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Amerika

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geschrieben von: Dracus

Ich könnte die Krise kriegen!! Labert uns da unsere blöde Englischlehrerin die ganze Stunde lang voll mit irgendwelchem Blödsinn der amerikansichen Geschichte! Wie stolz wir als Deutsche sein könnten, dass wir massgeblich an Amerikas Entwicklung beteiligt gewesen wären und dass es ja so toll war, diese Kraft der Leute damals und er Wille und solche Idiotien!! Das kann doch nicht wahrsein! Da kommen irgendwelche nichtsnutzigen Leute deren Religion der Regierung nicht gepasst hat nach Amiland, erzählen erstmal rum dass die Ureinwohner da die totalen Tiere sind und foltern und morden wie's ihen in den Sinn kommt, schlahcten die dann ab, nehmen denen ihr Lnad weg, vernichten ein bewunderswerte stolze Rasse fast gänzlich und zeigen kein bißchen Reue und nennen sich dann "rechtmässig" Amerikaner!! Ist die denn des Wahnsinns fette Beute? Dann kann ich ja gleich auch noch sagen, dass die Juden sowieso das personifizierte Böse und obendrein weltverderbend sind, dass Schwarze zum Dienen geboren wurden weil eine niedre Rasse und dass Spanien der Welt einen Gefallen getan haben als sie die Inkas vernichtet haben und das Onkel Hagen ein Kuschelteddy ist!
Ich hätte die ganze Stunde lang schreien können! was denkt die sich dabei? An den Einwanderern kann ich nichts, aber auch gar nichts Bewundernswertes finden!

So. Das wollte ich euch mal sagen. Vielleicht wirds jetzt besser wenn ich's geschrieben hab.

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...und von des Raben Schatten her erhebt sich meine Seele nimmermehr...



geschrieben von: LostGhost

Hallo Dracus,

hast Du Deinen Unwillen auch in der Stunde vermittelt oder blieb er ungenannt? Ich glaube, was Du meinst, hat absolut Hand und Fuß und man sollte seine Meinung in solchen Fällen dann auch nicht für sich behalten.
Kurzes Zitat:
„Oftmals kommt die kritische Distanz gegenüber Zuständen, die sich über einen längeren Zeitraum nicht geändert haben, abhanden, weil sie irgend wann die trügerischen Züge des Üblichen annehmen.“
-Reinhard Ulbrich-

Was ich damit meine: Deine Lehrerin sieht all die positiven Aspekte und hat diese Meinung mittlerweile so gepflegt, daß Sie schon längst eben jene kritische Distanz verlor. Manchmal reicht dann schon ein kleiner sachlicher Anstoß von außen, um dieses Auseinandersetzen in kritischen Sinne wieder in Gang zu bringen. Vielleicht kannst Du das ja in der nächsten Stunde noch einschieben, bevor die Gute mit ihrem Stoff loslegt? Ich glaube das wäre mal eine interessante Stunde, wenn Sie darauf eingeht.

gruß

-lg-

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Am interessantesten ist die Innenseite der Aussenseiter.
-Jean Genet-



geschrieben von: ray

@ Dracus: Deiner Meinung kann ich mich nur voll und ganz anschliesen. Nur mit einer Formulierung mag ich nicht so besonders anfreundne:
"bewunderswerte stolze Rasse"
Das bewundernswert iss ja ok, halt Ansichtssache. Aber stolz finde ich total überflüssig in dem Zusammenhang. Was macht die Indianer denn so besonders das sie Stolz auf sich sein konnten?

Sorry für die korinthenkackerei, aber das musste ich doch mal loswerden.

gruss ray



geschrieben von: semigod

Salve Dracus!
Ich kann mich nur LostGhost anschließen und vor dir meinen Hut ziehen: Klasse Einstellung. Man darf echt nicht vergessen, dass immer wenn irgendein Volk "entsteht" oder ein Volk an die Macht kommt ein anderes dadurch eingeschränkt oder vernichtet wird. Bring deine Meinung echt mal in den Unterricht ein und sag mal kurz Bescheid wie deine Lehrerin reagiert hat. Interessiert mich echt.
@Ray: Nun gut, stolz ist wirklich nicht das richtige Wort für die Indianer, wiso solten sie auch so etwas wie Stolz empfinden? Bis die Europäer kamen, kannten sie nichts anderes als ihre eigenen Leute und die waren alle so aufeinander abgestimmt, dass sie sich ergänzen. Was der eine nicht kann, kann ein anderer und deshalb arbeiten sie zusammen, das ist kein Platz für Stolz! Stolz würde das alles zerstörren, da sich der Stolze zu "fein" wäre den anderen zuHelfen. Meiner Meinung nach hat der Stolz und die Einbildung der Menschheit etwas besseres zusein alles kaputt gemacht. Früher hat der Mensch nur das genommen was er zum Leben brauchte und heute werden Tierarten, Pflanzen und was am schlimmsten ist Völker ausgelöscht, weil die "Zivilisation" glaubt sie sei etwas besseres.

