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Seiten:1



wolfram fleischhauer . das buch, in dem die welt verschwand

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: autumnnight

ende 18. jahrundert - gebiet der heutigen brd

so eine art historischer roman.. mit ärtzen und kurpfuschern.. freimaurern und illuminaten.. ein bisschen immanuel kant und philosophie.. ein bisschen kunst und literatur.. ein seltsamer mord.. verschwörungen noch und noch.. postkutschenüberälle.. eine geheimnisvolle schöne..

all das wird bunt durcheinander gemischt.. dazu ein sensationeller titel!!
und schon hat man ein gelungenes buch.. denkste!!
es war ziemich langatmig und ich hatte mühe, mich auf das gelesene zu konzentrieren.. beim lesen sind meine gedanken andauernd abgeschweift.. und irgendwie habe ich am ende überhaupt nicht verstanden, um was es eigentlich ging.. muss ich zugeben..

http://images-eu.amazon.com/images/P/3426627752.03.LZZZZZZZ.jpg



geschrieben von: autumnnight

Zitat:
Original geschrieben von SisterOfMercy
Und am liebsten mag ich den Titel


also der ist einfach mehr als nur gut!!



geschrieben von: The Archer

Fertig!
Nach so viel Geheimniskrämerei hätte ich einen lauten Schluss erwartet, aber das Ende kam auf leisen Sohlen - und dafür umso gewaltiger in seiner Wirkung.
Eingefaßt in eine Rahmenhandlung (viele Jahre später) beginnt das Buch wie ein Krimi, in dem ein junger Arzt rekrutiert wird, einer Reihe geheimnisvoller und z.T. bestialischer Morde zu untersuchen. Doch im letzten Drittel bekommt der Roman eine eigentümliche Wendung. Zwischen aufklärerischen Ideen und religiös gefärbten Geheimbünden, die genau das zu verhindern versuchen, geht plötzlich eine neue, immaterielle Gefahr hevor, die die Welt zu verschlucken droht.

@autumnnight: für dich noch mal eine Erklärung des Endes:

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In Kants "Kritik der reinen Vernunft" ist weniger eine Welt als ein Weltbild verschwunden. Die Existenz Gottes und die der unsterblichen Seele war für die Menschen seiner Zeit weniger ein Glaube als eine unumstößliche Tatsache.
Genau damit räumte Kant auf, er stellte heraus, das die Existenz Gottes nicht durch Vernunft zu beweisen sei und verbannte Gott in das Reich des "Glaubens". Für uns ist dieser Gedanke heute Normalität, aber für einen Menschen des ausgehenden 18. Jh.? Genauso gut hätte er sagen können "Gott hat ausgedient" oder "Gott ist tot", wie das Heine ja später auch aufgegriffen hat.
Das war es auch, was Magdalena und ihren Gleichgesinnten so viel Angst gemacht hat.
Das Trügerische war, dass diese neue Art zu denken von vielen nicht sofort verstanden wurde, aber im Grunde hat Kant ein Weltbild revolutioniert!

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geschrieben von: Tamerlan

Hallo

Ich möchte sogar so weit gehen zu behaupten das dieser kleine Mann der seine Heimatstadt nie verlassen hat der dramatische Höhepunkt der Aufklärung war. Vielleicht sogar daß sein Werk es war welches den letzten Rest von Mittelalter aus den muffigen Studierstuben vertrieb.



geschrieben von: The Archer

Grenzen verschiedener Epochen sind schwer zu bestimmen, aber in jedem Fall war das ein ganz wichtiger Wendepunkt in der allgemeinen Geisteshaltung.



geschrieben von: autumnnight

@ the archer

danke!! hat mich gefreut, dass du mir nun das ganze erklärt hast..





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