Letzen Freitag war ich in Stuttgart im "Zollamt" zur "Our Darkness". Im Zuge einer Veranstaltung ("Catch the Bus") am selben Tag, karrte man Partywillige via Bus von einer Location innerhalb Stuttgart's Stadtgrenzen zur nächsten am selben, nächtlichen Freitag, worunter (warum? - weil es einen 4. Floor in der Nähe des Eingangs gab, in dem irgendwas Anderes gedudelt wurde) auch das Zollamt fiel.
Mir fiel bei der Ankunft schon auf, daß irgendetwas nicht "stimmte" - es waren durchschnittlich gekleidete Menschen unterwegs, die andere ankommende Grufties, insbesondere die Mädels reichlich merkwürdig anstarrten und ihre Kommentare vom Stapel liessen. Etwas erstaunt am Eingang über die Frage "Catch the Bus oder nur hier?" - schaffte ich es nach dem 3. (!) Anlauf des Fragenden zu kapieren, was er von mir wollte ...
Naja, Schwamm drüber. Auf jeden Fall war der Abend *sehr* gemischt: ca 50 bis 70% Schwarzvolk (mal mehr, mal weniger, weil Neuankömmlinge eintrafen und manche gingen) und der Rest irgendwie "anders" ....
... und genau um die "Anderen" geht es mir.
Darunter waren einige ähnlich gekleidet und offensichtlich einer Art "Szene" oder "Stilrichtung" zuzuordnen. Immerhin bin ich sowas (sorry wegen der Formulierung, weiss einfach nicht anders, wie ich es umschreiben soll) schon öfter begegnet. Neugierig, wie ich bin, habe ich auch schon mal versucht so jemanden zu fragen, was an deren Lebensstil herausragend oder anziehend ist, warum sie das machen etc - geerntet habe ich zum Teil Unverständnis, bis unverholene Ablehnung, manchmal belustigte und reichlich irritierte Reaktionen.
Nun, da ich meine Fragen immer noch mit mir trage, will ich es immer noch wissen.
Was könnt ihr denn so aus eurem Wissens- und Erfahrungsschatz berichten? Immerhin haben wir hier auch Nicht-Schwarze an Board ...
Wie ist das Lebensgefühl? Wie empfindet man sich? Etc. etc, eben einfach alles - gibt es Kleidungsstile? (meine Güte, ich werfe sonst kurzerhand alle in einen Topf http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif)
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---> Kaiki <---
geschrieben von: Celtvis
Kaiki,
na klar gibt es bei "den Anderen" unterschiedliche Kleidungsstile, sehr viele unterschiedliche sogar, es gibt sogar unter den verschiedenen SubSzenen wie House, Techno und Goa unterschiedliche Stile.
Ich werde bei Gelegenheit mal etwas mehr darüber schreiben, schließlich treibe ich mich seit Jahren in dementsprechenden Clubs herum.
Die Frage nach dem Lebensgefühl ist jedoch schwierig, das ist m.E. individuell sehr unterschiedlich, die vielzitierte "bunte Spaßgesellschaft" kann ich so uniform nicht ausmachen.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Celtvis: Die Frage nach dem Lebensgefühl ist jedoch schwierig, das ist m.E. individuell sehr unterschiedlich, die vielzitierte "bunte Spaßgesellschaft" kann ich so uniform nicht ausmachen. [/quote]
Wenn es sie gibt, dann haftet ihr etwas sehr Gezwungenes an.
Ich glaube, die Unterschiede sind gar nicht so gravierend, wenn man mal hinter die Fassade schauen kann. Die "Schwarzen" lassen sich vielleicht mehr auf ihre Gefühle ein, "verromantisieren" alles und schwelgen dann darin, während die "Bunten" eher ihre Stimmungen (besonders die negativen) verstecken. Ist aber alles nur Spekulation meinerseits und sich in andere Personen reinzuversetzen ist nicht gerade meine Stärke http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif.
Kleidung muß cool sein, und was cool ist, bestimmt die Masse, also momentan merkwürdige in den Kniekehlen hängende Jeans oder Sachen, die wie Schlafanzüge aussehen.
Andererseits: Soll doch jeder rumlaufen, wie er will...
Ich hänge mit den Leuten rum, mit denen ich Spaß haben kann und die ich mag. Und es ist mir egal, ob und welcher Szene sie angehören.
Lebensgefühl: hmmm, mal so und mal so, wie bei jedem anderen auch.
Ich hoffe, mein Geschreibsel ist nicht zu wirr und du kannst damit was anfangen, Kaiki.
Hm, ich habe 4 Jahre in Hamburg gelebt, und war dort nie in "schwarzen" Clubs unterwegs....Immer nur House/Techno/Goa-Partys und Clubs. Und selbst hier, bei diesen 3 Sachen, habe ich den Unterschied deutlich gemerkt - Goa Richtung Hippie, das andere eher öööhm anders halt.
Der Lebensstil? Schwierige Frage.....Sehr unterschiedlich, würde ich sagen, individuell.
Kleidung....naja, ich fands zeitweise sehr negativ, wie auf diese geachtet wurde....Immer "sexy", immer schick (beim Goa klammer ich das mal aus). Aussehen war superwichtig.
Wie wmpfindet man sich da? Keine Ahnung, kann nur von mir reden, weil ich`s oft relativ oberflächlich fand. Hatte das Gefühl, man muß wirken und sowas; das Zwischenmenschliche hat mir oft gefehlt.
Vielleicht war ich damals auch zur falschen Zeit am falschen Ort, will das hier mal gar net verallgemeinern.
Nojo, dann hab ich hier in einer Diskothek gearbeitet, die sehr unterschiedliche Veranstaltungen bietet. Am schlimmsten waren die HipHop-Teile, es war oberflächlich und nur aufs Äußere bezogen, und auch sehr aufs Geld, nach dem Motto "Wer hat, der ist".
Und jetzt arbeite ich nebenbei in einem "schicki-Micki"-Laden, das is ganz lustig, zum arbeiten hervorragend, da die Leute sich (in den meisten Fällen) zu benehmen wissen und ich keine Schwachsinn labernden Kerls dabei hab. Aber privat mit solchen Leuten? Nein. Auch hier wieder: sehen und gesehen werden, gut aussehen, Kohle haben. Und meiner einer mußte sich dann schon mal anhören "Dein Kragen sitzt nicht vernünftig" (wir haben dort ja Arbeitskleidung) oder "könntest Du bitte das Stachelhalsband abnehmen" oder solche Sachen eben.
Solariumgebräunte, gegelte Typen,(solltest Du auch mal hin, war einer der Verbesserungsvorschläge); Push-up-Tantchen usw.
Hm, net meine Welt, is nich mein Ding, stundenlang übers Geld ausgeben und Aussehen nachzudenken. Auch hier gibt es Ausnahmen, natürlich. Und ich rede nicht voller Vorurteile, sondern aus Erfahrung.
geschrieben von: gin'iro
Warum muss Kleidung "cool" sein? Zusammengehörigkeitsgefühle?
Wie lebt es sich in solcher Umgebung? Verwirklichen sich diese Menschen? Betäuben sie sich mit der Orientierung auf bestimmte Dinge? Wenn sie tiefsinnig sind, worüber sinnieren sie nach? Was sind deren Interessen (nein, ich meine NICHT Hobbies) im "geistigen" Bereich? Kann man das bestimmten Szenen/Gruppierungen zuordnen?
Fragen über Fragen ... damit versuche ich dem Lebensgefühl auf die Spur zu kommen. Immerhin muss es etwas geben, weshalb sich ein Mensch dafür entscheidet so zu sein, wie er/sie ist.
