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Schatten der Sonne

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geschrieben von: Hoffnung

http://www.nachtwelten.de/vB/showth...=&threadid=5357

So diese Gedichte sind auch sehr persöhnlich, ich habe sie trotzdem hierhergestellt, da dein fuenftes Gedicht etwas besonderes ist, in meinen Augen.

Aber erstmal zu dem Text der anderen.

Liebe Hass und Tod

Ich bin allein.
Ich fühle nichts , ich werde zu nichts.


Da hat es mich etwas verwundert das du plötzlich angefangen hast die Absätze zu ändern, danach wird es etwas chaotisch, aber durch die Komas immer noch leicht zu lesen.

Ich vermisse Sie

nur einen hauch von Ihr gespürt
schreibt man in dem Fall "Hauch" nicht groß?

Ich habe an Ihr festgehalten, wie ein Ertrinkender dem man ein Tau zugeworfen hat.

Da fehlt der Absatz

ich vermisse Sie, ich vermisse Sie, die Liebe, auch wenn ich Sie noch nicht gefunden habe.

Den Absatz wuerde ich aufteilen, und in drei umwandeln.

Ich vermisse Sie,
die Liebe,
auch wenn ich SIE noch nicht gefunden habe

Auch wuerde ich das "Sie" unterstreichen indem ich es großschreibe , wie gezeigt.
Sonst irritiert der Satz etwas, da dieses "Sie" wenn man es schnell durchliest, das ganze vorherige ins Gegenteil wenden kann.

Erdachte Liebe

Hier schreibst du ungefähr bis zur Mitte jeden Anfangsbuchstaben des Satzes groß, und den Rest klein.
Dann wechselst du und beachtest die Groß und Kleinschreibung nur manchmal, das irrtiert etwas.

Bis ich spürte ihre wie schmerzhaft und zerstörend sie war.
Jahrelang lebte und quälte ich mich für diese eine Liebe.


Hier fehlen die Kommas, oder irre ich mich *am Kopf kratz*

Sonst ist das Gedicht gar nicht ohne.

Ich hasse mich

Da sind einige Rechtschreibfehler drinnen, die darfst du aber selbst suchen*g*

Ich hasse mich,
daß mich mein Hass umbringt.


Den Satz versteh ich nicht ganz, aber ist auch schon spät.

Der letzte rotmarkierte Satz ist genial, der gefällt mir wirklich.
Er passt wie die Faust aufs Auge , in diesem Falle.

*äähm* Nachtrag, ich hab erst später gemerkt das das deine Signatur ist *rotwerd* aber es passt trotzdem.

Die Qualen meiner Leben

Mit dem kann ich nicht viel anfangen...

Was habe ich nur getan?
Wieso kann ich nicht sterben,
und erlöse mich von diesen Qualen?


Da irritiert mich die letzte Satzstellung.
heißt es nicht eher

und mich von diesen Qualen erlösen?

Oder wolltest du etwas anderes sagen?

Ich glaube in diesem Gedicht hast du nur einmal "leben" kleingeschrieben.

Beim nächsten Gedicht hast du leider keinen Titel angegeben.
Das gefällt mir von allen am besten.
Der Absatz ist gut gesetzt.
Dieses Gedicht ist wirklich schön.
Die Dunkelheit schützt uns vor der Oberflächlichkeit. Zeigt uns nur so wie wir wirklich sind.
Der Teil gefällt mir besonders...



geschrieben von: Schatten der Sonne

Na ja, ich hätte nicht gedacht daß jemand so sehr auf Absätze oder ähnliches achtet. Das war mir aber auch recht egal, ich hab damals nicht so drauf geachtet, und hab die Dinger wieder aus ner Datei einfach rauskopiert, und mich nicht weiter drum gekümmert.

Ich hab einfach so drauf losgeschrieben. Ich kenne mich mit Gedichtschreibung, was Absätze oder irgendwelche Formen, angeht nicht sehr gut aus. Aber das denke ich ist nicht das wichtigste.
Obwohl ich es sehr gut finde daß Du Dir die Mühe gemacht hast sie so zu zerpflücken. Ich werde dann nächstes mal mehr auf solche Sachen achten.

______
Ich hasse mich,
daß mich mein Hass umbringt.

Damit habe ich gemeint, daß ich mich dafür hasse, daß mich der Hass gegen eine besimmte Person, schon fast ins grab gebracht hat. War vielleicht etwas schlecht formuliert.


_____________
Was habe ich nur getan?
Wieso kann ich nicht sterben,
und erlöse mich von diesen Qualen?

Ist schon richtig so. Da gehts darum daß ich nicht sterben kann, durch meine eigene Hand. Als ob da stehen würde "ich erlöse mich von diesen Qualen". Also daß der Wunsch zu sterben da war, ich es selbst aber nicht fertigbrachte.

Und danke daß Dir mein letztes Gedicht gut gefallen hat.
Ich werde ihm noch einen Titel geben.



geschrieben von: Hoffnung

Hmm schreib einfach wie du denkst, lass den Text eine zeitlang ruhen und geh ihn danach durch, so machs ich immer.

Gefuehle kann man nur aus dem "Affekt" heraus gut schreiben.
Was man danach wegen Satzstellung usw macht, das bleibt jedem selbst überlassen.

Ich versuche nur Hilfestellung zu leisten soweit das angeht.

Gefühle zu beschreiben , geht meist nicht nach Schriftbild, da müsste man zu lange überlegen und der Gedanke ist dann weg.

Und danke für die Erklärung jetzt versteh ich es besser.



geschrieben von: fluchtraum

"Ich hasse mich" - ein wirklich gelungenes Gedicht in meinen Augen, denn die Form transportiert den Inhalt sehr gut.
Man liest in den schwarzen Ecken des Internets häufig Gedichte über Selbsthaß, die meisten jedoch bringen das Gefühl nicht halb so intensiv rüber wie dieser Text.
Hier hatte jemand Mut zur Monotonie, und daß meine ich als Kompliment, denn Monotonie kann, wenn wie hier richtig eingesetzt, ein sehr effektvolles Stilmittel sein. Der Text bekommt dadurch eine hämmernde Rhytmik, genau wie die Selbsthass-Gedanken immer wieder unerbittlich zurückkehren und auf einen einhämmern. Kein Schwelgen in kitschigen Ausschmückungen des Gefühls, die dieses nur wieder verklären würden - eine Reduktion.
Die entstandene Form erinnert stark an ein Gebet oder ein Mantra - hier allerdings ein stark negatives.
Minimalistische Form, hämmernde Rhythmik, gnadenlose Wiederholung, schnörkellose Direktheit - eine dem Inhalt angemessene Form, die es von der Masse anderer Selbsthaß-Gedichte (meist schon an der Grenze zum Selbstmitleid und daher in ihrer Wirkung entkräftet) abhebt.

Gruß, der fluchtraum





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