schon lange beobachte ich dich
du schwebst durch die dunkelheit
schwarzer samt umhüllt deine zarte weiße haut
beobachte wie du an kraft verlierst
wie deine flügel langsam zu brechen drohen
als ob deine seele dein körper nicht schon schwach genug wäre
wirst du gejagt verfolgt verhönt und gehetzt
dein atem wird immer schwerer
deine augen blicken traurig umher
langsam aber stetig verlierst du an höhe
möchte dir helfen
versuche es so wie du mir schon unzählige male zuvor geholfen hast
der mondschein überflutet mit seinem seidigen licht die erde den himmel und dich
leise schreist du nach hilfe niemand hört dich ausser mir
versuche zu rennen doch bewege ich mich nicht von der stelle
sehe dich eine ewigkeit wie du abstürzt
mit ganzer wucht und doch so sanft wie eine feder
sekunden werden zur ewigkeit
endlich erreiche ich dich
am boden liegend
blicke zu dir hinab
der mond steht klar und hell über uns
deine gebrochenen flügel schimemrn zaghaft im sachten licht
dein erschöpftes lächeln ertrinkt langsam im schwarzen blut der nacht
und mit ihm jede hoffnung alle kraft und jeder mut
alles was du mir je gezeigt hast wenn ich nicht mehr leben mochte
mein engel ist gefallen
mit ihm jedes lachen das je meinen lippen zu entspringen vermag
unendliche trauer überschattet mich
ich war zu schwach um dich zu erretten
verzeih mir
geschrieben von: Lady Bathory
hart schlägt die realität zu
von unseren vätern hinterlassen
die heile welt wie ihr sie vorspielt ist für mich ein hirngespinnst
eine geträumte welt
die hoffnung unter den ängsten begraben
sie irgenwann irgendwo auf meiner reise verloren
ich trampele weiter wie ein zorniges kind
engstirnig nichts sehend wollend
so seht ihr mich
doch ich möchte nichts sehen von eurer pseudo welt
renne voller absicht in die falsche richtung
erblicke mit blutigem herzen und die augen voller trennen wie das ende immer näher zum beginn rückt
der kreis um mich schliesst sich
versuche nicht mal auszubrechen
er schliesst sich immer enger um mir zu sagen das ich mich verlaufen hab
doch finde ich als verwirrter andere meinesgleichen
was mich weiter verwirrt und so werde ich immer verwirrt bleiben
so treibe ich weiter in meiner schlucht des wahnsinns
das messer in meiner wunde dreht sich immer weiter unaufhaltsam tief
der schmerz durchzuckt meinen körper
lenkt meine gedanken etwas ab von meiner bevorstehenden zukunft
geschrieben von: Lady Bathory
Meine Zeit
Der Morgen sah den Engel weinen.
Einsam saß er auf einem Grabstein.
Zerfetzte Flügel, Zeugen seines Falles.
Blutige Tränen streicheln sanft über seine Wangen.
Der Himmel weinte mit ihm, indem er sich blutrot färbt.
Ein Schwert liegt unweit von ihm.
Sein Körper gequält von unvorstellbarer Pein.
Der Ursprung seiner Gedanken.
So konnte er nicht einfach akzeptieren, lehnte sich auf.
Der Fall, die bittre Konsequenz.
Federn seiner Flügel tanzen mit dem Wind.
Sein Herz, es droht zu erfrieren.
Schauer durchjagen seinen Körper.
Was im inneren kämpft droht in umzubringen.
Meine Zukunft.
Mein Schicksal.
Es ist Zeit zu fallen, es dem Engel gleichzutun.
Es ist Zeit um Schmerz zu fühlen.
Die Zeit um zu sterben.
Das ist meine Zeit
geschrieben von: Lady Bathory
Kindestod
Wenn unschuldige Kinderseelen weinen,
doch die Eltern ihre Schreie nur verneinen.
Sie gekonnt überhören.
Wenn kleine Kinderseelen nichts mehr spüren können,
aber die Eltern ihre Kinder trotzdem berühren?
Wenn eigentliche fröhliche Kinderseelen nur noch aus Angst bestehen,
doch die Eltern zu blind sind, um zu verstehen, selbst wenn sie könnten, würden sie es übersehen.
Wenn zarte Kinderseelen kein Lachen mehr über ihre Lippen bringen können, nur noch aus einer Fratze bestehen die Zorn bedeutet,
erst dann fangen Eltern an sich zu fragen was sie tun können.
Doch ist es längst zu spät.
