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Hartz-IV-Reform

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geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Odessa
TTP, und ich muss wieder "ganz simpel" fragen: Wenn Menschen dann tatsächlich fähig sind, mit der Waffe in der Hand ihr - vermeintliches - Recht auf "Ernährung durch andere" zu erkämpfen...
Um das jetzt noch einmal definitiv klarzustellen:
Es geht hier nicht um ein ominöses Recht auf "Ernährung durch andere", sondern um das Recht, sich durch ARBEIT selbst ernähren zu dürfen !
Ich vermisse aber bei Hartz-IV irgendwelche Ansätze, Arbeitsplätze zu schaffen oder nur erhalten zu wollen.

Zitat:
warum können sie dann (schon Jahre zuvor, Monate zuvor?) nicht statt der Waffe einen Besen in die Hand nehmen und einen Putzjob annehmen, oder ihre Energie in einem 3-Schichten-Pflegejob rauslassen?
Genau das Letztere versucht meine Schwester nun schon seit einigen Jahren. Bisher hat sie das immer nur für kurze Zeit als ABM tun dürfen. Klar, sie könnte in den Westen gehen, wenn sie hier alles aufgibt, was sie sich im Laufe ihres bisherigen Lebens erarbeitet hat. Aber damit wäre den vielen Pflegebedürftigen, die es hier gibt, auch nicht geholfen. Was solls, es ist eben "kein Geld da". :mad:
Übrigens hat meine Schwester abgeschlossene Berufsausbildungen als Kellner, Gaststättenleiter und Bankkauffrau - aber dort passt sie wohl nicht ins "Schönheitsideal" ...

Zitat:
Ich rede hier immer noch von nicht arbeitswilligen "Arbeitslosen", die durch diese Reform endlich (was ja schon jetzt Erfolge zeigt) mal ein bisserl "Druck" kriegen
Bisher hat es noch niemand geschafft, mir ein Lebendexemplar dieser Spezies zu zeigen. Wenn es in deiner Umgebung so viele davon gibt, dann hat wohl Ratte62 doch Recht mit seiner Ossi-Wessi-Unterscheidung. :rolleyes:

Zitat:
Vielleicht reden wir aneinander vorbei, denn so grundsätzlich anders sehen Du und ich die Dinge ja nicht.... :-)
Meinen Standpunkt zur Verdeutlichung noch einmal kurzgefasst: Reformen gegen Arbeitslosigkeit, die nur Geld hin und her schieben, statt wertschöpfende Arbeit zu organisieren, gehen definitiv am Ziel vorbei.



geschrieben von: 2378

Tja - ich behaupte bis heute, dass wenn wir arbeit wieder günstiger machen es auch mehr Plätze gäbe... - aber das geht nicht, weil wir ein so hohes Sozialsystem haben....

Nochmal hier meine Frage:
Wenn man zur Zeit keinen bezahlten Job findet, was spricht dagegen was ehrenamtlich zu machen und damit der Gemeinschaft sozusagen was zurückzugeben?
Ehrenamtliche Jobs gibt es fast für jeden Bereich zu genüge... und das wäre doch schon mal ein Ansatz oder?

Sonst - ich sage nur, dass man ein Job finden kann, wenn man eben überall sucht und diese Anforderung stellen ich auch an jeden der arbeiten kann. Es gibt auch in Westdeutschland Beziehungen die über Jahre (trotz zwei Kinder) eine Fernbeziehung sind, da der Mann nur im Osten einen Job bekam und die Frau nicht wegwollte - tortzdem geht es gut..
Es gibt Bahn, Telefon, Internet - Kontakte kann man immer halten.

Sorry, wenn ma nur an einem Ort bleiben will und weiß das es da wirtschaftlich nicht gut steht (wir haben dadrin auch noch ein Nord-Süd Gefälle) dann muss man eben weggehen...

2378



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von 2378
Ich sprach nicht von den Vorständen sondern von den vielverdienern die aber noch locker unter den 100000 sind - die tragen verdammt viel:
Ein Beispiel von einem Jahresgehalt von 50000 Euro:

Vielverdiener? Das sind gerade mal 4000 Euro im Monat - da kriegt doch schon jeder Abgeordnete mehr an Diäten im Monat, als solche "Vielverdiener", und bei denen kommen noch die ganzen Um- und Auslagen dazu.

Zitat:
(soweit ich weiß, kann man auch erfahren wieviel Vorstände verdienen - man muss nur mal recherchieren)
Da musst du noch wenigstens eine Null dranhängen, oder besser zwei Nullen. Und da sind die Einkünfte aus Börsen-Tätigkeiten noch nicht eingerechnet.

Zitat:
Tja - wenn Geld nicht glücklich macht (gute Erkenntnis) wieso wollen dann die ganzen Empfänger aber noch mehr Geld vom Staat?
Wenn der Staat nicht zulässt, dass ein Leben ohne Geld möglich ist, muss er damit rechnen, dass die Leute eben ein Mindestmaß an Geld brauchen, um hier leben zu können. Und wenn die Preise permanent ansteigen (wie jetzt wieder die Mineralöl-Preise und alle irgendwie damit zusammenhängenden Dinge wie Transport, Bauindustrie, ...), dann steigt auch die Mindestmenge an Geld, die nötig ist, um hier leben zu können.

Zitat:
Wenn nur eine Aufgabe glücklich macht, warum suchen die Leute sich dann nicht erstmal ehrenamtliche Betätigungen - kommt dazu bestimmt besser in den Lebensläufen an als wenn da steht - 15 Monate nichts gemacht... - die Möglichkeiten gibt es...
Dummerweise werden solche ehrenamtliche Betätigungen vom Staat vielfach als "Schwarzarbeit" angesehen und dementsprechend bestraft. Wem ist es da zu verdenken, dass er sich zurückhält?

Zitat:
Stolz ist aber für den Menschen etwas wichtiges - solange man etwas macht ohne seinen Stolz zu verletzen hat man wenigstens in dem Sinne keine Probleme mit sich...
Mein Stolz wäre verletzt, wenn ich eine Arbeit tun sollte, die anderen Menschen und mir selbst schadet statt nützt, dann würde ich es doch eher ertragen, als Faulenzer und Asozialer beschimpft zu werden und ein reines Gewissen mir selbst gegenüber zu behalten.

Zitat:
Medis... ich sehe bei meiner Mutter wie teuer die Präperate sind, aber auch, dass sie was bringen... - wenn Medikamente was bringen sollte man sie bezahlen und punkt...
Wenn von einem gut wirkenden Präparat, von dem 100g 1 DM kosten, die Rezeptur "eingekauft" wird, und das dann vom neuen Monopolisten zu 9 Euro für 50g angeboten wird, dann hört mein Verständnis langsam auf. Das hat mit Gesundheitsförderung nichts mehr zu tun, das ist pure Gewinnsucht.

Zitat:
Ich sehe aber auch, dass dank den neuen Volksportes Depressionen
Statt darüber zu spotten wäre es angebrachter, etwas dagegen zu tun ...



geschrieben von: JimmyVoice

Zitat:
Original geschrieben von 2378

Nochmal hier meine Frage:
Wenn man zur Zeit keinen bezahlten Job findet, was spricht dagegen was ehrenamtlich zu machen und damit der Gemeinschaft sozusagen was zurückzugeben?
Ehrenamtliche Jobs gibt es fast für jeden Bereich zu genüge... und das wäre doch schon mal ein Ansatz oder?



Was bringt das demjenigen der keine Arbeit hat wirklich? Im Grunde ist das dann nur eine Beschäftigungstherapie für Arbeitslose/Sozialhilfeempfänger.

Ausserdem ist ein Ehrenamt immer noch etwas, das jemand aus vollem Herzen macht und nicht nur um etwas zu tun zu haben.



geschrieben von: 2378

Erst wird hier gejammert, man will etwas tun was einem gefällt - wenn man keine Job hat, zur Zeit keine findet sollte man sich ehrenamtlich umschauen ob man sowas findet.

Wie direkt wird es vom Staat als Schwarzarbeit angesehen - da bräuchte ich mehr Infos.. bisher habe ich davon noch nie was gehört und wieviel Steuergelder durch die Lappen dank wirklicher Schwarzarbeit gehen ist noch was anderes.

Stop - ich rede von dem allgemeinen Bürger - da gibt es auch welche die 100000 verdienen oder sogar 150000 - nicht von den hochbezahlten Abgeordneten (das da was geändert werden muss, bezweifl ich nicht, aber der besserverdienden Durchschnittsnürger nährt unser System viel mehr (meiner Meinung nach als ein paar hoch bezahlter Leute).

Ich frage mich immer noch welche Mindestmenge notwendig ist, wenn man komplett von den arbeitenden getragen wird (wie gesagt die Versicherungen dürfen nicht angegriffenwerden) - ich rede von Sozialhilfe oder Arbeitslosenhilfe - ich finde die Summe ist ok wenn ich sehe was man dazu noch bekommen kann (ja und einfach ist es nicht immer, aber gerade die Hilfe soll man auch NUR bekommen wenn man sie nötig hat)

Bei Medikamenten muss man sich immer bewusst sein, dass die Entwicklungskosten das höchste sind und wenn die Präperate in geringen Mengen verkauft werden, sind die Kosten noch höher...

Was soll man bitte gegen Depressionen machen (wir hatten schon aml einen Thread darüber), bei dem jeder der mal einen schlechten Tag oder der zwei Tage betrübt ist, von einer Depression spricht...?
Vielleicht bin ich zu pinkelig dadrin aber was ich als Depression als Angehöriger sehen durfte, finde ich dann das andere geradezu lächerlich...



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von 2378
Nochmal hier meine Frage:
Wenn man zur Zeit keinen bezahlten Job findet, was spricht dagegen was ehrenamtlich zu machen und damit der Gemeinschaft sozusagen was zurückzugeben?

Die Tatsache, dass man auch ohne bezahlten Job etwas zu Essen und eine Unterkunft braucht.

Zitat:
Ehrenamtliche Jobs gibt es fast für jeden Bereich zu genüge... und das wäre doch schon mal ein Ansatz oder?
Mir hat dieser Ansatz nur eine Menge Ärger gebracht (Sperrung des ALG inklusive Rückzahlungsforderungen, Dispo-Kündigung, Stromabschaltung, ...)

Zitat:
Es gibt auch in Westdeutschland Beziehungen die über Jahre (trotz zwei Kinder) eine Fernbeziehung sind, da der Mann nur im Osten einen Job bekam und die Frau nicht wegwollte - tortzdem geht es gut..
Mit dem Unterschied, dass ein "Wessi", der in den Osten geht, wesentlich mehr Kohle bekommt, als ein "Ossi", der in den Westen geht. :D

Zitat:
Es gibt Bahn, Telefon, Internet - Kontakte kann man immer halten.
Wenn du wie ich schon mal etliche Wochen ohne Strom gelebt hast, dann weißt du, das das nicht immer geht ...

Zitat:
Sorry, wenn ma nur an einem Ort bleiben will und weiß das es da wirtschaftlich nicht gut steht (wir haben dadrin auch noch ein Nord-Süd Gefälle) dann muss man eben weggehen...
Dort, wo man hingeht, ist man möglicherweise nicht willkommener, als es die Ausländer hier in Deutschland sind ...

So leicht gebe ich meine Heimat nicht auf !
Die Montagsdemos heißen mit gutem Recht Montagsdemos, und das alte Motto passt immernoch: "Wir bleiben hier".



geschrieben von: decay73

Zitat:
Zitat:
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Ich sehe aber auch, dass dank den neuen Volksportes Depressionen
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Statt darüber zu spotten wäre es angebrachter, etwas dagegen zu tun ...


