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Ich wünsche euch nun einen angenehmen Aufenthalt.
geschrieben von: Endymian
Was Leben heißt,
das weiß ich nicht,
denn leben tun, das tu ich nicht,
zumindest weiß ich’s nicht genau,
ob’s denn nun Leben heißt.
Das ich bin,
das glaub ich noch,
bin ich mal hier, mal dort, mal fort,
manchmal auch an jenen Ort,
an dem ich bin,
doch heißt’s zu sein
so ohne Sinn,
auch daß man lebt?
Atmen tue ich und auch speisen,
trinken auch, denken manchmal,
hab wohl kaum ’ne bess’re Wahl,
denn wüßte ich, wie’s anders ging,
tät ich’s bestimmt, ja, ganz bestimmt,
doch bedeutet dieser lust’ge Zwang,
mal dies zu tun, mal dann und wann,
dieses komisch, sinnendleere Streben,
daß man nun ist, hmm, nenn’ ich’s lebend?
Was Leben heißt,
das weiß ich nicht,
denn leben tun, das tu ich nicht,
zumindest weiß ich’s nicht genau,
ob’s denn nun Leben heißt.
Fühlen, tja, was ist nun das?
Und Liebe gar? Was für ein Spaß.
Da sind doch lust’ge Schmerzen drin,
Was soll ich denn nun mit dem Ding?
Ist das denn wirklich notwendig?
Macht mich denn das lebendiglich?
Macht so was wirklich einen Sinn?
Falls Fühlen nun gehört zum Leben,
und Liebe und der ganze Mist,
ohne den doch alles besser ist,
nun dann weiß ich, daß ich weiß,
das ich nicht bin, was lebend heißt.
geschrieben von: Endymian
Drei Felsen
Es stehen drei Felsen im Sand von Nevada
und wären so gern am Strand von Grenada,
dort stünden sie in der sanftem Brise vom Meer
und sähen den knappen Bikinis hinterher.
Doch zu steif und zu fest stehen sie im Sand,
nicht rühren kann sie eines Menschen Hand.
So denken sie: „Bleiben wir, wo wir sind.“
Und weiter zerfrißt sie das Wetter, der Wind.
geschrieben von: Crysania
löffel können auch fliegen, mo !
so wie gabeln klirren
und teller springen
können löffel fliegen,
und zwar,
auf den boden,
und machen die fliesen kaputt.
und mama schimpft,
und papa schimpft,
und das starke mädchen,
wird zum kleinen kind,
naiv,
und weise auch,
nur nicht für mama und papa,
weil der löffel runtergefallen ist
und die gabel geklirrt hat
und der teller gesprungen ist,
nur hat die mama vergessen
dass man die fliese
kleben kann.
geschrieben von: Hoffnung
Hast du den Vogel gesehn....
er sang von der Freiheit die er empfand
Hast du die Katze gesehn.....
sie fing den Vogel noch im Fluge
~by me~
geschrieben von: Hoffnung
Zunächsteinmal
Alle Ähnlichkeit mit lebenden Personen sind beabsichtigt*eg*
Beschwerden bitte bei ihrem Artz oder Apotheker vorbringen.
Haftung für Inhalt und Sinn dieses Posting wird wie immer nicht übernommen.
Beschwerden und Morddrohungen bitte per NP an mich .
The Gothik
Stehe auf und strecke mich , seh aus dem Fenster....das letzte Licht des Tages schwindet.
Ein Lächeln lang geübt, durchstreift mein Gesicht,
Ja heute Nacht ist es wieder soweit,
denn ich bin böse,
ich bin schwarz,
bin ein Teufel,
bin ein Gott
hmm.........
ein Gott?
Upps hab mich vertan , natürlich Teufel
bin ja schließlich schwarz und böse
Muarharhar oder Muhamed Ali...
hmm nein lieber Muarharhar hört sich böser an,
denn ich bin ja böse und schwarz
Hmm aber wenn ich wie der Teufel bin
geht das dann?
Hmm wenn der Teufel männlich ist, was sagt dann die Frauenbewegung dazu?