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---> Kaiki <---
geschrieben von: Seneca
Tut mir leid wenn ich jetzt rumstänkere, aber im Vergleich zu "früher" hat sich die sogenannte "Schwarze Szene" sehr an die "anderen" angepasst.
Jenes, welches Kaiki als uns eigen nannnte, was uns quasi ausmacht, finde ich immer seltener, stattdessen wird die Oberfläche immer wichtiger. Das beziehe ich jetzt vor allem auf das Treiben in den Musiktempeln.
Ansichten einer Spaßbremse...!
geschrieben von: sturmwind
Hm... ich habe denk ich mal wenig Ahnung von derlei Dingen. Ja, stimmt schon, ich kleide mich schwarz (nicht nur aber überwiegend) und bin in meinem Denken anders als die "Normalen" wobei ich das Wort nciht sonderlich mag es aber an dieser Stelle wohl zum Beschreiben ausreicht.
Wenn mich jemand fragt, warum ich mich so kleide, fällt meine Antwort eher verwirrt aus. Ich für mich weiß es durchaus, aber es in Worte zu fassen? Schaff ich nicht. Eine Lebenseinstellung ist es wohl, dass fällt mir dazu ein. Und dann kommt die Frage, wie denn meine Lebenseinstellung ist. Eine Frage die zu beantworten nicht im Rahmen meiner Worte liegt, nicht im Rahmen der Sprache. Lebenseinstellung ist für mich nicht unbedingt ein Motto... sie kommt von Innen, nicht unbedingt klar formuliert, aber man lebt halt danach, man lebt wie man sich entfalten möchte. Ich lebe halt einfach und versuche so vielen Zwängen wie möglich zu entgehen, vielleicht ist das meine Einstellung? Und vielleicht entsteht dadurch mein Kleidungsstil, der durchaus verschieden ist.
Mal bunt, mal schwarz - hauptsache Blicke. Ich geb es zu, ich mag es, wenn man mich anstarrt, wenn ich auffalle, mich abhebe, weil ich halt einfach lebe. Ich verstecke mich nicht in Gruppen, ich ziehe meine Kleidung vor. Mich schwarz zu kleiden begann ich von allein, noch weit bevor ich andere "schwarze" kannte, war ich es selbst schon geworden, obgleich ich mich so direkt nicht bezeichne... ich hasse Schubladen und gehöre wohl auch in diese nicht vollends... ausserdem... was macht Kleidung? Meine Einstellung habe ich auch ohne schwarze Kleidung, aber die Kleidung hilft mir es nach aussen zu tragen und andere Menschen wissen zu lassen... obgleich sich viele eher davon abwenden, als nachzufragen geschweigedenn dass sie etwas darüber wissen, es sei denn sie sind ähnlich.
Bin ich jetzt am Thema vorbei? Wenn ja, dann tut es mir leid, aber das sind meine heruntergeschriebenen Gedanken dazu... ein Gedanke folgt dem nächsten, so kann es schon vorkommen, dass ich am Ende ganz woanders lande.
Kaiki ging es doch explizit um das Lebensgefühl der "Nicht-Schwarz-Menschen"!!
gruß
alyander (wo auch seeeehr gespannt ist auf Antworten!!!)
geschrieben von: Nachtelbin
Hmm, richtig in "die anderen" konnte ich mich noch nie hineinversetzen...aber ich kann ja mal die Versuche einer Kontaktaufnahme meinerseits schildern.
*aushol*
Als mich in meiner Schule wiederholt Schickimickis genervt haben, fragte ich sie was genau sie denn stören würde-und siehe da, es kam tatsächlich eine halbwegs konstruktive Antwort! Ersteinmal würde ich wie ein schwarzer Fleck in der Landschaft aussehen und damit nicht wirklich irgendwo hinpassen, ergo wird in der "normalo"-Szene darauf geachtet, überall möglichst gut zu wirken, also optisch integriert zu sein. Im weiteren Verlauf kam dann noch der Aspekt der positiven Ausstrahlung hinzu und man wolle gesund und fit wirken...diese Erkenntnisse habe ich also aus dem Gespräch extrahiert, man kann zwar nicht direkt auf das Lebensgefühl schliessen, aber anscheinend ist es etwas wie integrität und das Gefühl des funktionierens, was den "Normalos" den Ansporn gibt, weiter so zu leben...Vielleicht wird deshalb auch alles positive in den Vordergurnd gestellt und das negative verdrängt?
Was ich nur traurig finde, ist das weibliche Wesen manchmal anscheinend solch ein Geltungsbedürfnis haben müssen, daß sie sich freiwillig chicks nennen lassen und nur noch im Kopf haben, was denn an ihnen möglichst sexy wirke (vielleicht das Lebensgefühl? Sich sexy fühlen?), damit sie vielleicht irgendwann einmal als phatte chicks bezeichnet werden...
Gut, das sind jetzt vielleicht nicht die durchschnittsbürger, aber solche Varianten treten doch recht häufig auf...
Die Nachtelbin
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Die, die in der Dunkelheit gelernt haben zu sehen, erblicken mehr, als bloß die Hüllen der Körper.
geschrieben von: fluchtraum
Hm... das ist 'ne ziemlich allgemeine Frage, Kaiki, so in etwa wie "Wie schmeckt nicht-Brot." http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif
Äh, blöder Vergleich vielleicht aber mir fiel gerade kein besserer ein. Ich denk, DAS nicht-schwarze Lebensgefühl gibt es ohnehin nicht - und um jetzt gleich mal ein wenig rumzuketzern, behaupte ich auch, daß sowas wie ein schwarzes Lebensgefühl auch nicht wirklich existent ist.
In den vorherigen Beiträgen fiel immer wieder das Stichwort 'Schiki-Micki', richtige Klamotten tragen müssen, derartige Oberflächlichkeiten eben - ein Lieblingsvorwurf der 'Schwarzen' an die 'Normalen'. Da sind eine Großteil der Schwarzen - jaja ihr alle nicht schon gut - doch auch nicht anders. Die haben genau so ihre Modevorstellungen und wer da nicht reinpasst - zack weg.
Was Nachtelbin beschreibt - Stichwort 'sexy sein - ist auch richtig und geht mir auch auf den Keks - und ist in der schwarzen Szene genau so zu finden. Geht Samstagabend in irgendeinen x-beliebigen schwarzen Tanzschuppen, und ihr findet garantiert ein paar chronisch Unterbekleidete, die mehr oder meist minder erfolgreich versuchen, möglichst sexy zu tanzen. Also die beiden Punkte findet man sowohl in- als auch außerhalb der Szene, nur im unterschiedlichen Stil.
So, bevor ich jetzt völlig vom Thema wegkomme, haue ich die Frage mal an Kaiki zurück (und hoffe daß die Diskussion damit nicht völlig Faden und Sinn verliert): Was bedeutet für dich denn 'schwarzes Lebensgefühl?
Ich hoffe jetzt schreit niemand 'Gesellschaft kritisch betrachten', 'abseits vom Kommerz leben', 'tiefgründig über alles nachdenken' oder ähnliches Tiefsinnsgeraune - wenn das Kriterien sind, dann sind 90% der Schwarzen auch nicht schwärzer als der Bevölkerungsquerschnitt.
Gruß, der fluchtraum
[Dieser Beitrag wurde von fluchtraum am 23. April 2002 editiert.]
