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Gruselige Erlebnisse

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geschrieben von: Libertine

Wie kommen die Mäuse in dein Gefrierfach?



geschrieben von: Evillight

Zitat:
Original geschrieben von Libertine
Wie kommen die Mäuse in dein Gefrierfach?

Wieso? Gefrorene Mäuse haben viele = Futter für nicht gefrorene Schlangen.
Wie wärs denn mit ner 10er-Packung Frostratten?
Schmeckt wie Hühnchen... :D
http://www.frostmaus.de/de/Ratten-frosted.html
Wenn man das unvorbereitet neben (oder in) seinem Jogurth im Kühlschrank findet, dann ist das schon ein leicht grusliges Erlebnis.



geschrieben von: Libertine

:q Pfui!

Wie wäre es mit einem zweiten Kühlschrank???



geschrieben von: Hugin & Munin

Vor einiger Zeit saß ich nachts an meinem Rechner und war im Internet unterwegs, als meine Katze, die neben mir auf dem Schreibtisch lag, plötzlich etwas für mich unsichtbares fixierte und offensichtlich ihren Blick nicht mehr davon abwendete, während sich das, was sie beobachtete, offensichtlich quer durchs Zimmer bewegte.

Ich dachte zuerst an ein Insekt, das kommt manchmal vor das meine Mieze ein Insekt verfolgt, aber ich konnte nichts erkennen, auch "Festbeleuchtung" und eine starke Taschenlampe brachten nichts.

Währenddessen wird Frau Katze immer aufgeregter und beobachtet nach wie vor mit riesigen Pupillen irgend etwas, was sich im Zimmer bewegt.

Ich bin ja nicht abergläubisch, aber das fand ich gruselig. Habe dann meine Duftlampe mit Wachholderöl (altes Hausmittel gegen böse Geister) in Betrieb genommen :D



geschrieben von: Verpester





geschrieben von: Davy Crockett

Zitat:
Original geschrieben von Hugin & Munin
Vor einiger Zeit saß ich nachts an meinem Rechner und war im Internet unterwegs, als meine Katze, die neben mir auf dem Schreibtisch lag, plötzlich etwas für mich unsichtbares fixierte und offensichtlich ihren Blick nicht mehr davon abwendete, während sich das, was sie beobachtete, offensichtlich quer durchs Zimmer bewegte.

Ich dachte zuerst an ein Insekt, das kommt manchmal vor das meine Mieze ein Insekt verfolgt, aber ich konnte nichts erkennen, auch "Festbeleuchtung" und eine starke Taschenlampe brachten nichts.

Währenddessen wird Frau Katze immer aufgeregter und beobachtet nach wie vor mit riesigen Pupillen irgend etwas, was sich im Zimmer bewegt.

Ich bin ja nicht abergläubisch, aber das fand ich gruselig. Habe dann meine Duftlampe mit Wachholderöl (altes Hausmittel gegen böse Geister) in Betrieb genommen :D



...erinnert mich jetzt ein wenig an die eine Szene aus dem Film "Poltergeist", wo der Hund wie verrückt die Wand anbellt, obwohl dort - für die Menschen - nichts ungewöhnliches zu erkennen ist...für das Verhalten deiner Katze könnte es aber auch zahlreiche natürliche Erklärungen geben...vielleicht erleben auch Tiere gelentlich so etwas Halluzinationen...und sehen dann Dinge, die gar nicht existieren - vermutlich hat deine Katze einfach nur eine "Phantom-Maus" verfolgt, die gar nicht da war...



geschrieben von: Miez

Ich hatte zwar noch nicht die Zeit, mir alles durchzulesen, aber ich finde das wirklich ein sehr interessantes Thema.
Viel ist mir noch nicht passiert. Eigentlich dachte ich, mir wäre gar nichts irgendwie unheimliches passiert, aber beim durchlesen eurer geschichten ist mir eines wieder eingefallen.


Als Kind hatte ich manchmal Albträume, jedenfalls denke ich, dass ich deswegen öfter bei meinen Eltern im Bett geschlafen habe. Die hatten einen Radiowecker mit roter, digitaler Zeitanzeige auf dem Nachttisch. Und irgendwie wenn ich an diesen Wecker zurückdenke, dann bekomme ich so ein Gefühl der Freundlichkeit. Warum ich diesen Wecker immer als freundlich empfunden habe - keine Ahnung. Vielleicht ist das einfach so etwas, was Kinder sich gerne ausdenken.
Jedenfalls kann ich mich an eines noch genau erinnern. Ich habe in diesem Bett nie gut schlafen können. Aber nicht aus negativen Gefühlen, die ich noch von den Albträumen hatte. Es war irgendwie, als würde mich die Decke anschauen. Freundlich und beschützend aber. Und ich habe dann immer ganz lange die Decke angelächelt. Dann habe ich mich wieder getraut in mein eigenes Bett zu gehen und dort einzuschlafen. Die Albträume waren dann bis zum nächsten Morgen vergessen.

