Glaube nicht, dass es hier schon einen Thread dazu gibt. Zumindest konnte ich noch keinen finden beim Suchen...
Kennt ihr diese schwarz-metallische Band? Wenn ja, wie findet ihr die Musik, die Texte? Spricht es euch an?
Was könnt ihr für Alben empfehlen, welche Songs mögt ihr? Erzählt mal ein bisschen.
Ja, kenne ich. Ich bin vor kurzem mehr durch Zufall darauf gestoßen.
Genaueres über diese Band weiß ich allerdings nicht,
ich kenne bis jetzt nur die Alben "Nektar I" und "Nektar II", aber diese Musik gefällt mir recht gut, düster-melodisch, mit schnellen und langsamen,"klassischen" Passagen.
Über die Texte kann ich nichts sagen, außer daß sie auf Deutsch sind.
geschrieben von: Asherah
"Lethe" und "Taverne" fand ich sehr gut, "Schwarzmetall" weniger...
Viel mehr kenn ich von denen nicht... ist ja auch schon ein Stück her :D
geschrieben von: Havamal
Komme aus derselben Stadt wie die Jungs (Mainz). Kann das Lied "November" empfehlen (Glaub es war auf Lethe)
geschrieben von: Kaworu
Bin durch ne Freundin auf die Band gestoßen... muss sagen Nektar I find ich richtig genial... Teil 2 is auch gut!
Ich mag die melancholische Grundstimmung!
geschrieben von: ThePerennial
Schade, dass die hier Schreibenden schon länger keine Aktivität mehr zeigen,.. ich würde mich gern ein wenig weiter über Nocte Obducta austauschen, die ja nunmehr Vergangenheit sind und nur noch in Nebenprojekten weiterbestehen und sich fortentwickeln.
Vielleicht kommt ja wieder ein Austausch hier zustande *Thema wiederbelebt*..
Ich übernehme hiermit die Fragen/Anregungen des Themenstellers...
Für mich sind Nocte nämlich eine der Wenigen/Einzigen Bands, die es neben Dornenreich noch verstehen, Gedankensplitter meiner Welt zu vertonen. Ich denke, dass es immer seltener wird, dass Musik wirklich rein gebend und weniger auf Kommerz ausgerichtet ist. Es gibt viele, sehr unendlich viele Künstler, die sich in ihren Projekten mit menschlichen Emotionen und ihren Tücken, aber auch der manchmal recht düstren Umwelt beschäftigen. Dennoch halte ich persönlich Nocte für außergewöhnlich in Bezug auf ihre Fähigkeit, dies noch überaus sensibel, lyrisch durchaus ansprechend und stimmungsvoll zu vertonen. Keine Band kann ich derartig sinnvoll zitieren wie sie. Nicht umsonst schmückt mein treues Auto ihr Aufkleber. Nein, ich bin kein Fan, ich verehre nichts, aber diese Band ist wirklich bemerkenswert, gerade im Bereich des Schwarzmetalls, da sie individuell genug ist, sich nicht in diese Schublade pressen zu lassen. Außerdem haben sie sich -genre untypisch- von Album zu Album wirklich entwickelt, waren nie dieser lärmende, klischeetypische Einheitsbrei und haben weitere Elemente in ihre Musik aufgenommen, die sie vom reinen, 'trven' Schwarzmetall entfernten. Sollte ich besser in Vergangenheitsform schreiben?
Das letzte Werk in Überlänge, Sequenzen einer Wanderung, zeigte dann deutlich die Grat-Wanderung, die Nocte in ihrer musikalischen Entwicklung durchgemacht haben.
Meine zwei spontan mir eingefallenen wahrhaftigsten Nocte Obducta-Zitate...
'Die Hoffnung stirbt zuletzt- mag sein. Aber manchmal weigert sie sich auf nur, ihren eigenen Tod zu erkennen. Und was bringt uns Hoffnung, wenn alles rundherum tot ist, und verdorrt...'
[Ende]
'Die tiefste Liebe fault und stirbt, wenn man nicht hört, wonach sie schreit..'