Denn eines haben sie sicher beiseite gedrängt,
das Kind, das nicht mehr lacht, hat sich längst selbst erhängt.
Das Kind im inneren tot, nichts mehr ist von ihm übrig.
Jetzt zeigt das Kind auf seine Eltern und lacht,
flüstert leise ihnen zu: Ihr habt mich umgebracht!
geschrieben von: Lady Bathory
Gedankliche Gedanken
Wär die Nacht erst da! Ruhig Seele sprich kein weitres Wort. Wart ab, die beste Sicherheit schenkt oft die Furcht. So hält sie mich fern vor dem Feuer der Begierde. Ein stählerner Reif umklammert mein pochendes Herz. Still, still ach verrate nicht mein Gefühl.
In fienstrer Nacht.
Kalte Nebelschwaden schweben durch das moorige Land.
So süße Träume, doch ohne freud, mein Körper kalt, meine Zukunft friert.
Ach würd mich jemand wärmen, Sehnsucht lenkt meinen Blick zu vergangenen Tagen.
So möcht mein Herz zerspringen aus purer Sehnsucht, strecke meine Hand aus um das letzte mal zu berühren was mir was bedeut. Doch einen Gedakensprung später, so leer, so schwarz...
Meine Gedanken, das letzte mal gesehen meine Begierde? Kämpfe einen bereits verlorenen Kampf?
Sprich was soll ich tun? Sprich, sprich mein Herz. Verschlossen, zerstörte Seele beherrscht vom geschundenem Geist.
Tränen rinnen quälend über blasse Haut, können Tränen lügen?
Wem soll ich schenken was im inneren lodert?
So lausche ich Geräuschen aus vergagenen Tagen, ein lächeln fernab der Gefühle.
Ist das Leben doch nur ein Traum so will ich mich hüten vor dem erwachen. Leer gelebt, verschleiertes Augenlicht, nichts wissend und doch ein sehendes Herz.. Grausames Schweigen der schreienden Welt.
Verträumte Tränen gegen die eisige Kälte der Realität, schau in mein verweintes Gesicht hinter der Maske..
Wahre Lügen umgeben vom Gewissen. So fern, so blind...
Engel Boten Gottes kommt vorbei zwar ist's eine fragwürdige Gestalt, doch bittersüß die qualvollen Flammen.
Böse, böse Gedanken locken mich, doch spended es mehr Licht als Glut das bald erlischt.
Sterben, schlafen vielleicht doch träumen?
Das unendeckte Land, der Tod, lieber weiter üble Schläge erdulden als unendecktes Land erforschen. An sich ist nichts weder gut noch böse erst das denken macht es dazu.
Was soll ich Gestalt nur tun die zwischen Himmel und Hölle dahin kriecht? Vermag ich noch eine vernünfige Antwort zu geben? Nein!!!
Mein Geist ist krank. Worte fliegen auf, der Sinn, er hat keine Schwingen, doch innere Stimmen, sie reden immerzu, so betörte Furcht erfüllt mich...
So trotz ich der Verdammnis.....
geschrieben von: Lady Bathory
Wandle durch dunkle Gassen. Regen prasselt auf mich hernieder. Regentropfen perlen von meiner Stirn rinnen über meine Nase über meine Lippen und fallen wie schwarzer Teer zu Boden. Schlürfenden Schrittes biege ich in eine Hauptstraße ein. Ja schnappt euch ne Tüte Popcorn, setzt euch hin und starrt mich an. Ein schwarzer Ledermantel sorgt doch immer wieder für Aufsehen um meine Person. Und ich machte mir einmal Gedanken das ich vielleicht seltsam sei. Doch nun, arrogantes Egodenken der Gesellschaft. Endlich habe ich es geschnallt. Die Gedanken überschlagen sich in meinem Kopf, Kälte umklammert mein Herz als ob es keinen anderen Halt geben würde. Verwandele mich anscheinend in eine reisende Bestie, schon wieder zeigt jemand mit dem Finger auf mich. Mein Freund, der Wahnsinn wird langsam aber setig größer, will mich töten. Aber will jemand meine Meinung hören? Na egal ich werd sie trotzdem preisgeben .... mir reicht's langsam, ich hab keine Lust Beute zu spielen. Dauernd will mir irgendwer das Herz rausreißen, sich an mir seinen Blutdurst stillen. Ja und zu meinem großen Glück kommt noch hinzu: Sein Appetit ist unersättlich.
