich dicker als der Belag, eine kräftige Suppe, das sind die Zutaten mit denen dieses Land schon einmal aus Trümmern auferstand.
Bescheidenheit ist die Tugend der Stunde.
Es gibt Einsparpotential! Warum ein Auto? Warum eine eigene Wohnung? Warum Rauchen? Braucht ein Sozialhilfeempfänger ein Handy, oder einen Fernseher?

... und ehe die da alle so tatenlos herumlungern, kann man sie auch zu Arbeiten heranziehen wie Straßen- und Brückenbau und so weiter, und die Schlafbaracken errichten wir am besten gleich neben der Arbeitsstelle. Und eine großzügige Firma, die die gestreiften Anzüge liefert, wird sich bestimmt auch schnell finden lassen ...

Guter Vorschlag :D , wenn auch nicht ganz neu:
Nannte sich mal "Aktion Arbeitsscheue Reich" oder so ähnlich ...



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von decay73
LaChatte, Geissler ist einer der führenden Köpfe der Christlich Demokratischen Union (CDU).
Einer der wenigen Menschen in diesem Verein, die meine ganze Achtung und meinen ganzen Respekt haben. Der hat noch ein wenig Grips im Kopf. Heiner Geissler hätte ich mir als Bundespräsidenten-Nachfolger von Johannes Rau gewünscht.



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Eisdrache
Der AUSWEG:
aktiv werden......nur wie?
Die berühmt berüchtigen ICH-Ags ... mögen einen Anfang darstellen, doch noch lange nicht das Ende.

Die "Ich-AGs" sind doch auch nichts weiter als Schein-Selbständigkeit - ein Versuch, alle Kosten und Risiken auf den Arbeiter selbst abzuwälzen.

Zitat:
Original geschrieben von decay73
Also kann Harz IV da langfristig auch nicht viel ändern. Da müßte man sich vorher mal grundlegende Gedanken um ein sinnvollles Wirtschaftsmodell machen, welches vielleicht andere Prioritäten setzt, als blindes, prozentuales Wachstum und schlichtes, quantitatives 'mehr'.
Man könnte sich als Bürgermeister wählen lassen und versuchen, ein Wirtschaftsmodell mit anderen Prioritäten (a la Wörgl) im kleineren Rahmen zu realisieren ...

Zitat:
Aber das ist zugegebener Maßen nicht gerade einfach und wohl nur schwer durchsetzbar, weil zu viele vom jetzigen Modell verdammt gut profitieren.
Aus diesem Grunde bin ich mir nicht so ganz sicher, wie lange es dauern würde, bis Bundeswehr und Verbündete "humanitäre Hilfe" leisten (oder nach Saudi-Arabien outsourcen). :(



geschrieben von: decay73

Zitat:
Original geschrieben von decay73
Der AUSWEG:
aktiv werden......nur wie?
Die berühmt berüchtigen ICH-Ags ... mögen einen Anfang darstellen, doch noch lange nicht das Ende.



Hmm...Tourni...ich glaube du legst mir Worte in den Mund, die ich nie gesagt/geschrieben habe. Das war wohl der Eisdrache :rolleyes: :D



geschrieben von: TheTurningPoint

@ decay73:
Oh, sorry ... :rolleyes:



geschrieben von: Scientist

Aber Wendepunkt, so ganz sicher bist du in Geschichte auch nicht.
Die Nazis haben das auch nur aus der Weimarer Republik übernommen und ein paar der ihnen eigene Methoden hinzugefügt. Die von dir angesprochene Aktion hieß übrigens "Arbeitsscheu Reich". Die verhafteten kamen nicht in Arbeitslager, sondern in Konzentrationslager. (überwiegend Sachsenhausen)
So manch eine deutsche Stadt verdankt ihren Stadtpark dem Einsatz von Arbeitslosen in den 20’er Jahren.
Selbige Parks werden heute nicht selten schon von Sozialhilfeempfängern Gereinigt.
Das ist doch ein Gutes Modell, warum sollen die, die der Gesellschaft auf der Tasche liegen dieser nicht auch einen kleinen Beitrag leisten?


As men ken nit bajsn sol men nit wajsn di zejn.



geschrieben von: LaChatte

Zitat:
Das ist doch ein Gutes Modell, warum sollen die, die der Gesellschaft auf der Tasche liegen dieser nicht auch einen kleinen Beitrag leisten?


Ich bin sehr damit einverstanden, dass Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger gemeinnützige Arbeit leisten.

Allerdings habe ich Mühe mit der Formulierung, dass "sie der Gesellschaft auf der Tasche liegen", schliesslich sind sie selbst ein nicht unbedeutender Teil der Gesellschaft... und deine Formulierung impliziert, dass nur "nützliche", steuerzahlende, arbeitende Menschen zur Gesellschaft gehören... dem ist aber nicht so.



geschrieben von: 2378

Erstmal weigere ich mich Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger über einen Kamm zu scheren.

