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Vampire

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geschrieben von: er

Willkommen im poetischen Almanch zum Thema:

Vampire

Den ständigen Lesern dieses Almanach sei empfohlen den Sprunganker auf das Themenende zu nutzen. Klick auf den Link mit dem entsprechenden Namen RECHTS in der Forenübersicht... letzter Beitrag von -xxx-

Ich wünsche euch nun einen angenehmen Aufenthalt.



geschrieben von: Euryale

Wie das Gefühl der Liebe
umhüllt mich der Hauch der Vampire.
Sie sind´s die Schmerzen, Leid und Kummer bringen,
wenn wir unsren Verstand verlieren,
doch wie die Liebe war und ist,
empfindet man liebliche Gefühle die man nie vergisst.
In der Nacht sind sie zu sehen,
So Zärtlich, sanft und rein,
nur bei Mondlicht sie dich umwehen.
so kann nur Liebe...oder ein Vampir sein.





geschrieben von: Violet

Vampire..... Vampire...
..oh, wie sehr ich diese Wesen liebe. Sie sind der Innbegriff der Liebe mit Verzweiflung und Schmerz, der Sexualität , die so zart und doch schmerzvoll ist,sie sind so schön und unsterblich niemals mit dem Wissen belastet sterben zu müssen. Doch das macht sie wiederum zutiefst traurig, da sie sich nach dem Tode sehnen, da der Welten Schmerz auf ihren Schultern lastet und sie ihm nicht entgehen können. Ach, die allzu grosse Seelenpein bringt viele in den Tod -auch Vampire.
Und ihr Duft ist ein Gemisch aus warmer schwarzer Erde, brausendem Wind mit dem honig-milchigen Hautgeruch mit etwas Blutgeruch.
Sie sind ganz ohne Makel und von unvorstellbarer Weisheit, eine Weisheit der Jahrtausenden , die sie durchschritten haben.
Was für eine Qual- ich sehne mich nach ihnen!

Sehnsüchtigst
Violet



geschrieben von: LacrimaAeternus


Ewigkeit

Ich verliebe mich in die Schoenheit der Nacht
Spuere die infernalische Macht
Brenne in den Flammen der Ewigkeit
Fuer einen Tropfen meines Blutes gabst du mir Unendlichkeit
Wandere durch Raum und Zeit
Doch der Preis war endloses Leid
Verbrenne im Feuer des Hasses
Niemals wirst du mich gehen lassen
Verflucht in alle Ewigkeit
Verflucht durch die Unsterblichkeit
In der Hoelle gefangen
Verbannt in die Dunkelheit
Mein Weg ist zu weit, um ein Ende zu finden
Denn du wirst es verhindern
Wiedergeboren im Tod
Und verloren, trinke ich das Blut




geschrieben von: LacrimaAeternus

Schwarzer Engel

Nachts kommt er und schleicht sich leise an
Zieht alles Sterblich' in seinen Bann
Nur manchmal hörst du des schwarzen Engels Schwingen
Oder das sanfte Dengen der Sensenklingen
Er ist fast gleich dem Schnitter
er unterscheidet sich nur in seiner dekadenten Schönheit
Sein Todeskuss schmeckt bitter
Der Ewigkeit versprochen, keine Rolle spielen Raum und Zeit
In der Nacht jagt er nach Blut
Doch fürchtet die Sonnenglut
Jede Nacht setzt er seine dunkle Reise fort
Mit sanften Schwingen gleitet er von Ort zu Ort




geschrieben von: LacrimaAeternus


Ewigkeit

Fliehe vor mir selbst in meine dunkle Welt
Mein Körper ist gelähmt, spüre keine Schmerzen
Sehe zum schwarzen Himmelszelt
Blut aus meiner Seele, Blut aus meinem Herzen
Selbst Bluttränen fließen von meinen Augen
Ich bringe der Welt den Tod
Jeden Funken Menschlichkeit wird man mir rauben
Das Licht über dem Meer blinkt tödlich rot
Mein Durst wird mit jedem Atemzug stärker
Und ich wünsche mir nichts sehnlicher als zu sterben
Jede Sekunde erscheint mir länger
Doch ich kann einfach nicht aufgeben
Die Unendlichkeit ist zu lang wenn du unsterblich bist
Für immer gefangen in deiner Agonie
Mit der Zeit wird die Reue schwächer und der Mond scheint längst nicht mehr so trist
Wie einst, doch der innere Schmerz stirbt nie




geschrieben von: Violet

Und wenn ich durch die nächtlichen Strassen schreite mit einem sehnsüchtigen Lied auf den Lippen , dann rufe ich nur nach dir. Ach..schaff mich fort von all diesem Tod, trage mich hinweg zum ewigen Leben, durch tod gebracht-durch den Widerspruch.
Unendlich Qualen strömen durch meine Brust und durchjagen mich wie dein Durst der dich treiben muss, immer auf der Such nach der süssen und so würzigen Köstlichkeit.
Oh nimm mich doch , meine Arme sollen deine Ruhestätte sein und deine für mich mein Totenbett.
Deine Schönheit , neben der nichts prachtvoller erscheint ist das was den Mond erstrahlen ist. Nein, es ist nicht die Sonne, Ihre grellen Strahlen versengen-vernichten , sie ist nicht von der unbändigen Schönheit von der jeder spricht.
Lass ab von ihr, sie ist dein Feind und ich will ihrer sein, belohnst du mich mit deiner Liebe, denn meine ist dir gewiss.
Doch immernoch streife ich durch die Strasse, das Lied das dich rufen sollte ist lägst erloschen und starb wie mein Herz, das in meiner Brust zersprang.