Denn, lieber Fluchti *knutsch* http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif, wenn hier jetzt gefragt wird Was ist das schwarze Lebensgefühl?, wird eine wohlbekannte Diskussion losgetreten, die in "Dunkelheit und Licht" sowie "Dies und Das" schon x-mal durchgekaut wurde!!! *panisch wink und hüpf und ein Schild Umleitung!!! hochhält*
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Deswegen das Pferd mal anders aufgezäumt (ob von hinten oder seitlich, ist mir egal):
*kurz aushol* Wir werden so oft belächelt, ausgefragt, beschimpft oder nicht verstanden. Weil wir "anders" aussehen. Nicht immer, aber oft.
Die überzählige Masse der "Nicht-wie-wir-Rumlaufenden" fragt uns, was das Ganze soll.
Ich glaube, Kaiki möchte es einfach mal umdrehen und die (berechtigte) Frage stellen: Was soll das bei euch?
Die "Normalos" rennen auch "anders" rum - anders als "wir".
Steckt da auch was hinter? Was denken die? Wie fühlen die? Was ist denen wichtig?
Was ist für die "ein gelungener Abend"? Was erwarten die von sich und anderen? Warum müssen die "so und so" sein?
(Ganz viele "die" - ich gestehe, ich habe die anderen Artikel vergessen *grinst*.)
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Fluchti, hier geht es nicht darum, wer warum "besser", "elitärer", "schwärzer", "tiefsinniger" etc. pp. ist!
Hier geht es um den Versuch, einen bestimmten, als "fremd" empfundenen Habitus zu VERSTEHEN.... "durchzusteigen"... oder dem Verständnis zumindest näher zu kommen.
Okay?
gruß,
alyander
[Dieser Beitrag wurde von Alyander am 23. April 2002 editiert.]
geschrieben von: fluchtraum
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Alyander: Gut, dann formuliere ich das Ganze mal (in Kaikis Abwesenheit - hau mich wenn ich das nicht darf http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif) etwas anders. [/quote]
1. Du darfst.
2. Würde dich doch nie hauen - das wäre ja ganz verkehrte Welt! http://www.nachtwelten.de/ubb/rolleyes.gif
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Alyander: wenn hier jetzt gefragt wird Was ist das schwarze Lebensgefühl?, wird eine wohlbekannte Diskussion losgetreten, die in "Dunkelheit und Licht" sowie "Dies und Das" schon x-mal durchgekaut wurde!!!*panisch wink und hüpf und ein Schild Umleitung!!! hochhält*[/quote]
Ja, da stimme ich dir zu - die gleiche Befürchtung hatte ich auch schon. Gerade deshalb meine ich ja: Wenn schon das schwarze Lebensgefühl nicht schlüssig definiert werden kann, wie soll dann das viel weiter gefasste nicht-schwarze Lebensgefühl beschrieben werden?
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Alyander: Ich glaube, Kaiki möchte es einfach mal umdrehen und die (berechtigte) Frage stellen: Was soll das bei euch?
[/quote]
Ja, die Frage ist durchaus berechtigt. Man kann aber immer nur Einzelantworten bekommen - was soll es bei DIR?
Und das zu fragen halte ich in der Tat für eine sehr gute Sache - ist besser als immer blind zu meckern über "die".
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Alyander: Die "Normalos" rennen auch "anders" rum - anders als "wir".
Steckt da auch was hinter?[/quote]
'auch'? Naja, bei vielen Schwarzen (und ich nehme mich da nicht mal aus) steckt doch in erster Linie "es gefällt mir ich finde das schön" dahinter, und das ist auch vollkommen okay so... bei den meisten 'Normalos' wird's nicht anders sein.
(...aber jetzt kommen wir endlich zum Kern der Sache...)
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Alyander: Was denken die? Wie fühlen die? Was ist denen wichtig?
Was ist für die "ein gelungener Abend"? Was erwarten die von sich und anderen? Warum müssen die "so und so" sein?
Hier geht es um den Versuch, einen bestimmten, als "fremd" empfundenen Habitus zu VERSTEHEN.... "durchzusteigen"... oder dem Verständnis zumindest näher zu kommen.[/quote]
Nein, es geht nicht darum, einen bestimmten Habitus zu verstehen, sondern einen unbestimmten, das ist mein Problem mit der Fragestellung!
Man könnte vielleicht noch Annäherungen an eine konkrete Frage finden - aber diese Frage ist sowas von allgemein... wen fragen wir den hier nach seinem Lebensgefühl? Einen HipHop-DJ? Einen Hippie-Studenten? Eine Karrierefrau? Einen Skinhead? Einen Bezirksleiter der Jungen Union...?
Die sind alle nicht-schwarz (von dem JU-Typ mal abgesehen http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif) - wie will man die alle über einen Kamm scheren? Gerade wir ham's doch immer so mit der Individualität, dann sollten wir sie auch anderen zugestehen. Der 'Normalo' an sich existiert doch eigentlich nicht, das ist doch ein Abstraktum.
Mit dem Hauen meinte ich Kaiki, nicht Dich http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif weil ich teilweise das gefühl hatte ich würde "in ihrem namen" sprechen wenn ich versuche die "intention" hinter dem thread zu klären...
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*seufz* Wir reden wohl aneinander vorbei...
Ich erwarte gar nicht, den "allgemeingültigen Sinn" oder "die Lebenseinstellung zu finden...
Wie ich schon sagte, glaube ich nicht, daß "schwärzer" = besser bedeutet.
Wenn die "anderen" (nicht-schwarzen) Menschen individuell sind, und man "uns" auch nicht über einen Kamm scheren kann, dann sollen sie hier halt ihre individuellen Ziele, Wertvorstellungen und "Normen" darstellen!
Ich will einfach nur Antworten.
Statt Wie läufst DU denn rum?! zu hören und was "Tolles" (haha, Sarkasmus) dazu sagen zu müssen, möchte ich einfach mal wissen: Ey, wie läufst DU verdammtnochmal rum?! Und wieso?!
Natürlich kann da jede/r nur für sich selber sprechen. Hauptsache sie tun es mal!!
Obwohl ich dies aus eigener Erfahrung selten erleben durfte. Bin von daher skeptisch und erwarte nicht viel von diesem Thread - es werden garantiert "nur Schwaaaatze" schreiben, aus einer, zugegeben, recht hilflosen Perspektive.
Geht mir auch nicht anders.
geschrieben von: Mahsheed
Hm ... Naja... Es heißt doch eigentlich "German Gothic Board".
Ist das hier denn der richtige Ort so viele "Normalos" zu finden?
Vielleicht fragt ihr mal in euren Familien nach oder entsinnt euch an die Zeit wo ihr selbst noch nicht schwarz getragen habt.
Ich habe einige liebe Freunde, die sich nicht so oft schwarze Sachen überziehen. Die sind genauso wie ich. Sonst wären es auch nicht meine Freunde.
Mir ist es nicht wichtig, wie sich jemand bekleidet. Ich muss einfach mit den Leuten auskommen. Ich fände es unverschämt sie zu fragen, wie sie dazu kommen sich so zu kleiden. Sie fragen mich auch nie, warum ich bin wie ich bin. Ich habe da keine Probleme mit und sie auch nicht. Alles andere wär auch komisch.
Grüzi
Mahsheed
geschrieben von: YelArizel
Irgendwie hat dieses Thema einen merkwürdigen Beigeschmack...
Es stellt sich die Frage nach dem Warum, aber fast jedes mal schwingt gut versteckt doch immer so etwas wie eine Anklage mit – auch wenn es vielleicht nicht so gemeint ist.
