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Was ist der Mensch

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Dark Luzifer

Ich habe gesehen, dass die Frage nach dem Menschen häufig vertreten aber über viele Verschiedene Themen (die teilweise nichts damit zutun haben) verstreut ist.

Hier könnt ihr euch mit folgenden Themen beschäftigen:

Was ist der Mensch?
Was unterscheidet ihn vom Tier?
Der Mensch als Teil der natur oder ein alles zerstörender Parasit?
Die Taten des Menschen (ggf. im Vergleich zur Tierwelt).
Der Mensch Antike und Gegenwart
Die Frage nach Gott/Seele/Geist.
Die menschlicht Vernunft (ist aber schon in "Die menschliche Intelligenz" vertreten)
Der Mensch im Bezug auf seine Umwelt/Welt.
Wie geht es weiter.
Und alles was euch sonst zum Thema Menschsein/Anthropologie einfällt.

Es ist OK die Meinung eines anderen zu kritisieren, doch seid bitte fair. Beleidigt niemanden und macht nach Möglichkeit keine Meinung schlecht.



geschrieben von: Menedemos

Das ist eine sehr umfassende Frage, bei der ich fürchte, daß sie nicht sinnvoll in einem Thread abgehandelt werden kann. Zumal sind Teilaspekte schon öfter diskutiert worden. Aber warten wir mal ab, wie der Thread sich entwickelt.

Im übrigen kann ich dir einen Großteil der Antworten schon vorhersagen: Der Mensch unterscheidet sich in nichts vom Tier bzw. ist sogar schlechter als dieses, ein Parasit der Erde etc...
Alles (sehr deutsche) Antworten, die im Grunde jedes Verbrechen gegen die Menschlichkeit rechtfertigen und in einer unseligen Vergangenheit bereits gerechtfertigt haben.
Antworten, die den Einzelnen von seiner Verantwortung entlasten, die er im Gegensatz zum Tier für die Erde wahrnehmen kann und jegliches "tierisches" Verhalten und Benehmen legitimieren.
Antworten, die Darwin falsch interpretieren und letztlich für den heutigen Raubtierkapitalismus und den abstoßenden Materialismus verantwortlich sind, weil beide angeblich nur "natürlich" sind.

In Wirklichkeit sollte man Darwin als Chance nehmen: Die Evolutionstheorie hat vielmehr den tierischen Teil des Menschen aufgezeigt, so daß wir die bessere Chance haben, diesen zu überwinden.
Daß die meisten Menschen dies allerdings gar nicht erst versuchen (wollen) und daß die meisten Tiere sozialere Umgangsformen pflegen als viele Menschen - beides ist und bleibt natürlich wahr.



geschrieben von: Gr. Gaulichter

ich denke auch, du solltest dich auf einen aspekt beschränken. wie und ob sich menschen vom tier unterscheiden wurde schon oft besprochen.

so blöd das jetzt klingen mag: auch parasiten sind teil der natur.

wäre vielleicht ganz nett, wenn du uns mal eine (nicht zwangsläufig deine) meinung diskursiv näher brächtest. so aus dem stehgreif auf alles zu antworten find ich jetzt weniger prickelnd. ;)

gg.grüße



geschrieben von: Dark Luzifer

Man muss nicht alle Aspekte abarbeitn. Sondern nur das was einen interessiert. Die Aspekte sind nur Beispiele in welche Richtung die Diskussion gehen kann.
Meine Meinung ist sehr umfangreich (ich habe darüber eine Art Facharbeit in Philosophie geschrieben), aber ich werde später in einer gekürzten Fassung bringen.



geschrieben von: Dark Luzifer

Meiner Meinung nach hat sich der Mensch von der Natur entfremdet. Somit ist er nicht fähig in der Natur zu überleben und erschafft sicht seine eigene Welt {Kultur, Zivilisation (wer sich näher mit dem Thema beschäftigen will sollt „Der Mensch als Mängelwesen“ von Gehlen lesen)}. Da ihm auch sämtliche Instinkte fehlen, erschafft er sich „Weltentwürfe“ (siehe Uexküll), also Vorstellungen wie er zu leben bzw. nicht zu leben hat.
Die ersten Weltentwürfe werden dem Menschen (von Eltern und/oder der Gesellschaft) anerzogen. Somit ist der Mensch and diese gebunden und verbringt sein ganzes Leben damit sie zu be- oder zu widerlegen. Dies lässt darauf schließen, dass dem freien Willen des Menschen Grenzen gesetzt sind. Sein freies Denken wird durch Weltentwürfe gehemmt und er ist an seine Welt gebunden da es keine andere Welt gibt in die er gehen kann. Somit ist der Mensch, da er durch die z.T. selbstauferlegte Bindung an seine Weltentwürfe und durch Mangel an Alternativen gebunden ist, ein Gefangner seiner Welt.



geschrieben von: Gr. Gaulichter

der wille eines menschen kann nur soweit reichen, wie seine kenntnis reicht. zur last legen möchte ich das keinem menschen, denn ich erachte es als unmöglich, von allem zu wissen.