Gut ich bin wohl einwenig vom Thema abgekommen, aber das musste ich einfach mal loswerden.

Semigod



geschrieben von: Sarcan

Grüss euch...

Amerika war schon immer ein Fall für sich... die USArier haben in der Weltgeschichte wahrhaftig genug angerichtet, und bemerkenswert viel positives kann ich an ihrer Geschichte überhaupt nicht sehen. Nimm dir den Krieg gegen Japan... beispiele genug für diese Kultur... das Problem liegt für mich darin, daß einfach zu viel Propaganda im eigenen Land von diesen Leuten betrieben wird, die im Ausland auch geglaubt wird. Ausserdem haben die Ammis immer ein Feindbild für die Leute parat... uns, die Russen, den nahen Osten... Länder gibts ja noch genug...

Insgesamt gibt es wohl kein nach Aussen wie nach innen so verlogenes Land wie Amerika. Rassismus und Verfolgung, ein völlig unzureichendes Sozial- und Bildungssystem, Angriffskriege zu hauf und eine absolut übertriebene Selbsteinschätzung.

Wir hatten grade ein paar Ammis zu Besuch, die haben alle Zweifel erfolgreich ausgeräumt... obwohl es einfach nur schön war, zu sehen, wie wütend die werden konnten, wenn man Amerika als 'completly unimportant country right on the edge of the map' bezeichnete... http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif

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---
And every prayer we pray at night
has somehow lost it's meaning



geschrieben von: Aveyla Celeste

Sarcan, nicht "unimportant"...
um kein Gran weniger als "God's own country" (so mögen sie's jedenfalls *g*)
Ich wär gern dabeigewesen, als ihr die Ammis so getriezt habt http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif

Gruß, Aveyla

P.S.: Die Austauschschüler aus meiner alten Jahrgangsstufe haben mir erzählt, ihre amerikanischen Gasteltern seien total überrascht gewesen, dass man in Deutschland Kühlschränke kennt... soviel zu dem Thema *g*



geschrieben von: ray

loool
Ammis haben manchmal schon komische Vorstellungen.
Wenn wir in der Lage sind die besten Autos der Welt zu bauen (behaupte ich jezt einfach mal) werden wir uns ja wohl noch Kühlschränke bauen können.



geschrieben von: Luc Luc

Amerika ein land für mich Amerika fütter mich(Welle E)!!!!!:cool:



geschrieben von: Talisker

mache stellen sogar die Frage ob in Deutschland noch immer alle Nazis sind..... ohne Worte!!!

Ach, und ich weiß nicht ob Ihr schon wußtet: München ist die Hauptstadt von Deutschland...... und eigentlich heißen wir "Bayern"

So sehen es halt die Amis!!

Kurz um, ein Land auf das die Welt verzichten kann.... nur schade um die Landschaft/ Natur.



geschrieben von: Monachica

Ich bin wahrlich kein Freund der Amis, was vor allem an Mr.Bush und seiner korrupten und verlogenen Knallchargen-Regierung liegt, aber sie alle kollektiv zu verteufeln ist auch nicht in Ordnung ... sind ja nicht alles nur tumbe Burgerfressende und Waffenschwingende Narren, die sich für gods chosen people halten und den derzeitigen Wahnsinn ihrer Regierung kritiklos anbeten. Das ist meiner Meinung nach letztendlich genau so ein Klischee wie das vom Auto-klauenden Polen und dem "germans = nazis"

Al Gore, den ich für einen intelligenten und vernünftigen Menschen halte und dem ich vor vier Jahren die Daumen drückte bei der Wahl, hat ja letztendlich auch mehr Stimmen bekommen als der Mann mit der Bibel unter dem Kopfkissen und den beiden trockenen Brötchenhälften im Kopf (deren Wahlsystem ... und dann angebliche Vorzeigedemokratie, seufz...) Ganz so schlimm kanns dann auch nicht stehen. Dass viele Amis einen gehörigen Knall haben unterschreibe ich aber dennoch ;-) Zu Bush&Konsorten brauch ich ja sicher nichts weiter zu sagen.



geschrieben von: Crematory

Zitat:
Original geschrieben von Leland Gaunt
Wo wäre Europa heute ohne Amerika? Deutschland hätte des zweiten Weltkrieg zweifellos gewonnen
[...]
hat es Amerika durch seinen Pioniergeist und Aufbruchmentalität damals deutlich besser gemacht als das verfahrene und diktatorische Europa.



