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MAAAATRIX

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geschrieben von: Angeltear

OK ich weiß zwar schon mal wieder nicht ob des thema schon da war aber es gibt nix mit dieser überschrift also konfrontiere ich euch jetzt mal ganz so brutal direkt mit der Matrix:
Ich finde den Film so genial, wer noch?
Besonders liebe ich ja die Szene mit der Vase und da hätte ich jetzt gern ein paar ansichten dazu! Hätte Neo die Vase auch runtergeschmissen wenn das Orakel nix gesagt hätte? Wusste sie dass sie kaputtgeht wenn sie was sagt und was ist wenn sie nix gesagt hätte???

mit verwirrten Grüßen
ANGELTEAR

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- Du mußt wissen, das ich das Meer bewusst suche, um darin zu ertrinken. -



geschrieben von: Trinity Goth

Hi!

Dreimal darfst du raten, wer den Film noch mag http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif

Was die Vase angeht:
Ich denke mal schon, dass er sie runtergeschmissen hätte, das war nämlich ein beschissener Platz für eine Vase http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif

Gruss
Trinity Goth



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'If I am an angel paint me with black wings.'
A. Rice - The Vampire Armand

'Poor Spoike!' - Drusilla aus 'Buffy'
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Come to:
Trinity Goth's Dark World



geschrieben von: Crature

die matrix

und die vase...sie musste runterfallen da die netten blumen sich in der jacke verhackten...



geschrieben von: FallenSisko

ich sage nur lecker.. der ganze film... die frau *seufz* ich glaub ich hab ihn schon 8mal gesehn...

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Regen
hat die Spuren
des Sommers verwischt
Schatten werden wieder länger
erste Nebel
machen mir zu schaffen
der Herbst - schnürt
meine Seele enger

Hans-Christoph Neuert (*1958)



geschrieben von: ancient

hi !
also ich fand den film absolut nicht gut ! mal wieder die alte story der "maschienen-machtübernahme".hat mich irgendwie an terminator erinnert das ganze.die für cf typische "was wäre wenn " story eben...
das einzige was ich gut an dem film fand war...die vielen geistigen schnitte um den film halbwegs spannend zu machen.außerdem fehlten sämtliche hintergrundinfos über die figuren.
ist wohl nur ein film für star wars fans oder special effects-freaks.
mir war jedenfalls sehr langweilig und ich hab mich gefreut das ich nicht mit ins kino gegangen bin.

gehabt euch wohl
ancient
ps : da fand ich ja "starship troopers" noch besser !



geschrieben von: FallenSisko

tztz ancient...

es geht in dem film darum das die heutige welt wie wir sie erleben ganz einfach nicht alles sein kann. es geht darum das neo in einer softwarefirma arbeitet und sich von seinem chef anscheißen lassen muß weil er mal wieder zu spät kommt. es geht darum das er nachts aufbleibt und sich in fremde system hackt um sich irgendwie besser oder wertvoller zu fühlen. es geht darum das diese welt ganz einfach nicht alles sein kann. das er auf der suche nach etwas ist. trinity sagt nicht umsonst "neo ich weiß das du auf der suche nach etwas bist..."

es geht darum das die welt in der neo lebt ein riesig großer beschiss ist und darum ist der film für mich absolut gothisch *fg*

ancient schau dir den film nochmal an und achte nicht so sehr auf die action.

sorry aber is mein lieblingsfilm.. naja einer von vielen

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Hans-Christoph Neuert (*1958)



geschrieben von: ancient

@fallen sisko
ich hab schon verstanden worum es in dem film geht...nur ist die story nix weltbewegendes und neu schonmal garnicht.der streifen ist aus der reihe "stell dir mal vor " oder "ist eigentlich alles real ?"....es werden mir zuviele fragen auf einmal aufgeworfen ohne richtige antworten zu geben...jaja...das hier kann ja nicht alles sein...blablabla
ist nix für mich das teil...und anschauen werde ich mir den mit sicherheit nicht nochmal !! einmal reicht völlig aus...und schnell wieder vergessen...
was daran gothisch ist möchte ich doch gerne mal von dir wissen.
oder hab ich den falschen film gesehen ? obwohl...wenn ich mich hier im forum so umsehe und lese was manche als dunkle kultfilme ansehen...wundert mich nix mehr.

bis denne
ancient



geschrieben von: FallenSisko

die antworten darauf hat noch kein mensch gefunden.. daran liegts wohl

und das die geschichte es schon öfters gab ist auch wahr aber keine war noch nie so gut erzählt http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif

und was daran gothisch ist liegt wohl im auge des betrachters was goth ist. wenn goth für dich satan und die dunkle hölle ist dann ist er wohl für dich nicht goth. egal darüber kann man sich nicht streiten. is geschmackssache.

alles in allem war der film ein meilenstein der kinogeschichte. was für mich aber nicht so wichtig ist an dem film

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Schatten werden wieder länger
erste Nebel
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Hans-Christoph Neuert (*1958)



geschrieben von: Angeltear

OK ich bin ein StarWars Fan ich gebs offen zu und ich hab auch Starship Troopers gesehen (den ich absolut mies fand, aber man konnte wenigstens drüber lachen!) und ich muss sagen, Matrix spielt meiner meinung nach in einer ganz anderen Liga! Aber jedem seine Meinung! Das einzige was ich sagen muss, es sind wirklich etwas zu viele Fragen auf einmal, man kommt irgendwie gar nicht dazu über alle nachzudenken...
aber ansonsten kann ich nix bemängeln!
HINTER DEN KULISSEN STECKT DIE WAHRHEIT

gruß
ANGELTEAR

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- Du mußt wissen, das ich das Meer bewusst suche, um darin zu ertrinken. -



geschrieben von: FallenSisko

was hindert dich daran im nachhinein drüber nachzudenken?

