Glück verborgen
Suche nicht nach den Sternen
denn die Sterne so schön sie dir auch scheinen
es niemals gut mit dir meinen
denn funkeln sie dir so süß in der Nacht
bei Morgengrauen die sonne ihnen, so scheint’s, den tot gebracht
du voll Trauer dein Tagewerk beginnst
des nachts jedoch die Sterne wieder findst
So du wirst zum einsamen Wanderer
zur nacht sich hingeneigt
das glück nur dann ihr Gesicht dir zeigt
So wird die Schönheit der Sterne
dich nur beglücken können aus der ferne
Da du die wärme der sonne vergisst
deren wahre Schönheit du erst viel zu spät vermisst...
geschrieben von: Rabenherrin
Die Zigeunerin
Siehst du sie, die Frau da unten
Ihre Kleider eng, ihre Kleider die bunten
Wie ihre Röcke wehen, wie sie sie bewegt
Wie sie im rhytmus gefangen über den dreckigen Bordstein fegt
Ihr haar so schwarz wie das Gefieder eines Raben
Jeder Mann will solche Frauen haben
wenn Des Spielmanns Rassel ihrem Tackt die Hände reicht
Sie des Teufels Gefährtin gleicht
Welch magische Anziehungskraft
Welch geistige Gefangenschafft
Wenn man sie erblickt
Doch ein trauriges Geheimnis die Schönheit erstickt
Folgt ihr ruhig, edler Herr
Und ihr werdet sehen, ihr leben ist schwer
Denn der grund warum sie mit ihren reizen nicht spart,
ist weil sie hungrige Kinder hat.
geschrieben von: Rabenherrin
Eine reise um die Welt
Tanze für mich, tanze
Oh Auge siehe das ganze
Siehe alles nicht wies dir gefällt,
sondern wie sie ist...die Welt
siehst du, die sonne wie sie scheint
siehst du die rose wie sie keimt
siehst du es, das wasser der Themse
siehst du die Bauern
voll erde und in der hand die sense
sie arbeiten mit ihren Händen gegen Hunger und Tod
Für ein bisschen Eier, Mehl, fisch und Brot
Das heim gemacht aus Lehm und Stroh
Kommt der Bauer nach haus dann ist er froh
Denn dort ist sein Nachtquartier
Direkt neben einer Kuh einem Schwein und einem stier
Und schläft er ein dann träumt er süß
Von goldenen Sälen und dem Paradies
Von einem leben als König träumt er
Hach, sein leben ist wahrhaft schwer
Tanze für mich, tanze
Oh Auge siehe das ganze
Siehe alles nicht wies dir gefällt,
sondern wie sie ist...die Welt
siehst du ihn den großen Palast
gebaut wurde er in schrecklicher hast
siehst du sie die edlen bäume
siehst du sie die goldnen räume
siehst du sie die Kristalleuchter so prächtig
darunter sitzt ein Prinz so schmächtig
wie ein kleiner Prinz eben ist
von fern scheint es als hätte er nie etwas vermisst
doch seht nur näher hin, so schaut
unter des Prinzen weißer haut
steckt eine gefangene Seele
und ihre Trauer zuschnürt des Prinzen kehle
denn der klein er wünscht sich so
ein leben in Freiheit, Baumwipfeln und Stroh
statt dessen darf er mit Elefanten spielen aus Porzellan
mit denen man nicht richtig spielen kann
und wenn der kleine sich schlafen legt
er wahrhaft süße träume hegt
dann träumt er von dreckiger erde
frischer Luft und dem schnauben der Pferde
von einem leben als Bauer träumt er
hach, sein leben ist wahrhaft schwer
Tanze für mich, tanze
Oh Auge siehe das ganze
Siehe alles nicht wies dir gefällt,
sondern wie sie ist...die Welt
siehst du sieh, die große Stadt
nur die Ratten sind hier satt
siehst du sie die hübschen gärten
siehst du sie die Häuser in die schon vor langer zeit Menschen einkehrten
ein alter Arzt lebt hier
Kinder hat er vier
und ein gutes Weib
immer fruchtbar und gesund war ihr leib
aber geht der Arzt aus dem haus, dem gesunden
werden ihm die Augen entbunden
und was er sieht das ist nicht wahr
ist Tuberkulose pest und Colerah
ein stiller krieg in einer gossen Stadt
in der jeder nicht mehr als sein eigenes leben hat
er lebt in einer verseuchten Welt
in der keiner große stücke auf sein eigenes leben hält
im norden lebt der König in seinem schloss
der schon tausendmal mehr hat als ein armer Mensch in seinem ganzen leben genoss
