Hat schon mal jemand "The Monk" von Matthew Lewis bzw. "Melmoth the wanderer" von Charles Maturin gelesen?
Ich stolpere immer wieder über diese beiden Bücher, konnte mich aber bis jetzt nicht durchringen, sie zu lesen.
Sind sie empfehlenswert?
geschrieben von: Blackadder
Ich finde sie sehr empfehlenswert....schöne alte Schauerstimmung.
Wenn man sowas mag, ist es begeisternd, wobei es relativ dicke Bände sind, die zur Mitte hin ein wenig abflauen, für meinen Geschmack...aber ich würde sie bedenkenlos weiterempfehlen. :)
BEste Wünsche,
BLACKADDER
geschrieben von: Ulrike
Ich habe "Melmoth" gelesen, auf Englisch, und ich muss sagen, es ist in jedem Fall eine Herausforderung. Der Roman ist eine Verschachtelung mehrerer "Geschichten innerhalb der Geschichte", und es ist zeitweilig schwer, dem Autor auf langen Strecken zu folgen, weil manchmal völlig unklar ist, was das gerade Erzählte zur Handlung beiträgt und vor allem zu welcher Handlungsebene es gehören soll.
Ich habe das Buch gekauft, weil ich hörte, es sei eine beeindruckende Schilderung des Seelenlebens eines Ausgestoßenen, eines Vampirs. Na ja, die ersten 300 Seiten bestehen jedoch erst mal aus der langwierigen Geschichte eines Spaniers, der Mönch werden soll und das aben nicht will...hm.
Ich war streckenweise sehr frustriert von Maturins Schreiberei, da der Lesespaß klein bleibt, und zwar das ganze Buch hindurch.
Wenn du aber was lesen willst, woran du dir die Zähne ein wenig ausbeißen musst, dann lohnt sich's schon, auch wenn ich die Handlung weder spektakulär noch irgendwie einprägsam nennen würde. Der Roman stammt halt aus einer völlig anderen Zeit, was die Erwartungen des Lesers und den Stil des Autors betrifft, und man merkt es manchmal nur allzu deutlich.
geschrieben von: Menedemos
Ich habe jetzt den "Mönch" gelesen und war ziemlich begeistert! So was gefällt mir!!! :D
Vielleicht wage ich mich jetzt an den "Melmoth". Oder "The castle of Otranto". Kennt das vielleicht jemand?
geschrieben von: dornrose
oh ja...wunderbar. sehr empfehlenswert. ...lies am besten als nächstes horace walpole
...strawberry hill, achja, ich sollte auch mal wieder hineinschauen.
sagt dir mario praz: die schwarze romantik etwas?...für weitere anregungen... ansonsten: beckford: vathek (ist ein klein bisschen anders gelagert) und natürlich auch mal das original (nicht immer nur die blöden filme) mary shelley: frankenstein....
geschrieben von: Blackadder
Zitat:Original geschrieben von dornrose sagt dir mario praz: die schwarze romantik etwas?...
Ja, das sollte man unbedingt gelesen haben!
Kann ich nur empfehlen.
Sehr informativ.
Beste Wünsche,
BLACKADDER
geschrieben von: dornrose
offtopic anfang
...nebenbei finde ich aubrey beardsley sehr reizvoll...
fällt mir grade ein, wo ich den einband vor mir sehe.
offtopic ende :)
aber, menedemos, vielleicht schreibst du ja auch noch etwas zu deinen leseeindrücken. würde mich interessieren.
rose
geschrieben von: Ceb
heyda!
beim monk ist es die handlung, bei melmoth meiner ansicht nach die sprache die fasziniert!
lewis verwendet gerne motive, z.b. sind seine teufelserscheinungen bei milton "ausgeliehen"
dafür haben andere wieder ihn benutzt, z.b. e.t.a. hoffmann das motiv vom gemälde des dämons in den elixieren......
maturin nutzt das ganze spektrum der "klassischen" gothic-motive. z.b. in der szene mit dem römischen turm und dem liebespäärchen, das der blitz erschlägt. da ist alles drin was die gothic novel kennzeichnet, und zwar auf einer dreiviertel seite......
beides kann ich uneingeschränkt empfehlen!
......im gegensatz zu walpole; DAS ist langweilig (auch strawberry hill :-) das pseudo-gothische landhaus)