Einen Platz gefunden,
im Schatten der Bäume,
ruhend.
Ein Ort der Ruhe,
für sie, die Trauernden, die Leidenden, Verlassenen;
Flüsse werden fließen,
Seen entstehen,
aus Tränen geformt,
für alle Zeit,
werden sie die Geschichten durch den Garten tragen,
die Quellen der Angst
versiegen zu helfen,
und die Pflanze Hoffnung
gedeihen lassen.
geschrieben von: fluchtraum
A Dreamsick Flower
A dreamsick flower grows
within these thoughts of mine
A velvet shadow lives
within my veins
Within my thickend blood
a sunken sun does shin
Within a memory
my mind remains
Questions like poison drop
into a silent lake
Cruel grief has found its way
into my heart
Into the tempting waves
Another step I take
Into the gloomy Lethe
I will depart
I bed my restless head
upon this ancienet stone
A bitter rose I lay
upon the moon
Upon my withered skin
I write your name unknown
Upon my sorrowed soul
sleep shell come soon
geschrieben von: Hoffnung
Flimmern in den Augen
starrer Blick
sanftes Lächeln
doch das bin ich nicht
wander ich in das innere
seh ich das zitternde Kind
das nur eines will
raus RAUS....
ja nur raus
weg von hier
weg von diesem Leben
keuchend kriecht es die Wände hoch
kratz den Boden auf in ihrem Wahn
raus hier
nur raus
weicht allen Farbe aus
Sanftheit
Liebe
Nein ....
ich will raus...
eine Zigarette mit ruhiger Hand
das Kind in mir drinnen schreit ungehört
durch die Augen kannst du es sehen
ein kurzes flimmern,
dann....Vergangenheit.
geschrieben von: anima nata lacrimans
Ich liebe das Meer,
seine Tiefe,
die in mir ein Gefühl
von Unendlichkeit erweckt,
die ich nirgendwo sonst finde
Jeden Tag gehe ich hinaus,
steige hinauf auf den Felsen
und sehe hinab:
Noch tiefer in das tiefe Blau,
das das Schwarz meiner Seele zu beruhigen vermag
Ich bin verzaubert,
Vernunft ist mir fremd
Ich schließe meine Augen und atme die salzige Luft
Dann stürze ich mich in die Unendlichkeit
Ich falle und meine Seele ist frei...
doch bevor sie eintaucht
in die unendliche Tiefe
zerbrechen meine Knochen an den Klippen
Und schäumende Wellen verwischen die blutige Spur
Auf dem Gestein,
das meine Seele trennt
von der Unendlichkeit
Und meine Augen sind geschlossen...
Doch jeden Morgen schlage ich sie auf,
geweckt vom Rauschen der unendlichen Wellen
geschrieben von: SchwarzeSehnsucht
und ich lauf lauf
bitte lass mich raus
lass mich leben
bitte bitte
geschrieben von: Crysania
bitte lass mich leben - spricht die sehnsucht
aus tiefstem herzen
der wunsch nach leben
freiheit ?
laufen lassen
direkt
in den tod
denn in ihm
sehen wir
die freiheit
- ist dieser preis
erstrebenswert ?
melancholýgarden -
deine flüsse werden fließen
und die erste herzblutträne
rinnt über meine wange
in ihre freiheit.
geschrieben von: Hoffnung
Die Wolken regenschwer, verteilt auf dem Blau der Seele.
Einem Lichtermeer gleichend, glitzernd wie tausend Perlen.
Der Fluß der Gefuehle... ausgebrochen ...
klirrend wie tausend Scherben,
schmerzender als gluehende Nadeln.
Und doch tröstend wie eine alte Decke.
geschrieben von: Kreator
Licht
Dein Herz zerbrach in meiner Hand,
Nichts mehr wie's war als ich es fand.
Die böse Macht hat es zerstört,
Nur noch erfüllt mit Pein und Qual,
Dein Leben verblasst und Du hast keine Wahl.
Für immer gebunden an Deine Taten
Wird's niemals vergeh'n auf ewig dir folgen.