Wer wirklich schon mal mit Depression zu tun hatte, weiß, was dann noch geht, oder eben auch nicht.

Solche Spötteleien führen dann jedenfalls eher dazu, daß man noch mehr versinkt.

Das ansteigen echter Depressionen als 'Volkssport' zu bezeichnen ("Sollen se halt mal ihren Arsch hochkriegen"), ist gefährlich und kontraproduktiv und der nachweisbare Anstieg echter Depressionen in der letzten Zeit spricht m.E. Bände.

(Ich rede hier übrigens nicht von dem schnell dahingesagten "man bin ich depressiv". das gibts zwar auch, aber das meine ich nicht.)



geschrieben von: 2378

Zitat:

Wer wirklich schon mal mit Depression zu tun hatte, weiß, was dann noch geht, oder eben auch nicht.

Solche Spötteleien führen dann jedenfalls eher dazu, daß man noch mehr versinkt.

Das ansteigen echter Depressionen als 'Volkssport' zu bezeichnen ("Sollen se halt mal ihren Arsch hochkriegen"), ist gefährlich und kontraproduktiv und der nachweisbare Anstieg echter Depressionen in der letzten Zeit spricht m.E. Bände.

(Ich rede hier übrigens nicht von dem schnell dahingesagten "man bin ich depressiv". das gibts zwar auch, aber das meine ich nicht.)



Wie gesagt - gegen echte Depressionen werde ich NIEMALS was sagen (wie auch, ich komme aus einer Familie wo es in jeder Generation bei FAST jedem auftritt ) - aber was ich immer mehr höre zeigt ein anderes Bild.
Menschen die an einer wirklicheN Depression erkranken müssen unterstützt werden und da ist es was anderes... - aber wie gesagt zwei Tage schlecht drauf und sofort bekomme ich zu hören (von Bekanten oft) - ich leide wohl unter Depressionen... und wenn das schon welche sind, will ich nicht wissen woran meine Familie dann leidet (und sich wegen solchen Leuten schämt überhaupt zum Arzt zu gehen)



geschrieben von: xxxzinixxx

Zitat:
Original geschrieben von decay73

Die ganze Diskussion ist mittlerweile eine reine Neiddiskussion. Und zwar nicht nur eine von unten nach oben, sondern auch von oben nach unten oder in der Horizontalen.



diese zwei sätze sind mir sehr wichtig! deshalb möchte ich sie hiermit nochmal besonders hervorheben!!!

es ist einfach so! und nicht erst seit hartz IV!!!

ich behaupte mal, seit es leute gibt, die keine arbeit haben!
wie traurig!!!

hätte man da nicht längst schon wesentlich bessere ideen haben können? aber warum einfach, wenn es auch umständlich geht...

alle, die noch arbeit haben, hetzen herum. die, die keine arbeit finden, versuchen doch nur, sich so gut es geht mit ihrer situation zu arrangieren; wer würde das nicht tun???

unnötig zu erwähnen, daß man, gäbe es keine lohnnebenkosten, einfach nur die stundenzahl verringern bräuchte... :rolleyes: ;) :D



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von 2378
Stop - ich rede von dem allgemeinen Bürger - da gibt es auch welche die 100000 verdienen oder sogar 150000 - nicht von den hochbezahlten Abgeordneten (das da was geändert werden muss, bezweifl ich nicht, aber der besserverdienden Durchschnittsnürger nährt unser System viel mehr (meiner Meinung nach als ein paar hoch bezahlter Leute).
Was soll nun wieder das Gerede von "allgemeinen Bürger", "hochbezahlten Abgeordneten" und "besserverdienden Durchschnittsbürger"? Entweder es sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich oder das ist eine verdammte Lüge.

Zitat:
Ich frage mich immer noch welche Mindestmenge notwendig ist, wenn man komplett von den arbeitenden getragen wird
Das hängt, wie schon gesagt, von den Preisen ab, im Moment vielleicht schätzungsweise 1000 Euro netto pro Nase. Ziel einer vernünftigen Politik sollte es aber sein, diesen Fall gar nicht eintreten zu lassen, sprich mehr Arbeitsplätze zu schaffen, statt Almosen zu verteilen. Wäre es z.B. im Falle meiner Schwester nicht viel sinnvoller, ein wenig Geld zuzuschießen und damit einen festen Arbeitsplatz für sie zu schaffen, statt sie nach einem halben Jahr nach Hause zu schicken und ihr Geld "für's Nichtstun" zu zahlen, das wesentlich höher ist, als ein Zuschuss zum Arbeitsplatz wäre, das aber im Unterschied zum festen Arbeitsplatz trotzdem nicht zum Leben reicht?

Zitat:
(ja und einfach ist es nicht immer, aber gerade die Hilfe soll man auch NUR bekommen wenn man sie nötig hat)
Und aus diesem Neid heraus wird ein System finanziert, das 80 Prozent der verfügbaren Mittel für seine eigene Bürokratie auffrisst, statt damit Arbeit zu schaffen. :mad:

Zitat:
Bei Medikamenten muss man sich immer bewusst sein, dass die Entwicklungskosten das höchste sind
Aber nicht für Medikamente, die sich schon jahrzehntelang bewährt haben. Das ist Abzocke, nichts weiter.

Zitat:
Was soll man bitte gegen Depressionen machen
Nicht an den Symptomen herumdoktern, sondern die Ursachen beseitigen, die zu den Depressionen führen, indem man Arbeit, Grundversorgung und Kommunikationsmöglichkeiten schafft. Dazu ist nicht immer eine riesige Menge Geld nötig, manchmal reichen schon ein paar kleine Gesetzesänderungen. Neptunia hat schon einige Vorschläge gemacht, weitere Anregungen finden sich in der Abschiedsrede des letzten Bundespräsidenten Johannes Rau.



geschrieben von: LaChatte

Zitat:
Wie gesagt - gegen echte Depressionen werde ich NIEMALS was sagen (wie auch, ich komme aus einer Familie wo es in jeder Generation bei FAST jedem auftritt ) - aber was ich immer mehr höre zeigt ein anderes Bild.
Menschen die an einer wirklicheN Depression erkranken müssen unterstützt werden und da ist es was anderes... - aber wie gesagt zwei Tage schlecht drauf und sofort bekomme ich zu hören (von Bekanten oft) - ich leide wohl unter Depressionen... und wenn das schon welche sind, will ich nicht wissen woran meine Familie dann leidet (und sich wegen solchen Leuten schämt überhaupt zum Arzt zu gehen)


Ein solches Denken scheint mir symptomatisch zu sein - bevor ein Mensch wirklich Hilfe "verdient", soll er gefälligt tüchtig leiden.

Wenn es mir schlecht geht, jammere ich auch gerne mal eine halbe Stunde, ziehe mich zurück - und bin zwei Tage später wieder fit. Durch ein solches Verhalten hoffe ich zu verhindern, dass ich je eine ernsthafte Depression kriege oder sonst ernsthaft krank werde. Aber ich reagiere, sobald ich feststelle, dass ich Ruhe und Zeit für mich brauche - ich schleppe mich nicht weiter zur Arbeit etc, bis ich dann definitiv zusammenklappe.

Wenn deine Familienmitglieder sich schämen, zum Arzt zu gehen - was soll ich bloss davon halten? Es tönt einfach wie eine Ausrede, es nicht zu tun... obwohl ich weiss, wie schwer Depressive sich dazu aufraffen können, irgendwas zu tun. Aber gerade weil Depression als Krankheit so heimtückisch und schwer behandelbar ist, ist es wichtig, dass es möglichst schon gar nicht dazu kommen muss.

Analog scheint man von Arbeitslosen auch zu "erwarten", dass sie zuerst ganz tief im Dreck stecken und alle möglichen Demütigungen über sich ergehen lassen, bevor man sie als "würdig" erachtet, Hilfe in Anspruch nehmen zu dürfen, ohne dass sie sich schämen müssten.



geschrieben von: 2378

Kommunikations schaffen? Geht raus in den Park - da habt ihr sie und nein, dazu braucht man kein Geld. Könnte es sein, dass einfach viele verlernt haben, noch irgendwas ohne Geld zu machen?

Arbeit schaffen - müssen wir auf keine Fall - wie wäre es mit niedrigeren Lohnnebenkosten, dann können wir endlich auch unsere Schwarzarbeiterquote senken...

Nein - er soll nicht richtig leiden, aber er soll erstmal selbst versuchen aus der sch... rauszukommen.
Sagt mal, ihr erinnert euch bestimmt an die Zeit als ihr noch klein wart - gab es da Probleme konnte man entweder zu seiner Mutti rennen oder es selbst lösen... was war da besser?

Sozialhilfe ist auch nicht dafür da, denn Lebensstandart zu sichern, sondern das Überleben zu sichern und sorry... sonst lohnt sich arbeit nicht... - wieso soll ich arbeiten, wenn ich über die Stütze mehr Geld bekomme?

Zu deiner Schwester:
Keine Frage, Jobs sollten unterstüzt werden - deswegen gibt es auch Ansätze und auch die 1 Euro JObs sind so ein Ansatz... - man kann noch mehr daraus machen.

Hm... bei uns sind psychische Krankheiten vererbt (also nicht erst seit den letzen 2 Generationen schon seit vielen treten die auf) und Hilfe gab es ja auch früher nie - jetzt gibt es sie aber dank Leute die das fast schon ausnutzen heißt es hier eben nur noch (von anderen Mitgliedern) der macht sich einen faulen Lenz - andere machen es ja vor...
Ausrede - nein, fast alle jetzigen sind in Behandlung oder tot... - und schon mal überlegt wie schwer für viele es ist sich das zuzugestehen, dass sie krank sind?



geschrieben von: decay73

Jetzt klär mich mal einer auf. Warum nicht gleich konsequent sein?

Ich lese ständig von ehrenamtlicher Arbeit und von 1€-Jobs. Also alles Arbeit, bei der der Staat die Grundversorgung garantiert und die Firma/Institution/Verein etc. billige Arbeitnehmer bekommt.
Eine Firma wäre ja schön blöd, nicht vermehrt solche Jobs anzubieten, für die er ja kaum noch was zahlen muß.
Es gibt ja auch jetzt schon genug arbeitslose Fachkräfte, Ingenieure...letztlich aus allen Berufgruppen.

Also warum nicht gleich so, wie u.a. LaChatte vorschlägt? Jeder bekommt das, was er zum (Über-)Leben braucht und die Arbeitgeber haben kein Personalkostenproblem mehr.
Wahrscheinlich würde das, was dann jeder bekommt, sogar deutlich mehr werden, weil viel Bürokratie und der ganze Schmarrn wegfällt.

Hmm...



geschrieben von: 2378

Ganz einfach - es soll ein Start sein und nicht mehr...

Woher soll den das Geld für alle kommen - bisher hat mir ncoh keiner das erklären können (außer von der arbeitenden Bevölkerung)

Ehrenamtlich war auch nur gemeint für die Zeit wo man keinen bezahlten Job bekommt und man tut der Gemeinschaft sogar was gutes - sieht auf dem Lebenslauf gut aus und die Jobchancen müssten sogar erhört werden...



geschrieben von: LaChatte

Zitat:
Woher soll den das Geld für alle kommen - bisher hat mir ncoh keiner das erklären können


Kapitalumsatzsteuer
Erhöhung MWSt
keine Steuergeschenke für Grossunternehmen, sondern Anwendung des Standardsteuersatzes

wurden in diesem Thread schon erwähnt.

Zitat:
Ehrenamtlich war auch nur gemeint für die Zeit wo man keinen bezahlten Job bekommt und man tut der Gemeinschaft sogar was gutes - sieht auf dem Lebenslauf gut aus und die Jobchancen müssten sogar erhört werden...