"Die ersten Weltentwürfe werden dem Menschen (von Eltern und/oder der Gesellschaft) anerzogen. Somit ist der Mensch and diese gebunden und verbringt sein ganzes Leben damit sie zu be- oder zu widerlegen. Dies lässt darauf schließen, dass dem freien Willen des Menschen Grenzen gesetzt sind. Sein freies Denken wird durch Weltentwürfe gehemmt und er ist an seine Welt gebunden da es keine andere Welt gibt in die er gehen kann. Somit ist der Mensch, da er durch die z.T. selbstauferlegte Bindung an seine Weltentwürfe und durch Mangel an Alternativen gebunden ist, ein Gefangner seiner Welt."

nur weil sie anerzogen sind, müssen sie nicht zwingend lebenslänglich binden, vor allem dann nicht, wenn der mensch sie für sich widerlegt hat. im zuge der widerlegung richtet er sich nach anderen entwürfen, die von irgendwo her ja gekommen sein müssen. er hat sein weltbild erweitert mithilfe des elterlichen weltbildes, das ihn nämlich dazu befähigte, ein anderes weltbild zu erkennen oder zu generieren. somit muss man nicht zwangsläufig von einer hemmung des willens sprechen. um es mal ganz einfach zu machen: entweder ist man für etwas oder dagegen, was an sich zwei weltentwürfe entspricht. entweder ich befürworte alkohol oder ich bin dagegen... und da weltentwürfe nicht immer so einfach sind, sondern aus vielen aspekten bestehen, wählte ich vorhin "generieren", denn mensch beschäftigt sich mit vielen aspekten und wählt für sich nach seinen erfahrungen aus, wie er sie einordnet und mit den anderen in verbindung bringt. ich würde das alles nicht so arg sehen. im grunde sagst du ja, der mensch sei unfrei, weil er nichts weiß. vielleicht wäre er aber viel "unfreier", wenn er alles wissen würde, da er nämlich dann eine beste lösung nicht zustande bringt.

gg.grüße



geschrieben von: Joan Eric Tanat

Erst einmal kurz meine Meinung ÜBER dieses Thema ("Was ist der Mensch"). Es ist ohne Zweifel ein großes Thema, und die Frage, ob es nicht besser wäre, es in einzelne Aspekte aufzugliedern, ist nachvollziehbar. Dennoch gefällt es mir, daß Dark Luzifer hier mal umgekehrt verfährt, indem er schon in anderen Threads behandelte Teilaspekte der Problematik zusammenfaßt. Dies macht gerade den philosophisch prädestinierten Menschen aus, daß er den tausenden Einzelfragen auf den Grund geht und dabei DAS GRUNDSÄTZLICHE PROBLEM erkennt.

Dieser Thread bietet damit die ausgezeichnete Möglichkeit, die "Geschichte mit dem Menschen" mal auf einen Punkt zu bringen, soweit das möglich ist. Für die Details können ja trotzdem andere Threads genutzt werden.

Was der Mensch ist, das können wir am deutlichsten an den großartigsten Menschen sehen, die es zu allen Zeiten gegeben hat. Der Mensch ist – im Unterschied zum Tier – Weltüberwinder. Die höchstentwickelten Menschen-Exemplare sind sehr wohl in der Lage, im Einklang mit der Natur zu leben. Um voll zu erfassen, was der Mensch ist, müssen wir erst mal DER MENSCH werden. Was hätten wohl die Urmenschen für eine Antwort auf diese Frage gefunden? Sicherlich eine Antwort, die wir heute belächeln würden.

Wenn die anderen Lebewesen auf der Erde weiser leben, als wir Menschen, indem sie nicht ihr eigenes Grab schaufeln, sollten wir vielleicht mal erforschen, worin ihre Weisheit besteht. Wir können heute fliegen wie die Vögel. Wer sagt, daß wir nicht auch weise wie die Tiere sein können?
MENSCH ist einer, der sich entwickelt. Es ist nicht das Ende abzusehen. Es ist richtig, der Mensch macht viele Fehler. Aber steht er nicht auch vor ungeheuren Problemen, so daß man ihm verzeihen kann? :rolleyes:



geschrieben von: Gr. Gaulichter

@Joan Eric Tanat
also in der art - um mal wieder beim tier anzukommen -: der mensch als wesen ist durch das, was er als mehrwert gegenüber dem tier sich zugute hält, weniger noch tierisch, als das tier, er strebt jedoch auf zum tier? da wir nicht wirklich wissen, was ein tier weiß, kann man, so lese ich es bei dir heraus, auch davon ausgehen, dass es alles weiß und deswegen so viel besser lebt/existiert, als der mensch. find ich recht einleuchtend. dann wäre unser "problem" die vermögen, streben zu wollen, es aber nur bedingt zu können.

gg.grüße



geschrieben von: Dark Luzifer

Zitat:
nur weil sie anerzogen sind, müssen sie nicht zwingend lebenslänglich binden, vor allem dann nicht, wenn der mensch sie für sich widerlegt hat. im zuge der widerlegung richtet er sich nach anderen entwürfen, die von irgendwo her ja gekommen sein müssen. er hat sein weltbild erweitert mithilfe des elterlichen weltbildes, das ihn nämlich dazu befähigte, ein anderes weltbild zu erkennen oder zu generieren. somit muss man nicht zwangsläufig von einer hemmung des willens sprechen.


Der Mensch bleibt aber immer noch in seinen Weltvorstellungen gefangen. Ausserdem beziehen sich die "erweitert-erneuerten" Weltvorstellungen und die alten anerzogenen, denn neue Vorstellungen entstehen aus den alten (durch be- oder widerlegen dieser).

