Ich sehne mich nach Stille
nach einem ruhigen Ort
das einzig ist mein Wille
nur einmal von hier fort.
Zu sehen Tier und Wälder
in ihrer ganzen Pracht
und unverbrauchte Felder
kein Geld und keine Macht.
Den Mensch, "die große Schöpfung"
auch ohne Angst im Herz
ich bitte um Vergebung
oh, nehmt mir doch den Schmerz!
Die Welt in voller Klarheit
für einen Augenblick
ihr würdet ihn nicht geben,
denn ich käm nie zurück.
So bleib ich in Gedanken
in dieser schönen Welt
hier gibt es keine Schranken,
bloß das Reale fehlt.
So lebe ich in Träumen
aus Angst verletzt zu werden
hier lebe ich mit Freunden,
bevor wir lebend sterben.
Nihasa Naamah
geschrieben von: Nihasa
Flucht: Leben
Der Himmel grau,
die Straßen leer,
ein leichter Nebel,
Kälte,
ich mittendrin.
Schnelle Schritte,
hallender Asphalt,
dreckige Pfützen,
Tränen,
ich lebe.
Eine einsame Bank,
nächtlicher Besuch,
tiefe Trauer,
Erkenntnis,
ich lebe noch.
Umherirrende Blicke,
alte Erinnerungen,
falsche Entscheidungen,
verloren,
und weiter lebe ich.
Ein einfacher Gedanke,
ein bloßes Gefühl,
kurze Angst,
Zweifel,
doch fest entschlossen.
Im klaren Mondlicht,
eine fliehende Gestalt,
umgeben vom Tod,
eilt tiefer in die Nacht,
um endlich zu leben.
Nihasa Naamah
geschrieben von: Nihasa
Irrweg
Verlassen und einsam sitz ich im Dunkel.
In eine Ecke gekauert,
glaub ich an nichts.
Niemand, der um mich trauert,
weil keiner merkt,
ich bin bereits tot,
kommt keine rettende Hand,
keine Hilfe aus dieser Not.
Doch ich möchte leben,
will auferstehen,
die Dunkelheit besiegen
und Licht wieder sehen.
Ich weiß ich kann siegen,
kann das Böse bezwingen.
Also stehe ich auf.
Es wird mir gelingen.
Ich renne schnell,
ja, ich flüchte zum Licht.
Kann fühlen und sehen,
wie der Tag anbricht.
Das Licht kommt näher.
Das Dunkel läßt los,
doch ich fühl mich nicht besser.
Was ist nur los?
Das Licht fängt mich nicht auf,
nein, es legt mich in Ketten.
Ich kann mich nicht wehren.
Dunkelheit komme mich retten!
Zu spät merke ich erst,
der Schein hat mich betrogen.
Das Licht war das Böse.
Ich habe mich belogen.
Erst jetzt wird mir klar,
ich saß die ganze Zeit im Glück.
Habe es freiwillig verlassen,
kann nie mehr zurück.
Mit dieser Erkenntnis spreng ich die Ketten.
Lasse das Licht hinter mir
Und renne ins Nichts.
Still ist es hier.
Unter mir sehe ich Licht und Dunkel.
Ich stehe nun über ihnen.
Hier bleibe ich.
Hier muß ich keinem dienen.
Nur hier bin ich wirklich frei.
Nach langem erfolglosen suchen,
es schien mir fast endlos,
habe ich doch eine Wahrheit gefunden.
Sie ist nicht gut oder böse.
Sie steht auch nicht zwischen drin.
Sie ist anders als alles.
Nur hier bin ich, wer ich bin.
geschrieben von: Nihasa
Ich strebe nach Verderben,
ich geb es offen zu.
Die Sehnsucht nach dem Sterben
sie lässt mir keine Ruh.
Ich sehne mich nach Schmerzen,
so merk ich, dass ich bin.
Ich lebe noch im Herzen,
Nur wo liegt da der Sinn?
Ich töte mich nicht selbst,
doch tu auch nichts dagegen.
So vieles ist verfälscht,
hält mich auf meinen Wegen.
Ich liebe das Extreme,
die Nähe an mein Ziel.
Das Glück als eine Träne.
In Not lächle ich viel.
Schwarz als viele Farben,
die mir noch Hoffnung geben.
So viele die auch starben
und sind dennoch am Leben.
geschrieben von: Nihasa
Gefangen in sich selbst
Und wie ein böses Wort
das man nicht weiter spricht
aus Furcht Wunden zu setzen,
siehst du die Liebe nicht.
Hältst du sie für unmöglich,
für eine Krankheit gar,
verleugnest sie schon völlig,
dabei ist sie so nah.
Und quälst dich mit Gedanken,
die aus dem Kopfe toben,
verschließt dein Herz für immer
aus dem schon Funken stoben.
Erlischst die Flamme selbst,
um Frieden zu bereiten,
doch was du dabei schaffst
ist Einsamkeit und Leiden.