Stimmt gerade für junge Leute leider nicht. Dort gilt: einmal Hilfsarbeiter - immer Hilfsarbeiter. Und wenn du dich mal ein, zwei Jahre mit so Mini-Jobs durchschlägst, und du nicht ein regelmässiges garantiertes Einkommen hast, um eine Ausbildung zu machen, bist du auf dem besten Wege, Stammgast beim Sozialamt zu werden.

Und wenn du dich dann auf deinem gelernten Beruf bewirbst, heisst es auch bald "sorry, zu lange weg vom Beruf, keine Praxis".

Zitat:
Ehrenamtlich war auch nur gemeint für die Zeit wo man keinen bezahlten Job bekommt und man tut der Gemeinschaft sogar was gutes


Das ist sicher eine gute Sache - und das sollte auch honoriert werden, indem das Arbeitsamt zB die Wegspesen und Essensspesen bei auswärtiger Verpflegung übernimmt.

Andererseits ist ehrenamtlich auch nicht immer einfach - mein Freund hats probiert, als Ehrenamtlicher in Spitälern Leute zu betreuen, das heisst einfach mit ihnen zu sprechen über ihre Probleme und so, und er hat sich bei verschiedenen Organisationen vorgestellt. Entweder haperte es daran, dass er die falsche Konfession hatte, oder sonst gefiel sein Gesicht nicht, auf alle Fälle kann man nicht behaupten, er sei mit offenen Armen aufgenommen worden, im Gegenteil...



geschrieben von: LaChatte

Man kann ja die MWSt durchaus staffeln - weniger MWSt für Biokartoffeln, mehr für Kaviar und industriell verarbeitete Lebensmittel. Das wär gesund und familienfreundlich. Und vielleicht käm es auf einmal so weit, dass Leute sagen "ich geh eigentlich nur drum in den Bioladen, weils dort so günstig ist..."

Nur befürchte ich, dass diverse grosse Firmen etwas gegen diese Art von Steuerpolitik hätten, obwohl sie viele willkommene Impulse geben könnte, gerade für das kleine Gewerbe und für ländliche Gebiete.



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von 2378
Ganz einfach - es soll ein Start sein und nicht mehr...
Ein Start wohin? Unter die Brücke?

Zitat:
Woher soll den das Geld für alle kommen - bisher hat mir ncoh keiner das erklären können (außer von der arbeitenden Bevölkerung)
Wenn für Alle die Grundversorgung gesichert ist, gibt es für Niemanden mehr eine Ausrede, nicht arbeiten zu können (außer denen, die wirklich arbeitsunfähig sind). Die von dir schon so oft angesprochenen hohen Lohnnebenkosten fallen weg, Arbeit wird günstig, wie von dir gewünscht. Die arbeitende Bevölkerung ist praktisch gleich der arbeitsfähigen Bevölkerung, sozusagen Vollbeschäftigung. Da sollte wirklich genug an Werten vorhanden sein. Zusätzlich gibt es noch die von LaChatte schon genannten weiteren Geldquellen.
Und nicht zu vergessen: Die ganze für den riesigen Bürokratenapparat verschwendete Kohle (inklusive diverser 800.000-Euro-Berater-Honorare) wird plötzlich für sinnvolle Zwecke verfügbar ...

Zitat:
Ehrenamtlich war auch nur gemeint für die Zeit wo man keinen bezahlten Job bekommt und man tut der Gemeinschaft sogar was gutes - sieht auf dem Lebenslauf gut aus und die Jobchancen müssten sogar erhört werden...
Wer das Geld für Miete und Essen nicht zusammenbringt,für den ist ein gutaussehender Lebenslauf erstmal zweitrangig, glaub mir.



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Odessa
Dieser Florida-Schorschi oder wie der hiess ist aber leider eben nicht ein Einzelfall....
Wieviele deutsche Arbeitslose hängen denn da noch nichtstuend in Florida rum? 4000? Das wären dann immerhin etwa 0,1 Prozent der (offiziell registrierten) Arbeitslosen.

Zitat:
Aber dass Politiker glaubwürdig sind oder gar "Charakter" haben - lieber decay, DAS war lange vor unserer Zeit...oder zumindest waren wir da noch in den Kinderschuhen ;-)...
Ich glaube ich muss meine Frage wiederholen: Sind in Deutschland alle Menschen vor dem Gesetz gleich oder ist das eine verdammte Lüge? Sind Politiker etwas Besseres als "die faulen Sozialschmarotzer"? Wieso werden Politiker eigentlich für ihre Arbeit nicht genauso leistungsgerecht bezahlt wie andere Menschen? Und wieso werden sie nicht genauso gefeuert und zum Arbeitsamt geschickt, wenn sie Mist bauen? Es fänden sich bestimmt genug Leute, die deren Job besser machen würden, und das sogar für weniger Geld.

Zitat:
Es ist für Leute über 45, speziell für Frauen, tatsächlich nicht so einfach, einen festen "richtigen" Job zu kriegen...trotzdem kann man nicht sagen dass es prinzipiell "aussichtslos" ist...
Ich stimme dir zu, dass es bestimmt aussichtsreicher ist, irgendwo einen schlechtbezahlten Job zu bekommen, als zu den 4000 Auserwählten Nichtstuern in Florida zu gehören. :D

Zitat:
DAS würde ich als allererstes ändern. ALLE in eine Kasse, fertig, und ganz unabhängig von der Gehaltshöhe.
Komisch, als LaChatte genau das einige Seiten weiter vorn schon einmal vorgeschlagen hat, hast du lauthals dagegen gewettert. :rolleyes:

Zitat:
----
pauschal steht: 'nutzlos, wertlos, dumm und faul', was auch hier zu sehen ist.
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... ich bin mir sicher klargemacht zu haben, dass ich die Arbeitslosen meine, die KEINEN BOCK haben zu arbeiten.

Ich warte immer noch auf die Vorführung nur eines einzigen Lebendexemplars dieser Spezies ...

Zitat:
die "Lebendbeispiele", auch das erwähnte ich Seiten zuvor, wurden in einem Bericht eines sehr "linken" Magazins gebracht..wo es hiess, dass 20% der Langzeitarbeitslosen sich jetzt auf einmal doch in Jobs begeben, weil sie nicht "überprüft" werden wollen in ihren "Vermögensverhältnissen" (Hartz-Fragebogen-Thema).
Ich fragte nach lebenden Arbeitsunwilligen, nicht nach Zeitungsenten.

Zitat:
ich werde mir dann nicht zu schön sein, irgendeinen anderen Job zu machen, nur das habe ich klargestellt und dass ich das auch von anderen Arbeitslosen erwarte.
Und warum nur von anderen Arbeitslosen, und nicht auch von zurückgetretenen Politikern und Vorstandsfunktionären?

Zitat:
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Erhöhung MWSt
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Wunderbar. Dann zahle ich ja NOCH mehr für alles, was jetzt schon überteuert ist. Und 2.000 Euro reichen doch JETZT schon nicht zum Leben, wenn ich in einer Stadt wie München für 2 simple Zimmer schon 1.100 Euro Miete zahle....

Kostet es wirklich 1.100 Euro, zwei Zimmer einen Monat lang in einem bewohnbaren Zustand zu halten, oder was passiert mit dem ganzen Geld, das nicht für diesen Zweck verwendet wird, wo fließt das hin? Wer fragt eigentlich nach solchen "Sozialschmarotzern"?



geschrieben von: Suicide-Smurf

Erhöhung der Mwst.

Glaube nicht dass es das sein wird. Dadurch werden die Leute sparsamer und der wohlgeschriehene Konsum wird dadurch erst Recht nicht angetrieben. Lebensqualität wird man "kurz"fristig dadurch keine erziehlen. Vlt Langfristig aber das hängt dann auch noch vom Verhalten der anderen ab....das könnte aber dauern...

Kapitalumsatzsteuer.
Dann wird es noch mehr Standortverlagerungen geben.
=>mehr Arbeitslose

Zitat:
Ich glaube ich muss meine Frage wiederholen: Sind in Deutschland alle Menschen vor dem Gesetz gleich oder ist das eine verdammte Lüge? Sind Politiker etwas Besseres als "die faulen Sozialschmarotzer"? Wieso werden Politiker eigentlich für ihre Arbeit nicht genauso leistungsgerecht bezahlt wie andere Menschen? Und wieso werden sie nicht genauso gefeuert und zum Arbeitsamt geschickt, wenn sie Mist bauen? Es fänden sich bestimmt genug Leute, die deren Job besser machen würden, und das sogar für weniger Geld.

Ich glaube es gibt schon den einen oder anderen faulen Politiker, der sichs gut gehen lässt. Im Gegensatz zu den gehassten Managern kann der Politker sich es gut gehen lassen, denn es kommt ja kein raffgieriger Nachfolger der den Job möchte.

Zitat:
Kostet es wirklich 1.100 Euro, zwei Zimmer einen Monat lang in einem bewohnbaren Zustand zu halten, oder was passiert mit dem ganzen Geld, das nicht für diesen Zweck verwendet wird, wo fließt das hin? Wer fragt eigentlich nach solchen "Sozialschmarotzern"?
Nicht die Kosten bestimmen den Preis sonderen die Nachfrage.
Wenn 3 Leute die Wohnung haben wollen bekommt sie der, der den besten Preis bezahlt!
Zitat:
Wenn für Alle die Grundversorgung gesichert ist, gibt es für Niemanden mehr eine Ausrede, nicht arbeiten zu können (außer denen, die wirklich arbeitsunfähig sind). Die von dir schon so oft angesprochenen hohen Lohnnebenkosten fallen weg, Arbeit wird günstig, wie von dir gewünscht. Die arbeitende Bevölkerung ist praktisch gleich der arbeitsfähigen Bevölkerung, sozusagen Vollbeschäftigung. Da sollte wirklich genug an Werten vorhanden sein. Zusätzlich gibt es noch die von LaChatte schon genannten weiteren Geldquellen.
Und nicht zu vergessen: Die ganze für den riesigen Bürokratenapparat verschwendete Kohle (inklusive diverser 800.000-Euro-Berater-Honorare) wird plötzlich für sinnvolle Zwecke verfügbar ...

Wenn für alle die Grundversorgung gesichert ist, warum sollte dann überhaupt noch jemand was tun? Nicht jeder liebt seinen job, dass er dafür sein halbes Leben opfert.
Der Bürokratenapperat gehört allerdings kärfit gestutzt.
Zitat:
Wer das Geld für Miete und Essen nicht zusammenbringt,für den ist ein gutaussehender Lebenslauf erstmal zweitrangig, glaub mir.
Das glaube ich :(.
Aber wie kann so etwas passieren?
Fehlkalkulation? unliquide?
Sozialhife gibts immer. Ja sie ist wenig. Aber sie soll auch kein alternativ Lebensweg sein!



geschrieben von: 2378

Zitat:

Ich glaube es gibt schon den einen oder anderen faulen Politiker, der sichs gut gehen lässt. Im Gegensatz zu den gehassten Managern kann der Politker sich es gut gehen lassen, denn es kommt ja kein raffgieriger Nachfolger der den Job möchte.


Also erstmal wenn sie gefeurt werden könnten, dann würden sie Arbeitslosengeld bekommen und das wäre es erstmal - weil sie wohl alle zuviel Vermögen für Sozialhilfe haben.
Ansonsten, wenn man Reformen durchführt gefällt es seltens der Bevölkerung - deswegen haben sie eine bestimmte Legistaturperiode und danach kann man sie abwählen. Ich empfinde es als gefährlich, wenn man jederzeit einen Politiker feuern könnte, dann würden die immer sich durchsetzen die am lautesten schreien.
Politiker bekommen übrings mehr Geld, damit es schwerer wird sie zu bestechen - würdest du gerne ein anderes System dafür haben und wie willst du dann dafür sorgen, dass sie sich nicht bestechen lassen?