@ JET

Interessanter Gedanke, das der Mensch sich die Weisheit des Tieres zunutze macht.



geschrieben von: Gr. Gaulichter

"Der Mensch bleibt aber immer noch in seinen Weltvorstellungen gefangen." - das kann ich nicht widerlegen ;) , wobei hier die frage zu stellen ist, ob er tatsächlich darin "gefangen" ist. denn ein gefängnis ist erst ein gefängnis, wenn man es als gefängnis ansieht. du kennst sicherlich dieses nette bild mit dem pferd in der koppel (berichtigt mich bitte wer, wenn es ein anderes tier war). das pferd steht also auf diesem abgezäunten stück erde und sagt sich: "Traurig, dass ihr alle hinter diesem Zaun leben müsst."

gg.grüße



geschrieben von: Dark Luzifer

@Gr. Gaulichter

Gutes Beispiel mit dem Pferd. ;)
Aber wenn ein Mensch in Gefängniss aufwächst und das als die richtige Welt ansieht, ist er nicht trotzdem in seinen Möglichkeiten beschränkt?



geschrieben von: Gr. Gaulichter

das weißt du - vielleicht. aber im prinzip weißt du noch nicht mal, was er dort für möglichkeiten hat. wo ist das problem, wenn der gefangene es nicht so sieht?

gg.grüße



geschrieben von: Dark Luzifer

Zitat:
Original geschrieben von Gr. Gaulichter
das weißt du - vielleicht. aber im prinzip weißt du noch nicht mal, was er dort für möglichkeiten hat. wo ist das problem, wenn der gefangene es nicht so sieht?



Für den Gefangenen ist das vielleicht kein Problem.
Doch nimmt man ihm die möglichkeit sich zu entwickeln, wenn man seinen Raum einschränkt.
Ist es gut wenn ein Mensch am Entwickeln gehinder wird?



geschrieben von: Gr. Gaulichter

wenn er sich seines gefängnisses nicht bewusst ist, dann wird er auch nicht gehindert, selbst wenn jemand, der außerhalb des gefängnisses lebt, das so sieht und es, wäre er im gefängnis, so empfinden würde. das ist auch, was teile der irakischen bevökerung bei der amerikanischen invasion gefühlt haben: "die meinen, wir wären gefangen. aber wir leben gut, so wie wir leben. wir wollen nicht leben, wie die, die meinen, wir sollen so leben wie sie." - wobei bei den irakern zumindest ja auch noch das wissen der existenz eines anderen weltbildes anzutreffen ist, was beim gefangenen, der nix von seinem gefängnis weiß, ja nicht der fall ist.

gg.grüße



geschrieben von: Dark Luzifer

Zitat:
Original geschrieben von Gr. Gaulichter
wenn er sich seines gefängnisses nicht bewusst ist, dann wird er auch nicht gehindert, selbst wenn jemand, der außerhalb des gefängnisses lebt, das so sieht und es, wäre er im gefängnis, so empfinden würde. das ist auch, was teile der irakischen bevökerung bei der amerikanischen invasion gefühlt haben: "die meinen, wir wären gefangen. aber wir leben gut, so wie wir leben. wir wollen nicht leben, wie die, die meinen, wir sollen so leben wie sie." - wobei bei den irakern zumindest ja auch noch das wissen der existenz eines anderen weltbildes anzutreffen ist, was beim gefangenen, der nix von seinem gefängnis weiß, ja nicht der fall ist.




Ich finde nur der Mensch sollte immer die Möglichkeit haben sich bestmöglichst Entwickeln zu können. D.h. ihm sollt die möglichkeit gegeben werden sich außerhalb des Gefängnisses zu entwickeln. Man darf ihn aber nicht dazu zwingen.



geschrieben von: Gr. Gaulichter

zum beispiel möchte ich meine freiheit dadurch entwickeln, dass ich unliebsame menschen mit waffen um ihr leben bringe, weil meine weltanschauung davon ausgeht, dass nur die für das leben geschaffen sind, die die waffen bedienen können. oder für die, die über 1,90 m groß sind. oder arisch. oder christlich. (anm. vor allem für einen P., der hier vielleicht mitliest: nein, das ist nicht mein, sondern dient bespielhaft und überspitzt dazu, zu zeigen, was das bewusstsein der eigenen freiheit anrichten kann)

was du sagst, ist vernünftig. ich denke, wir gehen jetzt auch zu sehr auf den begriff des gefangen-seins ein. ich stimme mit dir überein, dass der mensch in der ausprägung seines weltbildes nicht gehindert sein sollte, dass aber dieses weltbild sich daran orientieren muss, dass alle menschen gleich sind.

gg.grüße



geschrieben von: Dark Luzifer

Stimmt, aber wir schweifen ein bisschen ab. zugegeben das mit den "Weltentwürfen" ist ein interessantes Thema und wem noch etwas dazu einfällt, kann das hier zu Ausdruck bringen.
Aber eingentlich solltet ihr hier schreiben was den Menschen ausmacht.
Meiner Meinung nach ist das gefangen sein typisch für einen Menschen.



geschrieben von: Joan Eric Tanat

Was der Mensch eigentlich ist, das ist gerade das, was man an ihm gar nicht sehen kann, es sei denn man hat Augen dafür. Der Mensch ist sein Gesetz, darum ist er frei. Menschsein ist schon etwas, das kann wohl nicht abgestritten werden. Der Mensch ist kein Stein, keine Pflanze, kein Tier und kein "Außerirdischer", wenn er auch von dem allen ein bißchen in sich hat und mit allem, was ist, verwandt ist.

