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Hartz-IV-Reform

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geschrieben von: Apex

Zitat:
Der Bürger soll endlich wieder sehen, dass ER für sein Leben verantwortlich ist und sonst niemand


Und wo bleibt der Solidargedanke?

Mal ganz ehrlich was passiert mit den Menschen die keinen Anspruch mehr haben? Dürfen die dann auf der Straße leben und verhungern? Und es wird ganz sicher so sein, dass jemand mehr als 5 Jahre nicht selbstverschuldet von der Stütze leben muß, so selten ist das nun auch nicht.



geschrieben von: LaChatte

Zitat:
Wenn dafür der Prokurist nicht mehr mit einem Beim im Gefägnis steht, wenn etwas passiert, hätte er kein Problem oder?


Warunm sollte ein Prokurist mit einem Bein im Gefängnis stehen, wenn was schief läuft? Ich hoffe doch sehr, dass unsaubere Geschäftspraktiken hier nicht als Standard betrachtet werden.

Zitat:
Wenn obere Führungskräfte nur so wenig arbeiten müssten wie die Schichtarbeiter


Kann sein, dass ich hier meine "Schweizer Brille" aufhabe - aber hier ist es nicht ungewöhnlich, dass einer seine acht oder neun Stunden täglich in der Fabrik oder auf dem Bau leistet, und Abends noch drei Stunden putzen geht. Viel mehr Stunden macht der Prokurist nicht, und wenn er mehr macht, verbringt er sie angenehmer... im guten Restaurant mit Geschäftspartnern als Kunden, und nicht als Tellerwäscher in der Küche. Und beides sollte nicht sein.

Zitat:
Es gibt zwei Arten von Jobs - die einen mit viel Verantwortung die eben bezahlt werden sollte - und die anderen die unangenehm sind... - werden nur noch die unangenehem gut bezahlt, will keiner mehr Verantworung übernehmen oder?


Irgendwo (wo?) hab ich das Argument gelesen, dass Verantwortung nicht mit übermässiger Entlöhnung verbunden werden sollte - damit sich die Verantwortlichen wirklich auf ihre Aufgabe konzentrieren, und nicht in erster Linie auf ihr Bankkonto. Verantwortliche Tätigkeiten sind zudem abwechslungsreicher und bereiten schon aus sich heraus mehr Freude, als Pickeln und Schaufeln mit einem übellaunigen Vorarbeiter, der einem das Leben zur Hölle macht. Verantwortung trägt schon sehr viel Belohnung in sich, und es wird immer Menschen geben, denen es ein Bedürfnis ist, eine solche Aufgabe zu übernehmen.

Und noch was: Vollbeschäftigung wirds nie mehr geben - auf alle Fälle nie mehr mit einer 40-Stunden-Woche. Vielleicht mit einer 20-Stunden-Woche...



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Suicide-Smurf
Die Idee von La Chatte finde ich auch nich schlecht, allerdings wird es immer scheiss Jobs geben die niemand machen will. Wer möchte schon den ganzen Tag klos putzen oder im Bergwerk arbeiten? Die Roboter sind meist leider auch noch nicht so weit oder einfach zu teuer. Irgendjemand muss es tun. Darum glaube ich das es nicht funktionieren wird.
Hey, wenn ich mein jetziges Gehalt weiter bekomme, gehe ich auch Kloputzen. Arbeit schändet nicht.
Und was die Roboter betrifft: Da müssen eben bessere, preiswertere entwickelt werden. Das schafft neue, qualifizierte und interessante Arbeitsplätze.

Zitat:
Wörgl
Hm dazu fällt mir nur ein, dass unser System einen selbständigen reperatur prozess hat.

Ich weiß wie der "selbständige Reparaturprozess" unseres heutigen Systems aussieht: Wenn unter normalen Bedingungen kein Wachstum der Produktion mehr möglich ist, gibt es einen neuen Krieg, in dem alles kaputtgebombt wird, alsdann gibt es wieder genug Arbeit für Alle ... :(

Zitat:
Wenn auf dem Kreditmarkt das Angebot an Gelden steigt sinkt der Zins für Kredit. Das passiert z.b wenn die Leute sparen, wie im moment. Das hat zufolge, dass sich Firmen widerum billig Kredite holen können und das neue Geld investieren können. Durch Investitionen steigt unser Bruttoinlandsprodukt(4 bestandteile: Konsum, Investionen, staatsausgaben, nettoexporte).
Bloß wer ist so blöd und gibt den Firmen Kredite, wo doch ihr baldiger Konkurs abzusehen ist, weil niemand etwas kauft? Wenn überhaupt Kredite, dann nur gegen Sicherheit in Form vorhandener Werte, die der Kreditgeber dann an den Mann zu bringen versucht, aber auch nicht los wird mangels allgemeiner Kaufkraft. So verlieren selbst die vorhandenen Werte noch an Wert, die Gesellschaft verarmt immer mehr.
Ich kann nur immer wieder wiederholen: Werte werden nur durch Arbeit geschaffen, nicht durch Geld-hin-und-her-Schieben. Also muss man dafür sorgen, dass sich Arbeit wieder lohnt.

Zitat:
Investionen sind sogar besser als der pure Konsum der immer versucht wird anzutreiben weil sie unsere Gelder sinvoller anlegen als nur verbrauchen.
Und was nützen all die angehäuften Gelder, wenn die Leute in Armut leben? Ziel aller Wirtschaft muss es sein, dass es allen Menschen besser geht, alle anderen Wirtschaftsziele wären unmenschlich.

Zitat:
Wörgl find ich ja ganz nett aber wo bleibt die Gerechtigkeit für diejenigen die Sparen wollen?Und das Argument von letzem mal lass ich nicht gelden "Arbeitscheine kann man nicht durch betrug und ähnliches erwerben"
Und wie willst du das anstellen? In Anbetracht dessen, dass das Wörgl-System auf lokal begrenzter Basis funktioniert, wird man recht schnell herausfinden, dass du nicht Lieschen Meier bist, deren Scheine du da gerade einlösen willst. :rolleyes:

Zitat:
Eine Mafia kann man auch bei Wörgl grüden um die Leute zu terrorisieren. Genauso wie es dort jemand gibt der mehr Arbeitsscheine haben wird wie ein anderer.
Klar, wer mehr arbeitet hat auch mehr Arbeitsscheine - ein bissel Anreiz zum Arbeiten muss in der Anfangszeut schon noch da sein.

Zitat:
Zur Einkommensverteilung noch ein Zitat aus dem Buch
--------------------------------------------------------------------------------
Politische Massnahmen, die die Erfolgreichen bestrafen und die Erfolglosen belohnen, verinngern den Anreiz, erfolgreich zu sein. Die Politiker sehen sich deshalb einem Zielkonflikt zwischen Gerechtigkeit udn Effizens gegenüber. Je gerechter der Kuchen aufgeteilt wird, um so kleiner wird er.
--------------------------------------------------------------------------------

Politische Massnahmen, die die Erfolglosen dazu bringen, erfolgreich zu sein (z.B. indem sie die Arbeiten ausführen, die sie am besten können und am meisten lieben), erhöhen den Anreiz, erfolgreich zu sein - sowohl für den Einzelnen als auch für die Gemeinschaft. Und je erfolgreicher die Einzelnen und die Gemeinschaft sind, um so größer wird der Kuchen werden, da sollte für den Einzelnen genug übrigbleiben.

Zitat:
In Focus money konnte man vor einiger Zeit lesen wie ein reformiertes Steuersystem unser Wachstum fördern würde.
Was bringt ein stetiges quantitatives Wachstum Neues, außer neuen Kriegsgefahren? Mir geht es um qualitatives "Wachstum", um eine Verbesserung der Lebens-Qualität, und die könnte durchaus auch durch Schrumpfung (von Müllmenge, Umweltverschmutzung, Raubbau an Rohstoffen usw.) erreicht werden.



geschrieben von: Scientist

Wenn man aber in seiner Heimat bleiben will, und sich nicht von fremden Leuten herumscheuchen lassen will?
[/quote]
Dann hat man Pech gehabt. Wir haben heute einen gesamteuropäischen Arbeitsmarkt und für derartiges Prinzesschengetue ist Momentan ein sehr ungünstiger Zeitpunkt. Flexibilität und Mobilität dürfen heute Vorausgesetzt werden, ebenso die Bereitschaft sich Fortzubilden, Fremdsprachen zu erlernen, etc. und das auch ohne Staatliche Unterstützung.

Zitat:

Warum nicht statt Bedürftige (mit-)bestrafen oder Missbrauch tolerieren die dritte Möglichkeit wählen und ein System einführen, dass sich nicht missbrauchen lässt?


So etwas gibt es ebenso wenig wie unsinkbare Schiffe und unhackbare Computersysteme.
Zitat:

Mag sein, dass die DDR nicht sehr reich war, aber dort hat man es einigermaßen geschafft, den trotz Wirtschaftsembargo vorhandenen Reichtum einigermaßen gerecht zu verteilen, obwohl es noch kein Internet gab, ja nicht mal ein ordentliches Telefonnetz.


Wo nichts ist, da muss man sich ums Verteilen ja auch keine Gedanken machen. Die SED Funktionäre waren ohnehin immer ein bisschen gleicher.
Zitat:

Sorry, aber ich kann alle Ostdeutschen verstehen, die SO EIN "LEBEN" nicht wollen. So schlecht scheint es den Ossis in der DDR offenbar nicht gegangen zu sein, wie ihnen die Wessis immer gern einreden wollen ...


Es gibt auch viele Dinge, die ich eigentlich nicht will, aber ich muss sie Trotzdem tun. Es geht im Leben nun einmal meistens nicht nach dem eigenen Willen.
So schlecht scheint es den Ostdeutschen heute auch nicht zu gehen, sonst würden sie nämlich nicht für sich das Recht in Anspruch nehmen, bessere Bedingungen als die Vietnamesen Verdient zu haben. Nur wenn der Vietnamese auf diesem Standpunkt stehen würde, dann würden die ostdeutschen Nachbarn, die ja nicht selten Rechte Parteien wählen sofort auf Ausweisung drängen.

Wo bleibt eigentlich die Dankbarkeit und Demut der Ostdeutschen gegenüber 1,3 Billionen Aufbauhilfe und gegenüber den Milliarden an Arbeitslosenhilfe die Monat für Monat aus dem Westen kommen? Wo bleiben eigentlich die Gegenleistungen aus Ostdeutschland?

Eigentlich wird immer nur rumgemeckert, das im Osten alles besser war, das es ihnen so schlecht gehen würde, das die Wessis alles nur Ausbeuter wären, etc. Im Westen spricht man vom Jammerossi.

Vielleicht sollten man im Westen statt gegen Hartz IV mal für den wieder Aufbau der Mauer demonstrieren. Zurück mit dem Begrüßungsgeld, natürlich auch mit dem Doppelt kassierten, zurück mit den 1,3 Billionen, natürlich nebst der durch die gewaltig angestiegene Staatsverschuldung angefallenen Zinsen, Zurück mit den Renten, für die nie Eingezahlt wurde, zurück mit den Westautos, im Trabi war’s doch auch ganz gemütlich, zurück mit der Fluthilfe, unsere Überschwemmungen an Rhein und Mosel haben wir auch immer selbst bezahlt. Solider deutscher Stahlbeton und dann könnt ihr wieder fleißig Aufbau des Sozialismus spielen und zwar ohne Westkredite und Belästigungen aus dem Kapitalistischen Westen. An der Grenze wird natürlich wieder geschossen, aber diesmal von der Westseite aus, für irgendwas muss unsere Bundeswehr ja gut sein.




Zu den so genannten Alternativen:

Beispielsweise Freigeldexperimente wie Wörgl sind dazu gedacht, einer deflationäre Wirtschaft, durch eine künstlich erzwungene Inflation auf die Sprünge zu Helfen. Bedingung für das gelingen ist eine Hohe Sparquote, so das große Mengen an Kapital für Konsum und Investitionen Freigesetzt werden. Ziel ist es, eine Kaufzurückhaltung zu überwinden.
Risiken bestehen in einem Unkontrollierten Anstieg der Inflationsrate. Dies führt zur Etablierung einer stabilen Zweitwährung, in aller Regel dem US-Dollar. Begehrte Güter werden aus dem Handel genommen und sind nur noch gegen harte Währungen erhältlich. Ausländische Investoren schrecken zurück, der Rohstoffimport wird unbezahlbar.
Für Großräumige Wirtschaften halte ich das Risiko für nicht kalkulierbar, insbesondere, wenn diese, wie Deutschland zwar Binnenkonjunkturell unter einer gewissen Kaufzurückhaltung leiden, aber nicht wirklich deflationär sind.
Da unsere Wirtschaft Exportabhängig und auf wenige Wirtschaftszweige beschränkt ist (Automobilbau [ca. 25% aller Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von diesem Wirtschaftszweig ab], Maschinenbau, Chemie), ist ein Konsumanstieg ohnehin nur mäßig konjunkturbelebend.
Auf ohnehin sehr empfindliche Investoren wirkt die Zwangseinführung eines Freigeldes natürlich Anschreckend, so das wir uns einen Weiteren Standortnachteil einhandeln würden.

Das Argument gegen den Technokommunismus und seine Planwirtschaft lieferst du selbst:
Zitat:

Von diesen uns gemeinsamen gehörenden Ressourcen erhält jeder einen gleichen Anteil an "Energie-Guthaben", das er verbrauchen kann. Ein solches "Energie-Guthaben" könnte zum Beispiel in Form eines Kreditkarten-Systems realisiert werden.
Es gibt keinen "Mehrwert". Die Kosten für ein Produkt kompensieren immer nur die Produktionskosten.


Ohne Mehrwert kein Produktionsanreiz, kein Unternehmerisches denken, keine Innovationen. Deshalb ist die DDR zusammengebrochen. Die DDR Bürger sind nach dem Mauerfall nicht nach Frankfurt in die Paulskirche gegangen, sondern mit ihrem Begrüßungsgeld in der Hand ins KDW.
Vor allem, womit wird die Erzeugung von Energie bezahlt? Baut Kraftwerke, wenn es sich nicht lohnt sie zu betreiben?
Womit bezahlen wir Energie an den Energiebörsen? Womit die unser Öl?
Wenn wir keine Gewinne Erwirtschaften, dann können wir uns das nämlich nicht mehr leisten.