Zitat:

Wenn für alle die Grundversorgung gesichert ist, warum sollte dann überhaupt noch jemand was tun? Nicht jeder liebt seinen job, dass er dafür sein halbes Leben opfert.
Der Bürokratenapperat gehört allerdings kärfit gestutzt.


Stimme ich dir komplett zu.
Der Traum das jeder seinen Traumjob haben kann, ist nicht zu erfüllen und hast du mal so rumgeschaut wie so mache 15jährigen in dem Alter denken?
Wieso soll ich denn einen guten Abschluss machen - Hauptschule reicht vollkommen und danach werde ich auch gut leben können (Null Bock scheit da normal zu sein) - und übrings das Problem haben Eltern aus ALLEN Schichten... - dass viele Kinder isch fragen wieso mehr arbeiten wenn es leichter auch geht.

Zitat:

Aber wie kann so etwas passieren?
Fehlkalkulation? unliquide?
Sozialhife gibts immer. Ja sie ist wenig. Aber sie soll auch kein alternativ Lebensweg sein!


Wie so was passieren kann, weiß ich...
ABER es soll ja auch nicht ein Leben lang sein - es soll bloß vorbeugen dass man daheim sitzt und man sich wertlos fühlt...
Zu dem Zeitpunkt hat man wenigstens wieder etwas und weiß dass man was wert ist...
(übrings wiederspricht es schon wieder ...
erst heißt es sie werden depressiv weil sie nichts zu tun haben, jetzt heißt es aber, sie können das gar nicht schaffen... [wie soll ich das bitte verstehen?])

Mehrwertsteuer erhöhen? Was soll das denn bitte?
Egal wie man sie erhöht (auf Idee von LaChette anspiel) - es wird teuerer werden... - bloß werden Bioprodukte dann genauso teuer sein wie die Industriegefehrtigte Nahrung - man kann sich also beides kaum leisten.
Zum anderen... (ich suche den Artikel immer noch online) wurde letzens in der Zeit gut beschrieben, wie man sich gesund mit wenig Geld ernähren kann und das für eine dreiköpfige Familie ein Trip zu McDoof vier Tage selbst kochen kosten würde (und zwar das ganze Zeug direkt von Markt - also nicht aus dem Discounter).



geschrieben von: decay73

Zitat:
Original geschrieben von 2378
Woher soll den das Geld für alle kommen - bisher hat mir ncoh keiner das erklären können (außer von der arbeitenden Bevölkerung)

Na daher, wo es jetzt auch herkommt. Aus ehrlicher, wertschöfpender Arbeit.
Nur daß nicht mehr direkt an den Arbeitnehmer ausgezahlt wird, sondern in einen großen Topf, aus dem jeder einen Lebensunterhalt bestreiten kann.



geschrieben von: xxxzinixxx

solange es länder gibt, in denen die bessergestellten weniger abgaben fürchten müssen, ist eine "zwangs"abgabe durch anhebungen von steuern, und seien es nur steuern für "luxus"güter, doch eigentlich völlig indiskutabel... da fliegt man mal eben für ein paar euros zum einkaufen woanders hin... wenn man nicht sogar gleich ganz dableibt... samt firma...
ergo tragen sich die mittel- und unterschichtler wieder zum größten teil selbst, was nicht grade mehr geld zum verteilen in die kassen bringen dürfte...
da müßte dann womöglich schon auswanderungsverbot, firmenverlagerungsverbot, einfuhrverbot oder zumindest so hohe zölle, die die reise unnötig machen würden, etc, etc. eingeführt werden.
die steigende kriminalität, die rund um luxusgüter entstünde, um dadurch vorteile anderen gegenüber zu erlangen, ist meines erachtens nach auch nicht außer acht zu lassen.
und davon profitiert dann ja wiederum nur der weniger korrekte besserverdiener, der demjenigen seine heiße ware auch wirklich abkaufen kann. ein neuer teufelskreis, und kein wirklich besserer, wie ich finde... ich glaube, da kommen wir mafiösen zuständen immer näher...



geschrieben von: 2378

Zitat:
Na daher, wo es jetzt auch herkommt. Aus ehrlicher, wertschöfpender Arbeit.
Nur daß nicht mehr direkt an den Arbeitnehmer ausgezahlt wird, sondern in einen großen Topf, aus dem jeder einen Lebensunterhalt bestreiten kann.


Das heißt egal wie gut ich mich weitergebildet habe, ich bekomme soviel wie jeder andere oder wie?
Arbeit muss isch auch lohnen!



geschrieben von: decay73

Natürlich muß sich Arbeit lohnen. Die Frage ist aber: wie?

Mir ist es egal, ob ich am Ende des Monats durch gute Arbeit ein paar Euro mehr verdiene.
Befriedigen tut mich hingegen, wenn der Kunde kommt und sagt: „Danke, das war eine gute Arbeit. Sie haben mir sehr geholfen.“
Das ist, woraus ich meinen Antrieb schöpfe. Ich denke dabei nicht an den Gehaltszettel am Ende des Monats; dann gehe ich beruhigt schlafen und freue mich auf den nächsten Tag, an dem ich jemand anderem was gutes tun kann. Und vor allem gehe ich beruhigt schlafen, wenn ich nicht –wie jetzt- permanent daran denken muß, wie lange das noch gut geht und wie lange ich noch meine Existenz durch meine Arbeit sichern kann.


Übrigens, von Weiterbildung werde ich zur Not auch nicht reich. Wenn ich nach Arbeitslosigkeit einen 1-Euro-Job annehmen muß, interessiert sich niemand dafür, was für einen Abschluß ich habe und wie gut der war.
Und Geld habe ich für den guten Abschluß auch nicht bekommen...



geschrieben von: 2378

Also du willst mir erzählen, dass dir es egal ist wieviel Geld du hast?

Ich meine nur, es ist leider so, dass man sehen muss, dass arbeit sich lohn - menschlich wie materiel...

Und sobald alle das selbe Geld dafür bekommen, dann klappt es nicht mehr, dann gibt es nämlich einen neuen Neidfaktor:
Der amcht viel weniger und bekommt genausoviel wie ich



geschrieben von: decay73

Zitat:
Original geschrieben von 2378
Also du willst mir erzählen, dass dir es egal ist wieviel Geld du hast?

Ich meine nur, es ist leider so, dass man sehen muss, dass arbeit sich lohn - menschlich wie materiel...

Und sobald alle das selbe Geld dafür bekommen, dann klappt es nicht mehr, dann gibt es nämlich einen neuen Neidfaktor:
Der amcht viel weniger und bekommt genausoviel wie ich



Wenn ich einen neuen Job finden würde, der mir mehr Spaß macht und mich mehr erfüllt, würde ich wechseln, auch wenn ich dort etwas weniger verdienen würde.

Für ein paar Euro mehr oder weniger mach ich micht nicht kaputt. Das kann der Sinn nicht sein. Ich will noch was von meinem Leben haben.

Lohnen muß sich der Job nur dahingehend, daß ich davon halbwegs vernünftig leben können müßte.
Dazu brauche ich keinen Mercedes, sondern ich bin mit meinem alten Audi auch glücklich.

Den von Dir angesprochenen 'Neidfaktor' gibts jetzt auch schon . In allen Variationen, nur etwas komplexer argumentiert, und er beruht auf dem von Kindesbeinen an eingeimpften Spruch "Haste was, biste was".
Nur glücklicher gemacht hat das auch noch niemanden. Wie heißt es so schön: "Geld macht nicht glücklich". Nur wenn man eine für die wichtigesten Dinge ausreichende Menge hat und nicht ständig darum bangen muß, kann es zumindest beruhigen.



geschrieben von: LaChatte

Wenn ich genug Geld habe, um gut zu leben - ich brauche weder einen Rolls Royce noch eine Rolex - so werde ich sicher mir eine Tätigkeit suchen, auch wenn ich kein zusätzliches Geld dafür bekomme. Und wenn ich genug Materielles habe, so brauche nicht nicht noch "mehr" davon und tue mir nicht eine unbefriedigende Tätigkeit an, nur um mehr Materielles anzuhäufen. Was nützt es mir denn, wenn ich die reichste auf dem Friedhof bin?



geschrieben von: 2378

So und jetzt überlegt mal wieviele Leute wirklich so denken?

Odessa hat genug Gegenbeispiele genannt, dass die Leute es einfach nutzen und zufrieden ohne arbeit sind - was wollt ihr mit den Leute machen?

Was ist ausreichend? Wenn ich lese was hier viele als ausreichend empfinden frage ich mich, wo sie den Standart ansetzen und soll den jeder haben,e gal was er macht?
Setzt man nicht gerade dieses Prinzip:
Wenn du mehr Verantwortung übernimmst, bekomsmt du mehr
Wenn du mehr lernst, kommst du weiter
usw
aus der Kraft und ist das der Sinn?

Wie soll ein Land sich in Forschung usw weiterentwickeln, wenn niemand einen Sinn dadrin sieht soweit zu gehen - oder wie sollen wir genug Lehrer bekommen wenn sie sich sagen, wieso soll ich die Schüler unterrichten, ich bekomme so genug Geld usw? (besonders wenn man bedenkt wie wenig motviviert die Schüler dann sein werden[noch weniger als jetzt] wenn sie wissen, dass es scheiss egal ist was sie machen?)

und an LaChatte - ja wir zahlen weniger Mehrwertsteuer, dafür haben wir Abgaben auf das Gehalt direkt, die kann keiner sonst verstehen - genug Rechnung hast du schon gesehen oder schaue einfach mal auf einem Lohnrechner wieviel nach dt. Massstäben von deinem Gehalt übrig bleiben würde ...

Sonst...

muss ich mich Odessa anschließen...

JEDER kann machen was er will und wo - und jeder bekommt JETZT schon soviel Geld, dass er überleben kann... Lebensstandarthalten ist was anderes - dafür muss man arbeiten...



geschrieben von: LaChatte

Zitat:
Odessa hat genug Gegenbeispiele genannt, dass die Leute es einfach nutzen und zufrieden ohne arbeit sind - was wollt ihr mit den Leute machen?


Gar nichts. Da spart man sogar noch am Gehalt des Beamten, der sich heute ganz furchtbar anstrengen muss, ständig zu kontrollieren, was dieser oder jener denn gerade macht.

Zitat:
Wenn du mehr Verantwortung übernimmst, bekomsmt du mehr
Wenn du mehr lernst, kommst du weit


Funktioniert das denn heute? Ich hab oft das Gefühl, dass nicht der geeignetste weiter kommt, mehr Verantwortung angeboten bekommt, etc, sondern der Schwiegersohn des Chefs oder jener mit der grössten Klappe.

Ausserdem wird auch heute noch jungen Menschen eher abgeraten, sind ernsthaft mit künstlerischen Fächern zu befassen, da dies "brotlose Berufe" seien, sogar dann, wenn niemand an der Qualifikation zweifeln mag.

Zitat:
und an LaChatte - ja wir zahlen weniger Mehrwertsteuer, dafür haben wir Abgaben auf das Gehalt direkt, die kann keiner sonst verstehen - genug Rechnung hast du schon gesehen oder schaue einfach mal auf einem Lohnrechner wieviel nach dt. Massstäben von deinem Gehalt übrig bleiben würde ...


