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Zitat:
Ich glaube, Menschen, die böses tun, tun dies aus bestimmten Gründen, wegen verletzten Gefühlen oder weil sie falsche Auffassungen haben usw. Sie sind aber nach wie vor ganz normale Menschen, die auch zu guten Taten fähig sind.
Es gibt da zwei Ebenen, die ich wirklich ganz verdammt wichtig halte:Zitat:
Ich wurde von jemand als "böse" und "gemein" und "mies" bezeichnet, vor Monaten, weil ich wagte, mit diesem Menschen keinen Kontakt mehr haben zu wollen.
Kant ist in diesem Punkt ein ziemlicher Dummkopf. Denn genau auf dieses Sittengesetz, das auf die ideale Menschheit zuarbeitet, gründet die Manipulation von Menschen in Diktaturen.Zitat:
Kant hat in seiner „Kritik der praktischen Vernunft“ festgestellt, dass a priori ein Sittengesetz in uns vorhanden und wirksam sei, das uns gebietet, auch gegen unseren eigenen Vorteil auf eine ideale Menschheit hinzuarbeiten.
Nö. Das bringt nicht wirklich weiter. Diese Aussage ist Unsinn.Zitat:
Wir haben in der Vergangenheit viel Böses getan, wir tun es immer noch,
Zitat:
Kant ist in diesem Punkt ein ziemlicher Dummkopf. Denn genau auf dieses Sittengesetz, das auf die ideale Menschheit zuarbeitet, gründet die Manipulation von Menschen in Diktaturen.
Ich kann ja Lafontaine nicht leiden. Und doch, das war eine der ganz großen Sternstunden der Politik, als Lafontaine zu Helmut Schmidt sagte, daß man mit den von Schmidt vertretenen Sekundärtugenden (die Kantsche Sitte sozusagen; vor allem der Pflichtbegriff steht bei Kant sehr stark im Zentrum) auch ein KZ betreiben könne.
Die Kantschen Vorstellungen haben die Menschheit von keiner Dummheit abgehalten. Deshalb denke ich, das Kant zu Gut und Böse nicht viel zweckmäßiges zu sagen hatte. Kants Philosophie erschöpft sich zumindest hinsichtlich seiner Ethik in Tautologien.
Zitat:
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Wir haben in der Vergangenheit viel Böses getan, wir tun es immer noch,
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Nö. Das bringt nicht wirklich weiter. Diese Aussage ist Unsinn.
Zitat:
Gut, böse, schlecht und schön sind vom Menschen getroffene Wertungen, Wertungen die subjektiv sind. Wenn man sich über Tatsachen unterhalten will sind solche Wertungen eigentlich überflüssig.
Zitat:
Eine Antwort auf die Frage gibt das Instanzenmodell von Freud.
Indem Instanzenmodell ist das Über-ich die moralische Instanz.
Das Über-Ich beinhaltet die Werte- und Normvorstellungen.
Nö.Zitat:
Eine Lösung wären objektive Wertesysteme, Werte die bei allen gleich sind- allgemeingültige Werte.
Die Kosten für Hartz-IV explodieren. Deshalb sagt Struck, nur noch die Bedürftigsten kriegen was. Dadurch fliegt uns alles, was wir bisher an Sicherheit und sozialem Netz und links-atheistisch-feministischschwulen-holldrijo unter wirtschaftlich günstigen Gesichtspunkten gelebt haben, um die Ohren....Zitat:
Im Moment herrscht ja in Deutschland auch wieder eine Wertedebatte
Zitat:
Ich selber glaube nicht, dass es "Das Böse" an sich gibt
Zitat:
Die Kantschen Vorstellungen haben die Menschheit von keiner Dummheit abgehalten.
Zitat:
Kants Philosophie erschöpft sich zumindest hinsichtlich seiner Ethik in Tautologien.
Zitat:
Original geschrieben von Montrose
"Die Menschheit" kann für nichts Verantwortung übernehmen, weil es "die Menschheit" nicht gibt?
Läßt sich leicht beweisen: zeig mir mal im Telefonbuch die Nummer von "die Menschheit", damit ich bei ihr anrufen kann.