Nicht's mehr wie's ist, es war einmal,
Für immer gefangen im düsteren Tal
Wird es Dich treiben, in Ketten Dich legen.
Es ist zu spät die Zeit verrinnt
Und langsam ward Dein Licht zu schwach.
Nie mehr so hell wie's einst doch war
Das Dunkel umhüllt Dich mehr und mehr
Bis dass das Licht
Doch schließlich ganz erlischt.
geschrieben von: Prometheus
die Brücke
es ist Eisen in meinem Blut
es ist Eisen in deinem Haar
es ist Eisen in jeder Rose
o all das Eisen will ich schmelzen
und eine Brücke daraus bauen
eine singende Brücke
zum Landohneleid
zum Leidohneland
wo Eisen nicht rostet
wo Sehnsucht nicht grünspant
geschrieben von: Mrs.Fiend
Bestand teilend im Zimmern
von wortschwindelndem Babelsturm-
Serifensingende Bestreben hangeln sich
von dir zu mir und wieder zurück
spinnen ihre kantigen Texturen
wie mineralisches Wachstum
in selbstverständlichem Eigensinn-
doch dahinter
gratwandelnd ein taubstummer Wahn
weinend nach dem heilenden Elixir
wider die Unteilbarkeit des Seins
ja- eines Tages wird es geschehen
wir werden uns endlich erlösen
wir werden uns treffen
in der Mitte der Brücke
wo Worte nicht mehr sind
als ein Anfang
geschrieben von: Crysania
Wo Worte nicht mehr sind
als ein Anfang.
Am Anfang war das Wort.
Und die Feder ist mächtig
mächtiger als das Schwert es war
und sein wird -
konnte.
Am Anfang war das Wort
und am Ende wird es sein.
Der Füllfederhalter
ist mit Tinte gefüllt
mächtiger
als das Schwert
denn der Federhalter
bleibt in der Jackentasche
während das Schwert am Flughafen
zurück
bleibt.
Pass auf,
sonst spritz ich dir
die Tinte ins Gesicht
drum
lass mich frei,
lass mich fliegen -
das Wort - wird siegen.
geschrieben von: Sh4dow
Vergangenheit...Erinnerungen!
Gesehen...gedacht...gewusst...
passiert...geliebt...
genossen...
Gesehen...gedacht...gehofft...
gebetet...passiert...
geheult...
Jetzt steh ich wieder am Anfang,ganz allein,doch sehe nicht mehr,denke nur noch an Erinnerungen!
geschrieben von: Vampyress
Meine Welt
Der Schmerz allgegenwärtig...!
Die Kälte immerwährend...!
Die Leere zermübend...!
Nichts hat Sinn.
Liebe ist nicht existent.
In meiner Welt, die,
mit Sorgfalt erschaffen,
Mir Zuflucht bietet vor meinen Ängsten.
Der Hass auf mich selbst
Raubt mir jeden Rest von Kraft.
Der Mut schwindet
Bis nichts mehr übrig ist
Von dem kläglichen Ding, das sich mein Leben nannte.
Wann wird dieser Weg enden...?
Doch schon sehr bald...!
