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Das ist sie ja auch. Denn das Bewußtsein beschäftigt sich mit Dingen außerghalb von sich, und diese äußeren Dinge muß es oft hinehmen. Die Frage ist nur: zu 80% oder zu 100%.Zitat:
Was wäre, wenn unsere Fähigkeit im Bewusstsein, die ja das Denken impliziert und somit erst mal eine notwendige Grundlage bildet überhaupt entscheiden zu können, selbst eine Folge von determinierten Umständen ist?
So starr sind die gar nicht.Zitat:
sondern eine Notwendigkeit des Gehirns, dass aus ganz starren Stoffen sich etwas flexibles ergibt, wie das Denken.
Im Moment ist es nicht entscheidbar. Man müßte, wie spalt_n zu recht bemerkt, erst mal definieren, was freier Wille ist, worin der sich zeigen müßte.Zitat:
Oder sollte man im diesem Fall sagen, dass das Ganze eher unentscheidbar ist
Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Ein Determinist wird ja immer behaupten, dieses oder jenes sei vorangegangen, deshalb müsse Kausalität vorliegen. Ich hingegen behaupte, dass die Auswahl des Vorangegangenen meist nicht zwingend ist, und somit der Determinismusgedanke im konkreten Fall rein spekulativ ist. Als Allsatz "Überall muss Kausalität gelten" ist Determinismus ohnehin nicht beweisbar.
Nö. Die Logik ist im Kopf des Menschen, aber nicht außerhalb seines Kopfes.Zitat:
allem liegt logik zugrunde
Das ist keine große Kunst. Man kann sich zu allem irgendein Märchen ausdenken, warum das jetzt so und nicht anders sein muß. Der Punkt ist, daß es für ein Phänomen oft mehrere logische Erklärungen gibt, und die Frage ist dann: welche gilt.Zitat:
zeig mir ein einziges unlogisches phänomen, dass ich dir nicht erklären kann.
Vielleicht liegt da auch das Problem. Kausalketten sind etwas analytisches, d.h. Ereignisströme werden auseinandergespalten, so daß man sagen kann: dieses Bruchstück ging dem anderen kausal voraus.Zitat:
Diese Kausalketten funktionieren also so, indem ein System auf dem andern aufbaut.
Zitat:
wenn dien ziel nicht logik ist solltest du von philosophie die finger lassen und bildzeitung lesen. alles ist logisch. ob du die logik verstehst ist eine andere sache. zeig mir ein einziges unlogisches phänomen, dass ich dir nicht erklären kann. es kann dir nicht gelingen. allem liegt logik zugrunde was determiniertheit erzwingt.
Zitat:
Original geschrieben von schellfisch
zeig mir ein einziges unlogisches phänomen, dass ich dir nicht erklären kann.
Zitat:
Also wer sagt uns, dass unsere Logik wirklich logisch ist, wenn wir doch nur unsere eigene bekannte Logik besitzen, mit der wir sie untersuchen können? Ich sehe hier leider keine Antwort aber ich werde nochmals an Gödels Satz erinnert, wonach sich selbstbezügliche Aussagen ihre eigene Widerspruchsfreiheit sichern, indem sie widerspruchsvoll sind. In diesem Fall kann man sich z.B. auch Fragen wie viel man weis, wenn man weis, dass man nichts weis.
Zitat:
Original geschrieben von spalt_n
Mit dem Schnitzer, daß man die eigene Algebra nicht mit der eigenen Algebra beweisen kann, muss man also leider leben, nutzlos oder beliebig wird sie dadurch keineswegs.
Zitat:
Wenn man (wie evtl. Schellfisch) Logik dazu missbraucht, beliebiges erklären zu wollen, zeigt man dadurch nur, daß man kein ernsthaftes Interesse an neuen Erkenntnissen hat.
Zitat:
Ich halte es außerdem für fatal, wenn man meint, Dinge wie die Frage nach dem "Freien Willen" (Unser Topic! ;-)) rein mit Logik und ohne hinzunahme naturalistischer Beobachtungen klären zu wollen. Ich halte Logik, Determiniertheit u.ä. als Startpunkt für die Frage nach dem "Freien Willen" für ungeeignet.
