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Zitate raten

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Dein_Heiland

Das frohe Spiel, das wir aus dem Tonwerk und dem Filmpalast kennen, soll nun auch im literarischen Sektor uns allen ein Quell der Freude sein!

Ich fang mal an:

"'Du Vieh' schreie ich wütend, 'willst du die Peitsche?', besinne mich aber gleich, dass es ein Fremder ist; dass ich nicht weiß, woher er kommt; und dass er mir freiwillig aushilft, wo alle anderen versagen."



geschrieben von: Nuitari

ih ich hasse den Autor. aber ich bin still ich habs nicht gewusst und nur gegoogelt http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif



geschrieben von: Blackadder

Ich würde jetzt spontan auf Kafka tippen..."Landarzt?"
Meine mich zu erinnern, das Zitat daher zu kennen, auch wenn ich selber kein wirklicher Kafka-Fan bin... http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif

Beste Wünsche,

BLACKADDER

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Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch.

In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro.



geschrieben von: Dein_Heiland

Stimmt, Kafka - Ein Landarzt ist richtig!



geschrieben von: fluchtraum

Ja, spitze Idee Heiland, darauf habe ich gewartet... also, wer kennt das:

The sky above the port was the color of television, tuned to a dead channel.

Gruß, der fluchtraum



geschrieben von: Blackadder

*hüstel*
*finger-heb*
William Gibson, Neuromancer...sorry, eins meiner Lieblingsbücher. http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif

Beste Wünsche,

BLACKADDER

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Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch.

In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro.



geschrieben von: fluchtraum

Dito http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif
Finde es sehr genial, wie er in diesem einfachen ersten Satz schon die ganze Atmosphäre des Buches vorwegnimmt...

Okay, nächstes Zitat... etwas schwerer. da bei weitem nicht so bekannt.

Denn Victor Keirion gehörte zu der unglücklichen Sekte jener Seelen, die glauben, daß der einzige Wert dieser Welt in der Kraft liegt, zu bestimmten Zeiten eine andere Welt anzudeuten.

literarische Grüße, der fluchtraum



geschrieben von: Sconsolato

...und zur Auflockerung zwischendurch mal was ganz leichtes:

"Ein einfacher junger Mensch reiste im Hochsommer von Hamburg, seiner Vaterstadt, nach Davos-Platz im Graubündischen. Er fuhr auf Besuch für drei Wochen."



geschrieben von: Sconsolato

...und noch ein Rätsel gleich hinterher:

"Am Morgen des 16. April trat der Arzt Bernard Rieux aus seiner Wohnung und stolperte mitten auf dem Flur über eine tote Ratte."



geschrieben von: Blackadder

@Sconsolato:

Thomas Manns "Zauberberg, und Albert Camus "Pest"? Ich denke schon, oder?

@fluchtraum:
Eine harte Nuss, fürwahr.*g*

Beste Wünsche,

BLACKADDER

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Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch.

In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro.



geschrieben von: prometheus_gefesselt

"Es war der Nachmittag meines 81. Geburtstages, und ich lag mit meinem Buhlknaben im Bett, als Ali meldete, der Erzbischof sei gekommen, um mich zu besuchen."

- ein Buchanfang, der´s in sich hat und an den man sich eigentlich erinnern müßte.

@ fluch-traum/flucht-raum (spitzfindig): mit der Bitte um Auflösung (oder Hinweis)



geschrieben von: Dein_Heiland

Hmm, vom Stil her (und wie ich fluchtraums Literaturgeschmack kenne) würde ich bei seinem Zitat auf Ligotti tippen, allerdings kenne ich die Geschichte (noch) nicht...



geschrieben von: Dein_Heiland

Hier habe ich auch noch zwei ziemlich knifflige Dinger (von zwei jeweils auf ihre Weise ziemlich kniffligen Autoren):

"Deine Beine klirren schreitend wie blaues Eis und ein Lächeln voll Trauer und Hochmut hat dein Alitz versteinert und die Stirne erbleicht vor der Wollust des Frostes; oder sie neigt sich schweigend über den Schlaf eines Wächters, der in seiner hölzernen Hütte hinsank. - Frost und Rauch. Ein weißes Sternenhemd verbrennt die tragenden Schultern und Gottes Geier zerfleischen dein metallenes Herz."