geschrieben von: transcosmos
vorüberziehende sonne
Schwarz waren die wände und hoch. Ich blickte nach oben, entlang der achse des zylinders in den kreisrunden horizontpunkt. Durch meine haut sickerte die feuchtigkeit und verwandelte sich in meinem herz zu trockener kälte. Der lehmboden war weich und ich sank langsam ein. Oben war tag und die sonne schob sich seitlich in mein blickfeld. Schließlich war sie direkt über mir und blendete in meine augen. Dies war der schönste moment in meiner tiefen existenz. Ich hob die arme, um meine augen zu schützen und meine hände stießen an die rauhen steinwände. Durch das unerwartete licht sah ich die wände des zylinders. Sie bestanden aus rauhen und unregelmäßigen steinblöcken, großteils von moos überwachsen und feucht von dem durchsickernden wasser. Da fasste ich den entschluss, gegen den horizont zu klettern, hinaus aus dem stillen loch. Meine finger krallten sich in die steine und fanden unsicheren halt. Bald waren sie blutig, doch der zylinder war von solchem durchmesser, dass ich auch meine beine verspreizen konnte und so in der achse hing wie ein hampelmann. So klammerte ich mich stein für stein immer höher. Die sonne wärmte meine haut und ich war bestürzt über meinen zustand. Doch das verweilen der sonne war nur illusion aus dem begehren heraus, denn sie zog unaufhaltsam weiter, bis sie schließlich am gegenüberliegenden rand des horizontpunktes verschwand. Da wurde es wieder dunkel in meinem zylinder und die umrisse der steine, an denen ich mich festklammerte, verschwammen zu dunkelgrauen schemen. Rasch verlor ich den halt und stürzte zurück in das loch, wobei ich mir kopf und ellbogen aufschlug. Hart landete ich auf dem lehmboden, dessen zähigkeit meinen aufprall nur teilweise dämpfte. Blut rann in dicken rinnsalen über meine stirn und aus meiner nase und gestaltete sich zu schönen mustern. Da wurde mir klar, warum rot die farbe der liebe ist. Und ich wusste, ich musste warten, bis aufs neue licht hereinfiel. Und ich musste hoffen, die interimische dunkelheit zu überleben.
geschrieben von: darklife
Wieder ist ein Tag vorbei
einer dieser Tage ohne Sinn
Wieder sitz ich alleine hier
keiner da der an mich denkt
Wieder bin ich einsam
und sehne mich doch nur
Wieder hört mir niemand zu
doch bald habe ich nichts mehr zu sagen
geschrieben von: Seneca
Als ich des Todes Natur zuerst erblickte
lernte ich zu fühlen, wahrhaft zu lieben
Doch mit jenen tiefen Sinnen kam auch die Furcht
so jäh zu verlieren, was mich im Leben hält
Und so habe ich erdrückt, was ich doch liebte
geschrieben von: Hoffnung
Der Tod hat sich zu mir gesetzt
Mir vom Leben zu erzählen
Hält mich mit beiden Armen fest
Meine Sucht nach ihm zu zähmen
Er spricht von Frieden und Geduld
Und von der Zeit, die mir noch bleibt
Um loszuwerden Last und Schuld
Ihn erst zu suchen, wenn ich frei
Daß er nicht Zuflucht, sondern Heim
In das erhob´nen Hauptes zieh´
Ich wenn die Zeit gekommen ein
Mit Würde, statt in Agonie
((unknown)
geschrieben von: Miss Rainstar
Der Nachtwandler
Die Nacht vergeht,
stirbt,
im beißenden Rauch
eines erwachenden Tages.
Zu finden sein Ende,
taumelt ein Falter
dem grellen Himmel
entgegen.
Das Schwarz seiner
zerbrechlichen Flügel,
verblassend in der sengenden Glut -
Sonne.
Verkümmert seinen
Körper.
Sein Geist flieht,
in unüberwindbare Höhen.
Er stürzt -
fällt seinem Traum entgegen.
Immer Höher,
erreicht ihn nicht.
Ein schwarzer Falter - steif.
In sanfter Brise wehend,
seine Flügel -
auf grauem Asphalt.
Von Gummi überrollt,
Tonnenschwer plattgedrückt.
Ohne Traum, keine Zukunft.
Nie mehr leben.
Entflohene Visionen,
von einfachem Glück.
Ertränkt in einer Welt
aus Grau.
gez. Anja Tonk
geschrieben von: dornroserich
ACHTUNG! DIES IST EIN KLEINES EXPERIMENT, ICH HABE MIR ERLAUBT, EINEN TEXT VON RECLUSIVE ONE EINFACH ZU VERARBEITEN... !!! (und jetzt hat es auch wieder einen Bauch)
einsam durch laub
ein blick, ein igel
verloren, rascheln
nichts meine schritte
feuchtes ungesehen verschwimmt
den grauhimmel, die pfützenwiesen
wo geborgen in den manteltaschen
aber niemand kommt, klamme hände gekrümmt
weitergehen, weiter? naßschwarze allee
daß man zerbricht, sturm-splitter-holz
zerfällt, vergeht wegrandverloren
dann angstvoll sich umsieht
nachmittagsdämmern kurztag bald nacht bald
weiß ich es? hundehalter in ballonseide kreuzt
Ich raffe mich auf, faß neunen mut. pfeift der wald
ich rede mir ein, es geht schon gut. stummgesummt
im wegspiegel nieselringe leer erst - dann langsam
erinnern langsam ein eignes gesicht - ist es das?