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Hans-Christoph Neuert (*1958)



geschrieben von: Daywalker

Ist euch denn die Ähnlichkeit zwischen (dem mir sehr gut gefallenden) MATRIX und DARK CITY aufgefallen? Die Filme haben einiges gemeinsam.

1. Junger Mann findet heraus, daß die Welt nicht das ist, was sie zu sein scheint

2. Er bemerkt, daß schwarz gekleidete Fremde/Agents die Welt nach ihren Wünschen manipulieren können

3. Schwarz gekleidete Fremde/Agents sind auf der Suche nach ihm, weil sie glauben, daß er eine Gefahr für sie dastellt

4. Er findet heraus, daß er mittels Gedankenkraft Teile der Welt genau wie die Fremden/Agents manipulieren kann

5. Er wird in seinem Tun von einer weiteren Person (Wissenschaftler/Morpheus) bestätigt und unterstützt

6. Er lernt am Ende des Films zu schweben/fliegen

7. Er stoppt im Endkampf Messer/Kugeln direkt vor seinem Körper

8. Er kann am Ende des Films die ganze Welt manipulieren

Na, was meint ihr dazu?

cu
Daywalker

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Living in darkness. Sleeping in light!



geschrieben von: ancient

das könnte sogar stimmen...
denn dark city hat mir auch nicht gefallen...
gehabt euch wohl



geschrieben von: Stonehenge

Ich finde jeder der den Film "Matrix" sehen möchte sollte sich vorher ausführlich mit Matrizenrechnung beschäftigen http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif
Den Film selbst fand ich schon ganz schön, aber auch nicht so gut daß ich ihn nochmal angucken würde..

Grüße,
Stone



geschrieben von: DyingSun

Guten Morgen, Daywalker, http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif
Ich glaube, das hier war das letzte Filmforum,in dem der Vergleich noch gefehlt hatte. Schon vor der Matrix-Veröffentlichung wurde den Wachowskis Ideenklau bei A. Proyas vorgeworfen. Schön, das auch hier endlich lesen zu können http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif

Mir persönlich gefiehl "Dark City" auch um Längen besser. Mit seiner bedrückenderen Atmosphäre und den fehlenden Hochglanzschönlingen als Helden war er allerdings von anfang an zum Schattendasein in der Kultecke verdammt. Vergleiche ich jedoch heute die Verleihzahlen von beiden Filmen, muss sich Dark City nicht verstecken.



geschrieben von: DunkleElf

Ich selber bin ein grosser Matrix fan, da mir die idee die dieser Film hatte vorher gänzlich unbekannt war. Und über die Schauspieler(in) http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif kann ich mich auch nicht beklagen. Aber danke für den Tip mit Dark City... *notier*... muss ich mir wohl mal ansehen.


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...Carpe Noctem...
...und siehe das leben...



geschrieben von: Defekt-04

jaaaaaaaa ist schon etwas älter der thread, dennoch:
anstatt sich "mag Film" und "mag Film nicht" zuzuwerfen, oder so Sinnvolles zu schreiben wie "geklaut","schon vorhanden","erinnert mich an" ,etc., hättet ihr an das Werk an sich rangehen können.
Jedes Werk bezieht Ideen aus vorhergehendem Wissen, also ist es kein Wunder, dass man Ähnlichkeiten findet, sondern eher interessant zu sehen woher die ganzen Ideen stammen.
Ist jemandem aufgefallen, dass in dem Film Descarts Philosophie vorkommt ?
Oder den kleinen 'Tribute' an "Nausicaä aus dem Tal der Winde" (von Studio Ghibli) ?
Ich finde es schön, dass der Film fragen aufwirft und nicht beantwortet, denn da komme ich ins Spiel und kann mitdenken. Gerade diese Flut an Philosophie und Literaturverweisen (kennt jeder das weiße Kanninchen ?) machen für mich den ersten Film so überaus großartig.
Die alltäglich Realität, wie sie zu etwas Abstraktem und Bedeutungslosen...



geschrieben von: Trauerwesen

Daywalker:

Matrix und auch Dark City entsprechen einem typischen Film der Postmoderne, und da wiederholt sich bekanntlich alles!

Im übrigen waren für Matrix descartes, aber vielmehr noch Jean baudrillard Grundlage. "copy of a copy of a..."

Tja, und da es heutzutage zahlreiche Filme gibt, die sich in gewisser Weise wiederholen, kann es mir egal sein, solange man die verwendeten Theorien vernünftig umsetzte und dennoch was eigenes nebenbei geschaffen hat. Und Matrix gehört eben zu solchen Filmen, die Spass machen, aber zudem auch tiefgehende Punkte aufgreifen.



geschrieben von: Trinity Goth

@Φai†h: Interessant sind die Kommentare der beiden Philosophen zu den Filmen, die man auf der Matrix Box findet :)

@Trauerwesen: Nur das die Story von 'Dark City' und 'Matrix 1' extrem ähnlich ist, ähnlicher als normalerweise.



geschrieben von: Defekt-04

Danke.