Nö. Der Mensch ist ein Wesen aus Fleisch und Blut, das sehr genau weiß, was gut und böse ist.Zitat:
Der Mensch als solches ist eine Verkettung von System - das System ansich ist das "Bewusstsein". Dieses kennt keine Unterteilung in Gut und Böse, schlecht oder recht.
Zitat:
Ich bezweifele das der Geist zwischen "Gut und Böse" unterscheidet.
Zitat:
Er ist einfach da - also ist das "Gute" oder "Böse" doch in dem Punkt gar nicht existent.
Zitat:
Der Mensch meint zu wissen, das Gut ist was er als Gut empfindet - ist dies für den anderen ebenfalls gut?
Ich bezweifle das auch. AberZitat:
Das der Mensch genau weiß was gut und böse ist bezweifele ich
Ich frage mich dann, warum sich die Leute so aufregen, wenn mal die Skinnis ein paar Leute klatschen.Zitat:
Ich denke der Mensch kann nicht böse sein, denn das böse stellt zumindest für mich einen ziemlich schwammigen Begriff dar, der auf individuelle (und auch gesellschaftliche) Moralvorstellungen begründet ist.
Zitat:
Dann ist das hier der Platz der Philosophen - also lamentieren, frei Denken, Thesen aufstellen OHNE Anspruch darauf zu haben, eine bahnbrechende Weisheit auf das Tableaut der Vernuft zu legen
Zitat:
Nur dachte ich - Endschuldigung das ich dies tat - eventuell gibt hier den einen oder anderen Hinweis, Errungenschaft, Erkenntnis - weiß der Geier was auch immer.
Wieso sollte man die Zeit mit Spekulationen verschwenden, wenn man die Realität beschreiben kann?Zitat:
Das dieser Thread hier ausnahmlos Spekulation und niemals Real ist, dürfte jedem, damit meine ich jeden, klar sein.
Seit wann ist "anmaßend" ein Argument?Zitat:
Nur ich finde es anmaßend so einen Text hinzulegen als wärst Du der Messias, Lebenskünstler oder was auch immer.
Ich versuche mir gerade einen Beruf vorzustellen, in dem nicht die Richtigkeit einer Aussage, sondern der Konsens maßgeblich ist.Zitat:
Eigentlich kenne ich aus meiner langjährigen Berufserfahrung den Umgang in Diskussionen immer, das Thesen aufgestellt und sich gegenseitig auf einen Konsenz geeinigt wird.
Zitat:
nur sollte man als "Opa" in der Lage in einer Diskussion zu abstrahieren und objektiv zu bleiben.
Zitat:
Original geschrieben von tithyos
Guten Morgen,
vielen Dank für die Beiträge - ich lese mit :) Ein Wissensborg sozusagen..
Nun, ich habe es versucht zu abstrahieren und nehme dazu die Systemtheorie:
Der Mensch als solches ist eine Verkettung von System - das System ansich ist das "Bewusstsein". Dieses kennt keine Unterteilung in Gut und Böse, schlecht oder recht. Es ist ein definierter Zustand, diesen Zustand verändert es immerzu durch die Kommunikation mit Subsystemen - dem Nervensystem, der Haut, der Kommunikation. Damit nimmt es die Umwelt auf und verarbeitet diese Parameter.
Per se ist damit, Dekonstruktiv gesehen, das Böse wie auch das Gute nicht existent. Es wird beeinflusst durch die Systematik der Subsystemem, deren Zustände zum Zeitpunkt des Informationsflusses.
Doch - wenn eben das "Böse" ansich als ein ebensolches System existent wäre, würde es das kommunizierende System mit deinen Informationen überfluten - doch das so infizierte Sytem wäre ja nicht in der Lage dies als "Böse" zu definieren - da es den Zustand der Abwägung - der ja nur uns armseligen Menschen anheim liegt um das alles zu begreifen - nicht kennt.
Wäre dann das Böse eigentlich per se Böse oder ein Systemnaher Zustand?
Oh mei - was habe ich nur angerichtet?
