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Um das jetzt noch einmal definitiv klarzustellen:Zitat:
Original geschrieben von Odessa
TTP, und ich muss wieder "ganz simpel" fragen: Wenn Menschen dann tatsächlich fähig sind, mit der Waffe in der Hand ihr - vermeintliches - Recht auf "Ernährung durch andere" zu erkämpfen...
Genau das Letztere versucht meine Schwester nun schon seit einigen Jahren. Bisher hat sie das immer nur für kurze Zeit als ABM tun dürfen. Klar, sie könnte in den Westen gehen, wenn sie hier alles aufgibt, was sie sich im Laufe ihres bisherigen Lebens erarbeitet hat. Aber damit wäre den vielen Pflegebedürftigen, die es hier gibt, auch nicht geholfen. Was solls, es ist eben "kein Geld da". :mad:Zitat:
warum können sie dann (schon Jahre zuvor, Monate zuvor?) nicht statt der Waffe einen Besen in die Hand nehmen und einen Putzjob annehmen, oder ihre Energie in einem 3-Schichten-Pflegejob rauslassen?
Bisher hat es noch niemand geschafft, mir ein Lebendexemplar dieser Spezies zu zeigen. Wenn es in deiner Umgebung so viele davon gibt, dann hat wohl Ratte62 doch Recht mit seiner Ossi-Wessi-Unterscheidung. :rolleyes:Zitat:
Ich rede hier immer noch von nicht arbeitswilligen "Arbeitslosen", die durch diese Reform endlich (was ja schon jetzt Erfolge zeigt) mal ein bisserl "Druck" kriegen
Meinen Standpunkt zur Verdeutlichung noch einmal kurzgefasst: Reformen gegen Arbeitslosigkeit, die nur Geld hin und her schieben, statt wertschöpfende Arbeit zu organisieren, gehen definitiv am Ziel vorbei.Zitat:
Vielleicht reden wir aneinander vorbei, denn so grundsätzlich anders sehen Du und ich die Dinge ja nicht.... :-)
Vielverdiener? Das sind gerade mal 4000 Euro im Monat - da kriegt doch schon jeder Abgeordnete mehr an Diäten im Monat, als solche "Vielverdiener", und bei denen kommen noch die ganzen Um- und Auslagen dazu.Zitat:
Original geschrieben von 2378
Ich sprach nicht von den Vorständen sondern von den vielverdienern die aber noch locker unter den 100000 sind - die tragen verdammt viel:
Ein Beispiel von einem Jahresgehalt von 50000 Euro:
Da musst du noch wenigstens eine Null dranhängen, oder besser zwei Nullen. Und da sind die Einkünfte aus Börsen-Tätigkeiten noch nicht eingerechnet.Zitat:
(soweit ich weiß, kann man auch erfahren wieviel Vorstände verdienen - man muss nur mal recherchieren)
Wenn der Staat nicht zulässt, dass ein Leben ohne Geld möglich ist, muss er damit rechnen, dass die Leute eben ein Mindestmaß an Geld brauchen, um hier leben zu können. Und wenn die Preise permanent ansteigen (wie jetzt wieder die Mineralöl-Preise und alle irgendwie damit zusammenhängenden Dinge wie Transport, Bauindustrie, ...), dann steigt auch die Mindestmenge an Geld, die nötig ist, um hier leben zu können.Zitat:
Tja - wenn Geld nicht glücklich macht (gute Erkenntnis) wieso wollen dann die ganzen Empfänger aber noch mehr Geld vom Staat?
Dummerweise werden solche ehrenamtliche Betätigungen vom Staat vielfach als "Schwarzarbeit" angesehen und dementsprechend bestraft. Wem ist es da zu verdenken, dass er sich zurückhält?Zitat:
Wenn nur eine Aufgabe glücklich macht, warum suchen die Leute sich dann nicht erstmal ehrenamtliche Betätigungen - kommt dazu bestimmt besser in den Lebensläufen an als wenn da steht - 15 Monate nichts gemacht... - die Möglichkeiten gibt es...
Mein Stolz wäre verletzt, wenn ich eine Arbeit tun sollte, die anderen Menschen und mir selbst schadet statt nützt, dann würde ich es doch eher ertragen, als Faulenzer und Asozialer beschimpft zu werden und ein reines Gewissen mir selbst gegenüber zu behalten.Zitat:
Stolz ist aber für den Menschen etwas wichtiges - solange man etwas macht ohne seinen Stolz zu verletzen hat man wenigstens in dem Sinne keine Probleme mit sich...
Wenn von einem gut wirkenden Präparat, von dem 100g 1 DM kosten, die Rezeptur "eingekauft" wird, und das dann vom neuen Monopolisten zu 9 Euro für 50g angeboten wird, dann hört mein Verständnis langsam auf. Das hat mit Gesundheitsförderung nichts mehr zu tun, das ist pure Gewinnsucht.Zitat:
Medis... ich sehe bei meiner Mutter wie teuer die Präperate sind, aber auch, dass sie was bringen... - wenn Medikamente was bringen sollte man sie bezahlen und punkt...
Statt darüber zu spotten wäre es angebrachter, etwas dagegen zu tun ...Zitat:
Ich sehe aber auch, dass dank den neuen Volksportes Depressionen
Zitat:
Original geschrieben von 2378
Nochmal hier meine Frage:
Wenn man zur Zeit keinen bezahlten Job findet, was spricht dagegen was ehrenamtlich zu machen und damit der Gemeinschaft sozusagen was zurückzugeben?
