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Die ewige Menschheit - Wünschenswert?

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geschrieben von: Thanthos

Vor einigen Jahren habe ich gehört, dass Forscher spekulieren, in 50 Jahren das Altern der Zellen verhindern zu können, wir wären dann sozusagen unsterblich...

Um eine totale Überbevölkerung zu vermeiden könnte man, als Idee, jeden Menschen vor die Wahl stellen: Kinder oder Unsterblichkeit.

Was haltet ihr davon?

mfg Max



geschrieben von: Ver-rückt?

nun, einige selbstverliebte individuen würden wahrscheinlich sämtliche andere davon abhalten, kinder in die welt zu setzten, damit sie ihre unsterblichkeit auskosten könnten.
nur das ich alles andere als selbstverliebt bin...

tja, ich weis nicht. weder würde ich unendlich lange leben wollen, denn stellt euch mal vor, mit welchem alter mand ann in rente gehen würde... oder mann müsste immer arbeiten, noch will ich kinder haben, den bei der erziehung kann man soviel scheiße bauen... und im übrigen würde ich nicht wollen, das ich die fehler, die meine eltern bei mir gemacht haben, an meine kinder weiterzugeben.

das problem würde wahrscheinlch werden, das sich die menschheit nicht entscheinden könnte, zumindest nicht einheitlich. also müssten die machtpersonen entscheiden.

nähmen wir mal an, sie würden sich gegen die unsterblichkeit entscheiden. dann müssten sie das wissen darum vor den menschen sicher aufbewahren, so dass verhindert werden kann, das es irgendeinem menschen in die hand fällt - nur wozu dann erst erforschen?
oder sie würden sich für die unsterblichkeit entscheiden. dann müssten sie alle kastrieren, denn anders kann man dem menschen das kinder "zeugen" nicht verbieten.

aber was soll's, meine meinung zu diesem thema wird wenn es zu meinen lebzeiten aktuell wird, eh niemand interessieren, und mir geht's sonst wo vorbei, wie man sich da entscheidet. von daher... ist jede aussage (meiner seits) eigentlich unnötig.



geschrieben von: Lacerta

Ich würde die Unsterblichkeit wählen. Denn immerhin hab ich nach einem langem Leben immer noch die Möglichkeit mein Leben zu beenden wann ich es für richtig finde. Mich fasziniert der Gedanke, wie sich die Welt in 100+ Jahren entwickeln wird...ob wir jemals andere Lebensformen im Universum finden werden, welche Kathastrophen uns noch erwarten und wie die Menschheit sie meistern wird. Welche Technologien erfunden werden, welches Wissen wir über das Universum erlangen ob die Menschheit jemals andere Planeten bewohnen wird und und und!!



geschrieben von: Lumina Nocte

Ehrlichgesagt kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es, wenn überhaupt, schon in 50 Jahren möglich sein wird, zu verhindern, dass Zellen altern. So weit ist die Wissenschaft dann sicher auch wieder nicht. Und bis so eine Methode auch für die breite Masse möglich ist, vergeht sicher auch eine gewisse Zeit. Außerdem wäre es sicher gar keine so gute Idee, die Menschen ewig leben zu lassen. Dadurch, dass niemand mehr sterben muss, verliert das Leben doch völlig seinen Wert. Ich denke, das Bewusstsein, dass alles einmal vorbei sein wird, veranlasst den Menschen erst dazu, etwas aus seinem Leben zu machen. Ich selbst würde wahrscheinlich gar nicht ewig leben wollen. Irgendwann hat man doch sicher genug davon, weil man schon alles gesehen hat und nichts Neues entdecken kann.



geschrieben von: docht

ich habe in cosmic trigger gelesen (das buch is aus den 70ern), dass etwa in der heutigen zeit unsterblichkeit schon so gut wie oder schon bereits erforscht werden solle. das waren prognosen von irgendwelchen wissenschaftlern. nun ja, vielleicht verzoegerts sich auch ein wenig oder aber die prognosen sind einfach total optimistisch gewesen *g*
nun ja, am liebsten waere es mir glaube, wenn ich selbst entscheiden koennte, wann ich sterbe. insofern wuerde die unsterblichkeit schon ein vorteil sein, wenn man sich noch umbringen koennte ;) aber andererseits bin ich auch nicht immer so entscheidungsfreudig, und so ist es doch ganz gut wenn die natur oder das schicksal oder sonst was uns die entscheidung um den zeitpunkt abnimmt ;)
ein viel gewichtigerer faktor waere natuerlich, dass ich in diesem leben glaube nicht einmal 80 werden will.. ich mag das hier irgendwie nich so.. aber vielleicht aendert sich die sicht ja? wer weiss..
es wuerde mit sicherheit auch von machthabern (und die gibts tatsaechlich, aber es laesst sich hoffen, dass sie sich gegenseitig bekaempfen und es keine große verschwoerung ist *g*) missbraucht werden..
glaube ich wuerde mich deswegen fuer "nein" entscheiden ;)
tu ich irgendwie, zumindest oftmals, auch so schon, "nein" zum leben zu sagen..



geschrieben von: faust

Also, erstmal kann ich mir nicht vorstellen, dass die Forschung überhaupt je den Alterungsprozess aufhalten können wird.
Ähnlich sinnlose "Voraussagen", wie weit die Forschung zu einer bestimmten Zeit sein dürfte, gab es schon immer.
So gab es vor 30 oder 40 Jahren die Voraussage, im Jahre 2000 würden Straßenbahnen von Riesenmagneten an den Bahnhöfen von Abfahrtsbahnhof zum Zielbahnhof "gezogen" ...:rolleyes:
Und bei der DNA ist es schließlich schon einprogrammiert, dass die Zelle altert und die Zellfunktionen irgendwann aussetzen.