Dann fällt mir noch ein, als ich einmal beim Fernsehen saß. Ich kann mich ganz genau daran erinnern, dass ich mich mit etwas unterhalten habe, das neben mir saß. Aber da war nichts. Mein Bruder hat mich damals für verrückt erklärt. Wie ich so mit dem Boden spreche :D

Und dass etwas passiert, von dem ich genau weiß, dass ich es schonmal geträumt habe, das habe ich auch oft. Es ist nicht wie ein Deja Vu. Man weiß genau was als nächstes passiert, aber es wird auch immer so geschehen, egal was man macht. Man kann nicht anders als es geschehen zu lassen. Und selbst dann wenn ich weiß, dass ich das schon einmal so gesehen habe, hört dieses Gefühl nicht auf. Einmal ging das sogar 5 minuten so.

Das sind dann wohl irgendwelche kranke Anwandlungen meines Gehirnes :D



geschrieben von: Hybrid Andante

Zitat:
Original geschrieben von Miez

Und irgendwie wenn ich an diesen Wecker zurückdenke, dann bekomme ich so ein Gefühl der Freundlichkeit. Warum ich diesen Wecker immer als freundlich empfunden habe - keine Ahnung.


Wie man sich mit einem Wecker anfreunden kann ist mir echt unverständlich, jeden morgen dasselbe Theater. Und wie penetrant der sein kann..., und dann wundert der sich noch, wenn er eins auf den Deckel kriegt.



geschrieben von: Tirax

Schöner Thread... :D Aber ich lese die Beiträge hier lieber nicht mehr in der Nacht weiter. *hehe*

Mein gruseligstes Erlebnis war - verglichen mit dem, was hier so einige erlebt haben - relativ harmlos. Hab auch noch nie was Gruseliges erlebt, bis auf das. Also, es war vor einem Jahr etwa und ich hatte zu der Zeit schon länger schulfrei (Abiturferien, quasi)...

An einem Tag bin ich plötzlich wachgeworden, soweit noch nicht ungewöhnlich, und hatte jedoch ein merkwürdiges Gefühl. Habe mich hin und her im Bett gedreht, als ich plötzlich eine laute Frauenstimme in meinem Kopf richtig klar und deutlich hörte. Sie rief die ganze Zeit die Wörter: Omi, Omiii, Omiiii! (keine Ahnung was das bedeuten soll, klang jedenfalls nicht wie ein Kind, dass nach seiner Oma ruft oder so)...

Gleichzeitig fing mein Körper heftig an zu vibrieren und es fühlte sich so an als ob jemand an meinem Inneren zieht und versucht mich, also meinen Geist irgendwie, aus dem Körper zu ziehen. Habe noch nie was Vergleichbares gespürt, es war einfach nur krass. Dabei war ich aber hellwach und lag mit aufgerissenen Augen im Bett, starr vor Schreck.

Das Gefühl war so intensiv und ich hatte ne Scheissangst, da ich noch nie sowas erlebt habe und dachte ich werd grad entführt von sonstwem... da ich mich noch bewegen konnte, fing ich an mich zu kneifen, auf meine Beine zu schlagen und mich im Bett hin und her zu rollen, während die Stimme in meinem Kopf immer lauter wurde. Dabei hab ich die ganze Zeit "Ich will nicht!! Ich will nicht!" gesagt... Jedenfalls schien mein Widerstand zu helfen, denn es ging immer weiter zurück.

Dann hat alles plötzlich abrupt aufgehört, ich bin sofort aus meinem Bett gesprungen und völlig verstört ins Zimmer meiner Eltern gerannt... die sich natürlich auch gewundert haben, wieso ihre volljährige Tochter verängstigt in ihrem Zimmer steht. :rolleyes: :)



geschrieben von: Libertine

Hast du deinen Eltern erzählt was du erlebt hast? Falls ja, wie haben sie reagiert?



