[Die Chaostheorie] - German Gothic Board

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Die Chaostheorie

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geschrieben von: gfallener_Engel

Wenn der Flügelschlag eines Schmetterlings dazuführt,
das zur gleichen Zeit am anderen Ende der Welt ein Unglück passiert, was passiert wenn ein Mensch schreit, weint oder Lacht, am anderen Ende der Welt!,


Das Leben kann man nicht kontrollieren,
wer es versucht wird früher oder später sich im Chaos verlieren!



geschrieben von: G.A.Thrawn

ich glaub du hast die chaos theorie nicht richtig verstanden.

Sie besagt lediglich das es passieren KANN.
Rein physikalisch hat alles was passiert einen einfluss auf alles andere, auch wenn dieser noch so gering ist.
Natürlich ist der Prozentsatz der Flügelschlags vom Schmetterling mit dem er in einen Wirbelsturm einwirkt EXTREM gering, kann aber ausschlaggebend sein.
Qasi das wasserstoffmolekül das aus einer Sonne eine Supernova macht.



geschrieben von: Sven.x

Es geht auch weniger um Kontrolle...und was viel interessanter als der Flügelschlag ist, ist die Frage, ob sich der Mensch als biologische Maschine vorrausberechnen lassen könnte...
Also im Grunde die Frage, gibt es (in dem Fall biologisch determiniertes) Schicksal? Allerdings kommt man da eh auf kein wirkliches Ergebnis - denk dir das, was am besten in dein Weltbild passt ;)



geschrieben von: Phönix

Die Chaostheroie besagt eigentlich nur, dass kleine Veränderungen in einem komplexen System große Veränderungen hervorrufen kann.
Wenn Du ein lineares System betrachtest, kommst Du immer auf das selbe Ergebnis: Du feuerst z.B. eine Granate in einem bestimmten Winkel mit bestimmter Geschwindigkeit etc. ab, und schaust, wo sie aufschlägt. Wenn Du eine zweite Granate mit den selben Bedingungen abfeuerst wird sie genau am selben Ort aufschlagen.
Wenn du jetzt im Vergleich dazu ein "chaotisches System" anschaust, das wesentlich komplexer ist, ist es Dir nicht möglich auch bei genauesten Berechnungen endgültige Aussagen zu machen. Dafür ist das Wetter ein gutes Beispiel: Der Schmetterling ist nicht für einen Wirbelsturm auf der anderen Seite der Welt verantwortlich - die Vorrausetungen dafür liefern Winde, Temperaturunterschiede in der Atmosphäre usw. Der Schmetterling bewegt nur relativ wenige Gasmoleküle, die aber wiederum an andere Gasmoleküle stoßen. Das Spielchen geht so weiter, bis sich der Effekt in der ganzen Atmospäre ausgebreitet hat - un das kann irgendwo anders das System empfindlich stören, und Ereignisse treten ein, die ohne diese Störung anders verlaufen würden, z.B. Regen statt Sonnenschein.
Zumindest theoretisch....



geschrieben von: Lesbia

Ist ja interessant... davon hab ich noch nie was gehört. Klingt aber logisch.
Ich weiß jezt nur nicht, was das Engelchen eigentlich von uns will...



geschrieben von: Kampfsau

Also ich meine alle Dinge sind aufgrund des momentanen Zustands der Gegenwart vorherbestimmbar.Der freie menschliche Wille ist doch auch nur eine Illusion.Unser Charakter wird alleine durch unsere Gene und unsere begrenzten Erfahrungen vorherbestimmt.

Andereseits kann niemand die Zukunft vorhersagen,auch wenn er rein theoretisch weiß,wie man es berechnen könnte.Also macht es gar keinen Unterschied ,ob die Zukunft voraussehbar ist oder nicht.Man müsste die genauen Daten eines jeden subatomaren Teilchens im gesammten Universums auch in direkter und unvorstellbar oft in indirekter Weise zueinander berechnen uns alle Naturgesetze kennen.Nichts oder niemand könnte das berechnen oder überhaupt die Daten zusammenkriegen die zur lückenlosen Berechnung notwendig sind.Und selbst wenn man es könnte,alleine die Berechnung für einen Zeitpunkt von wenigen Sekunden würde unvorstellbar lange dauern,solange,dass wir schon längst den Zeitpunkt überschritten hätten,den wir vorhersagen wollten.Rein theoretisch müsste die Berechnung sich auch selber nochmal berechnen.