Rein philosophisch gesehen würde ich sagen, dass sich die allermeisten Menschen im Angesicht des Todes und bei der Möglichkeit, ihr Leben unendlich zu machen, die Unsterblichkeit wählen würden.
Ich glaube, es war Nietzsche, der sagte, dass jede Lust nach Ewigkeit verlangt.
Gäbe es also diese Möglichkeit, würden sie viele Menschen nutzen und das käme einer Katastrophe gleich, wie hier ja schon gesagt wurde. Vielleicht kämen einige auf die Idee, eine Art neuen Holocaust zu starten, um Überbevölkerung zu vermeiden und selbst ewig leben zu können.
Aber diesen Gedanken will ich lieber nicht weiterverfolgen ...



geschrieben von: schuebschn

@faust
naja es gibt ja sowas wie magnetschwebebahnen also die idee mit den magneten war keine sooo grosse fehlprognose. zwar wurds anders umgesetzt aber mit magneten hats scho was zu tun^^
und die DNA kann man btw verändern
naja fragt sich nur ob der körper noch so toll funktioniert wenn alle zellen ewig leben
da werden ja auch welche nachproduziert etc. aber kann man sicherlich alles irgendwie umgehen

ich selbst würde denke ich nicht die unsterblichkeit wählen
da kriegt man sicher eh zwischendrin tausend krankheiten un siecht vor sich hin
ich glaube auch eine welt voller unsterblicher die wird schnell langweilig und verändert sich nicht mehr (un die welt wie sie im moment is is nich so sonderlich lebenswert)
ausserdem wird sie sicher nich so funktionieren so wirtschaftlich gesehen

wieviele menschen nun was wählen würden tja
auf den ersten blick scheint ja unsterblichkeit ganz toll zu sein
aber es gibt sicher genug die den wunsch nach kindern haben oder ein unendliches leben als ziellos sehen
wofür wollen denn menschen viel arbeiten und viel geld verdienen? mh ich denke weil sie sich als ziel gesetzt haben das sie es "später" gut haben können
naja so gibts kein später mehr also wofür arbeiten?
kinder gibts auch keine denen man ein besseres leben geben könnte
und das eigene das is nur mit arbeit ausgefüllt

also ich glaub die meisten würden sich für die kinder entscheiden



geschrieben von: schuebschn

manchmal beunruhigt mich das wiederkommen der seele eher.
letzten endes ist es doch auch nichts als unsterblichkeit. zumindest wenn du in dieser welt wiedergeboren wirst ;)



geschrieben von: faust

@schuebschn

Hab ja auch nicht unsere Magnetschwebebahn gemeint, sondern man hatte die Vision, dass man irgendwann an Zielbahnhof und Abfahrtsbahnhof je einen Riesen-Elektromagneten haben würde.
Jeweils einer wird unter Strom gesetzt, und die Bahn saust mit Riesengeschwindigkeit zum Zielmagnet.
Ist natürlich Schwachsinn, man stelle sich vor, was ein derart starkes Magnetfeld anrichten würde ...



geschrieben von: DemonOfLove

aber zu welchem zeitpunkt wollen sie das altern stoppen?
wer will ewig gleich aussehen? (sehen wir es einmal vom pirmitiven standpunkt aus)... wer sagt mit welchem "alter" es sich denn am besten leben lässt?

ich kann mir nicht vorstellen dass sich so etwas je durchsetzen wird... 1. wegen dem schon genannten prblem der überbevölkerung und 2. aus dem grund dass viele nicht wissen werden was sie mit einer ewigkeit anfangen sollen...

würde das altern gestoppt, wie würde dann eine verwesung von statten gehen? da bauen sich die zellen dann doch ab? oder haben wir dann jede menge toter menschen die sich selbst umgebracht haben?

lg demon



geschrieben von: SolPreto

Zitat:
Original geschrieben von Odessa
Welch furchtbarer Albtraum, unsterblich zu sein.

Wie langweilig. Wie erschreckend. Alles wird niemals ein Ende haben.

(...)
Ich möchte ganz bewußt die mir geschenkten Jahre leben, geniessen.

(...)

Ich bin dann offen für neue Leben. Meine Seele geht auf Reisen. Und wird wiederkommen. Aber in einem neuen Leben, in einem anderen Wesen. Der Gedanke beruhigt mich enorm...



Oh! Ich beneide dich...

Welch furchtbarer Albtraum, sterblich zu sein!
Wie sinnlos! Wie erschreckend! Alles wird ein Ende haben!

Meine Jahre werden mir nicht geschenkt. Mein Herz kämpft jede einzelne Sekunde darum, daß ich nicht sterben muß und eines Tages wird es den Kampf verlieren...

