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Vor mehreren hundert Jahren

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geschrieben von: Cagliostro

Irgendwie muss es besser gewesen sein,
auch wenn es kein elektr. Licht gab.
Man hat sehr viel erlebt und man wurde nicht
so alt, um darüber nachdenken zu müssen.
Krankheiten waren noch Möglichkeiten der
persönlichen und psychologischen Veränderungen
und die Menschen waren, ob starker existenzieller
Wahrheit wahrhaftiger oder gleich grandiose Lügner.
Es musste nichts hundert Jahre vorher beantragt
werden und jeder war seines eigenen Glückes Schmied.
Unsere Zeit ist arm geworden.
Mittelalter wäre mir fast lieber.....

Wer sieht das auch so?



geschrieben von: shining night

Ich kann es verstehen was du meinst

In manchen Momenten wäre es mir auch lieber im Mittelalter zu leben.
Unsere Gesellschaft ist so "reich" geworden, dass man schon wieder arm dadurch ist.



geschrieben von: RantX

naja "jeder war seines eigenen Glückes Schmied"...da kann ich nicht zustimmen.
Die Aufstiegsmöglichkeiten sind heute viel besser. Damals war man z.B. in seinem Stand gefangen, oder hat fast keine Möglichkeit, wenn man z.B. als Bauer geboren wurde, was anderes zu erlernen. Reiche blieben damals reich und Arme arm!

Heute kann jeder durch Bildung viel erreichen, also zumindest in Europa und man ist nicht mehr gesellschaftlich gefangen.
Deshalb finde ich diesen Satz ziemlich unpassend in deinen Worten!



geschrieben von: BackToBlack

Da kann ich RantX nur zustimmen.
Außerdem sah es damals mit Menschenrechten viel schlimmer aus als jetzt.
Und Menschen heute sind viel tolerante und selbstbewusste als damals. Wir sind auch nicht mehr von Kirche oder ähnlichen so stark beeinflüß, die damals Wissenschaftler als Hexer verbrennen ließ.

Wie kann man in solche Zeit leben wollen?

Ich persönlich interessiere mich für Mittelalter aber eher damit ich Stoff für meine eigen Fantasy-Geschichten finde. Wie es mir manchmal scheint, werwechseln einige Menschen diese "Märchen" mit wahre Geschichte.<- Ist jetzt nicht als Angrif oder so gemeint.



geschrieben von: RantX

Viele Goths oder Anhänger der Szene mögen diese Mittelalterromatik, was ich gut nachempfinden kann.
Eine Welt voller Mystik und Abenteuer, im Gegensatz zur heutigen Welt, die von Zeitplanung und Computern regiert wird, ist natürlich eine schöne Vorstellung.
Ich bin der Meinung, dass diese Wunsch-Welt im Mittelalter nie existiert hat, sondern nur heutzutage durch die Menschen, die diese Illusion teilen, geschaffen wird.
Demnach schafft dieser Wunsch nach jener Umgebung, die Umgebung für viele einer Subkultur in der heutigen Zeit.
Dessen sollte man sich stets bewusst sein.

Ich will nicht sagen, dass dieser Wunsch schlecht sei, sondern nur, dass man klar differenzieren muss.



geschrieben von: AngelOfDisease

Ja ! Pest und Hunger für alle ! :rolleyes:



geschrieben von: RantX

danke für diesen Beitrag!



geschrieben von: Cagliostro

Die Frage ist ja auch, ob die Menschen im Mittelalter dies immer
wussten inwieweit sie unterdrückt wurden oder auch nicht.
Man starb ja auch früher und an Lappalien.
Vom spirituellen Standpunkt aus gesehen, waren die Menschen
früher im Jenseits, das kann u.U. günstiger Sein.
Inwieweit es schön ist, dass man heutzutage 120 wird,
das sei dahingestellt.
Jedenfalls waren die Menschen noch sie so Hochmütig
wie zu unserer Zeit...



geschrieben von: FelixSevenrock

Früher war alles besser?
Bestimmt nicht!:rolleyes:

Gut, ich gebe zu, dem Geheimrat Goethe gings um 1800 recht gut.
Der hatte aber auch Asche und konnte schon nach weite Reisen unternehmen und hatte immer gut zu essen.

