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Home, sweet home

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geschrieben von: demelza

^^^^^^^^^^^^ home, sweet home (subtitle on: simplify your life) ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Manche träumen von dem Garten, den sie aus einem verwilderten Stückchen Erde zaubern möchten - wir gehen da einen Schritt weiter und wollen aus einer heruntergekommenen Hütte ein Schmuckstück zaubern, in dem wir ganz romantisch und puristisch, nur mit dem Nötigsten versorgt, auf Tuchfühlung mit der Natur, unsere freie Zeit verbringen möchten. Und ohne großen technischen Schnickschnack, von dem wir im "normalen" Leben glauben, daß wir ohne ihn nicht leben können. Können wir das? - so frage ich mich - ich denke schon, denn ich habe einen Traum. Mein Traum: "Ganz still ist es hier, im Hochtaunus, die Vögel schwirren um die Hütte - Rehe beobachten, wenn die Morgendämmerung heraufzieht, in den Mittagsstunden dem Bussard nachschauen, der über den Feldern kreist, in den Abendstunden dem Schlagen der Kirchturmuhr lauschen.
Zeit haben, die Stille zu genießen, Zeit für lange Spaziergänge, Zeit für Feiern mit Freunden hier draußen, Zeit um die Gedanken fliegen zu lassen, zu lesen, zu malen, zu schreiben, zu nähen, Zeit für mich und den Partner..."

Doch bevor es soweit ist, gibt es noch so viel zu tun - eine völlig verwahrloste, zugemüllte Hütte, die wir umsonst bekommen haben und nur noch bewohnbar machen müssen. Daran schließt an ein Stückchen Garten, das einst bestimmt einmal geblüht hat, aber nun völlig zugewuchert ist. All die schönen Pflanzen sind verschwunden, der Weg übersät mit Stolperfallen, losen Balken, die völlig ohne Sinn und Verstand verstreut wurden. Und überall nur stapelweise Holz, das einmal in gutem Zustand angeschafft und hier gelagert wurde, achtlos liegengelassen - dem Verfall preisgegeben. Mein Traum: "Kräuter, die wir in der Küche brauchen sowie Bärlauch und Waldmeister anpflanzen - nicht viel, nur das notwendigste". In einer verwilderten Nische, auf einer Leiter thronend, finden wir ein Nest mit fünf Eiern. Lassen wir dem Vogel seine Ruhe und hoffen wir, daß die Eier noch dieses Frühjahr ausgebrütet werden

Sachen in der Hütte, die gewiß einmal ihrem Besitzer etwas bedeutet haben, die er aber hat verrotten und die deshalb ihren Wert nicht mehr erkennen lassen. Hinter verdreckten Möbeln eine Vogelleiche - ein armes Ding, das durch eine Luke hinter die Verkleidung gefallen ist und den Weg hinaus nicht mehr gefunden hat. Mir blutet das Herz. Der Kühlschrank, einst in Betrieb, doch da er schon jahrelang nicht mehr läuft, kann man sich vorstellen, in welchem Zustand sich sein Inhalt befindet - der voller Kleidung hängende, aber völlig nasse Kleiderschrank, weswegen die Kleidung auch völlig ruiniert und dahin ist - weitere Einzelheiten möchte ich mir hier ersparen, denn sonst wird mir wieder übel.

Zwischen Müll und Gerümpel finden sich Papiere und Unterlagen des Vorbesitzers - ich hasse es, im Leben eines anderen herumzuwühlen; schließlich hielt sich hier einst ein Mensch auf, der Träume, Wünsche und Ziele hatte. Hat er sie noch? Und wird er es nicht hassen, wenn er wüßte, dass andere die Stationen seines Lebens sezieren? Ich überwinde meine Neugier und lege die Fundstücke in einen Karton, so lange, bis er voll ist, schließe ihn und verstaue ihn an einem sicheren Ort; so geht es weiter, Karton für Karton - bis der Unterstand gefüllt ist. Dann kurz durchatmen, und weiterarbeiten.

Es gibt noch so viel zu tun, ein weiter Weg liegt noch vor uns. (Samstag, 6. Mai 2006).



geschrieben von: demelza

^^^^^^^^^^^^ it feels just like I'm walking on broken glass ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Glaswolle... überall Glaswolle: Andy hat die oberste Schicht des Fußbodens abgetragen, und ans Tageslicht kommt dieses fusselige Zeug, kriecht in jede Pore, legt sich auf Haut und Atemwege und verursacht ein absolut widerliches Gefühl.

Voller Elan haben wir am Mittwoch mit dem Räumen angefangen – und jetzt? Trotz der rapide anwachsenden Schrotthaufen (einer für Holz, einer für Plastik und Metall) und der sich merklich leerenden Hütte schleicht sich bei mir das Gefühl ein, nicht wirklich etwas geschafft zu haben, irgendwie scheint die Zeit davonzufliegen – und abends bin ich dann am Ende meiner Kräfte. Irgendwie paradox...