verzerrt wo die freundlichen augen verdreht
noch schritte? nicht jetzt den letzten?
losgelöst gelassen und der wind vergaß
die kastanienblätter augenblicke dann
auch sie zu boden. lausch ich den stillen
ohne willen - wirr.
kein schrei - kein laut
wie denk ich daran?
ein ich? straßen
entlang
schatten auf den niederen rängen
niederhöllen tun sich auf
wenn emotionslose
glasgestalten
leer und tränenerfüllt
durch dunkle gassen
wandeln
taumeln
stürzen
______und nicht bemerken dass sie liegen
bleiben.
tief von trauer durchzogen
ist der leere traum
gelebt
lebendig gefühl
einen sonnen und einen mondaufgang entfernt
das leben
das glück
pur.
leer des gestaltenwandlers wort
so schweigt sie
und
hört auf zwei schritt vor und drei zurück zu laufen
denn jede bewegung schmerzt
ein paar schritte später
nur
so bleib ich stehn
und wag keinen schritt mehr zu gehn.
lichterkegel
erzeugen schattenketten
in leergeträumten
gedankenbildern.
der traum bist du
das bleibt.
geschrieben von: erwacht81
Ich vergass mich!
blutend aus reiner Seele!
sterben auf dem leeren Bett!
gehend in das Licht!
nächtlich!
blutend der Körperqualen!
sterben in der Masse!
gehend in die Nacht!
täglich!
Sehend meine Angst
Wandlungsseele!
Sterbend letzte Qual!
Kein zurück!
Gefühlos lebend!
Verletzt gestorben!
Hüllenzombies!
Es geht weiter!
Vergebende Leere!
Liebe mich!
Ich kann es nicht!
Ich werde es nie wieder!
geschrieben von: magus mortuus
in diese leere sas ich nun,
am ufer angekommen,
beobachtete ich die sanften wellen,
die sich langsam brachen,
und meine hände benetzten,
als ich mich zum wasser beugte,
um es zu schöpfen, den durst zu stillen,
spiegelte sich ein alter mann,
im kristall klarem blau,
ein sanftes lächeln umspielte seine lippen,
aber seine augen waren traurig und leer,
erschrocken schaute ich mich um,
doch nur einsamkeit,
als ich mich zurückdrehte,
war er immer noch da,
doch verschwand sein lächeln,
und er verzog sein gesicht,
es war so voller leid, so viel schmerz,
ich berührte ihn,
tauchte mein finger sanft ins wasser,
kleine wellen verzerrten die konturen,
das gesicht verschwamm,
nach kurzer zeit beruhigte sich die see,
und die konturen bekamen wieder gestalt,
doch was ich sah war nur ich,
nicht alt, sondern jungendlich,
aber die augen waren die selben,
traurig und leer,
so verweilte ich eine ganze zeit,
allein am ufer, und hoffte
ihn wieder zu sehen,
doch er sollte mir nie wieder erscheinen
geschrieben von: DeadVenus
Himmel, Erde, sich vereinend
In dem Meer der tausend Toten
Tausend Raben kläglich schreiend,
Singen unsere Gebote.
Dort im Licht der roten Sonne,
Steht der Schatten deiner selbst
Bluten wird die Dornenkrone
Wenn du Tausend Fragen stellst
Gottes Nähe, aller Ferne
war dein Leben weiß genug?
Weinten tausend tote Sterne
Regen der an meine Fenster schlug.
geschrieben von: Twosides
Zu Boden prasselt der Regen,
Ich schaue aus dem Fenster,
Er erinnert mich an das Leben.