Und mal ehrlich, glaubt ihr auf solch einem umfassenden Gebiet wirklich eine Antwort zu bekommen, die wirklich die Frage klärt könnte?
Selbst wenn alle „versteckt“ Bunten die hier im Board zu treffen sind etwas dazu sagen würden, währe es nicht einmal der Ansatz einer Antwort. Denn auch dann währe man nicht schlauer als vorher – lediglich einen einzelnen Menschen könnte man dann unter Umständen besser verstehen.
Es gibt so viele „Gruppen“ von Menschen und doch sind alle Individuen – manche mehr, andere weniger...
Aber was alle gemeinsam haben, ist das sie selbst denken und handeln, auch wenn man das manchmal bezweifeln mag – ihnen diese Fähigkeit abspricht...
Genauso könnte man auch nach dem Denkmuster aller Menschen fragen...
Ich glaube nicht, dass es hier Antworten geben wird, die mehr Licht in die ganze Angelegenheit bringen, aber lasse mich auch gern eines Besseren belehren.
YelArizel
geschrieben von: Realgeist
Ich denke nicht,dass man sagen kann,es gibt ein schwarzes Lebengefühl und der Rest wird einfach in einem Topf mit der Aufschrift "nicht-schwarz" geworfen.
Zum Thema:
Naja die Kleidung sollte eigentlich nicht wirklich eine Rolle spielen,aber irgendwie pauschalisiert doch jeder.Sicher kann das auch Vorteile haben,aber ich würde sagen,die Nachteile überwiegen,denn nur durchs Aussehen kann man niemanden beuurteilen.
Also ich höre gern Hiphop,rappe selber ein bisschen (mehr schlecht als recht und nicht wirklich ernst) und trage auch die obligatorischen Baggy-Hosen.
Ich würde aber nicht sagen,dass Hiphop mein Lebensgefühl ist.Ich will mich da nicht auf ein Lebensgefühl festlegen,da ich viele Szenen interessant finde ich auch recht unterschiedliche Musik höre.
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Man erzählt,dass der Himmel sich öffnet und aus dem Licht ein Roboter erscheint,der jeden MC auf der Erde zerstört.
geschrieben von: Alyander
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Realgeist: Ich denke nicht,dass man sagen kann,es gibt ein schwarzes Lebengefühl und der Rest wird einfach in einem Topf mit der Aufschrift "nicht-schwarz" geworfen.[/quote]
Das "Schwarz - Nicht-Schwarz" wurde a) bewußt immer wieder mal in Anführungsstriche
gesetzt und b) wird es in diesem Thema nur benutzt, um zwischen dieser speziellen Subkultur und eben "anderen" (Sub-)Kulturen eine Unterscheidung zu schaffen.
Gerade WEIL die "anderen Menschen" so vielfältig und individuell sind, würde ich es bewußt so allgemein halten (und nicht schreiben "wir und die Hip-Hopper", "wir und die Yuppies", "wir und die Hausfrauen" oder ähnliche sinnlose Sub-Sub-Subkategorien).
geschrieben von: Alyander
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Mahsheed: Hm ... Naja... Es heißt doch eigentlich "German Gothic Board".
Ist das hier denn der richtige Ort so viele "Normalos" zu finden?[/quote]
Häufig stößt man hier auf Formulierungen wie "Ich bin zwar kein Gothic, ABER..." oder "Ich kenne mich zwar hier net so aus, ABER..." ---> So abwegig ist Kaikis Hoffnung also nicht
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Ich fände es unverschämt sie zu fragen, wie sie dazu kommen sich so zu kleiden. Sie fragen mich auch nie, warum ich bin wie ich bin. Ich habe da keine Probleme mit und sie auch nicht. Alles andere wär auch komisch.[/quote]
"Alles andere" kommt aber oft genug vor.
Wobei ich ganz normales, höfliches oder schlicht ehrlich interessiertes Nachfragen überhaupt nicht unverschämt finde. Aber das ist wohl Ansichtssache.
Wenn jedenfalls andere Menschen Deinen Standpunkt (den ich mal mit "Leben und leben lassen" umschreibe) häufiger teilen würden, fände ich das echt 'ne Verbesserung http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif
Alyander
p.s. Ich denke, um Freunde geht es hier wohl nicht.... Freunde sind Freunde und natürlich sind sie "wie man selbst", da eine Freundschaft schwerlich existieren kann, wenn man nicht ein Mindestmaß an Erträglichkeit, Gemeinsamkeit oder Gelassenheit füreinander aufbringen kann. Aber wie gesagt, das könnte OT führen http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif
geschrieben von: Mahsheed
@ Alyander
Prinzipiell unverschämt ist es nicht, zu fragen warum der andere dies und das trägt. Wenn aus ehrlichem Interesse gefragt wird.
Ich weiß nicht, ob ich was falsch verstehe ... Mir kommt die Frage etwas so vor wie Yelarizel. Unterschwellig aggressiv irgendwie.
Die sieht so nach "Vergeltung" aus.
Weil "euch" mal jemand nicht respektiert und blöd "gefragt" also eher angemacht hat, macht ihr das so zurück.
Kann mich auch täuschen, kommt aber so rüber.
Bei reinem Interesse okay. Aber es wird so gefragt, als wären "Schwarze" eine außerirdische Rasse. Man hat doch auch als Schwarzer Kontakt und ist doch im Grunde auch nur ein schwarzer "Normalo", meistens meine ich.
geschrieben von: Alyander
Ich will hier ja keinen, mit Verlaub, "blöd ankacken", und insofern greift das mit der "Vergeltung" nicht - obwohl ich verstehe was Du meinst... aber - überspitzt ausgedrückt - Rache als Intention für diesen Thread?! *kopfschüttelt* Nääh nääääh...! Zu weit hergeholt, zuviel reininterpretiert http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif
Manche Verhaltensweisen oder Vorlieben würde ich halt gern verstehen können. Gerade weil sie MIR unverständlich erscheinen.
Ach ja - und "Schwarze" werden tatsächlich oft wie "Außerirdische" behandelt oder betrachtet. Vermutlich ähnlich wie Hare-Krishna-Anhänger, Ausländer, Schwule oder Reinhold Messner. Und ich glaube, manchmal sehe ich sogar die "Normalos" als sehr "fremd" an. Ja, das passiert mir tatsächlich. *schultern zuckt*
Aber deswegen spreche ich ihnen ja nicht gleich jegliches Gehirn oder die Menschenrechte ab http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif
Ein bisschen hast du mich davon überzeugt, dass du nur neugierig bist. Ein bisschen Zweifel ist da immer noch. Da ist es ja doch das Ich bin anders - du bist anders.
Es gibt so viele Schwarze, die sind ganz anders als ich. Es gibt so viele nicht Schwarze, die sind so anders als ich. Es gibt einige wenige Schwarze, die kommen mit meinem Denken klar. Es gibt einige nicht-Schwarze, die kommen mit meinem Denken klar. Unter den Schwarzen mit denen ich klar komme, sind ganz verschiedene Menschen. Unter den nicht Schwarzen, mit denen ich klar komme sind ganz verschiedene Menschen.
Im Geist verwand sind mir viele Schwarze nicht, viele nicht Schwarze auch nicht. Die Wahrscheinlichkeit unter Schwarzen mehr mir im Geist verwandte zu finden schätze ich nicht höher ein als unter den nicht Schwarzen im Geiste Verwandte zu finden.
