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Verlassene Gebäude (Krankenhäuser, Schulen usw.)

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geschrieben von: Phyliss

Hallo,

einen ähnlichen Thread habe ich nicht gefunden und um Angst generell geht es hier auch nicht.
Da ich RL niemanden kenne, der Lust hätte, das zu diskutieren, es mich aber brennend interessiert, andere, neue Ansichten zu hören, mach ich mal diesen Thread auf.

Sicher kennt jeder Filme, in denen verlassene Psychatrien etwa eine große Rolle spielen, Session9 wär z.B. einer.
In Filmen sind solche Gebäude immer sehr unheimlich, bisher dachte ich aber, das läge daran, dass da halt meist irgendwelche Morde geschehen oder jemand herumgeistert.

Gestern hab ich ein Buch ausgelesen und aus Interesse mal nach einem Bild der Psychatrie gegoogelt, die darin vorkommt. Zu meiner Überraschung hat die seit 2001 dichtgemacht und ich fand eine Seite, die lauter verlassene Gebäude zeigt, Krankenhäuser, Schulen, Maschinenräume, einen Freizeitpark.... wer schauen will, kann das hier tun.

Keine Ahnung warum, aber ich finde die meisten Bilder dieser Seite sehr bedrückend und abstoßend. Klar, da ist alles kaputt und das meiste im Herbst fotografiert, aber die Häuser haben eine so seltsame Atmosphäre.

Warum?

Ich finde bewohnte Krankenhäuser und Psychatrien überhaupt nicht gruselig. Vielleicht wären manche Begebenheiten schockierend, aber nicht unheimlich, übernatürlich oder sowas.
Und in diesen verlassenen Gebäuden ist es auch nicht die Vorstellung von dem, was da vielleicht gelaufen ist, die mich schockt, sondern irgendetwas anderes, irgendeine diffuse Angst vor - keine Ahnung, vor was.
Warum lässt einen der Anblick von dreckigen Badewannen (da haben doch nur Leute gebadet ), versifften Puppen auf medizinischen Geräten (ist doch ein Zeichen für Hoffnung, oder? Wird wohl kaum ein Kind gefoltert worden sein), zerfetzten Tapeten und Fluren zwischen rostigen Zellentüren schaudern?
Hat man zuviele Filme gesehen und Spiele gespielt, in denen Häuser ein seltsames Eigenleben führen und noch irgendein Geist darin herumspukt, begleitet von ätzender Musik?

Es gibt nur eine Sache, die mich sonst noch "ekeln" würde, und zwar die Vorstellung, wie Ärzte und Pfleger ihre Macht missbrauchen und Insassen pervers misshandeln, foltern oder sowas. Das wird kaum in einer dieser Anstalten passiert sein, und schon gar nicht in großen Ausmaßen, von daher ist auch diese "Angst" eher unbegründet. Im Gegensatz, perverse Vorfälle passieren ja auch jetzt grade, in belebten, normalen Krankenhäusern, Altenheimen usw. und die sind nicht gruselig, sondern machen wütend.

In den meisten der verlassenen Gebäude waren "normale" Patienten (also einfach nur Menschen), die gelacht haben und geweint, die auch gute Augenblicke hatten. In Maschinenräumen wird gar nichts losgewesen sein, in Freizeitparks hat man sich mal gefreut und viel Spaß gehabt ----> Trotzdem würden mich keine zehn Pferde in so ein verlassenes Haus bringen.

Auch Clowns sind manchmal unheimlich und das süße kleine Mädchen mit dem Messer ist längst ein Klischee. Sind es die Gegensätze, die solche Orte unheimlich machen? In dem Klischee mit dem kleinen Mädchen steckt doch auch nur die Angst vor Täuschung, die Angst vor großer Veränderung, etwas, mit dem man nicht rechnet, Kontrollverlust.
Oder vielleicht die Tatsache, dass da mal viele Menschen gelebt und gearbeitet haben, es ein großes, protziges Gebäude war, das Zukunft versprach, und zack, von einem Tag auf den anderen wurde es geschlossen, steht leer und verfällt - steckt da vielleicht irgendeine andere Angst drin? Liegt es daran, dass man an Gebäuden so wunderbar sieht, wie schnell etwas verkommt, stirbt und wie schnell "glorreiche" Zeiten vorbei sind?

Vielleicht ist es auch die Angst vor sich selbst, dem Wahnsinn, die Vorstellung, man könnte in so einem Gebäude sein und sich von seiner eigenen Furcht verrückt machen lassen. Leute, die lange in einem Kabinett mit Wachsfiguren waren, haben sich irgendwann eingebildet, dass diese sich bewegen usw. Vielleicht fürchtet man sich nur vor seiner eigenen, angesichts der komischen Geräte und Räume oft kranken Fantasie?

Oder denkt man einfach echt nur stumpf an gesichtslose, überlegene Ärzte und verstümmelte Menschen mit Drähten im Hirn, ein total überzogenes Bild aus Computerspielen?

Es wäre sehr schön, wenn sich jemand nicht von meinem Textberg hat abschrecken lassen und seine Meinung äußert. Ich wollte nur mal festhalten, was ich bisher schon so überlegt habe, dann kann man da direkt ansetzen.

Viele Grüße
Phyliss



geschrieben von: Trauerwesen

Hm, ich weiss nicht, generell empfinde ich es schon eher so, dass solche orte eine Geschichte erzählen. Dieses Bewusstsein habe ich auch erst seit einigen Jahren, also seit die Teeniezeit vorbei ist. Man sieht Kirchen mit anderen Augen, andere, alte Gebäude ebenso, weil sie eben auch eine Geschichte erzählen. Ebenso alte Menschen, ich frage mich oft, was sie erlebt haben.
Vielleicht ist es bei diesen Orten ähnlich, aber man weiss es eben nicht. Während sie benutzt werden, wird die Geschichte noch geschrieben, aber wenn keiner mehr dort ist, ist sie vorbei und wird erzählt. Und man kennt sie nach wie vor nicht, auch wenn man dort ist, und alles lebhaft ist, Teil der Geschichte ist...hm. Diese Geschichte muss nicht einmal negativ sein.