geschrieben von: Evillight

Naja, alles, was im Halbschlaf passiert, sollte nicht überbewertet werden. Die letzten Träume sind ebend noch sehr präsent und fließen in den Wachzustand mit ein. Ich hatte auch mal sowas, dass mir kurz vorm Aufstehen so ne Art schattenhafte Dämonen die Seele abziehen wollten. War echt ein sch.... Gefühl und fühlte sich ziemlich 'real' an. Ich glaube trotzdem nicht an Harry P's Dementoren. :)



geschrieben von: M. Marinus

Gruselig ist das zwar nicht, aber schaurig schön auf jeden Fall. Bei einem Abendspaziergang letzte Woche am Sylvenstein-Stausee/Lenggries-Bad Tölz fanden Odessa und ich uns binnen 3 Minuten in folgendem Szenario wieder, wie es für die Alpen typisch ist. Innerhalb dieser wenigen Minuten verdunkelte sich der ohnehin schon dustere Abendhimmel (es war gegen 20.45 Uhr) durch eine Gewitterfront, die über die Berge am See heraufzog. Ein fantastischer Anblick, der mit urplötzlich einsetzendem heftigem Sturm einherging. Man merkt in den Bergen immer wieder sehr schnell, wie klein man als Mensch ist, und welche Gewalt die Natur hat. Aber vom Anblick her ist es für mich immer wieder wie gesagt ein etwas schauriges, Gänsehaut machendes Erlebnis. Das Schwarze oben sind tatsächlich nur die Wolken dieser Gewitterfront, und es wurde stockfinsterste Nacht in diesen 3 Minuten.


http://a3.l3-images.myspacecdn.com/images02/139/a74d555ea5254ad380de47524dd23cf6/l.jpg


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Fotos zwischen 20.51 und 20.54 Uhr aufgenommen.



geschrieben von: Odessa

Du solltest erwähnen, daß es vor diesen drei Minuten noch so aussah, ausgenommen von der Mitte des Sees/Brücke aus:

http://a4.l3-images.myspacecdn.com/images02/114/54ec9b295cf243fda43bf7f8acabed3b/l.jpg



Es hat wirklich was irgendwie Schaurig-Romantisches, solche Naturereignisse. Auch mir wird nach Jahrzehnten in den Bergen immer noch "gruselig" (im eher eben romantischen) Sinne, wenn ich diese Gewitterwolken so schnell und urplötzlich über die Berge ziehen sehe. Ja, man merkt wie unbedeutend und nichtig man als Mensch ist, solchen Gewalten dann z. B. schutzlos ausgesetzt, ist man auf irgendeinem Gipfel unterwegs und findet dann keinen Unterschlupf in einer Höhle. Es sterben immer noch und immer wieder Dutzende von Kletterern und Bergsteigern, werden sie von solchen Unwettern, oft mit Hagel und Eisregen, überrascht und rutschen dann ab. Ganz gruselig im klassischen Sinne wird es, wenn man die Geräusche des tosenden Sturms, der um die Gipfel zieht, noch dazunimmt, das hört sich wirklich manchmal an wie ein Schreien und lautes Wimmern wie von Geistern :eek: ;)



geschrieben von: M. Marinus

Ich war froh, dass wir noch schnell genug im Auto waren bevor dieser bis über die Nacht dauernde heftige Eisregen einsetzte. Der Sturm hat mir schon gereicht, ich dachte es weht mich über die Brüstung der Brücke. Wenn ich dran denke, dass uns sowas vorgestern in den 3000 Meter hohen Dolomiten überrascht hätte, mittendrin zwischen den Felsgipfeln und weit und breit keine Unterstellmöglichkeit, wird mir noch jetzt ganz anders :cool: . Wo es da doch Schneegeister und Bergdämonen geben soll, wie man sich hinter vorgehaltener Hand erzählt.



geschrieben von: Myxina

Oh man das sind echt gruselige sachen die ich gelesen habe...ein bis 2 dinge sind mir auch widerfahren und liegen schon ein paar jahre zurück....

aber vorher mal zu den bildern...ich find es immer wieder faszinierend wie schnell das wetter umschlägt, ich komme zwar nicht aus den bergen aber trotzdem kann aus einem strahlend schönen wetter urplötzlich das mieseste wetter aufkommen was mann kennt...besonders wenn du von klarem wetter zu blitz und donner urplötzlich im Nebel stehst. Ist schon sehr beeindruckend denke ich.

So nun zu meinen 2 kleinen erlebnissen...

Ich ging eines Abend so gegen 10 nach hause ich glaub es war im november...und wenn ihr euch vorstellt vor dem haus in dem ich wohnte lag ein spielplatz an dem man vorbeimusste. Ich ging also vorbei als urplötzlich alles still wurde. Man hörte nichts mehr, keinen wind keine autogeräusche absolut nichts... gut ich hab mir dabei jetzt nichts gedacht, bis ich dann direkt neben mir ein lautes Knurren hörte...so als würde es direkt an meinem ohr hängen...da habe ich dann die flucht ergriffen.