Aber auch der hatte so seine Probleme, hatte tierische Rückenschmerzen, die ihn wohl halb wahnsinnig gemacht haben.
Ging ihm heute sicher besser?!

Und ihr wollt sogar noch weiter zurück? Ins Mittelalter?

Na bravo!

Im Winter gabs nur Kohl und Wassersuppe, ständig die Pest oder feindliche Soldaten vor den Stadttoren (wenn man das Glück hatte, in einer Stadt wohnen zu dürfen), die Kirche hat einen tyrannisiert, wo es nur ging, mit 40 war man schon uralt, Individualität führte ruckzuck zu Isolation, Vertreibung oder dem Feuertod (gerade für uns Grufties interessant, die wir ja heute recht gerne mal auffallen) und wenn man auf die andere Straßenseite wollte, musste man zwangsläufig in die Pferdeschei... treten!

Aber ich gebe zu, in einer idealisierten Form der Vergangenheit mit all den Vorzügen von heutiger Wissenschaft, Technik und persönlicher Freiheit würde auch ich recht gerne leben wollen!:cool:



geschrieben von: cauchemar

ich würd auch nicht gern im mittelalter leben...aber man kann sich ja nicht aussuchen wann man lebt ;)
@FelixSevenrock so ne idealisierte vergangenheit...das wär mal ne idee.
@Cagliostro die leute im mittelalter waren auch hochmütig, sieht man sich einmal den ganzen adel an!



geschrieben von: Mondgeist

Naja, ganz so schwarz würde ich es nicht sehen. Das Leben war für die Menschen einfacher, ihre ganze Welt war klar determiniert, keine Zwänge mehr, wie in der heutigen Zeit.
Aber mal ehrlich, wer von euch will wirklich in die Zeit des Mittelalters zurück?
Glanz und Glorie des Weströmischen Reiches waren vorüber, überall stritten regionale Größen um Vorherrschaft, wer nicht in den Krieg gezwungen wurde (und auch das ist nicht so sonderlich romantisch a la Arthur und Tafelrunde, sondern brutal, schmerzhaft und dreckig), der versauerte zwischen der Angst vor der Kirche, die ihren Gott zunehmend verteufelte um den Menschen Geld auszupressen und dem Frondienst, den sie zu leisten hatten an ihren Landesherren.
Selbst durch das Aufblühen von Städten und ihren Zünften und Handelsbünden war man immer noch Mundgeruch, faulenden Zähnen, fehlender Körperhygiene und Krankheiten ausgeliefert.

Wollt ihr den Zahnarzt missen? Oder die Zahnbürste.
Und gerade für Frauen... Viele Geburten forderten das Leben der Frau, Rechte besaß sie nur in begrenztem Maße und selbst für die romantisierten Burgfräulein war es nicht besser, sie waren an alberne Riten und brutale Männer gebunden, verschachert und bestimmungslos über ihr Leben.

Ich kann dem Mittelalter nichts romantisches abgewinnen. Es ist einfach nur verdreckt.

Aber unsere heutige Zeit ist nicht unbedingt besser. Sicherlich haben wir Langeweile und andere Probleme besser im Griff dank Fernseher und dem vorgespielten Leben anderer, doch gerade unsere Zeit zeigt uns die Sinnlosigkeit der Existenz der meisten Menschen. Man ist selbst in den ach so demokratischen Ländern der 1. Welt nur begrenzt seines Glückes Schmied. Geld und Macht und vor allem Namen bestimmen das Leben. Gerade in Deutschland ist Vetternwirtschaft das A und O um Karriere zu machen und selbst dann... Viele Manager sind entweder schwul oder führen eine zermürbende Ehe mit Frauen, die sich damit abgefunden haben das Geld ihrer Ehemänner auszugeben.
Es gibt Ausnahmen ich weiß.
Doch gerade der Wissensdurst hat den Meisten ihre Illusionen genommen, den Zauber des Lebens, das was jetzt mit dem Mittelalter so verromantisiert wird.