Und dann... wird kein neues Leben mehr kommen... Meine Seele ist eine Lüge der Priester, damit ich nicht verrückt werde. In einem neuen Leben, wird es auch ein neues Wesen sein und ich - nicht.



geschrieben von: waldgeist

unsterblich?? nein.. kein interesse.... (stimme odessa zu) abgesehen davon ist die menschheit das schlimmste, was der erde passieren konnte.....



geschrieben von: Kiera

Was für eine schlimme Vorstellung, ewig leben zu müssen.
Ich lebe gerne, aber ich denke Leben und Tod gehören einfach zusammen. Zudem glaube ich in gewisser Weise an die Wiedergeburt, was das ganze erträglicher macht. ;)
Ewiges Leben ist einfach unnatürlich. Die Menschen versuchen immer stärker natürliche Einflüsse und Kreisläufe zu verhindern, aber ich denke das schaffen sie nicht

Außerdem müsste man dann ja auch immer arbeiten und käme niemals in den Ruhestand, wer sollte die Renten bezahlen, denn irgendwann wären dann ja fast alle im Ruhestand. Ich persönlich habe darauf keine Lust, wenn ich erstmal lange Zeit gearbeitet habe freue ich mich sicher auf meine Rente.

Zudem muss es Mutter Erde auch irgendwann mal gegönnt werden, sich von der Menschheit zu erholen.



geschrieben von: lady_lavaralda

Also ich halt auch nicht viel von ewigem Leben. Warum sollte der Mensch ewig leben sollen/ wollen, wenn alles andere auf der Erde vergänglich ist .
Plflanzen sterben, Tiere sterben, Bakterien sterben auch irgendwann, aber wir Menschen sollen ewig leben ?
Wozu? Nur damit wir unsere Umwelt noch mehr zerstören können?
Ich stimme 'waldgeist' also total zu.
Zitat:
abgesehen davon ist die menschheit das schlimmste, was der erde passieren konnte.....

Ich finds es schon ziemlich arrogant überhaupt so ne Forschung zu betreiben. Die Menschheit sollte endlich den Tod (oder besser gesagt ihren eigenen Tod, denn den Tod von anderen Lebewesen akzeptiert der Mensch ja absolut!!!!!!!!!) akzeptieren. Denn auch daraus entsteht neues Leben (und wenns nur die Würmer sind, die unsere toten Körper zuerfressen und sich dann vermehren)
Und zu der weiterlebenden Seele wollte ich noch sagen...wer weiß denn ob die Seele überhaupt weiterlebt und in eine andere Form übergeht? Vielleicht verschwindet sie ja auch einfach im Nichts und das Einzige was bleibt von einem Menschen ist die Erinnerung eines anderen - und irgendwann nichts mehr. Vielleicht soll es so sein, dass alles vergänglich ist, auch die Seele?!



geschrieben von: deamon

hm kennt irgendwer den film soylent green aus den 70ern?
(die erde ist maßlos überbevölkert, alle ressourcen sind verbraucht, essen gibts nichtmehr, dafür jetzt das verbesserte neue "soylent green", niemand weiß woraus es gemacht ist, angeblich sind es algen)
oder den scheibenwelt fluch: "ich hoffe du wirst in aufregenden zeiten leben"?

der gedanke an ein unendliches leben ist beängstigend. könnt ihr euch vorstellen den rest eurer zeit mit den menschen zu verbringen die ihr im täglichen leben trefft?(zollbeamte, fahrkartenschaffner, verärgerter rentner, pöbel und die normalen unhöflichen leute)
ja natürlich gibts auch helle momente(freundin, liebe usw) aber wahres glück erfährt man immer nur im kontrast zum normalem stumfpen alltag.
Von mir aus können all diese menschen, die ich langsam immer mehr zu hassen beginne, leben solange sie wollen. ich hab da drauf keine lust mehr, wahrscheinlich bin ich sowieso schon weit jenseits von gut und böse(meint ihr ich kann meine paranoia anmelden und einen behinderten parkplatz abstauben?)

egal wie un/wahnsinnig man sich verhält, der irre alltag setzt jedesmal noch eins drauf -_-(das musste ich jetzt irgendwie mal loswerden, vll verarbeite ich meine psychosen demnäxt in nem eigenem thread)

€: mein browser / das forum haßt mich, 2. versuch



geschrieben von: Nix

Kurz: Die Evolution wäre damit nicht einverstanden. Die Menschheit verlöre ihre ohnehin geschrumpfte Anpassungsfähigkeit an gegebene Lebensräume und ginge schließlich zugrunde (andere Spezies würden die Menschheit überflügeln und schließlich verdrängen) - panta rei.



geschrieben von: Dark Jester

Also die Unsterblichkeit ist eindeutig zu viel für diese Welt!
Wenn man bedenkt wie zerstörerisch die Menschheit jetzt schon ist dann möchte ich mir nicht ausmalen was die Menschen mit einem unendlichen Leben anstellen würden hierzu und ob er solch ein Leben ertragen könnte hierzu ein Zitat aus meinem Lieblingsmusical Drakula:

Tot,du bist ehrlich, verstellst dich nie,
Tot, unentbehrlich zum Leben hier,
Licht und Brot und Wein und Zärtlichkeit,
Tot, du führst Regie im Großen Spiel,
Tot, du gibst dem Leben Sinn und Ziel,
Ohne dich währ' unser Weg zu weit,
Tot, dein Name ist ein Glockenton,
Tot, du bester Trost und letzter Lohn,
Ewig weiter gehn währ' fürchterlich,
Tot du lehrst der Welt Bescheidenheit,
Tot du gibst den Stunden Wichtigkeit,
Leben ist kein Leben ohne dich,
Tot!



