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Allein aber nicht einsam

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geschrieben von: Duvessa

In wie weit seid ihr gerne (mal) allein ?
Wie oft braucht ihr Menschen um euch ?
Kann man allein sein, ganz ohne sich einsam zu fühlen ?

Die Fragen stellen sich mir seid ich mich vor kurzem von meinem Freund getrennt hab. Und seid etwa nem halben Jahr hab ich ne große (und auch sehr schöne) Wohnung für mich allein. Ich wohne aber noch bei meinen Eltern im Haus.
Allein schon wegen meiner Arbeitszeiten hab ich nicht viel Zeit für Bekanntschaften. Als Freund würde ich nur meine beste Freundin bezeichnen die ich auch öfters treffe.
Das heißt es kommen nicht viele Leute bei mir vorbei, ich bin ganz allein. :)
Was würdet ihr an meiner Stelle tun ?
Nen Haufen alter Bekannte anrufen um das Alleinsein zu vermeiden ?
Oder würdet ihr euch mit Büchern und Filmen eindecken oder anders eure Zeit mit euch selbst verbringen ?
Ich neige derzeit zu Letzterem, find es auch gar nicht so übel nur genau damit meine Zeit zu verbringen was ich genau in dem Moment tun will !
Aber droht bei vielem Alleinsein auch automatisch Vereinsamung ?
D.



geschrieben von: Gr. Gaulichter

ein kleiner hof in island... und nur alle jubeljahre mal besuch. ich bin sehr gern allein. ist schwer, seien mitmenschen das klar zu machen, weil sie einsamkeit negativ sehen. deshalb bin ich auch nicht so häufig wirklich allein, wie ich es gern hätte.

"Kann man allein sein, ganz ohne sich einsam zu fühlen ?" - ja, das geht. wenn du einer beschäftigung nachgehst, dann kann es sein, dass du dein umfeld nicht wahrnimmst.

ich an deiner stelle würde das alleinsein ganz konsequent nutzen, nicht über mich ergehen lassen.

und selbst wenn mir vereinsamung drohen sollte durch das alleinsein: wenn ich es nicht als schlecht empfinde, dann kann mir die meinung der anderen egal sein.

gg.grüße



geschrieben von: ange gardien

Das ist ein schmaler Grad... ich bin auch gerne ab und zu alleine und ich bin niemand der einen großen Freundeskreis braucht. Aber einige sehr gute Freunde sind doch wichtig.

Es ist auch eine Frage der eigenen Persönlichkeit wie schnell man sich einsam fühlt.



geschrieben von: rainraven

Kommt drauf an.
Manchmal genieße ich es, für mich selbst Zeit zu haben und mich nicht mit anderen-zumindest real-befassen zu müssen. Ich hab auch drei Jahre lang trotz Partner alleine in einem 30 qm Appartment gewohnt und fühlte mich da zuhause und geborgen und ließ mir meine Privatsphäre nicht nehmen. Das ist auch sehr wichtig für mich, daß ich Raum (zeitlich und/oder örtlich) habe, mich zurückzuziehen, zu lesen, zu dichten, zu weinen, zu zeichnen, am Rechner zu surfen, zu schreiben oder was auch immer, wobei ich nicht gestört werden möchte.

Andererseits muß ich mir immer der Gegenwart meiner Freunde bewußt sein. Ich muß sie nicht immer sehen oder kontaktieren, aber ich will die Gewißheit, daß sie jederzeit für mich da sein könnten und an mich denken. Daß ich jemanden habe, der mich mag und an mich denkt. Und es ist mir auch sehr wichtig, in ihrer Gesellschaft zu sein oder meinen Partner bei mir zu haben. Doch meinen Freiraum gebe ich dennoch nicht auf.