Der Fußboden wankt und wackelt bei jedem Schritt, die Decke hängt nach unten durch, durch die Bodenplatten dringt Nässe. Hier war eindeutig Pfusch am Werk, und wir dürfen's nun beseitigen, um uns hier später wohlfühlen zu können. Trotz der ganzen Strapazen (im Moment habe ich lahme Arme vom Boden- und Herdscheuern) bin ich zuversichtlich, daß wir den Traum doch verwirklichen können, da wir ein idyllisches Fleckchen Erde entdeckt haben: Wald und Felder, blühende Bäume ringsum, ein Weiher, an dessen Ufer knorrige Weiden stehen, viele Vögel.

Dann sehe ich zufällig das Nest hinter der Hütte: umgekippt, die Eier kurz vorm Hinauskullern – oder sind sie schon hinausgefallen? Ich glaube fast, hier wird nichts mehr ausgebrütet. Kein so gutes Gefühl, hatte ich mich doch schon auf piepsenden Nachwuchs gefreut... (Montag, 8. Mai 2006).



geschrieben von: demelza

^^^^^^^^^^^^ purple, rain - purple rain ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^


Eigentlich wollte ich auf meiner Fahrt zu unserem Idyll im Auto mal wieder eine CD von The Cure (Disintegration) hören, doch dann werden die Straßen hinter der Saalburg zu holperig, und mein CD-Player spuckt die Scheibe wiederholt aus, so daß ich nun zwangsweise auf das Radioprogramm angewiesen bin. „purple rain, purple rain“, schallt es mir entgegen – während draußen ein wahrer Wolkenbruch, begleitet von Blitz und Donner über dem Land niedergeht. Wie passend, denke ich, wie überaus passend. Als ich dann nach 40minütiger Fahrt ankomme, ist das Schlimmste vorbei, und frische, gereinigte Luft schlägt mir entgegen. Vergessen sind die Anstrengungen meines Arbeitstages, und ich freue mich, Andy wiederzusehen, der hier oben seit gestern zum Renovieren ausharrt, während ich wieder meiner täglichen Arbeit nachgehe.

Er scheint gut voranzukommen. Gut ein Drittel des Bodens ist so gut wie neu – es duftet nach frischem Holz (auch wenn es nur Platten sind) – dumm nur, daß der Schaukelstuhl wegrutscht, wenn ich mich hineinsetzen möchte. Egal, noch ist kein Linoleum drauf, das wird schon noch. Aber besonders hell ist es inzwischen auch nicht mehr, und der Hunger plagt mich – also machen wir uns ein schnelles Essen aus der Konservendose, das wir gemeinsam verzehren, bevor ich mit einer Ladung Gläser zum Spülen wieder nach Hause fahre. Diese Nacht werde ich wieder alleine in unserer Wohnung verbringen – er alleine in der Hütte; es muß kalt da oben sein – ich werde es in zwei Tagen auch erleben, wenn ich ihn wieder besuche, um ihm etwas leckeres zu kochen.

(Dienstag, 9. Mai 2006).



geschrieben von: demelza

^^^^^^^^^^^^ Die kleine Kneipe draußen am Teich (Untertitel: die Planung einer Sternwarte) ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Meine erste Nacht draußen, fern von zu Hause, an einem Ort, an dem sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen – oder doch eher Bussard und Krähe? Es gibt hier draußen nämlich ein Traumpaar, das seinesgleichen sucht: Abend für Abend zieht ein Bussard seine Kreise über den Feldern, begleitet von einer Krähe, die sich ihn wohl als Traumpartner auserkoren hat – und so können wir allabendlich eine Flugshow allererster Güte beobachten, während in den nahen Tannenspitzen ein Rotkehlchen seinen Abendgesang anstimmt.t Noch immer fasziniert mich, daß Vögel hier sehr zutraulich sind und keine Scheu vor uns Menschen zu kennen scheinen. Am blaßblauen, fast noch taghellen Himmel kann ich den Vollmond sehen und wünsche mir, ich könnte dieses friedliche Bild für immer festhalten.

Doch natürlich ist das nicht möglich, und so beschließen Andy und ich, erst einmal unser Abendbrot zu verzehren, solange noch Sonne da ist – und anschließend in der dem Platz angeschlossenen Kneipe ein Bierchen zum Feierabend zu trinken. Wir reden über Gott und die Welt und lernen nach und nach auch die anderen Leute kennen, die hier draußen ihre Freizeit verbringen, ein Grüppchen, das sich schon seit Jahren zu kennen scheint und neugierig uns, „die Neuen“ beäugt. Nach einem kurzen Plausch mit uns widmen sie sich wieder ihrem Würfelspiel. Irgendwann siegt dann aber auch die Müdigkeit, und wir stapfen den hell vom Mond erleuchteten Weg zu unserer Hütte zurück. Laternen fehlen hier zum Glück gänzlich, so daß ich ausgiebig den klaren, von abertausenden Sternen übersäten Himmel betrachten kann. „Das da oben ist der Jupiter“, höre ich Manfred, einen uns lieb gewordenen, guten Freund sagen und konstatiere, daß wir genau hier oben unser Teleskop aufbauen sollten.