Ehrenamtliche Jobs gibt es fast für jeden Bereich zu genüge... und das wäre doch schon mal ein Ansatz oder?
Die Tatsache, dass man auch ohne bezahlten Job etwas zu Essen und eine Unterkunft braucht.Zitat:
Original geschrieben von 2378
Nochmal hier meine Frage:
Wenn man zur Zeit keinen bezahlten Job findet, was spricht dagegen was ehrenamtlich zu machen und damit der Gemeinschaft sozusagen was zurückzugeben?
Mir hat dieser Ansatz nur eine Menge Ärger gebracht (Sperrung des ALG inklusive Rückzahlungsforderungen, Dispo-Kündigung, Stromabschaltung, ...)Zitat:
Ehrenamtliche Jobs gibt es fast für jeden Bereich zu genüge... und das wäre doch schon mal ein Ansatz oder?
Mit dem Unterschied, dass ein "Wessi", der in den Osten geht, wesentlich mehr Kohle bekommt, als ein "Ossi", der in den Westen geht. :DZitat:
Es gibt auch in Westdeutschland Beziehungen die über Jahre (trotz zwei Kinder) eine Fernbeziehung sind, da der Mann nur im Osten einen Job bekam und die Frau nicht wegwollte - tortzdem geht es gut..
Wenn du wie ich schon mal etliche Wochen ohne Strom gelebt hast, dann weißt du, das das nicht immer geht ...Zitat:
Es gibt Bahn, Telefon, Internet - Kontakte kann man immer halten.
Dort, wo man hingeht, ist man möglicherweise nicht willkommener, als es die Ausländer hier in Deutschland sind ...Zitat:
Sorry, wenn ma nur an einem Ort bleiben will und weiß das es da wirtschaftlich nicht gut steht (wir haben dadrin auch noch ein Nord-Süd Gefälle) dann muss man eben weggehen...
Zitat:
Zitat:
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Ich sehe aber auch, dass dank den neuen Volksportes Depressionen
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Statt darüber zu spotten wäre es angebrachter, etwas dagegen zu tun ...
Zitat:
Wer wirklich schon mal mit Depression zu tun hatte, weiß, was dann noch geht, oder eben auch nicht.
Solche Spötteleien führen dann jedenfalls eher dazu, daß man noch mehr versinkt.
Das ansteigen echter Depressionen als 'Volkssport' zu bezeichnen ("Sollen se halt mal ihren Arsch hochkriegen"), ist gefährlich und kontraproduktiv und der nachweisbare Anstieg echter Depressionen in der letzten Zeit spricht m.E. Bände.
(Ich rede hier übrigens nicht von dem schnell dahingesagten "man bin ich depressiv". das gibts zwar auch, aber das meine ich nicht.)
Zitat:
Original geschrieben von decay73
Die ganze Diskussion ist mittlerweile eine reine Neiddiskussion. Und zwar nicht nur eine von unten nach oben, sondern auch von oben nach unten oder in der Horizontalen.
Was soll nun wieder das Gerede von "allgemeinen Bürger", "hochbezahlten Abgeordneten" und "besserverdienden Durchschnittsbürger"? Entweder es sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich oder das ist eine verdammte Lüge.Zitat:
Original geschrieben von 2378
Stop - ich rede von dem allgemeinen Bürger - da gibt es auch welche die 100000 verdienen oder sogar 150000 - nicht von den hochbezahlten Abgeordneten (das da was geändert werden muss, bezweifl ich nicht, aber der besserverdienden Durchschnittsnürger nährt unser System viel mehr (meiner Meinung nach als ein paar hoch bezahlter Leute).
Das hängt, wie schon gesagt, von den Preisen ab, im Moment vielleicht schätzungsweise 1000 Euro netto pro Nase. Ziel einer vernünftigen Politik sollte es aber sein, diesen Fall gar nicht eintreten zu lassen, sprich mehr Arbeitsplätze zu schaffen, statt Almosen zu verteilen. Wäre es z.B. im Falle meiner Schwester nicht viel sinnvoller, ein wenig Geld zuzuschießen und damit einen festen Arbeitsplatz für sie zu schaffen, statt sie nach einem halben Jahr nach Hause zu schicken und ihr Geld "für's Nichtstun" zu zahlen, das wesentlich höher ist, als ein Zuschuss zum Arbeitsplatz wäre, das aber im Unterschied zum festen Arbeitsplatz trotzdem nicht zum Leben reicht?Zitat:
Ich frage mich immer noch welche Mindestmenge notwendig ist, wenn man komplett von den arbeitenden getragen wird
Und aus diesem Neid heraus wird ein System finanziert, das 80 Prozent der verfügbaren Mittel für seine eigene Bürokratie auffrisst, statt damit Arbeit zu schaffen. :mad:Zitat:
(ja und einfach ist es nicht immer, aber gerade die Hilfe soll man auch NUR bekommen wenn man sie nötig hat)
Aber nicht für Medikamente, die sich schon jahrzehntelang bewährt haben. Das ist Abzocke, nichts weiter.Zitat:
Bei Medikamenten muss man sich immer bewusst sein, dass die Entwicklungskosten das höchste sind
Nicht an den Symptomen herumdoktern, sondern die Ursachen beseitigen, die zu den Depressionen führen, indem man Arbeit, Grundversorgung und Kommunikationsmöglichkeiten schafft. Dazu ist nicht immer eine riesige Menge Geld nötig, manchmal reichen schon ein paar kleine Gesetzesänderungen. Neptunia hat schon einige Vorschläge gemacht, weitere Anregungen finden sich in der Abschiedsrede des letzten Bundespräsidenten Johannes Rau.Zitat:
Was soll man bitte gegen Depressionen machen
Zitat:
Wie gesagt - gegen echte Depressionen werde ich NIEMALS was sagen (wie auch, ich komme aus einer Familie wo es in jeder Generation bei FAST jedem auftritt ) - aber was ich immer mehr höre zeigt ein anderes Bild.