geschrieben von: Schatti

also diese unsterblichkeit denke ich läßt noch eine weile auf sich warten....aber fakt ist, das man mit dem momentanen wissenstand einen menschen durch gen-therapie usw auf ein stolzes alter von 300 plus jahren bringen könnté wenn man mittels retroviren die dna geringfügig verändert und den stoffwechsel etwas umstellt, das er ähnlich wie bei schildkröten (stoffwechsel der zellen) weniger sogenannte freie radikale erzeugt...oder weiterhin könnte man ein gen auf diese art und weise einfügen, das es ermöglicht ein bestimmtes enzym innerhalb der zelle zu bilden, welches die erbinformation bei der teilung vor dem zerfall schützt.......das sowas schon gemacht wurde in der medizin und wirtschafft sieht man an den bakterien, die menschliches insulin erzeugen......

bzw um es mal genauer zu erklären, was ich vor allem mit der 2ten methode meine: alter ist grob zusammengefasst eigentlich die degeneration des körpers.........also bis zum 25 lebensjahr etwa ist die rate zwischen zellenaufbau und abbau des körpers im ungleichgewicht zugunsten zellenaufbau....man wächst also noch im weitesten sinne.......mit dem 25ten lebensjahr halten sich aufbau neuer zellen und abbau bzw tot alter zellen die waage und danach verkehrt sich das ungleichgewicht von vor dem 25ten lebensjahr..also es sterben mehr zellen im körper, als der körper ersetzen wieder ersetzen kann......
das ist auf folgenden effekt zurück zuführen, das bei jeder teilung ein kleiner fehler entsteht, nähmlich der, das die dna immer "kürzer" wird....also bei jeder teilung geht ein sehr geringer teil des erbguts verloren durch fehler im kopiertvorgang usw.......das begrenzt natürlich die anzahl wie oft sich eine zelle teilen kann und somit andere tote zellen ersetzt werden können.....nunja...diese 2te methode verhindert durch ein spezielles enzym bzw aminosäure, das die fehler/"kürzer werden" der dna vorkommt.....also könnten sich zellen unendlich oft teilen und somit würde quasi der alterungspozess mit dem 25ten lebensjahr enden bis der tot durch andere gründe als dieses regenerations-degenerations ungleichgewicht eintritt....

und ich denke unsterblichkeit ist nur aus eiem grund wünschenswert...zur befriedigung der neugier, was wohl nach einem kommen wird...aber wenn man das große und ganze betrachtet wohl insgeamt wenig erstrebenswert für die gesamte menschheit als solches



geschrieben von: XSeelenschreiX

Auch wenn ich nicht glaube dass das möglich sein wird, und schon gar nicht so schnell:
Der Tod gehört zum Leben...
Ich würde mich auch gegen die Unsterblichkeit entscheiden. Nicht weil ich irgendwann unbedingt Kinder in diese Welt setzen will, aber ewig leben möchte ich noch weniger. Das wäre ja noch langweiliger als es sowieso schon ist. Was das Leben spannend macht ist doch das, dass man nicht weiß, wieviel Zeit man hat. Deshalb nutzt man die gegebene Zeit doch viel intensiver als wenn man weiß man hat Morgen, Übermorgen und auch noch die nächsten Jahrzehnte für etwas Zeit. Und auch all die kleinen Alltagsproblemchen die man hat müsste man dann eine ewigkeit ertragen. Von den großen Irrtümern der Menschheit mal gar nicht erst zu reden....



geschrieben von: Nekro

Sind die Menschen nicht heute schon wie ein Virus? Der die Erde befällt und sie langsam aber sicher auffrisst und tötet?
Ich bin zwar der Meinung, dass sich die Natur noch sehr wehren wird um wieder ein Gleichgewicht herzustellen oder besser gesagt wieder herstellen will...aber wird sie es schaffen? Sind wir für das Funktionieren des Lebenskreislaufs der Natur zwingend notwendig? oder eher schädlich? hmhm...

Selbst diejenigen die sich "unsterblich" machen lassen....auch sie werden sterben.... davon bin ich fest überzeugt....Ob ein Unfall... ob uns der Lebensraum ausgeht, ob irgendwelche natürlichen Resourcen ausgehen, usw usw ... andere Krankheiten ..hm naja Unendlichkeit ist doch ein Begriff, den wir eh nicht begreifen können.
Und ich glaube auch ....dass es kein Mensch aushält, ewig zu leben ....ich glaube derjenige würde sich das Leben irgendwann selbst nehmen. Die meisten die ich kenne, wollen ja irgendwann sterben....das macht das leben so wertvoll... und diejenigen die nicht sterben wollen .....sind sie so egoistisch und selbstverliebt, dass sie meinen, sie wären es wert der Welt erhalten zu bleiben?? *g* Oder ist es die Angst....? Einfach nur Angst?
*kopfschüttel*
Der Mensch will Gott spielen ...wenn das nicht nach hinten losgeht.


Also Ob Kinder oder Unendlichkeit ... Ich würde mich für keines von beidem entscheiden. Warum sollen wir ewig leben...warum?