im Süden der Bauer und die Felder
der nichts mehr anbauen kann denn ihm fehlen die Gelder
deshalb kann der Mensch nicht teilen
denn keiner möchte in seinem eigenen leben verweilen
denn da wo das leben sowieso schon schlecht
es nichts gibt was den anderen gutes brecht
und wenn der Arzt sich abends schlafen legt
er wahrhaft süße träume hegt
dann träumt er von Frieden
das jeder Mensch wieder den andern kann lieben
von einem leben im glück träumt er
Hach ein Menschenleben ist wahrhaft schwer
Tanze für mich, tanze
Oh Auge siehe das ganze
Siehe alles nicht wies dir gefällt,
sondern wie sie ist...die Welt
geschrieben von: Rabenherrin
Der Traum
Eines Morgens war alles vorbei,
vorbei mit blinder Tyrannei
vorbei mit krankheit, Trauer und Tod
vorbei mit Qual, Schmerz und Not
Das Leben das vorher kein Leben mehr wahr
Ist jetzt wie Spiegelglas so klar
Wie eine Kinderträne so rein
So sollte eines jeden Leben sein
So mach nur dein Herz weit auf
Und siehe der dinge lauf
Denn aus tag wird nacht zu schnell
Und alles was dunkel wird hell
Und alles was Tod wird leben
Und alles was nimmt wird geben
Deshalb wird mein Traum so war
Wie der Stuhl auf dem ich sitze gar
Denn so wie sich alles zum Gegenteil kehrt
Auch das schlechte nicht lange währt
Und Friede und Freude wird uns zuteil
Nach einer langen, langen weil...
geschrieben von: Rabenherrin
Die Fackeln im Wind
Da hat jemand eine Fackel angezündet
auf dem Weg der ins dunkle führt.
Mitten auf einem kleinen Pfad
dessen Boden kalt und unfruchtbar ist
leuchtet nun ein Licht.
Wer hat das getan?
Wieso?
War es denn nicht gut so wie es war?
Der weg war gerne dunkel,
er wurde ungern gesehen.
Niemand sollte sehen wie rissig er war.
Niemand sollte sehen wohin er führte.
Er wollte immer so schön sein
Wie die anderen Wege
Die durch Menschenhand entstanden sind
Und trotzdem nie vergessen wurden
Jetzt steht dort eine Fackel
Der Weg wird gesehen
Jeder Riss...jeder Stein...jedes Loch
Der Weg leidet
Warum sollte ihn denn jemand sehen wollen
In seiner Unvollkommenheit?
Die Antwort:
Lieber Weg...Die Fackel hat die Liebe aufgestellt
Sie wollte Sein
Sie wollte sehen
Sie wollte spüren...
Illusion bringt alles zu Fall
Höre und lerne Lieber Weg
Illusion bring alles zum Fall...
geschrieben von: Rabenherrin
Stillstand
Und der Regen wird dich waschen...
Er wird laufen über dein Gesicht
Du stehst da mit den Händen in den Taschen
Deine Umwelt siehst du dann nicht
Er wird laufen über dein Kinn
Hinunter deinen hals
Die kribbelnde Kälte schärft jeden Sinn
Und auf den Lippen schmeckst du Salz
Wenn du langsam die Augen schließt
Tief atmest und den Atem zählst
Du nur einen kleinen Teil der Herrlichkeit genießt
Nur einen kleinen Teil den du mit solchen Dingen wählst
Und für eine kurze Weile
Wäscht er alle Tränen fort
Jeden schritt der schmerzhaften Meile
Jedes hasserfüllte Wort
Aber nach der Weile musst du gehen
Ja, nach der Weile musst du zurück
Du musst dann wieder nach vorne sehen
Gehen in das wahre glück...
geschrieben von: Rabenherrin
Die Reisende
ich stand im garten viel zu lange
im dämmerlicht verganger zeiten
ich werd nun gehen, mir ist nicht bange
ich werde meine Flügel weiten
manchmal dacht ich, ich könnt nicht fort
von allem was ich liebe nannte
ich blieb so gern an diesem ort
an dem ort von dem ich alles kannte
eines tags jedoch da wusste ich
ich kann nur wachsen wenn ich reise
meine welt, sie ist zu eng für mich
ich weite meine flügel...leise
meine welt...sie sehen mich an
schweigendes stimmengewirr entsteht
sie verstehen noch nicht warum man
auf einmal geht
aber auch sie, sie werden gehen
wenn die zeit gekommen ist
keiner bleibt auf ewig stehen
bis er seiner selbst vergisst
so reise ich in andre welten
ich habe nie soviel schönes erblickt
solche dinge erlebt man selten
und nur wenn man sich selbst in den nebel schickt