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Es grüßt dich ...Zitat:
Der_Philosoph schrieb am 01-12-2005 23:04:
Die Gemeinschaft als einzig mögliche Lebensform auszublenden ist Zeichen der heutigen abartigen, völlig verzerrten Welt, die in wenigen Jahren komplett in sich zusammenbrechen wird und so gut wie alles mit sich reißen wird! Besonders der Individualismus und seine Theorien.
Alles Leid und alle Kriege und Morde sind grundlegend durch einen Fehler im Geldsystem verursacht. Die heutige Gesellschaft lebt in diesem System ohne es wahrzunehmen und die Herrscher haben es eingerichtet, weil sie irgendwie ein wenig durchgeknallt sind. Viele Probleme und das riesige Wirrwarr wird komplett in sich implodieren und verschwinden, wenn diese Ursache beseitigt wäre. Dass dies aufgrund des Machtungleichgewichts unmöglich ist, lässt mich nicht mehr an die Zukunft glauben.
Der Zukunft und dem Leben ist es egal, ob jemand individuell ist oder nicht, die Realität reibt sich an den Grundbedürfnissen auf.
... zumindest daran, dass eine bessere Zukunft theoretisch möglich ist.Zitat:
Der_Philosoph schrieb am 30-11-2005 22:32:
Wenigstens glaubst du noch an die Zukunft.
Er ist in verschiedenster Weise interpretierbar, und alle Interpretationen, die mir bisher eingefallen sind, sind konform mit dem was ich damit ausdrücken will.Zitat:
Lacrimosa ... Der Spruch ...
Spätestens seit dem Buch "Täter" von Harald WelzerZitat:
Es scheint mir mittlerweile so, als ist der Großteil der Menschen, nicht fähig gesamtgesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen, oder gar sinnvoll und effizient zu handeln.
Zitat:
Gemeinschaft versus Individualität
Ich höre oft Sätze wie "Ich würde ja gern, aber ich finde keine Mitstreiter. Niemand macht mit." Und ich frage mich dann, ob ich denn nicht auch ganz allein mit etwas beginnen kann, auch wenn niemand anderes mitmacht.Zitat:
Original geschrieben von decay73
zunächst einmal frage ich mich, warum im thread-titel „allein“ gross geschrieben ist. das kapier ich noch nicht so ganz.
Das ist eine ganz andere Herangehensweise als bei den meisten Utopisten. Zu sagen "ICH will das für mich erreichen", und das eben notfalls auch allein zu beginnen. In diesem Fall bleibt es nicht bei Utopien. Es gerät etwas in Bewegung.Zitat:
Original geschrieben von Odessa
Ich konnte bewirken, daß in einer früheren Arbeitsstelle die Gleitzeitregelung so geändert wurde, daß sie Müttern mit Babies (wie ich es war), die aber Vollzeit arbeiten müssen/wollen, entgegenkommt dahingehend, daß diese Mütter einen flexibleren Zeitrahmen hatten. Jeder sagte mir: "Das schaffst Du nicht, das ändert sich nie, Du stehst da ganz/fast allein da" - aber ich habe es geschafft, weil ich mein Anliegen konsequent, mit realistischen und realisierbaren Fakten und Ausführungen belegen konnte ...
Und das Brennen vor Begeisterung ist dann am stärksten, wenn man wirklich für seine ureigensten Wünsche eintritt, statt darüber zu sinnieren, was den Anderen, was der Gemeinschaft, der Menschheit denn gut tun würde.Zitat:
Original geschrieben von Odessa
Man muß von seinen Ideen auch überzeugt sein, muss "brennen" vor Begeisterung... das reißt Andere oft mit, erlebe ich immer wieder :-)
Zitat:
„wenn man gemeinsam strahlt wir es umso heller. vielleicht steckt es sogar an. es ist also eine gemeinschatstätigkeit, eine tätigkeit, die der gemeinschaft gewidmet ist. man strahlt ja nicht einfach so, sondern weil man eine idee verfolgt und vielleicht anderen einfach nur ein wenig wärme geben will.“
Zitat:
„aber wenn man das ziel nicht aus den augen verliert, ist die generelle richtung klar.“
Zitat:
Versuchen wir nicht immer unser Selbst in die Welt hinauszutragen? Und umgekehrt Massen die Welt aus den Angeln zu heben? Ich denke, dass sich beides nicht ausschließt sondern bedingt!
Zitat:
Das ist eine ganz andere Herangehensweise als bei den meisten Utopisten. Zu sagen "ICH will das für mich erreichen", und das eben notfalls auch allein zu beginnen. In diesem Fall bleibt es nicht bei Utopien. Es gerät etwas in Bewegung.
Zitat:
Und das Brennen vor Begeisterung ist dann am stärksten, wenn man wirklich für seine ureigensten Wünsche eintritt, statt darüber zu sinnieren, was den Anderen, was der Gemeinschaft, der Menschheit denn gut tun würde.