Übrigens bin ich kein Pessimist oder Schwarzseher, wie dieser Beitrag vermuten lässt, RantX sollte das bestätigen können.
Doch so sehe ich das...



geschrieben von: Devil's sister

Als Hexe und Amazone ins Mittelalter - keine schlechte Idee...

aber nicht hier in unseren Regionen...

Denn zum Großteil muss ich euch Recht geben, hierzulande war das Mittelalter grauenvoll.

aber: Langeweile gab es damals definitiv nicht. Schließlich hatten die meisten immer etwas zu tun. Der Adel machte nicht mal 10% der Bevölkerung aus...

@Mondgeist: welche "albernen Riten" meinst du???
@Felix: Goethes größtes Problem waren seine Gefühle und die Frauen... und nebenbei die ideellen Gedanken über die ganze besch.... eidene Welt...

Wenn ich in die heutige Zeit Blicke sehe ich immer noch, dass Individualität zu Isolation führt. Man muss nicht einmal der auffällige Gruftie, Satanist oder Gothic sein
(Vorsicht: eigene Kindheitserfahreungen...)
heißt: ob die Menschen heute wirklich toleranter sind als früher???
Aufm Dorf eher nich...
und selbstbewusster? - sicher? wenn ich mich manchmal so umsehe nicht. Die Massenmeinung beherrscht sehr viele, die sich selbst dann in dem ganzen Modequatsch nicht mehr sehen...

Aber aml ne Frage, die sich für mich aus den Texten hier ergibt: Was bezeichnet ihr denn als Glück???
Nach meinen Überlegungen und Schlussfolgerungen hat heute immer noch jeder sein "Glück" selbst in der Hand...
getreu nach dem Motto: "Zum Fliegen reichen nicht nur Flügel, man muss sie auch schwingen..."

nur das mit den Lügnern... ist heutzutage nicht jeder ein guter Lügner??? Oder zeigt ihr jedem, der euch über den Weg läuft, was ihr denkt, vor habt und fühlt???
ich jedenfalls nicht... getreu nach dem süßen Spruch: Lach, wenn es zum Heulen nicht reicht....

in diesem Sinne
Auf bald
Gute Nacht
..und vergesst nicht die Kerzen aus zu blasen...;)



geschrieben von: AngelOfDisease

Zitat:
Original geschrieben von Devil's sister
Als Hexe und Amazone ins Mittelalter - keine schlechte Idee...

aber nicht hier in unseren Regionen...

Denn zum Großteil muss ich euch Recht geben, hierzulande war das Mittelalter grauenvoll.



Woanders wars besser ? Aha ! Würdest du dich dann lieber woanders verbrennen lassen ? Wo brennt man denn besser ?

Zitat:
aber: Langeweile gab es damals definitiv nicht. Schließlich hatten die meisten immer etwas zu tun. Der Adel machte nicht mal 10% der Bevölkerung aus...


Langeweile ? Da hast du Recht , die gabs auf keinen Fall ! Wenn man nicht grad am Hungern war, hat man anderen dabei zugesehen - sicher spannend ! Oder Man hat das lustige Spiel gespielt : "Wer überlebt die Pest am längsten"
Sportlich gabs auch ne Menge zu tun ! Z.B. das fröhliche "Vor dem berittenen Banditen wegrenn Spiel" Diese Spiel wurde oft auch in größeren Gruppen gespielt, was es natürlich um so aufregender macht !
Gesellschaftlich gabs natürlich auch so einige interressante Sachen wie z.B. "wie verstecke ich mein letztes bisschen Geld vor dem Steuereintreiber" oder "Wer ist die hexe ? Ach verbrennt sie alle"

Immer wieder aufregend dieses Mittelalter als Bauer ! Wer möchte da schon zum Adel gehören ?



geschrieben von: FelixSevenrock

@ Devil´s Sister

netter Beitrag von dir!:p

Bist offenbar ne echte Romantikerin?!;)

Die Masse der Menschen lebte damals sicher wirklich nicht unbedingt ein besonders lebenswertes Leben.