Menschen die an einer wirklicheN Depression erkranken müssen unterstützt werden und da ist es was anderes... - aber wie gesagt zwei Tage schlecht drauf und sofort bekomme ich zu hören (von Bekanten oft) - ich leide wohl unter Depressionen... und wenn das schon welche sind, will ich nicht wissen woran meine Familie dann leidet (und sich wegen solchen Leuten schämt überhaupt zum Arzt zu gehen)
Zitat:
Woher soll den das Geld für alle kommen - bisher hat mir ncoh keiner das erklären können
Zitat:
Ehrenamtlich war auch nur gemeint für die Zeit wo man keinen bezahlten Job bekommt und man tut der Gemeinschaft sogar was gutes - sieht auf dem Lebenslauf gut aus und die Jobchancen müssten sogar erhört werden...
Zitat:
Ehrenamtlich war auch nur gemeint für die Zeit wo man keinen bezahlten Job bekommt und man tut der Gemeinschaft sogar was gutes
Ein Start wohin? Unter die Brücke?Zitat:
Original geschrieben von 2378
Ganz einfach - es soll ein Start sein und nicht mehr...
Wenn für Alle die Grundversorgung gesichert ist, gibt es für Niemanden mehr eine Ausrede, nicht arbeiten zu können (außer denen, die wirklich arbeitsunfähig sind). Die von dir schon so oft angesprochenen hohen Lohnnebenkosten fallen weg, Arbeit wird günstig, wie von dir gewünscht. Die arbeitende Bevölkerung ist praktisch gleich der arbeitsfähigen Bevölkerung, sozusagen Vollbeschäftigung. Da sollte wirklich genug an Werten vorhanden sein. Zusätzlich gibt es noch die von LaChatte schon genannten weiteren Geldquellen.Zitat:
Woher soll den das Geld für alle kommen - bisher hat mir ncoh keiner das erklären können (außer von der arbeitenden Bevölkerung)
Wer das Geld für Miete und Essen nicht zusammenbringt,für den ist ein gutaussehender Lebenslauf erstmal zweitrangig, glaub mir.Zitat:
Ehrenamtlich war auch nur gemeint für die Zeit wo man keinen bezahlten Job bekommt und man tut der Gemeinschaft sogar was gutes - sieht auf dem Lebenslauf gut aus und die Jobchancen müssten sogar erhört werden...
Wieviele deutsche Arbeitslose hängen denn da noch nichtstuend in Florida rum? 4000? Das wären dann immerhin etwa 0,1 Prozent der (offiziell registrierten) Arbeitslosen.Zitat:
Original geschrieben von Odessa
Dieser Florida-Schorschi oder wie der hiess ist aber leider eben nicht ein Einzelfall....
Ich glaube ich muss meine Frage wiederholen: Sind in Deutschland alle Menschen vor dem Gesetz gleich oder ist das eine verdammte Lüge? Sind Politiker etwas Besseres als "die faulen Sozialschmarotzer"? Wieso werden Politiker eigentlich für ihre Arbeit nicht genauso leistungsgerecht bezahlt wie andere Menschen? Und wieso werden sie nicht genauso gefeuert und zum Arbeitsamt geschickt, wenn sie Mist bauen? Es fänden sich bestimmt genug Leute, die deren Job besser machen würden, und das sogar für weniger Geld.Zitat:
Aber dass Politiker glaubwürdig sind oder gar "Charakter" haben - lieber decay, DAS war lange vor unserer Zeit...oder zumindest waren wir da noch in den Kinderschuhen ;-)...
Ich stimme dir zu, dass es bestimmt aussichtsreicher ist, irgendwo einen schlechtbezahlten Job zu bekommen, als zu den 4000 Auserwählten Nichtstuern in Florida zu gehören. :DZitat:
Es ist für Leute über 45, speziell für Frauen, tatsächlich nicht so einfach, einen festen "richtigen" Job zu kriegen...trotzdem kann man nicht sagen dass es prinzipiell "aussichtslos" ist...
Komisch, als LaChatte genau das einige Seiten weiter vorn schon einmal vorgeschlagen hat, hast du lauthals dagegen gewettert. :rolleyes:Zitat:
DAS würde ich als allererstes ändern. ALLE in eine Kasse, fertig, und ganz unabhängig von der Gehaltshöhe.
Ich warte immer noch auf die Vorführung nur eines einzigen Lebendexemplars dieser Spezies ...Zitat:
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pauschal steht: 'nutzlos, wertlos, dumm und faul', was auch hier zu sehen ist.
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... ich bin mir sicher klargemacht zu haben, dass ich die Arbeitslosen meine, die KEINEN BOCK haben zu arbeiten.
Ich fragte nach lebenden Arbeitsunwilligen, nicht nach Zeitungsenten.Zitat:
die "Lebendbeispiele", auch das erwähnte ich Seiten zuvor, wurden in einem Bericht eines sehr "linken" Magazins gebracht..wo es hiess, dass 20% der Langzeitarbeitslosen sich jetzt auf einmal doch in Jobs begeben, weil sie nicht "überprüft" werden wollen in ihren "Vermögensverhältnissen" (Hartz-Fragebogen-Thema).
