Was ist euer Lieblingshistorienfilm?
Beschreibt ihn doch kurz und warum er euch gefällt, und warum euch die Epoche gefällt. Ich liebe dieses Genre und bin immer auf der Suche nach Anregungen. (Der erste der einen Sissi-Film nennt wird von mir persönlich heimgesucht :D).
@Elysee: Feuerreiter beschreibt den Höhepunkt und das Ende des Dichters Hölderlin, der, unterstützt von seinem Freund Lord Sinclair, auf dem Weg ist, ein gefeierter Dichter zu werden, sich aber in eine verheiratete Frau verliebt und mit ihr fliehen will. Allerdings schlägt die Flucht fehl (woran Sinclair nicht unschuldig ist), sie werden getrennt, und Hölderlin verfällt dem Wahnsinn. Der Film ist gut dargestellt (Hölderlin: Martin Feifel, Lord Sinclair: Ulrich Matthes, Mme Gontard: M.Denicourt) und realistisch. Mir gefällt an dem Film besonders die Figur des Lord Sinclair *schmelz zu einer dunklen Lacke unterm Tisch*, aber auch der Realismus und nicht zuletzt der große Schmerz, den er transportiert. Mehr Info: http://www.dem.de/entertainment/kino/110/110297.html
Raeven
geschrieben von: Elysee
ja ja ja und noch mal ja!!
ich liebe historienfilme und zwar alle!! es gibt keinen an dem nicht wenigstens etwas gut ist..:)
hm, also da gefallen mir natürlich die klassischen wie sinn und sinnlichkeit, farinelli, emma, betty und ihre schwestern etc.
und natürlich das piano.die art und weise, wie die hauptperson (mir fällt der name jetzt nicht ein) ihre völlig neue umgebung entdeckt ist faszinierend und die liebesgeschichte ist natürlich auch nicht zu verachten..*seufz*
ich liebe diese dramatik mit der selbst das kleinste problem behandelt wird, die kleider, die konfusen liebesgeschichten, die art und weise, wie die personen sprechen und natürlich die traurigkeit, die in jedem film zu finden ist.
raeven,
danke für den thread und für den tipp..mal schaun wo ich feuerreiter herbekommen kann..:)
gruss
elysée
geschrieben von: Raeven
Zitat:Original geschrieben von Elysee ich liebe historienfilme und zwar alle!! es gibt keinen an dem nicht wenigstens etwas gut ist..:)
Also ein paar finde ich schon furchtbar. Z.B. oben erwähnte Machwerke. Obwohl auf das Genre bin ich auch durch so einen Kitschfilm gekommen, den ich als Kind geliebt habe. Scaramouche - kennt den wer? Kitschig, aber nicht ohne Charme.
Ich finde es gibt da zwei Kategorien: Buchverfilmungen (Sinn & Sinnlichkeit, Viel Lärm um nichts, Emma, etc.) und "frei erfundene" Filme (Farinelli, Feuerreiter, ), wobei die letzteren auch im Format m.E. freier sind, und des öfteren keine Historienfilme, sondern Kostümfilme, wo die Darsteller zwar schön gewandet sind, aber die Handlung (und vor allem auch die Dialoge) auch 1950 spielen könnte.
Das Piano gefällt mir auch sehr gut (ich glaube der Name war Holly Hunter *am Kopf kratz*), besonders ihr Schweigen fand ich beeindruckend.
Ich liebe die Gewänder, die Sprache, die Lebensart, die Langsamkeit, einfach alles . . . *schwärm*
Raeven
geschrieben von: Ulrike
Ich mochte "Gefährliche Liebschaften" sehr gerne, in dem es um eine Verschwörung/Verstrickung innerhalb französischer Adelskreise zur Zeit des Sonnenkönigs geht...ist zwar ein wenig erotisiert, aber die Originalvorlage wurde mit blendenen Schauspielern (Malcovich, Glenn CLose) super umgesetzt.
Dann gefällt mir noch "Gladiator", obwohl er ein wenig effektüberladen ist.
Eine Frage an alle: kennt jemand einen Film namens "Caligula" (der Hauptdarsteller aus "Clockwork Orange" spielt die Hauptrolle auch in diesem Film), der als ultimativer Schocker gefeiert wurde und sich mit der Dekadenz, dem Verfall der Sitten und der völligen Verrohung der alten Römer befasst? Kann mir mal jemand ehrlich sagen, wie er den fand?! (Falls ihn jemand tatsächlich , wie ich zu hoffnungsloser Stunde, in voller Länge bewältigt hat, denn er ist doch sehr enervierend nach einiger Zeit, und gleicht erschreckend einem Porno....:( :( ...)
geschrieben von: ancient
hi
ich hab beide...oder waren es 3 ?...teile gesehen.
was für dich nach porno aussieht...ist halt so überliefert.angeblich trieben es die leute damals so dolle...(hehe)
intrigen und sex machen den film aus...und...sind ja nicht zuletzt die gründe warum herr caligula überhaupt überliefert wurde.
logisch das der film in erster linie seine abartigkeiten behandelt...
stellt sich mir nur die frage ob du überhaupt vorher wußtest wer caligula war...oder ob nicht...vielleicht hattest du deswegen andere vorstellungen ?
mein fazit: ganz lustiges filmchen...aber...auch kein verlust wenn man ihn nicht gesehen hat.
hmmm also ulrike...du hast was gegen pornos...das find ich nicht so toll...nein nein nein
gehab dich trotzdem mal schön wohl
ancient
geschrieben von: Ulrike
Hm, natürlich kannte ich die Story vom alten Caligula, ganz so banausenhaft bin ich nun doch nicht...hatte nur nicht damit gerechnet bei einem historienfilm so viel nackte Haut zu sehen.
