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wenn menschen anscheinend alles egal wird..

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: AniMee

heute..sportunterricht..eine freundin erzählt mir es habe einen attentat in erfurt an einer schule gegeben..nach dem sport:ein june erzählt uns es seien 3lehrer gestorben...eben..meine mom ruft mich an und sagt mir es seien 18menschen getsorben..18...18 mensche,in erfurt.ein paar km von hier entfernt.

um 11uhr..ist er in die schule gestürmt.zum 11..als ich in der schule saß und niemand etwas ahnte.
und ich frage mich..wie kann ein mensch sowas tun?wie kann man fähig sein?17 menschen..und sich selbst zu töten?wie kann einem alles so egal sein?

im dezember musste ich selbst erleben,wie einer schülerin anscheinend alles egal wurde und wie sie aus frust um das versaute abi die schule anzündete.damals hatte ich angts wieder in die schule zu gehen..denn alles erinnerte(auch bis heute)an den brand..ich hielt das für schlimm.und sicher war es das auch..aber das jetzt.das ist 1000mal schlimmer.denn es stabren menschen...unschuldige.nur weil ein anderer durchdrehte.

und jetzt..habe ich noch mehr angst und frage mich,wann es wieder soweit sein wird.innerhalb weniger monate 2anschläge auf schzulen kaum 30km voneinander entfernt.

kann man seinen mitmenschen noch trauen?könnte nicht jeder auch zum attentäter werden?
ich erinnere mich..niemand..niemand hätte es dem mädel,die unsere schule anvrannte zugetraut...und ich frage mich,ob meine angst unbegründet ist oder nicht.
ich kann es nicht fassen..ich bin sprachlos.und ich habe angst.

einige meiner freunde sind in erfurt zzt..und hute abend wären wir eigentlich auf eine paryt dorthin gefahren..alles abgesagt..richtig so.die ganze stadt ist in einem ausnahmezustand.
alleine ich..mir kommen die ganze zeit die tränen..weil ich es nicht glauben kann...nicht schon wieder.wie einem menschen alles egal wird...und er zu den grausamsten dingen fähig wird...ich möchte nicht wissen,wie es den schülern..lehrern..angehörigen geht.sie tun mir wahnsinnig leid.
und ich muss sagen..ich könnte diese schule nie wieder betreten.nicht nachdem überall auf dem gang die leichen verstreut waren..nachdem dort menschen getötet wurden..diese menschen dort..sie tun mir so unsagbar leid.

ich habe freunde,die gehen auf diese schule..und alles,was ich hoffe ist das sie nicht zu den opfern gehören..

ich hoffe das thema wird nicht ins hospital verschoben...

schockiert..bestürzt..AniMee



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Träume, als würdest Du ewig leben. Lebe, als würdest Du morgen sterben.



geschrieben von: Stadtphilosoph

Ja, Die Welt wird immer radikaler...

bewegen wir uns wieder auf den Darwinismus zu?
wo bei die These heute nicht heißen muss "Der Stärkere überlebt" sondern "Der mit der größten Wumme überlebt"

aber wer weiß das schon....

USA läßt grüßen http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif

greetz Desti

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Gravity
No escaping gravity
Gravity
No escaping... not for free
I fall down... hit the ground
Make a heavy sound
Every time you seem to come around
<|Placebo|>



geschrieben von: kelaino

... ziemlich geschockt bin ...

habe das gerade aus deinem beitrag erfahren, da ich kein tv habe ...

ich frage mich auch immer wieder was in solchen menschen vor sich geht. was das für gründe sein müssen, das jemand das zu tun in der lage ist.

gerade bei sochen schulattentaten (wie man sie ja bislang meistens nur aus den usa kannte) kommen mir als mögliche gründe nur schlechte noten, ungerecht behandelt fühlen, mobbing durch lehrer und schüler, keine unterstützung durch familie... aber dennoch, was ist der auslöser, wie stark muss die verzweiflung denn sein, das es dann soweit kommt? ich weiß es nicht... und grübel vor mich hin...

jeder hat oft schlechte phasen, ist genervt, brüllt vor wut herum, könnte ne "virtuelle handgranate irgendwo rein werfen...", verletzt sich vielleicht selbst oder demoliert gegenstände...
aber anderen, wohlmöglich unschuldigen damit solches leid antun (bzw. umbringen!!!)... so reagieren zum glück die wenigsten *seufz*
es erschreckt, das die anzahl der amoklaufenden zuzunehmen scheint (oder die medien verstärkt aufmerksamkeit darauf richten...)