Aber ich hätte auch Probleme damit, obwohl ich eine verlassene Kirche mal recht interessant fand. Ist vielleicht auch die Tatsache, dass man irgendwie erwartet, dass an solchen Orten viele Menschen sind, und die Realität, wenn sie eben nicht dort sind, dies alles ein wenig unheimlich machen?

Hm, bin etwas poetisch, aber das ist so mein erster Eindruck dazu.



geschrieben von: rainraven

Ich finde diese Seite auf eine gewisse Weise sehr interessant.

Sowas ähnliches habe ich auch schon mal im Netz gesehen, da gibt es einen (oder sicher mehrere) Fotografen, die die Atmosphäre verlassener oder verfallener Orte eingefangen haben (hieß das abandoned-places.com oder so ähnlich?), und ich muß sagen, es fasziniert mich. Diese Gebäude und Bilder strahlen eine seltsame Mischung aus bizarrem Charme und einer geringen Unbehaglichkeit auf mich aus, aber eher etwas Trauriges und sind meiner Meinung nach melancholische Kunstwerke.

Ich selbst finde eher alte und stillgelegte Industrieanlagen, Fabriken, Werke oder Bahnhöfe, Hallen etc. sehr fotogen und teilweise auch anziehend, ich denke da eher an Fotohintergründe, Underground-Parties und die "Power", die diese Orte ausstrahlen. Vor allem, wenn man Rohre, Maschinen, Laufgänge, schweres Gerät dort vorfindet.

Bestürzung befällt mich, wenn ich immer wieder sehe, daß in solchen leeren Häusern alles durcheinander liegt und kaputt ist, als hätten Vandalen drin gehaust, ich frage mich, wer das war und warum. Ob das sein muß?
Und ich bin immer gefaßt auf tote Tiere, Taubenskelette oder etwas anderes Trauriges wie einen kaputten Teddybären oder sowas, das bricht mir beim Betrachten echt das Herz. Weil es das (meist traurige, unfreiwillige) Schicksal eines Menschen oder Tieres, eines Individuums, beleuchtet.

Mich würde es an solchen Orten nur schaudern, weil ich erstens wüßte, daß ich dort wohl sicher nicht sein sollte und vielleicht verhaftet oder von einem Eigentümer/Wächter angegriffen werden könnte. Angst hätte ich nur, daß etwas ein-oder zusammenbricht oder plötzlich ein Sittenstrolch oder anderer Mensch mit üblen Absichten mir auflauert oder ich gar eine Leiche finden könnte. Aber nicht, weil so ein Haus vielleicht mal eine Klinik gewesen ist oder ich an perverse, folternde Ärzte denken müßte. Ich frage mich auch nach den Schicksalen der Bewohner oder "Insassen" solcher Gebäude.

Ich war selbst bisher (in meiner Raverzeit, da hat mein damaliger Freund mir solche Plätze gezeigt) nur in einem Wäldchen, wo es alte Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg gab und wo plötzlich mitten zwischen den Bäumen Straßenlaternen auftauchen, wo schon seit Jahrzehnetn keine Wege mehr sind oder imer mal wieder so Hügel im Boden sind und kaminartige Entlüftungsrohre der Bunkergänge. Diese sind etwa mannsbreit und -hoch und ich fand sie total unheimlich und konnte mir nicht vorstellen, daß da jemand alternative Technoparties veranstalten würde. Aber die primäre Angst, die ich an solchen Orten habe, ist nur die, daß ich etwaigen zwielichtigen oder kriminellen Subjekten im Weg umginge, die mir etwas tun könnten oder daß etwas über mir einstürzt.
Ich betrachte das Vergängliche dieser Ruinen eher mit Bedauern, wie Du sagst, vielleicht, weil sie nach der Erfüllung ihres Zweckes Vergänglichkeit und Leere oder Tod symbolisieren.
Aber ich finde sie auch irgendwie schön...oder sagen wir, berührend.



geschrieben von: TheTurningPoint

Mir geht es so ähnlich wie rainraven, ich finde solche alten Gebäude interessant und anziehend, und sie machen mich sehr neugierig auf ihre Geschichte. Ängstlich (oder besser gesagt vorsichtig) machen mich eventuelle Befürchtungen, dass die Bausubstanz zu marode ist und Gebäudeteile einstürzen könnten oder man in irgendein Loch fällt. Möglicherweise befinden sich in Fässern oder Rohren noch irgendwelche giftigen Substanzen, oder es haben sich irgendwo Hornissen oder andere Insekten eingenistet.

Irgendwie finde ich es schade, wenn solche alten Gebäude nutzlos verrotten. Wenn es die Bausubstanz hergibt, finde ich es besser, sie engagierten Leuten zu überlassen, die sie sanieren und für Wohnungen, Jugendklubs oder andere sinnvolle Zwecke nutzen.

Hier in der Gegend gibt es einige solcher sinnvoll genutzter alter Gebäude, die ich gern besuche, z.B. das Kassablanca (ein ehemaliger Lokschuppen), das Alte Gut (ein ehemaliges Bauerngehöft), der Rosenkeller und das Volksbad.



geschrieben von: Neroli

Ich habe mir die Seite mit den alten Gebäuden und auch schon viele zerfallende Gebäude in der Nähe angesehen.

Ich glaube das die mystische Ausstrahlung solcher Orte auch viel mit der Bauweise zu tun hat. Die Backsteinbauweise, die hohen Decken und der alte Stil. Ich bin mit meinen 24 Jahren in einer anderen Zeit aufgewachsen. In der Zeit des Plattenbaus, der strukturierten Linien und der Quadratischen Gebäude.

