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Utopie

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geschrieben von: Shiri

mich würde mal interessieren, wie ihr zur utopie steht bzw welche bücher ihr aus der sparte besonders gut fandet...

auf in die schöne neue welt

Shiri



geschrieben von: Curzon

Illuminatus http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif

ok, ist zwar keine utopie, aber es sind ideen enthalten, aus denen sich eine utopie formen ließe.

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Laßt uns einen Stern vom Himmel holen und tausend Welten in Brand setzen!



geschrieben von: Raeven

Sei gegrüßt Shiri!
Was genau meinst du denn mit Utopie? Meinst du Sciene Fiction? Oder ist Utopie eine Untersparte, die ich nicht kenne. . .


Raeven




geschrieben von: Shiri

utopie generell, ob nun literarisch oder sience fiction habe ich hier mal aussen vor gelassen=)
diese ganzen einteilungen der einzelnen arten von utopien erspare ich mir, von denen hatte ich in deutsch genug..

Shiri

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Every dream must die



geschrieben von: Raeven

Aha. Dann werde ich mal . . .
Tief beeindruckt hat mich "Fahrenheit 451". Besonders der Schluß, wo jeder Mensch sein Lieblingsbuch wird (habe ich mir auch schon gewünscht http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif).
Sehr gut gefallen haben mir auch manche Kurzgeschichten von Isaac Asimov. Besonders die eine (ich habe den Titel vergessen), in der er beschreibt, daß das Leben auf der Erde ein Experiment von Außerirdischen ist, die eine Art von gedanklicher Sperre beim Menschen eingebaut haben, daß jeder, der so weit denkt, daß er die Außerirdischen oder den Plan erkennen könnte Selbstmord begeht. (Wenn ich mich richtig erinnere). Das fand ich vom Gedankenansatz faszinierend.

Raeven




geschrieben von: Blackadder

Von Assimov fand ich die "Foundation-Saga" sehr faszinierend und fesselnd, weil mich der Gedanke, die gesamte Geschihcte per Mathematik zu berechnen doch sehr nachdenklich gestimmt hat..

Beste Wünsche,

BLACKADDER

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_________________________
Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch.

In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro.



geschrieben von: seelenmord

Mal 'ne kurze Zwischenfrage:

Hat Assimov nicht auch wissenschaftliche Arbeiten/Thesen über das Vorhandensein von Außerirdischen usw. geschrieben?

Ein überlegender

seelenmord

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Anerkennung ist eine Pflanze, die vorwiegend auf Gräbern wächst.



geschrieben von: es

Stanislaw Lem
Stanislaw Lem
Stanislaw Lem
Stanislaw Lem
Stanislaw Lem
Stanislaw Lem
ja, genau, der Stanislaw Lem
welche buecher von ihm? na, alle!
http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif

es



geschrieben von: TwilightSun

"ich bin so froh, dass ich ein Delta bin..."
Schöne, neue Welt!



geschrieben von: fluchtraum

*Klugscheißmodus an*
Hm, "Fahrenheit 451" und "Schöne neue Welt" sind sicher keine Utopien, das sind Distopien.
*Klugscheißmodus aus*

Utopien, wenn ich nicht völlig daneben liege, sind Werke, in denen eine bessere Zukunft beschrieben/erdacht wird. Kann SciFi sein, muß aber nicht.
hmm... eine Utopie, die mir gefällt? Fällt mir nichts ein... aber ich stimme Curzon in Bezug auf 'Illuminatus' zu. ( http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif Kallisti)

gruß, der fluchtraum



geschrieben von: Shiri

ich muss dich wohl enttäuschen.. auch die schöne neue welt ist eine utopie.. wenn ich im deutsch gk nicht ganz gepennt habe, hat utopie oder nicht nichts damit zutun ob eine gute oder weniger erfreuliche zukunft beschrieben wird..
ich kann auch noch mal suchen gehen, ob ich die blätter dazu noch finde

Grüsse
Shiri



geschrieben von: fluchtraum

Echt? Dann hat euer Deutschlehrer euch was anderes erzählt als mir meiner... wer auch immer da jetzt recht haben mag... http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif




geschrieben von: Shiri

dann erweitern wir den thread einfach auf utopien und distopien, ok?

Shiri

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Every dream must die



geschrieben von: fluchtraum

Guter Vorschlag http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif

Und da muß man natürlich an erster Stelle mal den Klassiker '1984' von George Orwell nennen. Da kommt man bei dem Thema einfach nicht drumherum.