*gänsehaut krieg*

meine eben noch gute freitagsnachmittagslaune ist nun hin...

animee, ich hoffe für dich mit...

kel

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... great spirits have always received violent opposition from mediocre minds ...
... einstein ...



geschrieben von: Gypsy

ich kann mir schon vorstellen, dass man zu solchen "scheiss egal" einstellungen kommt.
durch die medien, berichte, gesetzte, wird doch immer wieder das gefühl übermittelt man als einzelner ist nicht wirklich viel wert (und andere somit auch unbedeutend), egoismus wird gross geschrieben (dank den USA), menschliche werte unterdrückt.

ich denke mal, dass -gerade durch frust- gefühle nach aufmerksamkeit hochkommen können, die eben auch über leichen gehen würden, gerade weil nichts mehr einen wert hat (inklusive mitmenschen).

so jedenfalls meine versuche mich in eine solche person hinein zu versetzten, bzw beweggründe nach zu vollziehen. was ich jedoch nicht verstehe ist, wie man sich so beeiflussen lassen kann, was werte angeht... haben diese menschen keine eigenen werte vorstellungen ??? muss man denn alles was indirekt und unbewusst über die medien und die gesellschaft übermittelt wird gleich an- und übernehmen?

ja, usa lässt grüssen, und beeiflusst "uns" immer mehr... (wobei natürlich nicht alles auf usa zu schieben ist)



geschrieben von: Cat

Ich kannte diese Schule... ich hab in Erfurt gelernt.. und bin dort öfter lang gelaufen..
Ausgerechnet Erfurt, da ist es eher recht ruhig...
Der Mensch ist eben schlecht...



geschrieben von: Seneca

Der Mensch ist überhaupt nicht schlecht, er wird schlecht gemacht.
Das ist wie mit Hunden...!
Nur das bei Hunden oft mehr Zeit in die Erziehung gesteckt wird.
Und es sind nicht die starken Menschen, vor denen man Angst haben muss, sondern die schwachen "Angstbeisser".
Die Schwachen sind es, die als erste zusammenbrechen, und unter diesen sind es zuerst die Verlassenen.

Und die Größe der "Wumme" ist irrelevant.





geschrieben von: Stadtphilosoph

vielleicht sollte ich das nächste mal in meinen postings vielleicht [ironie][/ironie] Tags machen @ seneca.....


wie gesagt war es vorrauszusehen....


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Gravity
No escaping gravity
Gravity
No escaping... not for free
I fall down... hit the ground
Make a heavy sound
Every time you seem to come around
<|Placebo|>



geschrieben von: Clytie

@ Animee:

Ich denke, es muss eine ganze Menge verschiedener Faktoren zusammenkommen, damit jemand zum Amokläufer wird - kein Mensch nimmt sich einfach so vor, mal eben knapp 20 Menschen abzuknallen und sich dann noch selbst umzubringen. Es ist eine Kurzschlussreaktion - es hat sicher schon länger geschwelt, und durch irgendeine Kleinigkeit wahrscheinlich brennt plötzlich die Sicherung durch.

Jeder kennt das, das man mal ausrastet, vor allem wenn man Stress hat, aber zum Amokläufer wird man wohl wirklich nur in Ausnahmesituationen, sonst würde so etwas weit öfter passieren...

Zu dem Brandanschlag auf die Schule kann ich nur sagen: Ein alberner und äußerst unreifer "Racheakt", der für mich zeigt, dass die Schülerin nicht ohne Grund ihre Reifeprüfung versaut hat - bringt nix außer Schwierigkeiten, und es ist ja nicht so, dass man gleich stirbt, wenn man kein oder nur ein schlechtes Abi hat - die einfachste Möglichkeit ist, die Prüfung einfach noch mal zu machen.

Clytie.



geschrieben von: Lord_Fear

Wegen der Gleichkültigkeit, das liegt wohl daran dass die meisten nicht direkt betroffen sind, ein bisschen solidarität heucheln und denken, rutsch mir doch den buckel runter.