Und warum nur von anderen Arbeitslosen, und nicht auch von zurückgetretenen Politikern und Vorstandsfunktionären?Zitat:
ich werde mir dann nicht zu schön sein, irgendeinen anderen Job zu machen, nur das habe ich klargestellt und dass ich das auch von anderen Arbeitslosen erwarte.
Kostet es wirklich 1.100 Euro, zwei Zimmer einen Monat lang in einem bewohnbaren Zustand zu halten, oder was passiert mit dem ganzen Geld, das nicht für diesen Zweck verwendet wird, wo fließt das hin? Wer fragt eigentlich nach solchen "Sozialschmarotzern"?Zitat:
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Erhöhung MWSt
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Wunderbar. Dann zahle ich ja NOCH mehr für alles, was jetzt schon überteuert ist. Und 2.000 Euro reichen doch JETZT schon nicht zum Leben, wenn ich in einer Stadt wie München für 2 simple Zimmer schon 1.100 Euro Miete zahle....
Zitat:
Ich glaube ich muss meine Frage wiederholen: Sind in Deutschland alle Menschen vor dem Gesetz gleich oder ist das eine verdammte Lüge? Sind Politiker etwas Besseres als "die faulen Sozialschmarotzer"? Wieso werden Politiker eigentlich für ihre Arbeit nicht genauso leistungsgerecht bezahlt wie andere Menschen? Und wieso werden sie nicht genauso gefeuert und zum Arbeitsamt geschickt, wenn sie Mist bauen? Es fänden sich bestimmt genug Leute, die deren Job besser machen würden, und das sogar für weniger Geld.
Nicht die Kosten bestimmen den Preis sonderen die Nachfrage.Zitat:
Kostet es wirklich 1.100 Euro, zwei Zimmer einen Monat lang in einem bewohnbaren Zustand zu halten, oder was passiert mit dem ganzen Geld, das nicht für diesen Zweck verwendet wird, wo fließt das hin? Wer fragt eigentlich nach solchen "Sozialschmarotzern"?
Zitat:
Wenn für Alle die Grundversorgung gesichert ist, gibt es für Niemanden mehr eine Ausrede, nicht arbeiten zu können (außer denen, die wirklich arbeitsunfähig sind). Die von dir schon so oft angesprochenen hohen Lohnnebenkosten fallen weg, Arbeit wird günstig, wie von dir gewünscht. Die arbeitende Bevölkerung ist praktisch gleich der arbeitsfähigen Bevölkerung, sozusagen Vollbeschäftigung. Da sollte wirklich genug an Werten vorhanden sein. Zusätzlich gibt es noch die von LaChatte schon genannten weiteren Geldquellen.
Und nicht zu vergessen: Die ganze für den riesigen Bürokratenapparat verschwendete Kohle (inklusive diverser 800.000-Euro-Berater-Honorare) wird plötzlich für sinnvolle Zwecke verfügbar ...
Das glaube ich :(.Zitat:
Wer das Geld für Miete und Essen nicht zusammenbringt,für den ist ein gutaussehender Lebenslauf erstmal zweitrangig, glaub mir.
Zitat:
Ich glaube es gibt schon den einen oder anderen faulen Politiker, der sichs gut gehen lässt. Im Gegensatz zu den gehassten Managern kann der Politker sich es gut gehen lassen, denn es kommt ja kein raffgieriger Nachfolger der den Job möchte.
Zitat:
Wenn für alle die Grundversorgung gesichert ist, warum sollte dann überhaupt noch jemand was tun? Nicht jeder liebt seinen job, dass er dafür sein halbes Leben opfert.
Der Bürokratenapperat gehört allerdings kärfit gestutzt.
Zitat:
Aber wie kann so etwas passieren?
Fehlkalkulation? unliquide?
Sozialhife gibts immer. Ja sie ist wenig. Aber sie soll auch kein alternativ Lebensweg sein!
Zitat:
Original geschrieben von 2378
Woher soll den das Geld für alle kommen - bisher hat mir ncoh keiner das erklären können (außer von der arbeitenden Bevölkerung)
Zitat:
Na daher, wo es jetzt auch herkommt. Aus ehrlicher, wertschöfpender Arbeit.
Nur daß nicht mehr direkt an den Arbeitnehmer ausgezahlt wird, sondern in einen großen Topf, aus dem jeder einen Lebensunterhalt bestreiten kann.
Zitat:
Original geschrieben von 2378
Also du willst mir erzählen, dass dir es egal ist wieviel Geld du hast?
Ich meine nur, es ist leider so, dass man sehen muss, dass arbeit sich lohn - menschlich wie materiel...
Und sobald alle das selbe Geld dafür bekommen, dann klappt es nicht mehr, dann gibt es nämlich einen neuen Neidfaktor:
Der amcht viel weniger und bekommt genausoviel wie ich
Zitat:
Odessa hat genug Gegenbeispiele genannt, dass die Leute es einfach nutzen und zufrieden ohne arbeit sind - was wollt ihr mit den Leute machen?
Zitat:
Wenn du mehr Verantwortung übernimmst, bekomsmt du mehr
Wenn du mehr lernst, kommst du weit
Zitat:
und an LaChatte - ja wir zahlen weniger Mehrwertsteuer, dafür haben wir Abgaben auf das Gehalt direkt, die kann keiner sonst verstehen - genug Rechnung hast du schon gesehen oder schaue einfach mal auf einem Lohnrechner wieviel nach dt. Massstäben von deinem Gehalt übrig bleiben würde ...