Renne weiter die Straße entlang. Es kotzt mich alles an. Oh ein Auto kommt rasend schnell auf mich zu. Erster Gedanke: Spring!!! Zweiter Gedanke: Zu viel Bewegung und bevor ich den dritten entscheidenden Gedanken fassen kann ist das Auto an mir vorbeigefahren. An ja, mal wieder eine Chance verpasst. Ich bin auf der Flucht! Doch wohin eigentlich? Nun ja ich kann nicht mal sagen ob ich träume oder wach bin, woher soll ich dann wissen wo ich hin laufe? Egal. Könnte mich mal wieder volllaufen lassen, oder? Lähmender Alkohol der sich in meine Blutbahn mischt, mich träge macht und Weltenverachtung schenkt. Die Dunklen Schatten die ich mich verkrieche bergen nur noch schlimmere Monster die versuchen mir das Blut aus dem Leib zu saugen. Wen es jemand anderem geschehen würde, würde ich sehr wahrscheinlich sarkastisch drüber lachen und mich dabei Amüsieren, ok es gibt einen Gott und dies ist meine Strafe? An wir wollen mal nicht übertreiben. Nichts als Gedankenspiele. Hass empfindend und Liebe schenkend. Träume ich? Ist das Leben ein Traum? Wie schlimm ist dann erst das erwachen. Mein Verstand schreit mich an das ich endlich aufwachen soll, doch wenn ich nicht einmal hier in meinem Traum zurechtkomme, wie soll ich dann erst in dem „wirklichen Leben zurechtkommen? Scheiße ich rutsche ab in die Selbstmitleidtsphase. Ich kotze mich schon selbst an. Ich frage einen Passanten der an mir vorbeihuscht, ob er mich nicht von einer Brücke stupsen will. Ich glaube er hielt mich für verrückt als er mir den Mittelfinger zeigte. Zucke mit den Schultern. Mein Geist ist krank das wusste ich schon seit meiner ersten bewussten Minute auf Erden und seit den Besuchen bei meiner Therapeutin.
Jemand ist bestimmt einen dunklen Handel eingegangen um mich hier festzuhalten, Weltverschwörungsterorien. Doch warum sollten sie Interesse an einem Gohic in einem kleinen Kaff haben? Vielleicht bin ich zu oft beim Schwarzfahren erwischt worden?
Ich scheine gefangen zu sein in einem Labyrinth aus Alpträumen? Aber etwas stimmt nicht, es ist anders als sonst. Es fühlt sich so ... beständig, so echt, lebendig an.
Aber hier drängt sich mir die Frage auf, ob ich es ändern möchte. Normal wäre es, das Problem zu erkennen (was ich hiermit getan habe, oder?), eine Verbesserung finden (der Tod?) Und ihn durchzuführen. Ich sollte selbst eine Therapeutin werden. Ein Lächeln umschmiegt meine Lippen, die Selbstmordrate würde drastisch steigen und ich würde kein Geld verdienen. Was kümmern mich auch die anderen Menschen. Oh ja verzeiht ich sollte ja ein soziales Wesen sein, das sich in die verfuckte Gesellschaft integriert und stets das Allgemeinwohl im Kopf hat. Ich scheiße auf den Kavierteller und pisse in den Champagner.
Tz tz tz meine Lehrerin würde nun tadelnd den Zeigefinger heben und mich über den Rand der Brille abwertend anschauen. In diesen Momenten würde ich gerne aufstehen, zu ihr gehen und sie auf dem Pult verführen. Sie Festketten irgendwo, ihr die Kleider vom Leib reißen und sie scheiße geil machen. Vielleicht würde ich dann endlich mal eine gute Note bekommen oder ich könnte endlich meinen Banknachbarn scharf machen damit er mit mir schläft. Zugegebener Maßen, manchmal denke ich zu oft an Sex. Sollte ich mich dafür entschuldigen? Kann ich es überhaupt? Würde es etwas ändern? Ich denke nicht.
Endlich stehe ich vor meiner Lieblingskneipe. Mein Rüschenhemd klebt an meinem Körper fest und meine Haare sehen aus als wenn ich sie festgeklebt hätte an meinem Kopf. Ich trete ein. Lasse mein Blick umherschweifen und schaue mich nach einem potentiellen Opfer um. Aber da drängt sich mir die Frage auf ob ich überhaupt Lust auf Sex hab oder ob ich es nur tue damit ich etwas Ablenkung habe. Egal ist eh nur Fleisch und keinen Gedanken weiter mehr wert.