Aber wer hatte schon das Glück, dem Adel anzugehören?

Und in der Tat, für ne Amazone (im Geiste jedenfalls), ne Hexe oder nen kirchenkritisch eingestellten Durchschnittsmenschen konnte der Boden unter den Füßen bestimmt sehr schnell sehr heiß werden.
Im wahrsten Sinne des Wortes! :D

Wenn man mal vom Einfluss der Kirche absieht, die uns in Europa ja ziemlich uner der Fuchtel hatte, konnte man andernorts vielleicht wirklich etwas besser leben. Aber sicher nicht sehr?!

Und heute, da fallen wir bestimmt auch noch sehr auf, aber letztlich können wir es uns ja dennoch erlauben, so zu leben, wie wir wollen.
Können unsere Bude schwarz anstreichen, mit´m Iro auf dem Kopf rumlaufen oder im Sarg schlafen.

Mag manche Mitmenschen erschrecken, aber verbieten kann es uns doch niemand?! Dir etwa?

Was den Geheimrat Goethe angeht, den mystischen Philosophen und großen Denker, der versonnen lächelnd durch den Wald schlenderte, den kannste echt mal abhaken. Das Leben des Johann Wolfgang von Goethe hatte nichts mystisches, der war einfach nur reich genug, um sich mit Problemchen befassen zu können, für die andere einfach keine Zeit hatten, weil sie malochen mussten. Nicht die Frauen waren für Goethe ein Problem, er war eines für ne Menge Frauen, der geile Bock!:p

Aber es stimmt schon, er machte sich Gedanken, was an der Welt falsch sein könnte und wie man diese ändern könnte, immerhin war er Freimaurer und diese hatten sich diese Aufgabe ursprünglich ja zum Hauptziel ihrer Organisation gemacht.

Heute geht´s auch den meisten Freimaurerlogen leider nur noch um Machtstreben und Geldvermehrung.

Aber trotzdem, die Welt könnte sicher wieder einige Werte der "Romantik" erhalten, wenn unsereines diese Werte hochhält und anderen vorlebt.
Immerhin gilt die Gothic-Szene ja schon als extrem friedfertig und alten Idealen zugeneigt.

Wenn man mit den gedanklichen Mitteln der Freimaurerei agieren würde, könnte man diese Werte ja auch aus der schwarzen Szene in den "bunten Realismus" tragen?!

Es muss ja nicht gleich im Mittelalter landen?! :p

Obwohl ich zugeben muss, die religiöse Ausrichtung der Katharer oder Templer wäre heutzutage schon ne echte Konkurrenz für die Amtskirche! Nicht alles im Mittelalter war altmodisch.



geschrieben von: me_me4049

nun gut, leben möchte ich nicht ständig zu dieser zeit, aber eintauchen und erleben..... das würde mir gefallen.
leider bleibt einem das vergönnt, ausser ein paar stunden in denen man entflüchten kann.....



geschrieben von: Devil's sister

@AngelofDisease: ich würd schon meinen, dass in den tiefsten Jungeln Südamerikas n besseres Leben war als hier in Europa...
Amazone sagt doch schon aus, was ich meine...