Aber wenn der Teufel eine Frau ist...hmm könnte wahrscheinlicher sein.
Frauen sind doch böse..oder?
Hmm na gut kompromiss
der Teufel ist Zwitter, kann keiner was sagen....
Ok ich bin böse..ich bin schwarz...Muarharhar...ich bin wie der Teufe.........halt das geht nicht
Ich bin doch kein Zwitter....
Hmm was nun?
Na egal
Ha ich bin böse...ich bin schwarz....Muarharhar
Dann mal ab zum Spiegel, muss ja schließlich danach aussehen
Hmm auftoupieren oder nicht?
Naja dunkelrotgetönt sind sie ja...
He ich seh gut aus...Muarharhar..hmm aber ich bin doch schwarz,
soll ich meine Haare umfärben?
Nö heute nicht keine Lust muss doch noch böses tun, bin ja schließlich schwarz
Und der Ruf verlangt ja schließlich einiges ab.
Hmm Makeup..na klar........wo zum Henker ist meine weißes Make up?
ahja da...keine Creme mehr da, na egal geht auch so.
Die Augenränder mit Kajal schön stark nachgezogen, ja das macht Freude..
Ausgerutscht......die Luft zischend zwischen die Zähne gezogen.
na was solls spar ich mir eine weiße Kontaktlinse, jetzt ist ein Auge eben rot.
Die Lippen schwarz , naja die Zähne auch bischen, blöder billig Lippenstift.
Aber wo gibts heutzutage schon guten Kußechten schwarzen Lippenstift, der nicht ein Vermögen kostet.
Hmm Gesicht nach links gedreht....ja du siehst heute wirklich gut aus.
Gesicht nach rechts gedreht und bösen Blick aufgesetzt.
Muarharharhar.....ja ich bin böse....oder soll ich lieber arogant sein.
Seh aus dem Fenster.....
Hmm Neblig , diesig gerade richtiges Wetter für die Aroganz, den Böse laufen bei solchen Wetter immer rum.
Und man will ja auffallen.
Ok Nase an den Hinterkopf...ja so ist´s gut...mit dem linken kleinen Finger über die Augenbraue gestrichen.
Ha Satan wäre neidisch auf mich...
Dreh mich um und geh gut gelaunt in die Küche
Kaffee schwarz wie die Nacht , heiß wie die Hölle, und süß wie die Sünde.
Man muss schließlich nach der Norm leben, um aufzufallen.
Mit dem Hausschuh etwas aufgetapprt.
Hmmmm?....Hausschuh?
Nach unten gesehn......
AAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHH
Verdammt, warum sagt mir keiner das ich noch nicht umgezogen bin.
Panik.........
Shit was nun....
Geschminkt....edel zurechtgemacht, aber noch im Jogger.....
Shit...Shit....Shit..
Wenn die andern das sehn.....
Na egal, ich bin ja böse, also nachdenken.
Hmm der Rock meiner Schwester....
Ja das ist es..
Hose runter , Rock geklaut.....
hmm Was oben drüber?
Wie ausziehn ohne die Schminke zu verwischen?
Ja Messer.......
AUhh....verdammt....Blut........he gut Blut........
Hmm oben ohne mit zerfetzten schwarzen Jogger....
Rock und Blutverschmierter Brust......
Ha ich bin böse ich bin gut........
Ledermantel......
wo ist dieser verdammte Ledermantel,
Blick auf die Uhr
AAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHH
Panik....umseh......
Hmm schwarze Strickjacke......
Mist verdammte weiße Katze meiner Mutter,
warum immer meine Sachen.
Wilder gehetzter Blick.......
Das Ticken der Uhr immer lauter im Ohr.
Ha das Seidenbettlacken.........
Schnell geschnappt......Messer gezückt........zurechtgeschnitten.
Na wer sagst denn, ich bin eben ein orginal..........ich bin böse......
Muarharhar, und wenn wer fragt war es das Lacken meiner Schwester......
Scheiße worauf schlaf ich heut nacht?
Was wenn ich wen abschlepp?
Na egal, geh ich zu ihm oder ihr wird schon werden.
Schnell aus dem Haus.......
