[Requiem for a Dream] - German Gothic Board

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Requiem for a Dream

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geschrieben von: Winterborn

Ich finde, der Film hat einfach einen eigenen Thread verdient, zumal ich eure Meinung darüber wissen will. Ich kann mir nämlich keine eigene bilden xD

Zitat:
Inhalt
Harry (Jared Leto) verbringt den Sommer zusammen mit seiner Freundin Marion (Jennifer Connelly) und seinem besten Kumpel Tyrone (Marlon Wayans). Sie nehmen alle möglichen Drogen und träumen vor sich hin, bis sie beschließen, selbst mit Rauschgift zu handeln. Währenddessen lebt Harrys vernachlässigte Mutter Sarah (Ellen Burstyn) allein in ihrer Wohnung und beschäftigt sich mit Essen und Fernsehen. Als sie eines Tages von einer Agentur zur Auswahl von Kandidaten für Fernsehshows angerufen wird, fängt sie an, ihre Leben zu verändern.


Dreist geklaut, für die die ihn nicht kennen.

Ich habe ihn vor ca. 2 Wochen gesehen und kann mir bis heute kein wirkliches Urteil bilden. Er ist auf jeden Fall sehenswert, nur eine Meinung bilden kann ich mir nicht. Die Story ist so verstörend, so abgrundtief traurig so bitte-lass-jetzt-gleich-das-happy-end-kommen und so, dass ich jetzt schon wieder fast heule, weil ich ans Ende denken muss. Sowieso ist es einer der wenigen Filme, bei denen ich am Schluss weinen musste. Das Ende kam wie eine Erlösung, zwar war es nicht befriedigend, aber endlich konnte man aufhören mit weit aufgerissenen Augen den Bildschirm anzustarren. Den Film als "gut" zu bezeichnen wäre merkwürdig. Denn er ist nicht gut. Er ist genial, auf eine ganz eigene, kranke Weise.



geschrieben von: schlafundtod

Es ist vermutlich auch gar nicht vonnöten, sich ein finales urteil über diesen film zu bilden.
Er ist in seiner art einfach genial und zeigt auf, welche kranken abgründe sich in menschlichem wesen auftun können, wie alle emotionalen werte verkümmern und dem kapitalistischen schlachtfeld geopfert werden können.

In der tradition von -trainspotting- und -beautiful people- vielleicht..



geschrieben von: Winterborn

Bei Trainspotting konnte ich wenigstens aufgrund des Witzes und Charmes, den der Film ausgesprüht hatte, dieses unwirkliche, noch sagen: Ja, der ist gut.

Bei Requiem for a Dream geht das nicht. Und dieses Endurteil fehlt mir irgendwie, um damit abzuschließen.



geschrieben von: Kappabani

@ Winterborn
Menschen neigen dazu Dingen einen Namen zu geben damit sie sie beherrschen können, das gilt auch für Urteile oder in der Kunst auch sehr beliebt: die Analyse.
Die Analyse spaltet das Kunstwerk von der konsumirenden Person. Kunst soll aber nur etwas in dir auslösen. Requiem for a Dream? Für welchen Traum?
Der Film spiegelt das Leben wieder so wie es wirklich ist. Er zeigt dir >dich selbst< und das macht ihn so verstörend.
Wenn man die Drogen beiseite lässt und sich nur ansieht was passiert.....
Eine kleine Unachtsamkeit, die Feigheit die wirkliche, objektive Wahrheit - nicht die die man sich in seinem Kopf zusammen flickt - zu realisieren führen dazu das man sich in einem Chaos widerfindet in das man nie wollte und es bleit nur die "Seelenmesse, die Grabrede für einen Traum".
Der Film offenbart uns die Hilflosigkeit und das Unvermögen zum richtigen Zeitpunkt die Bremse zu ziehen. Was endet ist z.B. eine sexuelle Abhängigkeit.
Wieviele Leute kennst du deren Beziehung durch häßliche Gründe kaputt gegangen ist und wie oft verändern sich Menschn dann plötlich. Manche finden den Weg zu sich selbst zurück und manche eben nicht.
In diesen Tagen ist die Rate der geschiedenen Ehen eschreckend hoch und die Kinder wachsen als unvollständige Menschen auf da ihnen immer ein Elternteil fehlt.
Es ist wie in Alex Proyas "Dark City" - es gibt keinen Ausweg, es dreht sich alles im Kreis.
In Requiem for a Dream enden alle drei Hautpersonen in der Foetus Stellung. Wofür diese Symbolisch ist weis wohl jeder.



geschrieben von: Desengano

hm.. wofür steht jetzt in dem film die fötusstellung? irgendwie ist mir das doch nicht so ganz klar. vielleicht steht ich jetzt auch nur grad aufm schlauch.. erbitte hilfeeeeeeee.. :D


ich fand den film auch sehr verstörend. interessant ist nur, dass ich die gang-bang-szene gegen ende sehr viel krasser in erinnerung hatte, als sie wirklcih war. mich hat das neulich mal so beschäftigt, dass ich sie nochmal anschaute und feststellen musste, dass da bilder in meinem kopf waren, die es im film nicht gibt.. jaja.. so kanns gehen mit den erinnerungen.



geschrieben von: Winterborn

Fötus-Stellung = Schutzhaltung, entfliehen von der Wirklichkeit, Sehnsucht nach Geborgenheit.