Und zu diesem Wirtschaftlichen Unsinn wird uns dann noch politische Kleinstaaterei angepriesen. Es sind einmal deutsche Studenten und Burschen für einen deutschen Nationalstaat auf die Straße gegangen. Mit unseren Ländern und ihrer Autonomie haben wir doch schon genug Probleme, z.B. wenn es darum geht, einheitliche Bildungsstandarts festzulegen. Wie soll das dann erst in der Außen- oder der Verteidigungspolitik aussehen.
Abgesehen davon handelt es sich um eine halbe Diktatur, der demokratische Prozess macht vor technologischen Fragen halt.



geschrieben von: LaChatte

Zitat:
gesamteuropäischen Arbeitsmarkt

... gesamteuropäisch gleich schlecht. Kommts drauf an, ob ich in Spanien, Deutschland oder sonstwo arbeitslos bin?

Zitat:
Es gibt auch viele Dinge, die ich eigentlich nicht will, aber ich muss sie Trotzdem tun. Es geht im Leben nun einmal meistens nicht nach dem eigenen Willen.


Vielleicht ist das bei dir so, aber nicht bei mir. Nur ein minimer Anteil der Dinge, die ich tue, muss ich gegen meinen Willen tun. 1% vielleicht. Und ich frage mich, warum du deinen Willen so stark an andere abgeben musst? Das ist wirklich nicht nötig, und ausserdem steigert es enorm die Lebensqualität, das zu tun, was man will.

Zitat:
die Dankbarkeit und Demut der Ostdeutschen


Sollte man ein morgendliches Dankgebet mit Kniefall vor Geri einführen an den ostdeutschen Schulen, oder was?:rolleyes:

Zitat:
Da unsere Wirtschaft Exportabhängig und auf wenige Wirtschaftszweige beschränkt ist


Alles auf eine Karte zu setzen, ist ganz schlecht. Und ideal wäre eine Wirtschaft, in der alles, was ein Mensch zum Leben braucht, in einem Umkreis von 20 km hergestellt werden kann. In kleinen, übersichtlichen Produktionseinheiten, notabene.

Zitat:
Ohne Mehrwert kein Produktionsanreiz, kein Unternehmerisches denken, keine Innovationen.


"Mehrwert" muss nicht unbedingt mit "Geld" gleichzusetzen sein - soziale "Mehrwerte" wie Anerkennung sind mindestens so wichtig - und tun der Seele eindeutig besser.

Zitat:
Vor allem, womit wird die Erzeugung von Energie bezahlt? Baut Kraftwerke, wenn es sich nicht lohnt sie zu betreiben?


In Zukunft sollten nachhaltige Energien gefördert werden und grundsäztlich jedes Haus energietechnisch autonom sein und seine eigenen Energiequellen haben. Die Zentralistation der Energieerzeugung ist ein Unding, wie wir ja bei den grossen STromausfällen in Amerika bemerkt haben... glücklich, wer einen eigenen Energieerzeuger hatte.

Zitat:
der demokratische Prozess macht vor technologischen Fragen halt.


Wo der demokratische Prozess halt macht oder nicht, ist in erster Linie eine Frage des politischen Willens. In der Schweiz hat das Volk das Recht und die Möglichkeit (und tut es auch) zu Fragen wie Atomkraft oder Gentechnik seine Stimme abzugeben.

Und die politische Kultur Deutschlands unterscheidet sich von der der Schweiz schon sehr beträchtlich, was das Demokratieverständnis betrifft. In Deutschland wird der Gedanke, dass das Volk der Souverän sei, und niemand anders - nicht die Politiker, nicht die Experten, nicht die Wirtschaftskader - offensichtlich immer noch mit grösstem Misstrauen betrachtet, und die Idee "Die Masse ist dumm und braucht Führung" ist immer noch hoch aktuell, leider.



geschrieben von: 2378

Zitat:

Mal ganz ehrlich was passiert mit den Menschen die keinen Anspruch mehr haben? Dürfen die dann auf der Straße leben und verhungern? Und es wird ganz sicher so sein, dass jemand mehr als 5 Jahre nicht selbstverschuldet von der Stütze leben muß, so selten ist das nun auch nicht


Ein gesunder Mensch, der arbeiten kann soll mehr als 5 Jahre arbeitslos sein? Nenne mir bitte einen Grund dafür...

Zitat:

Warunm sollte ein Prokurist mit einem Bein im Gefängnis stehen, wenn was schief läuft? Ich hoffe doch sehr, dass unsaubere Geschäftspraktiken hier nicht als Standard betrachtet werden.


Nein, aber menschliches Versagen. Du hast etwas bewilligt - z.B. eine Anlage und siehe da einen Fehler übersehen - sie geht in die Luft... wer wird zur Rechenschaft gezogen - weil sie nie laufen dürfte? Der, der die Unterschrift darunter gesetzt hat.

Zitat:

Kann sein, dass ich hier meine "Schweizer Brille" aufhabe - aber hier ist es nicht ungewöhnlich, dass einer seine acht oder neun Stunden täglich in der Fabrik oder auf dem Bau leistet, und Abends noch drei Stunden putzen geht. Viel mehr Stunden macht der Prokurist nicht, und wenn er mehr macht, verbringt er sie angenehmer... im guten Restaurant mit Geschäftspartnern als Kunden, und nicht als Tellerwäscher in der Küche. Und beides sollte nicht sein.


Ein Schichtarbeiter arbeitet seine 8h (wenn überhaupt) und geht dann mit ruhigem Gewissen heim. Eine obere Führungskraft arbeitet oft erstmal 12h und daheim kann man schnell noch die Sachen die nicht fertig gemacht wurden, weiterarbeiten und Wochenende ist auch etwas, was es nie geben musste oder? Rufbereitschaft ist komplett normal - wieso denn wegfahren (tja so sieht es bei vielen aus und wenn mir jemand erzählt, er will nicht Meister werden, weil es zuviel Arbeit sei, zweifel ich auch etwas..)



geschrieben von: decay73

Zitat:
Original geschrieben von 2378
Ein Schichtarbeiter arbeitet seine 8h (wenn überhaupt) und geht dann mit ruhigem Gewissen heim. Eine obere Führungskraft arbeitet oft erstmal 12h und daheim kann man schnell noch die Sachen die nicht fertig gemacht wurden, weiterarbeiten und Wochenende ist auch etwas, was es nie geben musste oder? Rufbereitschaft ist komplett normal - wieso denn wegfahren (tja so sieht es bei vielen aus und wenn mir jemand erzählt, er will nicht Meister werden, weil es zuviel Arbeit sei, zweifel ich auch etwas..)


Hast du schon mal im Schichtdienst gearbeitet?

Es wundert mich doch sehr, wie hier versucht wird so zu tun, als ob das alles ganz einfach wäre.

Zum einen macht dich vielleicht die Arbeit selbst kaputt, dann der dauernde Wechsel zwischen Früh-, Spät- und Nachtschicht, und die Familie macht das auch kaputt.
Und wenn du noch ein wenig Pech hast, macht dein Körper vielleicht noch die 40 Jahre Dauerbelastung mit, aber nicht mehr den Wechsel von Arbeit zu Rente.

Und der Schichtarbeiter geht auch nicht unbedingt mit ruhigem Gewissen heim, wenn er vor Feierabend z.B. einen neuen Ansatz in der Chemieanlage angesetzt hat, die evtl. hochgehen könnte oder den Kessel mit einem Wert von einigen zehntausend Euro ruiniert.

In meinen Augen arbeitet der Schichtarbeiter wesentlich mehr, als irgendein Büdohengst. Er ist es, der sich durch die Arbeit kaputt macht, und mittlerweile dankt es ihm sogar nicht niemand mehr.



geschrieben von: 2378

Zitat:

Und der Schichtarbeiter geht auch nicht unbedingt mit ruhigem Gewissen heim, wenn er vor Feierabend z.B. einen neuen Ansatz in der Chemieanlage angesetzt hat, die evtl. hochgehen könnte oder den Kessel mit einem Wert von einigen zehntausend Euro ruiniert.


Dafür ist dann die nächste Schicht zuständig...
Jede Schicht übergibt an die andere und das Thema ist gegessen - aber wenn du darüber entscheiden musst, ob eine Anlage im Wert von mehreren Milionen gebaut werden soll - und du entscheidest dass es nicht geht oder doch zusagen solltst - oder Probleme siehst und darunter deine Unterschrift setzt, wie belastend ist das dann?

Zitat:

In meinen Augen arbeitet der Schichtarbeiter wesentlich mehr, als irgendein Büdohengst. Er ist es, der sich durch die Arbeit kaputt macht, und mittlerweile dankt es ihm sogar nicht niemand mehr.


Wenn die nicht mal mehr Meisterw erden wollen - sorry dann kann ich ihnen auch nicht helfen.



geschrieben von: decay73

Zitat:
Original geschrieben von 2378
Dafür ist dann die nächste Schicht zuständig...
Jede Schicht übergibt an die andere und das Thema ist gegessen



Wenn es nur so einfach wäre...ich glaube dir sind die Realtäten kaum bewußt...das Thema ist damit nicht einfach gegessen. Natürlich wird an die nächste Schicht übergeben, aber wenn er einen gravierenden Fehler gemacht hat, kann sich das durchaus noch auf die nächsten Schichten auswirken, u.U. mit gravierenden Folgen.

Und viele können zwar ihren Meister nach der Arbeit auf der Abendschule machen, werden es aber dann nicht, denn es können ja nicht alle Meister werden und nicht alle haben die entsprechende Qualifikation dazu.



geschrieben von: 2378

Hier ein reales Beispiel aus der Industrie:

Herr X ist Schichtarbeiter - die Firma XYZ gibt ihm die Chance Meister zu werden, damit er aus dem Schichtdienst rauskommt. Herr X schlägt dies aber ab, mit der Begründung, dass es zu wenig Geld sei (schließlich fallen alle Zuschläge weg) und dass er es sowieso nicht einsieht, dass sie dann die Überstunden anders handeln. Firma XYZ bezahlt nämlich ab einem bestimmten Level die Leute nicht mehr nach Stunden sondern pauschal...

So... wenn ich solche Beispiele mitbekomme, wieso soll ich dann noch sagen, dass die armen Schichtarbeiter so schlecht bezahlt werden und so schlimm scheint es für Herrn X ja auch nicht zu sein, sonst würde er ja das Angebot annehmen oder?

Tja und jetzt stelle dir vor du leitest 5 solcher Betriebe - wo solche Sachen angerührt weden usw und da geht was in die Luft - wre wird dann angerufen und aus dem Bett gejagt (3 Uhr nachts na klar auch noch) - der Leiter von den Betrieben... nicht der Schichtarbeiter... und wenn der Leiter erst um 12 ins BEtt ging (man musste ja den einfachen Papierkram erledigen... und dann auch noch etwas organsieren, gleichezeitig darf man sich wieder vor dem Vorstand rechtfertigen), dann finde ich es verständlich dass er auch gut bezahlt wird.

2378



geschrieben von: decay73

Das mag durchaus sein. Aber hier auch mal ein reales (selbsterlebtes) Beispiel aus der Industrie:

Wärend meiner Ausbildungszeit in einer großen Chemiefirma waren Meisterstellen sehr begehrt, und viele machten die Ausbildung zum Meister. Nur haben die wenigsten dann auch einen entsprechende Stelle bekommen, weil keine frei war.

Mir ist durchaus bewußt, daß es Leute wie von dir beschrieben gibt, aber mit Einzelfällen kommen wir doch nicht wirklich weiter, da es auch Einzelfälle gibt, die das genaue Gegenteil aussagen.

Und vor allem sollte man solche Einzelfälle nicht heranziehen, um ganze Gruppen unberechtigter Weise zu diskreditieren, oder?

Und daß wenn etwas passiert das Betriebsleiter angrufen wird, ist durchaus verständlich. Ein Meister ist ja schon da, nur ein Vertreter des Betriebsleiters in der Regel nicht.
Aber ich wollte eigentlich auf etwas anderes hinaus: denn die Veratwortung des Mitarbeiters sehe ich auch darin, daß er Verantwortung für seine Kollegen in der folgenden Schicht hat.
Wenn etwas passiert und jemand dabei drauf geht, ist der verantwortliche Mitarbeiter auch schnell gefunden - und der wird sich im Extremfall seines Lebens nicht mehr erfreuen können...



geschrieben von: 2378

Nun ja - beides stimmt -

aber mit der Sicherheit für die nächste Schicht - das ist in fast jedem Beruf... - das ist menschliches Versagen...

ich ging halt jetzt davon aus, dass man mehr koordinieren muss und dafür dann den Kopf hinhalten darf...

bau ich einen Autounfall (fast jeder fährt ja auto) bin ich auch dafür verantworlich und afür werde ich nicht mal bezahlt *g*

[Hoffe ist irgendwie klar was ich meine]

so und jetzt hoffe ich, dass mir hier noch jemand erzählen kann, wieso ein gesunder Mensch mehr als 5 Jahre nicht arbeiten gehen kan... wenn er jeden Job annimmt.



geschrieben von: decay73

Zitat:
Original geschrieben von 2378
so und jetzt hoffe ich, dass mir hier noch jemand erzählen kann, wieso ein gesunder Mensch mehr als 5 Jahre nicht arbeiten gehen kan... wenn er jeden Job annimmt.


Nunja, theoretisch ist das durchaus möglich. Nur müßte man dann wohl auch die Arbeitgeber zwingen, jeden zu nehmen. Es gibt nämlich auch genug Beispiele, wo jemand arbeiten wollte -fast egal was- aber keinen Job bekommen hat, weil zu alt, überqualifiziert, oder weil der Rohrschlosser nicht für geeignet gehalten wird, im Sozialbereich zu arbeiten. Vielleicht werden die dann ja alle Straßenfeger im Staats(zwangs)dienst... ;)

Firmen wollen aber ja auch nicht jeden einstellen.

Bleiben also die 1-Euro-Jobs, wobei das ja eher staatlich geförderte und bezahlte Arbeit ist, denn eine wikliche Arbeit, so wie die von allen Seiten ungeliebten ABM-Stellen auch. Mir klingen da jedenfalls noch Forderungen nach deren Abschaffung in den Ohren...



geschrieben von: 2378

Nun ja - nach dem man sich bei den 1 Euro JObs mal deren realen Studenlohn ausgerechnet hat - sind es alles andere als ein Euro Jobs.