Es ist wie mit alten Friedhöfen. Unsere neuzeitlichen Friedhöfe bestehen einfach nur noch aus viereckigen, einfallslosen und unromantischen Grabsteinen ohne jede Message. Man pflanz darauf Blumen die genau parallel zueinander sitzen müssen und rupft jede Woche einmal Unkraut.
Die alten Friedhöfe dagegen bringen noch eine besinnliche, ruhige und romantische Stimmung mit ihren verwachsenen Gängen und überrankten Grabsteinen.

Der Anblick von alten Fabriken hat zwar eine eigenartige Ausstrahlung, jedoch beeindrucken mich alte Psychiatrische Kliniken, Gefängnisse und Internate mehr.

Ganz klar ist auch, das ich beim Anblick solcher Gebäude unweigerlich Geschichten, Erzählungen, Bücher und auch Filme vor den Augen habe. So wie "die Verurteilten", "The Green Mile" oder auch "Sleepers". Es gibt noch viele mehr, die hier nicht aufgezählt werden müssen.

Bei einer Klinik machen es sicher auch die Gegenstände aus, die man darin noch finden kann. Die medizinischen Behandungen waren damals andere als heute, und viele der damaligen Weisheiten wurden mittlerweile abgeschafft, weil man die Menschen damit mehr quälte als sie zu heilen. In einem Gefängnis findet man vielleicht noch einen E-Stuhl, der einem natürlich ein unheimliches Gefühl gibt, da darauf Menschen starben, ob sie´s nun verdienten oder nicht. (Wenn man soetwas verdienen kann.)

Jedes Gebäude erzählt seine eigenge Geschichte und um viele davon ranken sich nicht nur Pflanzen sondern auch Erzählungen von möglicherweise klirrenden Ketten und schreienden Kindern.

Ich denke das diese Mystik und offensichtliche Vergänglichkeit der Stoff ist aus dem die Bücher und Filme sind, und das auch der Grund dafür ist, das es immer wieder Filme mit solchen Drehorten geben wird.

Man erkennt an solchen Gebäuden das nicht nur der Mensch vergänglich und ersetzbar ist, sondern auch das was er erschafft.

Wenn man es nicht schafft in den Herzen seiner Mitmenschen einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, sind nur noch Ruinen die Zeugen dafür das es einen mal gab.



geschrieben von: dark-Enigma

nabend zusammen,

ich bekomme immer ein beklemmendes gefühl, wenn ich allein mit dem zug reise. besonders, wenn ich abends so gut wie allein am gleis stehe... sie verbeiten eine rastlose stimmung sind aber auch ein ort der zusammenkunft. ich beobachte dann immer gerne die leute die sich am bahnsteig tummeln und stelle mir vor, wohin sie gerade wollen.

mich faziniert auch der große gegensatz, der dort herrscht. zum einen wühlen dort obdachlose in den mülleimern rum, wo zuvor ein manager seine pfandflasche hineingeworfen hat.

mich bedrückt, dass es so viele menschen dort gibt, aber jeder irgendwie dort nur für sich allein ist in seiner welt....
alles was dort passiert, ist nur für den augenblickich. ich finde das macht einen bahnhof irgendwie verlassen

alte gebäude haben auf mich einen irgendwie magischen einfluss. schon als kind habe ich zusammen mit meinen freunden mir geschichten über alte oder verlassene gebäude ausgedacht. es waren meist sehr tragische geschichten und wir waren immer sehr enttäuscht, wenn die wahrheit nur halb so spektakulär war...

jeder bewohner, der einmal dort gelebt hat hinterlässt etwas von seiner persönlichkeut in dem gebäude. ein stück seiner seele. kennt ihr das gefühl, wenn ihr an einen ort kommt, wo ihr oder ein guter freund aus kindertagen mal gewohnt habt und alles anders ist aber irgendwie immer noch gleich? so was zerreist mir das herz.

solche erinnerungen wahr oder erfunden machen alte gebäude irgendwie magisch, denn man weiß nie, ob die geschichten, die man sich ausmalt oder hört wahr sind. und das ist das unheimliche an der ganzen sache.



geschrieben von: rainraven

ja, die offiziell alternativ genutzten oder besichtig-baren alten Gemäuer sind natürlich wesentlich besser in Schuß und man kann sich da auch wohlfühlen...auf der Raketenbasis Pydna ist ja z.B. immer das Nature One, dieses Rave -Festival (war ich leider noch nie :( ) und bei uns spiel(t)en sich auch einige Discoevents in alten Flughäfen (das "Terminal" in Riem war geil...*schwärm*), Kasernenhallen, Schwimmbädern und Fabrikgebäuden ab (z.B. Kultfabrik).

In so richtig verfallenen Gebäuden, deren Betreten vermutlich nicht so ganz erlaubt ist, war ich aber noch nie. Und in so versiffter Atmosphäre wie diesen geplünderten Anstalten würde ich wohl auch nicht feiern wollen...da hätte ich ja Angst, daß mir die Decke auf den Kopf kommt oder sonstwas...:(
Diese Bunkergänge im Wald waren bei hellem Sonnenlicht gruselig genug...:rolleyes: Oder ich werde einfach alt? :)



geschrieben von: Xenomorph

Ja, verlassene und womöglich auch verfallene Industrielandschaften und Gebäude üben auch auf mich einen sehr großen Reiz aus...Fabriken, Lagerhallen, Bahnhöfe, Flughäfen, Kasernen, und dann möglichst verfallen und verdreckt, sind viel unheimlicher als alte Schlösser und Burgen...Fast alle meine Lieblingsfilme spielen in derarteigen Umgebungen, die "Nostromo" im ersten "Alien" - Film ist nichts anderes als eine fliegende Fabrik, eine Bohrplattform im Weltall: Überall Rohre , herabhängende Schläuche und verrostete Stahlträger. Erinnert sich noch jemand an die Szene, wo Brett (Harry Dean Stanton) die Katze sucht? Auch die zerstörte Kolonie im zweiten, und das Gefängnis im dritten "Alien" haben mir gefallen, auch wenn die Atmosphäre nicht ganz die des ersten Teils erreicht.



geschrieben von: DayWalkR

falls die gabriel burns macher noch ideen für weitere "fahle orte" suchen würden sie da auf alle fälle fündig werden :rolleyes:



geschrieben von: Ewig

Ja das alte zieht an und wird auch von mnir gesamelt.

