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Der Schattenritt

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geschrieben von: Sternentreue

Teil 1: Das Buch der Macht (hoffe es gefällt euch)

Im Studierzimmer geh ich beizeiten,
ans Pult auf dem Aufgebahrt, das dunkle Buch,
blättere durch die Seiten,
auf meine Gedanken legt sich ein schwarzes Tuch.

Seite um Seite, schwarze Formeln,
wenn es still ist hört man sie murmeln,
säuseln, gurren, sie rufen nach der Macht,
die in ihnen wohnt, sie zu beschwören.

Mein Geist beginnt zu fließen,
folgt den Stimmen die ihm schmeicheln,
zur letzten Seite führen sie mich,
und es fällt mir schwer zu begreifen.

Die letzte Seite, dunkel sind ihre Mächte,
sind mit magischer Tinte,
darnieder geschrieben,
auf das sie niemand finde.

Ein Tropfen Blut,
sorgt dafür, das mir offenbar,
in glimmender Schrift,
was vorher verborgen.

Ein Blitz durchfährt mich,
welche Macht, welche Gier,
die Lippen bewegen, sprechen Formeln,
ganz von selbst, welch dunkle Stunde.

Ist das Werk vollbracht,
verlässt mich jene Macht,
ich fall zurück, stürze gar
mein Kopf schmerzt, durch die Kraft.

Ihr fragt was ich beschworen,
die schwarzen Reiter,
zum Tode auserkoren,
reiten durch die Nacht, die Schwerter hoch erhoben.



geschrieben von: Sternentreue

Teil 2: Der Ritt

Blitze zucken, Donner grollt,
mit ihm das trampeln der Hufe,
ein Schrei erschallt, und verhallt in der Ferne,
das ist die Nacht der Reiter.

Sie verkörpern das Leid,
kein Tor kann sie halten,
kein Schlag bringt sie ins wanken,
sie tragen ihr Leid in die Welt.

Sechs sind es an der Zahl,
Sechs sind ihre Schwerter,
Sechs sind ihre Pferde,
und sechs Nächte sind es die sie reiten.

Unglücklich sind jene die ihnen begegnen,
nur wenige können davon berichten,
doch auch sie sind von Fieber und Wahnsinn befallen,
und ihr Leben währt selten lang.

Die Reiter jagen,
jagen all jene die sich verschworen,
all jene die Krieg verbreiten
und ruhen nicht ehe sie sie finden.

Reich ist ihre Beute,
in Schlachten sind sie oft zu finden,
suchen all jene die sich noch winden,
sich zu ergötzen an ihren Qualen.

In der sechsten Nacht geht es zuende,
die Reiter kehren heim,
in die dunkelsten Gefilde,
die ein Mensch sich erdenken kann.

Und nun reiten sie wieder,
ich selbst hab sie beschworen,
sie werden mich suchen,
dies ist mein Verderben.



geschrieben von: Sternentreue

Zwischenspiel 1: Angst

Dunkelheit, verhülle meine Angst.
Angst ist es was uns treibt,
ohne sie könnten wir nicht leben,
und nur ein Dummkopf kennt keine Angst,
ein weiser Mensch zeigt sie nicht.
Darum fliehe ich in die Dunkelheit,
sie umgibt mich, erfüllt mich,
meine Sinne,
vertreibt die Angst aus meinem Geist,
meiner Seele.



geschrieben von: Sternentreue

Teil 3: Die Suche in der Dunkelheit

Ich verstecke mich,
bin rasend vor Furcht,
fliehe, vor den Reitern,
fliehe, seit drei Nächten.

Die Nacht ist mein Verbündeter,
sie verwischt meine Spuren,
deckt meine Flucht,
bin ihr ewig Verbunden dafür.

Doch die Reiter nahen,
die Winde tragen ihren Geruch mit sich,
Angst, Schrecken, Tod, Feuer,
das ist der Duft der sie Umweht.

Hetze vorbei an Höfen und Gütern,
keine Rast, nicht jetzt, die Reiter nahen,
meine Gedanken rasen, drehen sich im Kreis,
noch bin ich nicht geschlagen, laufe weiter.

Ich höre Hufschlag donnern,
es wird kalt, Vögel fliegen auf,
Nebel kriecht aus dem Boden,
die Angst wird greifbar, selbst die Bäume zittern.

Da, auf der Kreuzung,
eine Frau, welche Schönheit,
bin geblendet durch ihr Anlitz,
bleibe stehen kann mich nicht mehr rühren.

Sie blickt mich an,
lächelt gar,
welch ein Engelsgesicht,
kann kaum glauben, ist dies wahr?

