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Heimweh

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geschrieben von: Asphodele

Ich bin weit weg von meinem alten Leben.
So weit weg,
vermisse meine Freunde, meine Stadt.
Stehe auf, wenn ich erwache, mache jeden Tag dasselbe.
Mein Freund, mein Liebster, mein Seelenverwandter,
steht auf und geht zur Arbeit. Lässt mich allein.
Sonntag treffen wir seine Freunde, ich freue mich für ihn,
mag sie alle gern, habe Heimweh nach meinen Freunden.
Sonntag sind wir zum Essen eingeladen bei seinen Eltern,
ich mag seine Eltern und sie mich, freue mich für ihn,
vermisse meine Eltern.
Samstag machen wir einen Spaziergang durch seine Stadt,
ich mag seine Stadt, freue mich über die Natur, vermisse meine Stadt.
In der Woche sehen wir Abends fern, ich mag seine Wohnung, freue mich, wenn er sich freut auf den Fernsehabend, vermisse meine Wohnung.
Habe so viel aufgegeben, fühl mich wohl, freue mich, bei ihm zu sein, habe entsetzliches Heimweh nach meiner Familie, meinen Freunden, meiner Stadt.
Weiss, dass ich es so wollte, wie es ist. Glaube an ein schönes Leben mit ihm, seiner Familie, seinen Freunden in seiner Stadt.
Es wird niemals meine Familie sein.
Es werden niemals meine Freunde sein.
Es wird niemals meine Stadt sein.
Freue mich, diesen Schritt gewagt zu haben, vermisse meine Familie, meine Freunde, meine Stadt.
Versuche optimistisch zu sein, versuche mich zu freuen, versuche die Sehnsucht zu überbrücken, habe Heimweh.
Er leidet, kann mir nicht helfen, tröstet mich, wenn ich weine, versucht mir zu zeigen, dass ich nach vorne blicken soll.
Er weiss, ich habe Sehnsucht.
Warum ist das Leben so voller schwerer Entscheidungen?
Diese habe ich getroffen, weil ich es wollte, doch nun bin ich hier, weit weg von meiner Familie, meinen Freunden, meiner Stadt.
Wenn ich besuchsweise zurückkehre, ist es nicht das Selbe,
habe Heimweh nach meiner Vergangenheit, sehne mich nach meiner Zukunft, existiere Hier und Jetzt zwischen beidem, kann mich nicht entscheiden, was ich mehr möchte.
Schreibe diese Zeilen und habe Heimweh...



geschrieben von: fallen_dragon

Hallo Asphodele...
Ich kann dir nachempfinden, nachempfinden, nicht weil ich Heimweh habe. Sondern weil ich eben soviel zurückgelassen habe wie du.
Für ihn in die Stadt gezogen- als Kind vom Land.
Zu meinen Freunden muss ich Kilometerweit fahren- planen, ich, diejenige, die sich so oft spontan zu Machenschaften mit ihren Freunden einließ- vorbei.
Seine Eltern seh ich oft- soviel öfter als meine.
Seine Freunde seh ich oft. Aber wir sind so unterschiedlich.
Kann mich nicht an dem freuen, woran sie sich freuen. Ich brauche Landluft und auch mal Stille.
Da ist niemand, der mich versteht.
Und ich habe Sehnsucht, weil ich mich nach einigen Jahren frage, ob es die richtige Entscheidung war.
Er hört mir nicht zu und ich rede gegen Wände.
Ich weiß nicht, ob ich fliehen soll, weil das meinem Wesen entspricht.

Sei froh, froh darum, dass du dich mit ihm freuen kannst.
Das er dich tröstet und für dich da ist.
Vielleicht wird dir die Fremde ja doch einmal zur Heimat.
Solange du wenigstens einen Grund dafür hast- nämlich ihn.

Gruß fallen_dragon



geschrieben von: thanatos4life

mit deiner entscheidung ist nichts mehr so wie es war
du musst versuchen die vergangenheit loszulassen
du scheibst selbst dass es bei besuchen nicht mehr dasselbe ist
es wird nie wieder dasselbe sein
versuche in deinen neue umgebung hineinzuwachsen
es wird ein schwieriger weg sein doch ich glaube dass du eune starke stütze an deiner schulter hast
lass deine spuren im sand des lebens hinter dir und blicke auf den horizont noch so viel strand liegt vor dir!

liebe grüße
t4l



geschrieben von: Asphodele

Danke für das Verständnis. Es ist nur so schwer, wenn man zwischen zwei Dingen hin und hergerissen ist. Das ist wie die Geschichte von dem Esel der zwischen 2 Heuhaufen stand, die beide gleich gross und gleich frisch waren. Er konnte sich nicht entscheiden und schlussendlich ist er verhungert. Ich versuche jeden Tag nach vorn zu blicken und nicht in der Vergangenheit zu leben, aber wenn das Herz weh tut, kann der Kopf diesen Schmerz nicht heilen...





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