und

"Von panischen Urwaldängsten sich besuchen zu lassen war immer einfach, in passend einsamen, offenem Gelände, doch hier werden städtische Nervositäten auf den Plan gerufen, wie du sie kennst, wenn du dich im Vergehen der Zeit gefangen fühlst und keine Geschichte, keine Zeitmaschine mehr erreichbar ist, wenn nur Verspätung und Abwesenheit dich umgeben wie in einer Bahnhofshalle nach dem Abschluss der Evakuierung, wo die städtischen Verwandten des bocksfüßigen Gottes schon am Rand des Lichtes auf dich warten und die alten Melodien spielen, die jetzt erst hörbar sind, da alles Lebende gegangen oder verstummt ist...die Seelen von Rauchschwalben, gemacht aus braunem Zwielicht, schweben empor zu den weißen Decken...man findet sie nur in der Zone, als Antwort auf die neue Unschärfe."



geschrieben von: fluchtraum

Ja, Ligotti ist natürlich richtig - die Geschichte heißt 'Vastarien'.

Hm, bei den momentan zu ratenden Zitaten muß ich leider passen http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif

Gruß, fluchtraum



geschrieben von: Sconsolato

<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Blackadder:
@Sconsolato:
Thomas Manns "Zauberberg, und Albert Camus "Pest"? Ich denke schon, oder?
[/quote]

Genau richtig - ich wußte ja, daß das zu einfach war...



geschrieben von: Blackadder

@Dein_Heilan:

Das erste Zitat ist aus Georg Trakls "Sebastian im Traum", wenn ich nicht irre. http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif

Beste Wünsche,

BLACKADDER

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Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch.

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geschrieben von: Dein_Heiland

Trakl ist richtig, allerdings heißt der Text Winternacht.



geschrieben von: Blackadder

@Dein Heiland:

Winternacht?
Hm, seltsam, ich kenne es nur unter dem Titel, aber ich kenne es auch nur in Auszügen, purer Zufall, dass ich da überhaupt drauf kam...wieder mal was gelernt. http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif

Beste Wünsche,

BLACKADDER

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geschrieben von: Aglaija

seid gegrüßt Wesen der Nacht *verneig*

jetzt gibts mal was schwereres auf englisch, auszug aus einem Buch:

"Darkness might conquer, but it could never extinguish hope. And though one candle - or many - may flicker and die new candles will be lit from the old.
Thus hope's flame always burns, lightning the darkness until the coming of day."





geschrieben von: Sconsolato

Und auch wieder ein Rätsel von mir:

"Warum erst jetzt?" sagte jemand, der nicht ich bin. Weil Mutter mir immer wieder... Weil ich wie damals, als der Schrei überm Wasser lag, schreien wollte, aber nicht konnte... Weil die Wahrheit kaum mehr als drei Zeilen... Weil jetzt erst...

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Wahres Glück erkennt man erst in der Erinnerung.



geschrieben von: Blackadder

Aglaija,

Drachenlanze, Margrat Weis und Tracy Hickmam?? http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif

Beste Wünsche,

BLACKADDER

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geschrieben von: Nuitari

Aglaija - der erste Beitrag und dann direkt so ein Buch, sehr sympathisch ;)

Margaret Weis & Tracy Hickman sind sowas von genial...

und diesen Charakter hier liebe ich besonders:
"What do I see?...I see time as it affects all things. Human flesh withers and dies before my eyes. Flowers bloom, only to fade. Trees drop green leaves, never to regain them. In my sight, it is always winter, always night."

Ist vielleicht off-topic aber wisst ihr schon vom Lied "The Soulforged" auf dem neuen Blind Guardian Album? Ich erwische mich dauernd beim singen "and I see death through golden eyes..." *g*



geschrieben von: Blackadder

Nuitari,

"For a decent price
I've banned Kindness from my heart."
Kann ich nachvollziehen, klasse Song. http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif
Raistlin ist schon ein genialer Charakter, muss ich dir zustimmen.