*Nachdenk*

Du nimmst jeden Job an, weil du siehst, du warst 4.5 Jahre am Stück arbeitslos - ok die Firmen werden erstmal mosern, aber klein anfangen - man kann bestimmt immer was finden und wenn es estmal aushilfe in der bäckerei oder so ist... - und dann hat man gearbeite und geht höher
von den 5 Jahren verspreche ich mir,d ass die Leute schneller nach was suchen... - und früher darüber nachdenken wie sie sich sichern können.

wie gesag, ich denke jeder gesunder mensch ist in der hinsicht für sein leben und seinen job selbst verantworlich und überqualifiziert könnte dann bald wegfallen oder in einer globalen welt kann man ja wieter schauen oder als nur in seinem land.



geschrieben von: decay73

Zitat:
Original geschrieben von 2378
Nun ja - nach dem man sich bei den 1 Euro JObs mal deren realen Studenlohn ausgerechnet hat - sind es alles andere als ein Euro Jobs.

Natürlich. Aber sie sind vom Staat finanziert. Ob das wirklich Sinn macht? Dann könnte man Arbeit ja gleich komplett vom Staat finanzieren, und wir sind bei LaChattes Vorschlag. ;)

Zitat:
wie gesag, ich denke jeder gesunder mensch ist in der hinsicht für sein leben und seinen job selbst verantworlich und überqualifiziert könnte dann bald wegfallen oder in einer globalen welt kann man ja wieter schauen oder als nur in seinem land.

Klar. Nur bis es soweit ist, daß jemand sich weltweit um einen Job bemüht, wird es wohl noch etwas dauern. Die Vorraussetzungen stimmen da noch nicht (und in vielen anderen Ländern sieht es mit der Arbeitslosigkeit auch nicht viel besser aus).
Und die ach so hochgelobte Familie als Unterstützer in 'Notzeiten' wird ja schon jetzt immer mehr auseinander gerissen, sodaß man kaum noch von Familie reden kann...irgendwie paßt da was nicht zusammen.



geschrieben von: Scientist

Zitat:

Vielleicht ist das bei dir so, aber nicht bei mir. Nur ein minimer Anteil der Dinge, die ich tue, muss ich gegen meinen Willen tun. 1% vielleicht. Und ich frage mich, warum du deinen Willen so stark an andere abgeben musst? Das ist wirklich nicht nötig, und ausserdem steigert es enorm die Lebensqualität, das zu tun, was man will.


Ich gebe meinen Willen nicht an Andere ab, sondern ich muss mich leider dem Diktat meiner Abwasch- und Wäscheberge unterwerfen. Es sind Sachzwänge, die den freien Willen einschränken.

Zitat:

Zitat:

die Dankbarkeit und Demut der Ostdeutschen




Sollte man ein morgendliches Dankgebet mit Kniefall vor Geri einführen an den ostdeutschen Schulen, oder was?


Wie wäre es den mit einem „Westdeutscher Unser“, unser täglich Brot gib uns heute …
Nein, mal im Ernst, es hat sich selten als klug herausgestellt, die Hand zu beißen, die einen füttert. Das tun die Ostdeutschen nämlich im Moment. Sie sind Einfach nicht in der Position, Forderungen stellen zu können.



geschrieben von: decay73

Zitat:
Original geschrieben von Scientist
Sie sind Einfach nicht in der Position, Forderungen stellen zu können.


Warum nicht? Sie sind doch jetzt auch Bürger Deutschlands, wie alle anderen auch. Oder sind sie tatsächlich Bürger zweiter Klasse?

Wer A sägt, muß nunmal auch B sägen... :D

Und wenn ich mich richtig erinnere, waren es vorrangig Westdeutsche, die aufs Tempo zur Wiedervereinigung gedrückt und diesen Schnellschuß fabriziert haben.



geschrieben von: Scientist

Wenn ich mich recht entsinne, waren es hauptsächlich Ostdeutsche, die auf einen 1 zu 1 Umtausch Aluchips gegen richtiges Geld und eine schnellstmöglich Angleichung der Lebensverhältnisse gedrängt haben. Die Suppe die man sich Eingebrockt hat, sollte man auch auslöffeln.

Von Bürgern zweiter Klasse würde ich vielleicht nicht sprechen, aber als Bittsteller ist es manchmal sinnvoller die Klappe zu halten und nicht den großen Maxen zu markieren. Eine Bitte kann nämlich auch verwehrt werden. Man sollte sich steht’s seiner Position bewusst sein und angemessen handeln. Wenn ich zu Gast bin, dann meckere ich nicht über das Essen, sonst wird man mich nicht mehr einladen.



geschrieben von: decay73

Sie sind aber keine Gäste, sondern Mitausrichter der Party.

Und ich bin mir gerade nicht ganz sicher, wer ihnen den 1:1- Umtausch angeboten hat...



geschrieben von: Scientist

Zitat:

Sie sind aber keine Gäste, sondern Mitausrichter der Party.


Als Mitausrichter muss man sich aber auch an den Kosten beteiligen, aber dazu fehlt es den Ostdeutschen, wie die Demonstrationen zeigen, offensichtlich an Bereitschaft.

Niemand zwingt sie dazu ihre Ostdeutschen Füsse unter einen Westdeutschen Tisch zu stellen, aber solange sie dies tun, werden sie gewisse Dinge akzeptieren müssen, sonst gibt es einen Tritt gegen das Schienbein.

Westdeutschland braucht Ostdeutschland nicht, im Gegenteil, aber Ostdeutschland braucht Westdeutschland.



geschrieben von: decay73

Naja, macht ja eigentlich auch keinen Sinn den Ost-West-Konflikt weiter zu schüren (und schon gar nicht in diesem Thread).

Was mich stört, ist die Art und Weise, wie mittlerweile miteinander umgegangen wird.

Geht es wirklich darum:
"Niemand zwingt sie dazu ihre Ostdeutschen Füsse unter einen Westdeutschen Tisch zu stellen" ?
Das könnten Worte meiner Eltern sein, aber für das aktuelle Problem sind solche Aussagen wenig hilfreich.

Ich kann mich übrigens noch vage erinnern, daß es seinerzeit Lafontaine war, der vor den Folgen einer zu schnellen Wiedervereinigung gewarnt hat - wofür er einige Schläge von Konservativen und Wirtschaft kassiert hat.

Nun ist es aber so, wie es ist, Fehler haben alle Seiten gemacht und machen sie noch immer. Ausbaden müssen das dann ja eh andere und meistens die, die eh am wenigsten haben.
Nur gegenseitig allzu plakative Vorhaltungen machen, bringt jetzt auch keinen weiter.

Ich sagte ja: es ist kalt geworden in Deutschland. Schönes neues Deutschland... :)



geschrieben von: Suicide-Smurf

Hm also nochmal zu dem Vorschlag von LaChatte.

Ja alle wollen saubere Wcs. Das alle mithelfen und das Wc sauber hält mag bei dem Beispiel noch funktioniere aber bei dem Öl für die Heizung wird es schon schwieriger. Muss dann jeder auch eine Weile auf eine Ölbohrinsel? => Muss jeder alles selber machen...Zurück in die Steinzeit
Das Leistung Auswirkungen auf die Löhne haben war doch schon immer so. Eine Putzkraft verdient wohl deswegen so wenig, weil man für diesen Job nicht viel mitbringen muss.
Ferner kann ich nur das zitieren was schon gepostet wurde
Zitat:
Es gibt zwei Arten von Jobs - die einen mit viel Verantwortung die eben bezahlt werden sollte - und die anderen die unangenehm sind... - werden nur noch die unangenehem gut bezahlt, will keiner mehr Verantworung übernehmen oder?


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The Turning Point

Dein Vorschlag mit den Robotern lässt sich leider schwer umsetzen. Es gibt keine Roboter für eine Ölbohrinsel, Bergwerk oder Kloputzen.
Die Forscher im Bereich der Robotik glauben auch, dass es wohl noch ca 30 Jahre dauern wird, bis man Bilder richtig intelligent analysieren kann.
Ferner fehlt es auch noch viel zu sehr an Rechenleistung.
Was mir viel eher Sorgen bereitet, ist das wir hier in Deutschland in vieln Forschungsgebieten den Anschluss verlieren. Nicht weil wir es nicht könnten sondern viel mehr weil wir es nicht dürften -Gentechnik....
Krieg war seltsamerweise "immer irgendwie gut" für die Menschen. Wenn man sich überlegt was daraus nur alles enstanden ist. Traurig. Allerdings keine wirkliche Alternativ. Irak krieg ist mir ein bisschen weit hergeholt.
Kredite. Ja stimm dir zu, dass nich jede Firma einen Kredit erhält. Aber wenn man an die Automobil branche denkt, sieht man das es immer noch Sparten gibt die Recht gut zu recht kommen. Ferner dürften diese auch dick Kohle für Investitionen erhalten.
Das wir zu wenig Konsumartikel kaufen kann gut sein. Aber hey seit wann produzieren wir hier hauptsächlich auf Konsumartikel?
Zitat:
Werte noch an Wert, die Gesellschaft verarmt immer mehr.
Ich kann nur immer wieder wiederholen: Werte werden nur durch Arbeit geschaffen, nicht durch Geld-hin-und-her-Schieben. Also muss man dafür sorgen, dass sich Arbeit wieder lohnt.



Du hast den Satz schon oft gebracht ich verstehe ihn nie.
Geld-hin und her schieben. Ich gebe irgendjemand etwas er gibt mir etwas im gleichen Wert dafür? Was ist daran verwerflich? Wenn ich das erhaltene Objekt begehre ist es doch eine tolle sache,wenn ich ihn mit Geld bezahlen kann. Am ende sind beide glücklich
-Bei Wörgl werden auch n Scheine hin und her geschoben.

Wörgl&Betrug.
"Wörgl funktiniert auf begrenzer Basis." Ich dachte, dass die Arbeitsscheine überall gelten? Auch im Nachbardorf. Warum man auch dort nicht betrügen kann verstehe ich wiederum nicht.
-Anreiz zu arbeiten sollte immer da sein. Es tut sonst niemand, zumindest nich so wie bisher. Man muss die Beiträge doch nur hier im Forum lesen. Jeder ist davon überzeugt, dass er viel zu wenig verdiene, viel zu viel arbeitet, viel zu wenig Urlaub hat. Das gleiche bei den Studenten...
Jeden dort arbeiten zu lassen wo er gerne möchte funktoniert nicht, da vieles einfach nicht gebraucht wird was Menschen gerne machen möchten.


Zitat:
Was bringt ein stetiges quantitatives Wachstum Neues, außer neuen Kriegsgefahren? Mir geht es um qualitatives "Wachstum", um eine Verbesserung der Lebens-Qualität, und die könnte durchaus auch durch Schrumpfung (von Müllmenge, Umweltverschmutzung, Raubbau an Rohstoffen usw.) erreicht werden.


Kriege gab es auch schon im Mittelalter oder Steinzeit.Es wird immer jemanden geben der mit seiner Keule nem anderen en Schädel einschlägt.
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Schichtarbeit, Fliessbandarbeit 8 Stunden am Tag ist einfach toll. Hab mir schon oft überlegt ob ich sowas nich machen sollte. Ich müsste vielleicht gerade mla 9 Stunden eines Tages opfern. Bei anderer Arbeit sind es locker 12 + schlechtes Gewissen



geschrieben von: decay73

Zitat:
Original geschrieben von Suicide-Smurf
Schichtarbeit, Fliessbandarbeit 8 Stunden am Tag ist einfach toll. Hab mir schon oft überlegt ob ich sowas nich machen sollte. Ich müsste vielleicht gerade mla 9 Stunden eines Tages opfern. Bei anderer Arbeit sind es locker 12 + schlechtes Gewissen


Dann mach das doch. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, daß das so toll gar nicht ist und ich lieber mehr Zeit für die Arbeit 'opfere', als wieder Schicht zu arbeiten. Mein Vater war übrigens auch nach 40 Jahren Schichtarbeit immer noch nicht begeistert davon. ;)

Aber jedem so, wie es ihm gefällt...



geschrieben von: LaChatte

Zitat:
aber bei dem Öl für die Heizung wird es schon schwieriger.


Zur Erinnerung: das Ziel soll sein, dass jedes Haus eine autonome Energiequelle hat, oder eine Kombination aus autonomen Energiequellen. Und ewig wird das Öl nicht reichen, auch wenn die Vorräte für hundert oder sogar noch mehr Jahre gesichert sein dürften... gerade Unabhängigkeit jedes Einzelnen im Energiesektor dürfte einen grösseren Kriegsgrund aus der Welt schaffen.

Zitat:
Dein Vorschlag mit den Robotern lässt sich leider schwer umsetzen. Es gibt keine Roboter für eine Ölbohrinsel, Bergwerk oder Kloputzen.


Wenn ReinigerInnen auf einmal hohe Löhne bekämen, würde es sich lohnen, etwas mehr in die Entwicklung entsprechender Maschinen zu investieren.. gerade im Haushalt sind es die eintönigen Putzarbeiten, die immer noch im Grunde genommen gleich wie vor hundert Jahren ablaufen: Wasserkessel, Lappen, Besen, los gehts.

Zitat:
Das wir zu wenig Konsumartikel kaufen kann gut sein. Aber hey seit wann produzieren wir hier hauptsächlich auf Konsumartikel?


Sorry, ich steh etwas auf der Leitung - alles, was produziert wird, sollte doch irgendwie irgendwann konsumiert werden... oder was verstehst du genau unter "Konsumartikeln"?

Zitat:
Schichtarbeit, Fliessbandarbeit 8 Stunden am Tag ist einfach toll.


Die drei Wochen, die ich damals machte, fand ich noch ganz nett... der Lohn war allerdings eher bescheiden. Und sowas ein Jahr oder noch länger zu machen, würde mich in den Stumpfsinn treiben. Es gibt wirklich Spannenderes, als destilliertes Wasser abfüllen...



geschrieben von: Apex

Also, dass es möglich ist mehr als 6 Jahre arbeitslos zu sein dafür habe ich ein wunderbares Beispiel.