Da sind sie schon.
Im Auto sitzend, böse......schwarz....unheimlich.....
Plötzlich ein Grinsen auf den Gesichhtern..
was jetzt?
Seh an mir herunter......verdammt die Schuhe.....
Und die Moral der Geschicht
Schmink dich vor dem Anziehn nicht.........
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Denn die Hoffnung ist immer Weg
nie Ziel....
geschrieben von: Hoffnung
~~Frühstück~
Geh durch die Straßen,
wie Blitze in Gedanken
Lass die Bilder ziehn,
den Blick auf den Gehsteig.
Kurz in einen Hauseingang gesehn,
ein 13 jähriges Mädel, von einem Freier bedrängt.
Jaja die jungen Dinger...
Eine kaputte Neonröhre,
flackernd die Szene mit Angst behängt.
Gedanken die mich weiterziehn.
Hab ich noch Milch daheim?
Ein Schrei?
Nein nur Einbildung.
Und wenn gehts mich eh nichts an.
Auf einer Busbank
ein Penner
Er stinkt
Ich mache einen Bogen um ihn.
Seh noch wie der Urin an seiner Hose herabtropft.
Gedanken in die ich versinke,
werd ich Kaffee oder Tee zum Frühstück trinken?
Seh kurz eine alte Frau,
sie versucht hinkend aufzustehn.
Ein Auto hat sie angefahren.
Gibt Gas ,
biegt um die Ecke.
Die Frau sinkt in den Dreck am Straßenrand.
Seh mich Gedankenverloren um.
Hmm sind genug andere da,
werden sich schon um sie kümmern.
Seh das Blut auf der Straße,
ein Gedanke der mir im Kopfe flimmert.
Hab ich noch Erdbeermarmelade zu Haus?
Da der Zeitungsladen,
geh hinein.
Ein junger Mann,
hat ein Messer in der Hand
er zittert
die Lippen blau.
Hmm ein Yunkee.
Ich warte bis ich dran bin.
Hab ich eigentlich noch Zucker zuhaus?
Das türkische Gebrüll des Ladenbesitzers reißt mich aus den Gedanken,
was soll das ,
ich versteh ihn doch eh nicht.
Schulternzucken
was solls,
keine Zeitung zum Frühstück eben.
Geh an dem Yunkee vorbei, in Gedanken versunken.
Daheim angekommen,
setz ich mich an den Tisch.
Schalte das Radio ein.
Kaffee eingegossen,
noch eine Zigarette genossen.
Hör nebenbei die Lokalmeldungen,
13 jährige vergewaltigt,
ich schüttel den Kopf,
Jaja die Dinger werden auch immer jünger.
Haben die Eltern nicht aufgepasst?
Eine alte Frau erlag einem Schädelbruch,
Unfall mit Fahrerflucht.
Was soll man dazu sagen,
sie war alt, hat sicher nicht aufgepasst.
Und die Führerscheinneulinge,
sind auch nicht mehr das was sie waren.
Ein Türke wurde überfallen,
niedergestochen,
Rechtsextreme?
ein Yunkee an einer Überdosis verstorben.
Naja einer weniger.
Besser so.
Ein Penner wird noch erwähnt,
wäre gestorben vor aller Augen.
An einer Bushaltestelle.
Keiner hätte es gemerkt.
Na wenigstens einer
dieser stinkenden Kanalratten
die die Sozialhilfe belasten, weg.
Ich nehm einen Schluck Kaffee,
lass die Milch hineinfliessen,
schütte etwas Zucker hinein,
rühre darin um.
Streich mir ein Brötchen
mit Erdbeermarmelade
beiß genußvoll hinein ,
während ein Gedanke
mir im Kopf umgeht.
Verdammt schade das ich keine Zeitung hierhabe......
~by me~
geschrieben von: Hrefnadis
Die Hochzeit – Drama in mehreren Akten
1. Die Vorbereitungen
Nun, dieser Tag begann wie viele sinnlose Tage. Müde quälte sie sich aus den Federn. Sie hätte heute sooo viel Sinnvolleres machen können, aber nein, da prangte die Einladungskarte zur katholischen .oO(*Augen verdreh*) Hochzeit einer von seinen Freundinnen.