Es ist anders einfach wärmer.
Die Kälte der heutigen Zeit spiegelt sich in Produkten, Möbeln und Bauweise wieder. Geschäfte, Clubs alles wie geleckt oder im OP.
Keine Gemütlichkeit mehr.
Selbst wenn aufwendig versucht wird was schönes zu schaffen ist es nie so wie ein Barockkirche zb.
Mir gefällt die Welt schon lange nicht mehr.
Ich frage mich was wir der nachfolgenden Generation noch sehenswertes überlassen.

Irgendwo hat der Mensch immer einen Derang nach Ordnung, Übersicht, Klarheit, Kontrolle, dennoch merkt er immer wieder das er sich im Gegenteil wohler fühlt...

Ich frage mich wiso das in dieser Zeit so wenig zum Ausdruck kommt. Belügen wir uns alle selbst?



geschrieben von: archon

also ich finde das kahle, kalte, sterile teils sehr geil - das hat was industrielles, maschinenhaftes, technisches, technoides und da ich auf techno stehe ist das im prinzip meine welt. geht doch nix über ein parkhaus bei nacht, wenn keine sau mehr da drin ist und wenns dann mal 10 ebenen nach unten oder oben geht und hinter jedem pfosten der "räuber" warten könnte *lach*, man vielleicht weit entfernt verhallte schritte hört usw. :D

mit der mystik eines leerstehenden, grossen gebäudes ist es ähnlich wie mit dem besuch im wald. keine menschenseele da.
diese unheimliche ruhe, das gefühl allein zu sein und vielleicht vergeblich auf hilfe zu warten wenn man im ernstfall welche bräuchte. das gefühl etwas in der tiefe zu entdecken, das einem nicht ganz geheuer ist. es ist eine art des "ausgeliefert seins" !
das gefühl, das man in ählicher art auch beim bergsteigen hat, wenn man vom gipfel ins tal schaut und sich plötzlich ganz unheimlich klein und verlassen und wie ein nichts vorkommt auf dieser welt. allein der gedanke, was denn wäre, wenn man hilfe bräuchte, reicht da. okay, heute hat jeder handy dabei... aber das war mal anders.

das sind einfach gigantische gefühle, die man sonst in dieser art nie erlebt... wenn man ständig in den städten rumwurlt, wo sich massen an menschen tummeln, man sich ständig auf die füsse tritt und man nur auf dem WC vielleicht mal 5 minuten seine ruhe haben kann! und nicht mal da hat man sie! *lach*

in filmen wird diese art des "ausgeliefert seins" meist benutzt um in den leuten eine spannung zu erzeugen. denn jeder kennt im prinzip das gefühl, auch wenn man es sehr selten erlebt. man kann sich sogar meist sehr gut daran erinnnern, weil es eben erlebnisse sind, die man sich aufgrund der seltenheit sehr gut merkt. ich weiss heute noch wie ich mit ca. 5 jahren mal im gestrüpp im wald hängen geblieben bin... meine eltern waren plötzlich nicht mehr da und ich begann zu schreien wie am spiess... vor lauter angst, da allein im wald "gefangen" zu sein. :D

ob das jetzt im film das verlassene düstere raumschiff in "Alien" ist (wohl mein lieblingsfilm) oder der finstere wald in dem psychos in einer holzhütte ihr unwesen treiben (film: flussfahrt) oder eine knast-anstalt wie in "das experiment" ... alle diese orte haben eins gemeinsam... sie erzeugen eine gewisse "hilflosigkeit", die so mancher einfach unheimlich findet.
dieses dann in kombination mit dem wissen, was an bestimmten orten geschehen kann oder was dort schon geschehen ist, erzeugt wohl teils bei manchen dieses gewisse unbehagen in der magengegend.



geschrieben von: Xenomorph

Es ist gerade die "Kälte" solcher Räume und Gebäude, die dieses Gefühl des Grauens, wie es in Filmen oft genutzt wird, hervorruft...Jede Gesellschaftsform bringt die ihm entsprechende Architektur hervor...Die Kälte postindustrieller Bauwerke ist die Kälte, die die Eisamkeit des Lebens im Kapitalismus, der wir tagtäglich ausgeliefert sind, mit sich bringt...
Dieses "Ausgeliefertsein" ist das dem Kapitalismus gemäße Lebensgefühl, denn es ist die unmittelbare Realität...Der leere Raum zerstört bloß die Illusion von Gemeinschaft, weiter nichts...
Auch in einem überfüllten Parkhaus würde niemand zu Hilfe kommen, wenn man dort überfallen oder umgebracht würde...Aber man fühlt sich dann noch in der Illusion geborgen, daß dem so wäre...

Im Weltall hört dich niemand schreien, im Kapitalismus will dich niemand hören...



geschrieben von: Onugnin

ich begegne diesen verlassenen gebäuden nicht wirklich mit angst, seit einiger zeit (seitdem ich von zuhause ausgezogen bin, bzw etwas danach) beginnen aber auch "moderne ruinen" mich zu faszinieren

für mich ist 21 jahre lang eine verlassene fabrik (das heimliche wahrzeichen von Itzehoe) allgegenwärtig und selbstverständlich gewesen, obwohl ich niemals auf dem gelände war, es hat mich einfach nicht interessiert damals (weil es halt so allgegenwärtig war), übrigens kam ich zeitweise mindestens 10 mal die woche an dieser fabrik vorbei ... der einzig praktikable weg für mich in die stadt und hinaus führte dran vorbei

jetzt ist hier in Kiel mein liebstes nahausflugsziel eine kleine, verlassene (und verwüstete) fabrikhalle und dazugehöriger ehemaligem frachtanleger und nem verfallenen wrack eines hölrzernen kutters

alte ruinen faszinieren mich schon seit jeher (auf ner studienfahrt nach rom fand ich alle kirchen da eintönig und langweilig, in Ostia Antigua (einer Ruinenlandschaft) war ich der einzige von über 20 schülern der wirklich begeisterung für die unspektakulären gebäude da entwickelt hatte


was sind ruinen aus meiner sicht ?
sie sind ein zeichen für das vergehen des menschlichen
menschen haben das gebäude erbaut um die umwelt für ihre lebenszwecke zurechtzuschneiden
gerade dieser umstand, dass das menschliche hier verblichen ist, ist es, dass diese aura von tod und furcht erzeugt
der mensch hat die umwelt getötet und das einzige leben in dem gebäude, war menschlich verursacht
jetzt ist das menschliche leben weg, jetzt ist nurnoch tod vorhanden ...