Einer unserer Nachbarn (mittlerweile 54) wurde vor 6 Jahren arbeitslos, da die Firma bei der er arbeitete seinerzeit Pleite ging. Und er selbst ist bestimmt nicht daran Schuld, dass er noch immer ohne Arbeit ist. Ich habe seine Ordner voll mit abgelehnten Bewerbungen gesehen und weiß wie unglücklich dieser Mann ohne Arbeit ist. Beim Arbeitsamt können sie ihm auch nicht helfen "zu alt" heißt es immer. Und ein Drückeberger ist er garantiert nicht, falls dieser gedanke kommen sollte, dazu passt seine Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr nicht.

Was würde jetzt mit diesem Mann passieren, wenn wir nach deinem Modell leben würden 2378?



geschrieben von: 2378

Er hat bis zu seinem 48 Lebensjahr durchgearbeitet? Dann hat er auch mehr als 5 Jahre Recht auf Arbeitslosengeld (damit kann man das Problem etwas besser angehen)

Dannn kommt es auf Qualifikationan usw an - hat er sich für JEDEN Job (damit meine ich acu hden Spargelstecher auf den Feldern) beworben????? - dann findet er auch noch was (deprimierend... aber man kann vorsorgen) - auch kann man in dem Alter einiges dafür angelegt haben.



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Scientist
Wenn man aber in seiner Heimat bleiben will, und sich nicht von fremden Leuten herumscheuchen lassen will?

Dann hat man Pech gehabt. Wir haben heute einen gesamteuropäischen Arbeitsmarkt und für derartiges Prinzesschengetue ist Momentan ein sehr ungünstiger Zeitpunkt. Flexibilität und Mobilität dürfen heute Vorausgesetzt werden, ebenso die Bereitschaft sich Fortzubilden, Fremdsprachen zu erlernen, etc. und das auch ohne Staatliche Unterstützung.

Welches Recht haben irgendwelche Wirtschaftslenker und ihre Politclowns, über das Leben von anderen Menschen zu bestimmen, ihnen vorzuschreiben wo und wie sie zu leben haben, ihnen vorzuschreiben, wohin und wie oft sie sich zu bewegen haben?
Ja, ich bin für Flexibilität und Mobilität, und erst recht für Fortbildung und das Lernen von Fremdsprachen. Aber das will ich dadurch erreichen, dass das persönliche Interesse dafür bei den Menschen geweckt wird, und nicht dadurch, dass sie es mit Widerwillen und Unlust tun, weil sie dazu gezwungen werden.

Zitat:
Es gibt auch viele Dinge, die ich eigentlich nicht will, aber ich muss sie Trotzdem tun. Es geht im Leben nun einmal meistens nicht nach dem eigenen Willen.
Für mich ist Freiheit das Verhältnis der Dinge die ich tun will und darf zu den Dingen die ich nicht tun will und tun muss. Wenn du dich mit weniger Freiheit abfindest als möglich ist, dann ist das deine Lebenseinstellung, aber nicht meine.

Zitat:
Wo bleibt eigentlich die Dankbarkeit und Demut der Ostdeutschen gegenüber 1,3 Billionen Aufbauhilfe und gegenüber den Milliarden an Arbeitslosenhilfe die Monat für Monat aus dem Westen kommen?
Was wurde von der Aufbauhilfe vor allem aufgebaut? Autohäuser, Tankstellen, Supermärkte, ...
Viele vorhandene Produktionsbetriebe wurden "abgewickelt". Wieviele neue Produktionsbetriebe wurden mit der Aufbauhilfe aufgebaut, und wieviel Arbeitsplätze wurden damit geschaffen?
Ich schrieb schon mehrfach: Wirkliche Hilfe besteht nicht im Almosengeben, sondern in der Hilfe zur Selbsthilfe.

Zitat:
Beispielsweise Freigeldexperimente wie Wörgl sind dazu gedacht, einer deflationäre Wirtschaft, durch eine künstlich erzwungene Inflation auf die Sprünge zu Helfen. Bedingung für das gelingen ist eine Hohe Sparquote, so das große Mengen an Kapital für Konsum und Investitionen Freigesetzt werden. Ziel ist es, eine Kaufzurückhaltung zu überwinden.
Nein, genau umgekehrt: Negative Zinssätze (zur Erinnerung: minus 1 Prozent pro Monat in Wörgl) sollen dazu dienen, Inflation einzudämmen. Der Antrieb für die Wirtschaft entsteht nicht aus der Erhöhung der Menge des vorhandenen Geldes, sondern durch Beschleunigung des Umlaufes von wenig Geld. Bedingung für das Gelingen ist einzig und allein das Vorhandensein von ausreichend Arbeitskräften. Ziel ist es nicht hauptsächlich, Kaufzurückhaltung zu überwinden, sondern vor allem, die vorhandenen Arbeitskräfte möglichst effektiv einzusetzen zur Hebung der allgemeinen Lebensqualität.

Zitat:
Ohne Mehrwert kein Produktionsanreiz, kein Unternehmerisches denken, keine Innovationen.
Es ging hier um den nicht mehr abfallenden Mehrwert für die, die NICHT ARBEITEN, für die, die Einkommen ausschließlich daraus ziehen, dass sie etwas "besitzen" - Grundbesitzer, Hausbesitzer, Fabrikbesitzer. sie dürften diese Dinge durchaus weiterhin besitzen, würden aber daraus keinen Mehrwert mehr erhalten, ohne selbst zu arbeiten.

Zitat:
Deshalb ist die DDR zusammengebrochen.
Die DDR ist, neben dem schon genannten Produktivitätsstau und -Rückgang infolge des Wirtschaftsembargos, vor allem deshalb zusammengebrochen, weil es nicht genug Arbeitsanreiz gab. Genau dieser Entwicklung soll mit dem Wörgl-Prinzip und dem "Ressource Watching" entgegengewirkt werden. Der direkte Zusammenhang zwischen den eigenen Interessen und den Interessen der Gemeinschaft soll deutlicher werden.

Zitat:
Vor allem, womit wird die Erzeugung von Energie bezahlt? Baut Kraftwerke, wenn es sich nicht lohnt sie zu betreiben?
Womit bezahlen wir Energie an den Energiebörsen? Womit die unser Öl?

Energie ist - durch das "Energiekonto" deutlicher denn je - ein Produkt wie alle anderen.

Zitat:
Wenn wir keine Gewinne Erwirtschaften, dann können wir uns das nämlich nicht mehr leisten.
Meines Wissens wurde die für die (Re-)Produktion nötige Energie noch nie aus dem Gewinn bezahlt, sondern war schon immer Bestandteil der Produktkosten.

Zitat:
Und zu diesem Wirtschaftlichen Unsinn wird uns dann noch politische Kleinstaaterei angepriesen.
Es wird nicht Kleinstaaterei angepriesen, sondern kommunale Selbstverwaltung und direkte Demokratie. Probleme sollen zuerst dort gelöst werden, wo sie auftreten, und nicht mit Gewalt "von oben".
Die zentrale Planwirtschaft war eins der großen Probleme des Ostblocks. Die Planung war viel zu weit weg von den Menschen. Bürgernähe fehlte vielfach, Probleme wurden oft erst dann anerkannt und gelöst, wenn jemand "an Erich geschrieben" hat ...
"Ressource Watching" soll eine präzisere Planwirtschaft ermöglichen, die sich zuerst an den Bedürfnissen der einzelnen Menschen orientiert.

Zitat:
Mit unseren Ländern und ihrer Autonomie haben wir doch schon genug Probleme, z.B. wenn es darum geht, einheitliche Bildungsstandarts festzulegen.
Das ist eine Frage des politischen Willens. Einheitliche Bildungsstandards ließen sich, wenn von der Mehrheit gewünscht, per Volksentscheid durchsetzen.

Zitat:
Wie soll das dann erst in der Außen- oder der Verteidigungspolitik aussehen.
Durch rege Beziehungen auf allen Ebenen, insbesondere auf persönlicher Ebene, schwindet mehr und mehr die Notwendigkeit von Leuten, die für das Volk sprechen. Das Volk kann für sich selbst sprechen. Außerdem werden durch rege Beziehungen auf allen Ebenen Feindbilder abgebaut, wodurch die Notwendigkeit einer speziellen Verteidigungspolitik mehr und mehr schwindet, mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass es durch den Wegfall des wirtschaftlichen Wachstumszwangs auch keine ökonomischen Anreize zum Kriegführen mehr geben würde.

Zitat:
Abgesehen davon handelt es sich um eine halbe Diktatur, der demokratische Prozess macht vor technologischen Fragen halt.
Ein wahrhaft demokratischer Prozess in Form von kommunaler Selbstverwaltung und direkter Demokratie wird durch die technologische Unterstützung erst möglich. Durch die Dezentralisierung von Ressourcen schwinden die Möglichkeiten, dass Einzelne oder Gruppen von Menschen andere Menschen durch Entzug von lebenswichtigen Ressourcen unter Druck setzen können.

Um langsam wieder zum Thema Hartz-IV-Reform urückzukommen:
Eine wirkliche Verbesserung der Lage für die Einzelnen und insgesamt ist meiner Meinung nach nur durch Dezentralisierung und Förderung von Arbeit durch Erhöhung der Kaufkraft zu erreichen. Die Bundesregierung tut genau das Gegenteil, sie zentralisiert durch Steuern und senkt die Kaufkraft durch Erhöhung von Steuern und Androhung von Ressourcenentzug.



geschrieben von: LaChatte

Zitat:
Dann hat man Pech gehabt. Wir haben heute einen gesamteuropäischen Arbeitsmarkt und für derartiges Prinzesschengetue ist Momentan ein sehr ungünstiger Zeitpunkt. Flexibilität und Mobilität dürfen heute Vorausgesetzt werden, ebenso die Bereitschaft sich Fortzubilden, Fremdsprachen zu erlernen, etc. und das auch ohne Staatliche Unterstützung.


ich finds interessant - und irgendwie leicht schizophren - dass man den Leuten, die dies tun, genau dies vorwirft, sprich: bei den Menschen, die aus Drittweltländern nach Europa kommen, hört man oft Kommentare wie "was haben die hier zu suchen, können die nicht bleiben, wo sie sind?" -ja hallo - da ist wer flexibel und mobil, und nun ists auch wieder nicht gut, wenn sich der Mensch als homo oeconomicus benimmt?



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Suicide-Smurf
Ja alle wollen saubere Wcs. Das alle mithelfen und das Wc sauber hält mag bei dem Beispiel noch funktioniere aber bei dem Öl für die Heizung wird es schon schwieriger. Muss dann jeder auch eine Weile auf eine Ölbohrinsel? => Muss jeder alles selber machen...Zurück in die Steinzeit
Moooment !
LaChatte und ich gehen von gerechter Arbeitsteilung und gemeinsamer Nutzung der Ergebnisse aus. Die Unterteilung in wertvolle und weniger wertvolle Arbeit haben nicht wir vorgenommen. Und wir sind auch nicht diejenigen, die sich mit Händen und Füßen gegen die Nutzung von Robotern für unangenehme Arbeiten wehren. Also nix mit "Zurück in die Steinzeit" - die Sklaven der Zukunft sollen Maschinen sein, nicht Menschen.

Zitat:
Das Leistung Auswirkungen auf die Löhne haben war doch schon immer so. Eine Putzkraft verdient wohl deswegen so wenig, weil man für diesen Job nicht viel mitbringen muss.
Und was hat das, was man "für diesen Job mitbringen muss" nun mit der zu bewertenden Leistung zu tun?

Zitat:
Dein Vorschlag mit den Robotern lässt sich leider schwer umsetzen. Es gibt keine Roboter für eine Ölbohrinsel, Bergwerk oder Kloputzen.
Warst du schon mal in einem modernen Bergwerk? Die Tatsache, dass man von bestimmten Dingen nichts weiß oder nichts wissen will, bedeutet nicht, dass es diese Dinge (noch) nicht gibt.

Zitat:
Die Forscher im Bereich der Robotik glauben auch, dass es wohl noch ca 30 Jahre dauern wird, bis man Bilder richtig intelligent analysieren kann.
Ferner fehlt es auch noch viel zu sehr an Rechenleistung.

Wenn es auf diesem Gebiet so viel Nachholebedarf gibt, wieso gibt es dann so viele arbeitslose Informatiker?
Und was Bildanalyse betrifft: Immerhin ist man in der Lage, von "Mautbrücken" aus den Fahrzeugverkehr zu filmen und in Hundertstelsekunden exakt deren Kennzeichen zu erfassen und so den kompletten Verkehr auf den Autobahnen bis ins Detail zu überwachen, nicht zu reden von Iris-Scans, Erkennung und Zuordnung von Fingerabdrücken und Gesichtsvermessungen in Sekundenschnelle. Man kann die allerorts aufgetischten Märchen glauben oder auch nicht.
Ich arbeite in der Software-Industrie und habe einigermaßen eine Vorstellung davon, was mit den gegenwärtig vorhandenen Rechenleistungen möglich ist, und was nicht.
Wenn es Grenzen gibt, dann sind sie vor allem durch Lobbyisten veralteter Wirtschaftsformen gezogen.

Zitat:
Was mir viel eher Sorgen bereitet, ist das wir hier in Deutschland in vieln Forschungsgebieten den Anschluss verlieren. Nicht weil wir es nicht könnten sondern viel mehr weil wir es nicht dürften -Gentechnik....
Ich halte die Skepsis für berechtigt bei Forschungsgebieten, deren Auswirkungen möglicherweise große Gefahren für die Menschen bringen. Was den Fortschritt wirklich hemmt, sind die meisten Aktionen, die im Namen von Urheberrechts-, Patent- und Markenschutz laufen. Diese nehmen teilweise wirklich groteske Formen an.

Zitat:
Krieg war seltsamerweise "immer irgendwie gut" für die Menschen. Wenn man sich überlegt was daraus nur alles enstanden ist. Traurig. Allerdings keine wirkliche Alternativ. Irak krieg ist mir ein bisschen weit hergeholt.
Nicht weiter hergeholt als das dort (und auch im Sudan) geförderte Öl.

Zitat:
Aber wenn man an die Automobil branche denkt, sieht man das es immer noch Sparten gibt die Recht gut zu recht kommen. Ferner dürften diese auch dick Kohle für Investitionen erhalten.
Sind ja auch Lobbyisten veralteter Wirtschaftsformen. Wieso fahren (bzw. schweben) in unseren Landen nicht schon längst Fahrzeuge bzw. Flugzeuge herum, die durch regenerierbare Energien angetrieben werden?