Deutschland hat generell schlecht organisierte Steuern... die Schweiz hat einen maximalen MWSt-Satz von 7.6 %, die Lohnabzüge - auch mit den "versteckten" gerechnet - sind auch um die 50%, oder sogar noch mehr... und ich hätte es eigentlich lieber, man würde mir meine Steuern direkt vom Lohn abziehen, anstatt dass ich das Geld selbst auf die Seite legen muss und es zahlen darf, Krankenkasse desgleichen

Zitat:
JEDER kann machen was er will und wo - und jeder bekommt JETZT schon soviel Geld, dass er überleben kann... Lebensstandarthalten ist was anderes - dafür muss man arbeiten...


die Frage ist, ob das unsere Idee von Menschlichkeit ist, wenn die andern gerade knapp nicht verhungern...im Bewusstsein, dass die Erde genug Ressource bietet, so dass wir alle anständig leben könnten.



geschrieben von: decay73

Zitat:
Original geschrieben von 2378
Wie soll ein Land sich in Forschung usw weiterentwickeln, wenn niemand einen Sinn dadrin sieht soweit zu gehen - oder wie sollen wir genug Lehrer bekommen wenn sie sich sagen, wieso soll ich die Schüler unterrichten, ich bekomme so genug Geld usw? (besonders wenn man bedenkt wie wenig motviviert die Schüler dann sein werden[noch weniger als jetzt] wenn sie wissen, dass es scheiss egal ist was sie machen?)



Aus dem gleichen Grund, warum es auch heute Lehrer und Professoren gibt. Sie könnten alle in der 'freien Wirtschaft' deutlich mehr verdienen.
Aber die Profs, die ich gesprochen habe, machen ihren Job, weil sie Spaß daran haben und es auch als eine wichtige, nützliche Aufgabe ansehen das Wissen, welches sie angehäuft haben, weiter zu geben.

Finanziell mehr lohnen würde sich was anderes.



geschrieben von: 2378

Zitat:

die Frage ist, ob das unsere Idee von Menschlichkeit ist, wenn die andern gerade knapp nicht verhungern...im Bewusstsein, dass die Erde genug Ressource bietet, so dass wir alle anständig leben könnten.


Ich suche noch nach diesem Artikel - der ein etwas besseres Bild auf alles wirft und mal vorrechnet wie es aussieht...
In Deutschland kostet ein McDoof Menü ca. 17 Euro und die haben mal durchgerechnet wie viele Tage eine 4 köpfige Familie (in Berlin) davon ihr Mittagessen finanzieren könnte und zwar mit Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch... - die Preise sind aktuelle Marktpreise gewesen (also von wegen Discounter usw) und da sieht man eher das Problem - das viele eben nicht kochen können - wollen und dann eben dahin rennen und sich davon ernähren... bzw schnell was zusammen rühren und ich denke bei Lebensmittel usw liegt da ein sehr großes Problem...

Zitat:

Gar nichts. Da spart man sogar noch am Gehalt des Beamten, der sich heute ganz furchtbar anstrengen muss, ständig zu kontrollieren, was dieser oder jener denn gerade macht.


Stimmt und was ist, wenn jetzt 50% so denken würden - wie willst du es dann noch finanzieren? (Eigentlich müsste man vom schlimmsten ausgehen, also das am Schluss irgendwann 99% so denken - was willst du dann machen?)

Sorry an den Gutmensch glaube ich nicht - den gibt es kaum - und davon muss man ausgehen.

Ach ja, das Prinzip funktioniert schon noch...
es gibt bloß solche Deppen die man damit durchkommen lässt - aber damit könnte man auch was machen und lsangam fangen auch Mitarbeiten dann an zu rebielieren...



geschrieben von: decay73

Zitat:
Original geschrieben von 2378

Stimmt und was ist, wenn jetzt 50% so denken würden - wie willst du es dann noch finanzieren? (Eigentlich müsste man vom schlimmsten ausgehen, also das am Schluss irgendwann 99% so denken - was willst du dann machen?)



Ich wäre da nicht so pessimistisch. Meine Mutter hat, nachdem die Kinder grpß waren, auch wieder angefangen zu arbeiten.
Aber definitiv nicht, weil wir das Geld dringend gebraucht haben, sondern weil sie was tun wollte...und weil ihr das Spaß gemacht hat...und sie ist sicher keine Einzelfall...



geschrieben von: 2378

Hm... der Mensch ist faul...
deswegen bin ich so pesimistisch... und Geld nicht brauchen oder haben wollen ist ein Unterschied...



geschrieben von: xxxzinixxx

ich denke, alle sind im grunde "gut"menschen (wie ich dieses wort hasse). nur in der masse müssen sie sich behaupten und werden so wieder zu tieren. laß alle in ruhe und frieden und ohne druck leben und schon ist die welt eine andere... das ist eine maschinerie, die sich selbst am leben erhält. es werden IMMER welche NICHT an ihr teilhaben können, aus womöglich sehr vielen unterschiedlichsten gründen, das ist jetzt aber auch so; es werden aber sehr viel mehr den nutzen sehen und mitarbeiten. vorausgesetzt, sie können auch nur ein bisschen (mit-)denken... und auch an andere denken und nicht nur an sich selbst zuerst.
richtig ist doch: schon von klein auf wird allen eingetrichtert, sie müßten sich selbst immer als den wichtigsten menschen auf der welt ansehen und darum womöglich auch etwas zu oft an den eigenen vorteil denken, damit sie überhaupt die chance einer chance bekommen. vor vielen jahren reichte noch eine einfache chance, jetzt gehört da schon mehr zu... und so baut sich da etwas immer mehr auf...
das läuft alles in eine völlig falsche richtung... weg von der menschlichkeit...



geschrieben von: LaChatte

Mein Mutter kann es sich heute auch leisten, eine kleine Frauenschwimmgruppe auf die Beine zu stellen, Schülern Nachhilfeunterricht zu erteilen, an einer Privatschule Deutschunterricht zu geben, täglich spazieren zu gehen, gesund und ausgeglichen zu kochen (das kann man nur, wenn man auch ZEIT hat - wenn in einer Familie beide zu 100% berufstätig sind, liegen Gerichte mit einer Zubereitungsdauer von 2 Stunden einfach nicht drin) und und und.

Mein Chef, der eigentlich schon längst die Rente beziehen dürfte, kommt täglich noch zwei oder drei Stunden arbeiten, trifft sich regelmässig mit Freunden zum Schachspiel, macht regelmässig Fitness, geht täglich mit dem Hund spazieren und pflegt seine Frau.

Mein Onkel, der seit eh und je Teilzeit arbeitet, trainiert eine Junioren-Handballmannschaft mit Ambition (mehrere Trainings pro Woche) und unterstützt seinen alten Vater im Haushalt.

Aktivität macht Leute glücklich und gesund - wer schon eine Krise bekommt, weil er aufstehen muss und Bier im Keller holen muss, ist in der Regel auf die Dauer weder gesund noch glücklich.

Seit ich selbst mein Pensum reduzieren konnte, habe ich viel mehr Zeit und Energie für Kunst, Freunde, Küche (günstig & selbstgemacht) und nicht zuletzt für mich selbst. Ich glaub nicht, dass ich bei meiner ex-100%-Stelle den Nerv gehabt hätte, mit Rauchen aufzuhören - und in dem ich das tue, erspare ich der Gesellschaft vermutlich Krankenkosten, die in die Hunderttausende gehen.

Zitat:
Hm... der Mensch ist faul...


ist er nicht. Er erscheint nur so, da es nicht mehr als natürlich ist, gegen unsere Arbeitswelt zu protestieren und gegen unmenschliche Bedingungen vorzugehen, in dem man als Arbeitnehmer, der sich ungerecht behandelt fühlt, schon mal in die innere Kündigung geht und sich einen Sport draus macht, das absolute Minimum zu machen.

Wie die oben erwähnten Beispiele zeigen: Menschen sind glücklich, wenn sie selbst gewählte Aktivitäten frei bestimmen dürfen - und sie haben Freude daran. Und es wird tatsächlich Mehrwert geschaffen.



geschrieben von: 2378

Toll und wer macht die nicht beliebten Jobs - wenn wir alle das gleiche bekommen?

Roboter sind noch nicht soweit...

Nun ja... ich gehe wohl falsch dran, weil bei unserem jetzigen System sie bestimmt wieder eine Möglichkeit finden, dass man durch das Raster fliegt

(Steinigt sie - sie haben es gewagt Vermögen aufzubauen, die dürfen nichts haben!!!)

So oder andersrum wird es sein...

Und bitte erkläre mir endlich mal den Anstieg, dass plötzlich 20% unseres Langzeitarbetislosen nach einem Job jetzt erst suchen wo das Geld knapp wird????

So ein System kann ganz schnell kippen und ist noch viel instabilier als unser jetziges System...

Schließich wird auch jetzt schon KEINER gezwugen arbeiten zu gehen und unsere Schattenwirtschaft blüht sowieso... - der Mensch würde wieder mehr und mehr haben wollen

Aber jetzt eine Frage - Eltern arbeitslos, wieso können die nicht vollwertig für ihre Kinder kochen?

Übrings wenn man arbeite geht es auch :) - mann muss nur auf Vorrat kochen ... (ich spreche aus Erfahrung, so mache ich es immer ;))

Btw: Ich finde es richtig und wichtig, dass ein Renter sich das Leben leisten kann, aber davor hat er gefälligst was dafür zu tun...
(Vielleicht liegt es auch nur an meinem Leistungsdenken - aber ich finde die Leistung zu arbeiten sollte belohnt werden und als Renter kann man sich die abholen [deswegen darf man an denen auch nie sparen wie auch nie an den Kinder - die daziwschen können für sich selbst sorgen])



geschrieben von: LaChatte

Zitat:
Toll und wer macht die nicht beliebten Jobs - wenn wir alle das gleiche bekommen?


Meine Mutter und ihre Geschwister machen regelmässig bei ihrem Vater folgendes: Putzen, Abwaschen, Kochen, Bügeln, Waschen, kurz, den ganzen Haushalt. Sag bloss, dass seien "beliebte Jobs" - nein, sie machens als Dankeschön für die Eltern, die jahrelang ebendasselbe für die Kinder taten.

Zitat:
Und bitte erkläre mir endlich mal den Anstieg, dass plötzlich 20% unseres Langzeitarbetislosen nach einem Job jetzt erst suchen wo das Geld knapp wird????


Man kann niemandem vorwerfen, auf die persönliche Gewinnmaximierung zu schauen. Und es darf tatsächlich nicht vorkommen, dass es jemandem, der arbeitet, schlechter geht als einem andern, der nicht arbeitet. Wenn das System aber diese Möglichkeit offeriert, muss sich niemand wundern, wenn die Leute auch davon profitieren.

In der Schweiz wurden auch mal die hiesigen Fürsorgemodelle durchgerechnet. Fazit: bis zu einem Einkommen von ca. 20'000 Fr. jährlich LOHNT ES SICH NICHT FÜR SOZIALHILFEEMPFÄNGER, ARBEITEN ZU GEHEN - weil ihnen dann unter dem Strich WENIGER Geld bleibt, als wenn sie nicht arbeiten würden. Das ist völlig unsinnig und ein Anreiz von Staates wegen, sich auf die faule Haut zu legen. Warum sollte ich denn etwas tun, nur um nachher weniger zu haben?

Andererseits - was wissen wir denn drüber, was diese Langzeitsarbeitslosen in ihrer Freizeit alles taten? Eventuell sogar äusserst wertvolle Dinge für die Gesellschaft - mal dem Nachbarsbub das Velo geflickt, jemandem beim Umziehen geholfen, bei einem Quartier-Strassenfest aufgestellt und abgeräumt... "arbeitslos" heisst ja nicht unbedingt, dass sie nichts taten. Und auch unbezahlte Leistungen können gesellschaftlich wertvoll sein.