Beste Wünsche,

BLACKADDER



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geschrieben von: TaunusGoth

Nagut, dann will ich auch mal ein Zitat vorschlagen... nicht sonderlich schwer zu erraten... aber sehr schön http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif

"Allein das Mondlicht ließ er sich gefallen. Das Mondlicht kannte keine Farben und zeichnete nur schwach die Konturen des Geländes. Es überzog das Land mit schmutzigem Grau und erdrosselte für eine Nacht lang das Leben. Diese wie in Blei gegossene Welt, in der sich nichts regte als der Wind, der manchmal wie ein Schatten über die grauen Wälder fiel, und nichts lebte als die Düfte der nackten Erde, war die einzige Welt, die er gelten ließ, denn sie ähnelte der Welt seiner Seele."



geschrieben von: Aglaija

Freut mich ja dass es gleich erraten wurde http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif

(Ist zwar Off-Topic, aber trotzem...)
da muss man einfach mitsingen: "Truth lies in loneliness when hope is long gone by..."
Das Album ist einfach klasse, vorallem der Song
und Raistlin ist sowieso mein Dragonlance-Lieblingschar, klar oder? http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif

Ihr beiden seid mir durchaus gleich mal symphatisch *grins* *freundlichbeidenzunick*


@TaunusGoth hmm.. schönes Zitat, aber kennen tu ichs nicht




geschrieben von: Pellinore

"What do you see? Can you see anything?"
"Yes, I can see wonderful things."

Vollmond & eine schlaflose Nacht & viel Café & das Bureau heute ohnehin in meinen Elfenbeinturm verlegt (an sich schon eher sakrilegisch...) & das blödsinnig klingelnde Telephon unter einem Sofakissen vergraben - ich habe den thread tatsächlich finden können! Und auch noch den einen oder anderen Schatz - Rudyard-Kipling-Groupies! Mashallah! Oder habe ich zwischenzeitlich hallucinirt... Wie auch immer, seid Ihr ein bißchen stolz auf mich, Mary Kate?

Ihr Lieben, machen wir hier weiter? Oder machen machen wir etwas Neues auf, oder...? Rein regeltechnisch läßt dieser thread schließlich auch Romananfänge zu... Schlagt 'mal vor...

Oh, und um der Ordnung & der Spielregeln willen, beides Dinge, die ich immer sehr bewundert habe -
Taunusgoths Zitat, niedergeschrieben im Jahre des Unheils 2002, dürfte aus Süßkinds Parfüm stammen.



geschrieben von: Mary Katherine

Gut gegraben, Pellinore!

Die folgende Stelle ist aus meinem Very Favourite Book In The World (tm). Ich nehme an, dass geübte Moogler (ich kenne zwar keinen, aber dennoch...) Buch und Autor schnell rausfinden können. Um Ihnen zumindest ein kleines Steinchen in den Weg zu schnippen habe ich mir erlaubt, einen der erwähnten Ortsnamen abzukürzen. Wo in der ersten Zeile also K. steht, steht im Original der Ortsname ausgeschrieben. Es ist einer von Dutzenden solcher Namen in dem Buch und inhaltlich nicht weiter bedeutungsvoll.
Wie wäre es zudem, wenn wir die Stellen jeweils in den Gesamtzusammenhang des Buchs einordnen müssten? Das schließt moogeln zwar nicht aus, würde es aber entschieden lehrreicher machen.

Also, brace yourselves:

A thousand-mile stretch of silk-smooth road separated K., where, to the best of my belief, the red fiend had been scheduled to appear for the first time, and fateful Elphinstone which we had reached about a week before Independence Day. The journey had taken up most of June for we had seldom made more than a hundred and fifty miles per travelling day, spending the rest of the time, up to five days in one case, at various stopping places, all of them also pre-arranged, no doubt. It was that stretch, then, along with the fiend's spoor should be sought; and to this I devoted myself, after several unmentionable days of dashing up and down the relentlessly radiating roads in the vicinity of Elphinstone.



geschrieben von: Pellinore

Das Stück Leinwand, das man hier, gut sichtbar, langsam & schamhaft, entlang der Flaggenleine zur Nock der Besangaffel kriechen sieht, ist... eindeutig weiß! Quarter, Madame! Ich habe nicht die leiseste! Das einzige Elphinstone, das ich kenne, liegt in Neu-Südwales... und 1000 Meilen seidenweiche Straße nach K.? Kimberly? Das sind mindestens 2000 Meilen in Richtung Westküste... neinneinnein - ich passe! Und das bei Eurem literarischen Favouriten... das... ist mir... peinlich... Und anschließend werde ich im anderen Pfad Amygdala beichten müssen, daß ich ebenfalls keine Ahnung habe, wer oder was da seine Kindheit aufarbeitet... schon gut... ich nehme bereits die Eselsmütze & stelle mir in die Ecke.



