Es gibt so vieles, was ich nicht weiß. So vieles, was ich wissen möchte. So vieles…
…das wir haben möchten. Warum wissen wir das Allgegenwärtige so selten zu schätzen? Gestern habe ich mir einen Traum erfüllt. Ein Traum, ein Traum von Stoff. Ein Traum von einem Mantel. Bilder, Visionen, wie es wäre, wenn… ..wenn ich ihn hätte. Wo ich ihn tragen würde, ihn tragen könnte. Doch nun, wo ich ihn habe, ist es mir gleich geworden. Ich gehe mit der Zeit. Doch sie geht nicht mit mir. Es gibt so vieles, was ich vergessen möchte und so vieles, wo ich es nicht kann. Warum sehnen wir uns immer nach dem, was wir nicht in den Händen halten? Wir blicken in die Vergangenheit und spüren oft Resignation. Bedauern. Hass. Trauer. Weil wir das, was wir einst hatten, nicht mehr in den Händen halten.
Wir leben, um zu lernen. Aber wenn es um das Leben selbst geht, lernt man nur aus Bitterkeit. Alles ist so gleich, wenn man es so betrachtet, wie ich es tue. In der Liebe wandert man, von einem Menschen zum anderen. Vielleicht weil man spürt, dass nichts von ewiger Dauer ist. Aber wenn uns dies bewusst ist, warum schätzen wir es trotzdem nicht so, wie man es tut, wenn man dies und jenes nicht mehr hat? Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, was Liebe ist. Ich weiß es wirklich nicht. Habe ich schon einmal geliebt? Ich bin noch so jung. Aber das Alter hat meist nichts mit Wissen zu tun. Selbst wenn sie, die Liebe, die Freundschaft, hält, der Tod kommt. Der Zerfall beginnt von neuem. Alles ist so gleich. Nur die schillernden Facetten verschleiern diese Erkenntnis geschickt.
Wir wandern auch von einem Objekt zum anderen. Wie ich. Der Mantel ist mir gleich geworden. Denn ich habe ihn. Ich muss ihn nicht mehr begehren.
[Anm.: Kommentare bitte nur per PN schicken/ schreiben. Ich möchte, dass es übersichtlich bleibt. Danke. *lächel*]