Noch ist es in der Hütte warm, deswegen schlüpfe ich auch rasch in den Schlafsack und kuschele mich neben meinen Andy, der mich zuvor noch vor der Kälte gewarnt hat. Und tatsächlich ist es eine trügerische Wärme: Obwohl es mir zunächst scheinbar wärmer vorkommt als in unserem Zelt letztes Jahr auf dem Mera Luna, muß ich irgendwann in der Nacht aufs Stille Örtchen außerhalb der Hütte und dabei feststellen, daß meine Füße mittlerweile eiskalt geworden sind. Hu, wie ist das auf einmal kalt hier draußen *brrr* - ich komme zu der Erkenntnis: So schön sternklare Nächte auch sind, so kalt sind sie auch.

Am nächsten Morgen hilft nur noch starker, schwarzer Kaffee, um wieder unter die Lebenden zurückzukehren, und eine schöne heiße Dusche – aber die nehme ich besser zu Hause. (Freitag, 12. Mai 2006).



geschrieben von: demelza

♪♪♪♪♪♪♪♪♪ Hurra, wir leben noch ♪♪♪♪♪♪♪♪♪

Undichte Gasleitungen sind nun mal kein Spaß - aber wozu gibt es Baumärkte, in denen man das richtige Werkzeug für die Reparatur bekommt? Dummerweise halte ich mich an solchen Orten höchst ungern auf, und seit Samstag weiß ich auch wieder, warum:

Ein auf den ersten Blick überwältigendes und doch gutsortiertes Angebot scheint es hier zu geben, aber... Lampen und Pumpen sind hier nur auf 220 Volt ausgelegt - wer Solarstrom bezieht, um sein Campingmobil oder sein Wochenendhäuschen mit Energie aus der Sonne bezieht und daher mit weniger Spannung auskommt, ist im Baumarkt falsch. Ich glaube, wir werden demnächst beim Campingausstatter Stammkunden.

Aber das sind nur so kleine Sachen, die uns nicht davon abbringen, daß unsere Entscheidung richtig war - ländlicher Nestbau ein Eigenregie, auch wenn es so manche Schwierigkeiten und unvorhergesehene Probleme gibt. (geschrieben am Montag, 15. Mai 2006)



geschrieben von: demelza

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ Geh' wohin Dein Herz Dich trägt ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Die Mauersegler sind zurück – allerdings wohl nur in Offenbach, jedoch nicht in Eschbach, aber dafür habe ich gestern abend, als ich Andy besucht habe, meine erste Fledermaus für dieses Jahr gesichtet. Jedenfalls glaube ich, daß es eine war, die lautlos an mir vorbeihuschte (für ein Insekt war das Tier zu groß und für einen Vogel zu klein). Leider blieb es nur bei der einen – mein Warten auf weitere Tiere dieser Art war vergebens, trotzdem war es schön, einfach stehenzubleiben und die Ruhe in der Dämmerung zu genießen. Da war niemand, der einen zutextete oder einen mit Radiogedudel belästigte – auch Flugzeuge waren fern bzw. nur als undeutliche Punkte tausende von Metern über mir auszumachen...

Die Ruhe ist es auch, die unseren Nachbarn aus Ostfriesland, nach Eschbach gezogen hat. Gestern abend habe ich ihn kennengelernt. Fokko, so heißt der gemütliche Herr, ist jahrelang zur See gefahren und hat uns Geschichten aus seiner Zeit auf See erzählt, während wir zusammen den von ihm zubereiteten Ostfriesentee zu uns nahmen. Obwohl er hier nette Menschen getroffen hat, sagte er, so wäre seine wahre Heimat doch in Leer. Es ist vielleicht doch etwas dran an der Redensart „Heimat ist da, wo das Herz zuhause ist“ , ein faszinierender Gedanke, da sich mein Herz an verschiedenen Orten der Welt zuhause fühlt, so daß ich mir manchmal wünsche, ich könnte mich teilen oder klonen...

Welch wirre Gedanken, was für ein Chaos (nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich) – aber so langsam kehrt nun doch eine erkennbare Ordnung in das äußerliche Chaos ein, da Andy fleißig den Pfusch beseitigt, den der Vorgänger hinterlassen hat. Hinter den dilettantisch tiefer gehängten Deckenpaneelen versteckt sich ein Giebeldach, das Andy nun vernünftig isoliert und so instand setzt, wie es sein sollte. Irgendwie erinnert mich die Konstruktion an eine Scheune, nur daß sich kein Heu darin befindet. Obwohl: Schlafen im Heu, das hätte durchaus auch seinen Reiz, aber unsere Matratzen, die uns ein wohlgesonnener Mensch geschenkt hat, sind auch recht bequem. (Freitag, 19. Mai 2006).



geschrieben von: demelza

Heute erreichte mich eine SMS, die mich ganz besonders gefreut hat: Die beiden Vögel, die sich eifrig ein Nest in der Tannenhecke hinter unserer Hütte gebaut haben, sind ab heute stolze Eltern.

Hoffentlich sind sie bis Samstag noch da - dann geht's mit unserem Nestbau weiter...