Die Vorraussagen die wir jetzt schon treffen,können nur nach einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorrausgesagt werden.Und diese können durchaus auch das Unwahrscheinliche zulassen.Also sind solche Zukunftsvorhersagen genau so richtig wie sie falsch sind.

So ist das nunmal,wenn man nicht wirklich jeden kleinen Faktor mit einplant.

Anderseits wüssten wir bei der der lückenlosen und mit unendlichen Faktoren bedachten Rechnung wirklich alles über das Universum.Aber ich glaube das wird wohl niemals passieren.Wahrscheinlich wird keine Spezies das wirklich jemals wissen können.



geschrieben von: Skywise

Zitat:
Original geschrieben von Phönix
Der Schmetterling bewegt nur relativ wenige Gasmoleküle, die aber wiederum an andere Gasmoleküle stoßen. Das Spielchen geht so weiter, bis sich der Effekt in der ganzen Atmospäre ausgebreitet hat - un das kann irgendwo anders das System empfindlich stören, und Ereignisse treten ein, die ohne diese Störung anders verlaufen würden, z.B. Regen statt Sonnenschein.
[/B]



einen ähnlichen gedankengang hatte ich neulich auch, aber in bezug auf das thema "schicksal" oder "zufall". bin der meinung, es gibt keine zufälle. und dass eigentlich alles vorherzusehen bzw. vorherzurechnen ist. und zwar seit dem anbeginn der existenz unserer welt. wenn also das besagte gasmolekül weitere gasmoleküle anstieß, und diese wiederum andere, geschah es nach einem muster. sie sind nicht in alle möglichen richtungen geflogen, sondern jedes molekül in seine eigene, und rein theoretisch (sehr theoretisch ;)) könnte man diese bewegung ausrechnen. moleküle sind nur ein anschauliches beispiel.
es wäre also alles irgendwie vorherbestimmt. und wenn der schlag eines schmetterlings uns in ein chaos stürzt, ist es uns halt von irgendjemandem/etwas vorherbestimmt :cool:



geschrieben von: Pazifist

allerdings erzeugt z.b. der Flügelschlag eines Schmetterlings nicht nur eine Strömung sondern auch eine, welche die andere auf langer Hinsicht aufzuheben vermag.
also WENN ein Schmetterling ein Chaos verursachen könnte,
so wäre es genau so gut möglich, dass er noch im selben Flügelschlag dieses "chaos" wieder aufhebt
ohne überhaupt etwas davon mitbekommen zu haben.



geschrieben von: Kampfsau

Genau,warum müssen alle immer vom schlimmsten Ausgehen.

Unglück ist leichter zu erschaffen als Glück.

Im Buddhismus,so heißt es,sei jede Handlung wichtig.
Darum versuchen sie nicht unbewusst zu handeln.

Nur kann man doch unbewusst auch zum Glück anderer Beitragen.

Angebliche Glückspilze gibt es ja auch.Und diese sind das Produkt ihrer aber noch viel mehr der Handlungen anderer



geschrieben von: ShadowMatter

Zitat:
Der freie menschliche Wille ist doch auch nur eine Illusion.Unser Charakter wird alleine durch unsere Gene und unsere begrenzten Erfahrungen vorherbestimmt.


Beim Charakter gebe ich dir zwar recht, aber dass deckt das Thema des freien Willens nicht wirklich ab. Es gibt zahlreiche Handlungen, welche für Gene oder die Sozialisation zu komplex sind ( wenns auch ein Zappeln mit dem Finger ist). Die Willensfreiheit ist erst dadurch wirklich widerlegt, dass der Mensch in einen kausalen Zusammenhang mit den physikalischen Vorgängen in seiner Umgebung gesetzt wird.

Es gibt keine Vorherbestimmung. Die Welt ist durch den Quantenindeterminismus teilweise dem Zufall unterworfen. Und auf der Ebene unserer Neuronen mag das durchaus ein gewissen Einfluss auf uns haben.

