Worte haben große Macht,
ob gesprochen oder nur gedacht,
sie schaffen ihre eigene Wirklichkeit,
manchmal sogar Unsterblichkeit,
sie können lindern gar schlimmen Schmerz,
heilen sogar ein gebrochenes Herz,
ein Lächeln zaubern auf ein Gesicht,
beim Lesen eines Gedichts,
Freundschaften begründen, Liebe gar,
Gefühle so tief und wunderbar.
Doch Worte können auch grausam sein,
können verletzend wirken, ja gemein,
heraufbeschwörend Streit, sogar Krieg,
Gefechte liefern bis zu Niederlage oder Sieg,
Worte können sein die Waffen,
das Armageddon zu erschaffen,
drum bedenke wohl, was Du auch sprichst,
alles das hat sein Gewicht,
wähle Deine Worte klug,
der schlechten gibt's auf der Welt genug.
Die ersten Gedichte, die ich hier poste, stammen aus einem Zeitraum von 4 Jahren und haben nicht immer aktuellen Bezug. *nur mal so hinweis*
geschrieben von: Hrefnadis
Die Vergangenheit
Sie ist wie ein böses Tier,
lebt im Damals, nicht im Jetzt und Hier,
ist wie ein böser Fluch,
gibt nie auf, hat nie genug.
Sie lauert hinter jeder Ecke,
und wenn auch nur zum einz'gen Zwecke,
zu treffen bis ins Mark,
weh zu tun so arg.
Ein Klang, ein Duft und sie ist da,
auch wenns lang vergangen war,
stehts doch dann lebendig im Sinn,
siehst Du auch keinen Nutzen darin.
Sie fällt Dich an, ganz hinterrücks,
auch wenn Du schwebst im Himmel des Glücks,
das ist ihr gleich, ist ihr egal,
sie bringt Dich auch dort zu Fall.
Oftmals in finsterer Nacht,
spüre ich dieses Untiers macht,
fürchte, es könne brechen hervor,
und mich überrennen, mich armen Tor.
geschrieben von: Hrefnadis
Hinter Masken
Einst sah ich Dich ganz ohne Masken,
sah Dich verletzlich, sah Dich auch lachen,
sah Dich weinen bittere Tränen,
sah Dich leiden, sah Deine Seele.
Doch diese Zeiten sind vorbei,
bist Deinen Masken wieder treu,
in Deinen Augen Spiegel stehen,
kann nicht mehr dahinter sehen.
Ich weiß nicht mehr, was Du denkst,
mir Dein Vertrauen nicht mehr schenkst,
lässt mich nicht mehr an Dich heran,
und langsam zerbreche ich daran.
Ich vermisse Dich jeden Tag meines Lebens,
auch wenn ich denke, ich hoffe vergebens,
einmal nur wieder Dich selbst zu sehen,
Dir zuzulächeln in stummem Verstehen.
Ich weiß, es wird wahrscheinlich nie wieder so sein,
unsere Herzen sind nicht mehr unschuldig und rein,
zu viel ist einfach geschehen,
als könnte es noch einmal so gehen.
Nicht, dass ich verlor Dein Herz,
nicht das ist für mich der größte Schmerz,
sondern, dass ich verlor die verwandte Seele,
wird mich wohl auf ewig quälen.
So wird mir nur die Erinnerung bleiben,
an den Mann hinter der Masken buntem Treiben,
den Mann, den ich einstmals geliebt,
es vielleicht dort noch irgendwo gibt.
geschrieben von: Hrefnadis
Gegen jede Logik
Ich stehe so oft nachts am Fenster
und betrachte den Trümmerhaufen meines Lebens,
alles, woran ich glaubte,
alles, was ich einst liebte,
alles, worin ich Sinn sah,
dahin ..
zerstört mit leichter Hand,
von mir,
von anderen,
vom Schicksal ..
Durch die Trümmer
sehe ich frisches Grün wuchern,
Hoffnung bringend,
ich stehe am Fenster,
und grüble darüber nach,
dieses Unkraut auszurotten,
brachte es doch so viel Schmerz.
Die Hoffnung war es,
die mich zu Dir führte,
die Hoffnung ließ mich lieben,
wo es doch hoffnungslos war ...
Ich sehe zu,
wie die Trümmer überwuchert werden
von der Hoffnung Grün,
und liebe weiter ...
geschrieben von: Hrefnadis
Darum
Weil wir leben, lieben, leiden,
doch nur Menschen sind,
keine Maschinen,
doch nur fühlen,
wo wir hart sein müssten.
Weil Du meine Tränen
getrocknet hast,
und ich die Deinen,
weil wir unsere Träume teilten,
eins waren,
miteinander,
ineinander versunken.
Weil Du mein Herz
in Deinen Händen hältst,
immer noch,
weiterhin,
auf ewig.
Weil ich mich so unendlich sehne
nach Deiner Stimme Klang,
Deiner Wärme,
Deinen Gedanken,
und ich weiss,
Dir geht es nicht anders,
mir den Traum verbiete,
Dich wiederzusehen.