Zitat:
Das wir zu wenig Konsumartikel kaufen kann gut sein. Aber hey seit wann produzieren wir hier hauptsächlich auf Konsumartikel?
Eben, warum tun wir das nicht?

Zitat:
Du hast den Satz schon oft gebracht ich verstehe ihn nie.
Geld-hin und her schieben. Ich gebe irgendjemand etwas er gibt mir etwas im gleichen Wert dafür? Was ist daran verwerflich? Wenn ich das erhaltene Objekt begehre ist es doch eine tolle sache,wenn ich ihn mit Geld bezahlen kann. Am ende sind beide glücklich
-Bei Wörgl werden auch n Scheine hin und her geschoben.

Mit Geld-hin-und-her-schieben meine ich alle Transaktionen, bei denen Geld gegen Geld getauscht wird, also Steuern, Versicherungen, Börsen (außer Tauschbörsen :D ), das gesamte Bankwesen. Das Geld selbst hat keinen Gebrauchswert, sondern nur Tauschwert. Durch den Tausch von Geld wird auch kein Gebrauchswert erzeugt, im Gegenteil wird Gebrauchswert (von Arbeitsleistungen) vernichtet.
In Wörgl und dem "Ressource Watching" System wird immer nur Geld gegen Gebrauchswert getauscht. Eine Abtrennung des Geldes vom eigentlichen Wert (wie sie zur Zeit immer groteskere Ausmaße annimmt) wird erschwert oder sogar ganz verhindert. Das ist der Unterschied.

Zitat:
"Wörgl funktiniert auf begrenzer Basis." Ich dachte, dass die Arbeitsscheine überall gelten? Auch im Nachbardorf. Warum man auch dort nicht betrügen kann verstehe ich wiederum nicht.
In den Nachbardörfern wurden die Arbeitsscheine als Zahlungsmittel angenommen (in der Gewissheit, dass sie durch reale Werte (in Wörgl) gedeckt sind. Aber es wurden (so weit ich weiß) in den Nachbardörfern keine eigenen Arbeitsscheine ausgegeben. Die Leute aus den Nachbardörfern konnten die Arbeitsscheine also nur in Wörgl wieder gegen Gebrauchswerte tauschen, und dort konnten die Scheine auf ihre Gültigkeit überprüft werden.

Beim "Ressource Watching" wird das Wörgl-System dahingehend erweitert, dass die "Arbeitsscheine" ("Energie-Konten") dort auf Gültigkeit überprüft werden können, wo Gebrauchswerte (in Anspruch) genommen werden, ähnlich den heute üblichen Kreditkarten. Auf den "Energie-Konten" ist aber nicht nur der Lohn oder das Gehalt vermerkt (von dem sich der Arbeitgeber schon seinen Teil genommen hat, und teilweise auch der Staat), sondern der gesamte durch die Arbeit geschaffene Wert, inklusive dem für die Gemeinschaft erbrachten Wert. Darum hat der Inhaber auch das Recht, über sein "Energie-Konto" alle mögliche Hilfe der Gemeinschaft in Anspruch zu nehmen. Jegliche Aufwendungen für Steuern, Versicherungen, Börsen und das gesamte Bankwesen (soweit es überhaupt noch nötig ist) wurden durch seine Arbeit schon abgegolten.

Zitat:
-Anreiz zu arbeiten sollte immer da sein. Es tut sonst niemand, zumindest nich so wie bisher. Man muss die Beiträge doch nur hier im Forum lesen. Jeder ist davon überzeugt, dass er viel zu wenig verdiene, viel zu viel arbeitet, viel zu wenig Urlaub hat. Das gleiche bei den Studenten...
Wo habe ich das geschrieben? :)
Ich bin sogar als Student mit meinem Geld ausgekommen (das war allerdings noch in der DDR).

Zitat:
Jeden dort arbeiten zu lassen wo er gerne möchte funktoniert nicht, da vieles einfach nicht gebraucht wird was Menschen gerne machen möchten.
Aber was spricht dagegen, dass er sich von den Arbeiten, die irgendwo gebraucht werden, die aussucht, die ihm am besten gefällt. Diese Wahl hat es in der DDR in großem Maße gegeben. Wenn du viel Wissen und Können hattest, konntest du dir deine Arbeit (und sogar deinen Arbeitsort) ziemlich frei wählen. Wenn das kein Anreiz zum Lernen war. Heute haben Jugendliche oft mit besten Zeugnissen und Fähigkeiten kaum eine Chance, überhaupt einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu bekommen, und dann werden sie noch als "Sozialschmarotzer" beschimpft. Kann man es ihnen dann noch verübeln, dass sie Null Bock auf diesen Staat und diese (Miss-)Wirtschft haben, und Null Bock darauf, sich noch um irgendetwas zu bemühen?

Zitat:
Kriege gab es auch schon im Mittelalter oder Steinzeit.Es wird immer jemanden geben der mit seiner Keule nem anderen en Schädel einschlägt.
Wenn er weiß, dass der Andere seine Energie genauso in den gemeinsamen Speicher einbringt wie er selbst, wäre er schön blöd, wenn er sich seines Miteigentums selbst beraubt und in Zukunft für den Anderen mitarbeiten muss. Die Gesundheit und Schaffenskraft der Anderen sollte also prinzipiell Jedem am Herzen liegen.

Zitat:
Schichtarbeit, Fliessbandarbeit 8 Stunden am Tag ist einfach toll. Hab mir schon oft überlegt ob ich sowas nich machen sollte. Ich müsste vielleicht gerade mla 9 Stunden eines Tages opfern. Bei anderer Arbeit sind es locker 12 + schlechtes Gewissen
Was hindert dich daran, dir die 12-Stunden-Arbeit + Verantwortung (und den Lohn dafür) mit einem zweiten Mitarbeiter zu teilen? Du selbst hättest mehr Zeit für dich und deine Familie und weniger schlechtes Gewissen, der Andere hätte endlich wieder Arbeit und Geld für sich und seine Familie, und die Gemeinschaft hätte einen Arbeitslosen weniger zu versorgen. Also, warum teilst du deine Arbeit nicht mit einem Anderen?



geschrieben von: 2378

Zitat:


Was hindert dich daran, dir die 12-Stunden-Arbeit + Verantwortung (und den Lohn dafür) mit einem zweiten Mitarbeiter zu teilen? Du selbst hättest mehr Zeit für dich und deine Familie und weniger schlechtes Gewissen, der Andere hätte endlich wieder Arbeit und Geld für sich und seine Familie, und die Gemeinschaft hätte einen Arbeitslosen weniger zu versorgen. Also, warum teilst du deine Arbeit nicht mit einem Anderen?



Die "niedrigen" Lohnnebenkosten hindern einen daran. Erkläre mal einem Chef dass du dir gerne die Stelle teilen würdest. Ich habe für eine Hiwi Stelle mich mit jemanden anderen darauf beworben (wir beide brauchen das Geld) und einer hat uns einfach erklärt, das würde nicht gehen und punkt - so sei es nicht vorgesehen - toll und was soll ich jetzt machen?

Dazu wenn man sich so eine Stelle teilt, muss man auch Zeit für Absprachen usw mit einbeziehen und viele werden es einfach als zu kostenintensiv ansehen und eben unsere Lohnnebenkosten die sowas sowieso selten möglich machen (wie gesagt, nehmt die Lohnnebenkosten weg oder senkt sie und uns ging es viel ebsser.

Sonst - es scheint wohl so, dass man anreize wie Harzt IV braucht - davor sind wohl die Jobs, wie arbeiten auf dem Feld nicht interesant genug.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,316198,00.html



geschrieben von: Move over Kate

Zitat:
Original geschrieben von 2378
Die "niedrigen" Lohnnebenkosten hindern einen daran. [...] viele werden es einfach als zu kostenintensiv ansehen und eben unsere Lohnnebenkosten die sowas sowieso selten möglich machen


Na, die Lohnnebenkosten, insbesondere die SV-Beiträge, werden prozentual vom Gehalt berechnet. Wenn ich die Stelle teile, teile grundsätzlich ich auch die Lohnnebenkosten (Eventuelle durch die Gleitzone bedingte Aspekte mal außen vor gelassen).

Richtig ist, daß ich für zwei Teilzeitkräfte unter Umständen zwei Arbeitsplätze bereit halten muß und damit dann die betrieblichen Ausgaben für Computer- und Büroausstattung verdoppeln muß. Nach der reinen Lehre ist jede Stelle teilbar, sogar Führungspositionen. Natürlich hat man dann höhere "Transaktionskosten" durch notwendige Abstimmung etc..



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von 2378
Ich habe für eine Hiwi Stelle mich mit jemanden anderen darauf beworben (wir beide brauchen das Geld) und einer hat uns einfach erklärt, das würde nicht gehen und punkt - so sei es nicht vorgesehen - toll und was soll ich jetzt machen?
Schreib einen Brief an den Abgeordneten deines Vertrauens, dass er diese Möglichkeit als einen Punkt für die Hartz-Reform vorschlägt, oder male ein Plakat und gehe damit zur Demo.

Zitat:
Dazu wenn man sich so eine Stelle teilt, muss man auch Zeit für Absprachen usw mit einbeziehen
Das ist alles eine Frage der Arbeitsorganisation. Ich denk, ihr seid alle so schlau. In unserer (internationalen) Firma gibt es sogar Absprachen zwischen hier und USA. Während hier die Leute schlafen, kann dort an dem Problem weitergearbeitet werden, und umgekehrt - da muss man nicht mal in Schichten arbeiten. Was Absprachen betrifft: Wozu gibt es EMails und Datenbanken?
Weiter oben hat decay73 schon erwähnt, dass auch in der Produktion Absprachen zwischen den einzelnen Schichten notwendig sind.

Zitat:
und viele werden es einfach als zu kostenintensiv ansehen und eben unsere Lohnnebenkosten die sowas sowieso selten möglich machen (wie gesagt, nehmt die Lohnnebenkosten weg oder senkt sie und uns ging es viel besser.
Wieso denn senken? Nein, sie müssen bei sehr hohen Löhnen und Gehältern überproportional steigen, damit für die Betriebe ein Anreiz (um nicht zu sagen Zwang) da ist, mehr Leute einzustellen und die Arbeitszeiten zu verkürzen. War es nicht das angesagte Ziel von Hartz-IV, die Arbeitslosenzahlen zu verringern, oder habe ich da was falsch verstanden?

Zitat:
Sonst - es scheint wohl so, dass man anreize wie Harzt IV braucht - davor sind wohl die Jobs, wie arbeiten auf dem Feld nicht interesant genug.
Klar, wir führen wieder Sklavenarbeit für Menschen ein, die eigentlich Maschinen machen könnten, nur damit die hohen Herren mit den höheren Gehältern ihre Jobs und Einkünfte nicht mit Anderen zu teilen brauchen. :D



geschrieben von: Suicide-Smurf

LaChatte (und auch TTP):

"Zur Erinnerung: das Ziel soll sein, dass jedes Haus eine autonome Energiequelle hat" als antwort auf "bei dem Öl wird es schon schwieriger
Das versteh ich nicht. Ich dachte es geht um die scheiss Jobs die niemand machen will. Bei dem Wc geht es ja auch noch so. Aber bei der Metallgiesserei helfen uns auch keine autonome Energiequellen.
Du hast recht, dass das Öl nicht ewig reichen wird, aber wo sind wir denn jetzt bei alternativen Enegiequellen? Es wird doch noch ein bisschen dauern bis man auf Öl verzichten kann.

Eintönge Putzarbeiten& Investionen in Entwicklung ( für Roboter)
Naja die Putzarbeiten mögen vlt eintönig sein trotzdem ist es schwierig sie für ein Roboter umzusetzen. Es gibt sogar schon kleine Roboter die autonom putzen und wenn der Akku leer ist kehren sie zu einer Aufladestation zurück. Allerdings ist nich garantiert, dass sie mit System putzen viel mehr fährt der kleine Roboter in Form eines Pukes queer durch die Wohnung.
Putzkräfte werdne meist dort eingesetzt wo man etwas professionelles erwartet. In einem Fabrikgebäude ist es undenkbar 20 oder mehr dieser kleinen dinger durch die Gegend fahren lassen. Es müssen weniger aber dafür grössere und bessre sein.
Wenn ein Arbeitgeber sich dafür entscheidet eine Putzkraft durch ein Roboter zu ersetzen sollte ein Roboter auch alles können was eine Putzfrau kann. Ein Roboter kann jedoch keine Fenster zu machen ( Ja, es gibt Roboter die das können...allerdings haben die eine eingespeicherte karte der umgebung....der Roboter für die Fabrik oder fürs Professionelle müsste doch überall einsetzbar sein...ferner kann er auch noch nicht putzen^^).
Was du über Bildbearbeitung sagst stimmt meines Wissens nach keinen Fall. Ein Iris-scan ist mit einem analysieren der Umgebung durch eine Kamera nicht zu vergleichen.
(Ein Iris scan verläuft grob auf Ja, nein heraus....ein Putzroboter der alles kann was eine Putzfrau kann muss mehre bilder pro sekunde analysieren, sie bewerten und sein Verhalten anpassen...genau das kann man eben noch nicht (ausreichend).
Mehr Geld in die Forschung bringen würde natürlich bessere Fortschritte in der KI bewirken. Nur wird uns dadurch sicher nicht in den nächsten 10 Jahren geholfen. Japan steht übrigens vor dem gleichen Problem. Dadurch, dass dort wenig Leute Kinder kriegen und es dort auch sowas wie die Green-Card nicht gibt, setzt die Regierung alles daran die Bevölkerung durch intelligente Roboter zu retten".

Was verstehst du genau unter "Konsumartikeln
Hm ich meinte eigentlich mit Konsumartikel Nahrung, Kleidung, Kinobesuch, Arztbesuch und (sonstige) Unterhaltung.

Ende LaChatte

TheTunrningPoint



Du schreibst an Scientist, "welches Recht haben irgendwelche Politclows über das Leben der anderen zu bestimmen".

Hm sie sind unsere Politker.Sie wurden gewählt um (mehrheitliche) Meinung des Volkes zu repräsentieren. Dadurch erhalten sie doch ein gewisses Recht. Sie wurden ja schliesslich gewählt und haben sich nicht selbst bevollmächtigt.