Nun, sie dachte sich, es wäre besser, wenigstens vorher ein Beruhigungsbad zu nehmen, was sie auch versuchte. Leider wurde sie mit sehr harschen Worten seinerseits aus dem schönen warmen, wohlriechenden Nass vertrieben. .oO(*knurr* Na das fängt ja gut an!)
Wenig später stand sie vor dem Kleiderschrank und wie immer in solchen Situationen drängte sich die Frage auf: Was zum Geier zieh ich an? Sie wählte ein kurzes Schwarzes, in das sie sich gerade so mit einem Schuhanzieher hineinzwängte. .oO(Das sieht ja wirklich geil aus!) Fand er auch und befahl ihr im selben Satz, das Kleid wieder auszuziehen. Es wäre ja eine Hochzeit und keine Beerdigung. .oO(*hmpf*) Mühsam quälte sie sich wieder aus dem Gewand und bedachte ihn dabei in Gedanken mit allen möglich Flüchen, die ihr gerade so einfielen. .oO(Black is beautyful! Schon mal was davon gehört?)
In einer Rekordzeit von 10 min war sie komplett fertig angezogen. Und zwar in züchtigem Weiß-Blau. .oO(Jo, wir sind in Kruzifixistan!) Die wilde blonde Mähne wurde brav hochgesteckt. Noch einmal Unmut kam auf, als sie sich weigerte, das Kristallpendel an ihrem Hals abzunehmen. Nachdem er feststellen musste, dass sie das freiwillig nicht tun würde, gab er mit einem Blick auf ihre Fingernägel dann doch auf. Und in den letzten Sekunden, wo er dann schon drängelnderweise neben ihr stand, schrieb sie noch einen wahrhaft rührenden Vers in die Hochzeitskarte, von wegen, Liebe ist ja soooo schön ... .oO(*seufz*)
In größter Hast gings dann zum Auto. Als sie die Wagentür öffnete, senkte sich ihr Blick und fiel ... auf den Knauf eines Schwertes. Sie wurde blass vor Wut. Sie begehrte zu wissen, seit wann denn das Katana aus dem Feriendomizil wieder eingetrudelt sei. Er wiegelte ab, erst seit ein paar Tagen. Sie schnappte nach Luft. Er wusste ganz genau, dass sie das Schwert extra angefordert hatte. Und jetzt lag es schon wer weiss wie lange im Auto rum. .oO(Sch****!!!) Ohne weiteren Kommentar nahm sie Platz auf dem Beifahrersitz.
Auf der ganzen, recht hektischen Fahrt fluchte er ungehalten über rote Ampeln, das Fahrverhalten der anderen Verkehrsteilnehmer und sonstige Nichtigkeiten. Sie stellte ihre Lauscher auf Durchgang und gab keinen Mucks von sich über seine plötzlichen Bremsmanöver oder dass er etwa am hellichten Tage mit Licht fuhr. .oO(Gaaanz ruhig bleiben!). Mehrmals während der Fahrt tastete sie runter nach dem Schwertknauf und beruhigte sich bei dem vertrauten Gewicht der Klinge. Schließlich fand er dann die Kirche ... naja, es war die falsche.