Ich mein, hey das mit den 18 leutz das is krank das hab ich erst jetz erfahrn aber

was nützt es mir wenn ich mir da jetz einen kopf mache? klar für solch eine tat gibt es keine rechtfertigung, aber wie gesagt es betrifft mich einfach nicht, und deshalb, aha amoklauf, scheisse naja mich betriffst nicht, hab kein bock mich davon belasten zu lassen *zapp* weg!

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Die Rächdschreipfähler sind MEINE nicht Eure :p



geschrieben von: Jorg

Bisher durfte ich zwei Gesellschaftsordnungen erleben, habe also die Möglichkeit, Vergleiche zu ziehen. Wobei die sozialistische (Schul)Erziehung mein Denken weit mehr bestimmt, als es für eine objektive Meinungsfindung gut wäre *g*. Doch jeden Gesellschaft versucht, ihre Menschen zu manipulieren... .

Dieser Typ in Erfurt hat also seine Lehrer ermordet. Warum? Er hat sie für das eigene (relativ zu betrachtende) Scheitern verantwortlich gemacht. Ist dies heute nicht alltäglich? Immer Andere sind Schuld- in der Schule, im Studium, in der Arbeitswelt. Immer die Anderen, nur nicht ich.
Sicherlich spielen weit mehr Faktoren eine Rolle, begeht ein Mensch solche Taten, ich weiß.

Die Tat es kaum 24 Stunden her, doch wartet ab, wir werden ihn hören können, den Schrei nach der Verantwortung der Lehrer. Wie war das, Andere verantwortlich machen? Erziehung & Wertevermittlung auf die Lehrer abwälzen. Lehrer, die in diesem (abartigen) Bildungssystem zu Kaspern degradiert wurden. Ich nehme mir das Recht heraus, dies zu sagen, denn ich habe zwei Bildungssysteme kennengelernt ;-). Bildung als Last und nicht verstandene Investition in die Zukunft.

Hauptanklagepunkt: Erziehung des Menschen zum "Einzelkämpfer", ist er von Natur aus doch eher als Herdentier zu bezeichnen. ICH kämpfe gegen meine Komkurenten, ICH schaffe das allein! Nur der Erfolgreiche ist erfolgreich. Fehler zu begehen oder gar zuzugeben bedeutet Schwäche zeigen. Der/ die Schwache verliert. Der Verlierer verzweifelt.

Gruß aus Leipzig

Jorg



geschrieben von: Asmodyrian

Irgend wo is das doch auch alles doppelt sinnlos, jetz is es DAS Medienereigniss, es wird debattiert, diskutiert und was weiß ich net alles, in spätestens nem Monat is die Sache unterm Tisch.

Scheisswelt.



geschrieben von: AniMee

@cat: auch ich kannte diese schule..

@seneca: gut möglich..aber ich denke es kann auch genau andersrum sein..das es die starken sind,die,die sonst immer alles schaffen..die von anderen als kämpfer bezeichnet werden.so habe ich jedenfalls die erfahrung mit kathrin gemacht.sie war stark.aber in einem moment der schwäche...hat sie alles aufgegeben..vielleicht sind es manchmals auch die starken,denen verantwortung überbemessen wird.die,die der last irgendwann nicht mehr standhalten.

ich denke littleton hat damals eine welle ausgelöst..eine welle,die sich irgendwie immer und immer weiter bewegt.

@Clytie:es mag dumm klingen..aber inzwischen verstehe ich sie..sie hatte kein leben..alles,was sie hatte war ihre tochter.sicher ziemlich viel..aber..ich verstehe sie ein klein wenig.und wo ich ihr noch vor 2monaten lebenslang gewünscht hätte wünschte ich sie würde gar nicht ins gefängnis kommen..denn ich denke..sie bereut es sehr..und sicher ist es keine entschuldigung..aber ich wünsche ihr das sie so bald wie möglich wieder normal leben kann.
denn im gegensatz zu dem tätervon erfurt wollte sie keinem menschen schaden zufügen.

und vielleicht..ich habe darüber nachgedacht,was menschen dazu bewegt soetwas zutun..ich meine..welche beweggründe sie haben könnten.
wenn einem menschen sein leben egal wird..wenn er am liebsten nur noch sterben würde,so ist es in deren ansicht vielleicht besser sich einen großen abgang zu verschaffen und gleich noch die menschen mit zu 'betstrafen',die verantwortlich dafür sind...s ist man in aller munde..und die welt sieht,wie ungerecht es manchmal an schulen zugeht.
vielleicht denken diese menschen so.ich weiß es nicht.
aber...es zeigt eindeutig das das nicht nur amerika..oder irgendein land der 3ten welt betrifft...sondern das auch menschen hier bereit sind für ihre überzeugung zu sterben..und andere mit in den tod zu ziehen.
ein art..'märtyrer'-tod.