Bei Wörgl sagst du "Ziel ist es nicht hauptsächlich, Kaufzurückhaltung zu überwinden, sondern vor allem, die vorhandenen Arbeitskräfte möglichst effektiv einzusetzen zur Hebung der allgemeinen Lebensqualität."
Aber durch das Verfallen der Scheine werden doch die Leute geradezu gezwungen etwas zu kaufen was sie nicht möchten oder brauchen.
Und was ist mit den Leuten die sparen wollen? Vorsorge fürs alter oder so?`Das hasgt du mir immer noch nicht beantwortet.
Würde das Hinundherschieben wie du es nennst nich dadurch gerade zu nehmen? Dadurch könnte man das Geldentwerten teilweise umgehen?
Zitat:
Die DDR ist, neben dem schon genannten Produktivitätsstau und -Rückgang infolge des Wirtschaftsembargos, vor allem deshalb zusammengebrochen, weil es nicht genug Arbeitsanreiz gab. Genau dieser Entwicklung soll mit dem Wörgl-Prinzip und dem "Ressource Watching" entgegengewirkt werden. Der direkte Zusammenhang zwischen den eigenen Interessen und den Interessen der Gemeinschaft soll deutlicher werden.


hartz 4 möchte doch auch nur mehr Arbeitsanreiz schaffen ? Für mehr Gerechtigkeit gegenüber diejenigen die nicht arbeiten wollen und die arbeitenden ausnützen. (damit mein ich nicht die, die es nicht können).
Zitat:
Moooment !
LaChatte und ich gehen von gerechter Arbeitsteilung und gemeinsamer Nutzung der Ergebnisse aus. Die Unterteilung in wertvolle und weniger wertvolle Arbeit haben nicht wir vorgenommen. .

Das versteh ich nich? Was heisst das nun. ? Gerechter Arbeitsteilung, also muss jeder einmal einen scheiss Job machen?

Und was hat das, was man "für diesen Job mitbringen muss" nun mit der zu bewertenden Leistung zu tun?(Putzen)
Es hat nix mit der Leistung zu tun. Nur muss man nicht viel mitbringen um putzen zu können. Dadurch ist das Angebot an Putzkräften grösser als beispielsweise It Spezialisten. Folglich sind mehr Leute dazu bereit zu putzen, das drückt den Lohn. (wenn du möchtest mach ich dir ne Skizze :))

Bergwerk
Ich war bis jetzt in keinem modernen Bergwerk. Es ging mir nicht um Bergwerke. Es ging mir um Roboter die als Ersatz für scheiss Jobs dienen.

Roboter&Bildverarbeitung...arbeitslose Informatiker..Rechenleistung.
Ich habs oben schon bei LaChatte geschrieben
Warum es soviele arbeitslose Informatiker gibt weiss ich nicht. Es ist wohl niemand bereit das entsprechende Geld zu zahlen. Folglich sind die Fortschritte die die Informatiker vlt erzielen könnten den Leuten noch nich soviel wert.
Das man zu wenig Rechenleistung hat wird ganz bestimmt nich von Lobbysten zurückgehalten.
Zitat:
Ich halte die Skepsis für berechtigt bei Forschungsgebieten, deren Auswirkungen möglicherweise große Gefahren für die Menschen bringen. Was den Fortschritt wirklich hemmt, sind die meisten Aktionen, die im Namen von Urheberrechts-, Patent- und Markenschutz laufen. Diese nehmen teilweise wirklich groteske Formen an.


Patente fördern den Fortschritt. Niemand forscht für seinen Nachbar, sondern für Ruhm, Geld, Annerkung und Macht. Falls es doch nur Nächstenliebe ist oder Neugier wird einfach der Geldhan abgedreht. Warum sollte man forschen, wenn man es klauen kann?
Ich habe auch neulich ein Buch gelesen, wo ein Autor schreibt, dass ein Forscher in einem ausgebauten Dachstuhl im Forschungslabor geschlafen haben. Glaubst du wirklich jemand macht das Tag und nacht damit am ende ein Spasst kommt und sagt: Wunderbar! Danke! Sowas wollt ich schon immer haben. Das du dafür dein halbes Leben und das Geld deiner Sponsoren weggeschmissen hat interessiert keinen^^
Ein Patent ist dohc nur eine zeitliche Befristung irgendetwas nicht nachzuahmen, damit die Firma wengistens für 2 Jahre die Innovation vertreiben kann-

Warum fliegen wir nicht?
Wir fliegen noch nicht, weil , weil


Weil...

Weil wir es nich können :( und weil es den Leuten zu wenig Wert ist. Würde die ganze Menscheit fliegen wollen, dann würde alles Geld, alle Menschen alles nur daran sitzen...tut die Welt aber nicht.....

Warum produzieren wir keine Konsumartikel?
Weil es andere billiger können.=> nicht lohnend, ineffizent, besser für die Welt wenn es derjenige macht der es am besten kann.

Erklärung von Geld hin und herschieben.
Hm. Also ich finde es nicht schlimm, wenn ich beispielsweise mein Geld irgendjemand leihe und dafür am Ende mit Risiko mehr zurückkriege. Es fördert sogar noch denjenigen dem ichs gebe. Darum verstehe ich nicht, dass du sagst Arbeitsleistung wird vernichtet?
Meinst du Devisen?
Ich hab leider keine Ahnung was Resource Watching ist und hatte bisher auch keine Zeit es nachtzuohlen. Aber dadurch wird aufjedenfall der Ehrhebungsaufwand geringer und dadurch das System effizenter. Könnte man aauch bei uns einführen.

TheTunringPoint war ein fauler Student :)
Meinte damit nicht dich. Ich erinner mich noch an zahlreiche Threads mit Nnordy (immr auf die Studenten usw...)
Was hast du denn studiert?
Zitat:

ich
Jeden dort arbeiten zu lassen wo er gerne möchte funktoniert nicht, da vieles einfach nicht gebraucht wird was Menschen gerne machen möchten.


Zitat:
Die Antwort von TTP
Aber was spricht dagegen, dass er sich von den Arbeiten, die irgendwo gebraucht werden, die aussucht, die ihm am besten gefällt. Diese Wahl hat es in der DDR in großem Maße gegeben. Wenn du viel Wissen und Können hattest, konntest du dir deine Arbeit (und sogar deinen Arbeitsort) ziemlich frei wählen. Wenn das kein Anreiz zum Lernen war. Heute haben Jugendliche oft mit besten Zeugnissen und Fähigkeiten kaum eine Chance, überhaupt einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu bekommen, und dann werden sie noch als "Sozialschmarotzer" beschimpft. Kann man es ihnen dann noch verübeln, dass sie Null Bock auf diesen Staat und diese (Miss-)Wirtschft haben, und Null Bock darauf, sich noch um irgendetwas zu bemühen?

Es gibt 20 Leute. Es gibt 20 Stellen. Davon sind 10 toll und 10 scheisse.
Jeder darf das nehmen was er will
Ergebnis:
10 tolle stellen besetzt
10 nicht tolle nicht besetzt.

Kommen wir zur verteilung. Für die tollen und meist qualifizerten Stellen haben sich auch einige Nichtsnutze eingeschlichen
=> Ich versteh nur bahnschranke. Das kanns doch nich sein?
Variante b)
10 tolle stellen doppelt besetzt

=>10 unbesetzte Stellen und höhe Kosten durch Lohnnebenkosten

Es ist auch heute noch so, dass man mit hoher Bildung sich fast alles aussuchen kann. Man muss nur besser sein als die anderen.


Keule für den Schädel&Kriege
Aber es ziehen nicht immer alle an einem Strang. Es gibt Länder die brauchen andere nicht..
=>Keule regiert



geschrieben von: Suicide-Smurf

Zitat:
Was hindert dich daran, dir die 12-Stunden-Arbeit + Verantwortung (und den Lohn dafür) mit einem zweiten Mitarbeiter zu teilen? Du selbst hättest mehr Zeit für dich und deine Familie und weniger schlechtes Gewissen, der Andere hätte endlich wieder Arbeit und Geld für sich und seine Familie, und die Gemeinschaft hätte einen Arbeitslosen weniger zu versorgen. Also, warum teilst du deine Arbeit nicht mit einem Anderen?


Die Lohnnebenkosten hindern mich daran. So wie die Konkurrenz.
2378 bringt ja unten das Beispiel.
Nur 5 Stunden am Tag arbeiten wäre toll, allerdings gibt es dann noch Person b die auch 10 Stunden arbeitet
=>Arbeitslos und die Keule regiert

Lohnnebenkosten müssten erhöht werden. Besonders für Führungskräfte
Ich versteh nur Bahnschranke!!!
Dadurch provoziert du es doch gerade, dass Spitzenkräfte 16 Stunden am Tag arbeiten.
Warum sollten dadurch Betriebe gezwungen sein mehr leute einzustellen?

Lohnkosten für eine Arbeitsstelle: 100
Lohnnebenkosten:25

Person a und b arbeiten 5 stunden (50+25)+(50+25)=150
Person c: 100+25=125

Ich nehm c. Der Abstimmungsaufwand und der Verlust der konzentration heben sich in etwa auf^^...



p.s Wie alt bist du eigentlich? Das ist jetzt nicht die Frage nach dem ein 12 jähriger gepostet hat sondern damit ich mich besser in deine Meinung hineinversetzen kann.



geschrieben von: 2378

Zitat:

Na, die Lohnnebenkosten, insbesondere die SV-Beiträge, werden prozentual vom Gehalt berechnet. Wenn ich die Stelle teile, teile grundsätzlich ich auch die Lohnnebenkosten (Eventuelle durch die Gleitzone bedingte Aspekte mal außen vor gelassen).


Und es gibt einen Höchstsatz - tja und höhere Führungskräfte sind über den Höchstsatz und plötzlich müsste man alles doppelt zahlen, ob die das noch als effektiv ansehen?
Absprachen sind möglich, aber was ist wenn Person A und B immer die gegenteilige Meinung haben - dann kann das sehr lange dauern bis man zu einem Ergebnis kommt?

Zitat:

Klar, wir führen wieder Sklavenarbeit für Menschen ein, die eigentlich Maschinen machen könnten, nur damit die hohen Herren mit den höheren Gehältern ihre Jobs und Einkünfte nicht mit Anderen zu teilen brauchen.


Wieso Sklavenarbeit? Es gibt immer noch arbeiten in der Landwirtschaft, die von Hand gemacht werden müssen oder warum glaubst du gibt es die ganzen Erntehelfer? Früher waren sich wohl die Deutschen dafür zu schade, jetzt scheint man sich sogar auf solche Stellen zu bewerben - eine interesante und begrüßenswerte Einstellung.

@Apex: Bei dem Beispiel von deinem Nachbar hast du mir meine Frage ob er sich denn auf jeden Job beworben hat, immer noch nicht beantwortet...

2378



geschrieben von: Move over Kate

Zitat:
Original geschrieben von 2378
Und es gibt einen Höchstsatz - tja und höhere Führungskräfte sind über den Höchstsatz und plötzlich müsste man alles doppelt zahlen, ob die das noch als effektiv ansehen?
Absprachen sind möglich, aber was ist wenn Person A und B immer die gegenteilige Meinung haben - dann kann das sehr lange dauern bis man zu einem Ergebnis kommt?




Ja, richtig - die sogenannte "Beitragsbemessungsgrenze", die im übrigen kürzlich angehoben wurde, um noch mehr Leute in das schwarze Loch "Sozialversicherung" einzahlen zu lassen, *g*. Allerdings liegen zumindest im Geltungsbereich der meisten Tarifverträge nur hoch ausgebildete Arbeitnehmer oder solche mit "hochwertigen Tätigkeiten" (das hört sich jetzt blöd an) - meistens also Akademiker - über der Grenze. Und diese Gruppe macht einen Bruchteil der Arbeitslosenhilfe- bzw. Sozialhilfeempfänger aus und gehört damit nicht zur Zielgruppe von Hartz IV. Ausnahmen bestätigen die Regel. Den Rest wird die demographische Entwicklung besorgen, denn spätesten in 10 - 15 Jahren werden ausgebildete Fachkräfte händeringend gesucht werden.

Und zu streitenden Teilzeitern: Wenn beide gegenteilige Meinungen haben: Dann entscheidet letztlich deren Führungskraft, der Geschäftsführer, der Teamleiter. Zum Glück werden nicht alle Unternehmen basisdemokratisch geführt, he, he, he... Außerdem können Meinungsverschiedenheiten auch zwischen Vollzeitkräften entstehen. Das Problem ist insoweit nicht unbedingt Folge der Teilzeitbeschäftigung.



geschrieben von: Apex

Tschuldige 2378 ich hatte etwas viel um die Ohren, aber ich habe ihn nochmal gefragt. Also, er hat sich bereit erklärt nach dem ersten Jahr Arbeitslosigkeit jeden nur freien Job anzunehmen, zu diesem zeitpunkt realisierte er, dass er in seinem alten Beruf nichts mehr finden wird. Aber beim Arbeitsamt wurde dann gesagt, dass das nicht geht und das er mit seinen Qualifikationen nicht für solche "niederen" Tätigkeiten geeignet sei. Er hat dann auf eigene Faust versucht eine solche Stelle zu finden aber es hieß meistens entweder überqualifiziert oder zu alt. Das geht so bis heute...



geschrieben von: Stonehenge

Zitat:
Original geschrieben von 2378
Und es gibt einen Höchstsatz - tja und höhere Führungskräfte sind über den Höchstsatz und plötzlich müsste man alles doppelt zahlen, ob die das noch als effektiv ansehen?
2378



Zeit genug diesen Höchstsatz endlich einmal auf "unendlich" zu setzen, aber den Großverdienern kann man es scheinbar nicht zumuten einen Prozentsatz ihres Einkommens wie jeder andere auch zum Sozialsystem beizutragen.

Abgesehen davon verdoppeln sich nicht automatisch beim Verdienst über der Bemessungsgrenze die Beiträge bei Aufsplittung der Stelle, nämlich zwischen der 1- und 2-fachen Bemessungsgrenze wachsen sie erst auf das Doppelte an.

Bsp.: Person verdient das 1.4 -fache der Bemessungsgrenze und Höchstsatz SV wird fällig.
Aufsplittung in 2 Teile zu je 0.7 * Bemessungsgrenze führt zu 2 Personen, die jeweils dann 70% des Höchstsatzes in SV zahlen. Ergo - hier 40% statt 100% Steigerung.