Ja Matrix und Dark City haben einiges gemeinsam.Und?
Kreidet Ihr etwa an, dass es vieleicht eine "Lehrer /Schüler" Beziehung geben kann?
Ideen entstehen nicht aus dem Nichts. Sondern durch Gesehenes, Gelesenes, Gehörtes...& deren Verarbeitung.
Bei aller Ähnlichkeit haben die Filme dennoch verschiedene (nicht identische!) Aussagen, sowie völlig verschiedene künstlerische Formate.
Es sind beides Kunstwerke, die man nicht auf Bestandteile reduzieren sollte, sonst verliert man die Pointe und sieht den Wald nicht mehr.



geschrieben von: Trinity Goth

Keine Panik. Ich finde beide Filme genial und gebe dir recht, dass die Aussage der Filme jeweils eine sehr eigene ist, allerdings ähneln sich die Storys sehr stark, für mich hat diese Feststellung aber nichts negatives.

Gruß
Trin



geschrieben von: Defekt-04

is ja gut, is ja gut!:p



geschrieben von: Kappabani

Ich denke über das Thema sollte man sich nicht groß aufregen. Schon Dschung Dsi hat, zweihundert B.C, mit seiner Schmetterlingsgeschichte die Frage nach der Realität gestellt und Yamamoto Tsunetomo tat das gleiche um 1700, von diversen Griechen ganz zu schweigen.
Was für mich sehr interessant an den Filmen war ist die völlige Umkehrung der Mythologischen Figuren.
Orpheus weckt die Menschen auf.
Zion die Stadt des Lichts liegt unterirdisch.
Neo wird eingesetzt um die übliche Ordnung zu sichern.
Und so weiter.
Persönlich hat mir der zweite Teil und die Zeichentrickepisoden am besten gefallen. In diesen Werken findet die wirkliche Geschichte statt.
Matrix ist nur eine Grundlage und Einführung in die Welt und bei Matrix Revolutions merkt man das die Wachofskies sich etwas übernommen haben und nicht mehr so richtig wußten wie sie ihre Geschichte aufschlüsseln sollten, weshalb sie zum Ende zum Märchen verkommen ist - was nicht so schlimm ist aber eben nicht besonders philosophisch.
Arroganterweise mußte ich immer etwas schmunzeln wenn ich mit anderen über Matrix Reloaded diskutiert habe, weil die meisten immer sagten: zuwenig Handlung und zuviel Action. Schade das die alle den Inhalt nicht mitgekriegt haben - Ursache und Wirkung. :D

@ Daywalker
Ist genauso wie mit The Crow und Interceptor bzw. Originaltitel The Wraith.
Was ich bei Dark City besonders hübsch finde, natürlich neben Jennifer C., ist die Tatsache der Trostlosigkeit. In dem Szenario gibt es keine Hoffnung – über kurz oder lang werden alle durch Incest irre.



geschrieben von: Trinity Goth

@Kappabani: Die Matrix Trilogie haben viele Leute so gar nicht verstanden *evil grin* Viele Filmkritiker haben Dinge über den Film geschrieben, das sich einem die Nackenhaare sträuben. Es ist eine Sache, ob ich sage mir gefällt ein Film nicht, weil mich die Story nicht berührt, aber um einen Film total zu zerreißen braucht es schon anständige Argumente und keine von den Kritikern konnte gute Punkte anbringen. Sehr schön auch die Tonspur auf der Matrix Box mit den meckernden Filmkritikern, die so einen hohlen Müll labern, dass das Hören richtig lustig ist :) In Teil 2 liebe ich besonders die 'Architekten-Szene' eine der entscheidenen Szenen im ganzen Film.



geschrieben von: Lurking Shadow

Naja Matrix war ja an sich nicht schlecht (als trilogie gesehen) nur hat teil 3 die ganzen Film versaut man hätte mehr machen können, Diese Szene wo er Trinity rettet hätte eindeutig kürzer ausfallen können (Was überlegt er so lange? Die Frau die er liebt liegt im sterben da wird nciht lange nachgedacht sondern gehandelt) das einzige was mich stört ist das dank dem Film der durchschnittsmensch jedem im Mantel ein "Ey schau mal ein Neo" entgegenwirft (ok Keanu is ja ganz süss, und er spielt in vielen meiner favs mit) Hier wurde erwähnt Starship Troopers sei auch schlecht welcher meinung ich nicht bin (auch wenn das Buch besser ist) Das ist Amerika in Space :D (ich feuer gern die Bugs an) SST ist im Grunde auch eine Dystopie selbst wenn alles glücklich und relativ friedlich ist (und der Krieg die absolute hölle ("Ich spreche Hier live von der Front und in wenigen Sekunden.." - "WEG HIER SIE KOMMEN, ES SIND ZU VIELE" - AHHdratdratAHdratAHHHH") SST ist auch meiner Siciht eher eine Komödie jedenfalls der Film



geschrieben von: Kappabani

@ Trinity Goth
Jop, die Architekten Szene ist auch ganz groß. Da sind bei manchen auch ein paar Rädchen nicht mehr mitgekommen.
Ich vermute allerdings auch das vielen nicht in den Kram passt das ihr süßer Neo schlicht voll verarscht worden ist und er nichts als eine maus im Labyrinth ist. Und was auch so gut wie keiner mitbekommen hat ist: "Follow the fucking God-Damn White Rabbit behind the Mirrorglass." Charles Lutwidge Dodgson läßt grüßen! Darum gehts, um den verfluchten, langen fünf Uhr Tee.