Mir ist übrigens eine anschaulicheres Beispiel eingefallen:
Ein einziger Fingerdruck kann ein riesigen Atomkrieg auslösen.



geschrieben von: Jester

Da die Chaostheorie ein rein Wissenschaftlichen Hintergrund hat würde ich auch damit vorsichtig sein sie auf etwas anderes zu übertragen. Aber wie schon erwähnt, sie besagt nur das etwas rein nach unserem Wissensstand und unserem recht mathemathischen denken rechnerisch möglich ist, das die Chancen dazu so gering stehen das es vermutlich niemlas dazu kommen wird ist für die Theorie an sich ja irrelevant.

Wen das Thema wiklich interessiert kann ich nur das Buch "The Collapse of Chaos - Simplicity in a complex world" ans Herz legen (im deutschen trägt es leider den unglücklichen Titel "Chaos und Antichaos - Ein Ausblick auf die Wissenschaft des 21. Jahrhunderts"). Dieses Buch von Jack Cohen und Ian Steward geht sehr verständlich an die Materie ran und überträgt die Chaostheorie auf das heutige Leben und verbindet sie gleichzeitig mit dem Prinzip der Simplizität.



geschrieben von: gfallener_Engel

Zitat:
Original geschrieben von ShadowMatter


Mir ist übrigens eine anschaulicheres Beispiel eingefallen:
Ein einziger Fingerdruck kann ein riesigen Atomkrieg auslösen.




Des is wirklich a gutes Beispiel,...


iagendwie konn nit immer alles dem zufall zuzuschreiben sein!
weil so wie schon geschrieben worden is,....
man kann sachen berechnen aber manche sachen passian einfach,... spricht man dann vom schicksal oda zufall!

Wie nah Schicksal und Zufall doch immer bei einander liegen!


naja was i eigentlich mit dem thema mir gedacht hab,.. war nur was andere leute darüber denkn,... weil /i hob die chaostheorie schon verstandn\ weil i mit de bisherigen gespräche bei meinen freundn net so weit komman bin

deswegen habi mir gedacht i schreib mal so a thema,....
hmm béstimb is es a bissale krass formuliert mit den Schmetterling oba iagendwie hmm,,......

natürlich is des a a gutes beispiel das sich der Flügelschlag eines Schmetterlings mit den darauffolgenden aufhebt auch gut,...



so jetzt weis ich nicht mehr was i schreim wollt,.. egal jedenfalls

gut das sich schon a poor zu mein thema geäußert ham!



geschrieben von: Kampfsau

Zitat:
Mir ist übrigens eine anschaulicheres Beispiel eingefallen: Ein einziger Fingerdruck kann ein riesigen Atomkrieg auslösen.


Nur die Bedingungen für diese Kettenreaktion,wurde von Menschen gelegt.Diese wiederum reagierten auf damit auf eine andere Tatsache die wiederum durch eine andere Tatsache begründet wurde.Ohne die großen Ereignisse,gebe es diese kleine Tatsache nicht

Der Knopf wird auch nur als Reaktion auf einen Angriff oder eine Notsituation aktiviert.Kein geistig normaler Mensch,würde
den Knopf einfach so,ohne guten Grund aktivieren.Und falls mal eine Verrückte Person den Knopf aktiviert,dann müsste schon viel passiert sein,damit diese Person an den Knopf rankommt.

Ausserdem wurde bei so einem extrem wichtigen Knopf,ein zufälliges Betätigen,z.B. durch Abrutschen garantiert vermieden.
Da gibt es bestimmt eine Hülle aus stoß und druckfestem Glas.

Das in all den Jahrzehnten kein Krieg passiert ist,zeigt doch das der Knopf nur unter sehr geringer Wahrscheinlichkeit,durch eine simple Kette von Ereignissen aktiviert werden kann.Es ist natürlich nicht unmöglich.

Auch bin ich der Meinung,es gibt keine Zufälle.Es gibt nur Faktoren die man nicht bestimmen kann oder die sich unserem Wahrnehmungsbereich entziehen.

Ist es nicht dumm,alles was zu hoch für uns Menschen ist,als übernatürlich abzustempeln.



geschrieben von: Dark Luzifer

Man muss die Veränderung im dazugehörigen System betrachten. Natürlich kann es Systeme geben,wo ein Flügelschlag so was bewirken kann. In diesem Fall wird das System vermutlich auch eine Gegenreaktion einleiten.
Auf der Erde trifft das so aber nicht zu.



geschrieben von: Phönix

Ähm, ich möchte noch kurz anmerken, dass der Schmetterling nicht das chaotische System erzeugt, er bewirkt nur ein paar kleine Veränderungen in ihm.