Liebe Grüße



geschrieben von: Nekro

wie kann man gutes von schlechtem unterscheiden wenn man das schlechte nicht kennt? Wie kann man Leben, wenn es kein Tod gibt?

Man sollte lieber Angst vor der Unendlichkeit haben, als vor dem Tod *g*

(Beides ähnelt sich, man weiß nicht was kommen wird *g*)



geschrieben von: Mrs. Spookiness

Um Gottes Willen, eine unsterbliche Menschheit?

Und wenn ich persönlich diejenige sein muss, die einen alles hinwegraffenden Virus erfindet - nein!

Die Menschheit ist sadistisch, zerstörerisch, narzisstisch, brutal und dumm - so ein Ungeheuer darf nicht mehr lange leben, es sei denn, wir wollen dem Planeten den letzten Todesstoß verpassen.

Ich unterstütze die Theorie, dass die Menschheit in spätestens 500 Jahren ausgestorben sein dürfte. Hoffentlich.



geschrieben von: hagzissa13

Zitat:
Original geschrieben von Mrs. Spookiness
Die Menschheit ist sadistisch, zerstörerisch, narzisstisch, brutal und dumm - so ein Ungeheuer darf nicht mehr lange leben, es sei denn, wir wollen dem Planeten den letzten Todesstoß verpassen.



Deine Theorie bedeutet, daß Du Dich in logischer Konsequenz am besten selbst eliminierst, ist Dir das klar?



geschrieben von: JohnSteed

Ob es ihr klar ist, weiss ich nicht...

Für mich wäre es logisch, ich habe mich nicht gerufen.
Mein Leben war voller unliebsamer Kämpfe, ja und Suizid ist zu nervig und blödsinnig.
Aber wenn ich mich selbst quasi auf dem Verwaltungswege loswerden könnte, würde ich das tun.
Damit hätte ich also kein Problem.
Die Korruption, die in dem Umstand liegt, dass man Dinge, die ja eventuell die Wahrheit darstellen könnten, nicht sagen darf, weil man sich selbst in seiner lächerlichen Erscheinungsform auf diesem Stink- und Gefängnisplaneten damit unmöglich machen würde, ist schon grausam.

Nein, die eigene Existenz ist kein Grund die Wahrheit nicht zu suchen und nicht zu sagen!



geschrieben von: StandAloneKmplx

Also im Grunde steht im Eingengsbeitrag ja nur, dass das Altern der Zellen eingestellt wird. Also letztendlich verstehe ich darunter, dass die Zellen nicht mehr absterben koennen.

Da stellt sich doch eigentlich die Frage der Ueberbevoelkerung garnicht. Die Menschen sterben halt nur nicht mehr an Altersschwaeche... soll heissen, wenn sie sich nicht selbst oder gegenseitig umbringen, werden es halt nichtaltersbedingte Krankheiten wie Krebs etc. sein. Und davon gibts es ja genuegend...
Also von ewig kann hier eigentlich gar nicht die Rede sein.



geschrieben von: JohnSteed

Ewig wär eh schlimm.

Es würde schon eine Lebenserwartung von ca.120 Jahren reichen, um totales Chaos über uns zu bringen.



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von Thanthos
Vor einigen Jahren habe ich gehört, dass Forscher spekulieren, in 50 Jahren das Altern der Zellen verhindern zu können, wir wären dann sozusagen unsterblich...

Um eine totale Überbevölkerung zu vermeiden könnte man, als Idee, jeden Menschen vor die Wahl stellen: Kinder oder Unsterblichkeit.

Was haltet ihr davon?

mfg Max



Das sind Gedanken, die nur in dieser, der ersten, Welt gedacht werden.
In weiten Teilen Asiens, Südamerikas und Afrikas würde man angesichts solcher Überlegungen in lautes Gelächter ausbrechen (vor allem hinsichtlich der "Wahl").
- Wohlstandsgehirnwarzen.



geschrieben von: Elementarsatz

Ich halte das für Science Fiction. Vielleicht werden wir unseren Alterungsprozess irgendwann deutlich hinauszögern, aber das wird uns keine Unsterblichkeit bescheren.

Vermutlich ist das auch gut so. Das Nachwachsen neuer Generationen und das Absterben der alten ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für soziale Veränderungen und neue Ideen. Man stelle sich vor, die Generation, die den 30jährigen Krieg angefangen hat, wäre immer noch am Leben... ich glaube kaum, dass wir heute in einem Land leben würde, in dem z.B. Homosexuelle toleriert werden.

Ich finde andere Perspektiven der Biowissenschaften auch viel spannender. Dass wir z.B. irgendwann die Möglichkeit haben werden, unser Gehirn zu verbessern, finde ich sehr aufregend. Und das ist durchaus realistisch.



geschrieben von: JohnSteed

Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
I...
Vermutlich ist das auch gut so. Das Nachwachsen neuer Generationen und das Absterben der alten ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für soziale Veränderungen und neue Ideen. Man stelle sich vor, die Generation, die den 30jährigen Krieg angefangen hat, wäre immer noch am Leben... i



Wie wahr, wie wahr!

Hm, ich glaube ich werde alt.
Sonst würde ich nicht feststellen wollen, dass ich sozusagen mal auf einer Linie mit dir liege!:cool:



geschrieben von: Seidenspinner

Ewigkeit bedeutet, dass weder ein zeitlicher Anfang noch ein zeitliches Ende vorliegt.