@ Lurking Shadow
Starship Troopers ist sowohl als Film als auch Buch super. Paul Verhoeven hat super Arbeit gemacht. Das Buch zu verfilmen wäre stink langweilig gewesen und wahrscheinlich 10.000 Stunden lang. :(
Was Verfilmungen von Büchern angeht siehe mein Kommentar bei Narnia.
Was das Überlegen bei der Sterbeszene mit Trinity angeht: was das Tempo des Films betrifft hast du Recht, die Szene hätte man kürzer machen können, sich aber zu überlegen welche Auswirkungen es auf den Rest der Welt hat, da sieht die Sache anders aus.
Klar, wenn man ein selbstsüchtiger, egozentrischer, rücksichtsloser, *mir-doch-egal*, verzogener, machtgeiler, *dicke-eier-makierender*, darwinistischer, *nicht-über-den-tellerrand-guckender*, panischer *ohne-nachzudenken-handelnder* Vollklops ist dann bedient man natürlich sämtliche Klischees und rettet seine große Liebe - mit Rosen, Plüsch, Frotteeslip und was so dazu gehört.
Wenn man aber Grips hat und sich darüber im klaren ist das das ausnutzen von Macht auch seine Negativwirkungen hat dann denkt man erstmal über sie Sache gründlich nach, weil es bei solchen Entscheidungen nämlich kein Zurück gibt.



geschrieben von: Beowulf

Ist schon ok der Film. Wobei ich nur Teil eins und zwei gesehen hab. Wobei Teil zwei deutlich schwächer war.
Aber mehr als ok, ist Matrix nun wirklich nicht. Die Grundgedanken sind nicht neu, Logikfehler in der Story stören mich, zuviel Kitsch (Feuerwerk wenn Trin und Neo rumknutschen), zuviel Pathos (die Ansprache von Morpheus an die verlauste Bande von ethnisch korrekten Hippies), zuviel Pseudo-Nerds-Gefasel, der inflationäre Gebrauch von Computeranimationen, und vieles mehr. Außerdem finde ich ist Reeves ein eher mittelmäßiger Schauspieler. Was mich vor allem stört: Der Film, sowohl Teil eins, viel mehr aber noch Teil zwei sind viel zu vorhersehbar. Was mich auch stört: In einer fiktiven Welt, deren Parameter wesentlich vom Geist bestimmt werden ist Gewalt immer noch das Mittel zu Wahl um Konflikte zu lösen.
Natürlich hat er auch ein paar Positive Punkte. Die Anspielungen mit dem weißen Hasen und anderes Zeugs.
Wobei ich auch sagen muss, dass mir der erste Teil wesentlich besser gefallen hat, bevor ich den zweiten sah. Die Profanität der Fortsetzung färbte auf das Original ab.
Zum "Nachdenken" ist der Film kaum geeignet. Im Ernst: Neu ist doch nichts was dort gesagt wird. Was ist Realität, was ist Abhängigkeit, welche Prioritäten hat ein Mensch, etc pp
Ich finde die Filme von Kubrik oder Tarkowskij, oder sogar "Ghost in the Shell" sind wesentlich geistreicher.
Und Starship Trooper ist auch ok, ich finds schade dass viele nie kapiert haben, dass es ein Antikriegsfilm ist, der den amerikanischen Patriotismus parodiert.



geschrieben von: Trauerwesen

Zitat:
Original geschrieben von Beowulf
Neu ist doch nichts was dort gesagt wird. Was ist Realität, was ist Abhängigkeit, welche Prioritäten hat ein Mensch, etc pp



Ich bezweifele dennoch, dass die meisten Menschen, die den Film gesehen haben, mit den Theorien von Jean Baudrillard vertraut sind. Der Film geht viel tiefer, als er scheint, wenn man denn die Anhaltspunkte kennt.



geschrieben von: Trinity Goth

@Lurking Shadow: Die Sterbeszene von Trinity ist nicht die beste Szene, aber dafür ist die 'Sterbeszne' von Neo eine gute Entschädigung.

@Beowulf: Du beurteilst den Film meiner Meinung nach zu oberflächlich. Mehrmaliges Schauen bringt wesentlich mehr Tiefe in die Film und vorallem das Anhören des philosophischen Kommentars und das Nachlesen in diversen Philosophie Büchern.
Etwas Neues ist das Gedankengut in Matrix sicher nicht, aber es gibt nichts wirklich Neues. Alles wiederholt sich. Un die Themen der Menschen sind immer die gleichen, das einzige was es gibt sind Varianten.
Gewalt ist in uns warum sollten sich dann die geistigen Welten von den realen unterscheiden?