Ich hab schon was gegen Pornos, weil ich sie erniedrigend finde aus der Sicht eines weiblichen Wesens, und weil sie nur selten ästhetisch sind, weder die Szenenbilder noch die Körper.
Na ja, jedermanns eigene ENtscheidung, sich "Affengeile Ärsche Teil 2974" oder doch lieber "Totmacher" mit George reinzuziehen...
geschrieben von: Nevermore
Hmm,
hat jemand den Film "Bartholomäusnacht" gesehen?
Worum es geht: Frankreich im Jahr 1572. Es herrscht Glaubenskrieg zwischen Katholiken und Hugenotten. Katharina von Medici (Katholik) is Königin. Sie verabredet eine Heirat zwischen ihrer Tochter und dem Protestanten Navarra. In der Hochzeitsnacht, eben der Bartholomäusnacht, lässt die Medici dann ca. 10000 geladenen Hugenotten in Paris ermorden.
Was macht den Film sehenswert? Nunja, zuerst man der historische Hintergrund. Dann das tolle Ambiente dieser Epoche, mit all seinen Kleidern und dieser herrlichen Dekadenz, die Intrigen am Hof, Liebe, Mord, Gerichtsprozesse...!
So, wen´s jetzt interessiert, der kann sich den Film ja ma ankucken. Ich denke er ist es Wert mal gesehen zu werden. Wenngleich ich auch etwas voreingenommen bin, da wir in der 8. Klasse mal das Buch "Das Amulett" von C.F. Meyer gelesen haben, welches für mich zu den besten meiner ganzen Schulzeit gehörte.
geschrieben von: ancient
hi
die Bartholomäusnacht ist ein ganz guter film...aber...wohl sicher nicht jedermans geschmack.die handlung und ihre zahlreichen personen zu verfolgen...fällt sicher nicht jedem leicht.
der film ist wie ein studiofilm aufgebaut und die schauspieler bewegen sich mehr wie auf einer theaterbühne als in einem film.
das ganze ist wohl eher was für leute die auf trockene politik stehen.
es wird halt sehr viel geredet und wenig filmisch dargestellt dabei.
deshalb ist der streifen auch zur entspannung absolut nicht zu empfehlen....einfach sehen und von bildern berauschen lassen ist bei dem teil nicht drin.
gehabt euch wohl
ancient
geschrieben von: Ulrike
Also ich fand ihn stark, auch wenn er insgesamt recht dunkel war (von der Szenenausleuchtung her meine ich...zumindest auf meinem Gerät hab ich mehrmals die Helligkeit nach oben korrigieren müssen).
Hm, grad die politischen Intrigen und Verwicklungen machten den Film interessant, sonst wär er nur eine billige Lovestory geworden, und die Geschichte der Bartholomüsunacht ist nun mal ohne die Geschichte der franzözischen Hugenotten und der Medicifamilie nicht darzustellen.
Sicher nicht jedermanns Sache...:) :)
geschrieben von: Nevermore
Nundenn,
entspannen ... kann man sich vielleicht noch bei "Mansfield Park".
Is ne Verfilmung eines englischen Buchklassikers von Jane Austen!
Es geht, wie könnte es anders sein, um Liebe. Wobei der Humor auch nicht zu kurz kommt.
England, Imperialzeitalter: armes Mädchen, Fanny Price, wird zu reichen Verwandten gegeben, um dort ne anständige Erziehung zu geniessen. Sie verliebt sich, man verliebt sich in sie,....
Ziemlich gelungen, ... is eben eher ein Liebesfilm, aber ein besserer. Mir gefällt in dem Film mit am besten die Ausdrucksweise\Wortwahl dieser Zeit,... passt einfach zusammen.
geschrieben von: Raeven
"Mansfield Park" finde ich auch sehr nett, vor allem die Charaktere sind so herrlich dargestellt. Nur sind mir die "Helden", Fanny und Edmund" ein bißchen zu moralisch sauber.
Eine gute Verfilmung ist auch "Emma" von Jane Austen. Sie wäre noch besser, wenn nicht Gwyneth Paltrow ihr amerikanisches Stargetue hineinbringen würde.
Ein Genuß ist m.E. auch "A perfect husband", eine Verfilmung eines Stückes von Oscar Wilde mit Rupert Everett in der Hauptrolle. Ein leichter, amüsanter Film mit schönen Kostümen.
geschrieben von: Realgeist
Ist "A perfect husband" nicht "The importance of being Earnest"?
geschrieben von: Raeven
Nein, das sind zwei verschiedene Stücke.
"The importance.." wurde meines Wissens nach noch nie verfilmt.