Es ist kalt, nass und einsam,
unbemerkt tropft es dahin,
selten ist es angenehm und warm.
Leicht kommt man ins Wanken,
verirrt sich in der eigenen Seele,
Im dichten Nebel der Gedanken.
So steht man im Leben, allein,
vom eigenen Geist gefressen,
doch wird es bald zu Ende sein.
geschrieben von: Stadtphilosoph
es ist das hoffen auf das ende
das dem schmerz ein ende setzt
es ist das hoffen auf die fremde
das tag für tag erneut verletzt
geschrieben von: RubyFay
(von Eva Strittmatter, 1974)
KALT
Manchmal bleiben uns nur unsre Leiber,
Um uns zu helfen, uns zu entkommen.
Der Geist ist ein elender Elendaustreiber.
Er hat uns all unsren Glauben genommen.
Nur auf der Brücke im Fleisch ist noch Halt:
Wärme mich. Meine Seele ist kalt.
geschrieben von: RubyFay
(von Eva Strittmatter, 1984)
SCHWARZWASSER
Die Täler der Nächte. Schwarzwasser der Träume:
Ich schwimme und kann mich ans Ufer nicht heben.
Zu hoch ist die Böschung. Sind Übermächte,
Die wolln mich verschlingen. Sie wollen mein Leben.
So sind meine Morgen nicht hell. Sie sind trübe.
Um mich zu erhellen, brauche ich Stunden
Stummer Geduld, in denen ich übe,
Mich mit dem Licht des Tages zu gesunden.
geschrieben von: rauch
Er blickt aus den blinden Fenstern.
Sein Blick starr und getrübt
von den immerwährenden Gespenstern,
die das Leben verübt.
Die Zeit peinigt ihn,
lässt ihn zu Boden gehen.
Gebrochen sein Rubin,
als wäre nichts geschehen.
Das Licht der Kerze brennt noch,
als er erwacht’ und verflucht
den Traum, der ins Nichts verkroch,
den er braucht und sucht.
Die flackernde Flamme fängt seinen Blick,
lässt ihn unendlich wollen tränenerstickt,
sie würde ihm brechen das Genick,
wenn sie endlich an seinem Atem erstickt.
geschrieben von: Twosides
Kalt ist sein Atem,
kalt wie das Leben,
gefasst sein Entschluss,
spürt seine Adern beben.
Sein Blick ist leer,
vor ihm der letzte Tag,
Der Abgrund der Existenz,
sein Geist der ihn fragt.
Springen oder drehen?
Erlösung oder Leid?
Fallen oder gehen?
Tod oder Leben?
geschrieben von: Hoffnung
Jede Nacht zünde ich eine Kerze an für dich.
Jede Nacht öffne ich eine Flasche für dich.
Dein Tod ist ein nie zu löschendes Feuer für mich...
(unknown)
geschrieben von: wolf moon
weltschatten
die welt
-voll anderer schatten welch umgeben dich
welten meiner selbst
-seh nur schatten ich
schatten
-so unerreichbar doch für mich
schattenwelt
punkt
geschrieben von: myhna
und ich setze einen punkt ans ende dieses briefes
er beendet den satz und macht schluß
und kein wort mehr
kein satz mehr
keine buchstabenwelten mehr in meinem kopf
nun ist alles geschrieben
und nichts mehr da was ich noch sagen könnte
dieser punkt versiegelt meine welt
besiegelt mein schweigen
geschrieben von: paganeyes
Besiegelt mein Schweigen,
läßt mich verstummen,
so denn keiner hört meine Schreie,
sie verhallen ungehört in dunkler Nacht.
Hab nicht die Kraft zu flüstern,
nicht die Kraft zu rufen,
nur in mir tönt es laut
geschrieben von: Hoffnung
Der Schweiger in mir hört mir zu
keine Ohren, doch verstehend
liegt in der Ruh
ohne Zunge
meine Sprache redend
mir ratend ohne Kopf,
kein Atem ohne Mund,
da,
doch nicht dort, wo man ihn sieht
in mir,
ausbrechend
Ratend mit Lachen
wie Blech
Der Schweiger
in mir
das bin ich.....
geschrieben von: isidor
Strafe des Sehens
Ich will mich betäuben,
doch ich finde keinen Hammer
Die Wurzeln-
Sie finden keinen Halt
Nur Sand
Doch wir bauen ohne Halt
Statt nach besserem Boden zu suchen
wachsen wir
Und wieder ein Tag vorüber
Bis wir fallen
Ich beneide dich
Ist der Ausweg oben?