Was Starship Troopers angeht muß ich dir recht geben, das dies eine Satire ist haben nur die allerwenigsten Leuten verstanden. Allerdings wird da nicht nur der amerikanische Militarismus parodiert ;)

Gruß
Trin



geschrieben von: Trauerwesen

Zitat:
Original geschrieben von Trinity Goth


@Beowulf: Du beurteilst den Film meiner Meinung nach zu oberflächlich. Mehrmaliges Schauen bringt wesentlich mehr Tiefe in die Film und vorallem das Anhören des philosophischen Kommentars und das Nachlesen in diversen Philosophie Büchern.
Etwas Neues ist das Gedankengut in Matrix sicher nicht, aber es gibt nichts wirklich Neues. Alles wiederholt sich. Un die Themen der Menschen sind immer die gleichen, das einzige was es gibt sind Varianten.
Gewalt ist in uns warum sollten sich dann die geistigen Welten von den realen unterscheiden?



Was das Leben in der Matrix und ausserhalb der Matrix angeht, kann man erneut Descartes betrachten, nicht nur das erkenntnistheoretische, sondern auch die Differenzierung zwischen Körper und Geist.
ich habe mal einen Kurs darüber gehalten und beabsichtige, meine Examensprüfung darüber zu machen, und sinbesondere bei Matrix haben wir etwa 4 Wochen gebraucht, die Theorien dahinter aufzuarbeiten uns auszuwerten.

Komischerweise ist mir aufgefallen, dass viele den Film doof fanden, die den nicht verstanden haben. Will niemanden hier was unterstellen, aber das fiel mir mal so auf, insbesondere nacht Herauskommen von Reloaded war das so. Man kann, wie Trinity Goth sagt, soviel finden. Die Zitate, die Carrols Buch entnommen wurden, selbst Baudrillard selbst wurde zitiert "welcome to the desert of the real". Auf den ersten Blick wirkt es vielleicht einfach, aber man selbst muss tief gehen, man kann Dinge finden. das finde ich an dem Film auch so toll, diese Verschmelzung von Mainstream (jeder, der popcornmampfend den Film sehen will, sollte seinen Spass haben) und tieferer Theorien (manch Vertrauter mit den Theorien wird seinen Spass haben, sie zu entdecken und deren Umsetzung zu bewundern).



geschrieben von: neutraler Engel

Ich mag Actionfilme - ich mag The Matrix
So einfach ist das. Aber ich mag auch intelligente Filme, über die man danach noch lange diskutieren kann. Aber in Matrix geht dieser Aspekt durch den technischen, actionreichen Teil ein wenig unter finde ich und das ist wirklich schade...
Der zweite Teil mag ich am liebsten, was das intelligente Zeugs betrifft (Merowinger!!!), aber im Vergleich zum imposanten ersten Teil und zum dritten, mit seinem 'schönen' Kampf am Schluss, mochte ich ihn am wenigsten wegen zu wenig interessanter, wichtiger Action. Und weil sich diese beiden Themenbereiche überschneiden, Action und Philosophisches, ist es schwierig, dass einer der beiden nicht den kürzeren zieht.

@Trauerwesen genau diese Verschmelzung von Mainstream und Tiefergründigkeit finde ich nicht so toll. Die Filmkritik und auch die Werbung für den Film wird da wohl eher auf den Publikumsfaktor reagieren und das wirklich Intelligente dahinter kann man gar nicht mehr wahrnehmen. So geht die Aussage verloren finde ich. Im dritten Teil von Matrix habe ich jetzt echt fast nichts mehr kluges gefunden
(jaja sterbeszene Trinity, ich bin mit der Stoppuhr vor dem Fernseher gesesses: etwa 4 Minuten. Und im Kino haben alle gelacht als Trinity nach etlichem röcheln und langen Minuten immernoch am Leben war...:D)

neutraler Engel



geschrieben von: Xenomorph

Der Film steckt wirklich voller literarischer Anspielungen. Das weiße Kaninchen von Lewis Carrol ist die Offensichtlichste, aber es gibt noch mehr.
Das Zimmer, in dem Neo zu Beginn des Films wohnt, hat die Nummer "101", genau wie das Verhörzimmer im Ministerium für Liebe in George Orwells "1984", und die Architekten-Szene im zweiten Teil ähnelt in ihrer Bedeutung für das Gesamtwerk ein wenig Kafkas Parabel "Vor dem Gesetz", der "Türhüter-Legende" aus dem "Prozeß"- Roman. Nun, und das Thema des Auserwählten verweist u.a. auf Frank Herberts "Dune"- Romane und die Figur des Paul Muad'dib, dem auch Anakin Skywalker aus "Star Wars" seine Existenz verdankt. Genau wie Paul muß auch Neo erst sein Augenlicht verlieren, um als wahrer Prophet wirklich "sehen" zu können und sein Ziel zu finden. Ebenfalls aus "Dune" stammt der Krieg der Menschen gegen die "Denkmaschinen" (Butlers Djihad).
Schade nur, daß man sich seit "Matrix" nicht mehr mit einem schwarzen Mantel auf die Straße trauen kann, ohne gleich für den Auserwählten gehalten zu werden :D .