Zitat:
Zitat vom Wikipedia.de - Freier Wille (Determinismus Paradoxon): Der (strenge) Determinismus im Sinne des Laplace'schen Dämons führt zu einem Paradoxon. Er sagt letztlich aus, dass alles genau so geschieht, wie es geschieht. Damit kann man eine (streng) deterministische Welt nicht von einer indeterministischen Welt unterscheiden. Jede Annahme eines freien Willens wäre, ebenso wie jede Annahme des Gegenteils bereits vorbestimmt. Eine streng deterministische Welt könnte damit von sich annehmen, eine indeterministische Welt zu sein.
Andererseits lässt sich auch der (strenge) Indeterminismus auf dieses Paradoxon zurückführen. Auch eine indeterministische Welt könnte sowohl den Determinismus als auch den Indeterminismus annehmen, ohne ihn aber entscheiden zu können.
Außerdem geht der Indeterminismus von der Willensfreiheit nur für die Zukunft aus. Alles was in der Vergangenheit liegt, lässt sich nicht mehr beeinflussen. Damit stimmen Determinismus und Indeterminismus für die Vergangenheit überein. Die Zukunft aber kann man erst beurteilen, wenn sie Vergangenheit ist.
Somit läuft es auf ein Scheinproblem hinaus.
Eine vermeintliche Lösung wäre, dass mehrere Zustände gleichzeitig auftreten können, dass der Satz vom ausgeschlossenen Dritten nicht gilt, dass es mehrere Vergangenheiten und Zukünfte gibt. Das aber wäre durch Beobachtung nach heutiger Auffassung nicht zu entscheiden.
Aus dem Paradoxon ergibt sich, dass der Determinismus keinerlei tatsächlichen Einfluss auf das konkrete Handeln hat.
Zitat:
Diese Freiheit, ist aber meiner Meinung nach determinierten Gesetzen "a priori" unterlegen, die für die Möglichkeit von Entscheidung vorausgesetzt werden. und dieser Fakt scheint dann auch das handeln einzugrenzen -
Ein Sophist ist einer, der nur mit Sprache arbeitet. Ich aber kann Dich beim Ärmel packen ujnd Dich im realen leben fargen: "Was siehst Du?" Und dann wirst Du sagen ....dieses und jenes. Und dann werde ich Dich fragen "Warum ist das so?" Und Du wirst antworten: weil blablabla.Zitat:
leider wie man feststellen muss kein philosoph sondern ein sophist
Wurde bereits andernorts diskutiert.Zitat:
dass sich die Neurobiologie der These sicher wähnt, dass der "Freie Wille" eine Illusion ist.
Wie sich die Äste eines Baumes entwickeln.Zitat:
deine aufgabe ist es mir etwas unlogisches zu zeigen oder ein phänomen, das unberechenbar entstanden ist.
Zitat:
Original geschrieben von curupira
Die These lautet konkret: "Wir tun nicht, was wir wollen; wir wollen, was wir tun."
(Nachzulesen in Prinz, W.: Freiheit oder Wissenschaft?)
Zitat:
ie sich die äste eines baumes entwickeln ist festgelegt. bedingt durch äussere einflüsse und genetische eigenschaften. was soll daran unberechenbar sein?
Zitat:
Original geschrieben von schellfisch
deine aufgabe ist es mir etwas unlogisches zu zeigen oder ein phänomen, das unberechenbar entstanden ist.
Zitat:
Original geschrieben von schellfisch
meinst du ersthaft das sei willkürliche rumpfuscherei mit zufälligen erfolgen?
Zitat:
genetische eigenschaften UND äussere einflüsse. nicht eins von beidem allein.
Geht diese Aussage nicht zu weit? Steckt das Problem nicht eher darin, dass der Wuchs des Baumes chaotisch ist, solange wir dank Unschärfe kleine Ungenauigkeiten nicht korigieren können?Zitat:
Original geschrieben von Montrose
[...]
Ich behaupte weiterhin, Ihr könntet ---selbst wenn Ihr alle Ausgansgbedingungen kennt --- nicht vollständig vorhersagen, welche Gestalt der Baum annimmt.
Das behauptest Du und glaubst dran wie an einen Gott: so MUSS es sein, es kann gar nicht anders sein.Zitat:
Trotz der Unschärfen wird mit Sicherheit ein Baum wachsen und er wird sich eine gewisse Zeitlang nach unseren Ergebnissen richten.
Was soll das heißen? Daß Du gerne den Baum so lange mit der Schere malträtieren willst, bis er mit Deinem Bild übereinstimmt? Glaubst Du, man kann alles so hinändern, wie man ich das vorgestellt hat? Die Frage ist nicht bös gemeint, sie soll Dir nur zeigen, daß das mit der "Berechenbarkeit" im Sinne von "ich hab alles im Griff" seine Grenzen hat.Zitat:
solange wir dank Unschärfe kleine Ungenauigkeiten nicht korigieren können?