Zitat:
Das weckt in mir die Vermutung, dass eine Gemeinschaft, in der jeder möglichst große Freiheit hat, nach seinen ureigensten Wünschen zu streben, auch insgesamt erblüht.
Zitat:
Sie hat sich - im eigenen Interesse - für flexiblere Arbeitszeit eingesetzt, und die Anderen freuen sich (mit) darüber.
Zitat:
Original geschrieben von TheTurningPoint
Kann ICH ALLEIN strahlen in der Welt?
Zitat:
Kann ich allein etwas bewirken in der Welt?
Zitat:
Hat es Sinn, als Einzelner etwas in der Welt bewirken zu wollen?
Zitat:
Ist nicht sowieso alles egal?
Dein PN-Fach hast du ja zugemacht. :rolleyes:Zitat:
Original geschrieben von Der_Philosoph
nun hat TheTurningPoint, wie ich erwartet habe, es gepostet.
So zumindest die offizielle Begründung. Über die wirklichen Ziele und Motivationen ist wenig bekannt. Oft wissen es nicht einmal die Strahlenden selbst.Zitat:
Original geschrieben von decay73
wenn man gemeinsam strahlt wir es umso heller. vielleicht steckt es sogar an. es ist also eine gemeinschatstätigkeit, eine tätigkeit, die der gemeinschaft gewidmet ist.
Das dürften aber die seltensten Fälle sein. Wäre das so, würde die Welt freundlicher aussehen.Zitat:
man strahlt ja nicht einfach so, sondern weil man eine idee verfolgt und vielleicht anderen einfach nur ein wenig wärme geben will.
Eben. Wer kann das sagen?Zitat:
Original geschrieben von Der_Philosoph
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aber wenn man das ziel nicht aus den augen verliert, ist die generelle richtung klar.
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Und welches ist das Ziel? Kennst du das Ziel? Weißt du die Wahrheit?
Und ist dann automatisch die Richtung klar?
Wie es auf Andere wirkt, darauf haben wir wenig Einfluss. Wir können versuchen, uns so auszudrücken, dass Andere möglichst wenig Angst bekommen und vorhandene Ängste überwinden können. Ob uns das im Einzelnen gelingt ist fraglich.Zitat:
Es kommt nur darauf an, WIE wir unser Selbst in die Welt hinaustragen. Strahlend oder verdunkelnd oder niederdrückend oder blendend??
Ja, und auch unsere eigenen Handlungen wirken irgendwie wieder auf uns zurück. Und ehe beide, Primär- und Sekundärwirkung unserer Handlungen auf uns selbst, unbestimmt sind, finde ich es besser, wenigstens die Primärwirkungen darauf zu richten, dass sie uns selbst wohltun.Zitat:
Und natürlich bedingt sich alles gegenseitig.
Wie ich schon schrieb, ist es sinnvoll, herauszufinden, welche realen Gefahren durch den Selbstausdruck entstehen können. Der reale Spielraum ist aber meist viel größer, als man anfangs glaubt.Zitat:
Nur gibt es trotzdem Machtungleichgewichte.
Darum halte ich es für besser, damit zu beginnen, wenn noch kein Notfall besteht, wenn es noch nicht verdammt weh tut, sondern im Gegenteil vielleicht sogar Spaß macht (wie zum Beispiel das Tanzen).Zitat:
Denn man muss im Notfall alleine beginnen, das habe ich auch so für mich begriffen! Alleine, ganz alleine. Und das tut verdammt weh.
Wer gehört konkret zu der Gesellschaft dazu? Was sind die konkreten Wünsche und Bedürfnisse derjenigen, die zu der Gesellschaft dazugehören? Ist das nicht eine Nummer zu groß für einen Einzelnen, ihnen allen gleichermaßen gerecht werden zu wollen? Das einzige Mitglied der Gesellschaft, das du einigermaßen gut kennst, bist du selbst. Also warum tust nicht etwas, das dir (als einem Stellvertreter der Gesellschaft) wohltut? Im Gegenzug kannst du dich dafür dann bei dir selbst bedanken und dir Gutes tun. Wenn dabei etwas Gutes für andere Mitglieder der Gesellschaft abfällt - um so besser.Zitat:
Und was denn der eigene, urinnerste Wunsch ist, dass es der Gesellschaft gut geht, man will ihr Gutes tun, aber sie lehnt es ab, macht es einem noch schwer?
Diese Ängste lassen sich zum großen Teil überwinden, wenn man versucht, die realen Gefahren abzuschätzen.Zitat:
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... dass eine Gemeinschaft, in der jeder möglichst große Freiheit hat, nach seinen ureigensten Wünschen zu streben, auch insgesamt erblüht.
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... ich weiß und erlebe, erfühle selbst, dass dem auch oft nicht so ist, die Angst bleibt, die Distanz voreinander, der nicht Respekt sondern die Befürchtung ist, der andere könnte einen verletzen oder um seine Freiheit bringen!