Zitat:
JEDER kann machen was er will und wo - und jeder bekommt JETZT schon soviel Geld, dass er überleben kann... Lebensstandarthalten ist was anderes - dafür muss man arbeiten...
Zitat:
Original geschrieben von 2378
Wie soll ein Land sich in Forschung usw weiterentwickeln, wenn niemand einen Sinn dadrin sieht soweit zu gehen - oder wie sollen wir genug Lehrer bekommen wenn sie sich sagen, wieso soll ich die Schüler unterrichten, ich bekomme so genug Geld usw? (besonders wenn man bedenkt wie wenig motviviert die Schüler dann sein werden[noch weniger als jetzt] wenn sie wissen, dass es scheiss egal ist was sie machen?)
Zitat:
die Frage ist, ob das unsere Idee von Menschlichkeit ist, wenn die andern gerade knapp nicht verhungern...im Bewusstsein, dass die Erde genug Ressource bietet, so dass wir alle anständig leben könnten.
Zitat:
Gar nichts. Da spart man sogar noch am Gehalt des Beamten, der sich heute ganz furchtbar anstrengen muss, ständig zu kontrollieren, was dieser oder jener denn gerade macht.
Zitat:
Original geschrieben von 2378
Stimmt und was ist, wenn jetzt 50% so denken würden - wie willst du es dann noch finanzieren? (Eigentlich müsste man vom schlimmsten ausgehen, also das am Schluss irgendwann 99% so denken - was willst du dann machen?)
Zitat:
Hm... der Mensch ist faul...
Zitat:
Toll und wer macht die nicht beliebten Jobs - wenn wir alle das gleiche bekommen?
Zitat:
Und bitte erkläre mir endlich mal den Anstieg, dass plötzlich 20% unseres Langzeitarbetislosen nach einem Job jetzt erst suchen wo das Geld knapp wird????
Zitat:
Sorry - nein, ich mag keine Faulenzer auf meine Kosten mitziehen. Echt nicht, das seh ich nicht ein. Das ist einfach meiner ganzen "Tradition" und Kultur und Mentalität sowas von zuwider...
Zitat:
Guckst Du bei jedem Eingeborenenstamm - wo jeder, bis er ins Grab fällt, eine Aufgabe hat.
Zitat:
Und ich weiss, in Deinem System wäre es anders...aber JETZT haben wir dieses System nicht sondern das System, in dem ich als Arbeiter ausgeblutet und abgezockt werde und gesunde 20jhr.
Zitat:
Nur - solange sich nicht ALLE ändern und das System grundlegend ändern, sind das nur Träume. Die darf man zwar haben - aber es löst aktuell keine Probleme. Da bin ich wiederum zu sehr Realist und sage mir: ok, wir müssen aus dem was wir jetzt haben, das Beste machen.
Irgendein Hobby hat wohl Jeder. Und wenn es wirklich zu viele Leute gibt, die kein Hobby haben, das sie zum Beruf machen könnten, dann könnte man zur Abwechslung mal Werbung und Marketing für einen sinnvollen Zweck einsetzen und Interesse an diversen Hobbies schaffen.Zitat:
Original geschrieben von Suicide-Smurf
Wenn für alle die Grundversorgung gesichert ist, warum sollte dann überhaupt noch jemand was tun? Nicht jeder liebt seinen job, dass er dafür sein halbes Leben opfert.
Das kannst du aber nicht, wenn du die Leute flächendeckend überwachen willst, ob sie nicht heimlich zu Hause irgendwelche Erbstücke und ähnliches verstecken, die ihnen noch wegzunehmen wären, bevor man sich dazu herablässt, ihnen lebensnotwendige Dinge zu gönnen.Zitat:
Der Bürokratenapperat gehört allerdings kärfit gestutzt.
Ja, Fehlkalkulation, Fehlkalkulation des Staates.Zitat:
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Wer das Geld für Miete und Essen nicht zusammenbringt, für den ist ein gutaussehender Lebenslauf erstmal zweitrangig, glaub mir.
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Das glaube ich . Aber wie kann so etwas passieren?
Fehlkalkulation?
Dass der Staat für solche Ungerechtigkeiten gehasst wird, ist mir durchaus verständlich.Zitat:
Original geschrieben von Suicide-Smurf
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Kostet es wirklich 1.100 Euro, zwei Zimmer einen Monat lang in einem bewohnbaren Zustand zu halten?
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Nicht die Kosten bestimmen den Preis sonderen die Nachfrage. Wenn 3 Leute die Wohnung haben wollen bekommt sie der, der den besten Preis bezahlt!
Wenn sie für ihre Arbeit nur den verdienten Lohn bekommen würden, könnten sie nicht viel Vermögen anhäufen, und es wäre gar nicht ausgeschlossen, dass sie Sozialhilfe benötigen könnten ...Zitat:
Original geschrieben von 2378
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Ich glaube es gibt schon den einen oder anderen faulen Politiker, der sichs gut gehen lässt.
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Also erstmal wenn sie gefeurt werden könnten, dann würden sie Arbeitslosengeld bekommen und das wäre es erstmal - weil sie wohl alle zuviel Vermögen für Sozialhilfe haben.