Bei "richtigen Schwerverdienern", die meinetwegen das 10-fache der Bemessungsgrenze verdienen fallen die Sozialbeträge und selbst eine Verdopplung gegenüber den horrenden Lohnkosten prozentual kaum noch ins Gewicht. Das Problem ist also da, aber auch nicht so überdimensional wie es auf den ersten Blick erscheint.


Gruß
Stone



geschrieben von: Scientist

Zitat:

Welches Recht haben irgendwelche Wirtschaftslenker und ihre Politclowns, über das Leben von anderen Menschen zu bestimmen, ihnen vorzuschreiben wo und wie sie zu leben haben, ihnen vorzuschreiben, wohin und wie oft sie sich zu bewegen haben?


Wer sich fördern lässt, muss sich auch fordern lassen. Wer Geld haben will, muss auch bereit sein dafür etwas zu tun.
Zitat:

Ja, ich bin für Flexibilität und Mobilität, und erst recht für Fortbildung und das Lernen von Fremdsprachen. Aber das will ich dadurch erreichen, dass das persönliche Interesse dafür bei den Menschen geweckt wird, und nicht dadurch, dass sie es mit Widerwillen und Unlust tun, weil sie dazu gezwungen werden.


Die Folgen der Spaßgesellschaft. Es geht halt im Leben nicht immer nur danach wozu man Lust hat, oder was „Fun“ macht. Das war ein Traum gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Die Seifenblase ist zerplatzt. Willkommen im Jahr 2004.
Und in Sachen Weiterentwicklung der geistigen Persönlichkeit a la 68’er ist man wohl auch in eine Sackgasse geraten, wie man an unserem Desolaten Bildungssystem sieht.
Zu Kaisers Zeiten war der Unterricht vielleicht etwas Verstaubt, aber in der Physik oder der Chemie blickte die ganze Welt nach Deutschland. Da hatten wir mehr Nobelpreisträger als andere Länder überhaupt Wissenschaftler.
Klingt sehr Konservativ, ist aber die traurige Wahrheit.
Wenn es immer nur nach Lust und persönlichem Interesse gegangen wäre, dann würde dieses Land immer noch in den Trümmern des 2. Weltkriegs liegen.
Damit jetzt keine falschen Vermutungen aufkommen, ich bin erst 22.
Manch einem mag das was ich sage sehr Rückwertsgewand vorkommen, aber „Die Geschichte wird mich Freisprechen“, den Genossen Castro vermutlich nicht.

Zitat:

Nein, genau umgekehrt: Negative Zinssätze (zur Erinnerung: minus 1 Prozent pro Monat in Wörgl) sollen dazu dienen, Inflation einzudämmen. Der Antrieb für die Wirtschaft entsteht nicht aus der Erhöhung der Menge des vorhandenen Geldes, sondern durch Beschleunigung des Umlaufes von wenig Geld. Bedingung für das Gelingen ist einzig und allein das Vorhandensein von ausreichend Arbeitskräften. Ziel ist es nicht hauptsächlich, Kaufzurückhaltung zu überwinden, sondern vor allem, die vorhandenen Arbeitskräfte möglichst effektiv einzusetzen zur Hebung der allgemeinen Lebensqualität.


Zur Eindämmung der Inflation ist Wörgl ein Ungeeignetes Modell. (Zumindest für Volkswirtschaften)
Durch den Negativen Zinssatz verringert sich zwar langfristig scheinbar die Geldmenge M3, aber als Gegenreaktion auf den drohenden Vermögensverlust, kommt es zu einem plötzlichen, bei einer Vormals hohen Sparquote wie in der BRD, gewaltigen Anstieg der Geldmenge M1. Das Missverhältnis zwischen Waren und Dienstleistungen auf der einen Seite und der Geldmenge M1 auf der anderen, das deutlich zu Gunsten der Geldmenge ausfällt führt naturgemäß zu einem Preisanstieg und somit zu einer Geldentwertung. Dies zieht einen Lohnanstieg und als Folge einen weiteren Preisanstieg nach sich, der Beginn einer Inflationsspirale. Ein Verfall der Währung gegenüber dem Dollar wäre die Folge. Rohstoffe würden unbezahlbar. Dieser Prozess, ist tödlich für eine Exportorientierte Wirtschaft. Ein Stopp der Inflation ist nur mit Mittel möglich, die entweder sehr Kostspielig sind, oder einen Massivern Vertrauensverlust der Internationalen Anleger nach sich zieht.

Zitat:

Es ging hier um den nicht mehr abfallenden Mehrwert für die, die NICHT ARBEITEN, für die, die Einkommen ausschließlich daraus ziehen, dass sie etwas "besitzen" - Grundbesitzer, Hausbesitzer, Fabrikbesitzer. sie dürften diese Dinge durchaus weiterhin besitzen, würden aber daraus keinen Mehrwert mehr erhalten, ohne selbst zu arbeiten.


Offenbar haben wir unterschiedliche Definitionen von Arbeit. (nicht der Physikalischen) Der Besitz und Erhalt einer Fabrik, oder eines Mietshauses, oder die Verwaltung eines weitläufigen Grundbesitzes macht eine Menge Arbeit. Es muss investiert werde, verkauft oder gekauft, renoviert oder abgerissen werden, es muss personal eingestellt oder entlassen werden, ständig gilt es mit dem Finanzamt zu kämpfen und obendrein besteht immer ein Verlustrisiko.
Wenn sich die Investitionen in neue Produktionsanlagen nicht lohnen, warum sollte jemand sein Vermögen aufs Spiel setzen? Aus Menschenfreundlichkeit?
Wer so dämlich ist, der verdient es nicht besser. Ich würde es jedenfalls nicht tun, es sei den für die Steuer.
Warum sollte jemand seine Mietshäuser renovieren, wenn er nichts daran verdient? Ich würde sie einfach verfallen lassen und in Florida Bungalows an deutsche Rentner vermieten.
Zitat:

Die DDR ist, neben dem schon genannten Produktivitätsstau und -Rückgang infolge des Wirtschaftsembargos…


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Wirtschaftsembargo??? Weil die DDR keine amerikanischen Computer und Militärtechnologie einführen durfte??? Aber ihr hättet uns sicherlich im Sinne des Freien Welthandels die Baupläne für Russische Raketenüboote übergeben, ja?
Wo habt ihr den die Grenzen für deutsche Automobile geöffnet? Ihr musstet doch keine Braunkohle abbauen, wo es doch auf dem Weltmarkt genug Öl gab. Ihr hättet fast alles kaufen könne. Allerdings für Dollar. Nicht für Aluchips. Dollar hättet ihr bekommen, wenn ihr eure Grenzen geöffnet hättet. Habt ihr aber nicht. Eure Maurer mussten ja in Berlin auch was zu tun haben. Und natürlich die 2 Millionen Stasispitzel, denen die Dollar nur den Kopf verdreht hätten.
Zitat:

Energie ist - durch das "Energiekonto" deutlicher denn je - ein Produkt wie alle anderen.


Ein Produkt wie jedes Andere? Ich denke Energie ist Währung. Ich kann mir doch auch keine Geldpresse in den Keller stellen. Wird Energie dann auch staatlich produziert? Und wie sieht das mit dem Internationalen Handel von Energie aus? Um ihre Währung zu stützen wäre im Falle eines Preisverfalls eine Regierung gezwungen ihre Produktionskapazitäten massiv herunterzufahren.
Entstehen nicht Abhängigkeiten, z.B. von billigem ausländischem Atomstrom?
Vor allem woher sollen die Milliardeninvestitionen in Kraftwerke und Infrastruktur kommen, wenn die Konzerne ins Ausland abwandern, weil du ihnen keinen Mehrwert mehr zugestehst. Allein aus der leeren Staatskasse?
Zitat:

Meines Wissens wurde die für die (Re-)Produktion nötige Energie noch nie aus dem Gewinn bezahlt, sondern war schon immer Bestandteil der Produktkosten.


Das ist richtig, aber die Tatsache, dass wir gewaltige Mengen an Benzin und Öl in unseren Autos und Zentralheizungen verfeuern können, verdanken wir dem Umstand, dass unsere Wirtschaft seit Jahrzehnten gewaltige Gewinne abwirft, die unserem Lebensstandart sehr zuträglich sind.
Wenn du aber diese Gewinne nicht mehr zulässt, dann fließen sie im Ausland und andere Nationen freuen sich über einen Anstieg ihres Lebensstandart.
Auch eine Form der Internationalen Solidarität.
Zitat:

Die zentrale Planwirtschaft war eins der großen Probleme des Ostblocks. Die Planung war viel zu weit weg von den Menschen.


Vielleicht ist eine Planwirtschaft als solche zu weit weg vom Menschen. Bisher hat sich das freie Spiel der Kräfte als sehr Leistungsfähig erwiesen und uns einen Enormen Wohlstand gebracht. Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Bevölkerung eine derartige staatliche Einmischung in das Wirtschaftsleben wünscht.
Zitat:

"Ressource Watching" soll eine präzisere Planwirtschaft ermöglichen, die sich zuerst an den Bedürfnissen der einzelnen Menschen orientiert.


dafür braucht man kein „Ressource Watching“, auch wenn es natürlich hochwissenschaftlich klingt. Der Mensch hat seit über einer Million Jahre einen Grundsatz: “Nimm was du kriegen kannst und gib nichts davon zurück!“
Oder in Kurzform: “Haben, haben, haben…“
Jede Planwirtschaft wird an den menschlichen Urinstinkten scheitern und zusammenbrechen. Sofern nicht durch Gewalt erzwungen, entwickelt sich jedes Wirtschaftssystem längerfristig zu einem kapitalistischen.
Zitat:

Durch rege Beziehungen auf allen Ebenen, insbesondere auf persönlicher Ebene, schwindet mehr und mehr die Notwendigkeit von Leuten, die für das Volk sprechen. Das Volk kann für sich selbst sprechen. Außerdem werden durch rege Beziehungen auf allen Ebenen Feindbilder abgebaut, wodurch die Notwendigkeit einer speziellen Verteidigungspolitik mehr und mehr schwindet, mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass es durch den Wegfall des wirtschaftlichen Wachstumszwangs auch keine ökonomischen Anreize zum Kriegführen mehr geben würde.


Ich wünsche dir viel Spaß bei dem Versuch dich mit 1,3 Millionen Chinesen auf eine gemeinsame Linie in Fragen der Nordkoreapolitik zu verständigen.
Können wir bis zum nächsten Jahrtausend mit einem Ergebnis rechnen?
Stichwort: “Welche Telefonnummer hat Europa?“

Auch unsere Rohstoffe müssen wir unabhängig vom politischen oder Wirtschaftlichen System erkämpfen. Ohne Öl läuft bei uns nicht viel. Wenn die Scheiche nicht wollen, müssen wir die geeigneten Mittel haben, um sie gemeinsam mit unseren Verbündeten umzustimmen.

Zitat:

Zitat:

Das Leistung Auswirkungen auf die Löhne haben war doch schon immer so. Eine Putzkraft verdient wohl deswegen so wenig, weil man für diesen Job nicht viel mitbringen muss.


Und was hat das, was man "für diesen Job mitbringen muss" nun mit der zu bewertenden Leistung zu tun?


Jeder Idiot kann eine 2 in einem Schulaufsatz schreiben. Deshalb ist es auch nicht viel wert. Aber einen Literaturnobelpreis, den bekommt nur ein Mensch pro Jahr, deshalb ist es etwas besonderes, eine große Leistung.
Putzen kann eben jeder so einigermaßen, aber Chefvolkswirt der Deutschen Bank sein, das erfordert besondere Qualifikationen und Leistungsnachweise.
Entsprechend fällt auch die Bezahlung aus.



geschrieben von: Scientist

Zitat:

Mit Geld-hin-und-her-schieben meine ich alle Transaktionen, bei denen Geld gegen Geld getauscht wird, also Steuern, Versicherungen, Börsen (außer
Tauschbörsen ), das gesamte Bankwesen. Das Geld selbst hat keinen Gebrauchswert, sondern nur Tauschwert. Durch den Tausch von Geld wird auch kein Gebrauchswert erzeugt, im Gegenteil wird Gebrauchswert (von Arbeitsleistungen) vernichtet.
In Wörgl und dem "Ressource Watching" System wird immer nur Geld gegen Gebrauchswert getauscht. Eine Abtrennung des Geldes vom eigentlichen Wert (wie sie zur Zeit immer groteskere Ausmaße annimmt) wird erschwert oder sogar ganz verhindert. Das ist der Unterschied.


Wenn dein Haus gerade abgebrannt ist, dann hat eine Versicherung einen ziemlich hohen Gebrauchswert. Es wird im Prinzip im Voraus die Arbeit der Handwerker bezahlt.
Wenn du Steuern zahlst, dann tauscht du Geld gegen Straßen, Bildung oder eine Soziale Sicherung. Du bezahlst die Arbeit anderer Menschen.
Auch an der Börse werden im Grunde genommen nur Anrechtsscheine auf die Arbeitsleistung anderer Menschen Gehandelt.

Geld kann nicht von seinem „eigentlichen Wert“ getrennt werden. Es hat nur einen Wert, nämlich die Menge an Waren und Dienstleistungen, die man dafür bekommt.
Zitat:

Wenn du viel Wissen und Können hattest, konntest du dir deine Arbeit (und sogar deinen Arbeitsort) ziemlich frei wählen.


Das ist heute immer noch so. Die allerbesten, die Elite bekommt immer einen Spitzenjob. Gerade in der DDR wurde die Eliteförderung durch starke Selektion, z.B. über Spezialschulen für Mathematik und Naturwissenschaften, oder die Kinder -und Jugendsportschulen, in denen die Olympiasieger produziert wurden viel stärker betrieben.



geschrieben von: Apex

Zitat:
Und wieder haben die Illuminaten zugeschlagen. Ihr Ziel:

l. Abschaffung jeder ordentlichen Regierung;

2. Abschaffung des Privateigentums;

3. Abschaffung des Erbrechts;

4. Abschaffung des Patriotismus;

5. Abschaffung aller Religionen;

6. Abschaffung der Familie und

7. die Errichtung einer Weltregierung.