Dass sie Arbeit suchen, sobald es ihnen an den Kragen geht finanziell, logisch...



geschrieben von: 2378

Wie gesagt - ich finde es gut wenn sie sich ehrenamtlich OHNE Geld nützlich machen... (Schwarzarbeit ist aber hier ein großes Problem).

Zum Anderen... diese Hilfen kann ich meiner Familie auch geben, wenn ich nebenher über 40h gearbeitet habe... - es geht alles, wenn man nur will und es einem wichtig ist.

Übrings aber genau das ist das Problem bei vielen jetzt - wieso soll ich meinen Eltern helfen?
Gegenbeispiel wie ich es bei 18 jährigen erleben darf:
Mutter braucht dank Krankheit etwas HIlfe wie z.B. - man räumt sien Zeug selbst weg und vielleicht auch mal die Geschirrspüle ein.
Sie macht es nicht mit dem Kommentar - ist mir doch sch... egal alls hier, warum soll ich es machen. Notfalls finde ich mich damit an oder schreie meine Muter an das sie es macht... - was machst du mit den Kiddis (und leider scheint es ein größere Problem dank zu freunldicher Erziehugn zu sein)

Und genau das Problem sehe ich jetzt auch...
Wir sind zu freundlich, lasse sie alle tun was sie wollen und dann bekommen wir genau so eine Gesellschaft - nein Danke!



geschrieben von: LaChatte

die vielleicht 10 oder 20%, die wirklich ein Leben lang nur faulenzen wollen - lasst sie doch! wird das nicht langweilig mit der Zeit?



geschrieben von: LaChatte

Zitat:
Sorry - nein, ich mag keine Faulenzer auf meine Kosten mitziehen. Echt nicht, das seh ich nicht ein. Das ist einfach meiner ganzen "Tradition" und Kultur und Mentalität sowas von zuwider...


Typisch deutsch....:D niemandem etwas gönnen, am wenigsten sich selbst.



geschrieben von: LaChatte

Zitat:
Guckst Du bei jedem Eingeborenenstamm - wo jeder, bis er ins Grab fällt, eine Aufgabe hat.


Ja, aber die organisierns besser: die ganz alten (und nach Eingeborenen-Verhältnissen würdest du dazugehören) kümmern sich um die ganz kleinen, knuddeln, lehren, erzählen und machen leichte Handarbeiten, während die jungen Erwachsenen (wie ich, aber auch schon an der oberen Grenze) die körperlich schweren Arbeiten machen. So hat jedes Alter seine Aufgabe...

und eine Gesellschaft, die von einem über 60-jährigen verlangt, noch sein fünfundvierzigstes und sechsundvierzigstes Jahr auf den Bau zu gehen, finde ich, hat etwas diesen natürlichen Rhythmus verloren.

Zitat:
Und ich weiss, in Deinem System wäre es anders...aber JETZT haben wir dieses System nicht sondern das System, in dem ich als Arbeiter ausgeblutet und abgezockt werde und gesunde 20jhr.


Es gibt auch gesunde 20-jährige, die sich den Arsch aufreissen und so Mittelalterliche mitfinanzieren... das heisst, heute haben wir das System, in dem ein intelligenter Mensch entweder a) Glück hat und für seine Traumarbeit auch noch bezahlt wird oder b) sich gleich von Anfang an vom Staat fürs Nichtstun bezahlen lässt. Denn was staatlicherseits unterdessen vom Normalo verlangt wird, ist eine Frechheit, und die Gegenleistungen stimmen auch nicht mehr. Politiker sollten mehr die Bibel lesen und sehen, dass die Steuern ein Zehntel betragen, nicht mehr...

Und der Staat soll sich bitte wieder so organisieren, dass Leute ,die arbeiten, wenn schon nicht belohnt, so doch sicher nicht bestraft werden! Andererseits, mit dieser Schuldenwirtschaft, die der Staat hat, ist er natürlich auch ein "gutes" Vorbild für die Leuts, die darin leben...



geschrieben von: LaChatte

Zitat:
Nur - solange sich nicht ALLE ändern und das System grundlegend ändern, sind das nur Träume. Die darf man zwar haben - aber es löst aktuell keine Probleme. Da bin ich wiederum zu sehr Realist und sage mir: ok, wir müssen aus dem was wir jetzt haben, das Beste machen.


Richtig. Und solange ich schon nicht die Träume von allen erfüllen kann, erfülle ich mir zum Anfangen schon mal die Meinen. :)



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Suicide-Smurf
Wenn für alle die Grundversorgung gesichert ist, warum sollte dann überhaupt noch jemand was tun? Nicht jeder liebt seinen job, dass er dafür sein halbes Leben opfert.
Irgendein Hobby hat wohl Jeder. Und wenn es wirklich zu viele Leute gibt, die kein Hobby haben, das sie zum Beruf machen könnten, dann könnte man zur Abwechslung mal Werbung und Marketing für einen sinnvollen Zweck einsetzen und Interesse an diversen Hobbies schaffen.

Zitat:
Der Bürokratenapperat gehört allerdings kärfit gestutzt.
Das kannst du aber nicht, wenn du die Leute flächendeckend überwachen willst, ob sie nicht heimlich zu Hause irgendwelche Erbstücke und ähnliches verstecken, die ihnen noch wegzunehmen wären, bevor man sich dazu herablässt, ihnen lebensnotwendige Dinge zu gönnen.

Zitat:
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Wer das Geld für Miete und Essen nicht zusammenbringt, für den ist ein gutaussehender Lebenslauf erstmal zweitrangig, glaub mir.
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Das glaube ich . Aber wie kann so etwas passieren?
Fehlkalkulation?

Ja, Fehlkalkulation, Fehlkalkulation des Staates.
Der Staat lässt es zu, dass von seinen für lebensnotwendige Zwecke gedachten Mitteln ein Großteil an Leute weitergereicht wird, die nicht arbeiten und auch nicht hilfsbedürftig sind, sondern diese Mittel nur zur eigenen Bereicherung oder gar für lebensfeindliche Zwecke benutzen:

Zitat:
Original geschrieben von Suicide-Smurf
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Kostet es wirklich 1.100 Euro, zwei Zimmer einen Monat lang in einem bewohnbaren Zustand zu halten?
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Nicht die Kosten bestimmen den Preis sonderen die Nachfrage. Wenn 3 Leute die Wohnung haben wollen bekommt sie der, der den besten Preis bezahlt!

Dass der Staat für solche Ungerechtigkeiten gehasst wird, ist mir durchaus verständlich.

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Zitat:
Original geschrieben von 2378
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Ich glaube es gibt schon den einen oder anderen faulen Politiker, der sichs gut gehen lässt.
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Also erstmal wenn sie gefeurt werden könnten, dann würden sie Arbeitslosengeld bekommen und das wäre es erstmal - weil sie wohl alle zuviel Vermögen für Sozialhilfe haben.

Wenn sie für ihre Arbeit nur den verdienten Lohn bekommen würden, könnten sie nicht viel Vermögen anhäufen, und es wäre gar nicht ausgeschlossen, dass sie Sozialhilfe benötigen könnten ...

Zitat:
Ich empfinde es als gefährlich, wenn man jederzeit einen Politiker feuern könnte, dann würden die immer sich durchsetzen die am lautesten schreien.
Wieso am lautesten schreien? Den Job erhalten diejenigen, die dafür die besten Voraussetzungen mitbringen: Ausbildung, Praxiserfahrung, Arbeitszeugnisse, ... eben genauso als wenn sie sich um einen anderen Job im öffentlichen Dienst bewerben würden.

Zitat:
Politiker bekommen übrings mehr Geld, damit es schwerer wird sie zu bestechen - würdest du gerne ein anderes System dafür haben und wie willst du dann dafür sorgen, dass sie sich nicht bestechen lassen?
Indem ich DENJENIGEN das überflüssige Geld wegnehme, die es nicht für das eigene Wohlergehen brauchen, sondern soviel übrig haben, dass sie Politiker damit bestechen können.

Zitat:
Der Traum das jeder seinen Traumjob haben kann, ist nicht zu erfüllen und hast du mal so rumgeschaut wie so mache 15jährigen in dem Alter denken? Wieso soll ich denn einen guten Abschluss machen - Hauptschule reicht vollkommen und danach werde ich auch gut leben können (Null Bock scheit da normal zu sein) - und übrings das Problem
haben Eltern aus ALLEN Schichten... - dass viele Kinder sich fragen wieso mehr arbeiten wenn es leichter auch geht.

Warum nicht Werbung und Marketing dafür einsetzen,
um benötigte Arbeiten zu bewerben? Die Bundeswehr kann das doch auch. Da hätte Werbung mal einen sinnvollen Zweck. :)

Zitat:
Zum anderen... wurde letzens in der Zeit gut beschrieben, wie man sich gesund mit wenig Geld ernähren kann und das für eine dreiköpfige Familie ein Trip zu McDoof vier Tage selbst kochen kosten würde (und zwar das ganze Zeug direkt von Markt - also nicht aus dem Discounter).
Auch dafür könnte man Werbung
machen, zum Beispiel anstelle der McDoof-Werbung.

WERBUNG: Frag doch mal ein paar Leute, die beim Burgtreffen waren, wie ihnen die deftige Reispfanne frisch vom Lagerfeuer - von SELFMADE - geschmeckt hat. :cool:



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Odessa
Es geht um Hartz-Reform hier, nicht darum, neue Systeme einzuführen.
Oh, sorry, ich war bisher immer der irrigen Ansicht, REFORMEN wären dazu da, etwas Neues einzuführen. :D

Zitat:
... ARD-Redaktion ... da wurden diese Beispiele GEZEIGT denn sie äußerten sich selbst im Fernsehen dazu, sagten, dass sie jetzt "wegen Hartz doch lieber einen Job annehmen, der unter ihrer Qualifikation/Würde ist, anstatt ihre Vermögensverhältnisse offenzulegen". Von den Reportern befragt, weshalb sie davor so Angst haben wenn sie denn so arm wären bzw. wie glaubwürdig ihre jahrelange "angeblich nicht zu ändernde" Arbeitslosigkeit denn dann noch sei, antworteten zwei davon ... , dass sie es "als ihr Recht empfunden hätten, jahrelang daheim zu bleiben wenn sie nichts adäquates angeboten kriegen, es ist ja nicht ihre Schuld wenn der Staat keine Arbeitsplätze findet für sie". So eine arrogante freche Einstellung muss man sich erstmal äussern trauen!
Komisch, je länger die Hartz-IV-Diskussion andauert, um so mehr neige ich zu der von LaChatte geäußerten Ansicht, dass mir Typen, die Gesetzeslücken für ihr eigenes Wohlergehen ausnutzen, um einiges lieber sind, als Diejenigen, die Reichtum anhäufen, den sie gar nicht für das eigene Wohlergehen brauchen, und zwar dadurch, dass sie mit ihrer "ehrlichen Tätigkeit" das Wohlergehen anderer Menschen verhindern, oder deren Leben zerstören, indem sie z.B. Waffen nach Israel und anderswohin liefern.

Zitat:
Und es gibt fast täglich - denn mittlerweile fernsehe ich deswegen sogar öfter - Berichte und Sendungen, wo Du genau solche Nassauertypen vorgeführt kriegst und ich glaube NICHT, dass das alles Schauspieler sind.
Ich glaube dir gern, dass du einige Tausend wirkliche Nassauer findest, die du im Fernsehen vorführen kannst. Aber wie schon zum Beispiel "Florida-Rolf" gesagt: Selbst 4000 böse "Sozialschmarotzer" sind erst mal 0,1 Prozent der offiziellen Arbeitslosenzahl.