Wie kommst Du darauf, dass D den Krieg gewonnen hätte? Es war auch ohne die Amis am Ende. Hätte zwar etwas länger gedauert, aber Deine These finde ich unwahrscheinlich.

Quizfrage: Was ist besser:
a) Wir schlachten ein paar Ureinwohner ab, rotten ein paar Tiere fast aus etc. und haben ein "tolles neues Land" voll Vertriebener, die extrem stolz darauf sind und sich auch im Nachhinein nicht Besseres zu gönnen wissen, als sich überall einzumischen.
oder
b) Bsp. Deutschland:
Ein oftmals rückständiges und zerspilttertes Land, welches aber von innen heraus gekämpft hat? Das nicht alles immer vite vite ging, ist bei dieser Methode wohl verständlich.



geschrieben von: Inextremo

"Wo wäre Europa heute ohne Amerika? Deutschland hätte des zweiten Weltkrieg zweifellos gewonnen"

.....Wäre das so schlim gewesen ?.....



geschrieben von: Darket

Ja!



geschrieben von: Scheol

Zitat:
Original geschrieben von Darket
Ja!





geschrieben von: Inextremo

Ihr habt ja echt garkeine Kriegersichen Ambitionen oder ? *g*



geschrieben von: schattenlos

"dass die "hands that built America" doch außerordentliches vollbracht haben. Auch wenn Europa die Wiege der Kultur ist und wohl heute wieder zur Bastion des Geistes geworden ist, hat es Amerika durch seinen Pioniergeist und Aufbruchmentalität damals deutlich besser gemacht als das verfahrene und diktatorische Europa."


erstens:
da waren auch mal "hands that built Europe"

zweitens:
Europa ist, wie ich finde, durchaus ebenso facettenreich und vielseitig wie Amerika - eher noch mehr.
man denke nur an all die alten Kulturen.
und der sogenannte Facettenreichtum Amerikas ist im übrigen letztlich ein Sammelsurium ehedem ausländischer Kulturen - und das nichteinmal in Vollständigkeit.

drittens:
der Geist, aus dem Amerika erstand (um in der Vergangenheitsform zu bleiben) war letztlich ein Abkömmling europäischen Gedankengutes - und hat sich überdies seither sehr stark gewandelt - misslich, wie ich finde.

ich könnte noch einige Dinge aufführen, aber wozu?
ich will hier weder Europa hochpreisen, noch Amerika oder sonstwen...
im Übrigen bin ich ohnehin der Meinung, dass niemand auf Dinge stolz sein kann, die er/sie nicht mit eigener Arbeit erbracht hat.

nur eins sei noch gesagt:
die allumfassende Ignoranz und Arroganz der Amerikaner (und das, verbunden mit Patriotismus, zeigen sicher so gut wie alle Amerikaner in der einen oder anderen Facette) stinkt zum Himmel.

wenn ich wählen muss, bin ich froh, dass es Europa gibt und ich nicht in Amerika leben muss (und auch glücklicherweise nicht dort geboren wurde - der schlimmsten Geistesverseuchung bin ich also schonmal entgangen...)



geschrieben von: Valraven

@Leland Gaunt: Ich stimme dir zu...

Viele hier scheinen sich der Meinung von Amerika zu erfreuen, die ich auch sicherlich hätte, würde ich nicht einige Amerikanistik-Seminare besucht haben sowie das Land selbst und einige Austauschstudenten, darunter eine sehr gut, kennen.

Viele der Seltsamheiten der Amerikaner sind wirklich unverständlich und unbedingt verbesserungswürdig, aber es gibt auch eine andere Seite bzw. Seiten und an diesen findet man so einiges, an dem man sich orientieren könnte.
So einige amerikanische Ideen und Prinzipien täten hier durchaus gut!





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