Violet




geschrieben von: Diodatis

Violet, nennt uns Vampire!
Ihr, ihr seid spielende Kinder in allem wessen immer ihr mich und meine art beschuldigt, unser Dasein öffnet das letzte Portal, dahinter unsereiner über euch hinauswächst!
Nennt uns Vampire, doch hinter unsren Lidern tosen Geschichten, die ihr nie zu ersinnen vermochtet. Verteidigung kann meiner Worte Sinn nicht sein. Nennt uns Vampire, wir sind, was ihr zu sein nicht wagt. Euer Hassen und Lieben belächeln wir stumm, denn klein pflegt ihr zu lieben und zu leben. Doch wir lächeln im Dunkeln, euch nicht zu beschämen.
Jede eurer kleinen Leidenschaften bekommt hier ein anderes Gesicht. Nennt uns Vampire, wir sind jene verbotenen Träume, die ihr so aber gern verjagtet. Wir sind, was ihr wärt, wärt ihr wahrhaftig!
Nennt uns Vampire, doch in unseren Zähnen spiegelt sich eure Angst, länger als ein Leben in euch selbst gefangen zu sein. .........(v. Alster)

Violet, Wünscht Euch nicht so vereint mit einem der Unsrigen zu sein, denn Eure Qual wird unsere Lust sein im letzten Augenblick, in dem Euer lebloser Körper an der zärtlichen Gewalt unserer Liebe zerbricht. Und ist es doch Euer Wunsch
so soll die ekstatische Leidenschaft Eurer Seele das Letzte sein, was Ihr als Mensch noch verspürt. Aufgenommen werden die, die in Ihrer Art der Unsrigen würdig sind. Und wenn nicht so lasst uns um das Geheimnis schweigen, das Lust und Tod in Einem ist.

Mit dunklem Biss
Swan de Sade





geschrieben von: Violet

Nachkömmling de Sade´s,

Ich habe deinen Monolog in einem anderen Forum gelesen und weiss , wenn auch nur einen geringen Teil, wie du denkst und fühlst. Mich würdest du wohl, eine Romantikerin des 17.Jahrhunderts bezeichnen,(die gerne Rüschen trägt) und ich weiss nicht ob deine Antwort zu meinen Texten Kritik oder Warnung sein sollte. Dennoch möchte ich dir sagen dass deine Worte nicht wahrhaftig sind wenn auch aus ihnen grosse Wahrheit spricht.


Ich spür dein Herz in meinen Adern schlagen , wir sind vereint und doch allein.Der Tod vereinsamt , auch wenn wir uns in den Armen liegen. Doch wisch die Tränen nicht aus meinem Gesicht, ist nicht jede Geburt mit Schmerzen verbunden, mit Tränen, mit Leid?
Verzagen ist die Furcht des Vampirs , der Wahnsinn der Jahrhunderte.Wie soll ich ihm entfliehn wenn du nicht mehr bei mir bist, denn du gehst fort, lässt mich allein verzagen, ja verzagen!
Wie schüttelt man nun die Ewigkeit von meinem Wesen ab wenn ich mich nach dem Tode sehn und er an mir vorüber zieht?
Ich gab mein Herz , meine Seel, und mein Verstand, nur dir , nur dir. Und nun da du gegeangen bist bin ich nichts mehr als banges stummes Fleisch.

Violet............
mit stummen Gruss an den Nachfahren de Sade´s




geschrieben von: Diodatis

Der Schwester im Geiste: Violet,

Und wenn auch weht in letzter Stunde,
Seelenhauch in Sphären ein,
die ich noch atme in der Runde,
so soll der Tod Erlösung sein.
Ein letztes Blicken auf die Sinne,
die erstarren in der Nacht,
bevor ich Kraft dadurch gewinne,
Euer Blut in meiner Macht.
Zuerst die Lippen Euch zu kosen,
dann Eurem Körper zugetan,
in wildem Spiel und wildem Tosen,
Blutesrausch, auch Körperwahn.
Was Euch befriedigt, mich erquicket,
soll das letzte Sinnen sein,
dass je ein Sterblicher erblicket -
zu spät - jetzt seid Ihr längst schon mein.
Wenn Stürme über Kerzen blasen
lege ich Euch sanft zur Ruh.
Vordem belebt durch die Extasen,
Rosen decken Euch nun zu.
Schlaft still gleich enden Eure Schmerzen.
Euer Leben halber Kraft.
Ich lösche nun die letzten Kerzen,
neu belebt durch Euren Saft.
Verzeiht mir diese späte Würde,
Euch die Ehre kund zu tun,
das des Vampires letzte Hürde
ist, in Eurem Schoß zu ruhn.
So verzeiht mir mein Verlangen,
denn eines bleibt gar Seelengleich.
Zu lieben die, die mitgegangen
und stumm erstarren in dem Leich.
Was hier bleibt ist wahrlich Leere
und ginget Ihr nur mit mir fort
als Meinesgleichen. Welche Ehre!
Euch einzuführen in meinen Hord.
(de Sade)

Euren Worten mag ich verzeihen, da ich weis, Eure Seele wird folgen.