Wieso am lautesten schreien? Den Job erhalten diejenigen, die dafür die besten Voraussetzungen mitbringen: Ausbildung, Praxiserfahrung, Arbeitszeugnisse, ... eben genauso als wenn sie sich um einen anderen Job im öffentlichen Dienst bewerben würden.Zitat:
Ich empfinde es als gefährlich, wenn man jederzeit einen Politiker feuern könnte, dann würden die immer sich durchsetzen die am lautesten schreien.
Indem ich DENJENIGEN das überflüssige Geld wegnehme, die es nicht für das eigene Wohlergehen brauchen, sondern soviel übrig haben, dass sie Politiker damit bestechen können.Zitat:
Politiker bekommen übrings mehr Geld, damit es schwerer wird sie zu bestechen - würdest du gerne ein anderes System dafür haben und wie willst du dann dafür sorgen, dass sie sich nicht bestechen lassen?
Warum nicht Werbung und Marketing dafür einsetzen,Zitat:
Der Traum das jeder seinen Traumjob haben kann, ist nicht zu erfüllen und hast du mal so rumgeschaut wie so mache 15jährigen in dem Alter denken? Wieso soll ich denn einen guten Abschluss machen - Hauptschule reicht vollkommen und danach werde ich auch gut leben können (Null Bock scheit da normal zu sein) - und übrings das Problem
haben Eltern aus ALLEN Schichten... - dass viele Kinder sich fragen wieso mehr arbeiten wenn es leichter auch geht.
Auch dafür könnte man WerbungZitat:
Zum anderen... wurde letzens in der Zeit gut beschrieben, wie man sich gesund mit wenig Geld ernähren kann und das für eine dreiköpfige Familie ein Trip zu McDoof vier Tage selbst kochen kosten würde (und zwar das ganze Zeug direkt von Markt - also nicht aus dem Discounter).
Oh, sorry, ich war bisher immer der irrigen Ansicht, REFORMEN wären dazu da, etwas Neues einzuführen. :DZitat:
Original geschrieben von Odessa
Es geht um Hartz-Reform hier, nicht darum, neue Systeme einzuführen.
Komisch, je länger die Hartz-IV-Diskussion andauert, um so mehr neige ich zu der von LaChatte geäußerten Ansicht, dass mir Typen, die Gesetzeslücken für ihr eigenes Wohlergehen ausnutzen, um einiges lieber sind, als Diejenigen, die Reichtum anhäufen, den sie gar nicht für das eigene Wohlergehen brauchen, und zwar dadurch, dass sie mit ihrer "ehrlichen Tätigkeit" das Wohlergehen anderer Menschen verhindern, oder deren Leben zerstören, indem sie z.B. Waffen nach Israel und anderswohin liefern.Zitat:
... ARD-Redaktion ... da wurden diese Beispiele GEZEIGT denn sie äußerten sich selbst im Fernsehen dazu, sagten, dass sie jetzt "wegen Hartz doch lieber einen Job annehmen, der unter ihrer Qualifikation/Würde ist, anstatt ihre Vermögensverhältnisse offenzulegen". Von den Reportern befragt, weshalb sie davor so Angst haben wenn sie denn so arm wären bzw. wie glaubwürdig ihre jahrelange "angeblich nicht zu ändernde" Arbeitslosigkeit denn dann noch sei, antworteten zwei davon ... , dass sie es "als ihr Recht empfunden hätten, jahrelang daheim zu bleiben wenn sie nichts adäquates angeboten kriegen, es ist ja nicht ihre Schuld wenn der Staat keine Arbeitsplätze findet für sie". So eine arrogante freche Einstellung muss man sich erstmal äussern trauen!
Ich glaube dir gern, dass du einige Tausend wirkliche Nassauer findest, die du im Fernsehen vorführen kannst. Aber wie schon zum Beispiel "Florida-Rolf" gesagt: Selbst 4000 böse "Sozialschmarotzer" sind erst mal 0,1 Prozent der offiziellen Arbeitslosenzahl.Zitat:
Und es gibt fast täglich - denn mittlerweile fernsehe ich deswegen sogar öfter - Berichte und Sendungen, wo Du genau solche Nassauertypen vorgeführt kriegst und ich glaube NICHT, dass das alles Schauspieler sind.
Das glaube ich dir gern. Wie schon geschrieben, bin ich weit davon entfernt, die Menschen für "gut" zu halten. Jeder sieht, wie er am besten sein Schäfchen ins Trockene bekommt, das ist nur all zu menschlich. Soll man sie darum hassen?Zitat:
Denn dazu habe ich mit genau solchen Typen zu oft zu tun gehabt in meiner Ausbildung und auch später. Meine Erfahrungen in einer Stadt wie München musst Du mir schon glauben, solange Du nicht selbst jahrelang hier warst und nicht mit eigenen Augen gesehen hast was da abgeht und wie "beschissen" wird von manchen Leuten.
Zunächst einmal war die Auswahl an Arbeitsplätzen für die Leute, die arbeiten wollten, wesentlich größer. Da hat wirklich Jeder, der einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz wollte, auch einen bekommen. Mit den wenigen Leuten, die nicht arbeiten wollten, ist man allerdings teilweise recht rabiat umgegangen.Zitat:
Dass es im Osten nicht so war, glaube ich Dir gerne - die DDR war nicht so blöd, arbeitsscheue Typen mit durchzufuttern, oder?