Der Mensch ist nach heutigem Kenntnisstand allerdings erst seit einem Weilchen existent.

Ergo: Der Mensch kann schon einmal nicht ewig sein.



geschrieben von: JohnSteed

Zitat:
Original geschrieben von Seidenspinner
Ewigkeit bedeutet, dass weder ein zeitlicher Anfang noch ein zeitliches Ende vorliegt.

Der Mensch ist nach heutigem Kenntnisstand allerdings erst seit einem Weilchen existent.

Ergo: Der Mensch kann schon einmal nicht ewig sein.



Gottseidank!:D



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von Seidenspinner
Ewigkeit bedeutet, dass weder ein zeitlicher Anfang noch ein zeitliches Ende vorliegt.

Der Mensch ist nach heutigem Kenntnisstand allerdings erst seit einem Weilchen existent.

Ergo: Der Mensch kann schon einmal nicht ewig sein.



Von der Etymologie des Wortes abgesehen, bezeichnet ewig einen Zustand der Zeitlosigkeit. Es ging dem Threadersteller imho um die Folgen der hypothetischen Verlängerung der Lebensspanne von Menschen. Also darum, ob dies den Menschen zu einem ewigen, weil zeitlosen, Geschöpf machen würde. Insofern ist die Frage durchaus interessant.

Im übrigen gibt es "den Menschen" nicht seit einer bestimmten Zeit, wenn man nicht unbedingt religiösen Schöpfungsmythen nahesteht. Die Tatsache, dass er sich entwickelt, ist die Pointe hinter der Frage, wenn man so will.



geschrieben von: Seidenspinner

@ Nix: Magste mein neuer Mitbewohner werden?
Ich könnte Dich nämlich jetzt schon knuddeln - ganz fest. :D

Nein, um zum Thema zurückzukehren: Der Thread-Titel ist halt missverständlich - Etymologie der Ewigkeit hin oder her. Und dass in der Evolution statt eines Zeitpunkts eher ein Zeitraum für die Entstehung des Menschen veranschlagt werden sollte, ändert daran auch herzlich wenig.

Da müsste ich im Gegenzug auch herumnörgeln, dass hier mehr über die tatsächliche Möglichkeit eines "ewig" lebenden Menschen diskutiert wird als über die moralische Erwünschtheit - nach Letzterer hat der Thread-Ersteller eigentlich gefragt. Aber es ist verständlicherweise sinnlos, die Moral von etwas Unmöglichem ergründen zu wollen.
Genetik reicht nun einmal nicht aus, um einen Menschen unsterblich zu machen. Probleme mit dem Ökosystem und unnatürlich Tode, deren Verursachung ja bekanntermaßen eine Spezialität des Menschen sind, könnte man ja unter Umständen vielleicht auch mal in Betracht ziehen - wenigstens der Realität zuliebe.



geschrieben von: Scha††enblu†

Die eigentliche Frage ist ja, wann ist Unsterblichkeit eben diese?
Oft hört man als Trost beim Dahinscheiden eines lieben Menschens, dass er in den Herzen derer, die sich erinnern, ewig weiter leben wird, dass er nie vergessen wird. Das ist auch eine gewisse Form von Unsterblichkeit.

Sollte es jedoch tatsächlich in unbestimmter Zukunft möglich sein, Unsterblichkeit in biologischem Sinne zu erlangen, wäre das mehr als nur "schlecht" für die Menschheit als Spezies und alles, was von ihr betroffen ist. Also Umwelt, Natur, Mitlebewesen. Man kann doch heute schon erkennen, welch tiefschürfende Wunden die Menschen der Erde zugefügt haben! Ob sie sich jemals endgültig von allem erholen wird? Vermutlich nicht.

Was wäre das für ein ewiges Leben, in welchem Überbevölkerung herrscht?
Frag einen leidenden, hungernden Menschen, der den täglichen Schmerz seiner Existenz gewohnt ist, ob er diesen ewig weiter erleben möchte. Er wird bestimmt nicht mit Freuden zustimmen!

Zudem die Tatsache, dass es relativ gesehen "gute" und "weniger gute" Menschen gibt. In einer Unendlichkeit hätte ein weiterer Hitler wohl genügend Zeit, einen Plan zu verfassen, mit dem er die Welt ins Chaos stürzen könnte. Politiker könnten länger im Amt bleiben, da ja alle länger Leben könnten, man will aus dieser unsterblichen Unendlichkeit etwas machen und irgendwann wird einem jedem diese "Macht" zu Kopfe steigen. Mit einer Rente ist es dann nicht mehr getan...

Und wäre es dann nicht nur fair, die Tiere und die Pflanzen ebenfalls unsterblich werden zu lassen?



geschrieben von: Graf Astaroth

find das super das du auch die Tier und Pflanzenwelt mit rein nimmst !



geschrieben von: Scha††enblu†

Tiere und Pflanzen sind doch gewissermaßen die besseren Menschen...

Wir sagen, sie denken und fühlen nicht.

Aber... können die Menschen das von sich behaupten? Mit ihrer blindwütigen Zerstörungswut und ihrem Größenwahn sind sie nicht sehr vorausschauend.