In der Zwischenzeit erfreue ich mich an "meinem" Baum: http://www.german-gothic-board.de/4images/data/media/3/Baum1111.jpg und http://www.german-gothic-board.de/4images/data/media/3/BAUM22.jpg

Damit ich mich immer erinnere...



geschrieben von: demelza

Müde und erschöpft...

... was für ein Wochenende. Zunächst das Schöne daran: ich habe sie gesehen - pelzige, kleine Gesellen, die sich lautlos und pfeilschnell durch die Dämmerung bewegen, auf der Jagd nach Insekten, die sich besonders tief über der Erde tummelten.

Fledermäuse - sie werden, so scheint's, zu meinen ständigen Begleitern in den Abendstunden, was mich sehr freut. Denn wann habe ich schon einmal Gelegenheit zur Beobachtung dieser faszinierenden Flugkünstler? Den Nieselregen, der mich langsam tränkt, empfinde ich nun gar nicht mehr als so unerträglich wie ich dachte. Im Gegenteil, die Luft riecht ganz anders - so frisch, und so bleibe ich noch eine Weile im Freien. Noch friere ich nicht, und zur Not kann ich ja auch jederzeit in Windeseile in meine kuschelige Koje schlüpfen.

◊◊◊ wenig später ... ◊◊◊

Schon komisch, wie man sich in völliger Dunkelheit fühlt. Normalerweise ist der Himmel nachts so hell, daß ich mich problemlos draußen ohne zusätzliche Lichtquellen zurechtfinde - auch wenn es mal bewölkt ist oder der Mond nicht scheint. Lichtverschmutzung sagen Fachleute dazu - und tatsächlich hat der Himmel für mich, die ich in der Stadt lebe, nachts eine schmutziggraue, orangestichige Farbe.

30 km von Frankfurt entfernt aber fehlen plötzlich diese Myriaden von Straßenlaternen, und der lichtgeflutete Flughafen ist auch weit weg - der Himmel wirkt hier tatsächlich schwarz. Aber nun sind wir in unserer Hütte, wo die Fenster durch Planen und Vorhänge verhängt wurden, mit dem Ergebnis, daß es stockfinster ist. Normalerweise gewöhnen sich meine Augen an die Lichtverhältnisse. Doch was sollen sie sehen, wenn es nichts zu sehen gibt außer Schwärze? Die Dunkelheit und das Eingeschlossensein verursachen ein ganz seltsames Gefühl. An Einschlafen ist dabei nicht zu denken - also reiße ich die Vorhänge wieder auf - und tatsächlich: es wird Licht, wenn auch nur ganz wenig. Erleichterung bei uns beiden - für einen Moment fühlten wir uns fast schon wie lebendig begraben.

◊◊◊ Und dann kam der Regen, ◊◊◊
prasselte gegen die Außenwand, an der ich lag und wiegte mich in den Schlaf.

(Sonntag, den 28. Mai 2006)



geschrieben von: demelza

Randnotiz des Tages

Heute - am 5. Juli 2006 - wurde der Limes im Taunus von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt, fast ein Jahr nachdem der Landesarchäologe und Saalburgdirektor Prof. Dr. Egon Schallmayer auf gut lateinisch ausrief: "HABEMUS UNESCO HEREDITATEM MUNDI" - was soviel heißt wie: Wir sind Welterbe, "Dank an alle, die mitgeholfen haben! Wir sind überglücklich."

(Quelle: www.saalburgmuseum.de/aktu/pm/sb160705.htm)


ich möchte diesen Gedankenfaden gerne festhalten und an späterer Stelle das Thema Kulturdenkmäler und ihre Auswirkungen auf mich noch einmal aufgreifen...



geschrieben von: demelza

°°°°° Ich spendiere unseren Fröschen eine Dusche °°°°

Während Andy an unserer Hütte die letzten Außenarbeiten (Abriß eines platzverschlingenden Vorbaus
und Reparatur des Daches von außen) beginnt, habe ich die ehrenvolle Aufgabe, allabendlich den Garten
zu bewässern. Ein abendliches Ritual vor dem Schlafengehen, bei dem ich die kühle Luft genießen, die
Frösche in unserem Teich und die am Himmel kreisenden Mauerseglern bei ihren rasanten Flugkunststücken
beobachten kann. Zeit, inmitten all der Hektik innezuhalten, Luft zu schöpfen und neue Kräfte zu schöpfen.

Heute abend bin ich etwas später als sonst hinausgegangen - und erspähe sie: zwei hübsche, braungestreifte Frösche, die auf unserem Rasen sitzen - als ich mich nähere, hüpfen sie in großen Sprüngen von dannen, während ich mit dem Gartenschlauch hinterherlaufe, um sie zu begießen. Meine Dusche, die ich ihnen spende, scheinen sie zu genießen, dennoch sieht es so aus, als ob sie mir nicht über den Weg trauen. Es sind eben scheue Tiere, denen der Fluchtinstinkt angeboren zu sein scheint.