Der Mensch ist ein Erkenner, aber nicht jeder Erkenner kann als Mensch bezeichnet werden. Denn der Mensch ist nicht nur ein Erkenner, er ist auch ein Verwirklicher, weshalb er einen Körper hat. Der Mensch hat einen Willen, der auf ganz bestimmte Dinge ausgerichtet ist. Die Beschaffenheit seines Körpers, aber auch die Beschaffenheit seiner Welt sind Ausdruck seines Willens. Es mag auch körperlose Erkenner geben, die sehen, doch nie gesehen werden. Der Mensch erkennt nicht irgendwie. Sein Erkenntnisvermögen ist das geistige Gegenstück zu seinen Wahrnehmungsorganen (Getast, Gehör, Gesicht usw.) und zu seinem Denkapparat (Gehirn). Wie diese Organe organisiert sind, so sind sein anschauliches und abstraktes Denkvermögen beschaffen.

Der Mensch ist ein bizentralperspektivischer Stereo-Farben-Seher, ein Bizentralhörer, ein Am-und-im-ganzen-Körper-tastempfindender, ein Zungenschmecker und Binasenlochriecher, ein Begriffe- und Bilder-Denker, ein Intuitiver und mit weiteren Sinnen Wahrnehmender, ein Weltgestalter und Welterkenner. Er ist Erdbewohner und Erdgefährder, ein begnadeter Fehlermacher und ein Fehlerwiedergutmacher. Seine Fähigkeiten, sich frei im All zu bewegen sind teilweise noch begrenzt. Er ist Weitblicker, aber Kurzflieger. Er kann weiter denken als blicken, weiter blicken als hören, weiter hören als tasten. Er ist sich ein lösbares Problem, er ist Problemlöser. Er ist ein heiliger und heilender Sünder. Er ist Täter und Opfer. Er liebt den Frieden und führt Kriege.

Er kann nicht nur von den Tieren lernen. Er lernt von allem. Vom Holz lernt er, wie Holz zu sein, leicht, brennbar, Wärme und Licht spendend, als Möbel dienend. Vom Stahl lernt er, wie Stahl zu sein, hart und doch ein wenig elastisch, metallisch glänzend, als Waffe und Werkzeug dienend. Vom Granit lernt er, wie Granit zu sein, hart, unnachgiebig und zerbrechlich. Vom Gummi lernt er, wie Gummi zu sein, elastisch dehnbar und nachgiebig, die ursprüngliche Form immer wieder annehmend, weich. Er lernt von Tieren, Pflanzen und allem, was es sonst noch für ihn gibt. Die Weisheit findet er überall, in sich und um sich herum. Er ergründet sie. Er ist ein Philosoph. :D



geschrieben von: Dark Luzifer

Als ist Erkenntnis das was den Menschen ausmacht!

Klug gedacht, wenn man bedenkt dass bei Tieren alles Instinkt gesteuert ist glaube ich kaum, dass sie sich Gedanken machen wie die Welt so funktioniert.

Ich glaube aber, dass auch der freie Wille typisch menschlich ist, denn wenn bei Tieren alles die Instinkte regeln, haben sie keinen freien Willen.



geschrieben von: ShadowMatter

Die Anthropologie ist anthropozentrisch, sie ist nur auf einen Spezialfall konzentriert, und unfähig, wirklich grundlegende Erkenntnisse zu ermitteln.

Die Spezies ist eine Tierart wie jede andere auch. Aber während die Ameisen eben nur aus Ästen ihre Bauten errichten, benutzt der Mensch gleich Beton und Stahl, und macht alles ein paar Nummern größer. Auch ist der Mensch nicht wirklich freier als ein Tier, seine Intelligenz ist nur soweit ausgeprägt, dass er seine Triebe etwas besser unter Kontrolle halten kann. Dennoch ist sein Denken in der Praxis immer oberflächlich. Der Mensch ist auch nicht weiser als ein Tier. Ein Tier handelt nur aus Instinkt, Intellekt gibt es da nur in sehr kleinen Maßen, der Mensch verfügt wie gesagt nur über ein anderes Verhältnis dieser beiden Antriebe.

Die Anthropologie geht davon aus, dass es eine klare Grenze zwischen Mensch und Nicht-Menschlich gibt. Doch wo fand der Übergang zwischen Tier und Mensch statt? Und wird es irgendwann nicht auch - infolge technologischer Entwicklung, Genmanipulation, etc. - einen Übergang vom Menschen in eine andere materielle Form geben?

Was würde die Anthropologie sagen, wenn sie mit künstlicher Intelligenz konfrontiert wäre (nicht unwahrscheinlich, eines tages) oder mit einer extraterrestrischen Kultur (halte ich für unwahrscheinlich).

Schlimmer noch, die heutige Forschung tendiert immer mehr dazu, die Unterscheidung zwischen lebendig und tot aufzugeben, da man immer stärker auf Grenzbereiche trifft, in denen sich diese Begriffe nicht anwenden lassen.