Unter den Schwarzen gibt es viele, die mich dumm fragen, wonach ist nun egal wenn es die gleiche Nichtakzeptanz ist, unter den nicht Schwarzen gibt es diese Nichtakzeptanz auch. Die Fragen sind wie gesagt egal, unangenehm sind sie doch immer wenn sie nicht aus ehrlichem interesse rühren.
Weißt du, was ich sagen will?
Ich möchte nun nicht weiter stören, wenn Fragen sind, sollen sie doch gestellt werden. Wenn sich Diskussionen ergeben, wird eben diskutiert.
Grüße am Abend
Mahsheed
[Dieser Beitrag wurde von Mahsheed am 23. April 2002 editiert.]
geschrieben von: Alyander
Ich glaube, wir meinen zwar das selbe, reden aber aneinander vorbei... *schultern zuckt*
Was willst Du aussagen? Daß es ganz verschiedene Menschen gibt, völlig unabhängig von Kulturangehörigkeit, Kleidung etc., und "die richtigen Klamotten" zu haben kein Garant für Verständnis, Akzeptanz oder "gleicher Welle" ist? Daß es überall Idioten gleichwie "gute Menschen" gibt?
Da widerspreche ich nicht.... habe dergleichen auch immer wieder versucht zu betonen in den vorherigen Postings. Vielleicht nicht deutlich genug?
Zum letzten male... es geht nicht darum wer "elitärer" ist... wer wem was "voraus" hat, "schöner" ist... Es geht auch nicht darum, um jeden Preis andere (die nicht der selbstgewählten kulturellen Nische angehören) niederzumachen um sich zu erheben oder zu behaupten daß man ja in allen Dingen gaaaanz anders wäre.
Genausowenig lassen sich vorhandene Unterschiede (sofern man sie erlebt! nicht "wünscht" oder "phantasiert") einfach weg-gleichen.
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Ich hoffe nicht, daß dieser Thread sich vom Thema weg bewegt. Nachher treten wir auf der Stelle, verlieren uns in unwichtigen Details, Definitionsfragen oder betreiben wieder mal eine gewisse "Schwarz-Nabelschau", indem wir uns um unsere spezielle Subkultur (unser "Schwarz-Sein" oder auch Was sind wir eigentlich?!) drehen. Gerade DAS sollte hier aber ausdrücklich NICHT das Thema sein!! Wie ich im ersten Posting schon anmerkte, gibt es dazu bereits genügend Threads, um sich damit wahlweise zu entnerven oder einzuschläfern http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif
Bitte tut mir das nicht an http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif
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Ich sagte, mich würden Antworten auch seeeehr interessieren. Da kann man mir (oder letztendlich auch Kaiki) draus unterstellen was man will.... *schultern zuckt* Wenn ich aber nun mal neugierig bin oder manchmal auch mich wirklich verzweifelt frage: Was treibt euch an, jetzt gerade DAS zu tragen / sagen / tun / hören......, manchmal auch durchaus gefrustet von diversen Erfahrungen... bestimmte Vorlieben nicht begreifen kann, aber gerne verstehen würde, in der Hoffnung irgendeinen Sinn oder Grund geliefert zu bekommen...
*schultern zuckt*
Was interpretiert ihr denn da alles rein?!
Klar hätt ich gern 'ne Antwort!
Ob's die hier gibt weiß ich nicht, muß man halt abwarten und Tee (oder sonstwas) trinken. Daher werde ich mich in diesem Thread erstmal zurückhalten und *an die Selbstbeherrschung appelliert* nurmitlesen...
Ich hoffe wirklich, hier "tut" sich noch was (Neues) und wir hängen uns nicht an Details auf, die gar nicht Thema sein sollten...
Ich mach das ja gerne per pn weiter, es soll auch keiner mein Zeugs hier als persönlichen Angriff verstehen.
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So, und jetzt is' gut... ich wollte schon vor 'ner Stunde ins Bett *zwinker* http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif
greetz
alyander
geschrieben von: Celtvis
Sodele, da bin ich wieder, inwischen hat sich hier einiges getan wie ich lese.
Oft wurde hier auf die Unterschiede zwischen "Schwarzen" und den "Bunten" hingewiesen, ich finde sie letztendlich nicht sonderlich dramatisch, das muß ich einmal so loswerden, nachdem ich mich bereits seit einiger Zeit hier im board und auch auf sowohl schwarzen als auch bunten events/Parties aufhalte und Leute aus beiden Bereichen kenne.
Zu den unterschiedlichen Kleidungsstilen brauche ich wohl wenig zu sagen, Darkpainsc schrieb bereits was zu Goa, House und Techno, dem stimme ich zu. Früher (toll, wie alt bin ich eigentlich, daß ich dieses Wort benutze?) liefen die Leute auf Techno-Parties teilweise mit Gasmasken, weißen Handschuhen und diesen grell-orangenen Müllabfuhrwesten herum, aber: Das war Partie-Outfit und ist schon lockere zehn Jahre her, zumindest in Hamburg sieht man sowas nicht mehr. Apropos: Mir fiel hier und auch woanders im board bereits auf, daß sich darüber geärgert wird, die "anderen", besonders die Damen der Schöpfung würden nur Klamotten tragen, die hauptsächlich "sexy und schick" sind - hey, das ist doch auf beinah jeder Party so! Wenn ich mir in Hamburg die "Return of the living dead" anschaue, dann verkommt selbst die vielgeschmähte LoveParade dagegen teilweise zum katholischen Mönchszug was die Offenherzigkeit der getragenen Klamotten angeht.
Ist es nicht standard, daß man auf Parties "gut" (wie auch immer man persönlich "gut" definieren möge) aussehen will?
Ich selbst verkehre in schwarzen Läden ebenso wie in Techno- oder House-Clubs, auch in völlig "normalen" Discos bin ich zu finden (jaa, die wo auch zu charts getanzt wird http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif ) und z.B. mein outfit unterscheidet sich nur marginal, am liebsten halt schwarz (siehe unten), in den "anderen" Läden auch was buntes. Hat aber nix mit "verkleiden" für schwarze events zu tun, sondern mit "nicht-wie-ein-Alien-angestarrt-werden-wollen".
In den "anderen" Clubs, in denen ich verkehre, sind die meistgetragenen Farben Schwarz und weiß, es gibt aber weitere Unterschiede:
Im Technobereich meistens enge, teilweise knappe Klamotten, oftmals Schnürstiefel oder dunkle Turn-/Halbschuhe, Haare bei den Ms meistens sehr kurz, im House-Bereich ist (zumindest in HH) momentan sehr angesagt der 70er-look, d.h. man sieht viele Zahlen auf shirts, sehr viele Turnschuhe im Retro-look, Haare oft so wie damals bei Abba & Co. - genügt das für den Anfang oder soll ich mich als Fashion-scout versuchen?
Was tragen die anderen sonst noch? Geh auf die Straße und schau es Dir an. http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif Ernsthaft, das kann man so nicht verallgemeinern, schließlich gibt's solche und solche "Anderen". Soll ich jetzt beschreiben, was ich trage? Einfach das, was mir gefällt, meinem Sinn für Ästethik entspricht. Mir ist dabei völlig egal, ob das Teil nun von H&M oder D&G ist, hauptsache es gefällt mir.
Auf Parties habe ich bereits vor dem "entdecken" der schwarzen events meistens schwarz getragen, außerhalb der Tanztempel ebenfalls, sieht einfach "klassisch gut" aus. Allerdings schnörkelloses schwarz, nix von wegen Bondagehosen o.ä.