je jünger eine ruine ist, je weniger sie von der natur zurückerobert wurde, desto stärker ist diese aura des todes zu spüren

besonders stark ist dies bei den typischen gebäuden der nachkriegszeit, die besonders menschlich, besonders tod sind

eine burgruine im wald ist großteils nurnoch ein romantisches fleckchen, ausser den kellergeschossen etc



geschrieben von: Dark Frequenz

Yes... Ich finde solch alte Gebäude sehr faszinierend.
Würde sogar sagen das es ein kleines Hobby von mir ist in den Sommer Monaten.
Wenn ich das Glück habe in meiner Stadt mal eine alte Fabrik oder Bunker zu entdecken, gehe ich mit entsprechender Ausrüstung sofort rein.
Als erstes alles erkunden, Fotos machen, dann checken ob noch Strom vorhanden ist, und dann mit Kumpels innerhalb weniger Tage eine Underground Party organisieren.
Wochenende dann alle man rein, Anlage anschließen, Kasten Bier usw. Aufdrehen und ab geht es.... *ggg* Hat immer Spaß gemacht. :)
Solch Gebäude strahlen irgendwie eine Mystische Stimmung aus, kann ich nicht so richtig erklären, halt etwas unheimlich.... Ich könnte da Geschichten erzählen..... ho ho... :eek:



geschrieben von: paranuit

gefühle vom einblick in etwas was nicht für einen bestimmt ist.

jetzt ist ja theoretisch alles meins!

die erinnerung an die einstige bestimmung des orts wird nicht vergessen. sie paart sich mit den allmachtsphantasien und organisiert einen appell an das gewissen. für ein schlechtes gewissen reicht es nicht, weil es keinen bewussen grund dafür gibt. der verstand versucht das entstandene gefühl zu begründen. man gerät in phantasien, was in den räumlichkeiten zuvor gewesen sein könnte. haben sich etwa horrorszenen abgespielt? nichts ist vorhersehbar wenn man solche gebäude betrifft. die vergangenheit kann ihre fallen aufgestellt haben. tote tiere, einstürzende treppen, einbrechende böden und decken sind nur ein teil der möglichen vorstellungen. der grusel liegt nicht in dem haus begraben. er ist in den phantasien der menschen.



geschrieben von: Mutter

@ phyliss... das Gefühl das man hat, wenn man leerstehende und verlassene Gebäude sieht, kenne ich auch!
Die "Angst" die mich dann manchmal befällt, kann ich aber nicht erklären. Denn eigentlich gibt es keinen plausiblen Grund sich vor diesen Gebäuden zu fürchten. Waren ja mal normale Einrichtungen, die den Menschen geholfen haben oder ihnen ein zu Hause waren... aber wahrscheinlich ist es die Angst, dass es dort doch nicht immer so lieb und nett abgelaufen ist.
Wenn ich die alten Gemäuer sehe, stelle ich mir automatisch
vor, dass dort früher schlimme Sachen passiert sind... Folterungen und so was :eek: Obwohl ich weiß dass das nicht stimmt... ich hoffe es doch.



geschrieben von: Phyliss

Danke für all eure Antworten und Ansichten, die ich sehr interessant und aufschlussreich finde.
Ich versuche zur Zeit eher, dieses Thema wieder ein wenig zu vergessen, weil es mich aus irgendeinem Grund zu sehr beschäftigt und mir komischerweise auch ziemlich Angst macht. In so ein altes Gebäude würden mich nach wie vor keine zehn Pferde reinbringen. :cool:

Von daher schreibe ich hier nun keinen langen Text, aber fühlt euch frei, euch weiter zu dem Thema auszutauschen :)



geschrieben von: Lady Ligeia

In Chemnitz gibt es ein wunderschönes Gebäude, ein altes Hotel darin soll es Spucken, weil dort Morde geschehen sind ... wenn ich Kohle hätte würde ich mir die Hübsche Immobilie sofort kaufen. Denn zu Hause habe ich auch nen Geist ...!!!

Alte verfallene Gebäude regen mich zum Schreiben an ... ich liebe es



geschrieben von: overdose

Zitat:
Original geschrieben von Lady Ligeia
Spucken

Oh welch grausames Wortspiel. Reicht es nicht, wenn es spukt? Muss es gleich spucken? :p

Ich erforsche gerne verlassene alte Gebäude, sofern ich reinkomme. Aber im Grunde ist es auch nichts anderes als nachts im Wald rumzulaufen, wenn man dran glaubt kann man in jedes Geräusch und in jeden Schatten etwas hineininterpretieren ...



geschrieben von: Untrue

ja, solche Orte üben auch auf mich eine gewisse Anziehungskraft aus. Ich denke es die geheimnisvollen Geschichten um solche Gebäude die keiner so genau kennt... Ich war auch schon in leeren Bunkern auf einem verlassenen Kasernengelände hier in der Gegend aber da stellte ich fest dass diese Bunker eben nicht soviel faszination hervorbringen konnten... weil sie LEER waren.
Sobald man dinge in solchen Gebäuden findet, welcher Art auch immer, fangen die unbekannten Geschichten an meine Fantasie- oder Gefühlswelt zu Treffen.
In Industrieanlagen oder anderen Gewerblich genutzen Gebäuden mit verfallenen Maschinen usw. stelle ich mir dann vor wie es wohl aussah als die Maschinen gelaufen sind und frage mich warum sie es nicht mehr tun. Die beweglichen Teile wurden Jahre lang nicht geschmiert und sind festgerostet. Warum??
Der alte Kalender auf dem verstaubten Schreibtisch hinter der zerstörten Bürotür ist von 1978. Warum wurde kein neuer angeschafft??
Der Verrottete LKW aus den 50ern hat schon kein Bodenblech mehr in der Kabine weil die Natur und der Zahn der Zeit schon so lange an ihm frisst. Jedoch der Tacho zeigt eine Laufleistung von nur 30.000 Kilometern. Warum wurde der LKW so wenig gefahren und warum steht er hier schon ewig??