@Dark Luzifer
Was den menschlichen "freien Willen" angeht, Schopenhauer hat dazu sehr interessantes geschrieben.



geschrieben von: Dark Luzifer

@ShadowMatter

Was Schopenhauers Meinung zum "Freien Willen" angeht, so habe ich schon in den "Schiksalsgesetzen" dazu geschrieben das ich die Meinung kanne, sie aber nicht teile. (Deskartes und Kant haben dazu auch "sehr interessantes geschrieben").

Ich finde dass der Heuptunterschied zwischen mensch und Tier derjenige ist, dass Menschen keine Instinket hat (siehe Gehlen, Uexküll) und braucht deshalb Lebensvorstellungen. Ein Tier ist ganz an seine Instinkte gebunden der Mensch kann aber entscheiden ob er seinen Wünschen nachkommt oder nicht. Außerdem kann sich der Mensch die Folgen seiner Taten Vorstellen.



geschrieben von: Joan Eric Tanat

ShadowMatter: "Die Spezies ist eine Tierart wie jede andere auch."

Der Mensch unterscheidet sich grundlegend vom Tier. Er ist kein Tier. Hast Du schon einmal ein Tier gesehen, das einen "David mit der Steinschleuder" aus einem Stein haut oder eine "Sixtinische Madonna" malt oder Flugzeuge baut und damit fliegt oder eine Philosophie erdenkt oder eine Eiskunstlaufvorstellung gibt oder Atomwaffen erfindet und baut oder mit U-Booten den Meeresgrund erforscht oder mit Satelliten die Erdoberfläche scannt und hochpräzise Landkarten herstellt oder Sinfonien komponiert oder ein Elektronenmikroskop bzw. Spiegelteleskop erfindet oder Geschichtsbücher schreibt? Der Mensch ist kein Tier. Der Mensch kann nicht nur tiefgründiger denken als jedes Tier und Weisheit erlangen, er kann überhaupt erst begrifflich und abstrakt denken. Seine Vernunft ist eine völlig neue Dimension von Erkenntnisvermögen, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft überblickt. Der Mensch ist aber nicht nur intellektuell und geistig dem Tier überlegen, sondern auch in seiner Verwirklichungsvielfalt und in seinem Gefühlsreichtum. Der Mensch ist grausamer und heiliger als jedes Tier. Er ist in der Lage, die Welt zu überwinden. (Siehe A. Schopenhauer.) Die Tiere nicht. Der Mensch trägt in viel höherem Maße Verantwortung. Das Tier ist geführt (was wir Instinkte nennen). Der Mensch muß allein sehen, daß er klarkommt.

Zwischen Mensch und Nichtmensch gibt es klare Grenzen, die Menschwerdung spielte sich in einer geschichtlich kurzen Zeit ab. Es war ein unglaublicher Entwicklungssprung. Es kam etwas hinzu, das den Menschen grundlegend vom Tier unterscheidet. Selbst wenn der Mensch aus einem Tier hervorging, so ist das Wesentliche doch das Neuhinzugekommene.

ShadowMatter: "Und wird es irgendwann nicht auch - infolge technologischer Entwicklung, Genmanipulation, etc. - einen Übergang vom Menschen in eine andere materielle Form geben?"

Das ist Spekulation. Genmanipulation wäre dazu sicherlich das primitivste Mittel, von dem ich überhaupt nichts grundlegend Neues erwarte. Der Mensch ist nicht einmal in der Lage, eine Ameise nachzubauen – aber er will einen neuen Menschen erschaffen. Welcher Größenwahnsinn!

Wenn Anthropologie mit einer extraterrestrischen Kultur konfrontiert wäre, würde dies sicherlich neue Erkenntnisse über den Menschen bringen, da neue Vergleichsmöglichkeiten hinzukämen.

Was den freien Willen anbetrifft, stimme ich Dir zu. Schopenhauer hat klar und deutlich dargestellt, daß der Mensch objektiv willensunfrei ist. Der Mensch kann zwar tun, was er will. Aber sein Wollen entspricht stets seinem inneren Gesetz bzw. Charakter.



geschrieben von: Dark Luzifer

Zitat:
ShadowMatter: "Und wird es irgendwann nicht auch - infolge technologischer Entwicklung, Genmanipulation, etc. - einen Übergang vom Menschen in eine andere materielle Form geben?"


Ich kann mir denken, dass der Mensch irgendwann eine Evolution auf geistiger Ebene durchmachen wird und geistig zu einer Art Über-Mensch wird.
Im Moment ist aber leider ein Ukehreffekt da.:(



geschrieben von: Anaximander

Zitat:
Das ist Spekulation. Genmanipulation wäre dazu sicherlich das primitivste Mittel, von dem ich überhaupt nichts grundlegend Neues erwarte. Der Mensch ist nicht einmal in der Lage, eine Ameise nachzubauen – aber er will einen neuen Menschen erschaffen. Welcher Größenwahnsinn!

Da wäre ich mir nicht so sicher. Oder ich würde zumindest mit diesem Urteil noch ein paar Jahrhunderte abwarten.