Ich wiederhole mich: Du kannst mir keine vollständigen Daten liefern. Deshalb wird der Unterschied zwischen echtem Baum und Theorie innerhalb kurzer Zeit schon sehr groß werden. Diesen Effekt untersucht die Chaostheorie und ich nenne das System deshalb chaotisch, interessiert uns hier aber beide nicht.Zitat:
Original geschrieben von Montrose
[...]
Wir brauchen für dieses Experiment keine Chaostheorie und diesen ganzen Laberquatsch. Alles, was wir als Beweis brauchen ist: zeichne Du das Bild und pflanz den Baum. Dann zeigt sich ja, was gilt.
[...]
Zitat:
Auf der Basis wenn ich dir die Daten gäbe, wie du sie ansprichst, können wir gar nicht diskutieren, sondern nur schellfisch totbehaupten.
Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Das reicht doch für's erste. ;) Wenn mir einer zugibt, daß das mit dem berechnen halt doch nicht so einfach ist, dann ist das doch schon was.
Zitat:
Das zielgerichtete Streben, um etwas zu erreichen...doch es kann für jeden einzelnen Menschen nur ein wahres Ziel, und deshalb auch nur einen wahren Willen geben...
Zitat:
Wenn ich das eine will kann ich alles andere nicht mehr wollen...
Zitat:
Soweit das übliche Kirchengeschwafel...einmal angenommen, es gäbe den "freien Willen" tatsächlich, was würde er mir dann nützen, wenn es mir bei Strafe der "ewigen Verdammnis" zugleich verboten ist, ihn so anzuwenden wie ich allein es für richtig erachte...?
Zitat:
Original geschrieben von LaChatte
Verantwortung, und zwar für alles, was ich tue - nicht mehr, nicht weniger. Alles, was ich tue, hat Folgen, und es ist an mir zu entscheiden - in Anbetracht der wahrscheinlichen und möglichen Konsequenzen meines Handelns - ob ich gewillt bin, den Preis zu bezahlen.
Zitat:
Original geschrieben von Xenomorph
Denn durch den Zwang zur "Moral", der aus dem "freien Willen" abgeleitet wird, wird dieser sogleich wieder zunichte gemacht, indem es "richtige" und "falsche" Resultate dieses "freien Willens" gibt...
Ergo gäbe es keine Freiheit mehr, sondern den Zwang zum "moralisch richtigen" Handeln...
Zitat:
Original geschrieben von SchlafenderMond
Hier steckt genauso die Botschaft zur Verdammnis, ist sie nur nicht deutlich ausgesprochen.
Hier lese ich, wenn du verantwortungsvoll handelst, also gottesfürchtig, geschieht dir nichts, du kannst auch anderst, wirst dann aber schon sehen was die Konsequenzen sind... Jedes mal ein Schlag auf die Menschenwürde.
Zitat:
Der "freie Wille" ist letztendlich nur eine weitere scheinheilige Lüge der Kirche, um eine auf Herrschaft, Ausbeutung und Repression begründete Gesellschaft rechtfertigen zu können, um die Menschen durch Furcht vor Strafe, bzw. vor der Hölle, beherrschbar zu machen..
Zitat:
Ergo gäbe es keine Freiheit mehr, sondern den Zwang zum "moralisch richtigen" Handeln...
Zitat:
"Das, was wir als freie Entscheidung erfahren, ist nichts als eine nachträgliche Begründung von Zustandsveränderungen, die ohnehin erfolgt wären"
Zitat:
Ich glaube, spätestens in zehn Jahren hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass es Freiheit etwa im Sinne einer subjektiven Schuldfähigkeit nicht gibt."
Zitat:
Unter der Voraussetzung, dass alle Vorgänge [im Gehirn] auf den bekannten Naturgesetzen beruhen, kann man es im Prinzip auch nachbauen."
Zitat:
Für viele Neurobiologen, ist der freie Wille eine bloße Illusion und der menschliche Geist, und somit auch unser "Ich", eine informationsverarbeitende, biologische Maschine, die sich selber entdeckt uns selbst sucht...
Zitat:
Manche Philosophen sowie auch Wissenschaftler verwischen leider die Grenzen