Irgendwann trafen sie dann bei der richtigen Kirche ein, trotz der von ihm betriebenen Hetze etwa eine halbe Stunde zu früh. Die Hochzeitsgesellschaft kam dann auch irgendwann. Sie kannte von den ganzen Leuten nur etwa ein halbes Dutzend. .oO(Oberflächliches Gesindel!) Ihr wurde die Hand gereicht, aber nur die Fingerspitzen. Sie lächelte kühl und neigte mit größtmöglicher Arroganz das Haupt. Bei einem speziellen Gedanken grinste sie kurz. .oO([Hrefnadis strahlt eine deutlich fühlbare Kälte aus.]) Zu ihrem Entsetzen stellte sie fest, dass alle Frauen ihres Alters entweder gerade geworfen hatten oder sich in anderen Umständen befanden oder beides. Sie war die einzige, die zwar unübersehbar rundlich, aber auch unübersehbar nichtschwanger und mit keiner Göre bewaffnet war. .oO(Ob ich wohl jemals den Vater meiner Kinder noch finden werde? *grummel*)
2. Die Hochzeit
Die Braut erschien. Man flüsterte ihr zu, wie sehr diese denn doch abgenommen habe, um in das Brautkleid zu passen. Sie schaute kurz an sich runter und schätzte die Braut auf etwa das Doppelte ihres eigenen Gewichtes, also so um die 130 kg. .oO(Ein Schweinchen in Spitze und Tüll, wie niedlich. Ich weiss, ich bin fies.) Man gab ihnen allen einen kleinen Zweig mit weißem Band, damit sie auch wüßten, dass sie zu selben Hochzeit gehörten. Damen stecken sich das Teil immer links an, hieß es, sie tat es natürlich prompt rechts und versenkte daraufhin demonstrativ ihren Blick in den gewagten Ausschnitt einer schönen dunkelhaarigen Frau, die ein sexy schwarzes Kleid trug .oO(Und ich durfte sowas nicht anziehen *mecker*)
Schließlich wurde es Zeit, die Gesellschaft betrat die Kirche. Unversehens sah sie sich dem Heiligen Georg gegenüber, der den Drachen tötet. .oO(*hmpf*) Darunter befand sich auf dem Seitenaltar ein wirklich gelungenes Bildnis des Erzengels Michael, der mit hoch erhobenem Flammenschwert aus dem Bild zu stürmen schien, um die Ungläubigen niederzumachen. .oO(Komm, gibs mir Süßer, trau Dich!) Außerdem waren locker im Altarraum Statuen verschiedener Märtyrer verteilt, die in allen möglichen Posen grad so vor sich hin starben. .oO(Wie konnte man damit eigentlich vernunftbegabte Menschen zum Christentum bekehren?)
Der Gottesdienst begann. Sie als erprobte Kirchengängerin wusste, wann man aufstehen, sich hinsetzen usw. musste und tat das alles brav. Bei den Liedern drehten sich einige erstaunt zu ihr rum. .oO(Jo, ich bin Heidin und kann die Kirchenlieder singen, und ich habe ne 7-jährige Gesangsausbildung! *grins*) Schließlich führte der Priester die doch recht anrührige katholische Trauzeremonie durch. Die Geschichte, die er zur Hochzeit vortrug, stand ausnahmsweise nicht in der Bibel, sondern war ein wunderschönes Gleichnis über Licht und Schatten. Sie lauschte aufmerksam, als neben ihr sinnloses Geschwätz von ihm und seiner Nachbarin erklang. Mit einem wütenden Zischen verschaffte sie sich Ruhe. .oO(Mönsch, der Kerl da vorne redet einmal was Vernünftiges und ihr wisst das nicht zu schätzen!) Als sie dann noch flüsternderweise gefragt wurde, welcher der Apostel - Paulus oder Petrus - geköpft wurde, flippte sie fast gänzlich aus und starrte ihn dafür nur in Grund und Boden. .oO(Lies gefälligst selber mal die Bibel und die Apokryphen, Katholik!)