Abgesehen davon stelle ich immer wieder fest, dass man im Fernsehen auffällig viele Berichte und Sendungen über irgendwelche Missetäter sieht, die die Auftraggeber und Sponsoren gerade zu bekämpfen gedenken. Im Moment sind es eben gerade die bösen Auto-Monteure bei Volkswagen und anderswo, die schon wieder höhere Löhne fordern, gegen die Vorstandsmitglied Hartz kämpft. Andermal sind es die bösen Islamisten in Irak, gegen die Waffen- und Öl-lobbyist G.W.Bush zu kämpfen gedenkt ... und irgendwann waren es mal die bösen Juden, die zu viele Kaufhäuser und Fabriken besaßen ...
Die Methoden sind immer die gleichen: "Schaffe ein wirksames Feindbild und schüre Angst und Hass gegen diesen Feind, dann tun alle Leute das, was DU willst, und die Leute, die nicht das tun, was DU willst, werden von der kochenden Volksseele als Verräter unschädlich gemacht."

Zitat:
Denn dazu habe ich mit genau solchen Typen zu oft zu tun gehabt in meiner Ausbildung und auch später. Meine Erfahrungen in einer Stadt wie München musst Du mir schon glauben, solange Du nicht selbst jahrelang hier warst und nicht mit eigenen Augen gesehen hast was da abgeht und wie "beschissen" wird von manchen Leuten.
Das glaube ich dir gern. Wie schon geschrieben, bin ich weit davon entfernt, die Menschen für "gut" zu halten. Jeder sieht, wie er am besten sein Schäfchen ins Trockene bekommt, das ist nur all zu menschlich. Soll man sie darum hassen?
Anders sieht die Sache aus, wenn Menschen mit ihrem Handeln anderen Menschen schaden.

Zitat:
Dass es im Osten nicht so war, glaube ich Dir gerne - die DDR war nicht so blöd, arbeitsscheue Typen mit durchzufuttern, oder?
Zunächst einmal war die Auswahl an Arbeitsplätzen für die Leute, die arbeiten wollten, wesentlich größer. Da hat wirklich Jeder, der einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz wollte, auch einen bekommen. Mit den wenigen Leuten, die nicht arbeiten wollten, ist man allerdings teilweise recht rabiat umgegangen.

Zitat:
Aber bitte sag dann mir nicht, wie es hier im Westen lief, wo ich gelebt und gearbeitet habe und wo das System schon immer so war, dass jeder, der nix tat, genauso gut leben konnte wie der der was tat.
Das tue ich ganz bestimmt nicht. Nur, wenn die Bedingungen in West und Ost so verschieden sind, dann kann man eben nicht für West und Ost die gleichen Methoden verwenden. Nicht ohne Grund gibt es im Osten die meisten Proteste gegen Hartz-IV, während es im Westen weniger gibt - dort sind die Maßnahmen vielleicht wirksam. Ich kann in meiner Beurteilung von Hartz-IV nur von dem ausgehen, was ich um mich herum sehe und erlebe, und hier betrachte ich die Wirkungen von Hartz-IV als verheerend.

Zitat:
Wenn Du "Lebendbeispiele" willst, TTP - dann geh einfach mal auf ein Sozialamt und lass Dir die Statistiken zeigen.
Mir geht es nicht um Statistiken, sondern um die Beweggründe der einzelnen Menschen, die ich gern aus ihrem eigenen Mund hören würde, und nicht im Fernsehen, aus dem Zusammenhang gerissen und im Interesse der Auftraggeber in Szene gesetzt. Ich habe schon mehrmals betont, dass meine Devise lautet: MITEINANDER reden, statt übereinander".

Zitat:
Und, lieber TTP - Namen und Adresse dieser Menschen darf ich Dir und niemand nennen, denn in diesem Land haben wir - leider, möchte ich bei sowas sagen - Datenschutz, der verhindert dass solche kriminellen Typen öffentlich bekannt gemacht werden.
Genausowenig, wie ich Menschen für "gut" halte, halte ich sie für schlecht. Jeder hat seine Beweggründe, etwas zu tun oder nicht zu tun. In einem System, das auf Lüge und Betrug aufgebaut ist, sollte es nicht verwundern, wenn sich Menschen zum eigenen Vorteil der Lüge und des Betruges bedienen.

Zitat:
@Mieten: keine Ahnung ob es 1.100 Euro kostet, 2 Zimmer bewohnbar zu halten. Aber wir sind hier im FREIEN Westen und da kann ein Vermieter verlangen was er will, solange es ortsüblich ist.
Solange du solche maßlosen Ungerechtigkeiten gutheißt, dann schimpfe nicht über die kleinen Leute, die sich ihr Leben durch Ausnutzen von Gesetzeslücken etwas erträglicher machen wollen ! :mad:

Zitat:
Jeder hat seine eigenen Ansprüche und solange jemand diese Ansprüche - seien es nun nur Konzertbesuche oder jedes Jahr eine neue Rolex oder die 2. Villa am Tegernsee - mit seinem EIGENEM Geld befriedigt, habe ich da die Klappe zu halten. Denn alles andere ist reiner Neid und Frust.
Und da spielt es gar keine Rolle, ob er dieses "EIGENE Geld" aus wertschöpfender Arbeit, aus kleinen Sozialamts-Betrügereien, aus Börsenspekulationen oder aus dem Tod von ein paar Hundert Irakern oder Palästinensern gewonnen hat?

Zitat:
Und nochmal: Es steht jedem hierzulande FREI, sein Glück zu suchen in jedem Land dieser Erde, jeder kann sich hocharbeiten und jeder "darf" reich werden, es wird niemandem verboten.
Ja, so ist es ...
"Politiker und Werbespots versprechen heile Welt.
Was ist schon etwas Menschlichkeit
gegen einen Haufen Geld?"
(Experiment Nnord)


Zitat:
Die Chancen sind für alle hier in Deutschland die gleichen, wir haben ja Gott sei Dank KEIN DDR-Regime mehr, das Menschen erschoss wenn sie das "glorreiche" System verlassen wollten
Der Grund - SOZIALNEID - ist der gleiche, nur die Methoden sind etwas subtiler geworden. Während man die Menschen, die in der DDR auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung kostenlose Bildung und soziale Betreuung in Anspruch genommen hatten und dann nicht gewillt waren, diesen Vorschuss durch Arbeit für die DDR zurückzugeben, an der Grenze erschossen hat, lässt man heute die Ausländer und "Sozialschmarotzer" von Neonazis totschlagen und tottrampeln oder tritt ihre Würde so lange in den Dreck, bis sie sich selbst aufhängen.
Ich kann beiden Ausdrucksformen von Sozialneid nichts Positives abgewinnen. :(

Zitat:
Ich liebe Freiheit und habe keine Lust, sie mir miesreden zu lassen von Menschen, die ihre eigene Lebensunfähigkeit und ihren Sozialfrust/-neid immer auf den bösen Staat schieben.
Menschen sind nun mal, wie sie sind - Tiere mit ein paar zusätzlichen Fähigkeiten - und lassen sich nicht wesentlich verändern. Alle diesbezüglichen Versuche haben bisher nur zu unendlichem Leid geführt, auch und gerade dann, wenn sie "gutgemeint" waren.
Was sich verändern lässt, sind die Organisationsstrukturen, in denen die Menschen leben, und von denen sich eine "Staat" nennt. Vorschläge, die Organisationsstrukturen zu ändern, haben wenig mit "auf den bösen Staat schieben" zu tun, sie sind nur ein Versuch, die Lebensbedingungen der Menschen zu verändern. Ob die vorgeschlagenen Veränderungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen führen (würden), ist allemal prüfenswert.

Ich liebe auch die Freiheit, Odessa, aber noch viel mehr liebe ich das Leben, weil ohne Leben hat das Wort Freiheit nicht mehr viel Sinn.

Zitat:
Es gibt viel Ungerechtigkeit, klar, es ist eine Frechheit das Politiker absahnen auch wenn sie unfähig sind, aber auch das, TTP, steht nicht bei Hartz zur Diskussion und somit kann es dadurch auch nicht geändert werden.
Da stimme ich dir zu.
Änderungen am System, an den Ursachen von Armut und Not, stehen bei Hartz nicht zur Diskussion, und darum verdienen die angedrohten Maßnahmen NICHT, Reform genannt zu werden.



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Odessa
Das ist nicht typisch deutsch (wenn schon dann arabisch), das ist normales Verhalten.
Ich kenne die arabischen Verhältnisse nicht so genau, aber diesen Masochismus, sich stundenlang abzurackern und sich nicht einmal eine Siesta zu gönnen, kenne ich nur von den (alten und neuen) Bundesdeutschen. Auch die Menschen aus dem arabischen Raum, die ich bisher kennenlernen durfte, hatten - trotz ihrer für meine Ohren ungewohnten Lautstärke beim Sprechen - die gleiche innere Ruhe und Gelassenheit, wie sie auch bei den DDR-Bewohnern noch vorhanden war (wofür sie von den "Alt- und Neu-Wessis" gern als faul und langsam beschimpft werden).

Zitat:
Guckst Du bei jedem Eingeborenenstamm - wo jeder, bis er ins Grab fällt, eine Aufgabe hat. Macht die einer nicht weil er nicht will (nicht weil er nicht kann!), dann jibbed nix zum Essen und die Gemeinschaft verjagt ihn ausm Dorf.
Wie LaChatte schon schrieb, ist die Arbeitsteilung bei ihnen aber wesentlich besser geregelt. Vor allem werden die Kinder (wie es auch in der DDR üblich war, und in vielen anderen europäischen Ländern noch üblich ist) schon von klein auf mit in die Arbeits- und Organisationsprozesse mit einbezogen. Meine Geschwister und ich hatten schon von klein auf unsere Aufgaben in Haus und Garten, das fing schon mit 3-4 Jahren mit der eigenen Verantwortung für ein Möhren- oder Radieschenbeet im Garten an und setzte sich fort über die Verantwortlichkeit für Kaninchen und andere Kleintiere und ging weiter mit dem Anheizen des Ofens nach Heimkehr aus der Schule in den Wintermonaten. Und jedes Kind spürte am eigenen Leib (z.B. einem kalten Zimmer), wenn es seine Aufgaben nicht erfüllt hatte.
Heute wird den Kindern kaum noch Eigenverantwortung übertragen (und dabei würde jedes Kind so gern groß sein und mitarbeiten), und dann wundert man sich, wenn es - ohne alle Vorbereitung im Kindesalter - als Jugendlicher nicht willens und in der Lage ist, Eigenverantwortung zu übernehmen?
Wo soll die Achtung vor der Arbeit herkommen, wenn sie nicht von Kind an erfahren wird?

Zitat:
Und wer ist denn diejenige, die den Reichen, den Managern, den Firmenbossen usw. ihren Reichtum nicht gönnt? ;)
Ist die Frage, was man unter Reichtum versteht. Ich gönne Jedem das, was seinem Wohlergehen dient, was er selbst für ein schönes Leben nach seinen Vorstellungen nutzen kann.
Ich gönne ihm NICHT den Reichtum, den er benutzt, um andere Menschen zu erpressen oder ihnen anderweitig zu schaden.