Das tue ich ganz bestimmt nicht. Nur, wenn die Bedingungen in West und Ost so verschieden sind, dann kann man eben nicht für West und Ost die gleichen Methoden verwenden. Nicht ohne Grund gibt es im Osten die meisten Proteste gegen Hartz-IV, während es im Westen weniger gibt - dort sind die Maßnahmen vielleicht wirksam. Ich kann in meiner Beurteilung von Hartz-IV nur von dem ausgehen, was ich um mich herum sehe und erlebe, und hier betrachte ich die Wirkungen von Hartz-IV als verheerend.Zitat:
Aber bitte sag dann mir nicht, wie es hier im Westen lief, wo ich gelebt und gearbeitet habe und wo das System schon immer so war, dass jeder, der nix tat, genauso gut leben konnte wie der der was tat.
Mir geht es nicht um Statistiken, sondern um die Beweggründe der einzelnen Menschen, die ich gern aus ihrem eigenen Mund hören würde, und nicht im Fernsehen, aus dem Zusammenhang gerissen und im Interesse der Auftraggeber in Szene gesetzt. Ich habe schon mehrmals betont, dass meine Devise lautet: MITEINANDER reden, statt übereinander".Zitat:
Wenn Du "Lebendbeispiele" willst, TTP - dann geh einfach mal auf ein Sozialamt und lass Dir die Statistiken zeigen.
Genausowenig, wie ich Menschen für "gut" halte, halte ich sie für schlecht. Jeder hat seine Beweggründe, etwas zu tun oder nicht zu tun. In einem System, das auf Lüge und Betrug aufgebaut ist, sollte es nicht verwundern, wenn sich Menschen zum eigenen Vorteil der Lüge und des Betruges bedienen.Zitat:
Und, lieber TTP - Namen und Adresse dieser Menschen darf ich Dir und niemand nennen, denn in diesem Land haben wir - leider, möchte ich bei sowas sagen - Datenschutz, der verhindert dass solche kriminellen Typen öffentlich bekannt gemacht werden.
Solange du solche maßlosen Ungerechtigkeiten gutheißt, dann schimpfe nicht über die kleinen Leute, die sich ihr Leben durch Ausnutzen von Gesetzeslücken etwas erträglicher machen wollen ! :mad:Zitat:
@Mieten: keine Ahnung ob es 1.100 Euro kostet, 2 Zimmer bewohnbar zu halten. Aber wir sind hier im FREIEN Westen und da kann ein Vermieter verlangen was er will, solange es ortsüblich ist.
Und da spielt es gar keine Rolle, ob er dieses "EIGENE Geld" aus wertschöpfender Arbeit, aus kleinen Sozialamts-Betrügereien, aus Börsenspekulationen oder aus dem Tod von ein paar Hundert Irakern oder Palästinensern gewonnen hat?Zitat:
Jeder hat seine eigenen Ansprüche und solange jemand diese Ansprüche - seien es nun nur Konzertbesuche oder jedes Jahr eine neue Rolex oder die 2. Villa am Tegernsee - mit seinem EIGENEM Geld befriedigt, habe ich da die Klappe zu halten. Denn alles andere ist reiner Neid und Frust.
Ja, so ist es ...Zitat:
Und nochmal: Es steht jedem hierzulande FREI, sein Glück zu suchen in jedem Land dieser Erde, jeder kann sich hocharbeiten und jeder "darf" reich werden, es wird niemandem verboten.
Der Grund - SOZIALNEID - ist der gleiche, nur die Methoden sind etwas subtiler geworden. Während man die Menschen, die in der DDR auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung kostenlose Bildung und soziale Betreuung in Anspruch genommen hatten und dann nicht gewillt waren, diesen Vorschuss durch Arbeit für die DDR zurückzugeben, an der Grenze erschossen hat, lässt man heute die Ausländer und "Sozialschmarotzer" von Neonazis totschlagen und tottrampeln oder tritt ihre Würde so lange in den Dreck, bis sie sich selbst aufhängen.Zitat:
Die Chancen sind für alle hier in Deutschland die gleichen, wir haben ja Gott sei Dank KEIN DDR-Regime mehr, das Menschen erschoss wenn sie das "glorreiche" System verlassen wollten
Menschen sind nun mal, wie sie sind - Tiere mit ein paar zusätzlichen Fähigkeiten - und lassen sich nicht wesentlich verändern. Alle diesbezüglichen Versuche haben bisher nur zu unendlichem Leid geführt, auch und gerade dann, wenn sie "gutgemeint" waren.Zitat:
Ich liebe Freiheit und habe keine Lust, sie mir miesreden zu lassen von Menschen, die ihre eigene Lebensunfähigkeit und ihren Sozialfrust/-neid immer auf den bösen Staat schieben.
Da stimme ich dir zu.Zitat:
Es gibt viel Ungerechtigkeit, klar, es ist eine Frechheit das Politiker absahnen auch wenn sie unfähig sind, aber auch das, TTP, steht nicht bei Hartz zur Diskussion und somit kann es dadurch auch nicht geändert werden.
Ich kenne die arabischen Verhältnisse nicht so genau, aber diesen Masochismus, sich stundenlang abzurackern und sich nicht einmal eine Siesta zu gönnen, kenne ich nur von den (alten und neuen) Bundesdeutschen. Auch die Menschen aus dem arabischen Raum, die ich bisher kennenlernen durfte, hatten - trotz ihrer für meine Ohren ungewohnten Lautstärke beim Sprechen - die gleiche innere Ruhe und Gelassenheit, wie sie auch bei den DDR-Bewohnern noch vorhanden war (wofür sie von den "Alt- und Neu-Wessis" gern als faul und langsam beschimpft werden).Zitat:
Original geschrieben von Odessa
Das ist nicht typisch deutsch (wenn schon dann arabisch), das ist normales Verhalten.
