Seid gesegnet liebe Leser,
meinen Auftakt hier mache ich mit dem leidigen Thema das schon seit geraumer Zeit meinen Geist nicht zur Ruhr kommen lässt.
Eine Gute Nacht wünscht euch der Rote Drache
Nekromantik
Vorlieblich, schleiche ich,
auf Gottes Acker leichengeil.
Da Erdenhaufen öffnen sich
erfahr ich meiner Seelenheil.
Von denen, die grad verwesen
und in brauner Erde weilen,
hab ich sie mir auserlesen;
werd sie mit dem Tode teilen.
Dunst’ner Schleier ihrer Haare gleich,
kräuselt sich in nacht’nem Licht
ihre Haut so himmlisch bleich
da weißes Mondlicht darauf bricht.
Verknüpft sind Fleisch und Eiche
schwimmt in ihrem eignen Saft
der grauen Haare lieblich Teiche
mit solch ungeahnter Todeskraft.
Schließe wieder meiner Liebe, Truhe,
küsse sanft das alte Holz,
gestatte ihr die ew’ge Ruhe,
bist Leben und mein ganzer Stolz.