geschrieben von: Trauerwesen

Zitat:
Original geschrieben von neutraler Engel


@Trauerwesen genau diese Verschmelzung von Mainstream und Tiefergründigkeit finde ich nicht so toll. Die Filmkritik und auch die Werbung für den Film wird da wohl eher auf den Publikumsfaktor reagieren und das wirklich Intelligente dahinter kann man gar nicht mehr wahrnehmen. So geht die Aussage verloren finde ich. Im dritten Teil von Matrix habe ich jetzt echt fast nichts mehr kluges gefunden
(jaja sterbeszene Trinity, ich bin mit der Stoppuhr vor dem Fernseher gesesses: etwa 4 Minuten. Und im Kino haben alle gelacht als Trinity nach etlichem röcheln und langen Minuten immernoch am Leben war...:D)



Nunja, bei mir sinkt die Qualität auch mit jedem Film ;)
Den dritten fand ich auch nicht so prickelnd, lag aber eher daran, dass all die Fragen und Ideen im zweiten nicht beantwortet blieben; da hatten Cineasten ja bessere Ideen als die Filmemacher gehabt :D
Gut, ob nun wirklich jeder die Hintergründe und Tiefgründe entdeckt, ist die eine Sache, deshalb meinte ich ja auch, dass komischerweise viele, die den Film nicht verstanden haben, ihn doof fanden :D
Beim dritten war mir alles auch nur noch zu sakral und die zu sehr ausgedehnten Actonszenen langweilig; also ich muss nicht 15 Minuten sehen, wie die Leute in Zion gegen die Maschinen ballern.

Gut, ob diese verschmelzung nun gut ist oder nicht, wird wohl Ansichtssache sein. Zu diesem Thema gibt es noch mehrere andere Filme, die Baz Luhrmann Verfilmung von Romeo & Juliet beispielsweise führt viele Aussagepunkte des Werkes auf, dennoch denken viele Leute nach wie vor, es sei eine reine Liebesgeschichte.
Positiv finde ich es eben halt für mich, dass ich selbst Dinge in einem Film finden kann, da ich mit den Theorien vertraut bin, und zudem noch gut unterhalten werde. Immer habe ich auch keine Lust auf trockenes Filmfutter, aber ist eben alles Ansichtssache ;)



geschrieben von: Trinity Goth

Zitat:
Original geschrieben von neutraler Engel

@Trauerwesen genau diese Verschmelzung von Mainstream und Tiefergründigkeit finde ich nicht so toll. Die Filmkritik und auch die Werbung für den Film wird da wohl eher auf den Publikumsfaktor reagieren und das wirklich Intelligente dahinter kann man gar nicht mehr wahrnehmen. So geht die Aussage verloren finde ich.


Warum geht die Aussage verloren - es gibt noch genug Leute die sie fanden und für die der Film immer Kult bleiben wird. Die anderen haben einen guten Actionfilm gesehen oder gar nichts.

Zitat:
Original geschrieben von neutraler Engel

Im dritten Teil von Matrix habe ich jetzt echt fast nichts mehr kluges gefunden


Dann muß du den Film noch einmal intensiver betrachten :)

Zitat:
Original geschrieben von neutraler Engel

(jaja sterbeszene Trinity, ich bin mit der Stoppuhr vor dem Fernseher gesesses: etwa 4 Minuten. Und im Kino haben alle gelacht als Trinity nach etlichem röcheln und langen Minuten immernoch am Leben war...:D)


Das ist bei weitem noch nicht längste Sterbeszene die ich kenne. Die Asiaten haben für solche lange Sterbeszene noch mehr übrig und 10 Minuten sind da gar nichts . Die Sterbeszene von Trinity ist nicht so gut gerade vom filmischen Rhythmus her gesehen, allerdings ist sie wichtig für die Entwicklung von Neo.



geschrieben von: Beowulf

Zitat:
Original geschrieben von Trinity Goth
Du beurteilst den Film meiner Meinung nach zu oberflächlich. Mehrmaliges Schauen bringt wesentlich mehr Tiefe in die Film und vorallem das Anhören des philosophischen Kommentars und das Nachlesen in diversen Philosophie Büchern.

Ich habe den zweiten Teil circa 4 mal im Kino gesehen, wie oft ich den ersten Teil gesehen habe, weiß ich nicht mehr. Habe ihn sogar auf DVD. (Ich bin ein großer Filmfan)
Als ich Matrix zum ersten mal war ich auch restlos begeistert. Aber je mehr ich drüber nachdachte, desto weniger Substanz fand ich darin. Man kann viel hinein interpretieren, vor allem in den ersten Teil. Obwohl mich schon da einiges nervte. Agent Smith Gequatsche über Säugetiere, die Stereotypen Charaktären, ein Held und Führer, ein Orakel, ein Auserwählte, eine Große Liebe, ein kleiner sexgeiler, flapsiger Kerl (Mouse). Das waren mir alle unvollständige Märchencharaktäre, ohne eigenen Tiefgang. Genau wie in Star Wars.
Zitat:
Original geschrieben von Trinity Goth
Gewalt ist in uns warum sollten sich dann die geistigen Welten von den realen unterscheiden?

Ich meinte physische Gewalt. Ich fände es besser wenn der Film alternativen aufgezeigt hätte.
Abgesehen davon, dass ich meine Gewaltszenen gar nicht nachvollziehen kann. Warum kämpft Neo gegen Smith und seine Kopien, wenn er doch eh jederzeit wegfliegen kann. Und genau dass macht es zu einem Actionfilm. Action ist Selbstzweck.
Zitat:
Original geschrieben von Xenomorph
Architekten-Szene im zweiten Teil ähnelt in ihrer Bedeutung für das Gesamtwerk ein wenig Kafkas Parabel "Vor dem Gesetz", der "Türhüter-Legende" aus dem "Prozeß"- Roman.