Diese Gefahr besteht auch beim Allein-Tanzen, wenn die Gefahr da nicht sogar noch größer ist.Zitat:
Jeder separiert sich, nur "um dem anderen nicht auf die Füße zu treten", aber auch wenn dass das Risiko des "gemeinsamen Tanzens" ist
Ich erlebe es allerdings meist so, dass man sich so auf die Tanzschritte (-Regeln) und eine einigermaßen mit den Tanzschritten des Partners synchrone Bewegung konzentriert, dass für die Konzentration auf die Musik (die den eigentlichen Genuss verschafft) kein Raum mehr bleibt. Und so liegen die Tanzschritte oft nicht mehr im Takt der Musik, und das Tanzen sieht - trotz der Regeln - nicht geregelt aus, sondern wie ein Herumgehoppel (wenn die Tänzer nicht jahrelang trainiert haben und sehr gut aufeinander abgestimmt sind).Zitat:
... so ist das gemeinsame Tanzen viel intensiver, freudvoller, körperbetonter und die Regeln sind an den von dir genannten, vorgegebenen Takt angelehnt, sodass man sich leicht und ohne Probleme auch innerhalb dessen bewegen kann und was von außen so "geregelt" aussieht, ist pure Leidenschaft und intensive Bewegung!
Wer bestimmt dabei eigentlich, was "Können" ist und was nicht? Bevor du dein Können allerdings anwenden kannst, musst du erst einmal jemanden finden, der mitmacht. Und schon das ist (wenn du nicht gerade John Travolta bist) meist viel schwerer als die Überwindung zum Tanzen. Die meisten Menschen unterwerfen sich den Regeln (nicht nur) für das Tanzen freiwillig - aber so wird es wohl immer im Leben sein ... :(Zitat:
Klar braucht es dazu Überwindung und Können, aber so wird es wohl immer im Leben sein, so ist das Leben.
Ersetze "Dauerüberreizung durch Probleme" durch "freiwilligen Unterordnung unter sinnlose Regeln und Konventionen".Zitat:
Abschließend kann ich sagen, dass auch die heutigen Probleme der Individuen untereinander so groß und vielfältig sind, weil die Grunddistanz schon so massiv ist und das Misstrauen, der Pessimismus und die Kampfbereitschaft aufgrund der Dauerüberreizung durch Probleme an allen Fronten enorm angestiegen ist.
Und wer macht den Anfang?Zitat:
Somit ist gemeinschaftliches Zusammenleben zwar durchaus mit Problemen behaftet, nur liegt es immer in der Hand der Individuen (die heute in zu starre Konventionen gebunden sind), diese Probleme auszugleichen, gemeinsam!
Schau dir den Nachthimmel an. Die Dunkelheit ist unendlich. Die ungemütlichen Bereiche, wo es keine Dunkelheit mehr gibt, sind glücklicherweise begrenzt.Zitat:
Original geschrieben von Zeibach
Wenn jetzt alle gemeinsam leuchten dann wird es kein Dunkel mehr geben
Ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Leute zu nahe auf die Pelle gerückt sind und versuchen, für Andere mit zu strahlen statt nur für sich allein.Zitat:
Dadurch wird die Presönlichkeit so verschwindent klein und der drang noch heller zu strahlen immer größer und die Gemeinschaft verfällt im Kampf sich profilieren zu können...
Zu dieser Ansicht kannst du nur gelangen, wenn du schon wieder an Andere denkst, statt an dich selbst. Und was heißt Heuchler? Viele von ihnen werden sich ganz insgeheim freuen, ohne ein Wort zu sagen.Zitat:
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Sie hat sich - im eigenen Interesse - ... eingesetzt, und die Anderen freuen sich (mit) darüber.
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Das ist das Lob was Heuchler geben wenn sie sich um ihre Arbeit drücken konnten!
Siehe oben: Es ist besser, zu handeln, wenn es noch nicht wehtut.Zitat:
wenn sie nicht gehandelt haben dann war die Belastung ja nicht sogroß dass sie handeln mussten...
Sind wir nicht alle Mitesser?Zitat:
Das sind in dem FAll Mitesser die nur von der Arbeit anderer profitieren und so eine Gemeinschaft ausbeuten!
... sprich, an Andere zu denken statt an dich selbst. Aber wer denkt dann an dich (außer vielleicht deine Mutter), wenn du selbst es nicht tust?Zitat:
Seht ihr ich werde immer ein Einzelgänger bleiben und es lieben von außen das Geschehen zu beobachten und zu beeinflussen
Ein Opfer der Selbstverleugnung.Zitat:
aus Furcht einst selbst ein Opfer zu werden....