Immerhin liegt die Entdeckung der DNA gerade mal gut 50 Jahre zurück. Selbst an der menschlichen Geschichte gemessen ist das kaum ein Atemzug. An unseren heutigen Möglichkeiten kann man also noch kaum ablesen, wohin uns die Genomforschung noch bringen wird. Ebenso wie Leibnitz, als er seine mechanische Rechenmaschine gebaut hat, noch keine Ahnung vom heutigen Computerzeitalter haben konnte. Und dafür, dass die Erforschung der DNA erst seit 50 Jahren möglich ist, sind die Fortschritte - je nach Sichtweise - beachtlich oder beunruhigend: Das menschliche Genom wurde komplett dechiffriert, Nutzpflanzen können bereits genetisch verbessert werden, Medikamente wie Insulin werden in genetisch veränderten Bakterien produziert, man hat bereits hunderte Mechanismen und Funktionen innerhalb der DNA aufgedeckt, unzählige Merkmale und Erbkrankheiten konnten schon im Genom lokalisiert werden und lassen sich mit Tests nachweisen, die ersten Klonversuche an Tieren sind erfolgt - usw.

Das alles ist natürlich noch weit von all dem entfernt, was im Moment noch zur Science Fiction zählt. Mit Sicherheit werden wir es auch nicht mehr erleben, dass Debatten über Eingriffe in das menschliche Genom mit irgendeinem realen Bezug geführt werden.
Dennoch: Die DNA ist letztlich auch nur ein sehr komplizierter Code, der nach verstehbaren Regeln aufgebaut ist und dem Menschen ab jetzt grundsätzlich zugänglich ist. Ich denke, es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis das Verständnis ausreicht, um gezielte Manipulationen zu ermöglichen. Ich glaube sogar, die Möglichkeit der Genmanipulation am Menschen ist eine der am sichersten prognostizierbaren Errungenschaften der Zukunft.

Du schreibst, Genmanipulation ist das primitivste Mittel. Da wäre meine Gegenfrage: Was kommt denn sonst als Mittel in Frage? Die kulturelle Evolution, auch "geistige Entwicklung" genannt, ist letztlich an die biologische Kapazität des Hirns gebunden. Du kannst immer mehr Fakten anhäufen, immer neue Romane, Symphonien, philosophische Systeme aushecken... aber das Wesen des Menschen bleibt dabei letztlich gleich.



geschrieben von: Joan Eric Tanat

Genmanipulation ist Manipulation von etwas, das der Mensch nicht geschaffen hat und auch nicht in der Lage ist zu schaffen. Selbst wenn er in der Genmanipulation weit fortgeschritten ist, ist er im Verhältnis zum "Konstrukteur" der Tiere und Menschen unglaublich primitiv. Und seine größte Dummheit ist, daß er dies bis heute nicht einzusehen scheint. Der genmanipulierende Naturwissenschaftler ist kurzsichtig. Er sieht seinen augenblicklichen Erfolg, ist jedoch völlig ahnungslos, was die weiteren Folgen seiner Manipulation anbetrifft. Denn er kann das kausale Gefüge der Welt immer nur bis zu einem bestimmten Grade erkennen. Vor 50 oder 100 Jahren dachte man auch, den endgültigen Fortschritt erreicht zu haben und erst recht denkt man es heute. Aber müssen wir diese Fortschritte nicht büßen? Gerade unsere wissenschaftlichen und technischen Fortschritte haben uns an den Rand der Vernichtung gebracht. Weiter so!

Natürlich sind die Möglichkeiten des Menschen reizvoll. Wer versteht das nicht. Doch denke ich, daß wir – bevor wir die Genomforschung weiter forcieren – den Pflanzen, Tieren und Menschen die nötige Achtung und Liebe schenken sollten. Sie sind nämlich nicht nur auf der Welt, um uns immer besser zu dienen. Bevor wir sie weiter ausbeuten, sind wir erst mal an der Reihe, ihnen zu dienen. Tun wir dies nicht freiwillig, werden wir schon bald dazu gezwungen sein. Es gibt nämlich noch andere Gesetze als die, welche der Naturwissenschaftler beäugt.

Anaximander: "Die kulturelle Evolution, auch "geistige Entwicklung" genannt, ist letztlich an die biologische Kapazität des Hirns gebunden."

Das ist die naturwissenschaftliche Sicht. Und die Naturwissenschaft irrt sich. Bei Bedarf wird das Gehirn so umgestaltet, daß es den Zwecken seines Besitzers besser entspricht. Außerdem hat der Mensch auch noch ein Herz usw. Man sollte das Gehirn nicht überbewerten. Der Mensch ist wesentlich mehr als sein Gehirn. Natürlich sieht der Naturwissenschaftler am besten das, was er gerade für sich entdeckt hat.

Anaximander: "Du schreibst, Genmanipulation ist das primitivste Mittel. Da wäre meine Gegenfrage: Was kommt denn sonst als Mittel in Frage?"
Bevor ich in den Genen eines Lebewesens herumstocherte, würde ich erst einmal versuchen, selbständig eine Pflanze oder ein Tier zu "bauen". Die Naturwissenschaftler machen immer große Worte über ihre Errungenschaften. Dabei können sie nicht einmal das primitivste Lebewesen nachbauen, geschweige denn, selbst eins gestalten. Was ihnen am meisten mangelt, ist die Ehrfurcht vor dem Leben. Ist es nicht schwachsinnig, die Natur verbessern zu wollen, noch ehe man sie begriffen hat? Zuerst einmal kommt somit ein tieferes Verständnis für die Natur in Frage. Nichts gegen die Wissenschaft, aber die menschliche Ethik ist genauso wichtig. Das aber nur nebenbei. Es gehört meiner Meinung nach nicht zu diesem Thema, weil es eine politische Frage ist und hier ja philosophisch beleuchtet werden soll, was der Mensch ist.