AniMee





geschrieben von: FallenSisko

<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Jorg:

Dieser Typ in Erfurt hat also seine Lehrer ermordet. Warum? Er hat sie für das eigene (relativ zu betrachtende) Scheitern verantwortlich gemacht.
[/quote]

Ich hatte vor einem Jahrzehnt die Ehre jahrenlang Außenseiter in einer Schule zu sein. Und an diesem Außenseiterdasein hatte ich persönlich keine Schuld. Ich wurde Außenseiter weil ich uncool, häßlich und fett war. Jahrelang ging das so und kein Schwein hat sich für mich interessiert. Die Lehrer haben gesehn wie ich verprügelt wurde und haben nichts getan. Sie haben ihre Arbeit getan und sind dann nach Hause gefahren.

Wie war das jetzt in Erfurt? Der Typ hatte echte Probleme. Jahrelang war er Außenseiter und fälschte Krankenscheine und flog deswegen von der Schule. Warum flog er von der Schule? Warum hat keiner der Lehrer sich um ihn gekümmert und veruscht ihn wieder in die Gruppe zu integrieren?

Warum tut der deutsche Lehrer nur noch seinen Stoff runterbeten und sich nicht wirklich um das wohlergehen der Schüler kümmern?

Er hat das getan weil ihn die Gesellschaft zum Außenseiter gemacht hat und erst dadurch ist er krank geworden und hat andere zu Recht für sein Scheitern verantworlich gemacht!

Jeder trägt Mitschuld daran das er Amok lief. Die Gesellschaft trägt Schuld. Wir alle. Also tut es nicht als Krankheit ab!
Die Krankheit ist nur die Folge von der Ignoranz der Gesellschaft dem einzelnen gegenüber.



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und morgen wird es regnen...



geschrieben von: Trinity Goth

Ich habe die Berichte gestern im Fernsehn gesehen und mich die ganze Zeit gefragt, warum die immer von Amok Läufer geredet haben. Es war wohl Fakt das er sich hauptsächlich die Lehrer gesucht hat und das ist mehr berechnender Racheakt....naja, die Medien. Ich frage mich auch immer wie gross der Druck auf einen Menschen sein muss soetwas zu tun, aber scheinbar scheint unsere Gesellschaft diesen Druck immer mehr zu produzieren....

Gruss
Trinity


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"The human species defines themself through misery and suffering." -Agent Smith, The Matrix
--
Come to:
Trinity Goth's Dark World



geschrieben von: Jorg

@FallenSisko: hätte der Verständnis halber noch schreiben sollen, worauf sich meine Argumentation bezieht- der durchgefallenen Abiprüfung im letzten Jahr, sowie den Nichtzulassung in diesem Jahr.

Jorg



geschrieben von: Clytie

@ Fallen Sisko:

Es gibt eine Menge Lehrer, die sich um das Wohlergehen ihrer Schüler kümmern - leider wird das meistens weniger bemerkt als das Verhalten derer, die sich nicht engagieren, denn dieses Sich-Kümmern geschieht schon in kleinen, unspektakulären Gesten, die oft von Außenstehenden nicht bemerkt bzw. als selbstverständlich hingenommen werden.

Ich denke, es sind auch nicht nur die deutschen Lehrer, die sich z.T. gleichgültig
verhalten. Im Gegenteil, deutsche Lehrer sind im Verhältnis zu ihrem Arbeitspensum innerhalb Europas mit am besten bezahlt, haben einen weit besseren sozialen Status als in anderen Ländern und dürften wohl zumindest in dieser Hinsicht noch am meisten motiviert sein,sich in ihrem Beruf zu engagieren.

Ich habe das englische Bildungssystem kennengelernt und fand das Lehrer-/Schüler-Verhältnis dort nicht viel anders als hierzulande; es gab dort genauso viele engagierte bzw. gleichgültige Lehrer wie hierzulande.Insofern ist das berufliche Engagement wohl kaum abhängig von der Nationalität.

