Sie gehören zusammen denke ich,
erzählen immer und immer von ihr.
Ich möchte dir zuerst mit einem meiner älteren
Gedicht antworten, ich denke es ist ganz passend,
auf seine Weise.
Im Schatten des Mondes,
tanzt sie,
allein,
versunken in ihren Traum,
flüstert sie magische Worte,
die in mir Flammen entfachen.
Allein fühlt sie sich,
ist traurig, verlassen,
enttäuscht von der Welt,
in ihr verloren,
vergessen,
als sie erkannt' wer sie ist.
Niemand.
In der Dunkelheit
sucht sie Schutz,
tanzt den lieblichen Tanz,
auf der kleinen Lichtung,
Dem Tanz der Dunkelheit verfallen.
Der Schatten des Mondes,
fällt auf ihre weiße Haut,
schwarz wird ihr zartes Gesicht,
kalt ist der Blick,
die Gedanken weit fort
geschweift,
in eine andere Welt,
in der noch Hoffnung lebt;
Ein Windhauch,
mit ihm,
verfliegt der Schatten des Mondes
das Licht des Mondes,
lässt den Dolch glitzern,
in ihrer Brust.
Ihre Hand flehend
nach dem Schatten des Mondes
gen Himmel gereckt...
Du schreibst sehr schön, es lässt sich wunderbar lesen
und auch die häufige Reimform ist wirklich gut!! Oft hab ich das Gefühl das manche zwanghaft versuchen in Reimen zu schreiben und dann keine Gedichtlinie im Kopf haben, sondern nur einige Wörter und dazu auf der Suche nach dem Reimpartner sind.
Ich distanziere mich deswegen oft von Reimen, aber es ist dir wirklich gelungen.
Der erste und der letzte Text haben mich am meisten berührt, besonders diese Stelle:
Keiner dieser Menschen sieht
wie sie innerlich zerbricht
alle sehen ihren Leib
niemand jemals ihr Gesicht
Ja, das ist treffend. Erinnert mich wirklich an die Tänzer, man achtet nur auf ihre Begwegungen nie auf das Gesicht, niemand fragt sich was sie wohl fühlen.
Wenn man sich z.B. die Standarttänzer auf Tunieren anschaut und in deren Gesichter blickt sind sie zu einem künstlichen Lächeln verhärtet, dann lieber garnicht Lächeln als so falsch.
Es ist bei diesen Leuten antrainiert, weil sie wollen ja gewinnen..
Auf die Tränen der Tänzerin wird natürlich nicht geachtet,
man will ja Unterhaltung, was interessiert da der Mensch dahinter..
Worum/Wovor hast du nun Angst, Tränenwind ?
Um sie oder mehr um dich, nun aus der Traumwelt herrausgerissen ?
rabenschwarze grüße
cry
geschrieben von: Traenenwind
:eek: Reaktion!
Du glaubst nicht, wie sehr es mich freut :)
Danke an dieser Stelle.
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Natürlich gehören sie zusammen, da sie meinen Weg pflastern, formen und reflektieren. Im Grunde gehören sie noch zu einer anderen Gedichtereihe, dem Mimus Nahemae, aber diese stammt zumindest nicht aus meiner Feder, wenngleich sie sich in meinen Träumen und Bildern widerspiegelt.
Zu deinem Gedicht... kennst du "Shadow of the Moon" von Blackmore's Night? Wenn nicht, hör es dir an... du wirst sie wiedererkennen :)
Dass meine Gedichte lesbar sind ist ein netter Nebeneffekt, wenn man Massen schreibt [bzw. schreiben muss, bedingt durch... nennen wir es einfach "Sucht"], denke ich [wobei mir bewusst ist dass es Autoren gibt, die wesentlich mehr schreiben... aber ich habe noch meine Bilder zum Austoben].
Es bedeutet mir nur nichts. Solange ich damit verarbeiten kann, was ich sehe, fühle, denke, ist es okay.
Tänzer... *lächel* ...hmm, ich liebe das Tanzen, auch wenn ich es nicht professionell tue. Aber das gibt mir einiges an Freiheit, die ich andernfalls nicht hätte... So würde wohl kaum jemand dafür bezahlen, ein Mädchen durch den Regen tanzen zu sehen... und das ist eine meiner liebsten Leidenschaften...
Zitat:Worum/Wovor hast du nun Angst, Tränenwind ?
Um sie oder mehr um dich, nun aus der Traumwelt herrausgerissen ?
Sie ist ein Teil von mir, ich kann also kaum klar trennen, ob es Angst um sie oder um mich ist...
Im Grunde ist es einfach die Angst davor, dass mir wieder alles zerbricht; dass der Spiegel wieder erblindet, wenn ich hineinsehe; dass ich wieder alles aufgeben muss, was mein Herz hält, dass die Waage sich nach links neigt. Es ist momentan einfach... zu schön, das zerreißt mich. Dazu kommen 150km, die zum Glück in drei Tagen für 17 Tage beseitigt werden. Dann passiert in meiner Umgebung zu vieles, das mir bekannt ist - zu bekannt.
Im übrigen bereue ich nicht, dass der Spiegel zerbarst. Umso mehr bin ich mit ihr eins, auch wenn Narben bleiben und ich gelähmt war in dem Augenblick. Außerdem... war jemand kurz darauf da, der mich in die Arme nahm und Schlimmeres alleine durch seine Anwesenheit verhinderte.
Lebe Deinen Traum!
geschrieben von: dornroserich
Hallo!
Vor allem Dein letztes Gedicht gefällt mir, wenn ich auch ein paar "kritische Bemerkungen" machen möchte: der Titel
"Auf der Galerie"
ist für mich mit einer Parabel gleichen Titels von Kafka verbunden, also vielleicht einen anderen suchen? Oder ist das gewollt?
"Ein alter Raum mit sehnigen Wänden
Bilder ihres Tanzes an Fassaden gehängt
Erwürgt von der Fülle der Farben
die fremde Augen in sie gezeichnet.
Wolken werfen Schatten in die Galerie
in deren Kühle Sonnenglut erlischt
Wallende Tücher skizzieren Windhauch
Müde Hände lehnen an alten Spiegeln
deren Fläche halb erblindet ist."
Eine sehr schöne Strophe, echt "expressionistisch"!
"Blicke suchen Spiegelung in Rissen
finden Verwirrung in reflektiertem Licht:
Ihr ruhendes Gesicht.
Tänzerinnen schlafen nicht!
Doch bleiben ihre Augen heut verschlossen
- auch wenn voll Unverständnis Mäuler raunen -
vor den reißenden Blicken der Masse
und ihr Tanz zerfließt im Spiegelriss ."
Warum plötzlich drei Endreime? Und der etwas plumpe Satz "Tänzerinnen schlafen nicht"? Aber am Ende ein wunderschönes Bild: "zerfließt im Spiegelriß."
Wirklich anregend und etwas zum Lernen für uns poetische Gärtner - hoffe ich!