Das glaube ich dir nicht. Alle Kinder, die noch nicht verbogen wurden, können das.Zitat:
Original geschrieben von grazia
es gibt 0,4% menschen auf der welt, die aus sich heraus freude strahlen, die bedingungslos echt lieben können - aus sich heraus
"Es ist eine historisch erwiesene Tatsache, daß die originellsten Beiträge, die sensationellsten und nutzbringendsten Erkenntnisse und Erfindungen den Hirnen von Andersdenkenden entsprungen sind. Wenn du dir wie eine unpassende Randfigur in deinem Kulturkreis vorkommst, dann deshalb, weil du dich am Rande des Herdenbewußtseins bewegst, was praktisch eine Garantie dafür ist, daß du einen originellen Beitrag zu deiner Kultur leistest.Zitat:
allein giltst du als quertreiber und wirst eliminiert.
Das erinnert mich an den "Tanz der Schmetterlingsfrau" bei C.P.Estes ...Zitat:
wenn attraktorfelder umschlagen, ist die kraft mit dir. in diesem moment genügt das schlagen von schmetterlingsflügeln, um ein riesen bollwerk kippen zu lassen.
Zitat:
Original geschrieben von TheTurningPoint
re echt lieben:
Das glaube ich dir nicht. Alle Kinder, die noch nicht verbogen wurden, können das.
Zitat:
Orginal von TheTurningPointSchau dir den Nachthimmel an. Die Dunkelheit ist unendlich. Die ungemütlichen Bereiche, wo es keine Dunkelheit mehr gibt, sind glücklicherweise begrenzt.
Zitat:
Ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Leute zu nahe auf die Pelle gerückt sind und versuchen, für Andere mit zu strahlen statt nur für sich allein.
Zitat:
Es ist besser, zu handeln, wenn es noch nicht wehtut.
Zitat:
Sind wir nicht alle Mitesser?
Durch Odessas Erfolg werden die Anderen angespornt, ebenfalls für sich selbst zu handeln, wovon dann Odessa ihren Nutzen haben könnte. So entwickelt sich gegenseitiges Geben und Nehmen ohne Schuldgefühle.
Zitat:
... sprich, an Andere zu denken statt an dich selbst. Aber wer denkt dann an dich (außer vielleicht deine Mutter), wenn du selbst es nicht tust?
Zitat:
Original geschrieben von entropie
Sterne sieht auch nur der, der hinschaut.
Da geht es meist nicht um das Selbst, sondern um Ideen, oder schlicht um das Überleben in einer Gesellschaft, die Geld als Voraussetzung für das Recht zum Überleben ansieht.Zitat:
Original geschrieben von Zeibach
der Mensch ansich versucht IMMER sein Selbst soweit wie möglich in seine Umgebeung zutragen! Ich erlebe es tagtäglich in der Schule und in Cafes, bei Pennern die ihre Zeitschriften verkaufen
Das wird schon allein dadurch widerlegt, dass es Männlein und Weiblein gibt. :)Zitat:
Ich kann verstehen wenn du mich für einen Pesimisten hälst aber ich habe nun mal dieses Weltbild, dass alle Menschen gleich sind in jeder Beziehung!
Es ist klar, dass es keine absolute Freiheit des Willens gibt. Dennoch hat man unter gegebenen Bedingungen einen bestimmten Handlungs-Spielraum.Zitat:
Ich lebe in einem Internat mit über 100 Mann und lebe unter Zwängen anderer nicht meines Willens.
Meist dann, wenn absehbar ist, dass ich eine bestimmte Zeit lang nicht aufs Klo gehen kann oder will, z.B. vor längeren Autofahrten oder vor dem Schlafengehen, oder in der Schule in den Pausen.Zitat:
... aber dann stelle ich dir die Frage wann gehst du aufs Klo? Wenn du noch nicht spürst das du musst oder wenn deine Blase schon drück und du MERKST, dass du ein Bedürfnis hast?
So wie beim auf's Klo gehen lassen sich auch andere Tätigkeiten in bestimmten Grenzen planen. Ich warte ja auch nicht mit dem Essen so lange, bis ich vor Hunger Schmerzen bekomme, sondern plane Frühstücks- Mittags- und Abendbrotzeiten ein. Je weiter die Voraussicht ist, um so besser lassen sich Handlungen und Handlungsspielräume planen.Zitat:
Verstehst du was ich meine? Ohne Zwang etwas zu tun wird es keiner tun.
Muss ich mir deshalb Schuldgefühle aufladen, nur weil ich nicht "genügend" (wer bestimmt, was "genügend" ist?) Mut habe? Warum "den Kleinen Feigling" nicht einfach annehmen, und sich trotzdem sein Bedürfnis nach Tanz erfüllen? Was spricht dagegen, auch "in der Gesellschaft" zuerst das zu tun, was man mit Lust tut?Zitat:
Ist es nicht in Wirklichkeit so, dass nur die Wenigsten in unserer Gesellschaft Initiative zeigen? Zum Beispiel das Tanzen: Wenn man nicht mit einem anderen Tanzt kann, dann vieleicht weil man auch nur nicht den Mum hat um seinen Gegenüber zu fragen.
Ja, da hat die Kirche mit ihrer Verherrlichung des Leidens offenbar eine ganze Menge Schaden angerichtet ...Zitat:
Schmertz gehört zum Leben dazu! Es ist nur die Frage ob man leiden will oder nicht....