Außerdem... als Hexe wäre man nach der "alten Religion" Großbritaniens sicher nicht verbrannt worden...
Hexe - damals auch assoziiert mit Heilerin bzw. übersetzt als "weise Frau", die im Einklang mit der Natur und ihren Kräften lebt... Die Highlands von Schottland und die Gründe der Bretagne würd ich noch favorisieren...

aber süße Vorstellung von Zeitvertreib...
Was glaubst du eigentlich, was auf einem Hof und in einem Haus und generell im damaligen Alltag zu tun war???
Damals gab es noch nicht einmal elektrisch Licht und auch keine Industrie in dem Sinne... alles wurde selbst hergestellt in Handarbeit und das brauchte nun mal auch seine Zeit.... und Kinder mussten schließlich auch all sowas lernen und Schulen... waren nur für den Adel...

@Felix: ...sag du mir doch, ob ich wirklioch so romantisch bin... mein alt vergangener thread "Kinder der Dunkelheit" dürfte dir dabei wieter helfen...
was den guten Herren Meister Goethe angeht: Ich hab nie gesagt, dass er mystisch sei... Sein mystischstes Werk ist mit Abstand sein Lebenswerk "Faust" im ersten und im zweiten Teil...
...Es ging ihm definitiv nicht nur um das eine... auch wenn es so aussieht, so viele wie er hatte, aber wenn man die richtigen Biografien liest, dann kann man sich auch in den Menschen Goethe und in seine Gefühle hinein versetzen...
Klar, du hast schon Recht, er hatte die Zeit, aber sieh dir doch mal all die anderen an, die diese Zeit auch hatten...

Nein, mir kann keiner etwas verbieten, was ich wirklich will... aber deswegen sind die Menschen heutzutage trotzdem nicht einen Deut toleranter als damals, sie werden nur von bestimmten Werten und Gesetzen von Übergriffen abgehalten...
Außerdem ist es vor allem dann ein großes Zeichen von Toleranz, wenn eine Gymnasiastin und angebliche Freundin behauptet ich würde einen Judenstern und nicht ein Pentagramm tragen, jede Nacht eine Katze opfern, sowieso total an Realitätsverlust leiden und perverse Vorstellungen vom Leben haben... tolle Freundin...

..alte Ideale... einige denken dann auch oft: alles was alt ist, ist auch altmodisch... wer hat nur diesen Sch... Gedankengang erfunden??? Ist doch völliger Quatsch... wenn alle Menschen sich mal wieder richtig mit den alten Idealen beschäftigen würden und dabei die Gegenwart kritisch betrachten, aber nein... der Mensch ist eben nicht der Denker, zu dem er sich soo oft erklärt...



geschrieben von: AngelOfDisease

Zitat:
Original geschrieben von Devil's sister
@AngelofDisease: ich würd schon meinen, dass in den tiefsten Jungeln Südamerikas n besseres Leben war als hier in Europa...
Amazone sagt doch schon aus, was ich meine...

Außerdem... als Hexe wäre man nach der "alten Religion" Großbritaniens sicher nicht verbrannt worden...
Hexe - damals auch assoziiert mit Heilerin bzw. übersetzt als "weise Frau", die im Einklang mit der Natur und ihren Kräften lebt... Die Highlands von Schottland und die Gründe der Bretagne würd ich noch favorisieren...



Ah und als das Christentum nach Großbritannien kam ... ? Egal wie dus nennst ... es brannte auch dort gut ! Zudem waren die Briten und Schotten ein sehr rauhes Volk mit vielen Sippen. Kriegerische Auseinandersetzungen waren an der Tagesordnung und auch sonst waren allgemeine Morde nicht unüblich.
Zum Thema Amazone ... auch diese haben Krieg geführt. Findest du das romantisch ?

Achja und glaub mir du möchtest nicht wissen was in den tiefsten Dschungel Südamerikas für Tiere leben. Glaubst du du hast dort glücklich gesessen und Mangos gegessen ? Parasiten , wilde Tiere , Nahrungssuche , Krankheiten usw.