Was meint ihr?
tithyos
Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Du laberst uns hier einen Scheiß vor, an den Du doch selbst nicht glaubst.
Für wen hältst Du Dich eigentlich selbst?
Zitat:
Original geschrieben von tithyos
Haben wir uns per [x] nicht darauf geeinigt, das es das Böse gibt?
Ich glaube das Böse per se ist existent, nur nicht als eigenständiges Wesen. Vielmehr ist es ein Zustand des Bewustseins in der Beurteilung einer Situation mit nachfolgender Handlungsweise, die, wenn diese Handlung denn "Böse" ist, geltenden Moralvorstellungen im gesamten widerspricht und / oder einen anderen Beteiligten schädigt. Diese Schädigung muss meines Erachtens nach bewusst vorliegen - es muss also dem Ausführenden bewusst sein, das die Tat "böse" ist und somit geltenden Moralvorstellungen abnorm geht. Dann ist diese Ausführung böse und das Böse in diesem Bewustsein verstärkt existent.
Als eigene Entität will ich das Böse nciht festlegen, was aber nicht heißen muss, das es dieses nicht doch gäbe. Doch bin ich der Meinung, das dieser Zustand zu spekulativ ist und daher nicht in dieser Form gewichtet werden sollte.
Was meint ihr?
tithyos
Zitat:
Zumal wir in einer Welt leben (Stichwort Multi- und Subkulturelle Gesellschaft) in der Menschen mit unterschiedlichsten Moral- und Wetvorstellungen zusammenleben.
Warum lokalisierst Du dieses Geschehen in den 60ern?Zitat:
Nehmen wir mal die Sexualmoral in einer Kleinstadt in den 60ern. Hier herrschte die Moralvorstellung, das Frauen "unberührt" in die Ehe zu gehen haben, das Sex nur unter Eheleuten erlaubt ist. Aufgrund dieser Moralvorstellung kann vorehelicher Geschlechtsverkehr einer jungen Frau sehr schaden, denn sie findet keinen Mann, Versorger, Ernährer mehr
Als selbsternannter Hobby-Soziologe würde ich davon ausgehen, daß diese Szene von der CDU/SPD-Koalition gesponsert und inszeniert wurde, um den Idioten draußen im Volk zu suggerieren, sie könnten tun und lassen, was sie wollen. Auch die "Empörten" wurden dabei wahrscheinlich von irgendwelchen Leute gekauft, denn Deine Szene ist nichts weiter als ein Gaukelspiel.Zitat:
Ein Mann bezahlt eine Frau sich in der Öffentlichkeit nackt auszuziehen
Zitat:
es ist ebenso das Festhalten an überholten Wertvorstellungen, die sachlich ungerechtfertigten Zwänge die vieles zerstören was möglich wäre.
Zitat:
Zu diesem Zeitpunkt können wir aufjedenfall schon sagen das "Das Böse" nicht in den Leuten steckt die nicht wissen ob sie was böses getan haben, denn diese befolgen schlichtweg andere Werte und Normen.
Der rest der Menschen, die wissen was böses zu tun, hat vermutlicherweise Gründe dazu, die ebenfalls aus dem Umfeld entstanden ( verletzt worden sein, Probleme mit dem Umfeld, Probleme mit der Welt, keinen anderen Ausweg sehen).
Zitat:
Um das Gegenteil zu beweisen könnte man natürlich ein mehr oder wenieger medizienisches beispiel nehmen:
Ein MEnsch ist die nettigkeit in Person, ordentlich, tut was er kann, sozial etc. ( meine Vorstellung von "Gut") und steigt eines tages in ein Auto. Er wird in einen Verkehrsunfall verwickelt und erhällt Gehirnschädiegungen. Alle Bewegungen etc. sind wie vorher doch sein inneres anders... plötzlich Gewalttätig, gemein, etc. ( meine Vorstellung von Böse) und kehrt zurrück in seine Umgebung.
Zitat:
Das ist richtig - da wir unser Bewusstsein in eben Gut und Böse unterteilen, ist demzufolge beides in uns. Idealerweise ausgewogen.