Weiß ich nicht, aber es erscheint mir genauso kompliziert um die Ecke gedacht, wie die Prozedur, irgendeine blöde, langweilige Tätigkeit zu tun, die mir widerstrebt, um dafür Geld zu erhalten, mit dem Geld Leute zu bezahlen, die für mich Beeren pflücken, zählen, verpacken, mit aufwendigen Werbeaktionen anpreisen und in eine Kaufhalle transportieren, in die ich dann fahre, um die Beeren nach Hause zu tragen und dort zu verspeisen, statt mir die Beeren einfach selbst zu pflücken und sie an Ort und Stelle zu vernaschen.Zitat:
Ich habe nie behauptet, dass ich nicht an mich denke! Wie kommst du darauf? Alles was ich mache entspricht dem Ziel andere zu verstehen um sie für mich zu gewinnen, um sie, wenn du es so willst zu benutzen. Ist das Geschmackvoll?
Da hast du Recht. Am schönsten strahlen die Menschen, die gerade nicht darüber nachgrübeln, ob sie schön sind oder nicht.Zitat:
Original geschrieben von entropie
Wessen Gesicht keine Helligkeit gibt, wird niemals ein Stern
William Blake
Ich denke, das ergänzt sich ganz gut mit "Nur Du allein kannst strahlen in der Welt."
Strahlen muss nichts großes oder aufdringliches sein.
Zitat:
der Mensch ansich versucht IMMER sein Selbst soweit wie möglich in seine Umgebeung zutragen! Ich erlebe es tagtäglich in der Schule und in Cafes, bei Pennern die ihre Zeitschriften verkaufen
Antwort von TheTurningPoint
Da geht es meist nicht um das Selbst, sondern um Ideen, oder schlicht um das Überleben in einer Gesellschaft, die Geld als Voraussetzung für das Recht zum Überleben ansieht.
Zitat:
Das wird schon allein dadurch widerlegt, dass es Männlein und Weiblein gibt.
Zitat:
Es ist klar, dass es keine absolute Freiheit des Willens gibt. Dennoch hat man unter gegebenen Bedingungen einen bestimmten Handlungs-Spielraum.
Zitat:
Schmertz gehört zum Leben dazu! Es ist nur die Frage ob man leiden will oder nicht....
Antwort von TTP
Ja, da hat die Kirche mit ihrer Verherrlichung des Leidens offenbar eine ganze Menge Schaden angerichtet ...
Zitat:
Dem Satz "Nur Du allein kannst strahlen in der Welt" möchte ich so allerdings nicht zustimmen. Das Wörtchen "nur" ist da zuviel, das verfälscht den ganzen Sinn des Satzes.
Wenn die Menschen ihr Selbst immer so weit wie möglich in ihre Umgebung tragen wollten, dann würden sie sich immer grell und auffällig kleiden und Lärm verbreiten. Gottseidank tun das aber nicht Alle, sondern nur Diejenigen, die es für nötig halten.Zitat:
Original geschrieben von Zeibach
der Mensch ansich versucht IMMER sein Selbst soweit wie möglich in seine Umgebeung zutragen! ...
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Da geht es meist nicht um das Selbst, sondern um Ideen, oder schlicht um das Überleben ...
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Du WILLST mich nicht verstehen!!! so sieht es aus!
Du schriebst "dass alle Menschen gleich sind in jeder Beziehung". Auch in Beziehung auf ihr Geschlecht?Zitat:
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Das wird schon allein dadurch widerlegt, dass es Männlein und Weiblein gibt.
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Ich denke das ist wohl das beklopteste Argument was ich kenne!
Natürlich gibt es Mann und Frau! Aber beide sind MENSCHEN!!!!
Oder willst du ein Geschlecht jetzt dem Anderen diskrimminieren?
Dich in irgendeine Schublade stecken zu wollen, liegt mir fern. Ich vermute aber, dass unsere Verständigungsschwierigkeiten vor allem daraus resultieren, dass für dich alle Menschen gleich sind, für mich aber jeder Mensch einzigartig ist und damit alle Menschen verschieden.Zitat:
dann halte mich für einen Pesimisten! :)
Das immer wieder neu auszutesten ist unsere Chance und unser Risiko. Wenn mein Chef gute Laune hat, kann ich vielleicht sogar nach einer Gehaltserhöhung fragen. Wenn er schlechte Laune hat, kann er mich ohne triftigen Grund entlassen ...Zitat:
Die Frage dann: Was ist in welcher Situation der angemessene Spielraum?
Da bin ich ganz deiner Meinung.Zitat:
absolute Freiheit KANN einfach nicht erreicht werden
Irgendjemand (Marx?) hat mal formuliert: "Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit". Wenn ich mich an einen vernünftigen Plan gewöhnt habe, fühle ich mich freier, als wenn ich ständig dagegen rebelliere. Hin und wieder erfordern allerdings neue Zwänge eine Plankorrektur. Wenn es zum Beispiel kalt ist, geht man öfter aufs Klo als sonst.Zitat:
Verstehst du was ich meine? Ohne Zwang etwas zu tun wird es keiner tun.