Zitat:
aber süße Vorstellung von Zeitvertreib... Was glaubst du eigentlich, was auf einem Hof und in einem Haus und generell im damaligen Alltag zu tun war??? Damals gab es noch nicht einmal elektrisch Licht und auch keine Industrie in dem Sinne... alles wurde selbst hergestellt in Handarbeit und das brauchte nun mal auch seine Zeit.... und Kinder mussten schließlich auch all sowas lernen und Schulen... waren nur für den Adel...


Ich glaub du hast die Ironie meines Posts nicht so ganz verstanden :) Ich wollte dich damit nur auf einige der Mißstände der damaligen Zeit hinweisen. Das waren nämlich alles Probleme mit denen man sich in dieser Zeit auseinander setzen musste - tagtäglich - die Furcht wich nie !

Wie toll stell ich mir das doch vor ! 5 oder 6 Uhr aufstehen. Auf den Acker gehen. Mittagspause , eben was essen , wenn man denn was hat. Und dann bis zum Dunkel werden oder länger draußen bleiben ... auf dem Acker !
Du hast recht alles wurde selbst hergestellt ... und das ging dort nicht mit Maschinen und den ganzen kleinen Helfern unseres Alltags. Das mag dir tatsächlich kurze Zeit Spaß machen ... aber mach das mal nen Jahr lang :)
Ja deine 5-10 Kinder musstest du auch hüten , vorrausgesetzt du hast die letzte Geburt überlebt ! Naja aber das geht ja auch nicht ewig so ! Das ein oder andere stirbt ja auch ... und spätestens wenn der Krieg ausbricht biste sie los ... weil dann deine tapferen Söhne in die Schlacht ziehen "dürfen" oder die Schlacht zu ihnen kommt ...

Du bist eine Frau ... hättest demnach auch kaum Rechte gehabt - sehr schön! Aber mir als Mann wärs auch nicht besser ergangen ... ich hätte in den Krieg ziehen müssen.

Zum Thema Toleranz : Ja du hast recht .... toleranter sind wir nicht geworden. Aber einen unterschied gibt es noch ... hier wirst du mit Mißachtung gestraft ... im Mittelalter kommt der Tod hinzu ...

Ganz ehrlich ... fiktive Ausflüge ins Mittelalter machen mir Spaß, aber bei Gott ich wollte da nicht Leben !



geschrieben von: FelixSevenrock

Herrlich! :D

Ich war einst Morgensternschwinger beim Sultan von Kairo!
Das war ein Leben! Den ganzen Tag nur brandschatzen, massakrieren und Christen totkloppen!

Und ich sag euch, früher war alles besser!:D :D :D



geschrieben von: andarielkk

Kinder der Nacht!

jaja, ihr habt recht mit früher war alles besser, mein witzwahlspruch ist auch schon seit jahren "back to the caves" (bzw in manchen kreisen die mit höhle eher andere sachen verbinden "to the castles" )
aber ich gebe zu bedenken dass vor und nachteile in jeder zeitepoche und jeder kultur vorhanden waren... zwänge, einschränkungen, ohnmacht und feinde....
würde zwar auch lieber zurückgehen aber dann nur um als vogelfreier eine art egoistischen robin hood zu mimen (nein, nicht als fuchs..) die welt war damals einfach noch viel größer, und FREIER bzw man hatte einfacher die möglichkeit sich frei zu machen als in dieser nylonseil-um-meinen-hals-und-um-den-körper gesellschaft...