Ich hab ja schon desöfteren mal erwähnt, dass ich mich recht viel mit Quantenmechanik beschäftige, und wenn man auf der Ebene der kleinen Elementarteilchen die Welt erklären will, hängt absolut alles vom Zufall ab.
Die eigentlich interessante Frage wäre, ob ein Gott die Summe aller Zufälle in eine Richtung lenkt, und ob unser "freier" Wille von Prozessen auf Quantenebene abhängt.



geschrieben von: Gringomaniac

Chaostheorie... Ich bin sehr gespannt, ob diese Theorie für den Menschen immer Bestand haben wird.

In einem abgeschlossenen System ohne jedwede "Stör"faktoren (Einflüsse, die man nicht vorhersehen und lenken kann), kann man theoretisch alles so beeinflussen und lenken, dass es keine Überraschungen gibt. Für den Menschen ist das (leider?) nicht möglich, da wir kein abgeschlossenes System erzeugen können, somit leben wir jeden Tag mit dieser Theorie.
Werden "wir" (die Spezies, die sich Mensch nennt) eines Tages soweit sein, alle Einflüsse zu kennen und beeinflussen und zielgerichtet lenken zu können?
Damit wäre die Theorie überflüssig.
Sie besagt allerdings auch, dass es theoretisch möglich ist, dass es schon bald so sein könnte - in gewissem Sinne.
Es ist möglich, dass ein Komet morgen die Erde streifen könnte, dabei drei Viertel aller Lebewesen (einschliesslich Menschen) auslöscht, aber gleichzeitig auf das Denken der Überlebenden so grundlegend prägend einwirkt, dass keiner mehr Krieg führen will, um das beste für sich zu beanspruchen, weil die Erde plötzlich in einer neuen Umlaufbahn ist (samt Rotationsachsenveränderung und alles was dazu gehört) und die ganze Erde für jeden an jedem Ort gleich lebenswert ist.

Klingt sehr phantastisch ("ph" ist gewollt), aber wenn man sich auf eine gewisse Weise mit der Chaostheorie beschäftigt - auch wenn man mathematische, chemische und physische Aspekte berücksichtigt - ist sie nunmal ein perfekter Katalysator für die Phantasie.
Nur verstehe ich nicht, warum in diesen Phantasien der Faktor Mensch so oft aussen vor, beziehungsweise ausserhalb des Systems, gelassen wird.

Zitat:
Geschrieben von Kampfsau
Nur die Bedingungen für diese Kettenreaktion,wurde von Menschen gelegt.Diese wiederum reagierten auf damit auf eine andere Tatsache die wiederum durch eine andere Tatsache begründet wurde.Ohne die großen Ereignisse,gebe es diese kleine Tatsache nicht

Der Knopf wird auch nur als Reaktion auf einen Angriff oder eine Notsituation aktiviert.Kein geistig normaler Mensch,würde
den Knopf einfach so,ohne guten Grund aktivieren.Und falls mal eine Verrückte Person den Knopf aktiviert,dann müsste schon viel passiert sein,damit diese Person an den Knopf rankommt.

Ausserdem wurde bei so einem extrem wichtigen Knopf,ein zufälliges Betätigen,z.B. durch Abrutschen garantiert vermieden.
Da gibt es bestimmt eine Hülle aus stoß und druckfestem Glas.


Zu allererst: Nichts ist garantiert. Nein, auch der Tod nicht, schon allein weil ihn jeder anders definiert.

Wie du schriebst, alles wird von allem beeinflusst. Von manchem mehr, von manchem weniger. Aber von was ein Mensch beeinflusst wird, der so einen Knopf drückt, weiß wohl niemand. Es kann eben nur ein Elektron sein, welches durch ein anderes Elektron so abgelenkt wurde, dass es diese Entscheidung im neuralen Netz, dass der Mensch Verstand nennt in unzählbar vielen kleinen Schritten ausgelöst hat. Verrückt muss dieser Mensch übrigens deswegen auch nicht gewesen sein.

Alles in allem glaube ich nicht, dass "der Mensch" jemals alle noch so winzigen Einflüsse wird erkennen können. Nein, er wird wohl nicht mal in die Nähe davon kommen.

Gut so, so wird die Phantasie erhalten und die ist schliesslich das Salz in der Suppe.