Weil ich Dich liebe ...
geschrieben von: Hrefnadis
Nachts
Samtene Schwärze umgibt mich,
Stille, herrliche Ruhe,
doch in meinem Kopf
und in meinem Herzen
herrscht Chaos.
Ich sehne mich,
und doch weiss ich,
dass mir diese Frucht verboten ist,
die ich jetzt gerne kosten würde.
Ich liebe Dich,
doch weiss ich,
dass Du nicht anders kannst,
als mich abzuweisen.
Der dunkle Mantel der Nacht
verbirgt meine Tränen
vor den Augen der Menschen.
Doch Du weisst,
dass ich weine,
und das schmerzt noch mehr.
geschrieben von: Hrefnadis
Der Rosengarten
Ungeahnte Vielfalt, nie gesehene Pracht,
bezaubert von der geballten Schönheit Macht,
betört von süssen Düften,
die da schwebten in Sommerlüften.
Dort wachsen sie, der Blumen edelste Damen,
die aus aller Herren Länder kamen,
wie aus dem Märchen, in solch einem Garten,
als würden sie auf Prinzen und Prinzessinnen warten.
Kaskaden von Blüten in sämtlichen Farben,
verschiedenste Knospen in unendlichen Garben.
Das Aug‘ wurd‘ nicht müd‘, sich daran zu weiden,
Wollt‘ so gern für immer dort bleiben.
In diesen Gartens Ruhe und Frieden
zwischen den Ranken und frischen Trieben,
sehn‘ mich dorthin zurück,
zu der Rosen stillem Glück.
geschrieben von: Hrefnadis
Im Netz
Verstecke mich, verberge mich,
hinter Namen, schönen Worten,
bleibe heimlich nur für mich,
an fremdem, fernen Orte.
Bin sicher hinterm Monitor,
hinter Maus und Tastatur,
komm selten einmal da hervor,
und mit größter Vorsicht nur.
Die wahre Welt ist voll von Schmerzen,
voller Leid und Kummer auch,
voll ungezählter gebrochner Herzen,
wie mein eigenes wohl auch.
Drum bleibe ich weiter sitzen,
verstecke mich vor dieser Welt,
nie soll mehr jemand mein Herz besitzen,
damit es mich nie wieder quält.
geschrieben von: Hrefnadis
Aufschrei
Warum wurde ihnen das angetan?
Wer stand da unter welchem Wahn?
Ihre Seelen noch so unschuldig und rein,
konnte es nicht für immer so sein?
Mit jedem neuen Schlag
wurden sie hart und wurden sie stark,
ein Wunder, dass sie nicht zerbrochen sind,
zu viel zu ertragen für ein hilfloses Kind,
und doch überlebten sie,
wenngleich ihre zarte Seele schrie,
wuchsen heran zu Frauen und Männern,
zu menschlicher Abgründe besonderen Kennern,
bauten Panzer um ihr verletztes Ich,
um vor der Grausamkeit der Welt zu schützen sich,
doch wenn Du einmal am Ende bist,
für Dich das Leben die Hölle ist,
sich Dir eine helfende Hand entgegenstreckt,
Du vielleicht die Augen eines solchen Kindes entdeckst.
geschrieben von: Hrefnadis
Ode an die Nachtkinder
Ihr macht für mich die Nacht zum Tage,
seid mir die liebsten ohne Frage,
seid auch für jeden Spaß zu haben,
mag mich an Eurer Gegenwart so gerne laben.
Ihr spendet Trost, wo es kein anderer kann,
unerheblich, ob Frau, ob Mann,
reden tut mit Euch so gut,
herauszulassen Trauer und Wut.
Ihr lacht selbst noch auf der Gräber frischem Grün,
nur müde schaut ihr, wenn die Schatten fliehn,
und über den Gräbern ein neuer Tag bricht an,
da rinnt eine Träne dann und wann.
Ihr seid die wilden Kinder der Nacht,
aus Kummer und Schmerz gemacht,
aus Hoffnungslosigkeit geboren,
und doch die Herrscher bis zum Morgen.
Ihr seid geächtet, gar verrufen,
von jenen, die Euch erschufen,
doch schaut mancher Euch auch bewundernd nach,
wenn Ihr auf Euren Zügen durchstreift die Nacht.
Ihr fühlt den Schmerz der Welt ringsum,
wenn jeder andere stellt sich dumm,
weint Ihr für jene mit, die lieber wegschaun,
die Augen abwenden von dem täglichen Grauen.
Ihr seid Träumer, Verrückte, Poeten,
auf denen die anderen gern herumtreten,
doch nenn ich Euch Wesen der edelsten Rasse,
Menschen einer ganz besonderen Klasse.
Vergesst nur nie, wer Ihr seid,
füreinander einzustehen immer bereit,
bleibt Euch auch weiter immer treu,
bleibt so stolz und bleibt so frei.
geschrieben von: Hrefnadis
Des Lebens Schattenseiten
Des Tags mit schwerem Kopf Gedanken wälzen,
sinnlos immer wieder sie im Kreise drehen lassen,
des Nachts wachen Augs in die Dunkelheit starren,
den Schlaf fliehen und fürchten,
was er an Träumen bringen mag.