Ganz anders unsere stacheligen Freunde, die Igel, die ich am Wochenende im Garten bei Freunden entdeckt habe. Als sie meine Gegenwart in ihrer Nähe registrierten, rollten sie sich zu einer Kugel zusammen und stellten sich tot.

(geschrieben nach längerer Abwesenheit, da mein Gehirn wie leer war und es mir an jeglicher Energie mangelte, am Mittwoch, den 05. Juli 2006)



geschrieben von: demelza

Ein schöner Tag - Augenblicke, die ich nie vergesse

Momente, die ich immer festhalten möchte, aber nicht immer habe ich so viel Erfolg wie an jenem Abend:


http://www.german-gothic-board.de/4images/data/media/3/NWabend20.jpg

und

http://www.german-gothic-board.de/4images/data/media/3/NWabend10.jpg


... auch das Leben in der Stadt kann seine schönen Seiten haben.



geschrieben von: demelza

Gemischte Gefühle

Es ist schon merkwürdig; da nenne ich meinen Blog "Home, sweet home" und halte in immer unregelmäßigeren Abständen meine Gedanken fest, während ich so über den Nestbau nachdenke und versuche, mich in unserem kleinen Idyll einzuleben bzw. dort heimisch zu werden --- und dann packt mich doch wieder das Reisefieber, da eine Freundin uns heute gefragt hat, ob wir sie nicht in Windsor besuchen möchten.

Jubel, ich habe noch 2 Wochen Urlaub, den ich eigentlich mit Andy in unserem Eschbacher Idyll verbringen wollte, und zwar mit baden, wandern, faul im Schaukelstuhl herumlümmeln => War geplant, ätschibätschi :q Es folgt die große Planumstellung! :q

Machen wir also aus 2 Wochen Eschbach (mit einem Tag zu Hause zwischendurch) eine Woche Eschbach, 1 Tag Zwischenstopp zu Hause, und eine Woche UK.

Ergebnis: Nun sitze ich schon seit Stunden hier und suche im Internet einigermaßen sinnvolle Fährverbindungen nach England.

Halt. Stop. Time-Out. was tue ich hier eigentlich???
:eek: Gespaltene Gefühle - Gespaltener Urlaub ??? Es lebe die Sprunghaftigkeit, es lebe das Durcheinander (als ob mein Leben nicht schon durcheinander genug wäre...)
Schade, daß ich mich nicht zerteilen kann.



geschrieben von: demelza

Das Jahr fliegt nur so dahin, und die Abstände zwischen meinen Tagebucheinträgen werden immer länger. Wollte ich nicht die in unserem Ferienidyll gefundenen Ölfarben längst schon ausprobiert haben?

Nun, statt mit Ölfarben male ich nun mit Acrylfarben und habe begeonnen, die Landschaft in Eschbach nachzuzeichnen, bevor ich sie male... Doch zuvor habe ich diese Fotografie aus der Eifel als Vorlage ausgesucht...

http://www.german-gothic-board.de/4images/data/media/3/Vorlage_zur_Winterlandschaft.jpg

... und danach eine Winterlandschaft gemalt:

http://www.german-gothic-board.de/4images/data/media/16/WL1.jpg

Es lebe der Impressionismus: Der Winter kann auch seine schönen Seiten haben, man muß sie nur finden und genießen.



geschrieben von: demelza

Zitat:
Original ~geschrieben, als ich nicht wußte, wie mir geschieht...
Gemischte Gefühle

Es lebe die Sprunghaftigkeit, es lebe das Durcheinander (als ob mein Leben nicht schon durcheinander genug wäre...) Schade, daß ich mich nicht zerteilen kann.




... und nun ein Sprung in eine andere Dimension, denn das Ende der Zerrissenheit naht. In den letzen Wochen seit Jahresbeginn ist mir klargeworden, daß sich in meinem Leben etwas ändern muß, denn dieses Hin und Her war kaum mehr auszuhalten. Das ewige Pendeln zwischen unserer Wohnung und dem Haus meiner Mutter, die dank eines Schlaganfalls vor 9 Jahren ständig Hilfe braucht, geht auf Dauer an die Substanz (auch an die finanzielle).

Innerlich hatte ich mich wohl schon länger darauf eingestellt, wieder in das Haus meiner Mutter zurück zu ziehen, hatte mich aber irgendwie noch nicht so recht getraut, das Vorhaben auch in die Tat umzusetzen ~ doch nun ist der erste Schritt getan: Die Mietwohnung habe ich zum 30. Juni gekündigt, nun gibt es kein Zurück mehr.

Einen Teil unserer Möbel haben wir schon im neuen Domizil; nun sind die vielen persönlichen Dinge, die sich in 14 Jahren so angesammelt haben dran und auf dem Prüfstand: Woran hänge ich noch, und wovon kann ich mich leichten Herzens trennen?

Doch dieser Weg wird kein leichter sein - es wird nicht einfach werden, bei manchen Dingen zu entscheiden, was darf mit umziehen, und was muß fort. Und wenn es fort muß - wohin?