Das zweite ist noch gar nicht allzulange her...ich kam spät von der arbeit wieder und war völlig kaputt. Ich also nur noch duschen und ab ins bett...später wurde ich von lauten klopfgeräuschen wach...3mal und das auf der gegenüberliegenden bettseite...ich setzte mich auf und schaute was es gewesen sein könnte in dem moment schlug die tür zur küche zu und alles was auf dem kühlschrank sich befand flog auf den Boden....ihr könnt mir glauben ich konnte die ganze nacht nicht mehr schlafen. Als ich dann vorsichtig in die küche ging war da natürlich nichts drin zu sehen...bis auf die sachen die auf dem boden lagen...

Also ich fand es gruselig...hat jemand auch eine kellerfobie? Ich gehe zum beispiel ungern in den keller und wenn nie abends oder nachts.



geschrieben von: Odessa

Ja nicht wahr? Ich liebe das auch sehr... binnen weniger Sekunden bzw. Minuten wird aus einem strahlenden Himmel (ab und zu haben an wenigen Tagen ja sogar wir hier sowas wie "Sommer-Tage") ein tiefschwarzer Höllenschlund, und die Wolken hängen so tief dann über die Berge bzw. Täler, daß man wirklich das Gefühl hat man könne in sie hineingreifen. Steht man auf einem 2000er, kann man das meist auch tatsächlich.

Wegen Deiner Erlebnisse: heftig. Ich kann mir das nicht erklären, aber das klingt schon sehr bizarr, das zweite meine ich. Der Kühlschrank selbst stand aber noch, also er ist nicht gekippt?

Keller: wir haben am Hof einen, aber der ist dauerfeucht und hat ständig einige mm Wasser am Boden (durch den Dauerregen sind die umliegenden Weiden zum Sumpf geworden seit bald 4 Jahren, dadurch haben wir entsprechend Grundwasser immer "reindrückend" in den Keller) ... ich gehe da so gut wie nie runter, allein schon wegen der Rutschgefahr auf den sehr schmalen alten Stufen (bin fuß-behindert). Durch die ewige Nässe darin haben wir aber auch nichts gelagert im Keller, dort befindet sich nur die Therme für unsere Gasheizung, 2 mal im Jahr muß also der Kaminkehrer zur Kontrolle runter und sonst ist der Keller eigentlich ein "toter" Raum für uns. Früher hatten mich meine Eltern als Kind oft über Tage in den lichtlosen modrigen Öl-Keller gesperrt, der voller Spinnen war, und entsprechend hab ich auch da gewisse... Aversionen zurückbehalten. Mir ist Licht und "Oberirdisch" entschieden lieber, auch ganz ohne Geister- oder Gruselstimmung mit Kellern zu verbinden ;-).



geschrieben von: rosenkind

@M. Marinus und Odessa:

Die Fotos sind ja der Wahnsinn!!! Bitte tut mit doch den Gefallen und nehmt nächstes mal eine Filmkamera mit (+ 1-2 abgründige Menschen, geisterhafte Erscheinungen und was man sonst noch so für einen guten düster-romantischen Film braucht) ;)



geschrieben von: Myxina

Ja der Kühlschrank stand noch. So etwas ist danach auch nie wieder aufgetreten. Bin ich auch ganz froh drum, ich mag zwar grusel aber nicht sooo. *grins*

Das du im Keller eingesperrt wurdest ist krass. Das würde ich keinem Kind zumuten. Da hätte ich ja nur noch eine Kellerphobie. :eek:



geschrieben von: Odessa

Ach weißt Du, angesichts dessen was sie mir sonst noch so antaten 14 Jahre lang, war der Keller erfreulich weil schmerzfrei. Anyhow... und ist sowas noch mal passiert seitdem, also das mit den Geräuschen und den Sachen die runterfallen?