Tue das, wonach Dir ist. Wenn Du nicht alleine sein willst, such Dir Gesellschaft, aber genieß auch die Zeit der Entspannung, wenn Du Dich alleine hast. Setze Dich nicht unter Druck.



geschrieben von: Adora

allein sein hat den Vorteil, man kann machen was man will, solange du weißt womit du dich beschäftigen kannst (und sei das mit alten Videos oder halt das TV Prog)
wenn man zusätzlich die Möglichkeit hat Kontakt zu halten zu anderen wie Freunde oder Im Inet durch chatten gehst du der Einsamkeit aus dem Weg

sicher kann ich verstehen, dass du nach einer Trennung das Gefühl der Einsamkit hast, weil du es gewohnt bist, nicht alleine zu wohnen aber wenn du schon im Haus deiner Eltern wohnst, kannst du die Situation auch nutzen wenn du dich einsam fühlst besuch sie einfach
sieh es positiv dann schwindet auch die Angst vor der Einsamkeit ;)



geschrieben von: Latrizia

eigentlich sehe ich alleine sein, als teil der freiheit.
wenn ich alleine bin fühle ich mich frei und kann mich gehen lassen, weil ich keiner norm entsprechen muss (tu ich zwar nicht, aber ihr wisst was ich meine).

ich bin einfach gern mal alleine.
ich glaube aber nicht das völlige isolation für menschen gut ist.
der mensch ist ein gemeinschafts"tier."



geschrieben von: Jensemann

Dachte mal das es mir allein besser geht und ich niemanden brauche. Jetzt wohne ich in einer neuen Gegend, hab nen neuen Job und meine Freundin hat sich verabschiedet.

Die ersten paar Wochen wars gut: mal wieder zocken solange ich will, Lübzer bis der Arzt kommt, Autopflege bis die Hände bluten und einfach mal tun und lassen was man will.

Genau da liegt aber der Hacken, wie bereits erwähnt, solange du was zu tun hast macht dir das alles nichts aus. Liegste aber im Bett und kannst nicht einschlafen weil du zuviel zum nachdenken hast was du tagsüber durch irgend nen' Blödsinn verdrängt hast sieht die Sache schon anders aus. Schlimm wird es dann wenn es jemanden krank macht. Das geht dann bis hin zu Selbstgesprächen oder dem verbarrikadieren zu Hause. Im schlimmsten Fall wird man wohl misantroph...

Eine gewisse Dosis Einsamkeit in einer Zeit in der man 24 Stunden durch Handyklingeltöne, TV Spaten, Lehrern, Chefs was auch immer penetriert wird, ist ein Luxus den man sich leisten sollte. Allerdings verdirbt zuviel Luxus den Charakter wie wir alle wissen :) .



geschrieben von: darkchan

ich muss sagen im allgemeinen brauche ich ein stück weit meine einsamkeit, aber auch gute freunde sind wichtig. das witzige bei mir ist nur, wenn ich in einer beziehung bin, fühle ich mich oft einsamer als wäre ich noch single. bin halt ein unerbesserlicher freigeist.:D



geschrieben von: TwilightSun

mir kommt es auf eine gesunde Mischung an. Die Beschreibung von rainraven finde ich auch für mich recht treffend.
Ich muss wissen, dass Menschen da sind, denen ich wichtig bin, mit denen ich meine Zeit verbringen kann. Aber eben nur kann und nicht muss. Ich bin sehr gerne allein, sei es zum Schreiben, Lesen oder fürs Internet, aber vor allem auch, um meine Gedanken einfach treiben zu lassen. Einfach dazusitzen, mich treiben lassen, in mich hineinhorchen, mich ordnen, Stille genießen.
Auf Dauer merke ich allerdings, dass es mir nicht gut tut, weil ich ein wahnsinniges Talent dazu habe, mich runterzuziehen und mich sehr in Probleme zu vergraben.
Wie gesagt, es sollte eine Mischung aus beidem sein, sicherlich mit einer leichten Gewichtung auf das Alleinsein, aber ohne dieses zu übermäßig zu praktizieren.





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