Und wo ist nur der Hammer?
Süßer Schmerz, Ablenkung
Ich suche dich
Doch ich sehe
Weglaufen? Nein
Augen verschließen?
Dann stürze ich
Wie der Baum
Ausweg? Entrinnen??
So unerreichbar fern...
geschrieben von: Meister
Die Trauerweide (neuzeitliches Sonett)
Wenn leis' die Blätter nieder gehn -
und tanzen lieblich mit dem Wind -
Figuren seh' ich dann entstehn,
so jung und fröhlich, wie ein Kind.
Ich denk' zurück an bess're Zeiten -
als unbeschwert mein Herz noch war.
Doch eines kann ich nicht bestreiten -
schwerer wurd' es, Jahr für Jahr.
Die Last, die ich nun auf mir trage -
sie drückt und schürt die Luft mir ab.
Ich trag' sie noch bis zu dem Tage,
an dem ich meine Ruhe hab'.
Drum senk' dein Haupt in Trauer,
auf dass dein Haar mein Leid bedeckt.
Durchfährt dich dann ein Schauer,
hab' ich mich an dem Ast erhängt.
Und wird die Seel' dann endlich frei,
und fliegt und singt und tanzt und lacht,
dann ist die Qual für mich vorbei.
Und wenn es jemand' traurig macht,
dass ich nun aber nichtmehr sei,
dem wird vom Wind mein Gruß gebracht.
ein punkt gesetzt
-ward wie gehetzt
kann nicht sehen
-noch weniger verstehen
die zeit sie rinnt
-nur so dahin
:rolleyes:
geschrieben von: paganeyes
...sie fließt nur so dahin,
zerrinnt in meinen Händen.
Hilflos beobachte ich,
wie sie mitnimmt,
was ich geliebt,
wie sie mir stiehlt Freude und Glück.
Kann nicht heben eine Hand um zu halten,
was mir entflieht.
geschrieben von: Crysania
entfliehen,
der nacht möcht ich entflohen sein
wo ich sie sonst doch mit
geöffneten, weit aus dem fenster lehnenden armen
empfangen
habe.
heut möcht' ich ihr entflohen sein,
denn die dunkelheit,
mach
angst.
heut.
geschrieben von: Twosides
Angst vor der Dunkelheit,
nimmt was ich besitze,
bleiben wird Einsamkeist.
Hoffnungslos sitze ich dort,
alleine in der Unendlichkeit,
das leben um mich ist fort.
Wünsche den Frieden herbei,
Die ewige Stille des Todes,
Auf das dies das Ende sei.
geschrieben von: Hoffnung
Die Kälte der Nacht umfängt mein Gesicht
eine Träne wird zu Eis
ein Gedanke zu Stein
einsam sein zu können ist ein Himmelreich
Doch was wäre der Himmel ohne Hölle?
Das Meer ohne Strand
Der Tod ohne das Leben
Man sagte mir einst,
das Leben wäre das sterben vor dem Tode
zuckend winden wir uns durch das Leben
jeder Atemzug kann der letzte sein.
Je mehr Zeit verstreicht desto kürzer scheint er
und umso mühsamer erklimmt er die Steigung
je näher wir dem "Ziel" kommen
desto öfter tauchen Fragen auf
Fragen nach dem danach
Manchmal frage ich mich wieso
geschrieben von: jade
Fragen, die um Antwort flehen
jedoch missachtet und übersehen
unausgesprochen für ewig
in der Luft schweben
Scheue, dass deren Antwort
zu gefährlich ist
als daß man je ergründen dürfe
welche Wahrheiten sie bergen
geschrieben von: paganeyes
Wahrheiten, Fragen,
tausend Möglichkeiten,
um zu leben.
tausend Möglichkeiten,
um zu lernen,
doch welcher Weg ist es,
der den man wählt,
der den man verläßt.