Lebensgefühl - für die Masse kann ich nicht schreiben, lediglich für die Leute, die ich kenne, mit denen ich gut zurecht komme und für mich, also wage ich mal eine Aussage: Sooo unterschiedlich von dem der Schwarzen, die ich bisher kennenlernte ist es nicht. Ängste, Sorgen, Hoffnungen etc. sind relativ ähnlich.
Wäre es Ketzerei, wenn ich einfach behaupte, daß 99% der Schwarzen gar nicht so anders als die Bunten sind vom Innenleben her? Daß "Schwarz" oder "Bunt" oftmals nur eine modische Entscheidung ist und vielleicht auch was mit Extrovertiertheit oder auffallen-wollen zu tun hat?
Ehrlich, die Schwarzen, die ich bislang kennengelernt habe sind nicht anders als ich und ich sehe mich definitiv nicht als "schwarz", "bunt" oder sonstwas. Solche Eigeneinschätzungen beschränken nur den eigenen Horizont, da man dieses und jenes nicht hören, tragen, lesen darf oder will, weil es ja nicht der selbsterwählten sogenannten Weltanschauung/Lebenseinstellung entspricht.
Das posting ist leider etwas durcheinander geschrieben, ich habe hier und da nochmal was eingesetzt, verändert und ergänzt, daher ist die Struktur komplett durcheinander - sorry!
Warum bin ich eigentlich der einzige, der sich als "nicht-schwarz" bezeichnet und was zu diesem Thema schreibt? Traut sich der Rest nicht?
Nachtrag:
Ich finde die Frage von Kaiki und Aly nicht anklagend oder illegitim, warum soll man nicht fragen, wie es bei den "anderen" aussieht, wenn man sich selbst ständig erklären soll?
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Nachtelbin: Im weiteren Verlauf kam dann noch der Aspekt der positiven Ausstrahlung hinzu und man wolle gesund und fit wirken...[/quote]
na, das ist biologisch begründbar: Je "fitter" und "gesünder" jemand wirkt, desto eher die Chance auf "fitte" und "gesunde" Nachkommenschaft und deshalb wird in der Natur genau dieses Gegenstück bevorzugt zur Kopulation genommen - doch das soll doch wohl nicht heissen (nicht an Dich als Frage, eher allgemein), daß die "Bunten" diesbezüglich ausschließlich oder überwiegend instinktgesteuert auf ihre Partnersuche gehen?
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Alyander: Ich glaube, Kaiki möchte es einfach mal umdrehen und die (berechtigte) Frage stellen: Was soll das bei euch?
Die "Normalos" rennen auch "anders" rum - anders als "wir".
Steckt da auch was hinter? Was denken die? Wie fühlen die? Was ist denen wichtig?
Was ist für die "ein gelungener Abend"? Was erwarten die von sich und anderen? Warum müssen die "so und so" sein? [/quote]
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von fluchtraum: Und das zu fragen halte ich in der Tat für eine sehr gute Sache - ist besser als immer blind zu meckern über "die".[/quote]
Naja, und deshalb wollte ich ja wissen, was an "denen" ist, weshalb sie so sind etc - nicht nur meckern, ich will es wissen - nur füchte ich, daß es schlußendlich nicht so einfach zu erklären ist.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von fluchtraum: Naja, bei vielen Schwarzen (und ich nehme mich da nicht mal aus) steckt doch in erster Linie "es gefällt mir ich finde das schön" dahinter, und das ist auch vollkommen okay so... bei den meisten 'Normalos' wird's nicht anders sein.[/quote]
So genau, und weshalb gefällt es? Warum fliegt jemand "Buntes" auf "bunt" und warum gerade in DER Ausprägung, wie z.B. ein bestimmter Stil vorschreibt?
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von fluchtraum: wen fragen wir den hier nach seinem Lebensgefühl? Einen HipHop-DJ? Einen Hippie-Studenten? Eine Karrierefrau? Einen Skinhead? Einen Bezirksleiter der Jungen Union...?[/quote]
Dann versuchen wir zu differenzieren! Fragen wir den Techno-Freak, den Hip-Hop-Fritzen und die Karrieretante im grauen Kostüm... Wenn nicht alle gehen, doch ein paar wenige würden mich doch schon brennend interessieren. Hier sei es wahlfrei dahingestellt, wer "herhalten" muss/darf. Ich habe eben die Leute letzten Freitag gesehen, habe sie gaffen und neugierig, aber auch ablehnend reagieren sehen und da kam bei mir auch die Neugierde hoch...
Oh, ich finde es grausam so rumzulaufen. Ich würde mich nicht wohlfühlen, geschweige denn jemals solche Sachen anziehen, aber das heisst doch noch lange nicht, daß ich nicht wissen will, was in ihnen ab geht.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von fluchtraum: Gerade wir ham's doch immer so mit der Individualität, dann sollten wir sie auch anderen zugestehen. Der 'Normalo' an sich existiert doch eigentlich nicht, das ist doch ein Abstraktum.[/quote]
Der "Normalo" ist nichts anderes, als "nicht-schwarz", eine Klassifizierung, ein Oberbegriff für "die anderen" - nun und das will ich mit diesem Thread auch durchbrechen. Also Leute, strengt mal die die Köpfe an, wir behaupten von uns immer, wir würden mehr nachdenken, mehr tiefsinnig sein etc etc - ist es dann gerechtfertigt, wenn man andere über einen Kamm schert?
nochwas: Um Freunde ging es mir nicht, sie sind Freunde. Doch wenn ich Antworten bekommen hätte, würde ich nicht fragen. Selbst wenn man einzelne (wie ja bereits angeregt wurde) anspreche, kriege ich einfach keine Antwort. Zumeist kommt stereotyp "weil ich so bin, wie ich bin" oder ähnliches raus. Manchmal fallen die Reaktionen gar nicht freundlich, sehr oft unverständlich aus.
Ich habe nicht vor alle "Bunten" zu verstehen, ich habe auch nicht vor alles nachzuvollziehen, Menschen sind generell Individuen (siehe allein den Fingerabdruck!) - jeder wird von sich behaupten etwas anders als der andere zu sein. Das ist mir alles klar.
Und es ist keine Vergeltung oder Agressivität - pure Neugierde und Wissen wollen.
Ich glaube nicht, daß die Zugehörigkeit zu einer Spezies einen so gravierenden Unterschied ausmacht, der derart dargestellt werden muss, wie eine Art Konflikt Schwarz/Bunt. Es sind nur die Ausprägungen, die sich zeigen - doch dieses sind gerade bei den Menschen so groß und innerhalb unserer gesamten Gesellschaft so vielschichtig, daß sie nun mal nicht zu übersehen sind. Manche sind extremer, andere weniger. Gerade die extremeren haben meine Neugierde geweckt. Und deshalb möchte ich gerne wissen, was diese Menschen dazu treibt so zu sein, wie sie sind.
Wenn es jedoch nicht so groß in der Unterscheidung ist, warum kommt dann ein Hardcore-Rapper nicht auf die Idee eines Wochenends sich mit buntem Iro, Schnürstiefeln, Lederhose und Rüschenhemd (jaja, wir lassen uns jetzt nicht drüber aus...) zu stylen? Wieso würde so jemand das vehement ablehnen?
Und umgekehrt? Wieso käme ein sonst weißgekalkter Gruftie nicht auf die Idee eines Tages Ägytische Erde-Schminke für dunkelgebräuntem Teint-Look und buntbedrucktem Hemd mit Hawaiihose rumzulaufen? Was hindert ihn daran?
Nein, bitte fangt nicht mit dem "persönlichen Geschmack" an, der hat ebenfalls einen Grund, nämlich genau den, der ihn daran hindert genau das zu tun!
