Ein zarter Fuß schwebte über diesem Weg
Führte tanzend hin zu jenem Steg
Ach so blass ward ihre Haut
Schwarz ließ der Mond glänzen ihr Haar
Wie träumend ihr demütig Antlitz doch war
Noch immer schaue ich sie bevor der Morgen graut
Still lag damals dieser vergessene See
Leise grüßte sie die Nacht
So einsam und wann immer ich fleh`
So viel Leid hat sie über mein Herz gebracht
Nicht nur dann, wenn ich hier steh`
Sie glitt ins Wasser stumm und sacht
Oft höre ich der Rosen stillen Schrei
Sie warnen, nie wird es sein vorbei
Damals, als sie sich ertränkte
Erlösend sich hingab der nassen Umarmung
Laulos brach des Lebens Umgarnung
Sie war es, die uns allen ihr Leben schenkte
geschrieben von: Reimewicht
Mondenkind
Langsam nachdem die Sonne den Horizont berührte
Und der Vögel Sang sich gegenseitig kürte
Erwachte ein Einsamer am Wegesrand
Denn schon in dieser Nacht
Wähnt er sich und lacht
Ein tödlicher Schwur brachte ihn in das Land
Der Nebel ist sein ständiger Begleiter
Erwar es, der ihn lehrte
Nicht zu früh zu kosten den Todeskuss
Da er wird unterbrechen ihren Lebensfluss
Sein Antlitz ist edel, schon oft hat es verführt
Noch nie jemand hat sein Innerstes berührt
Um so verzweifelter suchte er ihre Augen
Denn schon in dieser Nacht
Wähnt er sich und lacht
Bald wird er ihr Blut aus dem herzen saugen
Er ist auf seinem Weg
Ihre Angst zog sie hin auf jenen Steg
Schwebend lässt er sich zu ihr nieder
Schlingt um sie seine leichenkalten Glieder
Noch schaut sie, oh wie ihre Augen flehen
Schmerzen sie werden ihr Ende sehen
Zart berühren seine Lippen ihre Haut
Denn schon in dieser Nacht
Wähnt er sich und lacht
Sie ist tot bevor der Morgen graut
Verzaubert von dem Mondenkind
Wird sie getragen von dem eisigen Wind
Verwirkt hat sie ihr einziges Leben
Nur um ihm das Verlangte zu geben
Seine Zeit ist die neblige Nacht
In ihr wähnt er sich und lacht
Bis jemand sein einsames Herz berührt
Und er durch seinen Kuss wird verführt
geschrieben von: Reimewicht
Sommernacht
Meine Rosen welken
Dumpfheit raunt durch mein Gemüt
Meine Schatten erblassen
Doch seine Farbe glüht
Überall vergeht es
Schwach glänzt sein Grau
Kälte zieht durch´s Land
Noch nie er sich stellte derart zur Schau
Mein Geliebter, und ich kann nicht weichen
So edel sein Gemüt
Meine Liebe zu ihm
Er weiß, dass sie glüht
Unendlich unser Kuss
Erhielt nicht eine Sekunde
Untrennbar unsere Umarmung
In des Herbstes Stunde
Ich nun vergehen muss, so wie meine Rosen
Versinken werde ich in seinen düsteren Augen
Nur um wiederzuerstehen
Und aus ihm die Kraft zu saugen