pestheuch euch allen

andariel



geschrieben von: Weib

Ich hätte gerne den Delorean vom Doc ("Zurück in die Zukunft")... damit könnte man zwischendurch einfach mal nen Nachmittag zurück in andere Zeiten oder mal schauen, was denn noch so kommen wird. Aber wirklich im Mittelalter leben?! Seid ihr wahnsinnig?
Also ich bin schon mittelalterbegeistert, aber ich würde niemals zu dieser Zeit leben wollen. Vor allem nicht als Frau... mit einer besch..eidenen gesellschaftlichen Stellung, womöglich ständig schwanger, Angst vor jeder Geburt haben, weil man diese möglicherweise erst gar nicht überlebt... nein danke.
Dann eine Lebenserwartung von ca. 45 Jahren (mit etwas Glück)? Hoffen, dass die Ernte gut wird... dass man nen guten Mann abkriegt...
Das Bauernleben war auch nich so der Bringer - vor allem während der kalten Zeit um... *grübel* ich glaub, das war gegen 1300, lege mich da aber nich 100%ig fest. Irgendwann um den Dreh ging's den Leuten nämlich richtig dreckig, Stichwort "kleine Eiszeit" mit Winter bis in den Juni und Co. Obwohl für Drogenfreunde wär's natürlich klasse... Mutterkorn u.ä. im Brot und ständig high, damit man die Sorgen und den Hunger ein wenig vergisst. So kam's übrigens, dass einige Leute wirklich glaubten auf dem Besen durch die Luft zu fliegen usw. Halluzinogene sind schon was feines...
Aber selbst außerhalb dieser kalten Zeit... und selbst wenn man das Glück hatte, nicht zu den Bauern zu gehören - was bekam man denn geboten?! Das Leben am Hof war auch nich so doll.
Und als Vagabunt oder Vogelfreier... herzlichen Glückwunsch. Wenn man Dich erkannte war's vorbei. :rolleyes:

Mir persönlich ist es lieber, wenn ich heute lebe (mit den Problemen, die unsere Zeit mit sich bringt) und ab und zu mithilfe von Büchern, Märkten etc. für eine Weile in eine Welt abtauchen kann, die dem Mittelalter auf positive Weise zumindest ähnlich ist.



geschrieben von: andarielkk

Aber ist es heutzutage nicht eher vorbei? im geistigen sinne gesehen? natürlich, die menschen früher hatten nicht VIELE möglichkeiten ihr weltbild zu verändern aber wenn dem so war WAR es ein uabädelich verändertes weltbild...
ich glaube aber das du dort eine ziemliche endgültige meinung beitzt....
ich sage das natürlich alles seine vor-und nachteile hat aber wenn ich überlege ob sweety oder scheiterhaufen bzw LSA (mutterkorn) dann lieber die letzteren -> verstumpfung des gehirns wird in unserer gesellschaft am fließband betrieben und ein ausbruch ist nur den stärksten möglich, oder aber den nicht nachdenken -> einzigartige lebensweisen wie wir sie kennen......
anda



geschrieben von: FelixSevenrock

@ weib:

naja, es gab sicher schon den einen oder anderen Weg für Frauengesindel ;) , sich zu verwirklichen?!

Und wenn ich ne Zeitmaschine hätte, würde ich auf jeden fall versuchen, bei der schärfsten Braut des Mittelalters zu landen!

Bei Jeanne D´Arc!!! :D

Aber bei meinem Glück hatte die mit Kerlen nix am Hut und stand selbst auf Frauen!:rolleyes:



geschrieben von: Weib

Zitat:
verstumpfung des gehirns wird in unserer gesellschaft am fließband betrieben und ein ausbruch ist nur den stärksten möglich, oder aber den nicht nachdenken -> einzigartige lebensweisen wie wir sie kennen......


War das zu früheren Zeiten denn wirklich besser? Heute haben wir div. Blödsinn in den Medien (vor allem TV), der uns beeinflusst und damals? War die Verstumpfung denn damals nicht so ausgeprägt? Aberglaube, Kirche und eine Welt, die für den 0815-Menschen höchstens einen Radius von ca. 10-20km vom Dorfplatz aus hatte? :D
Was die "Verstumpfung" angeht, sind sich die Epochen alle gleich. Letztendlich bricht nur der daraus aus, der wirklich ausbrechen will und kann - damals wie heute.