Körper und Geist zu erschöpfen,
auch das funktioniert nicht mehr,
widerspenstig zeigt sich das rastlose Hirn,
gut geölte Maschinerie,
die nichts vergisst, nichts verzeiht,
am wenigsten die eigenen Fehler.
Auch das Leben einfach weiterzuleben,
so zu tun, als wäre nichts,
mutiert zu einer schlechten Komödie,
selbst mein Spiegelbild nimmt mir das Lachen nicht mehr ab,
während die Seele weint.
Dutzende feiernde Menschen um mich herum,
das Lächeln zu Eis gefroren,
sitze ich hier,
und lausch in mich hinein,
doch da, wo früher Leben war,
gähnt mich nichts als kalte Leere an,
Stimmen verstummten,
deren Klang ich so gern hörte,
verschwunden, verschollen.
Und während mich die Klänge des einen Liedes umweben,
rinnen unsichtbare Tränen
über die Maske meines Gesichts,
und es tut weh wie am ersten Tag.
Ich schaue über das Gräberfeld in meiner Seele,
mich fragend,
wo noch Platz für das nächste Grab ist,
das so unweigerlich geschaufelt werden muss,
wie bald die Sonne die Schwärze der Nacht vertreibt,
das Licht keinen Schutz mehr vor der Trauer gibt,
die in meinem Herzen wütet.
Wo liegt der Sinn?
Der Sinn in diesem Leben,
dass mir nur ein einziger,
nicht enden wollender Abschied
zu sein scheint.
geschrieben von: Hrefnadis
Tanz!
Wenn die Musik erklingt,
nach Tanzen steht Dir nur der Sinn,
denn tanzen musst Du, um zu leben,
Dein Denken völlig aufzugeben,
so tanze denn durch die Nacht,
damit Frieden Dir werde gebracht,
tanze, um zu vergessen den Kummer,
der Dich nicht fallen lässt in den Schlummer,
tanze gegen das Herzeleid,
gegen dass Du nicht warst gefeit,
tanze für die Freunde, die ruhen tot,
nie wieder sehen das Morgenrot,
tanze für die, die noch kämpfen ums Leben,
immer noch nicht bereit sind, aufzugeben,
tanze im Gedenken an verlorene Seelen,
die Erinnerung an sie nicht länger soll quälen,
tanz um zu vergessen die Kälte der Welt,
die nur noch Profit zusammen erhält,
tanz und entflieh der Einsamkeit,
der Menschen Spott, Hass und bösem Neid,
tanz auf so vieler Gräber Hügel
bis Deine Seele bekommt endlich Flügel
tanz, bis Deine Seele ist frei,
ihr Dein Kummer ist einerlei,
tanze hindurch bis zum frühen Morgen,
wenn Dich dann finden Deine Sorgen.
geschrieben von: Hrefnadis
Der Liebe sanfte Schwingen
Der Liebe sanfte Schwingen,
bringen jeden mal zu Fall,
lassen die Seele erklingen,
mit süßem und doch schmerzvollem Hall.
Der Liebe sanfte Schwingen
umfangen Dich in der Nacht,
werden stilles Glück Dir bringen,
während das Liebste über Dich wacht.
Der Liebe sanfte Schwingen
kennen keine Sünden,
sie helfen Dir vor allen Dingen,
Dein wahres Glück zu finden.
Der Liebe sanfte Schwingen
können grausam sein und hart,
bis ins Mark Dir dringen,
wo die Hoffnung ihrer harrt.
Der Liebe sanfte Schwingen
trugen mich einst hinfort,
um mich zu Dir zu bringen
an einen fernen Ort.
Der Liebe sanfte Schwingen
streiften unser Herz
brachte uns zum Singen
und danach viel Schmerz.
Der Liebe sanfte Schwingen
ließen uns verfallen dem Wahn,
Liebe kann man nicht zwingen
aus der vorgegebenen Bahn.
Der Liebe sanfte Schwingen
sind nutzlos gegen kalten Verstand
und so werden die Lieder verklingen
unter mutwilliger, harter Hand.
Der Liebe sanfte Schwingen
werden doch auch immer Hoffnung sähn
damit unter neuem Singen
auch neue Lieben erblühn.
geschrieben von: Hrefnadis
Gefunden
Was habe ich gehofft zu finden?
Mich selbst.
Was fand ich?
Mich in Dir.
Wonach suchte ich?
Nach einem Grund zu leben.
Worauf stieß ich?
Auf das Leben selbst.
Was glaubte ich verloren?
Meine Zukunft.
Wovon wurde ich überzeugt?
Sie wartet nur auf mich. Hier.
Was quälte mich am meisten?
Unendliche Einsamkeit.
Wer stand die ganze Zeit mir bei?
Meine Familie, selbst erwählt.
Was dachte ich von mir?
Ich sei arm.
Was weiss ich nun?
Ich besitze den größten Schatz auf Erden.