So, das Brautpaar wurde verheiratet und danach erfolgte das gemeinsame Abendmal. Sie stand stolz in der Kirche und ignorierte Brot und Wein. Auf die Frage, ob sie Evangelin sei, antwortete sie, sie gehöre keiner Konfession an. .oO(Wenn ihr wüsstet ... gut, dass es keine Hexenverbrennungen mehr gibt) Bei dem Gedanken an den Pfarrer seiner Heimatgemeinde musste sie lächeln. Er hatte sie doch glatt zur Beichte überreden wollen. Sein Gesicht hätte sie nach bestimmt einigen Stunden doch gerne gesehen, vor allem, wenn sie ihm gesagt hätte, dass sie nur maximal 20% ihrer Sünden wirklich bereut und einige gerne auch wieder mal betreiben würde. .oO(*in Gedanken dahinschmelz*)
3. Die Feier
Nachdem nun die beiden Brautleute glücklich unter der Haube waren, gings zum Feiern aufs Land hinaus, in die tiefste bayrische Provinz. Er behauptete, er kenne den Weg, natürlich verfuhren sie sich wieder. In der Gastwirtschaft dann doch angekommen, stellte sie mit Schrecken fest, dass die unterhaltenden Musiker „Flamingos“ hießen. Und ihr Name war Programm. Die ankommende Hochzeitsgesellschaft wurde mit einer Ziehharmonika-Einlage beglückt. Sie drückte sich panisch an die nächste Wand. .oO(Mein Gott, heute ersparst Du mir wohl gar nichts! Wo ist das Katana?) Sie hoffte, es könne nicht mehr schlimmer kommen und ergab sich dem allgemeinen Trubel. .oO(*würg*) Doch es kam schlimmer. Eine Stunde später wurde sie gezwungen, Polka zu tanzen, sie flüchtete von der Tanzfläche. Bei der unvermeidlichen Polonäse schloss sie sich auf der Toilette ein. Und gegen Ende der Feier sah sie die ausser Rand und Band geratene Gesellschaft zu „Oh Baby“ und „Anton aus Tirol“ durch den Saal fegen, einschließlich der Braut. .oO(Massen in Bewegung ..) Von den verschiedenen kleineren Abschweifungen „Es gibt kein Bier auf Hawai“ mal ganz zu schweigen. .oO(Ich will hier raus! *hoil*)
Von anderen Kleinigkeiten, z.B. dass man auf der Tischkarte ganz gnädig als einzige ihren Nachnamen vergessen hatte .oO(Diese Id*** hätten wenigstens fragen können!) oder dass man ihr während der ganzen Zeit immerzu irgendwelche Kleinkinder in den Arm drückte, mal ganz zu schweigen. Überall in diesem Lokal hingen Bilder glücklich verheirateter Paare. .oO(Ich frage mich, wie viele davon schon glücklich geschiedene sind *rofäl*)
Als es immer später wurde, begehrte sie dann zu gehen. Es waren einfach zu wenige unverheiratete Frauen anwesend, um sich erfolgreich vor dem Werfen des Brautstrausses zu drücken. .oO(Wenn ich das Ding abkriege, renne ich schreiend hier raus!) Sie schaffte es schließlich, ihn zum Gehen zu bewegen. Als sie endlich zu Hause ankamen, nahm sie wortlos das Schwert aus dem Auto und stöckelte damit zum Fahrstuhl. Die Nachbarn, die ebenfalls von einer Feier kamen, schauten etwas perplex. .oO(Ich sollte öfter Angst und Schrecken verbreiten, das macht Spass!)
4. Nachtrag
Etwa eine Stunde später saß sie auf dem Balkon und schaute zu den Lichtern der Stadt. Ihre blonde Mähne lag locker über ihren Schultern, sie lauschte den Klängen von Corvus Corax und entspannte sich langsam. Sie nippte vom heissen süßen Met und schaute auf die blanke Klinge vor sich, die matt im Glanz der Lichter schimmerte. Sie hätte heute so viel Besseres tun können, mit ihren Freundinnen zum Beispiel den nächsten Irish Pub leertrinken .. Sie lächelte und gedachte der Menschen, die sie liebte. Sie vergaß keinen einzigen, dachte an alle. Und sie erinnerte sich, heute mit keinem von ihnen gesprochen zu haben ... Sie seufzte leise. Die Einsamkeit senkte sich über sie. Alle ihre Masken, die sie den Tag über getragen hatte, zerbrachen und eine Träne rann über ihre Wange. Doch sie wusste, irgendwo da draussen waren Menschen, die an sie glaubten. Und das würde ihr Kraft geben, auch den morgigen Tag zu überleben, das Volksfest .. in kompletter Tracht mit seiner gesamten Familie. .oO(würg*) Sie tastete nach dem Kristallanhänger und lächelte. .oO(Es gibt immer noch Hoffnung .. immer .. so lange ich lebe ...)
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Hrefnadis, die Dunkle
Rabenfee
Kind Odins