[Tage die Welkten]
Vielleicht finden sich noch andere Liebhaber dieser nun im vierten Trennungsjahr befindlichen Träumer, die sich austauschen wollen,..ansonsten.. seht mein Schreiben hier als eine Hommage an eine großartige Band,.. lasst das Thema wieder in der Versenkung verschwinden..
geschrieben von: ExiledArchangel
...ich bab die beiden "Nektars", "Galgendämmerung" und "Stille - das nagende Schweigen" bei mir zuhause liegen...die beiden ersten sind für mich noch immer die besten - "Galgendämmerung" ist mir, was die musikalische Seite anbelangt, dagegen fast schon ein wenig zu sehr am traditionellen BM orientiert um noch ein typisches NO - Album zu sein...mir gefallen allerdings auch und gerade hier die herrlich morbiden Texte - bereits der Untertitel, "Von Nebel, Blut und Totgeburten" und Titel wie"Fruchtige Fäulnis", "Der Durst in meinen Augen" und "Totgeburt" entsprechen genau meinen Vorstellungen von morbider Lebensverachtung, Geringschätzung und Hass auf das eigene Leben, den eigenen kranken, verwesenden Leib...die Geringschätzung des Lebens als Weg zu wahrer Erkenntnis der Nichtigkeit allen Seins findet man ja bereits bei den großen Poeten und Philosophen der Dekadenz, bei Lord Byron, Bauderlaire, Poe, Nietzsche und H.P. Lovecraft...behandelt werden in der Musik daher ebenfalls die völlige Sinn- und Hoffnungslosigkeit allen Lebens, die Vergänglichkeit von Fleisch, Freude und Lust...das neuere "Stille - Das nagende Schweigen" gefällt mir rein von der musikalischen Umsetzung her jedoch noch ein wenig besser als "Galgendämmerung" - wennauch nicht ganz so sehr wie die beiden "Nektar" -Teile...
...war eine tolle Band - schade eigentlich, dass es die nicht mehr gibt...
geschrieben von: Efna
Kenne die Band und finde sie sehr gut, einer der besten(wenn auch sehr unkonventionellen) Black Metal Bands. Habe das Album "Galgendämmerung-von Nebel, Blut und Titgeburten". Da nicht all zu viele etwas über die Bands hier der Wiki artikel von ihnen
nocte obducta waren ganz lustig solange sie noch sehr selbstironisch waren. mit 'ner ananas posen, texte über anis-schnaps schreiben und black metal generell auf's korn nehmen („ein primitives zwischenspiel“. klasse cover auch.) ist etwas, was man gerne mal im metal sieht. die letzen alben waren dann doch eher öde, der rest eben geschmackssache.
geschrieben von: Vorwärts FDJ!
Find die langweilig. Wenn es um Black Metal geht, gefallen mir eh nur Bands im Stil von Darkthrone. Keine plöhden Keyboards, die ich schon im Alter von drei Jahren besser spielen konnte, kein möchtegern-sinfonisches Gedödel oder walzer-unterlegte Rhythmen, sondern hartes Gebretter mitten in die Fresse. Die meisten Bands bringen zudem gesanglich einfach keine Power rüber. Hört euch mal ein paar Gruppen mit Kopfhörern an... das ist meist mehr albernes Gebrummel als kraftvolles Gekrächze. Ich denk da immer an kleine Grummelgnome, die 'n Mikro verschluckt haben.
Dann schon lieber Industrial Metal der alten Schule. Diese Bands wussten, wie man mit Elektronik umgeht. :D
hm, vom darkthrone gefallen mir nur ein oder zwei songs neueren datums. "too old too cold" und "raised on rock" sind witzig, ansonsten isses nicht so meins. wenn ich ausnahmsweise mal beim joggen metal höre, dann eher so geknüppel wie das hier:
o.l.d. find ich auch nicht sonderlich interessant. aber hat da nicht ein typ mitgespielt, der später bei khanate und sunn o))) war? die beiden bands waren ganz cool, wenn auch nur noch bedingt metal.
geschrieben von: Vorwärts FDJ!
Man sollte die zeitlichen Unterschiede nicht außer Acht lassen. OLD und Darkthrone hatten ihre Hochphase vor gut 20 Jahren. Damals war das neu, roh und nicht so studiotechnisch aufgebläht (ich sach nur Dimmu Borgir *schenkelklopf*). Aber früher war sowieso alles besser.
PS: Proclamation ist irgendwie 'ne andere Richtung. Sowas hätte man früher wohl eher dem Death Metal zugerechnet. Außerdem machen sie Farbfotos. Wie untrve! :D