geschrieben von: Mary Katherine

Es geht weiter:

Imagine, me, reader, with my shyness, my distaste for any ostentation, my inherent sense of the comme il faut, imagine me masking the frenzy of my grief with a trembling ingratiating smile while devising some casual pretext to flip through the hotel register: "Oh," I would say, "I am almost positive that I stayed here once - let me look up the entries for mid-June - no, see, I'm wrong after all - what a very quaint name for a home town, Kawtagain. Thanks very much." Or: "I had a customer staying here - I mislaid his address - may I...?" And every once in a while, especially if the operator of the place happened to be a certain type of gloomy male, personal inspection of the books was denied me.

Da vollzieht offenbar jemand eine Reise nach, die er schonmal gemacht hat...zu zweit, wie er dachte...doch siehe, seine kranke kleine zweierkiste war in wirklichkeit ein krankes kleines dreieck...

Pellinore, entwickeln Sie! Sie sind doch sonst so gut im Nationalitäten erlauschen. Was sagen Sie: Amerikaner?



geschrieben von: fraeulein grau

das könnte ganz gut nabokov, lolita sein, wenn ich jetzt auch nicht das buch vorkramen möchte.
ach was, könnte- eigentlich bin ich mir sicher.



geschrieben von: Amygdala

Eines meiner Ten Favourite Books Ever (tm), und ich habe es nicht erkannt! Bevor ich mich also selbst bestrafe, Applaus für Fräulein Grau!

Es ist übrigens der Anfang von Kapitel 23.



geschrieben von: Mary Katherine

Lolita, light of my life, fire of my loins. My sin, my soul. Lo-lee-ta: the tip of the tongue taking a trip of three steps down the palate to tap, at three, on the teeth. Lo. Lee. Ta.
She was Lo, plain Lo, in the morning, standing four feet ten in one sock. She was Lola in slacks. She was Dolly at school. She was Dolores on the dotted line, but in my arms she was always Lolita.

Brava (bzw. Jawoll!) Fraeulein Grau.

Ihr Zug.



geschrieben von: Pellinore

... und Edelleut in England, jetzt im Bett... werden kleinlaut, wenn nur jemand spricht...: Lolita! Ich Schaf! Und um halb zwei gibt sie den entscheidenden Hinweis... ich laufe dieweil ein wenig mit dem Kopf gegen die Wand... In der Tat, chére Fraeulein Grau, Euer Zug!



geschrieben von: Mary Katherine

Shall I, then?


Zitat:
The remarks grew ever more debased and treacherous, so that Mr. Charles - or at least so he claimed - was obliged to intervene with the suggestion that such talk was bad form. This view was contradicted with such energy that Mr. Charles, quite aside from worrying that he would become the next focus of the gentlemen's attention, actually thought himself in danger of physical assault. But then suddenly, following a particularly heinous insinuation against his employer, my father brought the car to an abrupt halt. It was what happened next that had made such an indelible impression upon Mr. Charles.
The rear door of the car openend and my father was observed to be standing there, a few steps back from the vehicle, gazing steadily into the interior. As Mr. Charles described it, all three passengers seemed to be overcome as one by the realization of what an imposing physical force my father was. Indeed, he was a man of some six feet three inches, and his countenance, though reassuring while one knew he was intent on obliging, could seem extremely forbidding viewed in certain other contexts. According to Mr. Charles, my father did not display any obvious anger. He had, it seemed, merely opened the door. And yet there was something so powerfully rebuking, and at the same time something so unassailable about his figure looming over them that Mr. Charles's two drunken companions seemed to cower back like small boys caught by the farmer in the act of stealing apples.