Hm... ich weiß nicht, ob's wirklich unter die Rubrik Utopien/Distopien fällt... könnte man sich auch drüber streiten, schätze ich... jedenfalls stimme ich für das geniale Geamtwerk von William Gibson, vor allem natürlich der legendäre 'Neuromancer'



geschrieben von: new model No.15

Ja, "1984".
Ich nenne es Negativ-Utopie (und schreibe gerade meine Facharbeit darüber). Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mich dieses Buch mitgerissen hat.
Und wie erschreckend es ist, mit ansehen zu müssen, wie sich die Menschheit in diese Richtung entwickelt, und dass man sich als Individuum nicht entziehen kann...

new model



geschrieben von: Namayah

Mhm, nochmal zur Begrifflichkeit......

Utopia war ursprünglich nur ein Buch (Thomas Morus)
Dystopia ist eine Kategorie, die sich später entwickelt hat, etwa als BNW und 1984 erschienen, beschreibt also "negative" Zukunftsvisionen...

Aber jetzt zum dem eigentlichen Grund, warum ich dden Thread hier wiederbelebe: Fahrenheit 451
Wer hats gelesen? Mir gehts um die Frage, was diese ganzen Symbole zu bedeuten haben (Salamander, Fluss.....)..also wenn jemand sich mit mir bitte darüber austauschen möchte....??



geschrieben von: never

Ganz klar:
1984 - G. Orwell
Schöne neue Welt - A. Huxley
Wenn der Schläfer erwacht; Eilannd; auch ein bißchen Die Zeitmaschine - H.G. Wells
Wir - Jewgenji Samjatin
Fahrenheit 451 - Ray Bradbury

Jaja, Dystopien (schreibt man übrigens mit y, *klugscheiß*) sind mein Hobby und neben der Romantik mein Lieblings-Literaturbereich :D



geschrieben von: asamandra

Mal was zur Begriffserklärung. Bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob Utopie von 'ou' und 'topos' oder 'eu' und 'topos' kommt, je nachdem würe Utopie entweder 'kein Platz' oder 'guter Platz' heißen. Dystopie kommt auf jeden Fall von 'dys' und 'topos' und heißt 'schlechter Platz'. Falls sich Utopie von 'ou-topos' ableitet, dann ist das ja eine 'Nichtwelt', eine nicht existierende Welt, eine Fantasiewelt und die kann sowohl gut, als auch schlecht sein, also wäre eine Differenzierung ohnehin hinfällig. Im Fall dass es von 'eu-topos' kommt, gibt's ja immer noch den Gegenbegriff der Dystopie.
Und wenn wir schon bei den 'gedachten Welten' sind, ist meiner Ansicht nach eine der ersten Utopien Platons 'Politeia', aber auch Platons Beschreibungen von Atlantis (wie man bei Kritias und Timaios nachlesen kann) gehörten erwähnt.
Aber um auf 'moderne' Utopien' zurückzukommen...
Meine Lieblingswerke aus dem Genre sind 1984, Brave new world, Animal Farm und Do Androids dream of electric sheep?



geschrieben von: Namayah

Soweit ich weiß, kommt Utopia von "guter Platz".... Garantieren würde ich es aber nicht

Zurück zu den Symbolen in F 451?



geschrieben von: Kappabani

@ Never
Jemand der Samjatin gelesen hat - da bin ich platt.

@ Namayah
Zu den Symbolen von Fahrenheit kann ich dir leider nichts sagen aber evt. kann ich John Clute fragen so er Zeit und Lust hat etwas dazu zu sagen.

Die Literaturgattung UTOPI darf man glaube ich Thomas Morus zuschreiben der geköpft wurde wenn ich mich nicht irre.
Bezogen auf Morus ist eine Utopi eine Satire auf die bestehende Gesellschft in der aber auch Ansätze zu Verbesserungen zu finden sind.
Die vielen Untergattungen sind mal wieder entstanden weil ganz doll studierte Leute meinten es besser zu wissen als andere.