So wie beim auf's Klo gehen lassen sich auch andere Tätigkeiten in bestimmten Grenzen planen. ... Je weiter die Voraussicht ist, um so besser lassen sich Handlungen und Handlungsspielräume planen
In meinen Augen hast du dich damit gerade unters Joch gebracht:
Deine Zwänge bringen dich dazu, dass du ihnen sogar schon im Vorraus nachkommst, damit sie dich dann nicht zwingen wenn es dir nicht passt ... du hast dich an den Gang zum Klo zu dieser Uhrzeit gewöhnt ... Planen würde ich das nicht nennen... Eher instinktives Handeln.
Ich habe nicht ohne Grund den Satz "Not every pain hurts" unter meinem Nicknamen stehen. :rolleyes:Zitat:
Wer sagt das Schmerzen schlecht sein müssen?
Ja, nicht jeder Schmerz schadet. Aber wenn man jemanden ans Kreuz nagelt oder bei lebendigem Leibe verbrennt, dann leidet der sicher mehr Schmerzen, als er will ...Zitat:
Aber was ich hier zeigen will ist, dass der Reiz aber auch (wenn nicht öfters) der Schmerz immer das Ziel des Strebens ist....
Auch hier erscheint mir das Wörtchen "nur" wieder zu viel zu sein. Mann kann durchaus auch das Strahlen von Anderen (zum Beispiel das der Mutter) empfangen ...Zitat:
Für das eigene Leben kann jeder nur selbst für sich strahlen! Wie er das erreicht, mit welchen REIZEN! das bleibt jedem selbst überlassen!
Natürlich kann man für Andere ein Vorbild sein, man ist es "ganz automatisch" (ob ein "gutes" oder "schlechtes" Vorbild, ist eine andee Frage).Zitat:
Das nur ist also gut gesetzt, es fehlt, wenn überhaupt noch etwas: ....in der Welt für dich und jene die dir folgen. (denn ich denke dass man für andere durch aus ein Vorbild sein kann und sollte!)
Da hast du bestimmt ein "nicht" vergessen? :)Zitat:
Zwänge gibt es IMMER! Und selbst du kannst das "ImmeR" aus diesem Satz weg diskutieren TTP.
Die Frage ist, wie weit man sich davon lösen kann. Du hast oben richtig festgestellt, dass absolute Freiheit nicht erreicht werden kann.Zitat:
Was wir wohl ändern können ist die Tatsache, dass wir uns von Sachzwängen abhängig sind! Beispiel Geld oder Zeit. Wenn man sich davon löst ist man wirklich frei
Ich denke, das Thema Eitelkeit passt hier ganz gut rein. Das ist ein großer Unterschied, ob dein Selbst strahlt, oder ob nur dein Ego die "Wünsche der Welt" spiegelt. Tilo Wolff beklagt in "Fassade" (woraus das Titelthema unserer Diskussion stammt),Zitat:
Eitelkeit ist wahrlich ein kraftvolles Licht aber wäre gerade Eitelkeit nicht ein Thema, dass unter einem Ordner wie Traum und Spegelwelten Platz fnden würde? Eitelkeiten sind Träumereien und spiegeln nichts als die Wünsche der Welt.
Das ist ein wirklich schönes Zitat.Zitat:
"Sieh und staune, Menschenkind! Ich schuf dich aus Erde, Feuer, Wasser und Luft! Rufe und der Sturm bricht los! Weine und ertränke deine Wunden im reinigenden Wasser! Erschaffe und die Erde gibt dir nach! Zerstöre und das Feuer holt dich ein!"
Zitat:
Viele Probleme und das riesige Wirrwarr wird komplett in sich implodieren und verschwinden, wenn diese Ursache beseitigt wäre. Dass dies aufgrund des Machtungleichgewichts unmöglich ist, lässt mich nicht mehr an die Zukunft glauben.
Zitat:
oder es würden bundesweit alle Arbeitnehmer für mehrere Wochen streiken, so daß nichts mehr gearbeitet wird.
Ganz einfach, Basisdemokratie. In Frankreich wurden unpopuläre Gesetzentwürfe seit der großen Revolution schon zu Hauf duch Generalstreiks gekippt. Woher haben die Wohl einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,44€/H ?Zitat:
Original geschrieben von Thales
Was sollte so ein Quatsch bewirken?
Zitat:
Original geschrieben von Seneca
Ganz einfach, Basisdemokratie. In Frankreich wurden unpopuläre Gesetzentwürfe seit der großen Revolution schon zu Hauf duch Generalstreiks gekippt. Woher haben die Wohl einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,44€/H ?