Analyse hab ich schon genug betrieben, ich brauche einen Schlussatz, wie ihn jede gute Filmkritik hat.



geschrieben von: Fuck up Evil

Zitat:
Original geschrieben von schlafundtod


In der tradition von -trainspotting-vielleicht..



Naja, gerade mit Trainspotting würde ich RfaD nun nicht vergleichen, Trainspotting wird ja von vielen als "Werbe-Film" für Drogen gesehen, was man Requiem for... ganz gewiss nicht vorhalten kann.
Der Film zeigt halt ziemlich drastisch wie verschiedene Abhängigkeiten auch mal böse enden können.



geschrieben von: Desengano

Zitat:
Original geschrieben von Winterborn
Fötus-Stellung = Schutzhaltung, entfliehen von der Wirklichkeit, Sehnsucht nach Geborgenheit.



ah okay.. ich hatte das dann wohl beim sehen des films intuitiv richtig interpretiert.. nur als es dann hier geschrieben war, war ich dann doch echt unsicher.
aber danke trotzdem ;)



geschrieben von: .kb

gerade das der film kein happy end hat macht ihn so wunderbar ...

95% der filme mit happy end sind schlecht find ich .. da wird auf biegen und brechen nochmal versucht ne moral rauszuholen ..


der film is einfach genial, und ich hab ihn auch erst vor 2 wochen wiederentdeckt auf dvd .. ein film den jeder mal gesehen haben muss



geschrieben von: Kappabani

@ Winterborn
Angebot:
"Das ganze Leben besteht nur daraus Wege zu finden. Und manche Wege die uns leicht begehbar erscheinen enden in einer Wüste in der wir uns verirren."



geschrieben von: Volt-Invictus

Also ich finde den Film absolut hammer!
Ich möchte zwar selbst nie so enden und find den auch richtig schlimm, aber der ist trotzdem geil.
Die Filmmusik ist auch nicht schlecht.
Das Titellied ist zum Beispiel der Hammer.



geschrieben von: .kb

das wirklich geile an dem film is .. am besten gefallen mir die krassetsten szenen .. da wo sie ganz unten sind, und richtige scheise machen .. da kommt bei mir die gänsehaut und es gefällt mir einfach .. irgendwie komisch..
und dann die musik .. uhhhh



geschrieben von: Winterborn

Zitat:
Original geschrieben von Kappabani
@ Winterborn
Angebot:
"Das ganze Leben besteht nur daraus Wege zu finden. Und manche Wege die uns leicht begehbar erscheinen enden in einer Wüste in der wir uns verirren."


Das war hilfreich, danke :D

Zitat:
Original geschrieben Volt-Invictus Die Filmmusik ist auch nicht schlecht. Das Titellied ist zum Beispiel der Hammer.


Es heißt "Lux Aeterna" von Clint Mansell & The Kronos Quartet. Der Ganze OST ist absolut genial *malwiederhörenwerd*

Zitat:
Original geschrieben von .kb das wirklich geile an dem film is .. am besten gefallen mir die krassetsten szenen .. da wo sie ganz unten sind, und richtige scheise machen .. da kommt bei mir die gänsehaut und es gefällt mir einfach .. irgendwie komisch.. und dann die musik .. uhhhh


Weißt du, das tolle an Computern ist, wenn du einen Satz anfängst und nicht weiter weißt, dann kannst du einfach nochmal von vorne anfangen und musst den Anfang nicht stehen lassen.



geschrieben von: Kappabani

Jeah, Kronos Quartet.
Da kann ich jedem nur empfelen mal Black Angels oder Caravan vom Kronos Quartet zu hören. Kronos Quartet sind sozusagen Apokalyptica in intellectuel und abgefahren.



geschrieben von: Misericordia

Der Film ist wirklich wahnsinnig gut inszeniert und auch der Soundtrack trägt da einiges dazu bei. Sehr bildgewaltig und verstörend.

Kennt hier jemand eigentlich noch weitere empfehlenswerte Filme desselben Regisseurs? Oder Filme, die man gesehen haben muss, wenn man bereits von Requiem for a Dream beeindruckt war?



geschrieben von: AlienSexFiend

..."Pi" und "The Fountain" sind unter anderem vom gleichen Regisseur...



geschrieben von: clarimonde

Ja, ich hatte dasselbe Gefühl als ich den Film zum ersten Mal vor vielen Jahren gesehen hatte. Ein Gefühl der Einsamkeit mit tiefer Traurigkeit.
Später schien er mir nicht so bedrückend, aber das erste Mal war wirklich stark.

"Pi" ist ein sehr guter Film, "The Fountain" war enttäuschend kitschig, aber immer wieder sehr, sehr dunkel. Für mich bleibt "Requiem for a dream" der beste Film von D. Arronofsky.
Sein letzter Film " The Wrestler" ist auch sehenswert.





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