In dunkler Demut
Swan de Sade





geschrieben von: Violet

An euch, Nachkömmling de Sade´s:

Kein Windhauch wogt durch das ebne Land, durch das Eisland das niemals zu enden scheint
nur Schneeflocken umtanzen die Nacht,
sie schmelzen nicht mehr auf meiner Haut, die so weiss anzusehen ist wie das Eis das mich umgibt.
So starre ich nun, in meinem Funkelgrab liegend zu den tanzenden und wirbelnden Flocken empor die mein Auge langsam füllen.
Kein Verlangen, kein Schmerz schien jemals mich erfüllt zu haben, so denke ich und warte stumm auf das Schlagen meines doch schon toten Herzens.
Ach wie schwer ist es manchmal die Stille zu ertragen.
Das Universum schaut auf meinen Leichnam, und ich starre zurück, bin unfähig seinen Blicken zu entgehen ,mit meinen festgefrohrenen Augen.
Meine steifen Lippen möchte Worte bilden die dich herbeirufen um die Einsamkeit zu verjagen.
Doch nichts entrinnt ihnen als grausame Stille.
So warte ich auf deinen mich wärmenden Kuss und auf dein altes und mächtiges Blut, und meine Tränen gefrieren mir auf den Wangen.

Im stummen Gruss an dich,Diodatis...
...Violet





geschrieben von: Diodatis

An Violet

Ein Grab aus Eis, nur Winde wogen
wo einst Leben ausgehaucht.
Eures, um die Macht betrogen
und ins tiefe Eis getaucht.
Tränen starr zu Eiskristallen.
Sinnenbrandt in starrer Weh.
Schreie die im Sturm verhallen
Eures Leichnams aus dem Schnee.
Mögen meine Blicke reichen
Euch aus Eurem Grab befrein.
Feuerfunken Eis erweichen
und meine Hände Retter sein.
Ich will Euch tragen durch die Nächte,
durch die Kälte totenstarr.
und selbst wenn es mir Unheil brächte -
tät ichs nicht, wär ich ein Narr.
Bis in des Hortes gleißend Feuer
trag ich Euch, leg Euch zur Ruh
und streichle sanft, das was mit teuer,
deck Euch neu mit Rosen zu.
Ein Biss nur reicht in meine Ader.
Blut das Eure Haut benetzt.
Eure Lippen, Lebenshader
wird nun neu belebt, ersetzt.
Und ist dies Euer größter Wille,
will ichs tun und Retter sein.
Ein erstes Regen nach der Stille.
Jetzt Verehrte seid Ihr mein.
Ich verneig mich Eurer Tränen
streich sie zart und wisch sie ab.
Treffen werden wir uns morgen
Nacht an Eurem neuen Grab.
(de Sade)

Mit stummen Blicken auf Euch Violet
Swan de Sade






geschrieben von: Violet

An Swan de Sade

Und als du mich emporgehoben von meinem eisigen Grab, vergrub ich mein Gesicht in deinen Mantel, ganz dich an deine Brust geschmiegt.Du bringst mich an dem fremden Ort der mir doch Heilung bringt trotz Tod, und ich fange an zu lieben da mir das Herz die Brust erwärmt. So lieg ich nun in deiner Stätte und warte nun auf dein Erscheinen, auf deine zarte Hand die samft den Tränen Einhalt gebietet.
Und auch meine Hand soll zum sanften Pilger werden, der zögernd scheu das Heiligtum berührt, um zu heiligen was heilig ist , um zu fühlen wie das heilige fühlt, um zu sehen ob das heilige erzittern mag vor warmer Hand die von ihm so liecht zerbrochen werden kann.
Meine Lippen formen deinen Namen, sie kosen dich schon , bist du auch fern, und ewig soll die Nacht noch währen, ewig die Verbundenheit.

In stillen Gruss
Violet

P.S.:Ich werde nun für einige Tage deinen Zeilen nicht antworten können, und vermisse sie jetzt schon.
Doch darum möchte ich dich bitten, halte nicht ein und schreibe weiter!



geschrieben von: Diodatis

@ Violet

Eurer Sanftheit nie so würdig,
Eurer Schönheit angetan,
knie ich nieder, so als lebt ich.
Bewege mich in Eurem Bann.
Wenig nur was mir geblieben
dass sich noch erinnern lässt,
wie Leben liebt durch Blut getrieben,
Kälte gegen Herz ersetzt.
Selbst könnt ich es nie beschreiben,
was mich zwingt Euch nah zu sein.
Ein Blick, ein Wort, Gefühle bleiben,
selbst für mich am Totenschrein.
So will ich zärtlich Euch liebkosen,
halten in dem Mondenschein.
Will Blut Euch schenken neben Rosen,
um vereint mit Euch zu sein.
Mein Biss durchdringt in sanfter Liebe
Eure Haut in dieser Nacht.
So warte ich in dem Gefüge,
bis Ihr als neues Licht erwacht.

In stummer Verbundenheit
Swan de Sade





geschrieben von: Violet

An Swan de Sade

Kein Schmerz, kein Leid hab ich erfahren in der Umarmung finstern Samt, hab nur gerochen , den unsterblichen Hauch der Euch umgibt, der mich bezirzt.Oh, ewig mag dieser Augenblick sein, halt ein,rasche Zeit , halt ein. Die zarten blassen Wangen möcht ich küssen und erwärmen, doch wird mein Herzblut das vermögen?
Und wenn ich denn erstanden bin aus Tod und Lebensqual, bin ich deine Schwester , deine Geliebte, deine Gefährtin, gebettet für immer in Rosenglanz.
Nun schlägt auch dein Herz in meiner Brust, wir sind nun eins.Doch wenn die Nacht uns verschlingen mag sind wir allein, die Herzen entzweit?
Ich möcht nicht warten auf diese Stund und möcht auch keine Silb von Euch davon hören, lass mich die alten Narben küssen, lass mich die alten Tränen trocknen und Euch blutige Küsse schenken.

In tiefer Verbundenheit
Violet




geschrieben von: Crysania

Zum Sinn des Almanachs:

Dieser Ort dient LEDIGLICH der Veröffentlichung von lyrischen Texten zum jeweiligen Thema.

