Wie sie des Nachts durch den Wald wandelt,
Gleich einer Elfe trägt sie die Anmut in sich.
Nicht einmal das Laub unter ihren Füssen raschelt.
Die Welt in der sie existiert ist tot-
Verdrängte Vergangenheit,
Vergangenes Verdrängen.
Der Himmel gesplittert durch Erinnerungen,
Die Stille zerissen von lautlosen Schreien,
Der Tod zu lange beweint.
Über dem Boden ziehen sich im Mondlicht
Silbern spiegelnde Nebelschwaden,
Wie ihr totes Kind hält sie
Glasscherben in ihren Händen.
Sie singt von Leid und Schmerz,
Die Melodien verhallen im Nichts..
Sie trauert,
denn sie wird sie zu Grabe tragen.
Zu Grabe tragen, so wie jeden Abend.
Und erblicke ich den nächsten Morgen,
So wird auch sie wieder ihren Weg nehmen.
Wie lange geht das nun schon so?
Ich vermag es nicht zu schätzen, doch-
zu lange.
Als ich damals wagte, mir die Splitter
Genauer zu betrachten,
Sah ich meine verzweifelnden Blicke,
Mein Augenpaar, wie es mich schreiend anschaute.
Und ich kann nicht mehr, als den folgenden Tag tragen.
Kraehe.
geschrieben von: DieKraehe
Sehen
Systematisch durchgedacht,
Teil für Stück;
Stück für Teil,
Wir bestücken eine Welt
Mit unterirdischen Bunkern
Und teilen uns Einsamkeit,
Dort wo wir Glasgärten finden.
Linearisch aufgebaut,
Spielzeugwelt
Als Dorf des Schicksals.
Schwarzgetönte Fensterscheiben,
Schreiend sprechende Marionetten.
All das Leben wirkt so still,
Irreal,
Tot.
Buntes Treiben,
Freiheit sollte damals erkauft werden,
Doch was kam, waren anklagende,
Unsichtbare Blicke Einzelner.
Die Strassen voll,
Die Massen laut,
Die Gesichter kollektiv lachend,
In der Bewusstlosigkeit des Seins.
Sie tragen Glasaugen.
Eine schwarze Blume wächst und erhellt
Die neongefärbten Häuserwände.