Ehrlich das höre ich jetzt zum ersten mal. Inwiefern ähnelt dass dem? In der Türhüter-Legende geht es um einen Typen der ein Gesetz lesen will, und weil er nicht reingelassen wird, bis am Lebensende vor der Tür wartet. (Grob geschildert)
Wo ist da der Zusammenhang?
Zitat:
Original geschrieben von Trauerwesen
Was das Leben in der Matrix und ausserhalb der Matrix angeht, kann man erneut Descartes betrachten, nicht nur das erkenntnistheoretische, sondern auch die Differenzierung zwischen Körper und Geist.


Das kann man bei den Schlümpfen auch. Das Dorf eine Art Matrix, die nur die Schlümpfe wahrnehmen können, ist nicht mehr als eine Imagination der Schlümpfe. Eine rein Geistige Welt, ohne "weltliche Attribute" wie Gier, Neid, Hass oder Sexualität.Während die reale, körperliche Welt, einen Schatten der Ständigen Bedrohung auf die Imagination wird. Gagamel möchte die Schlümpfe entweder essen oder in Gold umwandeln. Das Gold ist ein Symbol menschlicher Gier, materielle Bedürfnisse einer materiellen Welt ständig darauf bedacht das reine, geistige zu zerstören, oder besser "aufzufressen".
blablabla. Was zeigt uns dass? Jeder menschlicher Film der die Grundzüge der Dramaturgie beachtet hat menschliche Motive und ist somit analysierbar. Man kann auch wochenlang über den Terminator nachdenken. Nur: Die Tatsache das ein Film unter Umständen schweren Stoff enthält, macht aus dem Film noch lange kein tiefsinniger Film, sonst wäre jeder Film tiefsinnig.
Schau dir mal "Stalker" oder "Solaris" von Tarkowskij an. Die Filme müssen zwar ganz ohne Computeranimationen und Actionenszenen auskommen, bieten aber wirklich Stoff. (Anbei empfehle ich auch die Bücher zu den Filmen "Picknick am Wegesrand" zu Stalker (Vor allem das Nachwort von Lem ist interessant) und "Solaris" von Lem)
Ich habe den Eindruck dass viele (keiner hier ist gemeint) die Matrix toll finden, den Film nicht verstanden haben. Der Großteil des Filmes ist eine Frage der Interpretation und wenn viel interpretiert wird, erscheint er auch recht komplex. Aber wenn der Film mal eindeutig wird ("Was ist Abhängigkeit" bei der Dialogszene zwischen Neo und den Typen in Zion, oder "Was ist der Mensch"bei der Dialogszene zwischen Smith und Morpheus etc pp) merkt man, wie wenig der Film eigentlich von sich aus zu bieten hat.



geschrieben von: Trauerwesen

Beowulf:

Mit dem Unterschied, dass es bei Matrix beabsichtigt war, dass dort diese Elemente vorkommen. Ich bezweifele, dass man das bei den Schlümpfen wollte, des weiteren haben die Darsteller alle Baudrillard lesen müssen, ich denke nicht, dass sie das taten, weil man jenes in den Film interpretieren könnte , sondern weil es beabsichtigt war. ich habe studientechnisch den Film mit diesen Theorien gegenübergestellt, und ich finde es nach wie vor gelungen und deutlich genug, was bei den Schlümpfen wohl weniger der Fall ist. Die Verdeutlichung auf Descartes kommt im Film übrigens auch deutlich hervor, indem ein direktes Zitat von ihm direkt im Film zu lesen ist (beim Orakel über der Tür). Dass dieses Zitat oft falsch rezitiert ist, lassen wir mal aussen vor, so ist es zumindest im allgemeinen bekannt.

Und da bin ich auch wieder bei der Verschmelzung. Leute, die damit nichts anfangen können, haben einen soliden Actionfilm und interessieren sich dann evtl doch für die Theorien (ein Arbeitskollege liest beispielsweise nun mein baudrillard-Buch, und er hat mit Philosophie sonst rein gar nix am Hut), oder sie lassen es eben. Und die anderen können eine Umsetzung bewundern. Meines Erachtens gelungen (zumindest für den ersten).