Ich glaube, mein wunder Punkt sind die Unmengen von Büchern. Wie stellte Andy so treffend fest: "Ich staune, wie in eine so kleine Wohnung die Bibliothek von Alexandria hineinpaßt".
Nun ja, ich gestehe, und ich bekenne mich schuldige - aber viele davon sind mir lieb und teuer und existieren in unterschiedlichen Ausgaben. Andere wiederum waren schlicht und einfach Fehlkäufe, und bei der dritten Kategorie ist es mir nach Jahren noch geradezu peinlich, daß ich mich auf so ein Groschenroman-Niveau begeben habe.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ geschrieben am Ostersamstag des Jahres 2007 ~~~ Fortsetzung wird folgen.



geschrieben von: demelza

Die Verknüpfung loser Enden

Zitat:
Original geschrieben von mir
Randnotiz des Tages
... ich möchte diesen Gedankenfaden gerne festhalten und an späterer Stelle das Thema Kulturdenkmäler und ihre Auswirkungen auf mich noch einmal aufgreifen...



Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich unter den sämtlichen Habseligkeiten des Vorbesitzers unseres Freizeithäuschens eine Bröschüre über Flurdenkmäler in Hessen gefunden ~ daraus resultierte für mich, daß ich mir ein Buch aus einem Online-Antiquariat bestellte, in dem sämtliche Steinkreuze in Wald und Flur aufgeführt sind. Ein Verzeichnis über Zeitzeugen unserer Vorfahren - steinerne Bildnisse, hinter denen sich die unterschiedlichsten Geschichten und Sagen verbergen. Historische Begebenheiten und zusammenfabulierte Märchen, die sich in alter Zeit die am Spinnrad arbeitenden Frauen erzählten, wenn ihnen die Zeit zu lang wurde.