Es sind die Geschichten die mich an solchen Orten faszinieren....

Es gab hier mal einen Leerstehenden Bauernhof den man zum Mietshaus umbaute. Ein Stall blieb unverändert stehen. Als ich mich darin um sah entdeckte ich eine winzige Wohnung in der wohl mal ein Knecht des Bauern gelebt hatte, so wie es damals halt üblich war. Alles war verwüstet und die Möbel alt und zerstört. Ich brach mehrmals durch den moderigen Holz-Fußboden. Jedoch an den wänden hingen Poster (wenn mans so nennen kann) von alten Rock-Bands (Rainbow, Kiss, Judas Priest, AC/DC...) die augenscheinlich schon midestens 20 Jahre alt waren.
Was ein gefundenes Fanzine von 1981 bestätigte.
Zu meinem erschrecken fand ich an einem Dachbalken ein Seil mit einer Schlinge darin, als wollte man sich damit erhängen...
Da ist es wohl normal dass es einem kalt den Rücken runter läuft... Allerdings konnte ich darüber nichts weiter feststellen. Sie hing dort einfach, die Schlinge...

Solche Sachen sind es...

Einfach zu sehen wie die Zeit ihre Spuren hinterlässt und vielleicht etwas interessantes, erschreckendes, aufschlussreiches aus vergangenen Tagen zu finden....

Die Bilder auf den verlinkten Websites sind übrigends super!

Danke für die Aufmerksamkeit!
Auf Bald!



geschrieben von: Hendrik

Interessantes Thema - darüber habe ich auch gelesen. Gerade bei Schulen oder ähnlichen Einrichtungen soll diese eigenartige "Aura" am stärksten ausgeprägt sein. Auch die Möglichkeit, dass dort spuken könnte, ist dabei anscheinend höher, als in anderen Gebäuden. Das Buch, in dem ich davon las (Peter Haining, "Das große Gespenster-Lexikon"), hab ich noch zu Hause im Regal. Müsste ich nochmal genau nachschlagen.
Als Begründung wurde angegeben, dass in Gebäuden, in denen vermehrt geistige Arbeit verrichtet wurde, auch die Möglichkeit größer ist, geisterhafte Erscheinungen zu "erzeugen".

Wissenschaftlich belegbar ist diese Behauptung aber wohl nicht.

Nunja, das wollte ich nur mal zum Thema loswerden.
Und jetzt werde ich mir mal die Bilder-Links zu Gemüte führen...

Mit freundlichem Schwarzgruß,

Hendrik



geschrieben von: Ceres_the_Raven

Ich weiß auch nicht warum, aber ich finde das auch manchmal ziemlich beängstigend.
Bei uns in der Nähe gibt es zum Beispiel eine verlassene und vollkommen verkommene Fabrik und da allein hinzugehen ist schon ziemlich komisch.
Da stehen noch ein paar Maschinen und ein Laster und so'n Zeug rum. Eigentlich ganz normale Dinge, aber es ist doch komisch alles plötzlich totak verrostet und verlassen vorzufinden.
Vielleicht liegt das auch einfach nur daran, dass man plötzlich sieht wie etwas zu Ende geht. Man sieht was passiert, wenn etwas nicht mehr begraucht wird, wenn es ausgedient hat.



geschrieben von: nikki

hey leute,
ich habe vor einiger zeit auch mal für mich etwas unheimlichere fotos von verlassenen schwimmbädern,krankenhäusern etc. gefunden. ich finde die bilder irgendwie "merkwürdig". angst machen sie mir nicht, aber sie lösen ein beunruhigendes bild in mir aus.... warum auch immer.
hier der link:
http://www.darkview.de

Liebe Grüße



geschrieben von: Untrue

Schöne Bilder.... Irgendwie gut für ne Gänsehaut.... :)



geschrieben von: P...

Auf mich üben verlassene Häuser, insbesondere Fabriken und Krankenhäuser sowie Schulen einen großen Reiz aus.. Das kam das erse mal, als ich 10 war und ein Baumarkt in unserer Stadt dichtgemacht hatte. Fuhr da mit dem Fahrrad vorbei und hab das leerstehende Gebäude gesehen.. In dem moment zog mcih das Gebäuder dermassen an, dass ich mich durch ne zerbrochene Scheibe im angrenzenden Gewächshaus reingeschlcihen hab.. War atemberaubend und seitdem hatte mcih der zauber verlassender Hallen, Häuser, whatever gepackt..
Neulich wollte mcih meine Freundin (sie is ein Gothic ich ein Punk) mit auf nen Friedhof nehmen bei Nacht, aber ich habs nich ganz so mit den ganzen grabkerzen also hab ich ihr vorgeschlagen in ne verlassene Fabrik zu gehen.. Kaum waren wir drin wollte sie sofort raus, ihr war schrecklich unheimlich.. Dann haben wir Schritte gehört (wahrscheinlcih einfach nur der Wind oder weil man bei sowas ja gern mal paranoid wird ;) ) und sie hat geschrien und mcih angefleht zu gehen, also sind wa wieder raus..



geschrieben von: Calamita

Ich fidne solche verlassenen Häuser toll, kann man sicherlich auch einiges drine finden. Mich hält vor soetwas nur die "Angst" wirklich etwas zu finden. Man weiß ja nie, wer sich dort noch aufhält.
Die meisten Häuser sind ja schon alt und wenn man sich dann mal überlegt, wie die Zeit früher war, was dadrin alles passiert ist.. Finde ich das schon faszinierend.



geschrieben von: Untrue

Ich hab mir mal von einer anderen Person sagen lassen, dass die Schlingen nach Selbstmorgen durch erhängen von der Polizei nicht entfernt werden... Seit ich das nun weiss denke ich schon etwas anderes über das oben beschriebene Erlebnis...



geschrieben von: P...