So sehr der Mensch ein eigenständiges Wesen ist, so sehr ist er auch mit der Erde und der Natur verbunden. Er ist abhängig von Erde und Natur. Er wird von ihnen ernährt wie ein ungeborenes Kind durch die Nabelschnur der Mutter. Der Mensch ist auch immer Teil eines größeren Ganzen.

Der Mensch ist das Wesen, welches für Naturzerstörungen ungeheuren Ausmaßes verantwortlich ist, zumal er sich für das höchstentwickelte Wesen weit und breit hält (genau wie die Gemeine Stubenfliege übrigens). Der Mensch ist noch mehr als "nur" Naturwissenschaftler.



geschrieben von: Dark Luzifer

Ich stimme JET zu.
Der Mensch kann nicht (wie Gott) aus dem Nichts erschaffen. Seine ganzen versuche immrer "göttlicher" zu werden verlaufen ins Nichts. So sind jetzt die Gefahren der Genmnipulation bei weitem größer als deren Nutzen. Was das Klonen angeht, so ist dieser Versuch Leben zu schaffen, wirklich sehr zweifelhaft. Die Gefahren von diesem kann man am besten in dem Buch "Dublic No 7" und in dem Film "Gattika" sehen.
Somit sollte der Mensch seinen gefährlichen Ehrgeiz und seinen hochmütige Selbstüberschätzung zurechtstutzen und zusehen wie er seine aktuelle Umwelt verbessern kann.

Zitat:
"Die kulturelle Evolution, auch "geistige Entwicklung" genannt, ist letztlich an die biologische Kapazität des Hirns gebunden."


Mag sein, aber bedenke wie weit sich der Mensch entwickeln könnte, wenn er jetzt weniger als 20% seines Gehirns nutzt!!!
Der Mensch sollte versuchen sich nicht durch Eingriffe von Außen zu entwickeln, sondern seine naturgegebenen, jedoch unvollständig ausgeprägten Eigenschaften zu erweitern.



geschrieben von: Kato

ich hab jetzt keine zeit mein gehirn anzustrengen,aber wenn du eine antwort auf deine fragen willst, dann kauf dir ein philosophiebuch der klasse 11, da wird das thema behandelt



geschrieben von: Megin

Die Frage "Was ist der Mensch" beschäftigt mich schon seit geraumer Zeit, vorallen Dingen, wo kommen wir her und wo gehen wir hin. Ich meine das nicht im biologischen Sinne.
Der Mensch und sein Bewußtsein und die daraus resultierenden Effekte, wie Erfahrung, Gefühle, Handlungen ......
Wenn ich mir die menschliche Entwicklung der letzten Jahrtausende so anschaue, werde ich das Gefühl nicht los, dass wir mit Ausdauer dabei sind, uns den Ast auf dem wir sitzen selbst abzusägen. Warum ist das so? Viele Hochkulturen sind gekommen und gegangen. Kriege mit ihren schrecklichen Verwüstungen habe ganzen ethnische Völkerstämme ausgelöscht, um eine vermeintlich höher gestellte Kultur zum Tragen zu bringen, aber waren die neuen Kulturen wirklich besser oder nur anders schlecht.
Es gibt den vermeintlichen Fortschritt auf dem Gebiet der Technik aber welchen Nutzen bringt er der Menschheit. Wir rotten die Natur aus, veranlassen mit unserem Tun das Lebewesen aus der Natur unwiederbringlich verschwinden. Wir kämpfen vehement
gegen die Gesetze der Natur und schneiden uns damit den Faden zur eigenen Existenz ab. Warum ist das so? Wer gibt uns das Recht naturell bedingte Lebensabläufe zu ignorieren und zu verändern?
Wie wirkt das kollektive Unterbewußtsein auf die enormen Veränderungen in der materiell menschlichen Entwicklung?
Sind wir überhaupt noch in der Lage uns unseres Ursprunges zu besinnen? Was soll der Mensch auf diesem schönen Planten?
Ist Er eine Laune der Natur, ein Krebsgeschwür der Genesis oder nur ein winziger Teil des Großen und Ganzen?



geschrieben von: Megin

Ich lese immer wieder, der Mensch soll sich entwickeln, er soll die Chance der Entwicklung haben. Aber welche Entwicklung ist denn eigentlich gemeint. Zu was soll sich der Mensch im Gefängnis entwickeln? Wer entscheidet denn, was für den Einen gut ist oder schlecht ist? Wird dies aus der Sicht des Außenstehenden beurteilt oder soll die Sichtweise des Betroffenen bewertet werden. Dazu ist es nötig, diese zu kennen. Ich denke das Individium hat das Problem mit seinen eigenen Gedanken, die Welt eines anderen verändern zu wollen ohne zu hinterfragen, ob es gewollt ist. Ich gehe davon aus, dass keiner als Verbrecher geboren wird und schon gar nicht im Gefängnis. Die Einschätzung, dass jemand im geistigen Gefängnis geboren wird, betrachte ich als die Arroganz desjenigen der urteilt. Jeder Mensch sollte die Chance haben Erfahrungen zu erleben und daraus für sich zu lernen. Sollte er es nicht tun, so ist es auch seine Sache. Manche machen eben die selben Fehler zwanzigmal, ehe es dämmert oder auch nicht. Der andere greift sich schon nach dem ersten Mal an den Kopf.



geschrieben von: Dark Luzifer

Zitat:
Wer entscheidet denn, was für den Einen gut ist oder schlecht ist? Wird dies aus der Sicht des Außenstehenden beurteilt oder soll die Sichtweise des Betroffenen bewertet werden. Dazu ist es nötig, diese zu kennen. Ich denke das Individium hat das Problem mit seinen eigenen Gedanken, die Welt eines anderen verändern zu wollen ohne zu hinterfragen, ob es gewollt ist.