Nun, da der Frühling und der Sommer nahen, ist es für mich an der Zeit, dieses Kleinod wie einen Schatz zu hüten und mich meinerseits zum eigenen Pläsir auf Schatzsuche zu begeben und nach diesen Flurdenkmälern zu suchen.


~~~~~ auch hier wird es eine Fortsetzung geben ~~~~~



geschrieben von: demelza

Mitten in der Natur...

Nun ist ein Jahr vergangen, seit wir unser kleines Stückchen Paradies gefunden haben, und nun, da die schlimmste
Arbeit getan ist, freue ich mich schon auf unseren ersten Urlaub in
der "Wildnis".

Daß wir fast mitten in der Natur sind, wurde mir am Wochenende so richtig bewußt, als ich mitten in der Nacht ein seltsames Blöken aus der Dunkelheit heraus bemerkte. Daß da ein Tier umherstreunte, stand für mich fest. Aber Geräusche, deren Ursache ich nicht festellen kann, flößen mir Respekt ein... Hatte sich ein Schaf verlaufen? (Komisch, eine Schafherde war den ganzen Tag über weit und breit nicht zu sehen gewesen, und die Wahrscheinlichkeit, daß ein einzelner Hammel durch die Hügel irrte, hielt ich für sehr klein.

Vermutlich war es doch ein Rehbock, der durch das Naturschutzgebiet streifte ~ denn diese Tiere wagen sich erst im Schutze der Dunkelheit aus dem nahen Wald heraus. Als mir dieses Licht aufging, war ich beruhigt.

Ich glaube, ich sehe Gespenster oder werde so langsam paranoid...



geschrieben von: demelza

drei Jahre sind vergangen... Zeit, den verloren geglaubten Faden wieder aufzunehmen. Sind es wirklich schon drei Jahre? Mit jedem Tag meines Lebens scheint es mir, als ob die Zeit immer schneller und schneller vorbeiflöge...

schon wieder ist ein halbes jahr vergangen, und doch scheint es mir, als wären es nur wochen.



geschrieben von: demelza

es ist 00:02 Uhr. ein neuer morgen. das fenster ist weit offen, von draußen dringt kein ton, außer dem emsigen pling pling pling der uhr meiner nachbarin. jede viertelstunde. das komische daran: kein fluglärm, nur ein monotones, weit entferntes rauschen von der autobahn.

es war ein langer tag - mit viel arbeit im büro, und mit noch mehr arbeit zu hause. kirschen wollen gepflückt werden, getrocknete melisse und minze in dosen umgefüllt - wäsche gewaschen - stoffe eingefärbt bzw. gebatikt. so langsam bekomme ich do-it-yourself-ambitionen. am liebsten alles selber machen. na ja, nicht alles, aber vieles.

und dann warten da noch eine menge unvollendeter projekte wie z.b. das unvollendete puzzle, das ich mir in einem anfall von größenwahn zugelegt und angefangen habe, und das jetzt da in einem kleinen zimmer auf dem boden liegt und darauf wartet, von mir fortgesetzt zu werden. mir scheint, als warte jeder auf mich oder auf irgend etwas.

das leben in der warteschleife, durchzogen von to-do-listen. manchmal muss es sein - dann wieder lieber gar nichts tun. ein ständiges auf und ab, voll und leer, bunt und trist - und alles parallel und gleichzeitig.

der kommende tag - wie wird er sein? im moment steht nur der abend für mich fest. während zwei mannschaften gegeneinander kicken, steige ich in mein auto und mache mich auf in den taunus, zu unserer oase der stille.


-ende der durchsage für heute-



geschrieben von: demelza

you would not believe your eyes if ten million fireflies lit up the world as I fell asleep... 'cause they fill the open air, leave teardrops everywhere... you'd think me rude but I would just stand and stare

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Ich habe sie gesehen... Glühwürmchen und Leuchtkäfer ...

Leuchtkäfer/Lamprohiza: "... " (http://commons.wikimedia.org/wiki/Lamprohiza) sie kauern in den Büschen rund um den Weiher, an den es mich in jeder Frühlings- und Sommernacht immer dann zieht, wenn die Frösche ihre sonoren Stimmen ertönen lassen. Und seit der morsche Baum auf der Freifläche vor unserer Hütte gefällt wurde, haben die Fledermäuse ihre Flugroute geändert und sind vermehr um den Weiher herum zu finden.

Zunächst waren sie mir gar nicht aufgefallen, denn es waren die Glühwürmchen mit ihrem Tanz im Abendhimmel, die meine Aufmerksamkeit auf sich zogen, doch dann schaute ich nach unten, und da saßen sie dann, zartgrün und fein leuchtend, um einen Partner werbend, in der Dunkelheit:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6b/Leuchtk%C3%A4fer_-_Firefly.JPG/800px-Leuchtk%C3%A4fer_-_Firefly.JPG

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Und ich möchte dem danken, der dieses wunderschöne Bild unter der Rubrik Lamprohiza veröffentlicht hat.

"Kleine Leuchtkäfer, Gemeine Glühwürmchen oder Johanniswürmchen (Lamprohiza splendidula) sind Käfer der Familie der Leuchtkäfer (Lampyridae)... Man findet das gemeine Glühwürmchen in Wiesen, Gärten und Parkanlagen im gemäßigten Europa bis weit nach Asien hinein. Im Norden werden sie seltener. Zur Schwärmzeit, also in warmen Sommernächten im Juni und Juli, sieht man sie noch in einigen Gegenden häufig. Ihre Zahl ist jedoch in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen." (http://de.wikipedia.org/wiki/Lamprohiza_splendidula)

Schade - denn dieser wunderbare Anblick läßt jedesmal fast mein Herz stehen. Ich kann dann auch nur noch stehenbleiben und diese Schönheit fasziniert anstarren.

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geschrieben von: demelza

Lamprohiza - Freitag - :-)
Pantheropis guttatus - Donnerstag/Freitag/Samstag/Sonntag

Wenn Glühwürmchen in der Stille tanzen - dann ist das ein wunderbarer Anblick, der mein Herz erwärmt

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Manchmal schreibt man im Zorn Worte nieder, die man lieber nie gesagt hätte. Wie schön, dass es eine Editierfunktion gibt - deshalb habe ich beschlossen, die schönen Erlebnisse niederzuschreiben anstatt mich über ärgerliche Nichtigkeiten aufzuregen.

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geschrieben von: demelza

Pantheropis guttatus -> Kornnatter


Wir haben Nachwuchs. Endlich. Genauer gesagt, nicht wir, sondern unsere Schlangen haben ihn, aber da sie keine Brutpflege betreiben, liegt es in unserer Hand, den Neuzugang in unserer Familie großzuziehen.