Die werden entfernt.. Man wischt ja auch das Blut weg, wenn sich jemand erschossen hat.. Is ein Märchen.. Ein Schauermärchen.. Ich glaub nich dran..



geschrieben von: Bomret

Also ich denke es ist das Gefühl dort allein zu sein. Wenn ein Ort mit Menschen gefüllt ist, kommt er einem wesentlich weniger unheimlich vor (manchen gehts genau anders herum). So nehmen wir doch einmal die antike Stadt Pompeji. Wenn man dort entlangläuft faszinieren einen die Gebäude, weil man sich überlegt, wie es damals wohl ausgesehen haben mag. Wie die Menschen lebten. Man ist die ganze Zeit von Touristen umgeben und fühlt sich instinktiv sicherer. Wenn man allerdings nachts allein durch solche Gassen streift, macht sich ein mulmiges Gefühl breit. Kann hinter der nächsten Ecke jemand lauern? Es gibt natürlich auch Ausnahmemenschen wie oben schon geschildert. Aber vielen geht das so.
Durch diese (mit Sicherheit auch durch Filme, Legenden, Spiele, Eltern, Gesellschaft, etc.) geprägte Haltung entsteht wohl auch die Paranoia und die Sinne verschärfen sich. Ein ganz natürlicher Reflex.

Ich kann mich noch erinnern, das als ich Kind war wir oft in den alten Fabrikhallen unserer Stadt gespielt haben und uns nicht unwohl fühlten.

Wäre natürlich eine interessante Frage ob dieses mulmige Gefühl dem Menschen angeboren ist oder ob es uns durch Prägung, oder gar beides Eigenschaft ist. Ich persönlich denke ja es ist vor allem die Prägung.



geschrieben von: R@PH

Hallo,

Also mir wird irgendwie mulmig, wenn ich solche Bilder oder auch die Gebäude in echt sehe. Ich finde es doch schon aufregend, welche Vergangenheit sie hatten. Aber komisch wird mir trotz alledem.
Es ist nicht unbedingt die Angst in so ein Gebäude selbst herein zu gehen, da diese eigentlich nicht vorhanden ist. Doch ist es vielleicht der Respekt vor dem Gebäude selbst, wie es aussieht was mal war und was sein kann.

Auf jedenfall finde ich diesen Beitrag sehr interressant, irgendwie wäre ich jetzt nicht auf die Idee gekommen mal nach solchen Bildern zu suchen.


mfg. Raphael



geschrieben von: Untrue

@ Odessa:
Wow, das hört sich ja echt mal interessant an... wenn auch die Bewohnerin etwas seltsam zu sein scheint... oder genau darum?

Ich habe kürzlich von einem Haus erfahren dass in meiner Gegend zwischen 2 kleinen Dörfern völlig allein und versteckt im Wald steht. In den 70er Jahren wurde der Bewohner von einem Einbrecher (der im übrigen ganze 50DM klaute) mit einem Hammer erschlagen. Seit dem steht das Haus leer. Als ich herausfand wo genau dieses Haus steht habe ich natürlich versucht es zu finden, was mir auch gelang. Es ist von einer ziemlig seltsamen Stimmung umgeben und wirklich total versteckt.
Leider konnte man nirgends rein gehen. Dafür hätte man etwas zerstören müssen und "einbrechen" und das wollte ich nicht tun.

Naja, und es gab da noch einen Ort im Wald...
Ausserhalb des Dorfes gibt es einen kleinen Campingplatz. Wenn man die schmale Straße die zu ihm führt weitergeht kommt man direkt in den Wald. Ich bin dort mal von ein paar Jahren gewesen.
Auf einer Lichtung im Wald befindet sich ein altes Schwimmbad dass wohl auch schon seit Jahrzehnten werwahrlost ist. Irgendwie ein kurioses Bild, mitten im Wald auf 2 geflieste Schwimmbecken zu treffen, die total zugewachsen und mit allerhand Sand gefüllt sind...
Das soweit von mir... :)



geschrieben von: Teabag

Hi Ihr!

Durch verlassene Gebäude zu streifen, im Schutt zu stöbern, sich auf verbotenem Gelände aufzuhalten... was könnte es phaszinierenderes geben? Leider werden die Trümmergrundstücke immer weniger, ich mache mir Sorgen ob die nächste Generation nicht eine viel zu aufgeräumte, saubere Welt vorfinden wird?

Immerhin, noch gibt es diese leeren Gebiete, und manchmal findet man sie sogar im Netz.

Künstlerisch wertvoll z.B. Hier: http://www.99rooms.com/

LG
T.Bag



geschrieben von: DieSuchende

Ich liebe verlassene Gebäude schon seitdem ich ein kleines Kind war... Früher gab es bei uns in der Nähe auch ein stillgelegtes Waldbad, ich habe meinen Vater immer gebeten mit mir dorthin zu gehen und wollte immer in das Bad wenn ich älter wäre...
Inzwischen ist es leider abgerissen, und ein Neubaugebiet steht dort...
Überhaupt haben die Leute dieser Stadt das Talent interessante Gebäude abzureissen.... auf dem Gelände eines alten Bauernhofes hat man einen Aldi gebaut.... Früher haben wir uns da oft getroffen....