Der Almanach ist als eine Art Nachschlage Werk zu verschieden Themen gedacht - UND NICHT FÜR DISKUSSIONEN VORGESEHN.

diodatis und Violet, wenn ihr diskutieren wollt macht das bitte im Kabinett. Es gibt dort genug Themen zum Vampirismus.

Soviel dazu.

Dunkler Gruß
Crysania
Moderatorin im Kabinett der dunklen Poesie
und dem poetischen Almanach



geschrieben von: Diodatis

@ Violet,

Unsere Threades habe ich vom poetischen Almanach in das Kabinett der Dunkelheit in die Spalte " Nacht in die Ewigkeit .. und anderes..." reingesetzt und vervollständigt.
Bitte ab sofort nur noch dort weiterschreiben. Danke Dir.

Mit lieben dunklen Grüssen an Dich.
Swan de Sade



geschrieben von: Sternenstaub

Angelique

Sie lebten in trauter Zweisamkeit
in einem großen,weißen Haus,
mit einem weißen Sandstrand
und dem Blick aufs Meer hinaus.

Ein seltsames Pärchen waren sie:
Ein Mann mit einem kleinen Kind.
Und alle Leute fragten sich,
wer diese beiden wirklich sind.

Doch sie hielten sich verborgen,
mit ihrer ganzen Pracht.
Sie schliefen erst am Morgen,
und streunten durch die Nacht.

Niemand besuchte diese Wesen,
sie waren immer ganz allein.
Und doch schienen sie fast immer
ziemlich glücklich zusammen zu sein.

Er las ihr stundenlang Sachen vor,
erzählte ihr über die Philosophie,
sie war so ein gebildetes Kind
und richtig langweilig wurde ihr nie.

Er spielte Geige nur für sie.
Sie lauschte gebannt den Klängen der Musik.
Die beiden kamen aus Frankreich:
Sie hießen Francois und Angelique.

Er kämmte zärtlich ihre Lockenpracht,
las jeden Wunsch von den Augen ab.
Und wenn der Morgen verschlang die Nacht,
stiegen sie leise in ihre Gruft hinab.

Nachts, da gingen sie immer jagen,
mit leeren Adern auf leisen Sohlen
doch wenn die Sterne langsam erloschen,
waren in Prag wieder Menschen verschollen.

Denn Menschenblut war ihre Nahrung,
das Blut der sterblichen Sünder in Prag.
Er lehrte sie so viele Dinge:
"Die Nacht ist wichtig, nicht der Tag!"

Hüte dich vor der Sonne, Liebes,
denn sie kann dich für immer zerstören.
Und dann wirst Du für die Ewigkeit
zu den Seelen der sterblichen Sünder gehören

Höre auf mich, Angelique,
weil dir so nichts passieren kann:
Ich bin der Einzige für dich
-dein Vater, Bruder, Freund und Mann.

So vergingen viele Jahre,
doch Angelique alterte nie.
Sie machte sich darüber Sorgen,
suchte Antwort in der Philosophie.

Doch sie fand stets keinen Rat
und begann,Fragen zu stellen:
"Francois, warum bin ich ein Kind,
höre auf, mich zu quälen!

Sage mir doch, wer ich bin
und ich lasse dich in Frieden,
ansonsten forsche ich nun selbst,
und du kannst es nicht verbieten."

"Also gut, mein liebes Mädchen,
höre mir nun genau zu:
Hier,in diesem sündigen Städtchen,
da entstandest auch du...

Deine Mutter liebte mich sehr,
sie wurde meine treue Maid.
Doch ich wollte nur ihr Blut,
und nahm es in meiner Einsamkeit.

Ich bin nunmal auch sündig,
denn ich brauche das Blut.
ich muss ständig Menschen töten,
egal, wie leid mir das auch tut!

Doch sie hatte eine Tochter
-an sie habe ich nicht gedacht.
Und so ließ ich dich nicht sterben,
denn ich gab dir meine Macht.

Ich ließ Dich mein Blut schnell trinken
und du bist dem Tod entkommen:
Sei mir dankbar, meine Süße,
ich habe dir die Sterblichkeit genommen!

Und so bleibst du ewig jung,
ewig kindlich, voll mit Macht.
Du wirst sie niemals erleben-
diese triste Todesschlacht!"

"So ist das-Du bist mein Schöpfer
und ich hasse dich dafür.
Ich stecke ewig in diesem Körper
Geh! Da ist die schöne Tür!

Du hast mich bestraft für immer,
und nun lasse mich allen.
Sage mir, was ist denn schlimmer-
tot,oder verdammt zu sein?"

"Aber, Mädchen, du hast alles,
was man sich nur wünschen kann:
Gold und Pracht, Musik und Bücher-
denke auch mal daran!"

"Nein, mon cher, ich will nichts haben,
ich will wieder sterblich sein,
ich will die Welt bei Tage sehen,
ich sehne mich nach dem Sonnenschein"

"Mais,ma petite,verlange das nicht,
und weine nicht,ich bitte dich!
Kannst du spüren, wie mein Herz bricht?
denn dein Kummer tötet mich.

Nein, das kann ich dir nicht geben,
dazu reicht nicht meine Macht.
Komm, wir gehen jetzt besser jagen,
lang ist noch die ganze Nacht."