P.S.: Hallo übrigens.



geschrieben von: Demon17

Das Beispiel mit dem Schmetterling ist ein gutes Beispiel für die Fragiltät einer vorübergehenden Ordnung in komplexen, offenen Systemen, deren multiplen, sich gegenseitig beeinflussenden Kausalitäten sich durch den Menschen nicht vollständig beobachten lassen. Deshalb treffen Prognosen, die auf der Extrapolation (Hochrechnung) bekannter Faktoren beruhen fast nie ein. Ein Beispiel dafür ist die Studie des Club of Rome, der bereits für das Jahr 2000 katastrophale ökologische Folgen durch die Erdwerwärmung voraussagte, die dann nicht eintraten - bisher.

Ein anderer Aspekt der Chaostheorie, ist jedoch, das es niemals ein permanentes Chaos geben wird. Aus jedem Chaos entsteht wieder eine neue Ordnung. Die Entitäten geraten wieder in eine halbwegs stabile Beziehung zueinander. Bei solchen Prozessen kann es allerdings zu Komplexitätsverlusten kommen. So haben starke Klimaveränderungen in der vergangenheit z.B. zum Aussterben der Dinosaurier und wahrscheinlich auch etlicher Pflanzen geführt. Eine gravierende Reduktion der damaligen biologischen Komplexität. Aus dieser resultierte jedoch die fortschreitende Evolution der Säugetiere, bis hin zum Menschen, mit seiner bisher nie dagewesenen sozio-technischen Komplexität. Eine Weltgesellschaft ist ja wesentlich komplexer als eine Herde Dinos. Gerade in der biologische Evolution führte der zusammenbruch alter Ordnungen häufig zu einer beschleunigten Entwicklung neuer wesentlich komplexerer Ordnungen.

dark greetz

demon17



geschrieben von: Kampfsau

Zitat:
Deshalb treffen Prognosen, die auf der Extrapolation (Hochrechnung) bekannter Faktoren beruhen fast nie ein. Ein Beispiel dafür ist die Studie des Club of Rome, der bereits für das Jahr 2000 katastrophale ökologische Folgen durch die Erdwerwärmung voraussagte, die dann nicht eintraten - bisher.


Nunja,auf die Hochrechnungen kann man sich nicht zu 100% verlassen.Jedoch ist schon zu erkennen ,dass es in den letzten Jahren diverse, sehr bedenkliche Klimabesonderheiten gegeben hat.Diese Extreme treten in immer kürzeren Intervallen auf,die den üblichen Intervallen um Jahre oder Jahrzehnte voraus sind.

Jahhunderthochwasser,Jahrhundertsommer oder letztens erst der heißeste 1.Mai seit 100 Jahren.Dieses Jahr kann auch wieder was passieren oder in den nächsten Jahren passiert mal wieder etwas von ähnlichem Ausmaß.



geschrieben von: illuminat

Zitat:
Deshalb treffen Prognosen, die auf der Extrapolation (Hochrechnung) bekannter Faktoren beruhen fast nie ein.


Der Wahrheitsgehalt einer Extrapolation sollte man immer relativ zur Approximation der einzelnen Faktoren sehen.

Wenn der Meteorologe auf sein Thermometer guckt und sagt es werde jedes jahr 2% wärmer als im Vorjahr, dann kann der schiefe Blick auf die Quecksibleranzeige schon der Grund sein, weshalb wir im Jahr 2000 zwar alle im Bunker sitzen, aber erst 2050 die Welt wirklich verglüht.

Aber selbst wenn er alle auf der Welt zu findenden Faktoren berücksichtigt - ein Sonnensturm und der Ärmste kann wieder von vorne Anfangen zu rechnen.

Könnt ihr euch noch an Matrix 2 erinnern, wo Neo mit dem Typen ziemlich gegen Ende in diesem Raum voller Monitore steht und sieht wie die mögliche Zukunft der nächsten Sekunde errechnet wird? Ich finde das passt hier grad ganz gut.