Tiere und Pflanzen vergehen. Aus dem verstorbenen Laub wird "Nahrung" für die neuen Pflänzchen gewonnen. Tiere dienen anderen Tieren als Nahrung..
Und auf unnatürliche Art und Weise stellt der Mensch sich über jeglichen Kreislauf und hält sich allein durch solche Gedanken, die Unsterblichkeit betreffend, für etwas größeres...



geschrieben von: Seidenspinner

Zitat:
Original geschrieben von Scha††enblu†
...
Wir sagen, sie denken und fühlen nicht.
...


Wer ist "wir"? Dass alle Säugetiere - einschließlich der Mensch - ungefähr das gleiche Schmerzempfinden haben, dürfte kein gebildeter Mensch bestreiten wollen. Bei einer Makrele und einem Sellerie stößt mein Einfühlungsvermögen allerdings tatsächlich an seine Grenzen.



geschrieben von: JohnSteed

Zitat:
Original geschrieben von Seidenspinner
@ Nix: Magste mein neuer Mitbewohner werden?
Ich könnte Dich nämlich jetzt schon knuddeln - ganz fest. :D

...



NIX da!
Statler wohnt bei mir am Balkon.
Daran wird sich auch NIX ändern!
Schluss. Ende der Diskussion.



geschrieben von: Kinch

Zitat:
Original geschrieben von Thanthos
Um eine totale Überbevölkerung zu vermeiden könnte man, als Idee, jeden Menschen vor die Wahl stellen: Kinder oder Unsterblichkeit.


Oh man, wäre das toll, endlich den ältesten Traum der Menschheit zu erfüllen: Keine Kinder mehr zeugen zu müssen.

*Von verweisten Spielplätzen, abgerissen Kindergärten, zerschlagenen Windelfabriken träum*

Also die Idee bekommt ein +1 von mir.



geschrieben von: Scheol

Ich habe mal vor Jahren in einer Dokumentation gesehen, dass man sich, wenn man unsterblich sein will, einfach nur von irgendeiner Type in den Hals beißen lassen muß. Problem, man muß das fortan dann auch bei anderen tun.

Außerdem gab es bis vor ein paar Jahren noch das Dilemma, dass man ganz empfindlich auf Sonnenlicht reagierte.

Der moderne und militante Feminismus hat das aber geklärt. Neuerdings haben die Blutsauger eine Affinität zur Homosexualität entwickelt. Jetzt sterben die Blutsauger nicht mehr im Sonnenlicht sondern funkeln wie ein Swarovski-Kristall.

Ich wähle die Sterblichkeit!



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Original geschrieben von Seidenspinner
Wer ist "wir"? Dass alle Säugetiere - einschließlich der Mensch - ungefähr das gleiche Schmerzempfinden haben, dürfte kein gebildeter Mensch bestreiten wollen.


Warum nicht? Ich nehme an, dass die Qualität eines Schmerzerlebnisses proportional zum Entwicklungsgrad eines Bewusstseins ist. Dementsprechend vermute ich, dass der Schmerz einer Ratte sehr viel dumpfer und unbewusster ist als der eines Menschen.

Es ist jedenfalls alles andere als offensichtlich, dass alle Säugetiere den Schmerz auf gleiche Weise fühlen.



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Original geschrieben von Kinch
Oh man, wäre das toll, endlich den ältesten Traum der Menschheit zu erfüllen: Keine Kinder mehr zeugen zu müssen.

*Von verweisten Spielplätzen, abgerissen Kindergärten, zerschlagenen Windelfabriken träum*

Also die Idee bekommt ein +1 von mir.



Ja, das wäre ein echter Vorteil. Besonders toll daran wäre, dass das Kinder-Produzieren nciht mehr als sozial wertvolle und finanziell unterstützenswerte Heldentat gelten würde, sondern im Gegenteil. :)



geschrieben von: JohnSteed

Zitat:
Original geschrieben von Scheol
Ich habe mal vor Jahren in einer Dokumentation gesehen, dass man sich, wenn man unsterblich sein will, einfach nur von irgendeiner Type in den Hals beißen lassen muß. ...


Ich wähle die Sterblichkeit!



...Nun, man nennt dies wahrscheinlich "Vampirfilm".
In letzter Zeit recht populär geworden.
Bist du sicher, dass es eine Doku war????

Ja, ich wähle auch die Sterblichkeit, weil mir vermutlich nix anderes übrig bleiben wird.
Wenn uns dadurch übermotivierte Wissenschaftsfetischisten erspart bleiben,dann ist die Sterblichkeit eine richtig angenehme Perspektive.



geschrieben von: Scha††enblu†

Ich verteidige: Vampirfilm? Nichts dergleichen, was du meintest, war vermutlich diese schnulzige Liebesromanze, die Vampire zu verhätschelten, gefühlsvollen, kleinen, rosa Knuddelbärchen gemacht hat -.-

Da kommt mir die Frage:

Wenn ein jeder Mensch unsterblich wäre, wäre das vermutlich schlechter, bzw. weniger gut, als wenn nur einige wenige unsterblich wären.
Nehmen wir das Beispiel des Vampirs ;-)
Würde ein jeder Vampir, gäbe es riesige Probleme, was die Nahrung anginge, da ja kein Mensch mehr da wäre, dessen Blut sie aussaugen könnten.
Wo liegt dann der Haken, wenn die Menschheit unsterblich würde?
Ist die größte Schwäche nicht die Zerstörungswut...?
Würde auf Grund dessen nicht die Unsterblichkeit schneller wieder verloren gehen, als gedacht?



geschrieben von: Scheol

Zitat:
Bist du sicher, dass es eine Doku war????