Menschen wollen nicht die Welt eines anderen verändern, sondern "ihre" Welt zu ihren Gunsten gestalten. Natürlich ist es ein Fehler, dies ohne Rücksicht auf Verluste zu tun. Leider hat der Mensch das Problem, dass er kaum noch natürliche Grenzen hat.
Seit Anbeginn der Zeit versucht der Mensch die naturgegebenen Grenzen zu überschreiten und das ist ihm bisher sehr gut gelungen. Er kann heute fliegen, lange Zeit auf und sogar unter Wasser sein, ist (durch das Auto) das schnellste "Tier" und auch sonst ist er der Natur überlegen.
Um nicht in völliger Anarchie zu versinken setzt der Mensch sich selber Grenzen, doch diese zielen überwiegend auf den Vorteil des Menschen aus, zum Schaden der Natur.
Hieran sieht man, dass es der Mensch ist der entscheidet was gut für einen ist oder nicht. Jedoch ist dieser fehlerhaft, wodurch auch seine Entscheidungen Fehler aufweisen. Diese Fehler werden sich vermutlich früher oder später zum Nachteil, wenn nicht sogar zu einer Bedrohung für den Menschen entwickeln.



geschrieben von: Megin

Ich bin schon der Meinung, dass der Mensch im Einzelnen, der Manipulation der anderen unterlegen ist, siehe Werbung, siehe Job, Schule usw. Ich will damit nicht sagen, dass das alles grundsätzlich verkehrt ist. Mit jeder Wissensvermittlung wird doch aber versucht, die eigene Meinung einen anderen zu über-bringen, mit der Absicht, dass diese irgenwie fruchtet, vielleicht auch, um für sich einen Nutzen daraus zu ziehen. Nun kann man sich ja über Ansichten, Meinungen, Werbeslogans streiten, aber im Grunde genommen dient ja alles dazu, den anderen zu etwas zu veranlassen. Das schlimme an der Angelegenheit ist ja bloß, dass die Meisten nicht merken, dass sie "benutzt" werden. Das beste Beispiel für mich ist die Werbung, die uns allgegenwärtig anschreit. Schlimm wird es dann, wenn der Egoismus bei der Vermittlung von Wissen siegt, denn dann kommt das dazu, dass ein persönlicher Vorteil erstrebt wird zu Lasten eines Anderen. Und da gibt es in der Geschichte mehr als genug Beispiele. Jeder Politiker versucht doch mit Meinungsäußerung die Gunst der Wähler zu erheischen. Und ich bin mir sicher, dass das meistens nicht dazu dient, dem Wähler einen Gefallen zu tun, sondern er ist bestrebt sein Machtinteresse durchzusetzen (Ausnahmen wird es vielleicht geben).
In der Geschichte gibt es mehr als genug von derartigen Beispiele. Und dann bin ich mir nicht mal sicher, ob die Auslegung der Geschichte nicht auch manipulierbar ist. Gibt es eine Objektivität, oder ist alles unseren subjektiven Empfindungen unterworfen.?????? Welche Motive auch immer vordergründig sein mögen?????



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von Dark Luzifer

Es ist OK die Meinung eines anderen zu kritisieren, doch seid bitte fair. Beleidigt niemanden und macht nach Möglichkeit keine Meinung schlecht.



Es soll Boardbenutzer geben, die länger hier sind als du und die die Regeln bereits kennen.



geschrieben von: Dark Luzifer

Zitat:
Original geschrieben von Nix
Es soll Boardbenutzer geben, die länger hier sind als du und die die Regeln bereits kennen.


Wenn ich mir so manche Beiträge durchlese ...

Doch das hat nichts mit dem Thema zu tun!



geschrieben von: mephisto23

meiner meinung nach ist der mensch der versuch der natur unsicherheit auszudrücken.

ich denke jeder mensch benutz die personen um einen herum um sich selbst in einer gewissen weiße zu entwickeln und sich zu verändern.

mfg mephisto



geschrieben von: Raytracer

Wärter einer Pumpstation:

oben rein
unten raus...



geschrieben von: Dark Luzifer

Zitat:
Original geschrieben von Raytracer
Wärter einer Pumpstation:

oben rein
unten raus...



Das ist ein physikalisches Gesetz, es nennt sich Erdanziehungskraft und besagt, dass alles was nach oben kommt, irgendwann nach unten muss.

Andersrum wäre es eine Pumpstation.:)



geschrieben von: Exile

Definitionen des Menschen sind IMO müßig und überflüssig. Ich war immer mit der Antwort, dass er ist, und so wie er ist, ist, zufrieden. Verstehen tun wir das ja ohnehin irgendwie, und die Vorstellung einer objektiven Zusammenfassung/Erklärung des Menschen halte ich für unhaltbar. Ich glaube auch nicht, dass es außer den physischen Grenzen für Menschen noch andere Grenzen gibt...





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