Du wirst dir nie sicher sein,
nur die eine Wahrheit erkennen,
Fragen,
werden dich immer begleiten.
geschrieben von: IceflowerDragon
Begleitet von Fragen
zieh ich durch die nacht,
wand´re ohne zagen
halte einsam wacht.
Mein Weg
-er führt durch stille Straßen
läßt körper und gedanken kreisen
ohne
Antwort
heim
zu finden.
geschrieben von: Twosides
So irre ich durch die Strassen,
die unendlich in der Nacht verlaufen.
Kenne weder mein Ziel noch mein Weg.
Geniesse die Magie des Momments.
Ein letzter Blick fällt zurück,
So drehe ich mich um in die Nacht.
Gehe durch das kalte Leben.
Ohne Ziel, ohne Sinn, alleine.
So vergesse ich,
vergesse was war,
vergesse was ist,
vergesse was sein wird.
geschrieben von: IceflowerDragon
Vergessen was gewesen
unheimlich, verzerrtes schattenwesen
es folgt mir durch die Straßen
es lässt mich nie allein
die angst allein- vergessen zu sein
geschrieben von: Halbmondfee
aus Angst allein vergessen zu sein,
so bauten und bauten sie,
errichteten und beschnönigten,
versuchten dem Ende ein Gesicht zu geben,
hatten Angst zu vergehen,
konnten es nicht verstehen,
habe vergessen was einmal wahr,
besessen von dem Gedanken zu sein,
~doch es war nur die Angst allein~
sie hat geschaffen diesen Ort,
wo tausend Namen stehen,
die Stunden nie vergehen,
Blumen immer blühen,
Engel sich erheben,
und leise Stimmen zum Himmel beten,
~doch nur aus Angst allein~
stehen diesen Namen in Stein,
gemeiselt für die Ewigkeit,
in Hoffnung das es für immer bleibt,
doch es wird vergehen,
nie wird jemand ewig an deinem Grabe stehen,
~nur aus Angst allein darf dieser Gedanke nie wahr sein~
geschrieben von: IceflowerDragon
Nichts bleibt bestehn,
nichts bleibt bestehn,
nie werden Augen für immer sehen
-Werden müde, werden blind,
bald vergreist das kline Kind.
Aus Stein den wir der Erde stahlen,
wird allerfeister Staub gemalen,
Legt sich nieder über Räume,
als schöpfer meiner Kindertäume:
Bücher uter Grauem Tuch-
Des lebens schicksahl -Alter Fluch.
Nieder geht, was einst sich reckte
und der Donner niederstreckte.
Schwach ist nun was einst war stark:
Helden liegen in ihrem Sarg.
Kein großer König hält den Tron
auf den Vater folgt kein Sohn.
geschrieben von: erwacht81
Wenn das alles ist,
es ist alles wir leben
leben um zu sterben.
sterben wird nicht schlimm sein.
ich sehne mich nach leben,
fließt Blut durch meinen Adern,
es fließt die Zeit und der Druck,
eine Sekunde wird zur Flucht,
eine Stunde ein Jahr zur Minute,
die Zeit reißt mich in den Strudel,
Strudel meiner Bessenheit,
den Tot meines Lebens ist schon,
ich lebe wie der PC an den ich sitze,
erfülle die Aufgaben die ich muß,
die ich mir selbst erzwinge,
es geht voran!
geschrieben von: IceflowerDragon
vorran wie eine Maschine,
so wie jede Maschiene
die von menschen Gebaut
immer nur vorangeht
Das bestreben vorwärts zu kommen,
es bleibt uns im Blut
ist unsere Natur.
Doch wohinn?
Worin liegt der sinn?
neue Länder andres Leben-
wie zu Nomadenzeiten eben?
Sind wir nicht gezwungen stehn zu bleiben
um uns nicht herrumzutreiben?
Bewegt sich mit den füßen auch der Geist?