Nein, aber ich bin mir sicher das du die Ironie verstanden hast ;)

Zitat:
Wenn uns dadurch übermotivierte Wissenschaftsfetischisten erspart bleiben,dann ist die Sterblichkeit eine richtig angenehme Perspektive.


Jap...jap jap...ich unterschreibe.



geschrieben von: ArrogantNick

Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
Warum nicht? Ich nehme an, dass die Qualität eines Schmerzerlebnisses proportional zum Entwicklungsgrad eines Bewusstseins ist. Dementsprechend vermute ich, dass der Schmerz einer Ratte sehr viel dumpfer und unbewusster ist als der eines Menschen.

Es ist jedenfalls alles andere als offensichtlich, dass alle Säugetiere den Schmerz auf gleiche Weise fühlen.



Dem schließe ich mich an. Hinzu kommt mE auch noch die Komponente der Anpassung. Tiere in freier Wildbahn sind darauf angewiesen so lange als möglich symptomfrei zu sein um nicht zur Beute zu werden. Zusätzlich besteht humaner Schmerz nicht allein aus dem reinen Reiz. Es kommen eine Vielzahl von Gefühlen hinzu, die den Schmerz entweder verdrängen oder aber ansteigen lassen können.

Tiere zu sehr zu vermenschlichen halte ich generell für unangemessen.

Zitat:
Ja, das wäre ein echter Vorteil. Besonders toll daran wäre, dass das Kinder-Produzieren nciht mehr als sozial wertvolle und finanziell unterstützenswerte Heldentat gelten würde, sondern im Gegenteil.


Was mich rettungslos begeistern würde! :)

....



geschrieben von: Weltenbummler_S

Das Schmerzelebnis ist in der Tat von der Verarbeitung im Gehrin abhänig. Aus diesem Grund funktioniert nämlich auch ne Narkose. Der Schmerzreiz ist ja bei einer OP da, doch das Gehirn, daß ihn wahrnehmen könnte, ist in einem künstlichen Schlaf.

Aber wie der Unterschied der Schmerzwahrnehmung bei Menschen und Tieren genau ist, daß wird man wohl nie herausfinden können. Denn dazu müssten sich Tiere in der gleichen Sprache wie die Menschen äußen. Denn nur wenn sie die gleichen sprachlichen Kategorien verwenden würden, wäre ein exakter Vergleich möglich.

Übrigens schon Menschen nehmen Schmerzen völlig individuell wahr. Ich bin auch der Überzegung, daß man einen Menschen in gewissen Grenzen konditionieren kann Schmerzen zu ertragen (z.B. Boxkampf, das tut bestimmt VERDAMMT weh - was nicht heißt, daß ich so was gut finde.



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Original geschrieben von ArrogantNick

Was mich rettungslos begeistern würde! :)

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Oh ja...

aber wie die Dinge stehen, brauchen wir die Rotzlöffel bis auf weiteres. :(

Also schön Kinder kriegen ;)



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Original geschrieben von Weltenbummler_S


Aber wie der Unterschied der Schmerzwahrnehmung bei Menschen und Tieren genau ist, daß wird man wohl nie herausfinden können. Denn dazu müssten sich Tiere in der gleichen Sprache wie die Menschen äußen. [/B]


Man kann schon gewisse Rückschlüsse aus dem Schmerzverhalten ziehen. Und da zeigt sich meines Wissens, dass Tiere selbst mit Wunden, die einen Menschen längst umgehauen hätten, noch ziemlich gut "funktionieren".

Ich halte es außerdem für logisch, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Entwicklungsgrad des Gehirns und der Intensität subjektiver Erlebnisse gibt. Die mentale Innenwelt eines Fisches ist vermutlich viel schwächer als die einer Kuh; die einer Kuh schwächer als die eines Schimpansen; und die eines Schimpansen schwächer als die eines Menschen.

Das ist sicherlich kein Grund, Tiere schlecht zu behandeln, aber es kann einen schon trösten, wenn man das ewige Fressen und Reißen in der Natur sieht, dass die Erlebniswelt eines Tieres vermutlich viel dumpfer und schwächer ist als die eines Menschen.

Zitat:

Übrigens schon Menschen nehmen Schmerzen völlig individuell wahr.

Naja, zwischen Menschen gibt es aber schon recht große Parallelen. Ein Stromschock, der mich zum Schreien bringt, wird von dir wohl kaum als schwaches Kribbeln empfunden werden.



geschrieben von: Weltenbummler_S

Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz

Naja, zwischen Menschen gibt es aber schon recht große Parallelen. Ein Stromschock, der mich zum Schreien bringt, wird von dir wohl kaum als schwaches Kribbeln empfunden werden. [/B]


Nun wenn man die Aussage so sehr überstrapaziert, dann muß ich dir recht geben. Aber es gibt belastbare medizinische Studien, und das deckt sich mit meiner Erfahrung, daß von verschiedenen Menschen der gleiche Schmerzreiz (also definierte gleiche Intensität) sehr wohl unterschiedlich wahrgenommen wird!!!





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