Zitat:
Die ZWANGSarbeit für mich - nämlich besagte 2 Wochen im Monat, die ich FÜR DEN STAAT arbeite - gibt mir durchaus das Recht, mitentscheiden zu wollen WER von diesem Geld (das mir ja auch niemand schenkt) etwas abbekommt.
Komisch, dass es dich dabei nicht stört, dass 80 Prozent oder mehr von diesem Geld indirekt Leuten in den Rachen geworfen werden, die dafür nichts anderes "tun", als etwas zu besitzen. Noch schlimmer, du bist sogar bereit, diesen Leuten, die nichts weiter "tun", als etwas zu besitzen, auch noch 80 Prozent von deiner verbliebenen Hälfte in den Rachen zu werfen.

Zitat:
Und ich weiss, in Deinem System wäre es anders...aber JETZT haben wir dieses System nicht.
Und was hindert uns daran, Reformen in Gang zu bringen, die das vorhandene System in diese Richtung verändern (statt nur an Symptomen herumzudoktern)?

Zitat:
Und wieder - wenn Du gerne jemand etwas gönnst, auch einem Nassauer und Faulenzer - dann überweise mir bitte endlich *g* (sh. einige Seiten zuvor) Dein Gehalt
Sorry, das verbietet mir meine Religion. Ich soll nicht anderen Göttern (zum Beispiel dem Geldgott) Götzendienste leisten. Du kannst aber gern bei mir wohnen, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen, leckere sonnengereifte Tomaten und alles andere nach Herzenslust naschen, was der Garten so hergibt, dich aus meiner CD-, Schallplatten- und Video-Sammlung bedienen, in mehr als Tausend Büchern lesen, bis zum Umfallen am Computer daddeln, mit mir zu Konzerten und Gruftie-Treffen fahren und vieles mehr, solange du mich Fiesling dabei erträgst. :D

Zitat:
und wenn wir was übrig haben, verbraten wir es zusammen am Gardasee *g*
Achja, das Häuschen am Waldsee habe ich ganz vergessen ... Das hat nur einen Nachteil, es hat keinen Fernsehempfang - und es soll auch in absehbarer Zeit keinen Fernsehempfang haben, dafür werde ich sorgen.
Wenn da nicht irgendwann die Langeweile an der Langeweile eintritt, und du dann doch heimlich zu arbeiten anfängst ...

Apropos Arbeit:
Wieviel Kohle bekommt ihr eigentlich alle dafür, dass ihr euch hier einen Kopf über die Probleme macht, für deren Lösung der Herr Hartz schon längst sein Honorar kassiert hat? :rolleyes:
Oder ist das ehrenamtlich? Oder gar Schwarzarbeit?
Ja, Schwarzarbeit, das wird's sein, darum der schwarze Bildschirm-Hintergrund und die schwarzen Klamotten ...



geschrieben von: neptunia

und noch einmal klinke ich mich ein, nachdem ich (sorry) recht oberflächlich die letzten seiten überflogen habe ...

gestern hatte ich zwei interessante gespräche ...


mittags mit einer freundin und einer alten kollegin, alle drei mittlerweile freiberuflich, so konnten wir uns einfach mitten am tag ein paar stunden mit sushi versüßen (nicht wichtig, aber angenehm).
alle drei waren wir eine zeitlang in einer werbe agentur festangestellt, ich war damals die erste, die ging, die anderen "wurden" gegangen. in meiner branche hat man selten einen job länger als zwei jahre, ich hab schon unendlich viele agenturen kommen und gehen sehen, es gibt nur wenige große, die älter als 10 jahre werden ...

soviel zur flexibilität ...

interessant fand ich, daß die eine, die ihren kleinen sechs monate alten sohn dabei hatte, dann erzählte, daß sie für ihn ein ausbildungskonto eröffnet hat, damit er später mal studieren oder eine vernünftige ausbildung machen kann. außerdem sprach sie davon, eine lebensversicherung für ihn abzuschließen, die er erst mir 26 bekommen soll, wenn er alt genug ist, damit was vernünftiges anzufangen ...

geplaudert haben wir auch über die richtige altersversorgung ... aber konnten uns auf keine vernünftige und vor allem sichere form einigen ... mit hartz wird es komplizierter ...

alles in allem fand ich es wirklich seltsam, mit verpiercten, alkoholsüchitgen, schrägen schwarzen menschen über das alter zu sprechen - ich weiß, vor ein paar jahren noch waren wir bei einem ähnlichen gespräch der überzeugung, wir werden ganz einfach nicht alt. times are changing in many ways ...


und dann abends:
zwei tanten von mir sind grade hier im süden zu besuch. ich hab mit ihnen und meiner mom geplaudert. und wieder die alten geschichten aus den zeiten kurz nach dem krieg gehört ...

jeder von ihnen hat mit viel mühe einen ausbildungsplatz ergattert ... zum teil noch geld dafür gezahlt. ja. genau. dafür gezahlt. gearbeitet haben sie 56 bzw. 60 stunden pro woche. im akkord gearbeitet in der strumpffabrik. oder im kaufhaus heizungsrohre geschrubbt und den boden gewischt. sind das ganze jahr über mit dem fahrrad eine stunde zu arbeit und wieder zurück gefahren. auch im winter. kein urlaubs- oder weihnachtsgeld. miesester lohn. meine mutter hat ihren arbeitslohn hauptsächlich für strumpfhosen ausgegeben, weil das zu ihrem verkäufer-outfit gehörte, aber ihr natürlich nicht gestellt wurde.

tausende dieser kleinen anekdoten. ich habe gemerkt, daß sie einerseits froh sind, daß diese zeiten vorbei sind. aber auch einen gewissen stolz, das alles ertragen zu haben.

und ihr mitgefühl für die, die diese neue, unsichere zukunft vor sich haben. für sie ist rentenmäßig gesorgt ... sie werden ihr restliches leben über die runden kommen. aber sie machen sich gedanken über ihre kinder und enkel.


was ich damit sagen will?
ich weiß nicht recht.
ich komme langsam durcheinander, wenn es darum geht, wer wieviel sich verdient hat, ob man wen und warum mittragen soll oder kann ...

ohne auf gesetze, reformen oder illusionen einzugehen.
es ist wohl diese gradwanderung, auf die es ankommt. soviel für sich selber sorgen, wie es geht. ein stück abgeben für die, die es eben nicht schaffen. die ausgenzen, die könnten aber zu faul sind. die dinge einfacher und übersichtlicher machen.




noch eins fällt mir dazu ein.
ich hab lange zeit in sozialwohnungen gewohnt.
aus einem simplen grund, es gab (und gibt) keine bezahlbaren rollstuhlgerechten wohnungen auf dem wohnungsmarkt. nur die, die über das wohnungamt laufen. so well ... selber bauen oder ertragen.
jedenfalls habe ich in diesen riesen bunkern sehr unterschiedliche menschen getroffen.

da waren die, die wirklich nicht lebensfähig waren.
alkoholiker, exjunkies, penner.
kein problem für mich, sie in unserem sozialen netz aufzufangen.
sie hatten nichts, außer das hier und jetzt.

dann waren da die nassauer. die kinder in die welt setzten nur zum zweck, geld zu machen. es gab unendlich viele ungeliebte kinder, die zu aufsässigen ungeliebten jugendlichen wurden.
es gab so viele von diesen nassauern. es waren meist exknastis, türken, assoziales gesocks. und es war anstrengend, sie in der nähe zu haben. ihre konflikt-lösung war in der regel die androhung von gewalt. und ich erinnere mich noch an einige brände vor meiner wohnugnstür, weil wir es gewagt haben abzufragen, ob man nachts um drei genug ruhe haben könnte, um wenigstens ab und zu schafen zu können ... und ich kann mich erinnern, daß mindestens einmal pro woche ein paar polizei-einsatzwägen vor unserer tür standen ...
gesocks. wirklcih schreckliches gesocks.

und dann waren da natürlich auch die, die einfach ein bescheidenes leben führten, führen mußten. die eben nicht den super-job hatten, die ihre arbeit verloren hatten, die ein anstrengendes schicksal hatten ... und es waren die, die versuchten, mit möglichst wenig zurecht zu kommen. die dich im hausflur grüßten. die abends kaputt vom arbeiten zurück kamen ...

wie bekommt man diese unterschiedlichen menschen zurück ins soziale netz?
wie kann man verhindern, daß es anderen ähnlich geht?

genug.

[off topic]
ilo, danke für deinen lieben kommentar. nagut, dann reih ich mich mal mit dir zu den schwach-starken frauen, die es irgendwie schaffen, über die runden zu kommen und dabei auch noch spaß haben ... ;-)
[off topic ende]



geschrieben von: demelza

neptunia und odessa - ich bewundere euch für euren enormen willen, euch nicht unterkriegen zu lassen - davon sollten sich einmal ein paar leute eine scheibe abschneiden



geschrieben von: neptunia

weißt du, was das seltsame ist, demelza? sooo besonders ist es eigentlich nicht ... nur viele leute setzen ihren willen und ihre kraft für andere dinge ein ... luftschlösser bauen, warum-hab-ich-nicht-lamentieren, aber-der-andere-hat-mehr-jammern ...
einer meiner schlechten eigenschaften ist, daß mir die anderen die dinge zu langsam und zu schlecht machen, also tue ich die dinge selber, bevor ich lange darüber rede ...
na gut. erwischt. HIER schwafel ich dem lieben gott den tag weg ... oder wie immer dieses sprichwort hieß ...



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von neptunia
ich komme langsam durcheinander, wenn es darum geht, wer wieviel sich verdient hat, ob man wen und warum mittragen soll oder kann ...
Ich bin mir sicher, dass eine materielle - nicht "finanzielle" - Grundversorgung für Alle ohne größere Schwierigkeiten möglich wäre, unabhängig davon, ob sie arbeiten oder nicht.

Zitat:
ohne auf gesetze, reformen oder illusionen einzugehen.
es ist wohl diese gradwanderung, auf die es ankommt. soviel für sich selber sorgen, wie es geht. ein stück abgeben für die, die es eben nicht schaffen. die ausgenzen, die könnten aber zu faul sind. die dinge einfacher und übersichtlicher machen.

Abgesehen von dem Wort "ausgrenzen" stimme ich dir zu. Aber Ausgrenzen schafft nur immer neue Probleme. Mein Alternativ-Vorschlag wäre "Locken", statt Ausgrenzen. Jeder Mensch hat einige Dinge, auf die er neugierig ist, und dan dieser Stelle muss man den, der nicht will, anpacken. Gewalt bringt da ebensowenig wie das Ausgrenzen.

Zitat:
dann waren da die nassauer. die kinder in die welt setzten nur zum zweck, geld zu machen. es gab unendlich viele ungeliebte kinder, die zu aufsässigen ungeliebten jugendlichen wurden.
Diesen "Nassauern" sollte man die Kinder entziehen, aber nicht dadurch, dass man sie ihnen mit Gewalt wegnimmt, sondern dadurch, dass man ihnen staatlicherseits die Liebe und Fürsorge zukommen lässt, die ihnen von den "Eltern" vorenthalten wird.



geschrieben von: HerrDerDinge

Kindern staatlicherseits Fürsorge zukommen lassen.:D

Ich habe selten in meinem Leben so gelacht!

Wie soll das denn funktionieren.?

*Die Tränen wegwisch*:D :rolleyes:

Mal einen Gegevorschlag, das Kindergeld wird nach IQ und Steuerkraft gestaffelt, damit sich nicht die unteren Schichten überproportional fortpflanzen und die Wohnblöcke am Stadtrand bevölkern und anschließend für Arbeitsplätze bei der Polizei und dem Sozialamt sorgen, sondern damit sich auch die Damen mit Abitur und Studium vermehrt dem Kinderkriegen hingeben.
Wir brauchen dringend Leistungsträger und keinen fetten Bodensatz an Sozialhilfeempfängern.





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