Versteht ihr mich?
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---> Kaiki <---
[Dieser Beitrag wurde von Kaiki Antei am 24. April 2002 editiert.]
geschrieben von: Seneca
Ja Kaiki...ich vestehe Dich...!
geschrieben von: Seneca
Dunkelblaue Grüße liebe Gemeinde...
Mir fällt auf, das hier immer wieder die Szene, welche sich in Musiktempeln zeigt, beschrieben wird.
Daher will ich also darauf aufbauen.
Zuerst einmal zu mir, ich bin nicht mehr allzu fern vom 30. Lebensjahr, und habe in meinem Leben nur 9 Mal eine Discothek besucht.
Wenn wir hier also von "Szene" sprechen, scheint ihr die Besucher dieser Läden zu meinen, daher zähle ich mich nicht dazu.
Ich möchte euch also vom Leben zwischen den Wochenenden berichten, und was meines Erachtens der Unterschied zwischen meinem engsten Kreis, und den "Anderen" ist.
Da fällt mir als erstes die Weigerung ein, gelebt zu werden, und die Tatsache, das fast alle eine gewisse Zeit in der Psychiatrie hinter sich haben.(oder zumindest Psychologie studieren)
Einige (mich eingeschlossen) fühlen sich an lauten und überfüllten Orten nicht wohl.
Unser Umgang miteinander ist eher etwas sensibler, oder zumindest versuchen wir es.
(das gilt auch unter den Männern, weshalb uns einige sicher für schwul halten)
Wie haben wir uns gefunden...?
Teilweise über dieses Board, teilweise hat man sich einfach erkannt, über die Kleidung, über die Sprache, über ein Amulett...etc.
Nicht alle sind schwarz gewandet, eine ist dunkelbunt, und einer sieht "normal" aus.
Aber wir haben eine Gemeinsamkeit, wir waren alle Außenseiter, für die größte Zeit unseres Lebens.
Wer hat uns zu Außenseitern gemacht...?
Wir uns selbst...oder die "Anderen"...die uns verlacht haben...wegen unserer Ansichten, dem Outfit, den seltsamen Ideen.
Ich weiß nicht, was nun mit den "Anderen" speziell los ist, was sie glauben, was sie antreibt, was sie dabei empfinden, wenn sie ihr Leben führen, und offensichtlich nicht darüber nachdenken, was ihr Handeln anrichtet.
Ich glaube zu viele Menschen werden gelebt, und da schließe ich auch Anhänger von Subkulturen nicht aus.
Wie auch immer, ich habe die schwarze Subkultur lange als Auffangbecken für junge Menschen erlebt, die nicht mit der Kälte zurechtkommen, die verletzlich sind, oder schwere seelische Probleme haben.
Nun aber, seit schwarz "in" ist, und man es gothic nennt, wird es etwas schwerer sie zu finden, aber sie sind noch da...
Man sieht sie oft alleine am Rand stehen, so wie ich auch früher am Rand gestanden habe und nicht aus mir heraus kam, weil ich nicht der Norm entsprach.
Nur das es damals die "Anderen" waren, die mich ausschlossen.
Seitdem ist die Szene sehr laut geworden. Aber es gibt sie noch, die stillen Seelen, und so manche denkt über einen dritten Weg nach, denn "gothic" können wir zwar hören, aber nicht sein.
....dunkelblaue Grüße...
Ein Außenseiter
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>>> Pulvis et Umbra sumus <<<
[Dieser Beitrag wurde von Seneca am 24. April 2002 editiert.]
geschrieben von: Celtvis
Wieder ich...
Kaiki,
ich denke, ein hardcore-rapper würde es aus xyz Gründen nicht tun. http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif (Keine Ahnung, ich war noch nie hardcore-Rapper.)
Ich kann Dir aber sagen, weshalb ich es während meiner hardcore-techno-phase vor 10-5 Jahren nicht getan hätte:
- Es steht mir nicht, sieht nach meinem Empfinden an mir nicht gut aus.
- Ich hätte nicht gewusst, weshalb ich mich so hätte anziehen sollen, wozu ich den ganzen Aufwand hätte betreiben sollte, wenn es weder mein Lebensgefühl ausgedrückt noch irgendwie gut ausgesehen hätte.
- Ich hätte nicht gewusst, zu welcher Gelegenheit ich es hätte anziehen sollen.
- Ich wäre so niemal nicht in irgendeinen meiner damaligen Clubs gegangen! Schließlich zählte man http://www.nachtwelten.de/ubb/rolleyes.gif sich ja zur Szene und da trägt man so etwas nicht. Also eine Art Gruppenzwang!?
Warum ich es heute nicht tragen würde:
- Es steht mir immer noch nicht und gefällt mir an mir auch nicht. Und ich mag nun einmal keine Verkleidungen.
Hast Du einmal darüber nachgedacht, ob es sein kann, daß gerade weil die Unterschiede des Lebensgefühls nicht sonderlich groß sind, dafür umso mehr wert darauf gelegt wird, sich zumindest äußerlich ganz klar und deutlich von den jeweils "anderen" abzugrenzen? Um immer sagen zu können: Seht her, ich bin ja sooo viel anders als ihr, wobei dieses anders-sein in den Augen desjenigen, der so etwas von sich gibt sicherlich auch die Aussage beinhaltet: Ich bin besser/elitärer/toller oder was-weiß-ich als ihr. Ist eine Überlegung wert, schließlich heißt es immer noch: Ich bin was ich trage oder etwas ketzerischer ausgedrückt: Ich will sein was ich trage. Nur würde das wohl kein Angehöriger irgendeiner Szene in dieser Offenheit zugeben und wenn Du dann nachfragst, wird das eben als Angriff gedeutet nach dem Motto: "Was, Du unterstellst mir ich bin nicht [jeweils szene-typische Attribute einsetzen]? Du willst mich wohl veräppeln, was?"
Celtvis, danke - zumindest ist es immer das "Gefühl", das entscheidet, wie man sich gibt und kleidet. Teilweise Zwänge von außen und teilweise einfach, weil man so ist, wie man ist....
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---> Kaiki <---
geschrieben von: Harlekin
Uhh jeh der thread ist irgendwie sehr schwer durchzulesen.. aner ich geb meinen senf einfach mal zur ersten aussage dazu. (der thread ist einwenig off-topic geraten erscheint mir..)
zum Thema "Wie sind "normalos"" ..
ich war einige Jahre Barkeeper in einer sehr gutgehenden und teuren Discothek, dazu Veranstalter und hatte deswegen mit den Betriebern UND Gästen eine enge Zusammenarbeit..
Das Hauptaugenmerk der leute bestand eindeutig auf dem Spagat "Integriert Auffallen".. also das besonders "gut" aussehen , ohne allerdings im allgemeinen Bild zu sehr aufzufallen. Oder man stezte selbst trends die dann im nachgang von andern "Freigeschaltet" wurde..
Ich merkte das deutlich am werdengang der Beliebtheit bei den Gästen.. Wir waren 3 Barkeeper an einer bar, die sich abwechselten immer 2 zusammen davon war ein kurzhaariger und 2 langhaareter (mich eingeschlossen) der eine langhaarige war der vorzeigebarkeeper .. nach und nach wurde ich vom "ärgöhnisch betrachteten Fremdling" (weil :"Ihh der hat ja lange Haare") zur Nummer 2, weil der Topseller hatte ja auch lange Haare und deswegen wurde die bisherige Nummer 2 abgelößt. dabei war ICH den Leuten und ganz besonders den Mädels scheissegal. denn sie konnten MICH ja garnicht kennen, da ich die Rolle :"Barkeeper in teurer Discothek" spielte..