Wer Arbeitslosengeld bekommt hatte davor gearbeitet und zwar mehr als ein Jahr! Wer Sozialhilfe bekommt, hat es bis dahin nicht geschafft.

Arbeitslosengeld ist eine Versicherung und irgendwie weigert die sich immer mehr was auszuzahlen - Sozialhilfe ist eine Unterstützung vom Staat.

Ich bin der Meinung, dass jemand der Arbeitslos wurde und davor viele Jahre eingezahtl hat, auch etwas verlangen darf und auch Hilfe dafür vrlangen kann, dass er in seinen Job zurückkommt und auch sagen kann, dass er nicht jeden Job macht (irgendwo sehe ich sonst nicht mehr Sinn der Qualifizierung) .

Ich denke aber auch, dass man Sozialhilfeempfänger gerade zu gemeinnütziger Arbeit usw gerne heranziehen sollen - und damit einen Anfang schafft - damit jeder für seine Leistung auch was zurückgibt...



geschrieben von: decay73

Zitat:
Original geschrieben von 2378
Ich denke aber auch, dass man Sozialhilfeempfänger gerade zu gemeinnütziger Arbeit usw gerne heranziehen sollen - und damit einen Anfang schafft - damit jeder für seine Leistung auch was zurückgibt...


Damit habe ich auch kein Problem.
Nur darf man dadurch nicht zu viel erwarten, da die meisten Sozialhilfeempfänger Kinder, Alte und Kranke sind. Die können/dürfen/sollten halt nicht arbeiten.

Die, die arbeiten können, o.k.
(wenn nicht gerade ein arbeitsloser Fleischer bzw. Schlachter alten Omis den Popo abputzen muß...das könnte nämlich dann auch gefährlich werden ;)).



geschrieben von: LaChatte

@2378

nun, ich gehe von Schweizr Verhältnissen aus, die mir besser bekannt sind... und hierzulande heisst Fürsorge nicht unbedingt "hat nie gearbeitet". Der Anspruch auf Arbeitslosengeld hört nach einer gewissen Zeit auf, und dann landen die Leute bei der Fürsorge, oder, auch ganz beliebt, bei der Invalidenversicherung. Da hats eine Menge Leute darunter die zwanzig oder dreissig Jahre fleissig einbezahlt haben, aber nun einfach keine Arbeit mehr finden, aus irgend einem Grund - zu alt, zu wenig qualifiziert, mit gesundheitlichen Problemen (was vor allem Leute betrifft, die im Bau oder in andern anstrengenden, aber wenig qualifizierten Berufen gearbeitet haben)

Viele Sozialhilfeempfänger hierzulande könnten durchaus noch Sinnvolles tun - und sei es nur, einmal wöchentlich eine alte Dame zu besuchen, sich etwas mit ihr zu unterhalten und ihre Einkäufe zu besorgen. Solche Hilfen könnten durchaus beträchtliche Summen in der (back on topic) Pflegeversicherung einsparen...



geschrieben von: 2378

Hmm soweit mir bekannt ist, ist Arbeitslosenhilfe in Deutschland unbefristet, muss bloß jährlich neu beantragt werden

Also kann mna hier dann immer den Unterschied sehen.

Ich sehe es auf jeden Fall ein, dass man für Sozialhilfezahlung leisten bringen sollte wie sogar Arbeitslosenhilfe - aber bitte niemals in der ZEit in der jemand ARbeitslosengeld bekommt.

Auch denke ich, dass man dafür hätte sorgen müssen, dass der Unterschied zwischen gelernt und ungelernt dadrin mitentscheidet... aber dank HarztIV ist das alles jetzt das selbe...



geschrieben von: Scientist

Zitat:

Es ist zu unterscheiden zwischen dem bisherigen Arbeitslosengeld und der bisherigen Arbeitslosenhilfe, dem künftigen ArbeitslosengeldII, das sich berechnet wie die Sozialhilfe.
Das Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung. Wer höhere Prämien eingezahlt hat, bekommt im Schadensfall auch eine höhere Leistung.
Das gilt für das ArbeitslosengeldII nicht. Es ist wie die Sozialhilfe eine Staatliche Alimente. Es gibt keine Begründung, warum jemand nur aufgrund seiner besseren Ausbildung oder seines früher höheren Verdienstes zur Existenzsicherung mehr Geld bräuchte. Und die einzige Aufgabe des neuen ArbeitslosengeldII ist genau wie die Sozialhilfe die Existenzsicherung.


Ließt hier eigentlich jemand meine Beiträge? *schmoll*





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