geschrieben von: Pellinore

Ich komme gerade von einem wundervollen Concert in einem kleinen Circuszelt am Fluß und bin noch ganz voll von Osteuropa & Klezmer & Geh Cigan, spiel Czardas! & Stetl & Bei mir bist Du schen & ... gojim naches! Na, üblicherweise bin ich eigentlich immer voll mit gojim naches - aber, hier, diesmal... Ich habe nicht die blasseste! Was um alles in der Welt ist das? Hiiilfe...



geschrieben von: Mary Katherine

Es geht weiter:

Zitat:
My father had proceeded to stand there for some moments, saying nothing, merely holding open the door. Eventually, either Mr Smith or Mr Jones had remarked: "Are we not going on with the journey?"
My father did not reply, but continued to stand there silently, neither demanding disembarkation nor offering any clue as to his desires or intentions. I can well imagine how he must have looked that day, framed by the doorway of the vehicle, his dark, severe presence quite blotting out the effect of the gentle Hertfordshire scenery behind him. Those were, Mr Charles recalls, strangely unnerving moments during which he too, despite not having participated in the preceding behaviour, felt engulfed with guilt. The silence seemed to go on interminably, before either Mr Smith or Mr Jones found it in him to mutter: "I suppose we were talking a little out of turn there. It won't happen again."


Der Erzähler gibt uns die Anekdote als Beleg dafür wieder, dass sein Vater ein hervorragender Vertreter ihres gemeinsamen Berufsstandes war.



geschrieben von: Amygdala

Dann will ich mal wüst in die Gegend raten: Könnte es sein, daß Vater und Sohn dem ehrenwerten Beruf des Butlers nachgehen?



geschrieben von: Mary Katherine

Amygdala, eiskalt aus dem Hinterhalt. Schön, dich zu lesen.

Jawohl, das könnte sein.



geschrieben von: Pellinore

Ja, in der Tat, willkommen daheim, Sphingis Khanum! Ach so, und der Autor ist nicht zufällig in Nagasaki geboren - dann hab' ich's nämlich nicht gelesen & es wäre nicht an mir, die Antwort herauszutrompeten & damit Amygdalas Hinterhalt zu verderben...



geschrieben von: Amygdala

Ja, was soll ich sagen, ich war weg, es war warm, das Übliche halt...

Kazuo Ishiguro, The Remains of the Day.



geschrieben von: Mary Katherine

Indeed, Madam. Gelesen und Geliebt?



geschrieben von: Amygdala

Leider nein... aber ich kenne jemanden, der das gelesen hat. Und ich mag Anthony Hopkins.

Aber à propos geliebt: Nehmt hin das Blut meines Herzens!

My father's castle is built of stone. The stone is thick as darkness.
Darkness is to the inside what stone is to the outside of the castle; impenetrable, unscalable, a stone-dark heavy as thought.

The dark stone weighs on us. Our thoughts bear us down. We roll in the dark in front of us down the icy corridors, and in the rooms the darkness accumulates, sits in our chairs, waits. We wait.

The castle is a pause between dark and dark. It fills the space between a man's thoughts and his deeds. My father made the design for the castle himself. It is as though we are living inside him.

Inside the castle, the furniture is black oak from Spain. In the one room where we keep a fire there is a long black table with candlesticks. At this table, for the first time, I saw Paolo.

Paolo il bello...




geschrieben von: Pellinore

Na, wenn das kein Aufruf an die Obst-Freunde & -nutzer aller Länder ist, sich zu vereinigen, dann weiß ich auch nicht... Jeanette.Winterson The PowerBook...

Ich nehme an, dieses war eine recht lapidare Antwort auf Euer Herzblut, chére Amygdala - ich hoffe, Ihr vergebt mir?



geschrieben von: Amygdala

Aber Pellinore, Paolo ist kein Obst!

Flugs her mit Eurem Herzblut, daß ich es verhöhne!



geschrieben von: Pellinore

Nein, chére Amygdala, Paolo ist sicher kein Obst, aber das Powerbook, das ist ein Obst... („Und dann hatte Lieutenant Dan in irgendetwas investiert, das mit Obst zu tun hatte...“ und im Briefkopf prangte das Signet des Elektronengehirn-Herstellers unseres Vertrauens...)