Und so resigniert sie traurig,
und die Tränen engen sie ein.
Noch heute wünscht sie sich so sehr,
irgendwann gestorben zu sein


------------------
ECRASEZ L'INFAME



geschrieben von: Myriel

Dein Blut sei mein Wein


Mein unheiliger Kuß
Sei Deine erleuchtung
Meine eisigen Fänge
In Deinem nackten Fleisch
Saugen den Nektar
Deines Lebens
Blut und Dunkelheit
Solln Dir Bruder
Und Schwester sein
Bis zur Geburt
Des neuen Tages
Wirst Du der Meine sein
Die Ewigkeit
Mein ständiger Begleiter
Düstert nach Dir
Und wenn die Sonne
Weicht dem Mond
Soll unser Tanz
Der Tanz der Toten
Jede Nacht aufs neue
Uns frische Kräfte schenken



geschrieben von: fluchtraum

Nachtlied 1 (Rabes Lied)

Schwer steigt die Sonne
Die Stadt liegt im Fieber
Schwarz wie Teer fliegt Rabe und schreit:
Wer wird zum Leid heut geboren ?
Wer betäubt seine Seele ?
Wer begrüßt rastlos den Morgen ?

Bleich scheint der Mond
Die Stadt liegt in Knochen
Süß wie Nachtigall singt Rabe sein Lied:
Wer starb heut nacht in Pein ?
Wer schläft glücklich ?
Wer wandert ruhelos durch die Straßen ?

Nachtlied 2 (Vampire)

Every colour of the day
In my memory dies away
Every colour of the night
Shows to me the loss of light

Every night on blackend street
On innocents blood I feed
Every day I hide and sleep
Hunted by my sorrows deep

Every night and every day
For salvation I do pray
Every day and every night
Salvation to me is denied



Nachtlied 3

Die Nachtluft freilich
ist sacht so sacht
warte nur warte
bis der Morgen kommt

Das Nachtschwarz freilich
ist Schutz dir Schutz
warte nur warte
auf das Morgenrot

Der Nachtmond freilich
ist sanft so sanft
warte nur warte
die Morgensonne brennt dich hinfort




geschrieben von: Fledermaus

Am Abend wenn die Sonne geht
Und sich der helle Mond erhebt
Umflügelt mich die schwarze Nacht
Mit ihrer zauberischen Macht
Und wenn der nächste Tag beginnt
Verschwinde ich Vampyr geschwind



geschrieben von: Hoffnung

~~wirre Gedanken~~

wirre Gedanken sich meiner besannen
mein innerstes sich quält
meine Seele sich nun pfählt
Herzblut das ich hab vergossen
Schwarze Rosen daraus sprossen
hab gesehn den Untergang
sehnend nach der Sonne
bin ich in die Nacht entronnen
Durst nach mehr
nach Qual und Schmerz
um zu sehen
um zu leben
um zu spüren des Lebens Sinn
totes Ding das ich nun bin.


~by me~



geschrieben von: Hoffnung

Hast du Nacht geschmeckt
als der Dämon sich in dir reckt

Hast du die Musik der Sterne gehört
hat es dein Herz betört

Hast du den Nachtwind auf deiner Haut gespürt
Als die Liebe dein Herz berührt

Hast Tränen veronnen
als er deinen Körper genommen

Hast du den Mond mit einem Schrei belohnt
Als sein Messer dich durchbohrt

Hast du den Tod ersehnt
Als er sich wendet

Hast du den süßen Geschmack deines Blutes geschmeckt
Als der Tod deine Seele erweckt

Hast dich das Licht verführt
Als dein Körper tot die Erde berührt

*by me*



geschrieben von: Hoffnung

Steh auf und geh in die Nacht
lass das leben entrinnen
fühl meine Macht

seh mich um
versuch zu spüren
lass mein gefühl
mich zu dir führen

kann dich fühlen
kann dich riechen
Beute nutzt nichts
sich zu verkriechen

werd dich suchen
werd dich finden
werd die Liebe zu dir bringen
seh dir zu wie du dich quälst

während ich dann geh
~by me~



geschrieben von: DeadVenus

Still liege ich in meinem Gemach,
die Ungeduld hält mich noch wach.
Ich warte auf die Kreatur der Nacht,
die mir schon soviel Freude gebracht.
Da endlich, ein Schatten, dort draussen
mein Herz bebt, der Wind wirkt aufbrausend.
Hier ist er, der Prinz meines Herzens,
nimmt mich mit aufregenden Schmerzen.
Er küsst mich am Hals, an Schulter, am Bauch,
und saugt mir aus, Teile meines Lebenshauchs.
Ich gebe ihm alles aus Liebe hin,
ohne ihn hätte mein Leben kein Sinn.
In jeder Nacht liege ich hoffend wach,
mit der Angst, was ich mal ohne ihn mach.
Kommt der Tag und er geht von mir fort,
will ich nicht mehr sein, und bin lieber tot.

(in Erinnerung an einen schwarzen Ritter, der mich zu dem gemacht hat was ich heute bin und mir gezeigt hat wie nah man sich sein kann und in nächster minute wie fern)




geschrieben von: Diodatis

Nennt uns Vampire II!


Nie hat man uns geglaubt. Man hat uns weggedacht, ins Reich der Phantasien gesperrt und nicht wahr haben wollen, dass es uns gibt. Aus Angst vielleicht. Mag sein. Doch wer weis, vielleicht gibt es uns ja doch, mitten unter Euch und wir existieren ...


Eine Seele geboren unter vielen. Gefangen im menschlichen Körper, funktionierend wie sie, leben und atmen wir. Wir wachsen auf, altern und sterben wie sie. Kruzifixe lassen uns nicht einfach vergehen und was den Knoblauch betrifft, so muss ich sogar gestehen, dass ich ihn ganz gern mal in einer Suppe mag. Pfähle. Sie haben für mich keine größere Bedeutung, wie jede andere Mordwaffe auch. Blut als Symbol wird längst schon in Form des Rotweines gereicht. Also kommen wir zum Tageslicht. Mag sein das man uns diese Geschichte nur deshalb angedichtet hat, weil wir meist nur Nachts im Sinnesspiel bei unseren „Opfern“ sind. Doch wer nicht? Also alles nur ein frei erfundenes Mysterium?

