Von dunklen Felsen fiel ein Lachen herab.
Ein grauer Falke starb den wertlosen Tod.
Aus tiefen Wolken sank kein Regen hinab.
Als die Dämm'rung den Kindern Ruhe gebot.
geschrieben von: WhiteRaven
Nacht
Angstvoll des Sterbens Stunde
Erhoffst du nahe das stumme
Seufzen unterdrückter Schreie
Das Auge bricht der Hoffnung
Letztes Licht
Am Abgrund fallen die Tränen tief
Mühsam quält sich ein totes
Zittern durch deinen Leib
Um den Knöchel gewunden
zieht dich hinab das Blau
Unaussprechlich quält dich
Die Zeit Sand fällt durch die Uhr
Das Licht reisst ein schützend
Breitet sich aus die lauernde Dunkelheit
Es springt dich die Schwärze an
Unsichtbar geworden durch fehlendes Licht
Wird dein Körper endlich nach Qualen
Wieder ein Teil von dir
01.01.02
geschrieben von: WhiteRaven
Trauriges Glück
Es quält dich die Stille so laut
Schweigt die Angst
Vor der Dunkelheit
Es geschehen böse Dinge
Siehst du den Schatten
Der hinter dir steht
Und du weinst bittere Tränen
Der Sehnsucht
Es friert dich
Der Einsamkeit trauriges Eis
Kälter berührt dich
Der Wind...
Verschwommen die Linie
Rote Tänzer lachen dich aus
In Gedanken versunken wandert
die Linie weiter...sie lacht
Sie zieht Grenzen im Chaos
Und mauert die Gedanken ein
Jetzt kannst du dich des Tanzes erfreuen
geschrieben von: WhiteRaven
Verfehlte Macht
Der kalte Glanz toter Augen
Blickt dich fragend an
Doch dein Schwert bohrt sich tiefer
In das Herz den Verstand
Hast du schon lange abgeschaltet
Und doch war da nicht ein Funke
Leben rinnt wie Sand davon
Doch auch tote Herzen können bluten
Wille - vom Eisen besiegt
Hast du aufgehört zu kämpfen
17.04.02
geschrieben von: WhiteRaven
Gefallener Engel
Wie du so vor mir stehst
und nicht verstehen kannst
dass dir die Flügel genommen
versuchst du ununterbrochen
dich emporzuheben
und nach Hause zu fliegen
Und da du begreifst
wird dein Blick dunkel
und deine Stimme bitter
als du dir den Tod wünschst
Doch Engel sind unsterblich
auch wenn sie verstoßen sind
Du kauerst dich zusammen
und wartest, bis Gott dich erhört
Blutig dein Rücken der einst Flügel trug
Vielleicht wirst du Gott verzeihen
wenn du siehst dass du für mich
noch der allergrößte Engel bist.
geschrieben von: WhiteRaven
Schwarzes Licht der Mitternacht
Es ist noch nicht ganz Mittag
schon weicht der Tag der Nacht
und in der tiefsten Hölle
sind wir zu spät erwacht
So wandern wir gleich Dieben
und finden doch kein Licht
das wir nun meiden könnten
denn Liebe gibt es nicht.
Selbst wenn ein Funke Gottes
im Dunkeln uns erscheint
sehn wir in ihm nur Schwärze
Die Augen totgeweint.
06.07.02
geschrieben von: WhiteRaven
Vergangenheit - Gegenwart- Zukunft?
Was ist nur aus dem toten Kind geworden
am Morgen nach der kalten Nacht
denkst du an den schwarzen Dämon
doch alles in dir singt und lacht
Der Regen hat die Tränen abgewaschen
weiß ist nun dein rotes Kleid
denn selbst die allertiefste Liebe
ist verloren ohne dunkles Leid
geschrieben von: WhiteRaven
Wie es war
mühsam auf dünnem Eis gewandert immerfort
zur Mitte hin in der Hoffnung es würde
dich tragen die Augen geschlossen
Schritt für Schritt
...als das Eis brach, half dir nichts
vor dem kalten, stechenden
Tod kneifst du noch immer die Augen zusammen
mitgerissen von der eisigen
Flut
05.09.02
geschrieben von: WhiteRaven
Abschied
Schrecklich die Blindheit
und dein Herz zerriss
als ich mich von dir wandte
grausame Wahrheit
Verloren vergessen die Zeit
als wir glücklich waren
zerrissen zwei Seelen
Fortuna hat uns getrennt
Wie konnte ich glauben
dass Trauer vereint
eisige Kälte an dener statt
ergriff meine Hand
B-Wahret-Ei-Nander-Vor-Herzeleid
Denn schwarz ist die Zeit
05.02.02
geschrieben von: WhiteRaven
Schwarze Rosen
Dort, wo keine Sonne scheint,
wo niemals Vögel singen,
dort, an diesem Ort der Toten...Stille
Da, wo kein Gefühl und kein Gedanke
dieses kalte Herz bewegt
trostlos, verlassen...
Weißt du, wo die schwarzen Rosen blühen?
Dort, wo kein Wasser
-über Wangen-
fließt, gefriert...
Da, wo alles unbewegt und schweigend,
kalt, erfroren, dunkel ist,
da sitze ich inmitten schwarzer Rosen.
26.12.01
geschrieben von: WhiteRaven
2001 I
Wassertropfen fallen mühsam
in den Ozean aus Qual
küssen im Vorbeiflug zärtlich
die Haut der Stirn ist nass und fahl
Zitternd stehst du ganz verlassen
und wirfst zögernd einen Blick
auf den weiten Weg so einsam
wünschst die Wärme dir zurück
Spürst die Farben sanft erblassen
sitzt auf hartem kaltem Stein
und am Ende weisst du doch nur
was du tust wird sinnlos sein
Da beginnst du still zu hassen
Einsamkeit dein graues Kleid
Irrst du durch verlass'ne Gassen
Frönst im Stillen deinem Leid
12.07.02
geschrieben von: WhiteRaven
2001 II
Sonnenstrahlen tanzen unaufhaltsam
auf dem kalten Glas es bricht
in alle Richtungen zerstreuend
das blaue aufdringliche Licht
Tausend Regenbogen beugen schützend
strahlende Farben die erleuchten dein Gesicht
Doch statt Wärme fühlst du schwarzes
dich ertränkendes Gewicht
14.07.02
geschrieben von: WhiteRaven
Friedvollste Trauer
Weißt du noch als du des Abends
Saßest einsam in der Nacht
Und du lauschtest meinen Worten
Würdevoll das Leid bewacht
Dass es nicht nach außen käme
Wo doch alles rein und weiß
Trauer zu verdecken suchte
Doch die Träne rollte leis'
In die Nacht der weißen Welt
Quoll sie gleich dem dunklen Blute
Das aus deinen Wunden rann
Als Hass besiegte all das Gute
Doch der Hoffnung große Lüge
Einsamkeit die dich verdarb
Wolltest du nie wieder spüren
Als die Seele in dir Starb
11.05.02
geschrieben von: WhiteRaven
M E N S C H E N L E B E N
Lachend fallen, singen, tanzen
Im Todeskampf erblüht das Sein
Können lachen
Können weinen
Können sehnen
Können schreien
Wenn sie kommen und sie fallen
Sind sie doch niemals allein
Wenn sie wüten
Und behüten
Wird niemals dasselbe sein
Wenn die Zeit und ihre Träume
Lachen, schreiend weinen, sehnen
Wollen nicht alleine sein