Meine Tränen vermischen sich mit dem Regen. Sie spiegeln das strahlen der Sterne wieder. Der Mond erleuchtet das Gelände. Es ist alles in seinen sanften Schein getaucht. Doch ich bin im tiefsten schwarz gefangen.
Ich sehne mich nach dem Gefühl, dass mich befreit. Liebe genannt. Ich sehe den Blättern zu, wie sie im Wind tanzen. Gemeinsam. Niemals alleine. Wenn sie sich dann vom Wind in die Ferne tragen lassen, starre ich ihnen endlos nach. Sie sind so frei. So unglaublich frei.
Ich stehe an der Klippe. Höre das rauschen des Wassers.
Ich will fliegen. Einfach nur frei sein und fliegen. Ich trete an den Rand und stelle mir vor, wie es ist, so unglaublich frei zu sein. Ich springe und falle.
Falle eine ewigkeit in die unendliche Tiefe. Und bin zum ersten mal frei.
Ich komme im Wasser auf. Ich tauche unter. Brauche nicht zu atmen. Es ist dunkle Nacht. Das Licht der Sterne leuchtet im Wasser. Es funkelt und glitzert so wunderschön. Ich genieße die Einsamkeit, Diese unendliche Stille.
Bis ich wieder zu mir komme. Aus meinem wunderschönen Traum der Freiheit gerissen werde.
Ich kehre wieder zurück. Zurück in mein Gefängnis. Alleine. Ich bin traurig. Ich vermisse meinen Traum der Freiheit. Den Traum von Liebe. Aber meine Tränen versiegen noch in meinen Augen. Sie werden nie geweint. Solange, bis ich befreit werde. Befreit von einem Prinzen. In glänzender Rüstung. Dann kommen die Tränen. Als Symbol für all die Schmerzen.
Aber Prinzen gibt es nicht. Also bleibe ich gefangen...