[Dieser Beitrag wurde von Clytie am 27. April 2002 editiert.]



geschrieben von: kelaino

ich finde auch das es sehr wohl engagierte lehrer gibt und bin froh solchen immerwieder begegnet zu sein.
z.b. einen lehrer, der auf einen zukam, wenn er gemerkt hat, das man "neben der spur war" und ankam "nimm dir jemaden aus der klasse, mit dem du dich gut verstehst" und dann ist man für ein gespräch zu dritt für einige minuten während des unterrichts auf den flur gegangen... klar, war nicht immer angenehm, aber ich denke, das zeigt das einige lehrer schon ein gespühr für ihre schüler haben und sich auch drum kümmern, wenn es ihnen nicht so gut geht...

im gegenzug dazu habe ich aber auch lehrkörper erlebt, deren verhaltensweise zu schülern mobbing in hochkultur war.

fazit: es gibt solche und solche lehrer (und dozenten) denen man tagtäglich gegenüber sitzt (oder ausgeliefert ist...) manche sind für ihren job "geboren" und haben die richtige mischung aus intelligenz, sozialer kompetenz und motivation. und anderen fehlt durchsetzungskraft, obwohl sie vielleicht nette menschen sind. wiederum andere bringen einem viel bei, ohne aber "erträglich" zu sein

grübeln mußte ich heute, als ich im radio ein gespräch mit der kultusministerin von NRW mitangehört habe und sie etwas von mehr und vor allem "engagierterer" zusammenarbeit zwischen lehrern, eltern, polizei und jugendamt erzählte... erstens: welche eltern, deren sprößlinge das kindergartenalter erreicht haben, sind wirklich a)kompetent und b) motiviert genug...? die wollen meistens gerade bei sog. "problemfamilien" einfach ihre ruhe haben... und zweitens:
frage mich ob das funktionieren würde... denn ... meine erfahrung ist, das die meisten ziemlich abblocken, wenn irgendetwas wirklich ernstes mit einem nicht "stimmt" bzw. die sogenannten "tendenzen zur gewaltbereitschaft" da sind (welche z.b. in den usa anhand von aufsätzen "ermittelt" wird, und man versucht sie verkrampft drauf anzusprechen oder zwanghaft zu ändern... ist irgendwie ein eingriff auf die innerste spähre eines selbst, um die man nicht gebeten hat... also verständlich...

und was ist mit den "amokläufern" ? ... in der regel sind sie in der hinsicht nicht aufgefallen... eben jene personen sind es meistens, mit denen man NIE gerechnet hätte...
und die außenseiter? ... mhm, gibt es IMMER, ist ein gesellschaftliches problem... und manche tuen es mit ABSICHT, sprich sich von der masse abtrennen (denke diese erfahrung haben viele von uns selbst gemacht)... würden DIESE dann alle permanent mit fragestellungen bombardiert wie "was glaubst du warum das so und so ist? ... macht dich das glücklich? was denkst du über die anderen? willst du nicht mehr kontakt... blablabla..."
und die "gewltbereiten"? naja... glaube die drücken ihre gefühle, anschauungen bzw. dummheit bereits anderwertig aus... sei es durch fiktives abreagieren (z.b. pc, sport) oder aggressivem verhalten gegenüber schwächeren... letzteres find ich scheiße, aber frag mich ob sie es sind, die zum amoklaufen tendieren?

nur so gedanken...
(schon müde bin...)

kel

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... great spirits have always received violent opposition from mediocre minds ...
... einstein ...



geschrieben von: Aina

<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von FallenSisko:
Warum tut der deutsche Lehrer nur noch seinen Stoff runterbeten und sich nicht wirklich um das wohlergehen der Schüler kümmern? [/quote]