Nein! Beginnen wir unseren Absatz nochmals von vorn; diesmal nicht ausgehend vom biologischen Sein, sondern von dem, was wir in uns sind: vom „inneren Vampir“.

Eine alte Seele wird im menschlichen Körper neu geboren, wächst heran und entfaltet sich. Schnell erkennt sie diesen Irrtum des Seins, kann intensiver hören, fühlen und wahrnehmen, als je ein Einmalgeborener dies gekonnt. Alles in ihr lebt intensiver und blickt man einmal in die Augen eines inneren Vampirs, wird man erahnen, welch ein Wesen hinter diesen Seelenfenstern blitzt. Nehmt Euer einmalgeborenes Sein und dupliziert dies in all seinen Fähigkeiten mit der Reinkarnation zigfach gelebter Leben und ihr erhaltet ein schwaches Bild von dem, was diese Seele wahrhaft vermag.
Sie kann leicht die Menschen beeinflussen oder gar manipulieren und manchmal saugt sie diese in Willenskraft und Stärke aus. Ihr zu nah zu kommen, heißt sich einer Ausstrahlung hinzugeben, der man sich nur schwerlich wieder entziehen kann. Sie ist undurchdringlich und deshalb für viele um so anziehender und erotischer zugleich. Sie ist sich stetig ihrer Ausstrahlung und Macht bewusst. Sie durchschaut schneller als andere die Gedanken und Gefühle sonstiger Seelen und mühelos lächelt sie über die Kleinheit des irdischen Seins. Sie ist stolz und bietet sich erhaben dar. Sie ist klug in ihrem Schweigen, da man sie auch so mühelos als etwas Besonderes erkennt. Sie zelebriert ihr Sein, doch nutzt sie dies deshalb nicht unbedingt aus. Sie lebt im stetigen Widerspruch zur Natürlichkeit. Sie ist!
Dieses Sein hat seinen eigenen Stiel, sein eigenes Verhalten, seine eigene Etikette, gleichsam seiner eigenen Dekadenz. Sie lebt darüber hinaus, ausschweifend in unglaublicher Intensivität allen Fühlen und Denkens, immer mit vollen Händen gebend und nehmend, teils selbstzerstörerisch und doch edel und unsterblich zugleich. Diese Seele weis um ihr Alter und um ihre Unsterblichkeit. Ihr Körper darum, ist nur eine sterbliche Form.

Welche Wahrheit mag die wahrere sein? Die des Körpers, oder die der Seele? Zwei widersprüchliche Wahrheiten in einem vereint. Es mag viele andere Seelen geben, die an gleichem leiden, doch keine erlebt ihr Sein in derartiger Größe, Intensivität und Unsterblichkeit, wie ein „innerer Vampir“.
Woran man den Echten erkennt? Lächelnd – Das werdet Ihr dann schon sehn.


Swan


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Wir haben soviel Liebe in uns. Manchmal dürfen wir uns darin verschwenden und verschenken.



geschrieben von: Michaela

Hunger

Deine Lippen hart auf meiner Haut,
Dein Atem schnell,Dein Herz ist laut,
Du bist lebendig.

Deine Hände sind brutal,
keine Gnade soll ich spüren,mein Verlangen steigert sich,ich rieche Dich.

Uralt ist die Erkenntnis meiner Gier,
die Verweigerung ließ mich erkalten,doch nun kommt es zurück.

Die letzten Genzen fallen,mein Mund auf Deiner glühenden Haut,
kurzer Spielraum im Schmerz Deiner Umklammerung.

Sie schlagen sich hinein,ein sanftes Knacken,nur zu fühlen,
zu hören Dein leiser Schrei,Metall.

Tiefer,-härter,-schließen sich die Fänge meines Willens...
willenlos,-metallisch...süß...Leben...ich sauge es auf.

Trinke den Saft Deiner Seele,
verbinde mich mit der Lebendigkeit,erfahre den Genuß der Wärme,gedankenlos.

Folge ohne Fragen,folge der Natur,
bin mein Tier...mein Leben einziges Vergnügen wahrer Leidenschaft.

Dein Griff ist längst der Kraft beraubt,
hier herrsche ich allein,Du erkennst den Preis und bezahlst mich...erfüllst mich.

Ich habe Hunger...sei mein Fleisch!!

Michaela


------------------
siehst du dem tod ganz bewußt ins auge... siehst du das leben.....

[Dieser Beitrag wurde von Michaela am 22. März 2002 editiert.]



geschrieben von: Loki Thyler

Swan,

danke für deine Worte: "Nennt uns Vampire II!"

treffender hätte ich es auch nicht umschreiben können..


Loki



geschrieben von: Loki Thyler



als Mär belächelt
als Hirngespinst abgetan
Verblendete Wirklichkeit
Blind, gleich dem Wahn

Augen, die nicht sehen
Ohren, fahren auf der Taubheits Kahn
obgleich du uns fühlt
deine Sinne ignorierst
doch wenn du uns triffst
gleich paralysiert..

warmes rotes Leben
obgleich nicht sichtbar
schon den Geschmack auf den Lippen
gierend davon, von dir zu nippen
Ihn zu kosten, den Nektar dein
Willst du es sein, das "Opfer" mein ?

so geb dich denn bereitwillig hin
So zeig ich dir den süßen Schmerz
der Lust Wahrheit, des Hungers Sinn

Oder lauf, so schnell die Bein´ dich tragen
es wird den Hunger nicht hinterfragen
Vielleicht bereichern dies unser Spiel
Die Jagd beginnt..