Nichts interessantes sitzt hier herrum. Aus den Lautsprechern dröhnt aufdringlich die Musik von Wolfsheim. Langsam schleiche ich Richtung Theke. Die Bedienung schenkt mir ein Floskelmäßiges Lächeln und stellt mir wie immer einen Rotwein hin. Eigentlich stand mir heute eher der Sinn nach berauschendem Wodka, aber egal. Ich schlürfe in meine kleine Stammecke, hinterlasse hinter mir eine tropfende Spur von kaltem Nass. Grimmig bemerke ich das auf meinem Platz zwei Teenies sich breit gemacht haben mit einem T-Shirt wo Gothic Girl draufsteht. Ich stelle mich neben sie und beobachte sie 2 Minuten mit einem finsteren Blick. Anscheinend haben sie mich bemerkt und müssen rein zufällig auf die Toilette mit all ihren Sachen. Wie passend... Ich setze mich nieder und lasse wieder einmal meinen Blick durch die Kneipe schweifen. Hier und da lecken sich ein paar rum, dort poken sie und in einer anderen Ecke versucht ein alter sack sein Glück bei einer kleinen. Er scheint auch Glück zu haben, den er stinkt schon bis zu mir nach Geld.
Ich fange an an meinem Rotwein zu nippen. Billig Rotwein, arme Studenten können sich nun mal nichts anderes leisten. Zusammengekauert sitze ich in der Ecke und denke nach. "Die Krone der Schöpfung- das Schwein, der Mensch". Denke drüber nach über die Menschheit und über das Herdenverhalten als ich einen Schatten über mir bemerke. Oh shit schon wieder irgendein männliches Wesen das mich nerven möchte. Schenke ihm ein arrogantes Lächeln, hebe meinen Kopf an und schiebe mein Kinn hervor. Das Schwanzgesteuerte Ding steuert trotzdem geradewegs auf mich zu. Scheiße. Nun ja, höre mir mal wieder zum 1.000 mal den super lustigen Spruch an: Hey so alleine hier? Im Geiste zeige ich ihm den Mittelfinger, lächle ihn nach außen hin an und antworte: Ja manchmal kommt es vor. Gelassen lässt sich dieses Ding mir gegenüber auf den Sitz fallen. Angewidert schaue ich ihm dabei zu. Er schenkt mir dieses lächeln das aussagen soll Hey Baby schau doch wie toll ich bin. Im Geiste schaue ich mich nach einem Abfalleimer um in den ich reinkotzen kann. Ich schaue ihn desinteressiert an. Irgendwie muss ich ihm diesen Blick geschenkt haben, der aussagt das ich mich für ihn interessiere. Werden Frauen immer missverstanden? Nun ja das ist wohl eine Frage die nie gelöst wird. Er fängt an zu plaudern über Musik und so. Ich tue so als kenne ich mich nicht aus, so muss ich nicht wirklich aufpassen was er sagt. Ab und zu sage ich mal ja wie interessant oder oh wie genial und er freut sich und ist stolz. Nun ja ich habe heute meinen sozialen Tag und hab keinen Bock zu diskutieren. Nach 5 Minuten hab ich meine soziale Ader überwunden und entschuldige mich bei ihm das meine Freundin auf mich masturbierende im Bett wartet und ich doch lieber zu ihr möchte um meine Zunge in sie reinzustecken. Irgendwie hat ihn das geschockt. Er schaut zu Boden plappert irgendetwas vor sich hin. Ein sadistisches Lächeln durchzuckt meine Lippen und ich denke daran ihm noch mehr davon zu erzählen, aber wie gesagt heute lasse ich meine wirklich sadistische Ader stecken. Ich bin froh das ich so ein scheiß immer erzählen kann und die mich dann in Ruhe lassen.
Ich verlasse die Kneipe ohne zu bezahlen, sie werden es schon anschreiben....
geschrieben von: Lady Bathory
...Ich gehe durch die Tür und ziehe meinen Mantel enger um mich. Ich liebe es, wenn das Leder sich eng um meinen Körper schmiegt. Schließe die Augen um den Regen auf meine Haut niederprasseln zu lassen, löse mich von allem. Bekomme auf einmal einen heftigen Stoß in die Rippen, ringe um Luft. Scheiß ich bin in der Tür stehen geblieben, die mir gerade schmerzhaft in die Seite gehauen wurde. Vor mir steht ein kleines Mädel und schaut mich verschüchtert an. Ohne ein weiteres Wort gehe ich weiter, manchmal hasse ich Small talks. Ich höre eine Entschuldigung die mir hinterhergestammelt wird. Leck mir den Arsch, schießt es mir durch den Kopf.