Die Frage ist eigentlich ziemlich leicht zu beantworten. Zum einen, schau mal in mein Buecherregal. Da stehen verschiedene Lehrplaene. Der Lehrer hat die Pflicht, diesen Stoff ohne Auslassungen zu vermitteln. Er sieht sich als puren Wissensvermittler. Vor allem in Gymnasien bleibt nicht wirklich Zeit fuer irgendwelche erzieherischen Massnahmen. Und gerade in Faechern wie z.B. Ethik oder Religion, die das eigentlich bieten sollen, sind oft Wanderlehrer eingesetzt. Das heisst, sie unterrrichten in jeder Klasse und auf verschiedenen Schulen je eine Stunde Ethik in der Woche. Wenn sie sehr gut sind, koennen sie alle Vornamen der Schueler auswendig. Mehr werden sie bei 30 pro Klasse nie wissen. Nichts darueber, wie die Gruppen in der Klasse organisiert sind und auch nicht wer ein Aussenseiter ist oder welche Probleme jemand hat. Und wenn sie es in der Pause beobachten, wissen sie doch zu wenig ueber die einzelnen Schueler, um nicht nur den Zeigefinger zu heben, sondern wirklich etwas Sinnvolles dagegen zu tun.

Ausserdem gibt nicht sehr viele wirklich engagierte Lehrer, zumindets nicht das, was ich darunter verstehe. Fuer einen Lehrer ist seine Arbeit genauso ein Job wie z.B. fuer einen Automechaniker oder den Schaffner. Daher koennen wir ihnen auch keinen Vorwurf machen. Wie Jorg schon schrieb. Sie haben weniger Einflussmoeglichkeiten, als man denkt. Viele haben resigniert, sie spuhlen nur ihren Unterricht ab. Sie haben es laengst aufgegeben irgendwelche Neuerungen einzufuehren. Das wurde ihnen von ihren Kollegen oder dem System "Schule" kaputt gemacht. Oder auch von Systemen von aussen, z.B. dass bestimmte Kompetenzen nur das Jugendamt hat oder dass Hortbetreuung und Heime nichts mit der Schule zu tun haben duerfen.

Und ein engagierter Lehrer ist auch kein Garant gegen Amoklaeufer. Koennt ihr euch noch an die Lehrerin erinnern, die vor einigen Jahren in Meissen erschossen wurde? Sie war eine von diesen Lehrern und musste trotzdem sterben.

<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von kelaino:
... zusammenarbeit zwischen lehrern, eltern, polizei und jugendamt erzählte... erstens: welche eltern, deren sprößlinge das kindergartenalter erreicht haben, sind wirklich a)kompetent und b) motiviert genug...? [/quote]

Niemand ist so kompetent in der Erziehung ihrer Kinder wie die Eltern, NIEMAND. Sie kennen ihr Kind schon viel laenger und der Lehrer sieht in den paar Vormittagsstunden nur einen kleinen Teil der Psyche und des Koennens der Kinder. Eltern sollten viel viel mehr einbezogen werden.
Aber mit der Motivation ist es tatsaechlich vor allem bei Problemkindern ein Problem. Sie haben einfach jahrelang von Lehrer, Nachbarn u.s.w. erzaehlt bekommen, sie haetten keine Ahnung und wuerden alles falsch machen in der Erziehung. Entsprechend gering ist auch die Zahl der Eltern, die auf einer Erziehungshilfeschule (Schwererziehbare) ueberhaupt noch beim Elternabend erscheinen. Irgendwie muss man ihnen wieder klarmachen, dass sie nicht unbedingt Schuld haben und dass sie kompetent sind.

Was die Polizei anbetrifft, so bin ich sehr skeptisch und sie sollten da besser rausgehalten werden. Sonst artet es aus wie ich es in einer Schule hier in LE erlebt habe, wo die Fenster vergittert, die Klassenzimmertueren verschlossen sind und die Polizei regelmaessig Streife durch die Schule laeuft. Das ist genau das Gegenteil von einem entspannten Lernklima.

So, ich koennte mich hier noch Stunden darueber auslassen. Aber das reicht erst mal.
Gruss Aina

[Dieser Beitrag wurde von Aina am 28. April 2002 editiert.]



geschrieben von: Clytie

@ Aina:

Ich bezweifle, dass Eltern grundsätzlich wirklich die kompetentesten in der Erziehung ihrer Kinder sind.

Sie sind eher diejenigen, die es sein SOLLTEN, da es zuallererst ihre Aufgabe ist, sich um ihre Kinder zu kümmern.
Viele jedoch SIND es nicht, da sie ohne besonderes Vorwissen über Sinn und Zweck oder das Angebot verschiedener Methoden ihre Kinder nach dem Motto erziehen: "Was mir nicht geschadet hat, kann für mein Kind auch nicht schlecht sein."