Alle Kälte fällt von mir ab,
die Angst flieht vor ihr,
alles wird still rings umher,
auch die Reiter sind für diesen Moment vergessen.



geschrieben von: Sternentreue

Zwischenspiel 2: Leben

Leben, sei mein Schild,
hüte das Leben als das höchste Gut,
es wird dir helfen in allen Lagen.
Die Natur ist die stärkste Kraft,
und es ist ihre Macht,
welche uns durchfließt,
wirf ein Leben niemals weg,
es ist der größte Besitz auf Erden.



geschrieben von: Sternentreue

Teil 4: Zwei Blumen

"Nimm jene Blumen,
auf das du findest,
was du suchst."
So spricht sie.

Aus einem Korb an der Hüfte,
zieht sie geschwind,
zwei Blumen und legt sie,
in je eine Hand, die ich bereit offen halt.

In meine Rechte, eine Rose,
makellos wie der volle Mond,
röter noch als jedes Blut.
"Diese soll den Weg dir zeigen."

In die Linke legt sie, eine Lilie,
weiß wie Schnee und doch,
zärter noch als feinste Seide.
"Jene, dich vorm Abgrund bewahren."

Einen Augenblick noch,
dann verblasst ihre reizende Gestalt,
und nach einem letzten warmen Hauch,
bricht die Kälte in mein denken.

Im dunkeln steh ich nun allein,
die Kälte dringt tiefer in mich ein,
frisst alle Hoffnung, alles Gute,
in meinem Herzen auf.

Das donnern der Hufe dringt zu mir,
doch bin ich noch immer,
gelähmt von jenem Anblick,
kann mich nicht rühren, nicht mal schreien.



geschrieben von: Sternentreue

Teil 5: Zu Spät

Es ist vorbei mit mir,
aus ist es mit meinem Leben,
die Reiter haben mich gefunden,
ich spüre schon den Boden beben.

Das donnern es ist nah,
und plötzlich ist es Still,
mein Herz es rast und doch,
kann ich mich nicht rühren.

Dann fühl ich heißen Atem,
gegen meinen Nacken schlagen,
und die Reiter hoch zu Ross,
sie umringen mich, und ziehen Blank.

Ich seh nun ihre dunklen Gesichter,
das Leid das ihnen inne wohnt,
ihre Augen welche fahl und leer,
sehen die Dinge nimmermehr.

Die Pferde groß und Stark gebaut,
mit dampfend Fell in des nächtens Kühle,
scharren Unruhig mit den Hufen,
sind wohl nicht genug gelaufen.

Die Starre sie fällt von mir ab,
so Blick ich in die Runde,
dreh mich einmal rund herum,
die Reiter lassen es geschehen.



geschrieben von: Sternentreue

Teil 6: Das Leid

Meine Seele schreit,
von all dem Leid, von all der Gier,
die ihnen inne wohnt,
die Gier nach mir.

Ich kenne ihre Geschichten,
die der Sechs welche in Leid gestorben,
Leid, das größer, als alle Ketten,
die die Unterwelt besitzt.

Der Erste, er wurd verraten,
ausgeliefert und betrogen,
wurd er gefoltert, in dem Wissen,
zu Unrecht in diesem Kerker zu sitzen.

Der Zweite, erschlagen von des Weibes Knecht,
welche nur von Gier getrieben,
auch nicht halt machte vor den Kindern,
dieses Leid lebt nun in ihm.

Der Dritte, ein guter Herrscher er gewesen,
fand den Tot durch die Intrigen,
deren Neid ihm brachte das Gift,
an welchem er in Qual gestorben.

Der Vierte, ward geboren um zu sterben,
sein Leben er verbracht,
in einem dunklen Kellerschacht,
in welchen die Scham der Mutter in gebracht.

Der Fünfte, ist der alte Mann,
welcher nun die Wahrheit sucht,
denn er war lange auf der Welt,
doch nichts ist ihm geblieben.

Den Sechsten, nur die Rache treibt,
er wurd geschunden von schwarzen Mächten,
er wurd für dunkles Wissen, gern gegeben,
das man aus seinem Körper zog.



geschrieben von: Sternentreue

Zwischenspiel 3: Leidenschaft

Leidenschaft, entflamme mein Herz.
Sie ist es die jeden Zweifel revidiert,
welcher ein Herz erfüllt,
die heiße Falmme die sie erzeugt,
lodert nur noch in wenigen Herzen,
so rein wie zu alten Zeiten.
In manchen ist sie auf ewig Erloschen,
doch in meinem Herzen glimmt es noch,
es ist noch nicht vorbei mit mir,
brenne auf mein Herz, voll Leidenschaft,
auf das alle Ängste untergehen.



geschrieben von: Sternentreue

Noch mal was dazu, ich habs bis jetzt leider nicht geschafft diesen doofen Link hier rein zu setzen, daher bitte ich euch die Mühe auf euch zu nehmen und manuell zu meinem Kritik-Thread zu wechseln.
Danke:)





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