Zitat:
Original geschrieben von Thales
Auch die "Generalstreiks" umfassten meines Wissens aber nicht 100% der Arbeitnehmer, weil das mit der Aufrechterhaltung der staatlichen Ordnung praktisch unvereinbar wäre.
Zitat:
Und ob Basisdemokratie wirklich so erstrebenswert ist - ich habe da meine Zweifel.
Zitat:
In jedem Falle macht Ronins Beitrag den Eindruck, als wollte er behaupten, Streik und Krawall wären das Allheilmittel zur Verbesserung der Welt: Man muss nur "die da oben" stark genug ärgern und bekommt schließlich, was man will. Und diese Sicht halte ich für ziemlich fehlgeleitet. [/B]
Zitat:
Eben...wenn sie sich zu 100% daran beteiligt hätten, und ein "echter" Generalstreik daraus geworden wäre, hätten sie u.U. noch wesentlich mehr erreichen, und den ganzen kapitalistischen Saftladen aus der Verankerung hebeln können...
Zitat:
In jedem Falle macht Ronins Beitrag den Eindruck, als wollte er behaupten, Streik und Krawall wären das Allheilmittel zur Verbesserung der Welt: Man muss nur "die da oben" stark genug ärgern und bekommt schließlich, was man will. Und diese Sicht halte ich für ziemlich fehlgeleitet.
Zitat:
Und dann? Wie geht es dann weiter? Diktatur des Prolatariats? Oder gleich zurück in die anarchistische Steinzeit?
In meinen Augen ist bereits die Idee, die Welt einem System unterwerfen zu wollen, überholt. Insbesondere die Vielfalt der Lebewesen ist so komplex, dass alle System-Theorien viel zu eng sind.Zitat:
Original geschrieben von Dokuro
Ich denke die viele Systeme unserer Welt sind einfach überholt.
Die Menschen sind reicher an Informationen geworden.Zitat:
So haben sich Regierung, Wirtschaft und sogar die Kirche der immer klüger, großer und reicher an Informationen werdenden Welt angepasst.
Trotz des wissenschaftlich-technischen Fortschritts funktionieren die Systeme nicht viel besser als früher. Das Problem heute ist, dass die Menschen einen Überfluss an Informationen haben, aber die für sie wichtigen nicht von den unwichtigen trennen können, und das macht sie wieder "dümmer".Zitat:
Das Problem heute ist das alles so komplex geworden ist und das System für so viele Menschen funktioniert das es zu keiner nennenswerten Weiterentwicklung mehr kommt.
Aus den gerade genannten Gründen wissen viele Menschen gar nicht, was sie an den Strukturen gestalten und verändern sollten, die Auswirkungen sind kaum zu überschauen, und irgendwelche Änderungen haben oft nachteilige Wirkungen. Da nimmt man lieber, was man hat.Zitat:
Die masse lässt sich nicht mehr dazu motivieren die Struktur aktiv zu gestallten, geschweige den ganz zu revolutionieren. Wir sind fest gefahren. Dabei HÄTTEN wir die Ressourcen und alles um eine Utopische Gesellschaft zu entwickeln!
Meiner Ansicht nach ist der Ansatz falsch, die Probleme in großem Format lösen zu wollen.Zitat:
Heutzutage werden wesentlich schwierigere Probleme gelöst, nur nicht in derart großem Format.
"Einig zu sein, ist göttlich und gut;Zitat:
Vorausgesetzt wir überleben wir es sowieso darauf hinauslaufen, die Gesellschaft muss nur noch etwas ausgeglichener und der durchschnitt etwas klüger werden. Dann würde man anfangen zu diskutieren und Modelle zu vergleichen, solange bis das beste gefunden wurde und das wird dann umgesetzt.
Und das schreibst du gerade in einem Board der Gruftis, die doch für ihren Hang zum Alten bekannt sind? :)Zitat:
Es ist nur unglaublich frustrierend darauf zu warten... so viel Leid, Ungerechtigkeit und Verschwendung obwohl es gar nicht so sein müsste... nur weil die zahl der Verteidiger des alten und des für sie sicheren zu hoch ist...
Aber woher soll das Gemeinschaftsgefühl kommen?Zitat:
nur wegen dem Mangel an Gemeinschaftsgefühl...
Nein, im Gegenteil, das Verhältnis zwischen Gemeinschaftsgefühl und den Gefühlen des Einzelnen ist genau das, worum es mir geht. Du schreibst es ist "unglaublich frustrierend darauf zu warten", und ich behaupte, dass du gar nicht warten musst, sondern dass du selbst zum Entstehen eines Gemeinschaftsgefühls beitragen kannst, indem du aufrichtig zu deinen eigenen Gefühlen stehst. Dieses "Strahlen" muss nicht "Friede-Freude-Eierkuchen" sein, es kann und soll auch Unwohlsein ausdrücken wenn du dich unwohl fühlst. Auch echte Trauer kann Freude bereiten, so paradox das klingen mag. Nur unechte, vorgetäuschte Gefühle bringen keine Freude, sondern Frust, Misstrauen und Feindseligkeit.Zitat:
Kann es sein das ich mich vom Thema entfernt hab?