Für mich wichtige Werke in diesem Genre:
H.G.Wells - De Insel des Dr.Moreau / Die Zeitmaschiene (und viele andere)
Jewgenij Samjatin - Wir
Jack London - Die eiserne Ferse & Phantastische Kurzgeschichten
Thomas Morus - Utopia (hab ich tatsächlich auch gelesen)
Aldous Huxley - Schöne neue Welt
George Orwell - 1984 / Animal Farm
Ray Bradbury - Fahrenheit 451
Jonathan Swift - Gullivers Reisen
Lewis Carrol - Alice im Wunderland

Mehr fällt mir jetzt nicht ein.



geschrieben von: never

@ Kappabani:
Ja, ich weiß, es gibt nicht viele, die Samjatin lesen. Warum eigentlich? Lassen die sich alle von seinem Namen abschrecken oder ist der so unbekannt :( ?



geschrieben von: Kappabani

@ Never
Wahrscheinlich liegt es daran das er unbekannt ist. Dabei finde ich Wir noch heftiger als 1984 - und was noch mehr zählt: das Buch erschien noch bevor Adolf überhaupt in Erscheinung trat - ist also völlig frei von den Dritte Reich Bezügen. Genauso wie die Jack London Texte.
Aber zu 1984 gibt es einen Film und die Deutschlehrer können sich dazu Sekundär Literatur besorgen. :>
Entschuldige, leichter Anflug von Sarkasmus.

So, hier mal die Definition aus der "Encyklopedia of Fantasy":

Utopien haben über viele Jahre ein weites Spektrum an interessen beschäftig und so ist es nicht verwunderlich wenn Versuche einen allgemeinen Sinn dieses Begriffes zu finden erheblichen Streit mit seinem Umgang verursachten.
Richard Gerber's klassische bibliophile Studie über diese Literaturfom könnte Utopische Fantasy(1955; exp 1973 USA) betitelt werden doch jüngere Gelehrte – wie Brian Atterby in "Fantasy as an Anti-Utopian Mode" (in "Reflections on the Fantastic – Anthologie 1986 editiert von Micheal R. Collings) argumentieren überzeugend das, obwohl Fantasy und Utopi verwand sind, sie nicht plausibel als eine Version des anderen angesehen werden können.
Angesetzt als fiktive Erzählung oder Presentation kann eine Utopi definiert werden als Kritik über die Gesellschaft in Form körperlicher Wiedergabe; aber dieses Argument, wie extrem auch immer die Resultate sein mögen, müssen eine rationale Verbindung mit der normalen Welt haben.
Selbst der Ort einer Utopi, in Raum oder Zeit, bildet einen Grund der Verbindung oder Kontinuität.
Die Utopien vorangegangener Jahrzehnte neigten dazu räumlich displaziert von normalen Gesellschaften doch zeitlich verbunden zu sein; jene des vergangenen Jahrzehnts oder so neigten dazu in der Zukunft zu spielen, mit dem Argument das dieses möglicherweise zu jenem führt.
Diese idealen Gesellschaften neigten dazu hochgradig verständlich zu sein in den Gesetzesbedingungen die ihre Gesellschaft regierten, Gesetze die dazu gedacht waren ideale Lösungen zu finden für die Probleme des meschlichen Zusammenlebens (oder, im Falle der Dystopias (manchmal Cacotopias genannt) Warnungen gegen vermeidlich gute Lösungen auszusprechen).
Erfolgreiche Utopien haben deshalb wenig oder gar keinen Raum für Handlung. (siehe T.Morus - Utopia, anmk. C.Kappabani)
Die einzigen Fantasien die selbst oberflächlich den komprimierten Ansichten von Utopien gleichen sind Regel gebundene Topsy-Turvy Fantasien üblich für Autoren des 19. Jahrhunderts wie W.S.Gilbert und Lewis Carroll.
Gewiß gibt es Utopische Gesellschaften in Fatansy Novellen, besonders jene die eine oder mehr bedeutende Städte beinhalten; doch zu sagen das Utopisches in der gesamt Struktur einer Fantasy Geschichte zu finden ist heißt nicht das diese auch eine Utopi ist.
Die essentielle Bewegung einer Utopi ist vorwärts, hin zu organisierter Verbesserung der kommenden Welt, oder rückwärts zur gegenwärtigen Welt um haltbare Behauptungen über die Natur dieser Welt zu illustrieren; doch die esentielle Bewegung der Fantasy ist – wie Atterby anmerkt – nach innen gerichtet, zur Heilung des Landes.
Darüberhinaus, Fantasy beinhaltet Verstöße gegen die Naturgesetze, Utopien verstoßen nur dann gegen die Definition wenn ihre Gesellschaftsfom nicht funktionieren kann.
Fantasien die Utopische Welten aufnehmen (aber ultimativ auflösen) sind: L.Frank Baums Oz Bücher (1900-1920); Herbert Read's The Green Child: A Romance (1935); L.S.deCamps The undesired Prinzess (1942)(deutscher Titel: Die Prinzessin und der Löwe, anmk. C.K.); Robert Grave's Watch the North Wind rise (1949).
Utopien, oder häufiger Dystopien, erzählt als Fabel durch den Blickwinkel eines Tieres, versteht man am besten als Tier-Fabeln oder Aesopische Fantasien; Georg Orwell's Animal Farm: A Fearie Tale (1945) und Richard Adams Watership Down (1972) zur Veranschaulichung.