Einigen Mädels kam es nur darauf an "Mit dem Barkeeper abzuziehen".. Zu spitzenzeiten hatte ich 3-5 Telefonnummern am Morgen in der Brusttasche.
(Die dann umgehend im Mülleimer landeten *fg*)
Ein Leitsatz der Gesellschaft war
"Du bist wen du kennst"
oder
"Du bist was du zeigen kannst."
dabei wohnten einige der Mitarbeiter in seltsamen Verhältnissen und ganz und garnicht in solchen wie sie als Eindruck vermitteln wollten.
Die Anzüge und Hemden der Barkeeper waren teilweise teurer als die Autos die sie sonst fuhren, und man kaufte "im mehrpack" .d.h. wenn einer etwas hatte, dann hatten die anderen das später auch..
Naja, ich sag das ist eine andere Welt in der ich mich zu bewegen gelernt habe, aber meine ist es nicht..
ids +ddd*
H.
geschrieben von: SchwarzeSehnsucht
die anderen
ich weiß nicht, habe die hälfte gelesen die andere überflogen, wurde aber dadurch nicht wirklich schlau was ihr genau mit anderen meint??
"ganz" andere wie Breaker (naja.. bin ich anders?), hip hopper, raver, technoleit, usw.
oder wie.. irgendwie komme ich nicht ganz mit.. aber da mich das interessiert würde ich das gerne "versthen" !
grüße sehnsucht
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gedenk ich, langen schlaf zu tun
in deiner schleier falten nun,
o nacht! wie kühl ist deine lippe!
geschrieben von: gin'iro
Genau die "ganz anderen", die, deren Lebensgefühl das "Dasein" eines Ravers, HipHopper, Techno-Jünger oder .... einfach lebenswert macht und dem auch mit "Haut und Haaren" nachgehen.
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---> Kaiki <---
geschrieben von: Mahsheed
Also bloß andere Leute aus anderen Szenen.
geschrieben von: gin'iro
Nicht nur, jedoch gerade die waren für mich (siehe Eröffnungsbeitrag) der Anstoss für dieses Thema.
Da man nicht alles abdecken kann, wollte ich vom Speziellen ins Allgemeinere gehen und deshalb beim Speziellen anfangen. Nun, man kann wohl nie Verallgemeinern, denn wir sind nun mal - egal wer auch immer - Individuen - allein der Fingerabdruck beweist es...
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---> Kaiki <---
geschrieben von: Rücksitzpunk
*hochholt*
thema ist wieder aktueller, deucht mir...
geschrieben von: Fehler
manman irgendwie verbring ich meinen ganzen freien tag in dem
Forum und ich wollt nur ma reinschaun..
ok ich bin seit ca 12 jahren tighter :D hiphoper & lebe das auch, im privaten & auf der arbeit.
"mode"
das heist ich trage grundsätzlich viel zu weite jeanshosen in verschiedenen farben, die sich auf den turnschuhen stauen.
darüber kommt im sommer ein t-shirt &oder hemd und im winter ein swaetshirt nebst eine lange jacke möglichst mit kapuze.
wenn man bekift ist oder es gerade passt wird das durch eine cap oder sonnenbrille ersetzt.
es stimmt das bei vielen, vor allem jungen, nachwuchshiphopern ein kleidungsstück nach preis oder gangsterfaktor bewertet wird,aber ihr hab sicher auch ne menge freude mit eurem nachwuchs, der sich bei EMP seine I Love Satan Amulette (von echten hexen handgeklöppelt) bestellt..
ich muss hinzufügen, das die meisten dieser kanditaten in einigen jahren mehr so die hits aus dem radio hörn werden.
also was solls :D
"lebensgefül & sinn"
da sacht man quasi echt, thight,oderauch real dazu *lach*
des is wie bei allen anderen auch eine sache der einzelnen
person.
die eigenschaften die mich jetzt mit meinen freunden verbindet sind für mich.
untereinander (wenns sein muss) die Warheit sagen
sich gegenseitig zu helfen
niemals auf einen freund herabsehen
scheisse wenn möglich mitauszubaden
in ernsten dingen immer gesprächsbereit
die eigenen und die interessen des umfeldes aktiv zu vertreten auch wenns weh tut.
und natürlich die vorliebe für gute musik *g*
ansonsten halt nach sympatie und individuellen gründen..
die anderen hiphoper von denen hier noch die sprache war, trifft man nur im fernsehn, schulen, bus&bahn und in clubs die keine ausweise kontrolieren, oder zu dicht an der uni liegen ;)
geschrieben von: rainraven
Sicher gibt es außerhalb von "Schwarz" jede Menge unterschiedliche Jugend- und "Sub"kulturen, die sich nicht nur voneinander, sondern auch untereinander in ihren Individuen unterscheiden. Jede "Szene" hat das für sie und durch sie geprägte "Erscheinungsbild" oder eine "Gesinnung" (ich verwende die "", weil jeder seine Gründe, Ansichten oder Zugehörigkeit selber für sich definieren mag). Kleidung und geliche oder ähnliche Ansichten zum Leben etc. geben ein Gemeinschaftsgefühl, man fühlt sich verstanden, aufgenommen, zuhause, coll, wie auch immer. Menschen mit weniger ausgeprägtem Selbstwertgefühl, die (noch) nicht wissen, wer oder was sie selber sind, neigen dazu, sich ihre Mode und Ansichten von anderen, ähnlchen Personen, aufdoktrinieren zu lassen oder ahmen diese bewußt (auch unbewußt) nach, weil sie das auch toll finden . Andere gehen eher nach ihren eigenen Vorstellungen, übernehmen aber bestimmte Elemente aus der Szene, zu der sie sich zugehörig fühlen.
Dann ist da noch das Individuum, geprägt von persönlichen Problemen, Bedingungen,Gefühlen, Richtlinien. Ähnliche Individuen finden sich zuweilen zusammen, weil sie sich einfach austauschen können und Seelenverwandtschaft bzw. Kommunikation, Anteilnahme, Bestätigung vorhanden ist.
Manche Szenen oder Bewegungen sind halt nach außen für den "Normalo" (einer, der gar keiner Bewegung angehört/angehören möchrte, einfach er selbst ist?) leichter an Aussehen, Verhalten etc. zu erkennen als andere, und manche Leute wären entrüstet, wenn man sie aufgrund von Kniekehlhosen für einen Hip Hopper hält, bloß, weil sie die Mode chic finden, aber Hip Hop z. B. scheiße. Oder nicht jeder Schwarzgekleidete will sich für einen "Schwarzen" ausgeben.
Ich versteh zwar nicht, warum sich Szenen untereinader diskriminieren oder sich was antun müssen, aber es ist wohl was Wahres dran, daß man Angst hat vor dem, was man nicht kennt und vor dem, was "anders" ist als man selbst, und daß Angst manchmal vorschnell zum Angriff oder zur Ablehnung führt. So ist es zumindest in den Grundzügen der Natur.
Ich wäre nach Eurer Definition "schwarzbunt" oder wurde schon mal Schwarzhippie genannt, auch Cyberpunk oder Technogoth ist okay, je nach Outfit, wenn man danach urteilt. Von der Gesinnung nannte ich mich früher noch "Indie ohne Schublade", heute würde ich der Einfachheit halber sagen, "schwarz", aber eigentlich bin ich nur ich. Was auch immer das ist.
So, und jetzt genug geschwafelt, man sollte auch mal was arbeiten...