Wie auch immer, Dichtung gesucht und Germanistik vorgefunden, um’s mit Josef Roth zu sagen, aber es ist wahrscheinlich die Schuld dieses Autors, daß ich letztlich Germanistik studiert habe – und ich habe ihn trotzdem noch lieb... habent sua fata libelli, ich habe dieser Tage genau die Ausgabe auf einem Bücherflohmarkt wiedergefunden, die ich vor Zeiten verliehen & natürlich nicht mehr wiederbekommen habe, aber das ist eine andere Geschichte... aus dieser citire ich also:

Zitat:
Und am nächsten Mittag trafen vier Postkarten ein: von jeder größeren Station eine – bis nach Stockholm. Auf der letzten stand folgendes:
„Liebe Toni!
Laß Dich auf keinen Fall auf die Polizei bestellen wegen der falschen Eintragung im Hotel - vom 15.! Bleibe eventuell fest und steif dabei, daß du meine Tochter wärst!
Lieber Freund, ehe ich heute abend fortfuhr, habe ich Dich noch einmal von der Seite angesehen und muß sagen, daß ich aufrichtig erschrocken war. Ich glaube, Dir fallen die Haare aus. Lieber Freund! Das ist mehr als ein Anzeichen – das ist ein Symptom!
Sucht nicht vergeblich nach dem zweiten Kanarienvogel – ich habe ihn für meine lieben Kinderchen mitgenommen. Wo ist der Esel?
Liebe Marie, sieh doch bitte sofort nach, wo mein Siegelring geblieben ist – er muß unter Deinem Kopfkissen liegen. Ich weiß es bestimmt.
Schade um meinen vertanenen Urlaub!





geschrieben von: Mary Katherine

Was meine Wenigkeit angeht: ich gebe auf. Hesse? Pellinore, reichen Sie Ihrer alten Kameradin Hand und hint.



geschrieben von: Pellinore

Man hatte die Masern, man hatte Heine, und man wird heiß in der Erinnerung an jedes Fieber der Jugend, schreibt Karl Kraus, ich nehme an, so verhält es sich auch mit Hesse. Kinderkrankheiten. Sich deswegen gleich in's Prokrustesbett der Literaturwissenschaft zu legen? Nein, chére camarade... Aber hier, meine Pfote:

Der auktoriale Erzähler hatte sich gerade bei seiner Missingsch snackenden Prinzessin beklagt, sein feiner Freund Karlchen tue das immer, das mit den Postkarten und bevor man sich im Schloß zur Ruhe bettet, nimmt sie folgendes Versprechen ab: "Herr Karlchen, schwören Sie, daß Sie uns diesmal keine Karten schreiben werden?" - Er gab sein kleines Gießener Ehrenwort. Wir trollten uns in die Heija. - Das Ergebnis dieses Ehrenworts kennen wir bereits...



geschrieben von: Amygdala

Wenn man jetzt annehmen wollte, dass der geschätze Autor dieser Zeilen unglücklicherweise durch eigene Hand... ach was, ich bin mir sicher genug, auch wenn meine Ausgabe ein ähnliches Schicksal ereilt zu haben scheint... Ewigkeiten her, daß ich's gelesen habe:

Kurt Tucholsky, Schloß Gripsholm.



geschrieben von: Pellinore

Ja, da bluten Herzen...! Das ist selbstverständlich richtig, meine Liebe! Die alten rororo-Ausgaben scheint tatsächlich öfter die Wanderlust zu packen. Und damit gehört die Bühne für's Wochenende auf's Neue Euch!



geschrieben von: Amygdala

Dann bleiben wir mal dabei:

Trionfi Amore!
E il mondo intero
Serva all'impero
Della beltà.

The unhappy conclusion of the Orpheus story, Eurydice lost forever because of Orpheus's backward look, was always a problem for composers and their librettists.
-Hey, Calzabigi, what's this ending you're giving me here? Such a downer, I should send folks home with their faces long like a wurst? Hello? Happy it up, ja?
-Sure, Herr Gluck, don't get so agitato. No problem! Love, it is stronger than Hades. Love, it makes the gods merciful. How's about they send her back anyway? "Get outa here, kid, the guy's crazy for you! What's one little peek?" Then the lovers throw a party, and what a party! Dancing, wine, the whole nine yards. So you got your big finish, everybody goes out humming.
-Works for me. Nice going, Raniero.
-Sure thing, Willibald. Forget about it.

And here it was, that showstopper finale. Love's triumph over death.






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