...und du mein Ziel.

Loki

.oO(hmm..ich habe schon mal besser geschrieben..bin wohl etwas abgelenkt..*seufz*)





geschrieben von: Diodatis

Loki,

wir für uns. Danke.


Swan

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Wir haben soviel Liebe in uns. Manchmal dürfen wir uns darin verschwenden und verschenken.



geschrieben von: Crysania

Swan,

auch für dich.

Der Almanach als Ort der Ruhe und Stille.
Ich habe dich bereits einmal darum gebeten.


Crysania



geschrieben von: Hrefnadis


Sand wirbelt unter den Hufen auf. An einer Kreuzung mitten im tunesischen Hinterland bremst die Reiterin den wilden Fuchs und sieht sich nach ihrem Begleiter um, der etwas zurückblieb. Erstaunte Blicke mustern sie, die unverschleierte Blondine, die da so ohne Furcht in Männerkleidung auf dem tänzelnden Hengst sitzt.

Ali kommt lachend näher, sichtlich stolz auf seine deutsche Bekannte. Er lenkt seinen Rappen neben sie und zusammen reiten sie eine Strecke. Er fragt, wo sie so mit Pferden umzugehen gelernt hat. Mit einem bitteren Aufblitzen in den Augen antwortet sie ihm, dass dies nicht in diesem Leben geschah. Er nimmt es hin und lässt sie wieder voraus galoppieren.

Sie lauscht, in Gedanken versunken dem vertrauten Trommeln der Pferdehufe auf dem sandigen Untergrund, der Welt entrückt, der Zeit entrückt .. sieht sich als Kind vor den Schwertern ihrer Familie sitzen, sie anbetend wie etwas Heiliges ... sieht sich plötzlich auf einem fremden Pferd in fremden Landen .. in welcher Zeit?

Die Bewegungen, die den wilden Hengst lenken, erfolgen automatisch. Trotzdem ihr Körper nicht an die Strapazen eines so langen Ausrittes gewohnt ist, reagiert er präzise. Sie weicht Lastkarren geschickt aus, ignoriert die Blicke und Zurufe.

Durch die Lagune .. das Wasser spritzt dreimal mannshoch auf. Pferde und Reiter toben ausgelassen durch das feuchte Nass.

Doch dann der Zeitschock ... eine Gruppe einer Reitschule ... der Lehrer kennt Ali, doch schlimmer noch, er erkennt den Fuchs, den sie reitet und seine Augen weiten sich vor Staunen.

Von Ali ein warnender Blick, von ihr ein kaltes Lächeln. Wenig später gehen die Pferde der Reitschule durch, als ein roter Blitz an ihnen vorbeischießt .... und sie lacht, lacht in den Wind ... lacht und fühlt das Leben in ihren Adern .. das Blut, kochend und heiss ... lebendig, hungrig ... und sie wünscht sich das Schwert in ihre Hand ...

lange her ....



------------------
Hrefnadis
Rabenfee

Bedenke wohl, was Du Dir wünschest, es könnte in Erfüllung gehen.



geschrieben von: silent hope

Sind wir nicht alle Vampire???
Haben wir nicht alle von der Mutters Brust gesaugt?
Waren wir nicht (fast) alle schon einmal bei christlichen Abendmahl, wo uns in Gottessohnes Blut verwandelten Wein und in ebenseines Leib verwandeötes Brot gereicht wurden?
So frage ich: Wird man nicht von und in dieser Gesellschaft zum Vampir gemacht?



geschrieben von: GreenFairy

Jagd

Nerven
....zum zerreißen angespannt.
.........Jeder
.....noch so kleine Hauch
bringt sie zum
...vibrieren.

........Hunger !
..............Gier !

Die Nacht
...bricht herein,
.....Erlösung versprechend.
...Instinkte
.......übernehmen die Regie.
....Die Witterung aufgenommen,
..wie ein wildes Tier
......der Beute folgend.

...........Die Jagd
............beginnt.

------------------
living's mostly wasting time



geschrieben von: Mahsheed

Ich
Mein Herz

+

Eisenherz ist kalt und erdig;

Kalter Erde letzter Funken,

Letztes Blut hat ihn getrunken.

Täuschende Erscheinung bloß!

Wehr´ dich!

Lass` nur diese Hoffnung los!

+

Wehr´ dich, so bitt´ ich

Des trughaften Schimmer;

Flammen wachsen im toten Sand nimmer.

Jeder Schein gleicht hier Illusion;

Vernommener Herzschlag der gleichet dem Hohn.

*

Des Sarkasmus Wortenwitzes

Ist bar jedes Freudenblitzes.

Taubheit regt sich dort allein,

Lässt kein wirklich Leben ein.

+

Viel zu lang lebendig verbannt

Noch hier in diesem Licht zu sein.

Alte Seele, junger Leib.

Lang schon stumpf und abgebrannt,

Sehne so dem Schlaf des Schein!

Totes, zombiöses Weib.

+

Drum geh´ich ab und an zum vergitterten Fenster deines unscheinbaren Seelenkellers und lausche den Klängen verborgener Gedanken. Dort zwischen den Stäben deines dunklen Verlieses stelle ich mein schönstes Schälchen ab. Gefüllt zum Dank mit süßem Honig, dir bittres Leben zu ertragen. Von Zeit zu Zeit, mein Freund, labe dich daran. Es ist für dich.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Du
Das Sehnen

+

Wie Phönix aus der Asche steig´

Aus einsam tristem Kellerleben!

Steig auf!

Wenn sich die Sonne neigt,

Sollst du noch Sternenpracht erleben.