Aber eine ganz Bemerkenswerte Stelle gibt es in Marl noch:
Zwischen Lippe und Wesel-Datteln Kanal gibt es ein Stillgelegtes Wasserwerk und eine dazugehörige Pumpstation.
Die Atmosphäre an diesen Orten ist einfach unvergleichlich, dort gibt es Laternen im Wasser und das Pumpwerk hat eine undichte Decke, durch die sich Brombeeren über dicke Rohre ca.5 meter in die tiefe ranken...



geschrieben von: Errol Flynn

als Kinder spielten wir "unheimlich" gerne in einem Flak-Bunker aus dem WK2, der ziemlich versteckt im Wald auf dem Berg positioniert war. Ich weiß nicht, ob es das Teil heuto noch gibt. Es hatte jedenfalls was...
die groben Betonmauern, von Moos und Schlingen überwuchert. Die rostigen Eisenstangen, Rohre wie Eisenleitern.
Das Bedrohliche, was von dem ganzen Ort ausging.
ein "Top Kinderspielplatz", auch wenn er uns verboten war...
...da waren auch noch die Bombentrichter drumherum...
schaurige Ecke, besonders wenn es dunkel wurde.



geschrieben von: Solstice

Ich arbeite zur Zeit in einem Krankenhaus, das mal über 180 Betten hatte, fünf Abteilungen, die ganze Infrastruktur usw.
Nun ist hier nur noch meine Klinik mit 60 Betten und ganze Stockwerke stehen leer. Der OP ist seit über 18 Monaten abgeschlossen (ich bin mal durchgegangen, sieht alles aus, als hätten sie vor 2 Stunden gerade aufgehört...), die Physiotherapie (eine große Abteilung) steht leer, alles still und verlassen... ganz komisch (aber nicht gruselig, eher bedrückend...) und lange Flure mit Patientenzimmern liegen still und schweigend vor einem.... , manchmal hört man in seinem Inneren fast wie im Film noch den Nachhall des geschäftigen Treibens, das hier mal herrschte...

Und dann kommt man auf die besetzte Etage und taucht in den üblichen Krankenhausrummel (na ja... jedenfalls ist hier Leben) ein... das hat etwas Groteskes.
Immerhin... das Haus ist aufgekauft und jetzt Privatklinik. Bald wird hier alles renoviert und neu belegt, dann erstrahlt es wieder im neuen alten Glanz. Ich freu mich drauf!



geschrieben von: Rose-of-Silence

ich bin zum studieren in nen anderen ort gezogen und hab ewig rumgesucht um ne wohnung zu finden. die aus der zeitung hatte ich alle schon angeschaut und als nicht beziehbar abgehakt und dann versucht mit dem fragen von einheimischen irgendwas zu finden.
ich wollte schon heimfahren und in der Straße eigentlich nur wenden und bin an einem ewig geilen,altem Haus im Jugendstil aus rotem Backstein vorbeigekommen. ich war so angezogen davon und dacht mir: komm, da klingelst jetz mal, und dann fährste heim. und da wohn ich jetz! baujahr 1905 ^^
die wohnung is eigentlich als WG gedacht, aber meine mitbewohner sind kurz danach ausgezogen...leider...
ne mitstudentin hat mal gemeint, sie bewundert des dass ich in diesem spukhaus allein (mit zwei alten schrulligen damen im oberen stock) wohnen kann, sie würde da para schieben...
ich finds sogar sehr schön, allerdings hab ich ein kleines problem mit den verlassenen zimmern meiner mitbewohner...ich mag da net unbedingt rein...ich glaub des liegt daran, dass diese zimmer sich anfühlen, als wäre es falsch, dass da drin plötzlich niemand mehr ist... wie Solstice (s.oben) gemeint hat, als ob man noch nen nachhall von dem treiben hören kann...

und eigentlich ist man ja gebäude (in meinem falle nur zimmer) belebt gewöhnt, und dann schläft des alles plötzlich und verwarlost...erinnert mich n bisschen an Langoliers von Stephen King...



geschrieben von: Mutter

Zitat:
Original geschrieben von nikki
hey leute,
ich habe vor einiger zeit auch mal für mich etwas unheimlichere fotos von verlassenen schwimmbädern,krankenhäusern etc. gefunden. ich finde die bilder irgendwie "merkwürdig". angst machen sie mir nicht, aber sie lösen ein beunruhigendes bild in mir aus.... warum auch immer.
hier der link:
http://www.darkview.de

Liebe Grüße



Das sind wirklich schöne Fotos :)



geschrieben von: xxbloodyxx

HY
ALSO ICH FIND DIE UMGEBUNG DORT..ICH WEI? AUCH NCHT DAS KLINGT BISSL PSYCHO ABER ICH FIND DIE SCHÖN...DAS HAT SOWAS LEBHAFTES ABER AUCH WAS TOTES....SO WIE UNSER LEBEN..ERST WUNDERSCHÖN UND VOLL..ABER DANN NACH EINIGER ZEIT DOCH LEER UND VERLASSEN....SO VERGÄNGLICH WIE DAS LEBEN SO SIND AUCH DIESE GEBÄUDE....:D :D :D :D UND ICH BIN KEIN PSYCHO...ABER SOLCHE FILME SCHAU ICH TROTZDEM GERN MAL AN *LACH*
BLOODY GRÜ?E



geschrieben von: SoulReaper696

darkview.de

wahnsinn....ich bin beeindruckt....ich wär froh, wenn ich mit meiner kamera solche bilder hervorbringen könnte....



geschrieben von: Phyliss

Hehe, wer mag kann sich ja mal Thief 3 holen und den Level mit der Wiege spielen, das ist eine Klapsmühle, die vorher mal ein Waisenhaus war. Sicher hervorragend geeignet für Liebhaber verlassener Psychatrien. Ich selbst brech das Spiel ab, sobald ich vor der Wiege stehe, keine zehn Pferde bringen mich da noch mal rein.



geschrieben von: SoulReaper696

wieso, was ist denn da?





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