Wie LaChatte schon schrieb, ist die Arbeitsteilung bei ihnen aber wesentlich besser geregelt. Vor allem werden die Kinder (wie es auch in der DDR üblich war, und in vielen anderen europäischen Ländern noch üblich ist) schon von klein auf mit in die Arbeits- und Organisationsprozesse mit einbezogen. Meine Geschwister und ich hatten schon von klein auf unsere Aufgaben in Haus und Garten, das fing schon mit 3-4 Jahren mit der eigenen Verantwortung für ein Möhren- oder Radieschenbeet im Garten an und setzte sich fort über die Verantwortlichkeit für Kaninchen und andere Kleintiere und ging weiter mit dem Anheizen des Ofens nach Heimkehr aus der Schule in den Wintermonaten. Und jedes Kind spürte am eigenen Leib (z.B. einem kalten Zimmer), wenn es seine Aufgaben nicht erfüllt hatte.Zitat:
Guckst Du bei jedem Eingeborenenstamm - wo jeder, bis er ins Grab fällt, eine Aufgabe hat. Macht die einer nicht weil er nicht will (nicht weil er nicht kann!), dann jibbed nix zum Essen und die Gemeinschaft verjagt ihn ausm Dorf.
Ist die Frage, was man unter Reichtum versteht. Ich gönne Jedem das, was seinem Wohlergehen dient, was er selbst für ein schönes Leben nach seinen Vorstellungen nutzen kann.Zitat:
Und wer ist denn diejenige, die den Reichen, den Managern, den Firmenbossen usw. ihren Reichtum nicht gönnt? ;)
Komisch, dass es dich dabei nicht stört, dass 80 Prozent oder mehr von diesem Geld indirekt Leuten in den Rachen geworfen werden, die dafür nichts anderes "tun", als etwas zu besitzen. Noch schlimmer, du bist sogar bereit, diesen Leuten, die nichts weiter "tun", als etwas zu besitzen, auch noch 80 Prozent von deiner verbliebenen Hälfte in den Rachen zu werfen.Zitat:
Die ZWANGSarbeit für mich - nämlich besagte 2 Wochen im Monat, die ich FÜR DEN STAAT arbeite - gibt mir durchaus das Recht, mitentscheiden zu wollen WER von diesem Geld (das mir ja auch niemand schenkt) etwas abbekommt.
Und was hindert uns daran, Reformen in Gang zu bringen, die das vorhandene System in diese Richtung verändern (statt nur an Symptomen herumzudoktern)?Zitat:
Und ich weiss, in Deinem System wäre es anders...aber JETZT haben wir dieses System nicht.
Sorry, das verbietet mir meine Religion. Ich soll nicht anderen Göttern (zum Beispiel dem Geldgott) Götzendienste leisten. Du kannst aber gern bei mir wohnen, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen, leckere sonnengereifte Tomaten und alles andere nach Herzenslust naschen, was der Garten so hergibt, dich aus meiner CD-, Schallplatten- und Video-Sammlung bedienen, in mehr als Tausend Büchern lesen, bis zum Umfallen am Computer daddeln, mit mir zu Konzerten und Gruftie-Treffen fahren und vieles mehr, solange du mich Fiesling dabei erträgst. :DZitat:
Und wieder - wenn Du gerne jemand etwas gönnst, auch einem Nassauer und Faulenzer - dann überweise mir bitte endlich *g* (sh. einige Seiten zuvor) Dein Gehalt
Achja, das Häuschen am Waldsee habe ich ganz vergessen ... Das hat nur einen Nachteil, es hat keinen Fernsehempfang - und es soll auch in absehbarer Zeit keinen Fernsehempfang haben, dafür werde ich sorgen.Zitat:
und wenn wir was übrig haben, verbraten wir es zusammen am Gardasee *g*
Ich bin mir sicher, dass eine materielle - nicht "finanzielle" - Grundversorgung für Alle ohne größere Schwierigkeiten möglich wäre, unabhängig davon, ob sie arbeiten oder nicht.Zitat:
Original geschrieben von neptunia
ich komme langsam durcheinander, wenn es darum geht, wer wieviel sich verdient hat, ob man wen und warum mittragen soll oder kann ...
Abgesehen von dem Wort "ausgrenzen" stimme ich dir zu. Aber Ausgrenzen schafft nur immer neue Probleme. Mein Alternativ-Vorschlag wäre "Locken", statt Ausgrenzen. Jeder Mensch hat einige Dinge, auf die er neugierig ist, und dan dieser Stelle muss man den, der nicht will, anpacken. Gewalt bringt da ebensowenig wie das Ausgrenzen.Zitat:
ohne auf gesetze, reformen oder illusionen einzugehen.
es ist wohl diese gradwanderung, auf die es ankommt. soviel für sich selber sorgen, wie es geht. ein stück abgeben für die, die es eben nicht schaffen. die ausgenzen, die könnten aber zu faul sind. die dinge einfacher und übersichtlicher machen.
Diesen "Nassauern" sollte man die Kinder entziehen, aber nicht dadurch, dass man sie ihnen mit Gewalt wegnimmt, sondern dadurch, dass man ihnen staatlicherseits die Liebe und Fürsorge zukommen lässt, die ihnen von den "Eltern" vorenthalten wird.Zitat:
dann waren da die nassauer. die kinder in die welt setzten nur zum zweck, geld zu machen. es gab unendlich viele ungeliebte kinder, die zu aufsässigen ungeliebten jugendlichen wurden.