[Dieser Beitrag wurde von Mahsheed am 21. April 2002 editiert.]



geschrieben von: Mahsheed

Magie
+

Nachtnicht steinfest erstarrt
Tagnein tränenlos hart.
Wo seelenlos Atem nur saugt,
wird alles Lebendige still.
Durch eiskalten Zug ausgelaugt,
Kein Funken mehr lodern will.

+

Vom Boden erhebt sich die dunkle Gestalt;
Betrachtet die Hände, scheint unzählbar alt,
Auf Knien fällt sie und schreit in das Licht:
"Warum erbarmst, warum nimmst du mich nicht?"

+

Wallend bricht Regen auf´s Ödland hernieder,
Da öffnet sich droben ein grell blendend Tor;
"Welch´Gnade! Seit Äonen weinst du wieder?"
Tränenleere Stimme ihm klingt wie nie zuvor.

+

Reuhevoll und tapfer hebt er tragisch` Blick
Zwei Fenster gefüllt voll mit Blut
Geworfen den Kopf ins schluchzend´ Genick.
Sein Jauchzen, sein Schrei tun ihm gut.

+

Gelockt vom weißen Gewitterblitzfeuer,
Bebend, sein ganzer Körper erzittert,
Schwebt kraftlos das schwarze Ungeheuer
Dorthin, wo es letzte Erlösung erwittert.

+

Wo sich der graue Himmel öffnet, dort,
Und wittert er den blitzgrellen Schein,
Will sein er immer und dann ewig fort;
Erhebet sich willens und strebet hinein.

+

Als wär´ sein Körper himmlisch´ Zunder;
Vor irdisch´ Augen ungelogen!
Geschieht danach ein seltsam´ Wunder:
Entsteht blutrot ein Regenbogen.



[Dieser Beitrag wurde von Mahsheed am 23. April 2002 editiert.]



geschrieben von: John5

ich gehe auf den strassen
kalte luft umhüllt mich
wie der nach blut riechende hauch der vampire
werde ganz schwummerich
versuche mich fest zu halten
finde nichts
falle zu boden
werde bewusstlos

wache auf in einer schwarzen gruft
sehe gestalten um mich herumstehen
sie flüstern sich etwas zu
erst jetzt merke ich dass ich nackt bin

da kommt der oberste der gestalten auf mich zu
und sagt:"Bist du bereit zu sterben?"
ich bekomme es mit der angst zu tun
weis nicht was ich machen soll
bin hilflos
werde am hals gebissen
sterbe und lebe weiter
ich werde nun nie wieder ein normales leben führen können
werde leute beißen

dass alles will ich nicht
und stell mich in die sonne



geschrieben von: xsargon

das tier


eine kleine stadt, weit vor unserer zeit.


die hand brennt, hängt merkwürdig verformt hinab. alles ist befleckt. was war geschehen?

sie war mir dierekt aufgefallen als meine in der menge des marktplatzes gereitzten sinne sie erfassten.
ich folgte ihr.
als sie im gerbergässchen halt machte war es schon zu spät.
ich packte ihren hals und drückte zu
ihr knie rammte meine weichteile , meine hand ihr gesicht .
da war es.
fast zärtlich, begierig küsste ich ihre lippen, kostete das wertvolle elexier.
meine sinne begannen zu rasen, es war zu wehnig.
ich riss eine wunde
ihre panisch aufgerissenen augen zeigten mir ein tier, war ich das?
gierig schluckte ich den pulsierend fließenden lebenssaft.
langsam wurde ich ruhiger, die realität wurde mir bewusst.
sie zitterte, hing schwer in meinem griff.
langsam sank ich mit ihr zuboden , wiegte sie im arm wie ein kind.
dann war sie ruhig
ich schrie
ich rannte
ich zerschlug meine hand
sowas sollte nie wieder geschehen.

die hand brannte, hing merkwürdig verformt hinab.
alles war befleckt.
was war geschehen.....


[Dieser Beitrag wurde von xsargon am 24. April 2002 editiert.]



geschrieben von: the queen

so wie wir trinken
lieben wir
gierig - gnadenlos

unsere umarmung ist tödlich

und doch

ist es nicht auch eure gier
die wir stillen?

eure wünsche
euer verlangen

wenn ihr genug von euren erbärmlichen
begegnungen habt, ihr das aussergewöhnliche wollt
dann ruft ihr nach uns
und wundert euch
wenn wir tatsächlich erscheinen.

was glaubt ihr,
wer wir sind?

mit uns spielt man nicht!

in unseren augen seid ihr nahrung - bestenfalls.

gefährten können wir uns nur untereinander sein.

the queen

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eigentlich mögen wir unseresgleichen nicht, obwohl wir ein verzweifeltes bedürfnis nach einem gefährten haben...

[Dieser Beitrag wurde von the queen am 26. April 2002 editiert.]



geschrieben von: the queen

niemals auf dauer gebunden
ewig suchend
nächte voller sehnsucht

wo bist du, mein gefährte
mein freund

der, der mich in seinen armen halten kann
der, der meine liebe erträgt
der, auf den ich warte

dunkler prinz
wann hat das warten ein ende?


the queen



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eigentlich mögen wir unseresgleichen nicht, obwohl wir ein verzweifeltes bedürfnis nach einem gefährten haben...



geschrieben von: SON

saugend, süchtig,wollüstig...
nichts trennt mich von meiner Beute
Regeln gab ich mir,...
sex hab ich mit meiem Opfer
töten werd ich mich, das Opfertier

------------------
Stück für Stück zerteilt bin ich doch eins...



geschrieben von: Nefaria

Je suis de mon coeur le vampire,
Un de ces grands abandonnés
Au rire éternel condamnés,
Et qui ne peuvent pas plus sourire.





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