Andere GLAUBEN, dass sie die Kompetentesten seien, allein dadurch, dass sie ihr Kind in die Welt gesetzt haben - was an sich so schwer ja nicht ist. Sie kennen ihr Kind gut, aber nur von der Seite, die sie von zu Hause her kennen; dabei kann sich das Kind in der Schule vollkommen anders verhalten (Folge: Die Eltern halten nicht sich selbst, sondern die Lehrer für inkompetent). Außerdem besteht ja ein Unterschied zwischen dem Kennen der Eigenarten eines Kindes und dem angemessenen Umgang damit.

Ich habe durch Babysitten, Nachhilfe etc. viele verschiedene Eltern und ihre Erziehungsmethoden kennengelernt und dabei oft gedacht, es müsste so etwas wie einen "Elternführerschein" geben, der so selbstverständlich ist wie das Absolvieren eines Babypflegekurses, wenn man schwanger ist - auf friewilliger Basis gibt´s den ja schon,soweit ich weiß, aber ich denke, die Leute, die von sich aus freiwillig so etwas in Anspruch nehmen, brauchen es weit weniger als diejenigen, denen die Erziehung ihrer Kinder mehr oder weniger egal ist.

Clytie.



geschrieben von: Harlekin

*Lösch*


hmm..


eigentlich würde ich jetzt Irgendwas schreiben von Eltern und Lehrern , Erfahrungen und Eindrücke und wer, wie, wo, was gut oder schelcht gemacht hat.


Aber wie DM schon sagte

In ein paar Wochen ist das ganze eh vergessen und es kräht kein Hahn mehr dannach ausser einigen Wenigen die mehr oder weniger betroffen sind und selbst das wird im vergleich zur Tat schnell "heilen" und gras wird darüber wachsen. Und man wird sich über Lacrimosa oder Cradle of Filth in die Haare kriegen..


Es nutzt den alten und den kommenden Opfern wenig zu diskutieren über Dies und Das.

Es nutzt allerdings etwas zu tun..
Vielleicht werden oder sind einige hier Lehrer, Eltern (sind ja hier), sicher werden einige noch Eltern werden..
Dann zeigt den "Anderen" das es auch Anders geht und macht was..

(sich selbst an die Nasepack)

Ich auch..

ids

H.



geschrieben von: Asmodyrian

<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Clytie:
@ Aina:

Ich bezweifle, dass Eltern grundsätzlich wirklich die kompetentesten in der Erziehung ihrer Kinder sind.

Sie sind eher diejenigen, die es sein SOLLTEN, da es zuallererst ihre Aufgabe ist, sich um ihre Kinder zu kümmern.
Viele jedoch SIND es nicht Clytie.
[/quote]
Das is wie mit den Lehren toal unterschiedlich, doch Fakt is ja das viele Eltern gar nich die Zeit haben sich um ihre Kinder zu kümmern, also wissen sie oft weniger und es kommt schnell zu Missverständnissen ("Schon wieder dieses sinnlose Geballer" Und das bei nem Strategiespiel tststs). In unserer Familie is es so: Mein Vater isn ruhiger Typ, aber meiner veehrte Frau Mutter is in 0,nix
auf 99, und ich lass mir nich merh so viel gefallen wie früher, bumm, is der Ärger da. Es liegt letztendlich nicht malbloß am direkten sozialen Umfeld, Es liegt an der Gesellschaft.

Dunkle Grüße




geschrieben von: Konkalit_4

Dieses thema hier mag alt sein, dennoch möchte ich nur kurz zu einer Stelle, selbst Stellung beziehen



Zitat:
unschuldige

So kann das einfach nicht richtig sein, wenn diesem jungen Mann, Robert.S tagtäglich das Leben zur Hölle gemacht wird, dann ist da einfach niemand mehr so unschuldig daran. Womöglich sind die Leute die er tötete nicht direkt daran beteilligt, aber Leute die so gleichgültig und verachtend mit anderen die ihnen nicht passen sind, wirklich sehr häufig anzutreffen. Ja manchmal beobachtet man an sich selbst solch erschreckende Züge , oder nicht? Und man achtet nicht darauf was solche Züge in dem Gegenüber auslösen, bzw. zerstören. Diese Tat hat es gezeigt...





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