1. Hmmmmm kommt auf die Regierung an.

2. Dem kann ich zustimmen.

3. Dem auch.

4. Dem sowieso, zum Glück ist das in Deutschland schon relativ gut geglückt.

5. Ja langfristig gesehen wäre das in meinen Augen net schlecht.

6. Naja darüber kann man ja reden...

7. Wär ich sofort dafür, wobei...beißt sich das nicht mit 1?



geschrieben von: Suicide-Smurf

Zitat:
Original geschrieben von Ronin76
Und wieder haben die Illuminaten zugeschlagen. Ihr Ziel:

l. Abschaffung jeder ordentlichen Regierung;

2. Abschaffung des Privateigentums;

3. Abschaffung des Erbrechts;

4. Abschaffung des Patriotismus;

5. Abschaffung aller Religionen;

6. Abschaffung der Familie und

7. die Errichtung einer Weltregierung.


blick ich nich.
Was willst damit sagen?



geschrieben von: aaraen

Zur Zeit gehen von meinem Gehalt fast 50% Abgaben weg.
ich wohne schon lange nicht mehr in meiner Heimat. Ich reise fast jede Woche dienstlich. Ich werde auch für mein Kind nicht zu Hause bleiben können. Das ist der Preis den man heute für einen Job zahlt. Wer natürlich diverse "Sonderwünsche" hat, wo, wie und was man arbeiten will, der wird kaum was finden. Möglich ist es. Meine Ma hat mit 50 einen neuen Job gefunden. Allerdings ist die dafür auch 400km weg gezogen.
Die Sozialabgaben, zahle ich für die, die ohne Unterstützung nicht leben könnten. Ich sehe nicht ein, jemanden von meiner Arbeit mit zu ernähren, der im Geheimen Ersparnisse, Häuschen und Auto hat. Das ist nämlich auch nicht gerecht. Es geht hier um Hilfe in der Not. Ein arbeitsloser Akademiker hat genausoviel oder genausowenig Unterstützung verdient wie ein arbeitsloser Maurer. Denn effektiv tun beide das selbe, nämlich nichts.
Die Arbeitlosen und Sozialhilfe soll Menschen die Existenz sichern, nicht den Wohlstand. Wer sich selber kein Auskomen verschaffen, kann, kann froh sein, etwas von anderen zu bekommen und sollte nicht vergessen, dass andere dafür arbeiten müssen.



geschrieben von: Move over Kate

Zitat:
Original geschrieben von aaraen
[...] Die Sozialabgaben, zahle ich für die, die ohne Unterstützung nicht leben könnten. Ich sehe nicht ein, jemanden von meiner Arbeit mit zu ernähren, der im Geheimen Ersparnisse, Häuschen und Auto hat. Das ist nämlich auch nicht gerecht. Es geht hier um Hilfe in der Not. Ein arbeitsloser Akademiker hat genausoviel oder genausowenig Unterstützung verdient wie ein arbeitsloser Maurer. Denn effektiv tun beide das selbe, nämlich nichts.
Die Arbeitlosen und Sozialhilfe soll Menschen die Existenz sichern, nicht den Wohlstand. [...]



Danke. Gäbe es mehr Bürger, die den eigentlichen Sinn und Zweck von Sozialhilfe so klar verstehen, dann könnten wir auf Montagsdemos etc. verzichten. Hartz IV reduziert Sozial- und Arbeitslosenhilfe auf ihren wesentlichen Kern, orientiert am Existenzminimum, das der Staat garantieren muß. Einzig die Tatsache, daß es durchaus Leute gibt, die arbeiten wollen und - insbesondere in den neuen Ländern - nichts finden, läßt die Sache trüb aussehen. Das Problem, daß mittlerweile wirtschaftliche Entwicklung losgelöst von Vollbeschäftigung möglich ist, kann auch Hartz nicht lösen.



geschrieben von: Move over Kate

Danke Odessa. Bist Du die Odessa, die gelegentlich mit einem Herrn Kübler korrespondiert?

MOK



geschrieben von: aaraen

Zitat:
Ich finde es hingegen, wie bereits angesprochen, einen Skandal ohne Ende, daß man für Brillen selber aufkommen muß - obwohl ich im Monat, MIT Arbeitgeberanteil, über 750 Euro Kassenbeitrag leiste und es KEINE selbstverschuldete Krankheit ist (wie eine Raucherlunge oder eine Säuferleber), wenn meine Augen schwach/kaputt werden nach 20 Jahren Getippsel. Es ist ein Skandal, daß Zahnersatz nicht mehr bezahlt wird (bzw. nur noch minimalst), denn wenn nachweisbar weder mangelnde Pflege noch Karies, sondern Kieferanomalitäten die Ursache sind für reihenweise ausfallende Zähne (z. B.), dann ist nicht einzusehen weshalb ich als Beitragszahler dann an die 5.000 Euro für ein Gebiss auszugeben habe (dafür müsste ich z. B. einen Kredit aufnehmen). Es ist auch ein Skandal, dass das Blindengeld gestrichen/gekürzt werden soll, und es ist ein Skandal daß Krebs-Routinekontrolluntersuchungen (Mammographie, Ultraschall) selber bezahlt werden müssen.


Das ist wohl wahr. Es gibt viele Baustellen. DA sollte nämlich viel eher das Geld hin.



geschrieben von: rainraven

Ich seh es nicht wirklich so wie aaraen und co.

Mir macht es psychische und physische Probleme, eine Arbeit auszuüben, die mir nicht liegt oder wo ich schlecht behandelt werde. (bin deswegen schon seit Jahren in-nutzloser- Therapie und habe körperliche Krankheiten) Ich muß aber etwas ausüben, was ich nicht mag, denn in dem,was ich gelernt habe, bekomme ich anscheinend nichts. Obwohl ich es verzweifelt versuche.
Andere Tätigkeiten, die ich alternativ dafür gerne ausüben WÜRDE, kann ich nicht (läßt man mich nicht), da ich die falsche Ausbildung dafür besitze und sie wahrscheinlich nicht mehr nachholen kann (bin 30).

Ich kann hier nicht weg, würde es auch nicht einsehen, wenn man mich von Partner, Heim, Familie und Freunden trennen würde, ich würde es auch nicht verkraften, sage ich ganz ehrlich. Und der Job wird für mich nie Selbstverwirklichung, sondern immer nur Mitel zum Zweck sein, deshalb ist er es einfach nicht wert, dafür alles aufzugeben. Es war schwer genug, eine Wohnung für uns beide hier zu finden, deshalb werde ich den Teufel tun und sie wieder aufgeben.
Ich finde es auch nicht okay, trotz Kind und Partner gezwungen zu sein, wegzuziehen oder die Familie meist nicht zu sehen wegen der Arbeit in einer anderen Stadt oder Land.
Das würde ich nicht als selbstverständlich ansehen, sondern als Unverschämtheit und Mißstand, und ich würde es nicht einfach so hinnehmen. Nur wenn man sich wehrt, wird sich vielleicht mal was ändern, nicht, wenn man alles hinnimmt.

Und man muß immer überlegen, wo man wohnt. In München reicht Sozialhilfe, gemessen an anderen Städtestandards wahrscheinlich nicht aus, um das Existenzminimum angemessen zu finanzieren. Das sage ich als jemand, der sich für ziemlich anspruchslos hält. Ich habe kein Auto, keine Kinder, keine kostspieligen Hobbies, aber Pille, Kontaktlinsen, Fahrkarte, Strom, Telefon, Internet, Versicherungen, ect. will auch alles finanziert werden. Und das sehe ich schon als mindest notwendig an. Wer lebt heutzutage schon ohne Telefon oder Strom?

Und ich bin auch niemand, der sagt, ich setze mich gerne auf die faule Haut und lasse mir mein Leben zahlen, aber ich denke, es wurde ziemlich viel falsch gemacht bei den achso tollen Reformen, denn bringen tun sie einen Sch***, vor allem für die normale Bevölkerung, nur die Reichen und Funktionäre profitieren davon. Ich kann mir nicht vorstellen, daß es die Wirtschaft ankurbelt, wenn alle Leute noch weniger Geld bekommen und viele dann unter der Brücke schlafen müssen. Ich denke eher, es fördert Kriminalität und Aufstände. Mehr Jobs oder eine tolle Lösung wurden jedenfalls nicht geschaffen. Denn sonst würde man mich Akademiker ja gerne auch z.B. als Gärtner nehmen, aber das geht ja nicht, weil ich die Ausbildung dafür nicht habe.

Und ich werde zum Ende des Monats wieder ohne Job dastehen (denn ein befristeter Zeiarbeitsvertrag war das Einzige, was ich nach einem Jahr Suche bekommen hatte), was soll ich dann machen außer weitersuchen und irgendwann Hilfe beantragen?



geschrieben von: Move over Kate

Zitat:
Original geschrieben von rainraven
Ich seh es nicht wirklich so wie aaraen und co.

[...] Andere Tätigkeiten, die ich alternativ dafür gerne ausüben WÜRDE, kann ich nicht (läßt man mich nicht), da ich die falsche Ausbildung dafür besitze und sie wahrscheinlich nicht mehr nachholen kann (bin 30).

Ich kann hier nicht weg, würde es auch nicht einsehen, wenn man mich von Partner, Heim, Familie und Freunden trennen würde, ich würde es auch nicht verkraften, sage ich ganz ehrlich. Und der Job wird für mich nie Selbstverwirklichung, sondern immer nur Mitel zum Zweck sein, deshalb ist er es einfach nicht wert, dafür alles aufzugeben. Es war schwer genug, eine Wohnung für uns beide hier zu finden, deshalb werde ich den Teufel tun und sie wieder aufgeben.
Ich finde es auch nicht okay, trotz Kind und Partner gezwungen zu sein, wegzuziehen oder die Familie meist nicht zu sehen wegen der Arbeit in einer anderen Stadt oder Land.
Das würde ich nicht als selbstverständlich ansehen, sondern als Unverschämtheit und Mißstand, und ich würde es nicht einfach so hinnehmen. Nur wenn man sich wehrt, wird sich vielleicht mal was ändern, nicht, wenn man alles hinnimmt.

[...]

Und ich werde zum Ende des Monats wieder ohne Job dastehen (denn ein befristeter Zeiarbeitsvertrag war das Einzige, was ich nach einem Jahr Suche bekommen hatte), was soll ich dann machen außer weitersuchen und irgendwann Hilfe beantragen?



Pappelerpapp. Im Moment betreue ich eine Anerkennungspraktikantin mit Mitte 40, die nach Ausbildung und Elternpause Sozialpädagogik studiert hat. Die ist locker 15 Jahre älter... Zwischen "können" und "wollen" gibt es einen Unterschied. Ich hab parallel zu meinem Fulltimejob trotz Familie, Freunden und Hobbys studiert und steh kurz vor dem Abschluß. Jammern hilft da nichts. "Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch anwenden. Es genügt nicht zu wollen, man muß auch tun." (Goethe).

Und was möchtest Du tun, was man nicht zuläßt? Die Berufswahlfreiheit ist in Deutschland zum Glück nur in wenigen Bereichen eingeschränkt. Und das nicht jeder Metzger als Hirnchirurg arbeiten darf, ist auch ganz schön...

Keiner macht dir dein Recht streitig, die Prioritäten zu setzen. Das ist dir unbenommen. Solange Du dich selbst finanzierst. Das Alternativprogramm der CSU (wenn ich mich recht entsinne) zu Hartz-IV stand unter dem Slogan "Fördern und Fordern". Ich bin bestimmt kein Anhänger der Stoiber-Partei - aber das Motto hat Berechtigung. Wer immer von der Solidargemeinschaft gefördert wird, darf sich deren Forderung nach Mitarbeit, Mithilfe oder Gegenleistung nicht entziehen.



geschrieben von: 2378

Also...

ein Job der Spaß macht ist genial und gut - aber falls man den erstmal nicht bekommt muss man eben einen anderen Job annehmen, damit man seinen Lebensunterhalt verdient.

Mit welchem Recht kann man als jemand der kein Geld verdient behaupten, dass der Rest für einen zahlen muss?

Ich finde es richtig, dass ein arbeitsloser Akademiker vom Arbeitslosengeld (also das Geld aus der Versicherung) mehr bekommt als jemand, der vielleicht nur einen minimalen Anteil eingezahlt hat. Dieses Geld bekommt man auch nicht unbefristet ausbezahlt.

Alles danach ist soziale Unterstützung vom Staat - getragen von der arbeitenden Bevölkerung... .

Wenn ich lese wie die Leute hier jammern usw, muss ich an den Artikel in der Zeit (müsste nachschauen ob es die wirklich war) erinnern - dadrin geht es eben genau dadrum, dass wir auf einem hohen Niveau jammern und im Ausland man es mittlerweile gerne als "die german angst" usw bezeichnet und nicht verstehen kann.
Dadrin wird auch aufgezählt, dass falsche Ernährung kein Klassenproblem ist (eine Mahlzeit für drei Leute bei McDoof kostete z.B. 17 Euro - davon kann man eine Familie auch locker zwei Tage gut ernähren, wenn man selbst kocht), sondern dass die Menschen zu faul geworden sind und dann eben nach einfachen Lösungen suchen, die aber keine sind.

Das einzige was mir an Hartz IV immer noch nicht gefällt, ist das ich die Alterversorung gefärdet sehe - weil die Freibeträge doch etwas zu gering sind... .



geschrieben von: aaraen

Zitat:
Original geschrieben von rainraven

[...]
Ich kann hier nicht weg, würde es auch nicht einsehen, wenn man mich von Partner, Heim, Familie und Freunden trennen würde, ich würde es auch nicht verkraften, sage ich ganz ehrlich. Und der Job wird für mich nie Selbstverwirklichung, sondern immer nur Mitel zum Zweck sein, deshalb ist er es einfach nicht wert, dafür alles aufzugeben. [...]



Das Argument höre ich oft. Solche "Allüren" muss man sich leisten können. Die meissten können das nicht. Nun, es steht jedem frei seine Prioritäten zu wählen. Wie schon gesagt, die Sozialhilfe sichert Deine Existenz. Wenn Du mehr vom Leben erwartest, und nicht, wie manche, auf Glück setzen willst, musst du allerdings auch ein paar Mühen und Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Ich würde nicht einsehen, für Dich mehr als das nötigste an Sozialabgaben zu bezahlen. Ich habe nämlich die Trennung von Freunden und Heimat in Kauf genommen und dafür soll ich mit meiner Abeit Leute "durchfüttern" die sich zu diesem Schritt zu fein sind. Ist das etwa gerecht?


PS: Freunde und Heimat findet man überall auf der Welt. Es dauert nur eine Weile und man muss es wollen. Das nur am Rande.





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