Rosie: wir haben nur ne alte simple Digicam, ich besitz ja noch nicht mal mehr ein Handy. Also leider wirds immer nur bei solchen Fotos bleiben, aber vielleicht lassen sich irgendwann ja auch damit mal echte Geister ablichten;-). Weingeister, Kellergeister, Geist.liche.... :D



geschrieben von: rosenkind

na dann müsst ihr wohl auf Stop Motion umsteigen. Und ein Geistlicher, der im Kircheigenen Weinkeller ein dunkles Geheimnis verbirgt, das hätte doch auch was, oder? :D



geschrieben von: Töggelie

@Fotos: Ich mag es, wenn plötzlich dunkle Wolken aufziehen, das jagt einem so einen schönen Schauer über den Rücken. :)


@Gruseliges Erlebnis:
Gruselig finde ich die Story eigentlich nur bedingt und zwar insofern, dass es einfach neu und befremdlich war.
Ich habe diese Art von Erlebnis hier auch schon öfter gelesen, naja, für mich wars so ein bissel Premiere.
Jemand, der mir über Jahre hinweg entsetzlich wichtig war, war vergangenen Februar verstorben. Ich hatte seit Ewigkeiten keinen Kontakt zu ihm und ich lag ca. 12 Stunden bevor ich von seinem Tod erfuhr in meinem Bett, dachte nach und hatte plötzlich einige befremdliche Bilder im Kopf, die mich ein wenig verwunderten.
Nun ist es so, dass derjenige schon sehr alt war. Er war fast auf den Tag genau 60 Jahre älter als ich. Ich hatte immer ein wenig das Gefühl, dieser alte Mann wäre eine Art Spiegelbild von mir. Jemand, der ähnlich fühlte, dachte, scherzte...es gab so entsetzlich viele Gemeinsamkeiten. Ich glaubte, kaum etwas an mir war befremdlich für ihn. Wie oft hat man dieses Gefühl?
Ich erfuhr also, dass er in der Tat verstorben war und ich war betroffen, aber auch sehr erstaunt, denn ich steckte es, meiner Meinung nach, ganz gut weg. Jetzt muss man wissen, dass ich mich seit Jahren vor diesem Moment sehr gefürchtet hatte, denn ich war mir sicher, dass ich den Schmerz nicht aushalten könnte.
Einige Stunden später sollte sich dies bewahrheiten. Ich dachte, dass ich sterben müsste. Wortwörtlich. Ich jammerte, dass ein Teil von mir fehlen würde, wusste allerdings gar nicht, was ich da eigentlich redete und fühlte mich im wahrsten Sinne des Wortes wie zerfetzt und ausgeweidet. Ich war alleine und ich fühlte mich noch nie zuvor so unverstanden und verloren. Das ging eine ganze Weile so, ich war mir selbst vollkommen ausgeliefert.
Ja und dann: Von einer Sekunde auf die andere hatte ich das Gefühl, dass jemand da war, da war ein Gefühl von Nähe und - so blöd sich das jetzt für manch einen liest - von einer Sekunde auf die andere war ich unglaublich glücklich. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich in diesem Augenblick einfach nur gemocht und geliebt wurde, warum auch immer.
In den folgenden Tagen roch alles irgendwie ein bissel anders als sonst, ich hatte ständig einen fremden Geruch in der Nase und irgendwas war anders. Ich kann gar nicht sagen, was es war.
Eigentlich war das aber auch nicht schlimm, im Gegenteil, ich fand das merkwürdigerweise sogar sehr angenehm.
Etwas furchteinflößend war eigentlich nur folgender Moment: Ich lag rücklings im Bett, döste vor mich hin und plötzlich - ich weiß nicht wie - lag ich zu Tode erschrocken auf dem Bauch. Ich habe es so erlebt, dass mich jemand ruckartig umdrehte. Einerseits glaube ich das natürlich nicht, aber andererseits wüsste ich nicht, wie ich mich so formvollendet hätte drehen können. Ich brauchte sicher einige Minuten, um mich von diesem Schrecken zu erholen, das war einfach ein wahnsinns Ruck und eine ganz ordentliche Kraft. Ich würde einiges dafür geben, um zu erfahren, wie das von aussen ausgesehen haben mag. Also, entweder bin ich elastischer und sportlicher als ich je angenommen hatte (ich hatte früher bereits mehrfach versucht, mich im Liegen einfach so mit einem Ruck in der Luft zu drehen, hatte es aber nie geschafft) oder - ja, ich weiß auch nicht, war irgendwie komisch, vor allem, dass es zu diesem Zeitpunkt passierte. Aber womöglich war ich auch einfach komplett überreizt, wobei ich mir auch dann diese Bewegung nicht erklären kann.
Nach einiger Zeit waren Geruch und Co. wieder verschwunden, allerdings ist das angenehme Gefühl, dass irgendwo jemand ist, der auf mich wartet, geblieben.



geschrieben von: SisterNajade

@Töggelie:

Eigentlich klingt das, was du da schreibst, größtenteils sogar nach etwas Schönem. :)



geschrieben von: Töggelie

Stimmt, größtenteils ist es wirklich schön. :) Ich bin seither auch ein bissel gelassener, was diverse Dinge anbelangt. Also, es hat Wirkung. ;)





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