Ich gehe in Richtung Park. Schnellen Schrittes renne ich durch die Straße, renne dabei ein paar Leutchen um die mir finstere Blicke entgegenwerfen, doch sie kümmern mich nicht, sie sind mir egal. Am Rande des Parks angelangt fühle ich mich endlich mal etwas besser. Stille, ruhe...
Nur ein paar Huren erledigen hier ihr Geschäft. Überall liegen Spritzen und Bierdosen herum. Penner haben sich unter Zeitungen versteckt und der Dealer an der ecke wartet auf den nächsten Drogensüchtigen den er abzogen kann. Soll ich mir auch mal wieder etwas gönnen? Nein, ich lasse es lieber. Ich gehe tiefer in den park hinein. Jugendbanden tummeln sich hier herum, ich gehe Querfeld ein. Niemand bemerkt mich, doch das bin ich ja schon gewohnt. Setze mich irgendwo unter einen Baum. Schaue hoch in das Blätterwerk und lasse mich verzaubern. Die Regentropfen spielen mir eine Melodie und der Wind der rauschend über die Graswipfel streichelt, raunt die Töne hinzu. Lasse meine Gedanken laufen, spiele mit Wörtern in meinem Geiste herum. Die Liebe ist eine der Antworten, die der Mensch ersonnen hat, um dem Tod ins Auge zu blicken. Durch die Liebe rauben wir der Zeit, die uns tötet, ein paar Stunden, die wir uns manchmal zum Paradies, manchmal zur Hölle machen.
In beiden Fällen dehnt sich die Zeit und hört auf ein Maß zu sein. Jenseits von Glück und Unglück, auch wenn sie beides umfasst, ist die Liebe Intensität; sie schenkt uns nicht die
Ewigkeit, aber das Leben selbst, diesen Augenblick, indem die Tore von Zeit und Raum sich etwas öffnen: Hier ist dort und jetzt ist immer. Die Klinge blitzt in des Mondes sanftem Licht verführerisch auf. Schrecke hoch, Blitze tanzen über den Himmel. Dachte ich würde eine Klinge an meiner Kehle spüren. Rappel mich auf. Fühle mich wie auf einem Trip, schleiche schwankend Richtung Heimweg. Langsam laufe ich die Straße hinunter, bemerke die wenigen Menschen nicht, laufe durch Pfützen hindurch. Überquere eine Brücke die über eine Autobahn führt. Bleibe in der Mitte stehen und schaue sehnsuchtsvoll hinunter. Einem inneren drang folgend, klettere ich über das Geländer drüber. Halte mich noch mit de Händen fest. Ein Sprung ins Leere, ein Lustvoller Blick, Erfüllung findend. Lehne mich weiter nach vorne, die Autos rasen unter mir hindurch, niemand sieht mich. Niemand bemerkt mich hier hoch oben über allem. Langsam wird mir schwindelig und ich klettere wieder über das Geländer zurück. Ich bin zu feige um es zu wagen. Leise seufzte ich. Das Leben scheint mich doch gerne zu haben. Mir geht es immerhin gut. Mein Körper gesund, mein Gesellschaftliches Leben ok, Freunde warten auf mich und Zuhause im Bett liegt meine Liebe und wartet auf meine Heimkehr. Ein ehrliches lächeln umschmiget meine Lippen und ich bin glücklich in diesem Moment. Ich freue mich am Leben. Ich gehe weiter und höre das Auto. Ein dumpfer schmerz rast auf einmal durch meinen Körper, sehe die Welt um mich herum nur noch wie aus einem Karussell heraus. Ich falle auf den Bordstein, mein Kopf knallt auf. Ich liege da und höre gleichzeitig das Quietschen von Autoreifen. Aufgeregte Stimmen fangen an zu reden, zu kreischen und hysterische Frauen pressen sich die Hände auf den Mund. Ich liege auf dem Boden, spüre keinen Schmerz mehr.... Spüre eine warme Flüssigkeit über meine Stirn fließen. Meine Augen werden schwer und mein Blick wird trübe. Jemand spricht mich an und rüttelt leicht an mir. Stimmen reden über mich, höre wie jemand aufgeregt sagt das jemand so schnell wie möglich einen Krankenwagen holen soll aber das er denkt das jede Hilfe zu spät kommen wird. Ich will schlafen. Verpisst euch doch alle ihr Arschwixer. Schließe meine Augen mit dem wissen das ich bald wieder aufwache und mein Leben weiter genießen kann. Mit einem Lächeln schlafe ich ein.