geschrieben von: Deinos

Die eine Fraktion könntes ALLES zu unaufhaltsamen Schicksal erklären, weil sich laut ihr sogar der Atombombenfingerdruck auf eine Kausalkette neuraler Impulse zurückführen ließe. Allerdings könnte auch diese Fraktion niemals das Schicksal mit Hilfe eines imaginären Supercomputers vorhersagen können, weil dieser dazu schneller rechnen können müsste als seine eigenen elektischen Impulse - denn auch diese müssten in die eigene Rechnung einbezogen werden.
Nun aber eine Gedankenkette, die nachweisen soll, warum die obige Fraktion sich irrt: Man stelle sich einen halbdruchlässigen Spiegel vor, den man mit einem einzigen Photon beschießt. Es ist - auch mit allen existenten und nichtexistenten Algorithmen - nicht möglich, mehr als die "Wahrscheinlichkeit" zu berechnen, mit der das Photon reflektiert oder durchgelassen wird.
Und wer die Existenz einen Photons anzweifelt, kann ja mal ein relativ einfaches Experiment machen: Er stelle einen Gong auf und blitze ihn aus kurzem Abstand mit einer guten Kamera an - die Photonen bringen das Metall beim Aufprall zum Schwingen und sind dadurch sogar hörbar. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
Fazit: Es gibt kein Schicksal und keine große Ordnung, nur die Wahrscheinlichkeit und das große Chaos.



geschrieben von: Soulraptor

Man könnte wenn man alle Positionen der Teilchen in der Atmosphere wüsste immernoch nicht das Wetter vorausberechnen, weil ebend auf kleinsten Niveau alles zufällig ist.

Aber viel interessanter ist doch die Ordnung die ich jedem Chaos stecken soll und das Chaos, dass in jeder Ordnung steckt.

Nochmal zum Schmetterling, weil ich in nem Buch was sehr nettes darüber gelesen habe.
Der Rand des Flügels eines Schmetterlings ist unendlich lang, aus dem gleichen Grund, weil eine Küste unendlich lang ist. Wenn der Rand aber unendlich lang ist, dann heißt das auch, dass der Flügle unendlich groß ist (hier ist leider ein Punkt wo man diese Theorie angreifen kann). Folglich kann er unendlich viele Luftteilchen bewegen und somit Stürme auslösen.



geschrieben von: Kampfsau

Zitat:
Die eine Fraktion könntes ALLES zu unaufhaltsamen Schicksal erklären, weil sich laut ihr sogar der Atombombenfingerdruck auf eine Kausalkette neuraler Impulse zurückführen ließe. Allerdings könnte auch diese Fraktion niemals das Schicksal mit Hilfe eines imaginären Supercomputers vorhersagen können, weil dieser dazu schneller rechnen können müsste als seine eigenen elektischen Impulse - denn auch diese müssten in die eigene Rechnung einbezogen werden.


Niemand kann es berechnen oder vorhersehen.Dies ist ja das Problem.Wir gehen hier von der Theorie und nicht der Praxis aus.Die Wahrscheinlichkeit von der du redest wird nur durch die vielen Faktoren bestimmt,die uns unbekannt oder unersichtlich bleiben.

Der Mensch kennt auch nicht alle Naturgesetze oder physikalischen Begebenheiten im Universum.

Und wo wäre im Grunde im Unterschied zwischen einer kausalkette die niemand nachvollziehen kann und dem Zufall.

Praktisch gesehen macht das doch keinen Unterschied.Darum brauchen wir uns darum nicht zu sorgen,sondern sollten so handeln wie wir es für richtig hält.Manche schlimmen Dinge kann man dennoch nicht aufhalten.



geschrieben von: Deinos

Zitat:
Original geschrieben von Kampfsau
Niemand kann es berechnen oder vorhersehen.Dies ist ja das Problem.Wir gehen hier von der Theorie und nicht der Praxis aus.
Eben. Und der Wahnsinnscomputer zur Berechnung unser aller Schicksal wurde ebenso theoretisch ad absurdum geführt.
Zitat:
Der Mensch kennt auch nicht alle Naturgesetze oder physikalischen Begebenheiten im Universum.
Nein. Aber auch wenn er sie kennen würde, könnte er sie nicht zur Vorhersage nutzen - seine Berechnung wäre eine Rekursion bis ins Unendliche.
Zitat:
Und wo wäre im Grunde im Unterschied zwischen einer kausalkette die niemand nachvollziehen kann und dem Zufall.
Für das eine gibt es Formel, die wir nicht kennen, für das andere gibt es nichteinmal das.
Zitat:
Praktisch gesehen macht das doch keinen Unterschied.
Und trotzdem diskutieren wir den theoretischen Unterschied. Und das ist dann wohl Philosophie.





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