geschrieben von: Beowulf

Das die Anspielungen da sind habe ich auch nie bestritten. Auch nicht dass er mehr Stoff hat, als für einen Actionfilm gewöhnlich. Nur Anspielungen sind aber nicht genug. Hier mal ein Satz, da mal ein Kaninchen, ja da Schmunzelt der Kenner drüber mehr aber auch nicht. Ganze Horden von Internetsophisten sind ja dabei alles mögliche über den Film zusammen zu denken. Die Interpretationsvielfalt gründet sich auf die Masse an Anspielungen.
Da kommt mal ein Buch von Baudrillard vor, und schon meine alle, die ihn Baudrillad natürlich von sich aus niemals lesen würden, das Buch kennen zu müssen um den Film verstehen zu können.
Matrix hat doch eine blosse Zitierwut, ohne selbst etwas zu bieten, eine Art Filmischer Bücherindex.
Dass es hier und da Stoff gibt, bestreite ich mal nicht, nur finde ich dass nicht wirklich ausreichend. Es gibt unzälige andere Filme die ähnliche Themata schon aufgearbeitet haben, ohne dass sie diesen Hype auslösen. Von Büchern ganz zu schweigen.
Vielleicht ist meine Erwartung an einen "philosphischen" Film zu hoch, aber ich sehe Matrix nicht als solchen an, sondern einfach nur ein Überbewertetes Produkt, dass genau in jene Nische springt die gerade gut Kasse macht. Etwas Tiefgang, viel Eindimensionalität (die Charaktäre sind ja ein Witz, besonders Schade ist, dass die einzig interessante Figur Smith im zweiten Teil jede Persönlichkeit verloren hat), Viel Hong-Kong-Action, Cyperpunk und viel viel Kitsch.
Mir gefällt er einfach nicht. Dass macht ihn in meinen Augen zu einem bessern Actionfilm.
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Interessant ist vielleicht auch was Baudrillard dazu sagt:
aber es hat auch schon andere Filme gegeben, die sich mit dieser zunehmenden Ungeschiedenheit von Realem und Virtuellem beschäftigt haben: »The Truman Show«, »Minority Report« oder auch »Mulholland Drive,« das Meisterwerk von David Lynch. »Matrix« gilt in erster Linie als paroxystische Synthese von all dem. Aber das Dispositiv ist hier viel grober und ruft keine wirkliche Verwirrung hervor. Entweder die Personen sind in der Matrix, das heißt in der Digitalisierung der Dinge. Oder sie sind radikal draußen, wie etwa in Zion, der Stadt der Widerstandskämpfer. Interessant wäre es dagegen, zu zeigen, was an der Verbindungsstelle der beiden Welten geschieht. Bei diesem Film ist vor allem ärgerlich, daß das durch die Simulation sich neu stellende Problem in ihm mit dem sehr klassischen der Illusion verwechselt wird, das sich bereits bei Platon findet. Da gibt es wirklich ein Mißverständnis.
Die als radikale Illusion gesehene Welt, das ist ein Problem, das sich allen großen Kulturen gestellt hat und das sie durch die Kunst und die Symbolisierung gelöst haben. Was wir erfunden haben, um dieses Leid ertragen zu können, ist ein simuliertes Reales, ein virtuelles Universum, aus dem vertrieben wurde, was es an Gefährlichem, an Negativem gibt, und das nunmehr das Reale verdrängt, das seine letztendliche Lösung wäre. »Matrix« ist voll und ganz von dem gefangen! Alles was zur Ordnung des Traums, der Utopie und des Phantasmas gehört, wird in dem Film sichtbar gemacht, »realisiert«. Man befindet sich in völliger Transparenz. »Matrix« ist sozusagen ein Film über die Matrix, die die Matrix hätte fabrizieren können.



geschrieben von: Trauerwesen

Hm, da mag zwar kurz ein Buch von Baudrillard erkennbar zu sein, aber nach wie vor basiert das ganze Konzept auf die Theorie, mit einem kleine gravierenden Unterschied, den Baudrillard selbst auch anspricht, dass es bei baudrillard nämlich absolut keine Realität mehr gibt.
Ich las Baudrillard im übrigen nicht wegen dem Film, ich studiere zufälligerweise sowas.
Und selbst wenn sie es nun lesen, was ich schlimm daran, wenn sich ein Normalsterblicher nun für andere Dinge interessiert? Sollen die doch ihren Horizont erweitern, ebenso, wenn sich Teenager plötzlich für Shakespeare interessieren, weil sie die Luhrmann Verfilmung mit DiCaprio sahen. Muss man etwa Akademiker sein, um das lesen zu dürfen? Einige tun es, andere nicht, und wenn sie den Film so verstehen, auch schön. Nur wenn sie das alles vertiefen wollen mit den Simulationen, wieso denn nicht?

Im übrigen, die Zitierwut hat man mittlerweile bei vielen Filmen, selbst die Simpsons machen da keinen Halt vor, heutzutage ist das wohl eben so.



geschrieben von: Beowulf

Zitat:
Original geschrieben von Trauerwesen
Ich las Baudrillard im übrigen nicht wegen dem Film, ich studiere zufälligerweise sowas.

Ich weiß.
Zitat:
Original geschrieben von Trauerwesen
Und selbst wenn sie es nun lesen, was ich schlimm daran, wenn sich ein Normalsterblicher nun für andere Dinge interessiert?

Also ich finde es normal wenn sich "Normalsterbliche" für Philosophie interessieren. Dass habe ich mit keiner Silbe Kritisiert. Ich finde es nur nicht richtig dass die geistigen Leistungen andere(die die Watschowski-Brüder selbst nicht ganz verstanden) dem Film gut geschrieben werden.
Ich habe es schonmal gesagt und tue es gerne wieder: Der Film verweist auf vieles, bringt aber selbst wenig.
Zitat:
Original geschrieben von Trauerwesen
Im übrigen, die Zitierwut hat man mittlerweile bei vielen Filmen, selbst die Simpsons machen da keinen Halt vor, heutzutage ist das wohl eben so.

Gegen Zitierwut habe ich auch nichts. Solange sie nur der Unterhaltung dient. Wenn aber ein Zitat an der Stelle eines Inhalts rückt, wird das Zitat zunehmend selbst inhaltsleer.





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