Es ist angenehm zu lesen, auch wenn das Thema sicherlich schmerzlich fuer dich ist.
Ein einziger Satz hat mich etwas zum stolpern gebracht, aber da ist es auch Geschmackssache.
ich sehe dich, denn du bist ein Teil von mir,
ein Teil, den ich nicht rauszureißen vermag.
Das "rauszureißen" , es passt irgendwie nicht, vieleicht kommt es nur mir so vor, aber versuche es einmal fuer dich zu lesen.
Vielleicht irre ich mich auch...
Ich bin auf weiteres neugierig, mal sehn was noch kommt.
geschrieben von: Lucia
Hallo Hoffnung,
erstmal danke für deine Kritik, ich bin für jedes Feedback zu meinen Lyrics dankbar!
Es stimmt, es war in der Tat nicht leicht für mich über dieses Thema zu schreiben, doch der Schmerz ist es, der mich zwingt den Stift zu nehmen und meine Gedanken niederzuschreiben. Du irrst nicht, die Textstelle, die du angesprochen hast passt nicht in das Gedicht. Warum passt sie nicht? Ganz einfach, sie soll nicht passen. Ich will, dass der Leser genau an dieser Stelle eine Pause macht, wach wird und sich fragt, warum das lyrische Ich- völlig in Selbstmitleid und Trauer versunken- seinem Leiden kein Ende bereitet. Sie kann ihn verlassen, sie kann gehen und einen Schlußstrich ziehen... sie tut es nicht. Sie tut es nicht, weil er ein Teil von ihr ist, eben ein Teil, den sie nicht rauszureißen vermag. Für mich war dieser Satz beim Schreiben sehr wichtig, da er die Diskrepanz zwischen der zarten, angegriffenen Seele des lyrischen Ichs und der Möglichkeit ihren Schmerz zu beenden darstellt. Dann wird klar, dass sie eigentlich keine Wahl hat: Sie wird um diese Liebe kämpfen, da die Möglichkeit diesen schmerzhaften Teil "rauszureißen" ein völliger Widerspruch zu ihrem Charakter ist...