Alles begann voriges Jahr, als sich unsere beiden Kornnattern namens Persephone (ein rot-graues Weibchen) und Hades (ein schwarz-weißes Männchen) sich paarten. Im Sommer legte Persephone dann insgesamt elf Eier, die wir in einem selbstgebastelten Brutkasten ausbrüten wollten. Tag und nacht brannte die Wärmelampe, und wir versuchten, die Luftfeuchtigkeit gleich zu halten; aber vergebens. Die Eier, zum größten Teil unbefruchtet, verdarben, und wir vergruben sie schweren Herzens im Garten.

Dieses Jahr hingegen ließen wir der Natur ihren Lauf: Die Eier beließen wir an Ort und Stelle und bedeckten sie lediglich mit ein wenig Streu. Und siehe da: Im Juli gelegt, schlüpfte Ende September ein winziges Schlängelchen aus einem der Eier – von uns erst bemerkt, als sich der winzige Neuzugang bereits gehäutet hatte. Da lag die Haut bereits einige Tage im Terrarium, was bedeutet, dass der oder die Kleine bereits gute zwei Wochen von uns unentdeckt dort gelebt haben mochte.

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Am Donnerstag, den 7. Oktober, erspähte ich ihn dann rein zufällig. Als wir dann das Terrarium durchsuchten, um ihn in ein kleineres, seiner Größe angemessenes Behältnis umzusetzen, entwischte er uns auf raffinierte Weise. Irgend jemand hatte einmal gesagt, Kornnattern wären Ausbruchskünstler – und hier bewahrheitete sich dieser Spruch zu meiner großen Enttäuschung. Den ganzen Abend und den folgenden Tag machte ich mir Vorwürfe, daß ich nicht besser auf ihn geachtet hatte.

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Freitag, der 8. Oktober:

Ein Wunder geschah. Am Abend fand ihn dann meine Mutter ein Stockwerk tiefer, am Fuße des Treppenaufgangs, wo er sich zusammenrollte, als sie ihn anstupste. Flugs fing ich den kleinen Ausreißer, den wir inzwischen insgeheim „das Phantom“ getauft hatten, ein und setzte ihn in das für ihn reservierte Behältnis, in dem auch schon ein mit ein wenig Wasser gefüllter Eierbecher auf ihn wartete. Überglücklich und beseelt, betrachteten wir das winzige, geringelte Geschöpf mit der für Kornnattern charakteristischen Kopfzeichnung in Form eines Ypsilons. Das erste, was er dringend brauchte, war Futter.

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Samstag, der 9. Oktober:

So ein kleines Tierchen benötigt natürlich sehr kleine Futtertiere – in diesem Fall nestjunge, unbehaarte Mäuse, wegen ihrer rosa Farbe auch Pinkies genannt. Also führte uns am Samstagmorgen unser Weg direkt nach dem Aufstehen nach Friedrichsdorf im Taunus, wo wir für gewöhnlich unsere Futtertiere kaufen. Dort erstanden wir auch ein kleines Terrarium, feine Streu, ein Stück Rinde (unter das sich das Tierchen zurückziehen kann), einen kleinen Trinknapf und eine kleine Wärmelampe. Und dann kam der spannende Moment der Fütterung. Würde unser kleines Phantom den Pinkie auch annehmen? Oder würde er zu den Futterverweigerern gehören? Dann hätten wir allerdings ein ziemliches Problem, denn so eine Zwangsfütterung ist kein Spaß.

Mit einer Pinzette hielt Andy den winzigen Pinkie in die Box hinein, in der sich unser Phantömchen munter hin und her schlängelte. Sofort begann der Kleine dem Geruch des Pinkies zu folgen und nach dem Futtertier zu schnappen. Dann ließ Andy den Pinkie fallen, wir verschlossen die Box mit dem Deckel und verließen den Raum für eine Weile. Als wir wiederkamen – hurra! - war der Pinkie verschwunden, und das Phantömchen hatte eine auffallend gewölbte Stelle in der Mitte des Leibes. Er hatte gefressen. Herzlichen Glückwunsch.

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Sonntag, der 10. Oktober:

Nun hoffen wir, daß die nächste Fütterung, die am kommenden Dienstag ansteht, genauso reibungslos abläuft. Und wenn der Kleine viermal gefressen hat, können wir ihn als über den Berg betrachten.



geschrieben von: demelza

Zitat:
Pantheropis guttatus -> Kornnatter


Leider habe ich noch kein eigenes Foto von unserem Kleinen, aber im Internet bin ich fündig geworden: Ein rot-weiß gemusterter Schlüpfling, gefunden auf:

http://www.kornnatter.de/albums/use...dd788d8%7E0.jpg

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geschrieben von: demelza

Unser kleines Baby... nun sind sieben Wochen vergangen, und mit dem Phantom, das am Tage seiner Entdeckung wie ein weiß-rotbrauner Wollfaden aussah, hat er kaum noch etwas gemeinsam. Denn nun ist er mittlerweile gewachsen, hat mehrmals gefressen und sich zum zweiten Male gehäutet.

Die leere Haut mißt ca. 30 cm, also wird der Kleine kaum mehr als 25 cm lang sein.



geschrieben von: demelza

Nachwuchs... etwas neues wächst nach... das alte lasse ich hinter mir, und somit auch diesen Pfad... auf dass ein neuer erwache... in 2011

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Ich habe sie heute nicht gesehen... die partielle Sonnenfinsternis des 04.01.2011 ...

„Schwedischer Sonnenreigen: Technischer Natur ist hinter dieser Aufnahme aus Stockholm. Das Foto wurde durch eine doppelt verglaste Scheibe geschossen, die die Sonnenfinsternis über der schwedischen Hauptstadt mehrfach spiegelt._ Stellares Dauemenkino: Die unterschiedlichen Phasen der partiellen Sonnenfinsternis über Wien versammelt diese Montage“.

http://thumb1.ftdcdn.de/preview/Image/2011/01/04/reihe.500x366.jpg

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Leider hing der Himmel voller Wolken. Dank dem, der trotzdem Aufnahmen davon gemacht hat - und bevor ich diesen Pfad abschließe, wie das Tor zu meinem geheimen Garten, erfreue ich mich zwei besonders schönen Exemplaren der aufgehenden Sonne.

http://thumb1.ftdcdn.de/preview/Image/2011/01/04/eclipse.500x320.jpg

und

http://thumb1.ftdcdn.de/preview/Image/2011/01/04/eclipse2.500x340.jpg

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Damit sie mir auch in Zukunft scheine.



geschrieben von: demelza

Ja, Nachwuchs kann es in vieler Hinsicht geben - mein persönlicher Pfad dorthin liegt unter manch Unkraut verborgen

http://www.nachtwelten.de/vB/showth...&threadid=80384





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