Und Felix... sicher gab es auch Kämpfernaturen und Erfolg unter den Frauen - sei's Jeanne, Hildegard von Bingen oder irgend eine Königin etc.
Aber ich rede vom breiten Volk - von der Mehrheit. Überleg doch mal, was eine "gewöhnliche" Frau heute für Möglichkeiten hat, wie sie leben kann und darf und wie's damals war.
Den Kerlen ging's natürlich z.T. auch nicht besser, ich will hier keineswegs über das Leid der Frauen klagen...



geschrieben von: DocShaper

also ich denke mal vor mehreren hundert jahren gings den menschen nicht viel anders als heute. sie hatten vielleicht ein -uns heutzutage- primitiv erscheinendes leben, aber da der mensch mit seinem verf...lixtem gehirn so ein "UNGLAUBLICHES ANPASSUNGSMONSTER" ist werden sie ihre missstände -bis auf die unmittelbar lebensbedrohenden- wohl kaum wahrgenommen haben (wie wir es heute ja auch kaum tun).
sie hatten vielleicht weniger sorgen und ängste eingeimpft, aber das gibts jetzt vermutlich weil wir einfach ne so hohe bevölkerungsdichte haben und menschen halt hundsgemeine viecher sein können->da muss man auf der hut sein!

vor zig tausenden von jahren allerdings -wowie- da ging glaub EINIGES :D
menschen die in kleineren stammesgemeinschaften leben und nichteinmal die topfform oder sprache der angrenzenden stämme verstehen... *träum* das find ich -trotz aller brutalität damaliger systeme- schon eine sehr paradisische vorstellung, da sich die bevölkerungsdichte so wesentlich "reibungsloser" regulieren konnte und kriegerische konflikte garnicht die möglichkeit hatten in solch riesige dimensionen auszuarten, wie wirs heut erleben.

selbst wenn das leid und der schmerz damals wegen fehlender medikamente+therapien grösser gewesen wär (ich glaub die hatten genauso ihre mittelchen wie wir -nur wirkungsvoller :p), so hätte dies das leben nur unglaublich intensiver gemacht, es wär trotz kürzerer dauer ausgefüllter, reicher an erfahrung und der tod wär dann im verbreiteten glauben vermutlich nichts anderes als ein herbeigesehnter wohlverdienter schlaf gewesen,.....oder auch einfach nur der zustand des futters....oder oder oder....ka was ich hier schon wieder tippe.
schlafen klingt gut-ich leg mich lieber mal hin :eek:



geschrieben von: Cagliostro

Grundsätzliches:

Die Menschen im Mittelalter hatten schon wegen
"Mutter Kirche" relativ wenig Möglichkeiten
ihren Horizont zu erweitern.
Man bedenke, dass oft der einzige Weg
eines jungen Mannes mehr über die weibliche
Anatomie zu erfahren, die Leichenhalle oder
ein Hexenprozess war.
Klingt bescheuert, war es wahrscheinlich auch.
Ähnlich ist es mit Naturwissenschaften aller Art.

Das aber ist keine selbstverschuldete Unmündigkeit,
frei nach Kant, sondern eben ein festgefügtes Schicksal,
für das ein Mensch nicht viel kann, weil andere etwas
dagegen haben, dass er sich bilden möge.....

Jedoch hat man heutzutage die Möglichkeit alles
über die Welt und noch viel mehr zu erfahren,
dennoch gibt es Menschen unter uns, die mit der
Waffe in der Hand den Standpunkt vertreten,
dass die Erde eine Scheibe sei.
Und das finde ich schlimmer.
Ob sich die betreffenden eine Glatze schneiden,
Kampfstiefel anziehen oder ein Kopftuch aufsetzen
ist dabei nicht wichtig.
Es ist nur äusseres Zeichen dafür, dass Menschen
freiwillig sich geistig im Mittelalter befinden, was vergleichsweise
schlimm ist.

Die Menschen des Zeitabschnittes "Mittelalter" hingegen
wussten es nicht anders.
Dennoch versuchten sie ihr Leben einzurichten und so
kreativ zu sein, wie möglich,
was z.b. den Aberglauben und dergleichen betrifft.
Das sind die Dinge, die mich beeindrucken.





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