Zitat:
Original geschrieben von Talvienaurinko:
Dazu fällt mir gleich eine Textzeile aus einem Film ein:
Unsere größte Angst ist nicht Unzulänglichkeit.
[....] Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit automatisch unsere Gegenwart die anderen.
Das klingt alles wunderschön, aber es ist weder zwingend moch logisch. Wenn sich ein Mensch aus seiner Angst befreit, kann er durchaus andere ängstigen, gerade dann wirken Menschen manchmal gefährlich. Sicher das mit dem Licht stimmt schon, aber auch das ist nur die halbe Wahrheit. Es gibt Beispielsweise kongeniale Atmosphären, wo sich Menschen ergänzen und gegenseitig befruchten, doch es gibt auch den kampf um knappe Ressourcen. Ängste sind ein notwendiger Warnmechanismus. Menschen ohne Angst wären wahrscheinlich längst ausgestorben, weil sie in der Steinzeit vom Säbelzahntiger gefressen wurden. Weißt Du das unsere äffischen Vorfahren eine beliebte Beute der Leoparden waren... sicher ihre Nachkommen haben sich aus dieser Angst befreit, doch nur um den Preis sich voreinander zu fürchten. Menschen brauchen Angst, sonst springen sie an Gummiseilen von Brücken oder rasen wie die Verrückten auf der Autobahn um endlich wieder Angst zu spüren.Zitat:
-
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit automatisch unsere Gegenwart die anderen.
Zitat:
Menschen brauchen Angst, sonst springen sie an Gummiseilen von Brücken oder rasen wie die Verrückten auf der Autobahn um endlich wieder Angst zu spüren.
Zitat:
Menschen ohne Angst wären wahrscheinlich längst ausgestorben, weil sie in der Steinzeit vom Säbelzahntiger gefressen wurden.
Zitat:
Original geschrieben von LaChatte
Angst vergiftet das Leben.
Du vergißt die Hormonausschüttung, die die Leistungsfähigkeit enorm steigert, die Sinne werden schärfer, die Muskeln leistungsfähiger, wie sonst sollten Menschen in der Lage sein ein Mammut abzustechen? Das ist wie ein Rausch mit körpereigenen Drogen.Zitat:
Es reicht doch, den Säbelzahntiger nicht für einen Kuschelteddy zu halten und respektvollen Abstand zu wahren - mit kühlem Kopf, ohne Angst - dann wird man auch nicht von ihm gefressen.
Zitat:
Original geschrieben von LaChatte:
Angst vergiftet das Leben.
Zitat:
aufkommende angst kann einem die für eine notwendige reaktion erforderliche energie und den notwendigen antrieb zur verfügung stellen.
allerdings ist es auch notwendig, die angst beizeiten wieder loszulassen, damit sie ohne eine tatsächlich existente grundlage nicht chronisch und krankhaft wird.
Zitat:
hier ist die grosse aufgabe, auch den risikobereiten menschen dazu zu bringen, mehr auf seine sicherheit zu achten, und auch ihn zu schützen, ohne ihm den kick gänzlich zu nehmen, den er sich ja sonst woanders wieder besorgen würde...
Zitat:
Original geschrieben von Montrose:
Lange Rede, kurzer Sinn: ich wäre ein bißchen vorsichtig, von einem psychischen Merkmal auf die Lebensqualität zu schließen. Denn, so habe ich den Verdacht, manchmal wünschen sich "Gutachter" aus Gründen der Dramatik, dass es dem anderen schlecht geht, mehr als dass dem tatsächlich so ist. Die Niederlage wird den Leuten eingeredet.
Zitat:
Wenn es aber einfach so ist, dass jemand halt angst hat, und er kann nichts dagegen machen? Muss ich ihm dann erst recht eins reinwürgen, indem ich ihm sein Leben als "vergiftet" darstelle? Oder helf ich ihm nicht dadurch, dass ich ihn und sein Leben trotz seiner Angst wertschätze?
Zitat:
Es ist in der Psycho-Ecke leicht getan, den Leuten irgendwelche Etiketten aufzukleben. Aber was ist damit gewonnen?
Zitat:
Das mit dem "sensibler machen" ist auch so eine Sache. Es ist ja noch nicht einmal geklärt, ob risikobereite Menschen wirklich sensibler sind oder ob die ganz im Gegenteil so übersensibel sind, dass sie sich einen Panzer wachsen ließen.
Zitat:
Lange Rede, kurzer Sinn: ich wäre ein bißchen vorsichtig, von einem psychischen Merkmal auf die Lebensqualität zu schließen. Denn, so habe ich den Verdacht, manchmal wünschen sich "Gutachter" aus Gründen der Dramatik, dass es dem anderen schlecht geht, mehr als dass dem tatsächlich so ist. Die Niederlage wird den Leuten eingeredet.