Ebenfalls interessant zu dem Thema könnten
William Morris - Kunde von Nirgendwo und
Percy Bysshe Shelley - Die Reform aus philosophischer Sicht sein.
Genauso wie natürlich Thea von Harbous - Metropolis und Carel Capeks - R.U.R Theaterstück.



geschrieben von: asamandra

Zitat:
Original geschrieben von Namayah
Soweit ich weiß, kommt Utopia von "guter Platz".... Garantieren würde ich es aber nicht





So, hab jetzt heut noch mal mit meinem Altgriechisch-Lehrer über den Begriff gesprochen und der hat meine Vermutung bestätigt, dass Utopie von 'ou-topos' kommt. Würde es von 'eu-topos' (guter Platz) kommen, würden wir ja von einer Eutopie sprechen...



geschrieben von: Fatalist

Ich habe eben mal Volltextsuche nach Philip K. Dick hier gesucht und weniger als 10 Threads gefunden. Damit ist er eindeutig unterrepräsentiert, deswegen beantworte ich die Frage nach guter Utopie mit PKD!

Jeder hat bestimmt schon einige Filme nach Ideen PKDs gesehen, vielleicht ohne es zu wissen: Bladerunner, Total Recall, Minority Report, Paycheck, Screamers, Ubik. Ich muss gestehen, dass ich die drei letztgenannten nicht kenne. Aber für die ersten drei und für alles, was ich je von ihm gelesen habe gilt: durch alle zieht sich das gleiche Motiv "Wer bin ich wirklich?". PKD spielt immer wieder mit der Frage, ob ich wirklich ich bin, bzw. wer ich vorher war, bzw. ob es wahr ist, was ich sehe. Das zweite große Thema ist der Kapitalismus und seine Auswirkungen (totale Überwachung, Kommerzialisierung, Verdummung, Kriege, besonders Atomkriege und ihre Folgen). Damit ist er ganz nah an Orwells 1984 dran.

Für Einsteiger würde ich die Kurzgeschichten empfehlen (gab mal eine 10bändige Ausgabe von Haffmans oder Romane wie "Der dunkle Schirm", "Zeit aus den Fugen". Nicht empfehlen kann ich "Valis", das ist zu schwere Kost (auch wenn hier gleich jemand protestieren wird ;)



geschrieben von: PeKa

Zitat:
Original geschrieben von Namayah
[B]Mhm, nochmal zur Begrifflichkeit......


Aber jetzt zum dem eigentlichen Grund, warum ich dden Thread hier wiederbelebe: Fahrenheit 451
Wer hats gelesen? Mir gehts um die Frage, was diese ganzen Symbole zu bedeuten haben (Salamander, Fluss.....)..also wenn jemand sich mit mir bitte darüber austauschen möchte....??


gibts da ne vorgeschriebene symbolik? ich kann nur sagen,was ich selbst da rein interpretiere. also der salamander passt zum feuer. feuerwehrleute sind dazuda, feuer zu legen, nicht zu löschen. feuer legen heißt verbrennen . verbrannt wird geistiges gut, weil denken nicht erwünscht ist. der fluss hingegen, als treffpunkt/stelle für alle fliehenden schreiber oder leser verwischt die eigenen spuren und sichert somit das auffinden der identität durch diese kokainspritzenden electrohunde. wasser stellt eigentlich einen kontrast zum feuer dar. darüber habe ichmir noch keine gedanken gemacht, aber natürlich könnte so gesehen das wasser das wissenvernichtende feuer löschen und somitn wissen retten. wasser gehört in den kreislauf der natur. alles natürliche wird von dem system abgelehnt. das leben soll synthetisch erfolgen. mit der natur gehen die unerwünscht romantischen vorstellungen der lesen und schreiber einher. wasser kann beleben, leben spenden. und das wasser des fluß kann an einem vorbei rauschen, ohne das man sich als beteiligten des geschehens erlebt.





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